Großes Amitabha-Sutra – Textstudium

Original · Arbeitsübersetzung · Kommentar

1 #
大阿彌陀佛經序

大藏經中,有十餘經,言阿彌陀佛濟度眾生。其間四經本為一種,譯者不同,故有四名:一名《無量清淨平等覺經》,乃後漢月支三藏支婁加讖譯。二曰《無量壽經》,乃曹魏康僧鎧譯。三曰《阿彌陀過度人道經》,乃吳月支支謙譯。四曰《無量壽莊嚴經》,乃本朝西天三藏法賢譯。其大略雖同,然其中甚有差互。若不觀省者,又其文或失於太繁,而使人厭觀;或失於太嚴,而喪其本真;或其文適中,而其意則失之。由是釋迦文佛所以說經、阿彌陀佛所以度人之旨,紊而無序,欝而不章。予深惜之,故熟讀而精考,敘為一經,蓋欲復其本也。其校正之法,若言一事,抂此本為安,彼本為杌隉,則取其安者;或此本為要,彼本為泛濫,則取其要者;或此本為近,彼本為迂,則取其近者;或彼本有之,而此本闕,則取其所有;或彼本彰明,而此本隱晦,則取其明者;大概乃取其所優,去其所劣。又有其文碎雜而失統,錯亂而不倫者,則用其意以修其辭,刪其重以暢其義;其或可疑者,則闕焉而不敢取。若此之類,皆欲訂正聖言,發明本旨,使不惑於四種之異,而知其指歸也。又各從其事類,析為五十六分,欲觀者易見而喜於讀誦;庶幾流傳之廣,而一切眾生,皆受濟度也。予每校正,必禱於觀音菩薩求冥助,以開悟識性,使無舛誤,始末三年而後畢。既畢乃拜而自喜,目之曰《大阿彌陀經》。蓋佛與舍利弗說者,亦《阿彌陀經》;彼則其文少,故此言大以別之。然佛說經,非若吾聖人所說也。吾聖人所說,或深其文而叢其意,使人索之而愈見其多;或簡其文而晦其意,使人思而後得。佛則不然,必欲詳陳曲布,使人人可曉,雖至愚下者,亦知其意焉。然而有辭直而意愈深者,經所謂須信佛語深是也,切不可以輕其辭而忽其意。

[A1]紹興壬午秋,國學進士龍舒王日休謹序
Vorwort zum Großen Amitabha-Sutra

Im Kanon gibt es mehr als zehn Sutren, die davon sprechen, wie Amitabha Buddha die fühlenden Wesen rettet und befreit.

Unter ihnen gehören vier Sutren ursprünglich zu einer einzigen Überlieferung, wurden jedoch von unterschiedlichen Übersetzern übertragen und tragen deshalb verschiedene Titel:

Die erste heißt „Sutra des Unermesslichen, Reinen, Gleichheitlichen Erwachens“ und wurde vom Tripitaka-Meister Lokaksema aus Yuezhi in der Späten Han-Dynastie übersetzt.

Die zweite heißt „Sutra des Unermesslichen Lebens“ und wurde vom Meister Kang Sengkai in der Cao-Wei-Dynastie übersetzt.

Die dritte heißt „Sutra von Amitabha und der Rettung der Menschen“ und wurde vom Yuezhi-Meister Zhi Qian im Wu-Reich übersetzt.

Die vierte heißt „Sutra von der Herrlichkeit des Unermesslichen Lebens“ und wurde von dem Tripitaka-Meister Faxian aus Indien in unserer Dynastie übersetzt.

Obwohl ihr wesentlicher Inhalt ähnlich ist, bestehen zwischen ihnen zahlreiche Unterschiede.

Wer sie nicht sorgfältig prüft, wird feststellen, dass manche Fassungen zu ausführlich sind und beim Lesen Ermüdung hervorrufen; andere sind zu streng und verlieren dadurch ihre ursprüngliche Natürlichkeit; wieder andere treffen zwar die rechte sprachliche Mitte, verfehlen jedoch die eigentliche Bedeutung.

Dadurch werden die Absicht, aus der Shakyamuni Buddha dieses Sutra lehrte, und die Absicht, aus der Amitabha Buddha die Wesen errettet, verworren und ungeordnet, verdeckt und nicht deutlich sichtbar.

Dies bedauerte ich zutiefst.

Darum habe ich die Texte wiederholt gelesen und sorgfältig geprüft und sie zu einem einzigen Sutra zusammengeführt, um ihren ursprünglichen Sinn wiederherzustellen.

Meine Methode der Korrektur war folgende:

Wenn dieselbe Sache in einer Fassung klar und stimmig dargestellt war, in einer anderen jedoch unsicher oder fehlerhaft erschien, wählte ich die klare Fassung.

War eine Fassung prägnant, eine andere ausschweifend, nahm ich die prägnante.

War eine Fassung unmittelbar, eine andere umständlich, nahm ich die unmittelbare.

Enthielt eine Fassung etwas, das einer anderen fehlte, übernahm ich das Vorhandene.

War eine Darstellung in einer Fassung deutlich, in einer anderen verborgen oder dunkel, wählte ich die deutlichere.

Im Allgemeinen nahm ich das Vorzügliche auf und ließ das Mangelhafte weg.

Gab es Stellen, deren Wortlaut zersplittert war und den Zusammenhang verlor, oder deren Reihenfolge verwirrt und unlogisch erschien, so ordnete ich die Formulierungen nach ihrem Sinn neu, strich Wiederholungen und machte die Bedeutung klarer.

Wo Zweifel bestanden, ließ ich die Stelle aus und wagte nicht, sie zu übernehmen.

All dies geschah mit dem Wunsch, die heiligen Worte zu berichtigen, ihre ursprüngliche Absicht sichtbar zu machen, die Verwirrung über die Unterschiede der vier Fassungen zu beseitigen und ihre gemeinsame Ausrichtung erkennen zu lassen.

Außerdem habe ich den Text entsprechend seinen Themen in sechsundfünfzig Abschnitte gegliedert, damit die Leser ihn leichter erfassen und mit Freude rezitieren können.

So hoffe ich auf eine weite Verbreitung, damit alle fühlenden Wesen Nutzen daraus ziehen und Befreiung erlangen.

Jedes Mal, wenn ich Korrekturen vornahm, betete ich zu Guanyin Bodhisattva um verborgene Unterstützung, damit meine Einsicht geöffnet werde und keine Fehler entstünden.

Erst nach drei Jahren war die Arbeit vollendet.

Nachdem sie vollendet war, verneigte ich mich und empfand große Freude und gab ihr den Namen „Großes Amitabha-Sutra“.

Denn auch das Sutra, das der Buddha gemeinsam mit Shariputra lehrte, wird „Amitabha-Sutra“ genannt; jenes ist jedoch kurz, weshalb dieses hier zur Unterscheidung „groß“ genannt wird.

Doch die Art, wie der Buddha lehrt, unterscheidet sich von der unserer Weisen.

Unsere Weisen verfassen ihre Texte manchmal tiefgründig und vielschichtig, sodass man bei ihrer Erforschung immer weitere Bedeutungen entdeckt.

Oder sie schreiben knapp und verborgen, sodass man erst nach längerem Nachdenken ihren Sinn erkennt.

Beim Buddha ist dies anders.

Er legt die Dinge ausführlich und sorgfältig dar, damit jeder sie verstehen kann.

Selbst Menschen von geringster Bildung können seine Absicht erfassen.

Dennoch gibt es Stellen, deren Worte einfach erscheinen, deren Bedeutung jedoch umso tiefer ist.

Wenn im Sutra gesagt wird:

„Man muss den Worten des Buddha vertrauen, denn sie sind tiefgründig“,

so ist genau dies gemeint.

Man darf die Worte niemals wegen ihrer Einfachheit gering achten und dadurch ihre Bedeutung übersehen.

Im Herbst des Renwu-Jahres der Shaoxing-Ära (1162 n. Chr.)

verfasst von dem Gelehrten der Kaiserlichen Akademie aus Longshu,

Wang Rixiu,

in Ehrfurcht niedergelegt.
Kommentar öffnen
Dieses Vorwort erklärt, warum Wang Rixiu eine neue Fassung des Amitabha-Sutras erstellte.

Er betrachtet die vier damals wichtigsten chinesischen Übersetzungen als unterschiedliche Überlieferungen desselben Grundtextes. Sein Ziel ist nicht, etwas Neues zu schaffen, sondern den ursprünglichen Sinn (本旨) wieder sichtbar zu machen.

Dabei beschreibt er ein bemerkenswert modernes editorisches Verfahren:

* Vergleich mehrerer Handschriften
* Auswahl der klarsten Lesart
* Kürzung von Wiederholungen
* Ergänzung fehlender Stellen
* Zurückhaltung bei unsicheren Passagen

Gleichzeitig sieht er seine Arbeit nicht als rein philologische Tätigkeit, sondern als spirituelle Aufgabe. Deshalb erwähnt er ausdrücklich Gebete an Guanyin Bodhisattva.

Interessant ist auch sein Verständnis buddhistischer Sprache:

Der Buddha spricht nicht absichtlich rätselhaft oder elitär. Seine Worte sollen grundsätzlich für alle Menschen verständlich sein. Die Tiefe liegt nicht in komplizierter Sprache, sondern in der Wirklichkeit, auf die sie verweist.



Studienhinweis

龍舒 (Longshu) bezeichnet seine Heimatregion im heutigen Anhui.

國學進士 bedeutet ungefähr:

„Akademiegelehrter mit bestandenem Jinshi-Examen“.

謹序 bedeutet:

„ehrfürchtig als Vorwort verfasst“.

中文原文
大阿彌陀佛經序

大藏經中,有十餘經,言阿彌陀佛濟度眾生。其間四經本為一種,譯者不同,故有四名:一名《無量清淨平等覺經》,乃後漢月支三藏支婁加讖譯。二曰《無量壽經》,乃曹魏康僧鎧譯。三曰《阿彌陀過度人道經》,乃吳月支支謙譯。四曰《無量壽莊嚴經》,乃本朝西天三藏法賢譯。其大略雖同,然其中甚有差互。若不觀省者,又其文或失於太繁,而使人厭觀;或失於太嚴,而喪其本真;或其文適中,而其意則失之。由是釋迦文佛所以說經、阿彌陀佛所以度人之旨,紊而無序,欝而不章。予深惜之,故熟讀而精考,敘為一經,蓋欲復其本也。其校正之法,若言一事,抂此本為安,彼本為杌隉,則取其安者;或此本為要,彼本為泛濫,則取其要者;或此本為近,彼本為迂,則取其近者;或彼本有之,而此本闕,則取其所有;或彼本彰明,而此本隱晦,則取其明者;大概乃取其所優,去其所劣。又有其文碎雜而失統,錯亂而不倫者,則用其意以修其辭,刪其重以暢其義;其或可疑者,則闕焉而不敢取。若此之類,皆欲訂正聖言,發明本旨,使不惑於四種之異,而知其指歸也。又各從其事類,析為五十六分,欲觀者易見而喜於讀誦;庶幾流傳之廣,而一切眾生,皆受濟度也。予每校正,必禱於觀音菩薩求冥助,以開悟識性,使無舛誤,始末三年而後畢。既畢乃拜而自喜,目之曰《大阿彌陀經》。蓋佛與舍利弗說者,亦《阿彌陀經》;彼則其文少,故此言大以別之。然佛說經,非若吾聖人所說也。吾聖人所說,或深其文而叢其意,使人索之而愈見其多;或簡其文而晦其意,使人思而後得。佛則不然,必欲詳陳曲布,使人人可曉,雖至愚下者,亦知其意焉。然而有辭直而意愈深者,經所謂須信佛語深是也,切不可以輕其辭而忽其意。

[A1]紹興壬午秋,國學進士龍舒王日休謹序
Deutsch
Vorwort zum Großen Amitabha-Sutra

Im Kanon gibt es mehr als zehn Sutren, die davon sprechen, wie Amitabha Buddha die fühlenden Wesen rettet und befreit.

Unter ihnen gehören vier Sutren ursprünglich zu einer einzigen Überlieferung, wurden jedoch von unterschiedlichen Übersetzern übertragen und tragen deshalb verschiedene Titel:

Die erste heißt „Sutra des Unermesslichen, Reinen, Gleichheitlichen Erwachens“ und wurde vom Tripitaka-Meister Lokaksema aus Yuezhi in der Späten Han-Dynastie übersetzt.

Die zweite heißt „Sutra des Unermesslichen Lebens“ und wurde vom Meister Kang Sengkai in der Cao-Wei-Dynastie übersetzt.

Die dritte heißt „Sutra von Amitabha und der Rettung der Menschen“ und wurde vom Yuezhi-Meister Zhi Qian im Wu-Reich übersetzt.

Die vierte heißt „Sutra von der Herrlichkeit des Unermesslichen Lebens“ und wurde von dem Tripitaka-Meister Faxian aus Indien in unserer Dynastie übersetzt.

Obwohl ihr wesentlicher Inhalt ähnlich ist, bestehen zwischen ihnen zahlreiche Unterschiede.

Wer sie nicht sorgfältig prüft, wird feststellen, dass manche Fassungen zu ausführlich sind und beim Lesen Ermüdung hervorrufen; andere sind zu streng und verlieren dadurch ihre ursprüngliche Natürlichkeit; wieder andere treffen zwar die rechte sprachliche Mitte, verfehlen jedoch die eigentliche Bedeutung.

Dadurch werden die Absicht, aus der Shakyamuni Buddha dieses Sutra lehrte, und die Absicht, aus der Amitabha Buddha die Wesen errettet, verworren und ungeordnet, verdeckt und nicht deutlich sichtbar.

Dies bedauerte ich zutiefst.

Darum habe ich die Texte wiederholt gelesen und sorgfältig geprüft und sie zu einem einzigen Sutra zusammengeführt, um ihren ursprünglichen Sinn wiederherzustellen.

Meine Methode der Korrektur war folgende:

Wenn dieselbe Sache in einer Fassung klar und stimmig dargestellt war, in einer anderen jedoch unsicher oder fehlerhaft erschien, wählte ich die klare Fassung.

War eine Fassung prägnant, eine andere ausschweifend, nahm ich die prägnante.

War eine Fassung unmittelbar, eine andere umständlich, nahm ich die unmittelbare.

Enthielt eine Fassung etwas, das einer anderen fehlte, übernahm ich das Vorhandene.

War eine Darstellung in einer Fassung deutlich, in einer anderen verborgen oder dunkel, wählte ich die deutlichere.

Im Allgemeinen nahm ich das Vorzügliche auf und ließ das Mangelhafte weg.

Gab es Stellen, deren Wortlaut zersplittert war und den Zusammenhang verlor, oder deren Reihenfolge verwirrt und unlogisch erschien, so ordnete ich die Formulierungen nach ihrem Sinn neu, strich Wiederholungen und machte die Bedeutung klarer.

Wo Zweifel bestanden, ließ ich die Stelle aus und wagte nicht, sie zu übernehmen.

All dies geschah mit dem Wunsch, die heiligen Worte zu berichtigen, ihre ursprüngliche Absicht sichtbar zu machen, die Verwirrung über die Unterschiede der vier Fassungen zu beseitigen und ihre gemeinsame Ausrichtung erkennen zu lassen.

Außerdem habe ich den Text entsprechend seinen Themen in sechsundfünfzig Abschnitte gegliedert, damit die Leser ihn leichter erfassen und mit Freude rezitieren können.

So hoffe ich auf eine weite Verbreitung, damit alle fühlenden Wesen Nutzen daraus ziehen und Befreiung erlangen.

Jedes Mal, wenn ich Korrekturen vornahm, betete ich zu Guanyin Bodhisattva um verborgene Unterstützung, damit meine Einsicht geöffnet werde und keine Fehler entstünden.

Erst nach drei Jahren war die Arbeit vollendet.

Nachdem sie vollendet war, verneigte ich mich und empfand große Freude und gab ihr den Namen „Großes Amitabha-Sutra“.

Denn auch das Sutra, das der Buddha gemeinsam mit Shariputra lehrte, wird „Amitabha-Sutra“ genannt; jenes ist jedoch kurz, weshalb dieses hier zur Unterscheidung „groß“ genannt wird.

Doch die Art, wie der Buddha lehrt, unterscheidet sich von der unserer Weisen.

Unsere Weisen verfassen ihre Texte manchmal tiefgründig und vielschichtig, sodass man bei ihrer Erforschung immer weitere Bedeutungen entdeckt.

Oder sie schreiben knapp und verborgen, sodass man erst nach längerem Nachdenken ihren Sinn erkennt.

Beim Buddha ist dies anders.

Er legt die Dinge ausführlich und sorgfältig dar, damit jeder sie verstehen kann.

Selbst Menschen von geringster Bildung können seine Absicht erfassen.

Dennoch gibt es Stellen, deren Worte einfach erscheinen, deren Bedeutung jedoch umso tiefer ist.

Wenn im Sutra gesagt wird:

„Man muss den Worten des Buddha vertrauen, denn sie sind tiefgründig“,

so ist genau dies gemeint.

Man darf die Worte niemals wegen ihrer Einfachheit gering achten und dadurch ihre Bedeutung übersehen.

Im Herbst des Renwu-Jahres der Shaoxing-Ära (1162 n. Chr.)

verfasst von dem Gelehrten der Kaiserlichen Akademie aus Longshu,

Wang Rixiu,

in Ehrfurcht niedergelegt.
Kommentar
Dieses Vorwort erklärt, warum Wang Rixiu eine neue Fassung des Amitabha-Sutras erstellte.

Er betrachtet die vier damals wichtigsten chinesischen Übersetzungen als unterschiedliche Überlieferungen desselben Grundtextes. Sein Ziel ist nicht, etwas Neues zu schaffen, sondern den ursprünglichen Sinn (本旨) wieder sichtbar zu machen.

Dabei beschreibt er ein bemerkenswert modernes editorisches Verfahren:

* Vergleich mehrerer Handschriften
* Auswahl der klarsten Lesart
* Kürzung von Wiederholungen
* Ergänzung fehlender Stellen
* Zurückhaltung bei unsicheren Passagen

Gleichzeitig sieht er seine Arbeit nicht als rein philologische Tätigkeit, sondern als spirituelle Aufgabe. Deshalb erwähnt er ausdrücklich Gebete an Guanyin Bodhisattva.

Interessant ist auch sein Verständnis buddhistischer Sprache:

Der Buddha spricht nicht absichtlich rätselhaft oder elitär. Seine Worte sollen grundsätzlich für alle Menschen verständlich sein. Die Tiefe liegt nicht in komplizierter Sprache, sondern in der Wirklichkeit, auf die sie verweist.



Studienhinweis

龍舒 (Longshu) bezeichnet seine Heimatregion im heutigen Anhui.

國學進士 bedeutet ungefähr:

„Akademiegelehrter mit bestandenem Jinshi-Examen“.

謹序 bedeutet:

„ehrfürchtig als Vorwort verfasst“.

2 #
禮祝儀式

誦淨口業真言:

唵 修利 修利 摩訶修利 修修利 娑婆訶

次誦五淨真言:

唵 尾鼠提 娑婆訶

淨身器神呪:

唵 秫殿都 戌陀那耶 娑婆訶

次向西頂禮祝云:

「弟子(某甲)謹為盡虛空界一切眾生,歸依盡虛空界一切諸佛,一切正法,一切聖僧;西方極樂世界阿彌陀佛,觀世音菩薩,大勢至菩薩,一切菩薩、聲聞、諸上善人。(某甲)今為盡虛空界一切眾生,持誦《大阿彌陀經》,及讚佛、懺罪、迴向、發願,願如此等眾生各各自誦經,讚佛、懺罪、迴向、發願,願盡拔濟生於極樂世界,乃念大慈菩薩,讚佛、懺罪、迴向、發願。」偈云:

「十方三世佛, 阿彌陀第一;
九品度眾生, 威德無窮極。
我今大歸依, 懺悔三業罪;
凡有諸善福, 至心用迴向。
願同念佛人, 盡生極樂國;
見佛了生死, 如佛度一切。」
如為薦亡、或禳災、或保安,則隨意祝願,不須如前祈禱。亦須誦真言,先歸依三寶及西方四聖,然後祝願。若為自身往生,則宜一一如前,其功德甚大矣。

佛說大阿彌陀經卷上

國學進士龍舒王日休校輯
Liturgische Rezitationsordnung

Rohübersetzung

Rezitiere das Mantra zur Reinigung des Mund-Karmas

唵 修利 修利 摩訶修利 修修利 娑婆訶



Danach rezitiere das Fünffache Reinigungsmantra

唵 尾鼠提 娑婆訶



Mantra zur Reinigung von Körper, Geräten und Schutzgottheiten

唵 秫殿都 戌陀那耶 娑婆訶



Danach wende dich nach Westen und verneige dich

Sprich:

Der Schüler (Name)
nimmt heute für alle Wesen des grenzenlosen Raumes Zuflucht zu allen Buddhas,
zum gesamten rechten Dharma
und zur Gemeinschaft der Heiligen.

Zuflucht zu Amitabha Buddha
im Reinen Land des höchsten Glücks im Westen,
zu Avalokiteshvara Bodhisattva,
zu Mahasthamaprapta Bodhisattva,
zu allen Bodhisattvas,
zu allen Hörern
und zu allen großen Tugendfreunden.

Heute rezitiert (Name)
für alle Wesen des grenzenlosen Raumes
das Große Amitabha-Sutra,
sowie Lobpreisung des Buddha,
Reue,
Widmung der Verdienste
und Gelübde.

Mögen alle Wesen
selbst das Sutra rezitieren,
den Buddha preisen,
Reue üben,
Verdienste widmen
und Gelübde fassen.

Mögen sie alle aus dem Leid befreit werden
und im Land der Höchsten Glückseligkeit geboren werden.

Nun gedenke ich des Großen Mitgefühls-Bodhisattvas
und bringe Lobpreisung,
Reue,
Widmung
und Gelübde dar.



Das Lobpreisungs-Gedicht

Rohübersetzung

Von allen Buddhas der zehn Richtungen
und der drei Zeiten
ist Amitabha der Höchste.

Durch neun Grade führt er die Wesen hinüber,
seine Macht und Tugend sind grenzenlos.

Heute nehme ich große Zuflucht
und bereue die Verfehlungen
von Körper,
Rede
und Geist.

Alle heilsamen Verdienste,
die entstehen,
widme ich mit aufrichtigem Herzen.

Möge ich gemeinsam mit allen,
die den Buddha erinnern,
im Land der Höchsten Glückseligkeit geboren werden.

Mögen wir den Buddha schauen,
Geburt und Tod durchdringen
und wie der Buddha
alle Wesen befreien.



Anweisung

Rohübersetzung

Wenn die Rezitation einem Verstorbenen gewidmet wird,

oder zur Abwendung von Unglück,

oder zum Schutz und Wohlergehen,

dann kann man die Wünsche entsprechend anpassen und muss nicht genau wie oben beten.

Die Mantras sollen dennoch rezitiert werden.

Zuerst nimmt man Zuflucht zu den Drei Juwelen und den vier Heiligen des Westens,

danach spricht man die jeweiligen Wünsche aus.

Wenn die Praxis jedoch der eigenen Wiedergeburt im Reinen Land dient,

dann sollte alles genau wie oben ausgeführt werden.

Der dadurch entstehende Verdienst ist sehr groß.
Kein Kommentar
中文原文
禮祝儀式

誦淨口業真言:

唵 修利 修利 摩訶修利 修修利 娑婆訶

次誦五淨真言:

唵 尾鼠提 娑婆訶

淨身器神呪:

唵 秫殿都 戌陀那耶 娑婆訶

次向西頂禮祝云:

「弟子(某甲)謹為盡虛空界一切眾生,歸依盡虛空界一切諸佛,一切正法,一切聖僧;西方極樂世界阿彌陀佛,觀世音菩薩,大勢至菩薩,一切菩薩、聲聞、諸上善人。(某甲)今為盡虛空界一切眾生,持誦《大阿彌陀經》,及讚佛、懺罪、迴向、發願,願如此等眾生各各自誦經,讚佛、懺罪、迴向、發願,願盡拔濟生於極樂世界,乃念大慈菩薩,讚佛、懺罪、迴向、發願。」偈云:

「十方三世佛, 阿彌陀第一;
九品度眾生, 威德無窮極。
我今大歸依, 懺悔三業罪;
凡有諸善福, 至心用迴向。
願同念佛人, 盡生極樂國;
見佛了生死, 如佛度一切。」
如為薦亡、或禳災、或保安,則隨意祝願,不須如前祈禱。亦須誦真言,先歸依三寶及西方四聖,然後祝願。若為自身往生,則宜一一如前,其功德甚大矣。

佛說大阿彌陀經卷上

國學進士龍舒王日休校輯
Deutsch
Liturgische Rezitationsordnung

Rohübersetzung

Rezitiere das Mantra zur Reinigung des Mund-Karmas

唵 修利 修利 摩訶修利 修修利 娑婆訶



Danach rezitiere das Fünffache Reinigungsmantra

唵 尾鼠提 娑婆訶



Mantra zur Reinigung von Körper, Geräten und Schutzgottheiten

唵 秫殿都 戌陀那耶 娑婆訶



Danach wende dich nach Westen und verneige dich

Sprich:

Der Schüler (Name)
nimmt heute für alle Wesen des grenzenlosen Raumes Zuflucht zu allen Buddhas,
zum gesamten rechten Dharma
und zur Gemeinschaft der Heiligen.

Zuflucht zu Amitabha Buddha
im Reinen Land des höchsten Glücks im Westen,
zu Avalokiteshvara Bodhisattva,
zu Mahasthamaprapta Bodhisattva,
zu allen Bodhisattvas,
zu allen Hörern
und zu allen großen Tugendfreunden.

Heute rezitiert (Name)
für alle Wesen des grenzenlosen Raumes
das Große Amitabha-Sutra,
sowie Lobpreisung des Buddha,
Reue,
Widmung der Verdienste
und Gelübde.

Mögen alle Wesen
selbst das Sutra rezitieren,
den Buddha preisen,
Reue üben,
Verdienste widmen
und Gelübde fassen.

Mögen sie alle aus dem Leid befreit werden
und im Land der Höchsten Glückseligkeit geboren werden.

Nun gedenke ich des Großen Mitgefühls-Bodhisattvas
und bringe Lobpreisung,
Reue,
Widmung
und Gelübde dar.



Das Lobpreisungs-Gedicht

Rohübersetzung

Von allen Buddhas der zehn Richtungen
und der drei Zeiten
ist Amitabha der Höchste.

Durch neun Grade führt er die Wesen hinüber,
seine Macht und Tugend sind grenzenlos.

Heute nehme ich große Zuflucht
und bereue die Verfehlungen
von Körper,
Rede
und Geist.

Alle heilsamen Verdienste,
die entstehen,
widme ich mit aufrichtigem Herzen.

Möge ich gemeinsam mit allen,
die den Buddha erinnern,
im Land der Höchsten Glückseligkeit geboren werden.

Mögen wir den Buddha schauen,
Geburt und Tod durchdringen
und wie der Buddha
alle Wesen befreien.



Anweisung

Rohübersetzung

Wenn die Rezitation einem Verstorbenen gewidmet wird,

oder zur Abwendung von Unglück,

oder zum Schutz und Wohlergehen,

dann kann man die Wünsche entsprechend anpassen und muss nicht genau wie oben beten.

Die Mantras sollen dennoch rezitiert werden.

Zuerst nimmt man Zuflucht zu den Drei Juwelen und den vier Heiligen des Westens,

danach spricht man die jeweiligen Wünsche aus.

Wenn die Praxis jedoch der eigenen Wiedergeburt im Reinen Land dient,

dann sollte alles genau wie oben ausgeführt werden.

Der dadurch entstehende Verdienst ist sehr groß.
Kommentar
3 #
法會大眾分第一

如是我聞:

一時佛在王舍國靈鷲山中,與大弟子眾千二百五十人俱,一切大聖神通已達,其名曰:尊者了本際、尊者正願、尊者正語、尊者大號、尊者仁賢、尊者離垢、尊者名聞、尊者善實、尊者具足、尊者阿難,若此皆上首者。又大乘眾菩薩:普賢菩薩、妙德菩薩、慈氏菩薩等,此賢劫中一切菩薩。又賢護等十六正士:善思議菩薩、信慧菩薩、空無菩薩、神通華菩薩,皆尊普賢大士之德,具諸菩薩無量行願,安住一切功德之法。如是等菩薩大士,一時來會。
Erster Abschnitt

Die Versammlung der Dharma-Versammlung

So habe ich gehört:

Zu einer Zeit weilte der Buddha im Königreich Rajagriha auf dem Geiergipfelberg.

Mit ihm versammelt waren eintausendzweihundertfünfzig große Schüler.

Alle hatten die Stufe großer Heiligkeit erreicht und die übernatürlichen Fähigkeiten vollkommen verwirklicht.

Ihre Namen waren:

der Ehrwürdige, der den ursprünglichen Grund erkannt hatte,

der Ehrwürdige der rechten Gelübde,

der Ehrwürdige der rechten Rede,

der Ehrwürdige des großen Rufes,

der Ehrwürdige der Güte und Tugend,

der Ehrwürdige frei von Befleckung,

der Ehrwürdige weithin Berühmte,

der Ehrwürdige wahrhaft Gute,

der Ehrwürdige Vollendete,

und der Ehrwürdige Ananda.

Diese waren die bedeutendsten unter ihnen.

Ferner waren große Bodhisattvas des Mahayana anwesend:

Samantabhadra Bodhisattva,

Manjushri Bodhisattva,

Maitreya Bodhisattva

und alle Bodhisattvas dieses glückverheißenden Zeitalters.

Außerdem waren die sechzehn großen Bodhisattvas anwesend, angeführt von Bhadrapala:

Bodhisattva Gute Erwägung,

Bodhisattva Vertrauende Weisheit,

Bodhisattva Leerheit und Nicht-Anhaften,

Bodhisattva Blüte der Übernatürlichen Kräfte

und weitere.

Sie alle ehrten die Tugend des großen Samantabhadra-Bodhisattva,

verwirklichten die unermesslichen Handlungen und Gelübde aller Bodhisattvas

und verweilten fest in den Dharmas aller Verdienste.

Diese großen Bodhisattvas waren damals gemeinsam in der Versammlung anwesend.
Kommentar öffnen
Die Eröffnung folgt dem klassischen Aufbau vieler Mahayana-Sutren:

1. Beglaubigung der Überlieferung
* „So habe ich gehört.“
* Traditionell spricht hier Ananda nach dem Parinirvana des Buddha.
2. Ort
* Rajagriha, Geiergipfel (靈鷲山).
* Einer der wichtigsten Lehrorte des Mahayana.
3. Versammlung der Hörenden (Śrāvakas)
* Vertreter individueller Befreiung.
* Symbolisieren Disziplin, Konzentration und Weisheit.
4. Versammlung der Bodhisattvas
* Vertreter des universellen Mahayana-Weges.
* Symbolisieren Mitgefühl und grenzenlose Gelübde.
5. Samantabhadra als Leitbild
* Bemerkenswert ist die Hervorhebung Samantabhadras.
* Dies weist bereits auf die spätere Ausrichtung des Sutras hin:
Erwachen wird nicht nur als Erkenntnis verstanden,
sondern als Gelübde, Praxis und Hingabe zum Wohl aller Wesen.

Die Versammlung stellt somit ein vollständiges Bild des buddhistischen Weges dar:

* Weisheit (Manjushri)
* Mitgefühl und Gelübde (Samantabhadra)
* zukünftige Vollendung (Maitreya)
* Bewahrung der Lehre (Ananda)
* Verwirklichung durch Praxis (die Bodhisattvas)

Noch bevor Amitabha erwähnt wird, zeigt die Versammlung bereits die innere Voraussetzung des Reinen Landes:

Nicht nur Befreiung für sich selbst,
sondern die gemeinsame Befreiung aller Wesen.
中文原文
法會大眾分第一

如是我聞:

一時佛在王舍國靈鷲山中,與大弟子眾千二百五十人俱,一切大聖神通已達,其名曰:尊者了本際、尊者正願、尊者正語、尊者大號、尊者仁賢、尊者離垢、尊者名聞、尊者善實、尊者具足、尊者阿難,若此皆上首者。又大乘眾菩薩:普賢菩薩、妙德菩薩、慈氏菩薩等,此賢劫中一切菩薩。又賢護等十六正士:善思議菩薩、信慧菩薩、空無菩薩、神通華菩薩,皆尊普賢大士之德,具諸菩薩無量行願,安住一切功德之法。如是等菩薩大士,一時來會。
Deutsch
Erster Abschnitt

Die Versammlung der Dharma-Versammlung

So habe ich gehört:

Zu einer Zeit weilte der Buddha im Königreich Rajagriha auf dem Geiergipfelberg.

Mit ihm versammelt waren eintausendzweihundertfünfzig große Schüler.

Alle hatten die Stufe großer Heiligkeit erreicht und die übernatürlichen Fähigkeiten vollkommen verwirklicht.

Ihre Namen waren:

der Ehrwürdige, der den ursprünglichen Grund erkannt hatte,

der Ehrwürdige der rechten Gelübde,

der Ehrwürdige der rechten Rede,

der Ehrwürdige des großen Rufes,

der Ehrwürdige der Güte und Tugend,

der Ehrwürdige frei von Befleckung,

der Ehrwürdige weithin Berühmte,

der Ehrwürdige wahrhaft Gute,

der Ehrwürdige Vollendete,

und der Ehrwürdige Ananda.

Diese waren die bedeutendsten unter ihnen.

Ferner waren große Bodhisattvas des Mahayana anwesend:

Samantabhadra Bodhisattva,

Manjushri Bodhisattva,

Maitreya Bodhisattva

und alle Bodhisattvas dieses glückverheißenden Zeitalters.

Außerdem waren die sechzehn großen Bodhisattvas anwesend, angeführt von Bhadrapala:

Bodhisattva Gute Erwägung,

Bodhisattva Vertrauende Weisheit,

Bodhisattva Leerheit und Nicht-Anhaften,

Bodhisattva Blüte der Übernatürlichen Kräfte

und weitere.

Sie alle ehrten die Tugend des großen Samantabhadra-Bodhisattva,

verwirklichten die unermesslichen Handlungen und Gelübde aller Bodhisattvas

und verweilten fest in den Dharmas aller Verdienste.

Diese großen Bodhisattvas waren damals gemeinsam in der Versammlung anwesend.
Kommentar
Die Eröffnung folgt dem klassischen Aufbau vieler Mahayana-Sutren:

1. Beglaubigung der Überlieferung
* „So habe ich gehört.“
* Traditionell spricht hier Ananda nach dem Parinirvana des Buddha.
2. Ort
* Rajagriha, Geiergipfel (靈鷲山).
* Einer der wichtigsten Lehrorte des Mahayana.
3. Versammlung der Hörenden (Śrāvakas)
* Vertreter individueller Befreiung.
* Symbolisieren Disziplin, Konzentration und Weisheit.
4. Versammlung der Bodhisattvas
* Vertreter des universellen Mahayana-Weges.
* Symbolisieren Mitgefühl und grenzenlose Gelübde.
5. Samantabhadra als Leitbild
* Bemerkenswert ist die Hervorhebung Samantabhadras.
* Dies weist bereits auf die spätere Ausrichtung des Sutras hin:
Erwachen wird nicht nur als Erkenntnis verstanden,
sondern als Gelübde, Praxis und Hingabe zum Wohl aller Wesen.

Die Versammlung stellt somit ein vollständiges Bild des buddhistischen Weges dar:

* Weisheit (Manjushri)
* Mitgefühl und Gelübde (Samantabhadra)
* zukünftige Vollendung (Maitreya)
* Bewahrung der Lehre (Ananda)
* Verwirklichung durch Praxis (die Bodhisattvas)

Noch bevor Amitabha erwähnt wird, zeigt die Versammlung bereits die innere Voraussetzung des Reinen Landes:

Nicht nur Befreiung für sich selbst,
sondern die gemeinsame Befreiung aller Wesen.
4 #
阿難發問分第二

爾時世尊,容色光麗異於他日。尊者阿難,即從座起偏袒右肩,長跪合掌而白佛言:「今日世尊諸根悅豫,姿色清淨光顯巍巍,如鏡明瑩暢徹表裏。自我侍佛以來,未嘗獲覩威容有如今日。豈非念過去諸佛,或現在、未來諸佛,故致然耶?」

佛言:「善哉!阿難!有諸天教汝來問?汝自問耶?」

阿難言:「我自以所見而發此問。」

佛言:「汝所問者,勝於供養一天下聲聞、緣覺,及布施諸天人民,下至蜎飛蠕動之類,雖至累劫,尚百千萬億倍不可以及。所以者何?蓋諸天帝王人民,下至蜎飛蠕動之類,皆因汝所問而得度脫之道。阿難!如世間有優曇鉢華,雖有其實不見其華,有佛出世華然後有,佛難值遇亦如此華。今我出世,汝善知吾意,特為發問,誠不妄侍佛矣!汝當諦聽!吾為汝說。」

對言:「誠欲聞之!」
Zweiter Abschnitt

Anandas Frage

Zu jener Zeit war die Erscheinung des Weltgeehrten von einer Schönheit und einem Glanz, wie sie sich von anderen Tagen unterschied.

Der Ehrwürdige Ananda erhob sich von seinem Sitz, legte die rechte Schulter frei, kniete auf das rechte Knie nieder, faltete die Hände und sprach zum Buddha:

„Heute erscheinen die Sinne und die ganze Ausstrahlung des Weltgeehrten besonders freudig und klar.

Die Gestalt des Erhabenen ist rein und leuchtend,
ihr Glanz ist erhaben und majestätisch.

Wie ein heller Spiegel,
klar und durchsichtig,
durchdringt er innen und außen.

Seit ich dem Buddha diene,
habe ich noch niemals eine solche Erscheinung gesehen wie heute.

Denkt der Weltgeehrte vielleicht an die Buddhas der Vergangenheit?

Oder an die Buddhas der Gegenwart?

Oder an die Buddhas der Zukunft?

Ist dies der Grund für diese besondere Ausstrahlung?“

Der Buddha sprach:

„Gut gesprochen, Ananda!

Haben die Götter dich veranlasst, diese Frage zu stellen?

Oder stellst du sie aus eigenem Antrieb?“

Ananda antwortete:

„Ich stelle sie aufgrund dessen, was ich selbst gesehen habe.“

Der Buddha sprach:

„Die Frage, die du gestellt hast,

übertrifft die Verdienste der Versorgung aller Hörenden und Pratyekabuddhas in einer ganzen Welt.

Sie übertrifft auch die Gabe an alle Götter und Menschen,

ja selbst an alle kriechenden, fliegenden und sich bewegenden Wesen.

Selbst wenn man solche Gaben über zahllose Kalpas hinweg darbrächte,

könnte dies die Verdienste deiner Frage nicht erreichen,

nicht einmal zu einem Hunderttausendstel,
Millionstel,
Milliardstel davon.

Warum?

Weil Götter,
Könige,
Menschen

und sogar die kleinsten Lebewesen

durch deine Frage den Weg zur Befreiung erhalten werden.

Ananda!

In der Welt gibt es die Udumbara-Blüte.

Man kennt ihre Frucht,
doch ihre Blüte wird nur selten gesehen.

Erst wenn ein Buddha in der Welt erscheint,
zeigt sich diese Blüte.

Ebenso selten ist die Begegnung mit einem Buddha.

Nun bin ich in der Welt erschienen.

Du hast meine Absicht erkannt
und diese Frage gestellt.

Du hast dem Buddha wahrlich nicht vergeblich gedient.

Höre nun aufmerksam zu!

Ich werde es dir erklären.“

Ananda antwortete:

„Von Herzen wünsche ich zu hören.“
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt enthält mehrere wichtige Mahayana-Motive.

1. Der Buddha strahlt anders als gewöhnlich

Die besondere Erscheinung des Buddha ist kein Wunder um seiner selbst willen.

Sie signalisiert:

Eine außergewöhnlich bedeutende Lehre wird offenbart.

Ähnliches findet sich auch im Lotus-Sutra und in anderen Mahayana-Sutren.



2. Die Bedeutung der Frage

Bemerkenswert ist:

Der Buddha lobt nicht eine Antwort,
sondern eine Frage.

Die Frage öffnet den Raum für die Lehre.

Ohne Frage keine Offenbarung.

Im Mahayana ist dies ein wiederkehrendes Motiv:

Eine aufrichtige Frage kann für zahllose Wesen heilsamer sein als unzählige Opfergaben.



3. Die seltene Begegnung

Die Udumbara-Blüte wird zum Symbol für etwas außerordentlich Seltenes.

Drei Dinge werden hier als selten dargestellt:

* die Erscheinung eines Buddha,
* das Erkennen der rechten Gelegenheit,
* das Stellen der rechten Frage.



4. Warum ist die Frage so verdienstvoll?

Nicht weil Ananda persönlich wichtig wäre.

Sondern weil seine Frage die Ursache dafür wird,
dass unzählige Wesen später das Amitabha-Dharma hören können.

Die Frage wird somit selbst zu einem Bodhisattva-Handeln.

Sie dient nicht nur dem Fragenden,
sondern allen Wesen.
中文原文
阿難發問分第二

爾時世尊,容色光麗異於他日。尊者阿難,即從座起偏袒右肩,長跪合掌而白佛言:「今日世尊諸根悅豫,姿色清淨光顯巍巍,如鏡明瑩暢徹表裏。自我侍佛以來,未嘗獲覩威容有如今日。豈非念過去諸佛,或現在、未來諸佛,故致然耶?」

佛言:「善哉!阿難!有諸天教汝來問?汝自問耶?」

阿難言:「我自以所見而發此問。」

佛言:「汝所問者,勝於供養一天下聲聞、緣覺,及布施諸天人民,下至蜎飛蠕動之類,雖至累劫,尚百千萬億倍不可以及。所以者何?蓋諸天帝王人民,下至蜎飛蠕動之類,皆因汝所問而得度脫之道。阿難!如世間有優曇鉢華,雖有其實不見其華,有佛出世華然後有,佛難值遇亦如此華。今我出世,汝善知吾意,特為發問,誠不妄侍佛矣!汝當諦聽!吾為汝說。」

對言:「誠欲聞之!」
Deutsch
Zweiter Abschnitt

Anandas Frage

Zu jener Zeit war die Erscheinung des Weltgeehrten von einer Schönheit und einem Glanz, wie sie sich von anderen Tagen unterschied.

Der Ehrwürdige Ananda erhob sich von seinem Sitz, legte die rechte Schulter frei, kniete auf das rechte Knie nieder, faltete die Hände und sprach zum Buddha:

„Heute erscheinen die Sinne und die ganze Ausstrahlung des Weltgeehrten besonders freudig und klar.

Die Gestalt des Erhabenen ist rein und leuchtend,
ihr Glanz ist erhaben und majestätisch.

Wie ein heller Spiegel,
klar und durchsichtig,
durchdringt er innen und außen.

Seit ich dem Buddha diene,
habe ich noch niemals eine solche Erscheinung gesehen wie heute.

Denkt der Weltgeehrte vielleicht an die Buddhas der Vergangenheit?

Oder an die Buddhas der Gegenwart?

Oder an die Buddhas der Zukunft?

Ist dies der Grund für diese besondere Ausstrahlung?“

Der Buddha sprach:

„Gut gesprochen, Ananda!

Haben die Götter dich veranlasst, diese Frage zu stellen?

Oder stellst du sie aus eigenem Antrieb?“

Ananda antwortete:

„Ich stelle sie aufgrund dessen, was ich selbst gesehen habe.“

Der Buddha sprach:

„Die Frage, die du gestellt hast,

übertrifft die Verdienste der Versorgung aller Hörenden und Pratyekabuddhas in einer ganzen Welt.

Sie übertrifft auch die Gabe an alle Götter und Menschen,

ja selbst an alle kriechenden, fliegenden und sich bewegenden Wesen.

Selbst wenn man solche Gaben über zahllose Kalpas hinweg darbrächte,

könnte dies die Verdienste deiner Frage nicht erreichen,

nicht einmal zu einem Hunderttausendstel,
Millionstel,
Milliardstel davon.

Warum?

Weil Götter,
Könige,
Menschen

und sogar die kleinsten Lebewesen

durch deine Frage den Weg zur Befreiung erhalten werden.

Ananda!

In der Welt gibt es die Udumbara-Blüte.

Man kennt ihre Frucht,
doch ihre Blüte wird nur selten gesehen.

Erst wenn ein Buddha in der Welt erscheint,
zeigt sich diese Blüte.

Ebenso selten ist die Begegnung mit einem Buddha.

Nun bin ich in der Welt erschienen.

Du hast meine Absicht erkannt
und diese Frage gestellt.

Du hast dem Buddha wahrlich nicht vergeblich gedient.

Höre nun aufmerksam zu!

Ich werde es dir erklären.“

Ananda antwortete:

„Von Herzen wünsche ich zu hören.“
Kommentar
Dieser Abschnitt enthält mehrere wichtige Mahayana-Motive.

1. Der Buddha strahlt anders als gewöhnlich

Die besondere Erscheinung des Buddha ist kein Wunder um seiner selbst willen.

Sie signalisiert:

Eine außergewöhnlich bedeutende Lehre wird offenbart.

Ähnliches findet sich auch im Lotus-Sutra und in anderen Mahayana-Sutren.



2. Die Bedeutung der Frage

Bemerkenswert ist:

Der Buddha lobt nicht eine Antwort,
sondern eine Frage.

Die Frage öffnet den Raum für die Lehre.

Ohne Frage keine Offenbarung.

Im Mahayana ist dies ein wiederkehrendes Motiv:

Eine aufrichtige Frage kann für zahllose Wesen heilsamer sein als unzählige Opfergaben.



3. Die seltene Begegnung

Die Udumbara-Blüte wird zum Symbol für etwas außerordentlich Seltenes.

Drei Dinge werden hier als selten dargestellt:

* die Erscheinung eines Buddha,
* das Erkennen der rechten Gelegenheit,
* das Stellen der rechten Frage.



4. Warum ist die Frage so verdienstvoll?

Nicht weil Ananda persönlich wichtig wäre.

Sondern weil seine Frage die Ursache dafür wird,
dass unzählige Wesen später das Amitabha-Dharma hören können.

Die Frage wird somit selbst zu einem Bodhisattva-Handeln.

Sie dient nicht nur dem Fragenden,
sondern allen Wesen.
5 #
五十三佛分第三

佛言:「前已過去劫,大眾多不可計,無邊幅不可議。爾時有佛出世,名定光如來,教化度脫無量眾生皆令得道,乃取滅度。次有佛名光遠,次有佛名月光,次有佛名栴檀香,次有佛名善山王,次有佛名須彌天冠,次有佛名須彌等曜,次有佛名月色,次有佛名正念,次有佛名離垢,次有佛名無著,次有佛名龍天,次有佛名夜光,次有佛名安明頂,次有佛名不動地,次有佛名瑠璃妙花,次有佛名瑠璃金色,次有佛名金藏,次有佛名炎光,次有佛名炎根,次有佛名地種,次有佛名月像,次有佛名日音,次有佛名解脫華,次有佛名莊嚴光明,次有佛名海覺神通,次有佛名水光,次有佛名大香,次有佛名離塵垢,次有佛名捨厭意,次有佛名寶炎,次有佛名妙頂,次有佛名勇力,次有佛名功德持慧,次有佛名蔽日月光,次有佛名日月瑠璃光,次有佛名無上瑠璃光,次有佛名最上首,次有佛名菩提華,次有佛名月明,次有佛名日光,次有佛名華色王,次有佛名水月光,次有佛名除癡冥,次有佛名度蓋行,次有佛名淨信,次有佛名善宿,次有佛名威神,次有佛名法慧,次有佛名鸞音,次有佛名師子音,次有佛名龍音,次有佛名處世,如此諸佛皆已過去。」
Dritter Abschnitt

Die dreiundfünfzig Buddhas der Vergangenheit

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

„In vergangenen Kalpas,
vor unermesslich langer Zeit,

gab es unzählige große Zeitalter,
so zahlreich,
dass sie weder berechnet noch beschrieben werden können.

Damals erschien ein Buddha in der Welt
mit dem Namen

Dīpankara Tathagata
(定光如來 – Tathagata des Beständigen Lichtes).

Er lehrte und befreite zahllose Wesen
und führte sie zum Erwachen.

Danach ging er ins endgültige Nirvana ein.

Nach ihm erschien ein Buddha namens Fernes Licht.

Danach ein Buddha namens Mondlicht.

Danach ein Buddha namens Sandelholzduft.

Danach ein Buddha namens König des Guten Berges.

Danach ein Buddha namens Krone des Sumeru-Himmels.

Danach ein Buddha namens Gleichstrahlender Sumeru.

Danach ein Buddha namens Mondfarbe.

Danach ein Buddha namens Rechte Achtsamkeit.

Danach ein Buddha namens Makelloser.

Danach ein Buddha namens Nicht-Anhaftender.

Danach ein Buddha namens Drachenhimmel.

Danach ein Buddha namens Nachtlicht.

Danach ein Buddha namens Gipfel des Friedvollen Lichts.

Danach ein Buddha namens Unbeweglicher Grund.

Danach ein Buddha namens Wunderbare Lapislazuli-Blüte.

Danach ein Buddha namens Lapislazuli-Goldfarbe.

Danach ein Buddha namens Goldener Schatz.

Danach ein Buddha namens Flammenlicht.

Danach ein Buddha namens Flammenwurzel.

Danach ein Buddha namens Erdursprung.

Danach ein Buddha namens Mondgestalt.

Danach ein Buddha namens Sonnenklang.

Danach ein Buddha namens Blüte der Befreiung.

Danach ein Buddha namens Licht der Herrlichkeit.

Danach ein Buddha namens Meer des Erwachens und der Wunderkräfte.

Danach ein Buddha namens Wasserlicht.

Danach ein Buddha namens Großer Duft.

Danach ein Buddha namens Frei von Staub und Befleckung.

Danach ein Buddha namens Losgelöst von Überdruss.

Danach ein Buddha namens Juwelenflamme.

Danach ein Buddha namens Wunderbarer Gipfel.

Danach ein Buddha namens Kraftvoller Mut.

Danach ein Buddha namens Weisheit, die Verdienste bewahrt.

Danach ein Buddha namens Licht, das Sonne und Mond überstrahlt.

Danach ein Buddha namens Lapislazuli-Licht von Sonne und Mond.

Danach ein Buddha namens Höchstes Lapislazuli-Licht.

Danach ein Buddha namens Der Höchste unter den Höchsten.

Danach ein Buddha namens Bodhi-Blüte.

Danach ein Buddha namens Mondklarheit.

Danach ein Buddha namens Sonnenlicht.

Danach ein Buddha namens König der Blütenfarben.

Danach ein Buddha namens Wasser-Mond-Licht.

Danach ein Buddha namens Vertreiber der Dunkelheit des Nichtwissens.

Danach ein Buddha namens Der die Schleier Überwindet.

Danach ein Buddha namens Reines Vertrauen.

Danach ein Buddha namens Gute Sternenkonstellation.

Danach ein Buddha namens Majestätische Wunderkraft.

Danach ein Buddha namens Dharma-Weisheit.

Danach ein Buddha namens Klang des Phönixvogels.

Danach ein Buddha namens Löwenklang.

Danach ein Buddha namens Drachenklang.

Danach ein Buddha namens In-der-Welt-Weilender.

Alle diese Buddhas gehören der Vergangenheit an.“
Kommentar öffnen
Auf den ersten Blick wirkt dieser Abschnitt wie eine bloße Namensliste.

Im Mahayana erfüllt er jedoch mehrere wichtige Funktionen.

1. Die Zeitdimension des Bodhisattva-Weges

Das Sutra beginnt nicht mit einem einzelnen Leben.

Es beginnt mit unzähligen Kalpas.

Damit wird deutlich:

Erwachen ist kein zufälliges Ereignis.

Der Bodhisattva-Weg reicht durch unermessliche Zeiträume.



2. Erwachen ist kein Einzelereignis

Die Liste zeigt:

Der Dharma erscheint immer wieder.

Buddhas kommen und gehen.

Doch das Erwachen selbst bleibt gegenwärtig.

Die einzelnen Buddhas sind Wellen.

Der Dharma ist der Ozean.



3. Die Bedeutung der Namen

Fast alle Namen enthalten Motive wie:

* Licht
* Reinheit
* Weisheit
* Duft
* Klang
* Juwel
* Mond
* Sonne
* Blüte

Sie beschreiben weniger historische Personen
als Qualitäten des Erwachens.

Licht vertreibt Dunkelheit.

Duft verbreitet sich von selbst.

Klang erreicht auch Ferne.

Blüten öffnen sich ohne Zwang.

Der Leser wird dadurch schrittweise in eine symbolische Welt eingeführt,
aus der später Amitabha hervorgeht.



4. Warum beginnt die Geschichte mit Dīpankara?

Dipankara gilt in vielen buddhistischen Traditionen als einer der großen Buddhas der fernen Vergangenheit.

Bereits in anderen Sutren erscheint er als Symbol eines sehr frühen Erwachens.

Dass die Reihe mit ihm beginnt,
signalisiert:

Die folgende Erzählung reicht bis in kaum vorstellbare Tiefen der Zeit zurück.
中文原文
五十三佛分第三

佛言:「前已過去劫,大眾多不可計,無邊幅不可議。爾時有佛出世,名定光如來,教化度脫無量眾生皆令得道,乃取滅度。次有佛名光遠,次有佛名月光,次有佛名栴檀香,次有佛名善山王,次有佛名須彌天冠,次有佛名須彌等曜,次有佛名月色,次有佛名正念,次有佛名離垢,次有佛名無著,次有佛名龍天,次有佛名夜光,次有佛名安明頂,次有佛名不動地,次有佛名瑠璃妙花,次有佛名瑠璃金色,次有佛名金藏,次有佛名炎光,次有佛名炎根,次有佛名地種,次有佛名月像,次有佛名日音,次有佛名解脫華,次有佛名莊嚴光明,次有佛名海覺神通,次有佛名水光,次有佛名大香,次有佛名離塵垢,次有佛名捨厭意,次有佛名寶炎,次有佛名妙頂,次有佛名勇力,次有佛名功德持慧,次有佛名蔽日月光,次有佛名日月瑠璃光,次有佛名無上瑠璃光,次有佛名最上首,次有佛名菩提華,次有佛名月明,次有佛名日光,次有佛名華色王,次有佛名水月光,次有佛名除癡冥,次有佛名度蓋行,次有佛名淨信,次有佛名善宿,次有佛名威神,次有佛名法慧,次有佛名鸞音,次有佛名師子音,次有佛名龍音,次有佛名處世,如此諸佛皆已過去。」
Deutsch
Dritter Abschnitt

Die dreiundfünfzig Buddhas der Vergangenheit

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

„In vergangenen Kalpas,
vor unermesslich langer Zeit,

gab es unzählige große Zeitalter,
so zahlreich,
dass sie weder berechnet noch beschrieben werden können.

Damals erschien ein Buddha in der Welt
mit dem Namen

Dīpankara Tathagata
(定光如來 – Tathagata des Beständigen Lichtes).

Er lehrte und befreite zahllose Wesen
und führte sie zum Erwachen.

Danach ging er ins endgültige Nirvana ein.

Nach ihm erschien ein Buddha namens Fernes Licht.

Danach ein Buddha namens Mondlicht.

Danach ein Buddha namens Sandelholzduft.

Danach ein Buddha namens König des Guten Berges.

Danach ein Buddha namens Krone des Sumeru-Himmels.

Danach ein Buddha namens Gleichstrahlender Sumeru.

Danach ein Buddha namens Mondfarbe.

Danach ein Buddha namens Rechte Achtsamkeit.

Danach ein Buddha namens Makelloser.

Danach ein Buddha namens Nicht-Anhaftender.

Danach ein Buddha namens Drachenhimmel.

Danach ein Buddha namens Nachtlicht.

Danach ein Buddha namens Gipfel des Friedvollen Lichts.

Danach ein Buddha namens Unbeweglicher Grund.

Danach ein Buddha namens Wunderbare Lapislazuli-Blüte.

Danach ein Buddha namens Lapislazuli-Goldfarbe.

Danach ein Buddha namens Goldener Schatz.

Danach ein Buddha namens Flammenlicht.

Danach ein Buddha namens Flammenwurzel.

Danach ein Buddha namens Erdursprung.

Danach ein Buddha namens Mondgestalt.

Danach ein Buddha namens Sonnenklang.

Danach ein Buddha namens Blüte der Befreiung.

Danach ein Buddha namens Licht der Herrlichkeit.

Danach ein Buddha namens Meer des Erwachens und der Wunderkräfte.

Danach ein Buddha namens Wasserlicht.

Danach ein Buddha namens Großer Duft.

Danach ein Buddha namens Frei von Staub und Befleckung.

Danach ein Buddha namens Losgelöst von Überdruss.

Danach ein Buddha namens Juwelenflamme.

Danach ein Buddha namens Wunderbarer Gipfel.

Danach ein Buddha namens Kraftvoller Mut.

Danach ein Buddha namens Weisheit, die Verdienste bewahrt.

Danach ein Buddha namens Licht, das Sonne und Mond überstrahlt.

Danach ein Buddha namens Lapislazuli-Licht von Sonne und Mond.

Danach ein Buddha namens Höchstes Lapislazuli-Licht.

Danach ein Buddha namens Der Höchste unter den Höchsten.

Danach ein Buddha namens Bodhi-Blüte.

Danach ein Buddha namens Mondklarheit.

Danach ein Buddha namens Sonnenlicht.

Danach ein Buddha namens König der Blütenfarben.

Danach ein Buddha namens Wasser-Mond-Licht.

Danach ein Buddha namens Vertreiber der Dunkelheit des Nichtwissens.

Danach ein Buddha namens Der die Schleier Überwindet.

Danach ein Buddha namens Reines Vertrauen.

Danach ein Buddha namens Gute Sternenkonstellation.

Danach ein Buddha namens Majestätische Wunderkraft.

Danach ein Buddha namens Dharma-Weisheit.

Danach ein Buddha namens Klang des Phönixvogels.

Danach ein Buddha namens Löwenklang.

Danach ein Buddha namens Drachenklang.

Danach ein Buddha namens In-der-Welt-Weilender.

Alle diese Buddhas gehören der Vergangenheit an.“
Kommentar
Auf den ersten Blick wirkt dieser Abschnitt wie eine bloße Namensliste.

Im Mahayana erfüllt er jedoch mehrere wichtige Funktionen.

1. Die Zeitdimension des Bodhisattva-Weges

Das Sutra beginnt nicht mit einem einzelnen Leben.

Es beginnt mit unzähligen Kalpas.

Damit wird deutlich:

Erwachen ist kein zufälliges Ereignis.

Der Bodhisattva-Weg reicht durch unermessliche Zeiträume.



2. Erwachen ist kein Einzelereignis

Die Liste zeigt:

Der Dharma erscheint immer wieder.

Buddhas kommen und gehen.

Doch das Erwachen selbst bleibt gegenwärtig.

Die einzelnen Buddhas sind Wellen.

Der Dharma ist der Ozean.



3. Die Bedeutung der Namen

Fast alle Namen enthalten Motive wie:

* Licht
* Reinheit
* Weisheit
* Duft
* Klang
* Juwel
* Mond
* Sonne
* Blüte

Sie beschreiben weniger historische Personen
als Qualitäten des Erwachens.

Licht vertreibt Dunkelheit.

Duft verbreitet sich von selbst.

Klang erreicht auch Ferne.

Blüten öffnen sich ohne Zwang.

Der Leser wird dadurch schrittweise in eine symbolische Welt eingeführt,
aus der später Amitabha hervorgeht.



4. Warum beginnt die Geschichte mit Dīpankara?

Dipankara gilt in vielen buddhistischen Traditionen als einer der großen Buddhas der fernen Vergangenheit.

Bereits in anderen Sutren erscheint er als Symbol eines sehr frühen Erwachens.

Dass die Reihe mit ihm beginnt,
signalisiert:

Die folgende Erzählung reicht bis in kaum vorstellbare Tiefen der Zeit zurück.
6 #
法藏本因分第四

佛言:「次有佛名世自在王如來、應供、等正覺、明行足、善逝、世間解、無上士、調御丈夫、天人師、佛、世尊,十號具足,在世教化四十二劫。爾時有大國王,聞佛說法喜悅開悟,即弃王位往作沙門,號法藏比丘,高才智慧勇猛無能及者。詣彼佛所稽首禮足,右繞三匝長跪合掌,以偈讚佛:

「『如來妙色相, 世間無等倫;
遠勝日摩尼, 火月清淨水。
威神無有極, 名聲震十方;
皆由三昧力, 精進成智慧;
持覺若溟海, 深廣無涯底。
無明與貪恚, 冰釋已無餘;
從是超世間, 歎仰不能已。
端如好樹華, 莫不愛樂者,
處處人民見, 一切皆歡喜。
布施及淨戒, 忍辱并精進,
禪定、大智慧, 吾誓得此事。
一切諸恐懼, 普為獲大安;
過度諸生死, 無不解脫者。
我至作佛時, 種種如法王;
假使恒沙數, 諸佛悉供養,
不如求正覺, 堅勇必成就。
能使無量剎, 光明普照耀,
濟度越恒沙, 威德誰可量;
我剎及莊嚴, 華好獨超卓。
凡欲求生者, 清淨安以樂;
度脫永無窮, 幸佛作明證。
發願既如是, 力行無懈怠;
雖居苦毒中, 忍之終不悔。』」
Vierter Abschnitt

Die ursprüngliche Ursache des Dharmākara

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

„Nach diesen Buddhas erschien ein Buddha mit Namen

Lokeshvararāja Tathāgata
(世自在王如來),

der Würdige,
der Vollkommen Erwachte,
der in Wissen und Wandel Vollendete,
der Gut-Gegangene,
der Kenner der Welt,
der Unübertreffliche,
der Bezwinger der Menschen,
der Lehrer von Göttern und Menschen,
der Buddha,
der Weltgeehrte.

Die zehn Ehrentitel waren in ihm vollständig verwirklicht.

Er verweilte in der Welt
und lehrte die Wesen zweiundvierzig Kalpas lang.

Zu jener Zeit gab es einen großen König.

Als dieser den Buddha den Dharma lehren hörte,
erfüllten Freude und Erwachen sein Herz.

Darauf verzichtete er auf seine Königswürde,
verließ den Thron
und wurde Mönch.

Er erhielt den Namen

Bhikṣu Dharmākara
(法藏比丘).

Seine Begabung,
seine Weisheit
und sein mutiger Geist
übertrafen alle anderen.

Er begab sich zum Buddha,
verneigte sich zu dessen Füßen,
umrundete ihn dreimal von rechts,
kniete nieder,
faltete die Hände
und pries den Buddha mit folgenden Versen:“



Lobpreisung des Buddha

Studiennahe Übersetzung

Die wunderbaren Erscheinungsmerkmale des Tathagata

sind ohnegleichen in der Welt.

Weit übertreffen sie

Sonne,

Wunschjuwel,

Feuer,

Mond

und reines Wasser.

Deine geistige Kraft kennt keine Grenze,

dein Ruhm erschüttert die zehn Richtungen.

All dies entstand

durch die Kraft des Samadhi,

durch unermüdliche Übung

und vollendete Weisheit.

Dein Erwachen gleicht einem großen Ozean,

tief und weit,

ohne Ufer und ohne Grund.

Unwissenheit,

Gier

und Zorn

sind geschmolzen wie Eis,

nichts ist von ihnen geblieben.

Darum hast du die Welt überschritten.

Und mein Staunen kennt kein Ende.

Wie die Blüte eines edlen Baumes

von allen geliebt wird,

so freuen sich die Menschen überall,

wenn sie dich erblicken.

Großzügigkeit,

reine Sittlichkeit,

Geduld,

Tatkraft,

Sammlung

und große Weisheit —

ich gelobe,

all dies zu verwirklichen.

Alle Ängste der Wesen

will ich in großen Frieden verwandeln.

Alle durch Geburt und Tod Wandernden

will ich hinüberführen,

sodass keiner ohne Befreiung bleibt.

Wenn ich einst Buddha werde,

will ich wie ein Dharma-König sein.

Selbst wenn man allen Buddhas,

zahlreich wie die Sandkörner des Ganges,

Opfergaben darbrächte,

wäre dies nicht so groß

wie das Streben nach vollkommenem Erwachen

und seine unerschütterliche Verwirklichung.

Ich werde unzählige Buddha-Länder

mit Licht erfüllen.

Zahllose Wesen

will ich zur Befreiung führen.

Wer könnte die Macht

und die Tugend eines solchen Wirkens ermessen?

Mein Buddha-Land

und seine Herrlichkeit

sollen einzigartig und unvergleichlich sein.

Alle,

die dort geboren werden möchten,

sollen Reinheit,

Frieden

und Freude finden.

Die Befreiung der Wesen

soll niemals enden.

Möge der Buddha

dafür Zeuge sein.

Habe ich ein solches Gelübde gefasst,

werde ich es auch verwirklichen,

ohne jemals nachzulassen.

Selbst wenn ich inmitten von Leid

und schwersten Prüfungen verweile,

werde ich standhaft bleiben

und niemals bereuen.
Kommentar öffnen
Dies ist der erste große Wendepunkt des Sutras.

Der zukünftige Amitabha erscheint zunächst nicht als Buddha.

Er erscheint als König.

Er hört den Dharma,
erwacht zu Vertrauen,
legt Macht und Besitz nieder
und wird Mönch.

Bemerkenswert ist:

Sein erstes Handeln besteht nicht darin,
Erleuchtung für sich selbst zu suchen.

Sein Blick richtet sich sofort auf alle Wesen.

Der Kern seines Gelübdes lautet:

„Alle Ängste will ich befrieden.

Alle Wesen will ich über Geburt und Tod hinausführen.“

Damit erscheint bereits der ganze Geist des Bodhisattva-Weges.

Dieser Abschnitt ist für die Amitabha-Tradition von enormer Bedeutung, weil hier zum ersten Mal die Grundstruktur der späteren 48 Gelübde sichtbar wird. Noch sind sie nicht ausgearbeitet, aber die Keime sind bereits da:

* Licht für alle Welten,
* Befreiung aller Wesen,
* ein reines Buddha-Land,
* keine Begrenzung des Mitgefühls,
* unerschütterliche Ausdauer des Gelübdes.
中文原文
法藏本因分第四

佛言:「次有佛名世自在王如來、應供、等正覺、明行足、善逝、世間解、無上士、調御丈夫、天人師、佛、世尊,十號具足,在世教化四十二劫。爾時有大國王,聞佛說法喜悅開悟,即弃王位往作沙門,號法藏比丘,高才智慧勇猛無能及者。詣彼佛所稽首禮足,右繞三匝長跪合掌,以偈讚佛:

「『如來妙色相, 世間無等倫;
遠勝日摩尼, 火月清淨水。
威神無有極, 名聲震十方;
皆由三昧力, 精進成智慧;
持覺若溟海, 深廣無涯底。
無明與貪恚, 冰釋已無餘;
從是超世間, 歎仰不能已。
端如好樹華, 莫不愛樂者,
處處人民見, 一切皆歡喜。
布施及淨戒, 忍辱并精進,
禪定、大智慧, 吾誓得此事。
一切諸恐懼, 普為獲大安;
過度諸生死, 無不解脫者。
我至作佛時, 種種如法王;
假使恒沙數, 諸佛悉供養,
不如求正覺, 堅勇必成就。
能使無量剎, 光明普照耀,
濟度越恒沙, 威德誰可量;
我剎及莊嚴, 華好獨超卓。
凡欲求生者, 清淨安以樂;
度脫永無窮, 幸佛作明證。
發願既如是, 力行無懈怠;
雖居苦毒中, 忍之終不悔。』」
Deutsch
Vierter Abschnitt

Die ursprüngliche Ursache des Dharmākara

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

„Nach diesen Buddhas erschien ein Buddha mit Namen

Lokeshvararāja Tathāgata
(世自在王如來),

der Würdige,
der Vollkommen Erwachte,
der in Wissen und Wandel Vollendete,
der Gut-Gegangene,
der Kenner der Welt,
der Unübertreffliche,
der Bezwinger der Menschen,
der Lehrer von Göttern und Menschen,
der Buddha,
der Weltgeehrte.

Die zehn Ehrentitel waren in ihm vollständig verwirklicht.

Er verweilte in der Welt
und lehrte die Wesen zweiundvierzig Kalpas lang.

Zu jener Zeit gab es einen großen König.

Als dieser den Buddha den Dharma lehren hörte,
erfüllten Freude und Erwachen sein Herz.

Darauf verzichtete er auf seine Königswürde,
verließ den Thron
und wurde Mönch.

Er erhielt den Namen

Bhikṣu Dharmākara
(法藏比丘).

Seine Begabung,
seine Weisheit
und sein mutiger Geist
übertrafen alle anderen.

Er begab sich zum Buddha,
verneigte sich zu dessen Füßen,
umrundete ihn dreimal von rechts,
kniete nieder,
faltete die Hände
und pries den Buddha mit folgenden Versen:“



Lobpreisung des Buddha

Studiennahe Übersetzung

Die wunderbaren Erscheinungsmerkmale des Tathagata

sind ohnegleichen in der Welt.

Weit übertreffen sie

Sonne,

Wunschjuwel,

Feuer,

Mond

und reines Wasser.

Deine geistige Kraft kennt keine Grenze,

dein Ruhm erschüttert die zehn Richtungen.

All dies entstand

durch die Kraft des Samadhi,

durch unermüdliche Übung

und vollendete Weisheit.

Dein Erwachen gleicht einem großen Ozean,

tief und weit,

ohne Ufer und ohne Grund.

Unwissenheit,

Gier

und Zorn

sind geschmolzen wie Eis,

nichts ist von ihnen geblieben.

Darum hast du die Welt überschritten.

Und mein Staunen kennt kein Ende.

Wie die Blüte eines edlen Baumes

von allen geliebt wird,

so freuen sich die Menschen überall,

wenn sie dich erblicken.

Großzügigkeit,

reine Sittlichkeit,

Geduld,

Tatkraft,

Sammlung

und große Weisheit —

ich gelobe,

all dies zu verwirklichen.

Alle Ängste der Wesen

will ich in großen Frieden verwandeln.

Alle durch Geburt und Tod Wandernden

will ich hinüberführen,

sodass keiner ohne Befreiung bleibt.

Wenn ich einst Buddha werde,

will ich wie ein Dharma-König sein.

Selbst wenn man allen Buddhas,

zahlreich wie die Sandkörner des Ganges,

Opfergaben darbrächte,

wäre dies nicht so groß

wie das Streben nach vollkommenem Erwachen

und seine unerschütterliche Verwirklichung.

Ich werde unzählige Buddha-Länder

mit Licht erfüllen.

Zahllose Wesen

will ich zur Befreiung führen.

Wer könnte die Macht

und die Tugend eines solchen Wirkens ermessen?

Mein Buddha-Land

und seine Herrlichkeit

sollen einzigartig und unvergleichlich sein.

Alle,

die dort geboren werden möchten,

sollen Reinheit,

Frieden

und Freude finden.

Die Befreiung der Wesen

soll niemals enden.

Möge der Buddha

dafür Zeuge sein.

Habe ich ein solches Gelübde gefasst,

werde ich es auch verwirklichen,

ohne jemals nachzulassen.

Selbst wenn ich inmitten von Leid

und schwersten Prüfungen verweile,

werde ich standhaft bleiben

und niemals bereuen.
Kommentar
Dies ist der erste große Wendepunkt des Sutras.

Der zukünftige Amitabha erscheint zunächst nicht als Buddha.

Er erscheint als König.

Er hört den Dharma,
erwacht zu Vertrauen,
legt Macht und Besitz nieder
und wird Mönch.

Bemerkenswert ist:

Sein erstes Handeln besteht nicht darin,
Erleuchtung für sich selbst zu suchen.

Sein Blick richtet sich sofort auf alle Wesen.

Der Kern seines Gelübdes lautet:

„Alle Ängste will ich befrieden.

Alle Wesen will ich über Geburt und Tod hinausführen.“

Damit erscheint bereits der ganze Geist des Bodhisattva-Weges.

Dieser Abschnitt ist für die Amitabha-Tradition von enormer Bedeutung, weil hier zum ersten Mal die Grundstruktur der späteren 48 Gelübde sichtbar wird. Noch sind sie nicht ausgearbeitet, aber die Keime sind bereits da:

* Licht für alle Welten,
* Befreiung aller Wesen,
* ein reines Buddha-Land,
* keine Begrenzung des Mitgefühls,
* unerschütterliche Ausdauer des Gelübdes.
7 #
大願問佛分第五

佛言:「爾時法藏比丘說此偈已,復白世自在王佛言:『世尊!我發無上菩提之心,願作佛時,於十方無央數佛中為最。智慧勇猛,頂中光明照耀十方,無有窮極。所居剎土自然七寶極明麗溫柔。我化度名號,皆聞於十方無央數世界,莫有不聞知者。諸無央數諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,來生我剎者,悉皆菩薩、聲聞,其數不可窮盡,比諸佛世界悉皆勝之。如是者寧可得否?』時世自在王佛,知其智識高明心願廣大。即為說言:『譬如大海一人斗量,歷劫不止尚可見底;況人至心求道,精進不止,何求不得?何願不遂?』時法藏比丘,聞佛所說則大歡喜。佛乃選擇二千一百萬佛剎中,諸天人民之善惡、國土之麁妙,隨其心願悉令顯現。法藏即一其心,遂得天眼,莫不徹見。」
Fünfter Abschnitt

Das große Gelübde und die Frage an den Buddha

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

„Nachdem Dharmākara Bhikṣu diese Verse gesprochen hatte, wandte er sich erneut an den Buddha Lokeshvararāja und sagte:

Weltgeehrter!

Ich habe den Geist des höchsten Erwachens erweckt.

Wenn ich einst Buddha werde,

möchte ich unter den zahllosen Buddhas der zehn Richtungen der Höchste sein.

Meine Weisheit und mein mutiges Wirken sollen unvergleichlich sein.

Das Licht auf meinem Scheitel soll die zehn Richtungen erleuchten,

grenzenlos und ohne Ende.

Das Buddha-Land, in dem ich verweile,

soll auf natürliche Weise aus den sieben Kostbarkeiten bestehen,

strahlend schön,

sanft

und friedvoll.

Mein Name und meine befreiende Wirksamkeit

sollen in zahllosen Welten der zehn Richtungen gehört werden,

sodass es kein Wesen gibt,

das nichts von ihnen erfährt.

Alle Götter,

Menschen

und selbst die kleinsten Lebewesen,

die in meinem Land geboren werden,

sollen zu Bodhisattvas und Hörenden werden.

Ihre Zahl soll unermesslich sein,

und die Vorzüge meines Landes

sollen jene aller anderen Buddha-Länder übertreffen.

Kann ein solches Gelübde verwirklicht werden?“

Da erkannte der Buddha Lokeshvararāja
die hohe Weisheit,
das klare Verständnis
und die weite Herzensausrichtung Dharmākaras.

Darum sprach er:

Stell dir vor,

jemand würde das große Meer

mit einem kleinen Schöpfgefäß ausschöpfen.

Selbst wenn dies viele Kalpas dauerte,

könnte er schließlich den Grund des Meeres sehen.

Wenn aber jemand mit ganzem Herzen den Weg sucht

und unermüdlich voranschreitet,

was könnte er dann nicht erreichen?

Welches Gelübde könnte unerfüllt bleiben?

Als Dharmākara diese Worte hörte,
wurde er von großer Freude erfüllt.

Darauf zeigte ihm der Buddha

die Eigenschaften von zweitausendeinhundert Millionen Buddha-Ländern,

die guten und schlechten Zustände ihrer Wesen,

die Vorzüge und Mängel ihrer Welten.

Alles erschien deutlich vor ihm,
genau entsprechend seinem Wunsch.

Dharmākara sammelte seinen Geist vollständig in Einpunktigkeit

und erlangte das Himmelsauge.

Es gab keine Buddha-Welt,
die er nicht klar sehen konnte.
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt zeigt einen wichtigen Unterschied zwischen vielen frühen buddhistischen Darstellungen und dem Mahayana.

1. Erwachen als universelles Projekt

Dharmākara fragt nicht:

„Wie werde ich frei?“

Er fragt:

„Wie kann eine Welt entstehen,
in der möglichst viele Wesen frei werden können?“

Der Fokus verschiebt sich vom individuellen Erwachen
zur Gestaltung günstiger Bedingungen für alle Wesen.



2. Das Licht als Symbol

Das Licht erscheint hier erstmals als zentrales Motiv.

Später wird Amitabha auch

* Amitābha („Unermessliches Licht“)
* Amitāyus („Unermessliches Leben“)

genannt.

Das Licht steht dabei nicht nur für Helligkeit,
sondern für die Reichweite des Mitgefühls und der Weisheit.



3. Die Schau der Buddha-Länder

Die Vision von 2.100 Millionen Buddha-Ländern ist kein bloßer kosmologischer Exkurs.

Sie erfüllt eine konkrete Funktion:

Dharmākara studiert die Erfahrungen aller Buddhas.

Er betrachtet:

* gelungene Bedingungen,
* schwierige Bedingungen,
* hilfreiche Bedingungen,
* hinderliche Bedingungen.

Er lernt aus allen.

Dadurch entsteht später sein eigenes Gelübde.



4. Das Gleichnis vom Ozean

Das Meer-Gleichnis ist bemerkenswert.

Der Buddha sagt nicht:

„Dein Wunsch ist zu groß.“

Er sagt:

„Unermüdliche Ausrichtung macht selbst Unvorstellbares erreichbar.“

Der Schwerpunkt liegt nicht auf Größe oder Kleinheit des Gelübdes,

sondern auf Beständigkeit.
中文原文
大願問佛分第五

佛言:「爾時法藏比丘說此偈已,復白世自在王佛言:『世尊!我發無上菩提之心,願作佛時,於十方無央數佛中為最。智慧勇猛,頂中光明照耀十方,無有窮極。所居剎土自然七寶極明麗溫柔。我化度名號,皆聞於十方無央數世界,莫有不聞知者。諸無央數諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,來生我剎者,悉皆菩薩、聲聞,其數不可窮盡,比諸佛世界悉皆勝之。如是者寧可得否?』時世自在王佛,知其智識高明心願廣大。即為說言:『譬如大海一人斗量,歷劫不止尚可見底;況人至心求道,精進不止,何求不得?何願不遂?』時法藏比丘,聞佛所說則大歡喜。佛乃選擇二千一百萬佛剎中,諸天人民之善惡、國土之麁妙,隨其心願悉令顯現。法藏即一其心,遂得天眼,莫不徹見。」
Deutsch
Fünfter Abschnitt

Das große Gelübde und die Frage an den Buddha

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

„Nachdem Dharmākara Bhikṣu diese Verse gesprochen hatte, wandte er sich erneut an den Buddha Lokeshvararāja und sagte:

Weltgeehrter!

Ich habe den Geist des höchsten Erwachens erweckt.

Wenn ich einst Buddha werde,

möchte ich unter den zahllosen Buddhas der zehn Richtungen der Höchste sein.

Meine Weisheit und mein mutiges Wirken sollen unvergleichlich sein.

Das Licht auf meinem Scheitel soll die zehn Richtungen erleuchten,

grenzenlos und ohne Ende.

Das Buddha-Land, in dem ich verweile,

soll auf natürliche Weise aus den sieben Kostbarkeiten bestehen,

strahlend schön,

sanft

und friedvoll.

Mein Name und meine befreiende Wirksamkeit

sollen in zahllosen Welten der zehn Richtungen gehört werden,

sodass es kein Wesen gibt,

das nichts von ihnen erfährt.

Alle Götter,

Menschen

und selbst die kleinsten Lebewesen,

die in meinem Land geboren werden,

sollen zu Bodhisattvas und Hörenden werden.

Ihre Zahl soll unermesslich sein,

und die Vorzüge meines Landes

sollen jene aller anderen Buddha-Länder übertreffen.

Kann ein solches Gelübde verwirklicht werden?“

Da erkannte der Buddha Lokeshvararāja
die hohe Weisheit,
das klare Verständnis
und die weite Herzensausrichtung Dharmākaras.

Darum sprach er:

Stell dir vor,

jemand würde das große Meer

mit einem kleinen Schöpfgefäß ausschöpfen.

Selbst wenn dies viele Kalpas dauerte,

könnte er schließlich den Grund des Meeres sehen.

Wenn aber jemand mit ganzem Herzen den Weg sucht

und unermüdlich voranschreitet,

was könnte er dann nicht erreichen?

Welches Gelübde könnte unerfüllt bleiben?

Als Dharmākara diese Worte hörte,
wurde er von großer Freude erfüllt.

Darauf zeigte ihm der Buddha

die Eigenschaften von zweitausendeinhundert Millionen Buddha-Ländern,

die guten und schlechten Zustände ihrer Wesen,

die Vorzüge und Mängel ihrer Welten.

Alles erschien deutlich vor ihm,
genau entsprechend seinem Wunsch.

Dharmākara sammelte seinen Geist vollständig in Einpunktigkeit

und erlangte das Himmelsauge.

Es gab keine Buddha-Welt,
die er nicht klar sehen konnte.
Kommentar
Dieser Abschnitt zeigt einen wichtigen Unterschied zwischen vielen frühen buddhistischen Darstellungen und dem Mahayana.

1. Erwachen als universelles Projekt

Dharmākara fragt nicht:

„Wie werde ich frei?“

Er fragt:

„Wie kann eine Welt entstehen,
in der möglichst viele Wesen frei werden können?“

Der Fokus verschiebt sich vom individuellen Erwachen
zur Gestaltung günstiger Bedingungen für alle Wesen.



2. Das Licht als Symbol

Das Licht erscheint hier erstmals als zentrales Motiv.

Später wird Amitabha auch

* Amitābha („Unermessliches Licht“)
* Amitāyus („Unermessliches Leben“)

genannt.

Das Licht steht dabei nicht nur für Helligkeit,
sondern für die Reichweite des Mitgefühls und der Weisheit.



3. Die Schau der Buddha-Länder

Die Vision von 2.100 Millionen Buddha-Ländern ist kein bloßer kosmologischer Exkurs.

Sie erfüllt eine konkrete Funktion:

Dharmākara studiert die Erfahrungen aller Buddhas.

Er betrachtet:

* gelungene Bedingungen,
* schwierige Bedingungen,
* hilfreiche Bedingungen,
* hinderliche Bedingungen.

Er lernt aus allen.

Dadurch entsteht später sein eigenes Gelübde.



4. Das Gleichnis vom Ozean

Das Meer-Gleichnis ist bemerkenswert.

Der Buddha sagt nicht:

„Dein Wunsch ist zu groß.“

Er sagt:

„Unermüdliche Ausrichtung macht selbst Unvorstellbares erreichbar.“

Der Schwerpunkt liegt nicht auf Größe oder Kleinheit des Gelübdes,

sondern auf Beständigkeit.
8 #
四十八願分第六

佛言:「爾時法藏比丘,乃往一靜處,其心寂然俱無所著,默坐思惟。攝取彼佛剎清淨之行,如彼修持。復詣佛所而白佛言:『世尊!我已攝取二千一百萬佛剎,所以莊嚴國土清淨之行。願有𢾭陳,惟佛聽察!』彼佛告言:『善哉!汝可具說。諸菩薩眾聞汝志願因以警策,亦能於諸佛剎修習莊嚴。』

「法藏白言:『第一願,我作佛時,我剎中無地獄、餓鬼、禽畜,以至蜎飛蠕動之類。不得是願終不作佛。

「『第二願,我作佛時,我剎中無婦女;無央數世界諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,來生我剎者,皆於七寶水池蓮華中化生。不得是願終不作佛。

「『第三願,我作佛時,我剎中人欲食時,七寶鉢中百味飲食,化現在前,食已器用自然化去。不得是願終不作佛。

「『第四願,我作佛時,我剎中人,所欲衣服隨念即至,不假裁縫、擣染、浣濯。不得是願終不作佛。
Sechster Abschnitt

Die achtundvierzig Gelübde

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Damals begab sich Dharmākara Bhikṣu an einen stillen Ort.

Sein Geist war vollkommen ruhig,
frei von Anhaftung.

In stiller Versenkung saß er da
und erwog alles sorgfältig.

Er nahm die reinen Praktiken jener Buddha-Länder auf,
betrachtete ihre Vorzüge
und übte entsprechend.

Danach trat er erneut vor den Buddha
und sprach:

Weltgeehrter!

Ich habe die Eigenschaften von
zweitausendeinhundert Millionen Buddha-Ländern betrachtet
und die Ursachen ihrer Reinheit
und ihrer Herrlichkeit aufgenommen.

Nun möchte ich meine Gelübde darlegen.

Möge der Buddha sie prüfen.

Der Buddha sprach:

Vorzüglich!

Sprich sie vollständig aus.

Die Bodhisattvas werden deine Gelübde hören,
daraus Ansporn gewinnen
und ebenfalls die Reinen Länder der Buddhas schmücken.



Erstes Gelübde

Wenn ich Buddha werde,

soll es in meinem Land

weder Höllenwesen,
noch hungrige Geister,
noch Tiere,
noch kriechende,
fliegende
oder sonstige niedere Daseinsformen geben.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich niemals Buddha werden.



Zweites Gelübde

Wenn ich Buddha werde,

soll es in meinem Land keine Frauen geben.

Alle Götter,
Menschen
und übrigen Wesen aus zahllosen Welten,
die in meinem Land wiedergeboren werden,

sollen in Lotosblüten
in den Teichen der sieben Kostbarkeiten geboren werden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich niemals Buddha werden.

Drittes Gelübde

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes,
sobald sie Nahrung wünschen,

Speisen und Getränke
mit hundert Geschmacksrichtungen
in Schalen aus sieben Kostbarkeiten
vor sich erscheinen sehen.

Nach dem Mahl
sollen die Gefäße von selbst wieder verschwinden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich niemals Buddha werden.



Viertes Gelübde

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes,
sobald sie Kleidung wünschen,

diese unmittelbar erhalten,
entsprechend ihrem Gedanken.

Es soll nicht nötig sein,

Stoff zuzuschneiden,
zu nähen,
zu färben
oder zu waschen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich niemals Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis zum zweiten Gelübde

Dieser Vers wird heute unterschiedlich interpretiert.

Historisch spiegelt er die altindische Vorstellung wider, dass die Buddhaschaft in männlicher Gestalt vollendet werde.

Andere Mahayana-Texte,
etwa das Lotus-Sutra oder das Vimalakirti-Sutra,
relativieren solche Vorstellungen deutlich.

In vielen heutigen Reinen-Land-Traditionen wird der Schwerpunkt deshalb auf den zweiten Teil des Gelübdes gelegt:

Alle Wesen werden durch Lotosgeburt neu geboren
und treten in eine reine, nicht durch gewöhnliche Geburt bestimmte Existenzform ein.

Für die Übersetzung sollte der ursprüngliche Wortlaut dennoch erhalten bleiben.

—————————

Das zweite Gelübde wird heute oft missverstanden. Sein Kern liegt weniger in einer Abwertung des Weiblichen als in der Vorstellung, dass die Wesen des Reinen Landes nicht mehr durch die Bedingungen gewöhnlicher biologischer Geburt bestimmt werden. Die Lotosgeburt symbolisiert eine Existenzweise jenseits von Herkunft, Geschlecht, sozialem Rang und familiärer Abstammung. Nicht die Vernichtung von Identität ist das Ziel, sondern die Befreiung von der Notwendigkeit, Identität festhalten und verteidigen zu müssen.
中文原文
四十八願分第六

佛言:「爾時法藏比丘,乃往一靜處,其心寂然俱無所著,默坐思惟。攝取彼佛剎清淨之行,如彼修持。復詣佛所而白佛言:『世尊!我已攝取二千一百萬佛剎,所以莊嚴國土清淨之行。願有𢾭陳,惟佛聽察!』彼佛告言:『善哉!汝可具說。諸菩薩眾聞汝志願因以警策,亦能於諸佛剎修習莊嚴。』

「法藏白言:『第一願,我作佛時,我剎中無地獄、餓鬼、禽畜,以至蜎飛蠕動之類。不得是願終不作佛。

「『第二願,我作佛時,我剎中無婦女;無央數世界諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,來生我剎者,皆於七寶水池蓮華中化生。不得是願終不作佛。

「『第三願,我作佛時,我剎中人欲食時,七寶鉢中百味飲食,化現在前,食已器用自然化去。不得是願終不作佛。

「『第四願,我作佛時,我剎中人,所欲衣服隨念即至,不假裁縫、擣染、浣濯。不得是願終不作佛。
Deutsch
Sechster Abschnitt

Die achtundvierzig Gelübde

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Damals begab sich Dharmākara Bhikṣu an einen stillen Ort.

Sein Geist war vollkommen ruhig,
frei von Anhaftung.

In stiller Versenkung saß er da
und erwog alles sorgfältig.

Er nahm die reinen Praktiken jener Buddha-Länder auf,
betrachtete ihre Vorzüge
und übte entsprechend.

Danach trat er erneut vor den Buddha
und sprach:

Weltgeehrter!

Ich habe die Eigenschaften von
zweitausendeinhundert Millionen Buddha-Ländern betrachtet
und die Ursachen ihrer Reinheit
und ihrer Herrlichkeit aufgenommen.

Nun möchte ich meine Gelübde darlegen.

Möge der Buddha sie prüfen.

Der Buddha sprach:

Vorzüglich!

Sprich sie vollständig aus.

Die Bodhisattvas werden deine Gelübde hören,
daraus Ansporn gewinnen
und ebenfalls die Reinen Länder der Buddhas schmücken.



Erstes Gelübde

Wenn ich Buddha werde,

soll es in meinem Land

weder Höllenwesen,
noch hungrige Geister,
noch Tiere,
noch kriechende,
fliegende
oder sonstige niedere Daseinsformen geben.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich niemals Buddha werden.



Zweites Gelübde

Wenn ich Buddha werde,

soll es in meinem Land keine Frauen geben.

Alle Götter,
Menschen
und übrigen Wesen aus zahllosen Welten,
die in meinem Land wiedergeboren werden,

sollen in Lotosblüten
in den Teichen der sieben Kostbarkeiten geboren werden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich niemals Buddha werden.

Drittes Gelübde

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes,
sobald sie Nahrung wünschen,

Speisen und Getränke
mit hundert Geschmacksrichtungen
in Schalen aus sieben Kostbarkeiten
vor sich erscheinen sehen.

Nach dem Mahl
sollen die Gefäße von selbst wieder verschwinden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich niemals Buddha werden.



Viertes Gelübde

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes,
sobald sie Kleidung wünschen,

diese unmittelbar erhalten,
entsprechend ihrem Gedanken.

Es soll nicht nötig sein,

Stoff zuzuschneiden,
zu nähen,
zu färben
oder zu waschen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich niemals Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis zum zweiten Gelübde

Dieser Vers wird heute unterschiedlich interpretiert.

Historisch spiegelt er die altindische Vorstellung wider, dass die Buddhaschaft in männlicher Gestalt vollendet werde.

Andere Mahayana-Texte,
etwa das Lotus-Sutra oder das Vimalakirti-Sutra,
relativieren solche Vorstellungen deutlich.

In vielen heutigen Reinen-Land-Traditionen wird der Schwerpunkt deshalb auf den zweiten Teil des Gelübdes gelegt:

Alle Wesen werden durch Lotosgeburt neu geboren
und treten in eine reine, nicht durch gewöhnliche Geburt bestimmte Existenzform ein.

Für die Übersetzung sollte der ursprüngliche Wortlaut dennoch erhalten bleiben.

—————————

Das zweite Gelübde wird heute oft missverstanden. Sein Kern liegt weniger in einer Abwertung des Weiblichen als in der Vorstellung, dass die Wesen des Reinen Landes nicht mehr durch die Bedingungen gewöhnlicher biologischer Geburt bestimmt werden. Die Lotosgeburt symbolisiert eine Existenzweise jenseits von Herkunft, Geschlecht, sozialem Rang und familiärer Abstammung. Nicht die Vernichtung von Identität ist das Ziel, sondern die Befreiung von der Notwendigkeit, Identität festhalten und verteidigen zu müssen.
9 #
「『第五願,我作佛時,我剎中自地以上至於虛空,皆有宅宇、宮殿、樓閣、池流、花樹,悉以無量雜寶百千種香而共合成,嚴飾奇妙,殊勝超絕,其香普熏十方世界,眾生聞是香者皆修佛行。不得是願終不作佛。

「『第六願,我作佛時,我剎中人,皆心相愛敬無相憎嫉。不得是願終不作佛。

「『第七願,我作佛時,我剎中人,盡無[泳-永+(炙-火+(午/一))]泆、瞋怒、愚癡之心。不得是願終不作佛。

「『第八願,我作佛時,我剎中人皆同一善心,無惑他念,其所欲言皆豫相知意。不得是願終不作佛。

「『第九願,我作佛時,我剎中人,皆不聞不善之名,況有其實。不得是願終不作佛。

「『第十願,我作佛時,我剎中人,知身如幻,無貪著心。不得是願終不作佛。
Fünftes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen in meinem Buddha-Land,
von der Erde bis hinauf zum Himmel,

Häuser,
Paläste,
Pavillons,
Türme,
Teiche,
Flüsse,
Blumen
und Bäume vorhanden sein.

Alles soll aus unermesslichen Kostbarkeiten
und aus hunderttausend Arten wunderbarer Düfte bestehen.

Ihre Schönheit und Herrlichkeit
soll unvergleichlich sein.

Ihr Duft soll die Welten der zehn Richtungen durchdringen.

Alle Wesen,
die diesen Duft wahrnehmen,
sollen dadurch den Buddha-Weg üben.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.

Sechstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

einander mit Liebe,
Achtung
und Wertschätzung begegnen.

Niemand soll Hass,
Neid
oder Missgunst gegen andere hegen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.



Siebtes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

frei sein von Begierde,
Zorn
und Verblendung.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.

Achtes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen alle Menschen meines Landes

in einem einzigen heilsamen Geist vereint sein.

Sie sollen keine verwirrenden
oder gegensätzlichen Absichten hegen.

Was einer aussprechen möchte,

sollen die anderen bereits verstehen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.

Neuntes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

nicht einmal den Namen des Unheilsamen hören.

Um wie viel weniger soll es dort die Wirklichkeit des Unheilsamen geben.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.

Zehntes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes erkennen,

dass der Körper einer Illusion gleicht.

Sie sollen frei sein von Gier
und anhaftendem Festhalten.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Hier erscheint erstmals das berühmte Motiv des „Duftes des Dharma“.

Der Duft ist nicht bloß ein angenehmer Geruch.

Er symbolisiert die Ausstrahlung heilsamer Qualitäten.

Wie ein Duft sich von selbst verbreitet,
ohne zu zwingen,
so wirkt auch das Erwachen.

Studienhinweis

Dies sind die drei Gifte:

* Gier (貪)
* Hass (瞋)
* Verblendung (癡)

Sie gelten im gesamten Buddhismus als die Wurzel des Leidens.

Studienhinweis

Dies bedeutet nicht Gleichschaltung.

Der Text spricht von:

同一善心

„ein gemeinsamer heilsamer Geist“

Das gemeinsame Ziel ist Erwachen.

Dadurch entstehen keine grundlegenden Interessenkonflikte.

Studienhinweis

Dies ist eine typische buddhistische Formulierung:

Wenn schon die Worte nicht vorhanden sind,
wie viel weniger die Sache selbst.

Das Gelübde beschreibt die vollständige Abwesenheit unheilsamer Bedingungen.

Studienhinweis

Der Text sagt nicht:

„Der Körper existiert nicht.“

Er sagt:

知身如幻

„Sie erkennen den Körper als gleich einer Illusion.“

Das entspricht einer klassischen Mahayana-Formulierung:

Der Körper erscheint,
funktioniert
und wird erfahren.

Doch er besitzt kein festes,
unabhängiges,
bleibendes Selbstwesen.

Gerade das sechste bis zehnte Gelübde bilden eine interessante Gruppe:

* äußere Schönheit (5)
* Harmonie der Gemeinschaft (6)
* Freiheit von den drei Giften (7)
* gemeinsamer heilsamer Geist (8)
* Abwesenheit des Unheilsamen (9)
* Einsicht in die Leerheit des Körpers (10)

Man könnte sagen: Das Reine Land wird hier nicht nur als Ort beschrieben, sondern als ein Umfeld, in dem die gewöhnlichen Ursachen von Konflikt, Verblendung und Anhaftung zunehmend wegfallen. Dadurch wird das Erwachen nicht erzwungen, aber stark unterstützt.
中文原文
「『第五願,我作佛時,我剎中自地以上至於虛空,皆有宅宇、宮殿、樓閣、池流、花樹,悉以無量雜寶百千種香而共合成,嚴飾奇妙,殊勝超絕,其香普熏十方世界,眾生聞是香者皆修佛行。不得是願終不作佛。

「『第六願,我作佛時,我剎中人,皆心相愛敬無相憎嫉。不得是願終不作佛。

「『第七願,我作佛時,我剎中人,盡無[泳-永+(炙-火+(午/一))]泆、瞋怒、愚癡之心。不得是願終不作佛。

「『第八願,我作佛時,我剎中人皆同一善心,無惑他念,其所欲言皆豫相知意。不得是願終不作佛。

「『第九願,我作佛時,我剎中人,皆不聞不善之名,況有其實。不得是願終不作佛。

「『第十願,我作佛時,我剎中人,知身如幻,無貪著心。不得是願終不作佛。
Deutsch
Fünftes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen in meinem Buddha-Land,
von der Erde bis hinauf zum Himmel,

Häuser,
Paläste,
Pavillons,
Türme,
Teiche,
Flüsse,
Blumen
und Bäume vorhanden sein.

Alles soll aus unermesslichen Kostbarkeiten
und aus hunderttausend Arten wunderbarer Düfte bestehen.

Ihre Schönheit und Herrlichkeit
soll unvergleichlich sein.

Ihr Duft soll die Welten der zehn Richtungen durchdringen.

Alle Wesen,
die diesen Duft wahrnehmen,
sollen dadurch den Buddha-Weg üben.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.

Sechstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

einander mit Liebe,
Achtung
und Wertschätzung begegnen.

Niemand soll Hass,
Neid
oder Missgunst gegen andere hegen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.



Siebtes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

frei sein von Begierde,
Zorn
und Verblendung.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.

Achtes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen alle Menschen meines Landes

in einem einzigen heilsamen Geist vereint sein.

Sie sollen keine verwirrenden
oder gegensätzlichen Absichten hegen.

Was einer aussprechen möchte,

sollen die anderen bereits verstehen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.

Neuntes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

nicht einmal den Namen des Unheilsamen hören.

Um wie viel weniger soll es dort die Wirklichkeit des Unheilsamen geben.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.

Zehntes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes erkennen,

dass der Körper einer Illusion gleicht.

Sie sollen frei sein von Gier
und anhaftendem Festhalten.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Hier erscheint erstmals das berühmte Motiv des „Duftes des Dharma“.

Der Duft ist nicht bloß ein angenehmer Geruch.

Er symbolisiert die Ausstrahlung heilsamer Qualitäten.

Wie ein Duft sich von selbst verbreitet,
ohne zu zwingen,
so wirkt auch das Erwachen.

Studienhinweis

Dies sind die drei Gifte:

* Gier (貪)
* Hass (瞋)
* Verblendung (癡)

Sie gelten im gesamten Buddhismus als die Wurzel des Leidens.

Studienhinweis

Dies bedeutet nicht Gleichschaltung.

Der Text spricht von:

同一善心

„ein gemeinsamer heilsamer Geist“

Das gemeinsame Ziel ist Erwachen.

Dadurch entstehen keine grundlegenden Interessenkonflikte.

Studienhinweis

Dies ist eine typische buddhistische Formulierung:

Wenn schon die Worte nicht vorhanden sind,
wie viel weniger die Sache selbst.

Das Gelübde beschreibt die vollständige Abwesenheit unheilsamer Bedingungen.

Studienhinweis

Der Text sagt nicht:

„Der Körper existiert nicht.“

Er sagt:

知身如幻

„Sie erkennen den Körper als gleich einer Illusion.“

Das entspricht einer klassischen Mahayana-Formulierung:

Der Körper erscheint,
funktioniert
und wird erfahren.

Doch er besitzt kein festes,
unabhängiges,
bleibendes Selbstwesen.

Gerade das sechste bis zehnte Gelübde bilden eine interessante Gruppe:

* äußere Schönheit (5)
* Harmonie der Gemeinschaft (6)
* Freiheit von den drei Giften (7)
* gemeinsamer heilsamer Geist (8)
* Abwesenheit des Unheilsamen (9)
* Einsicht in die Leerheit des Körpers (10)

Man könnte sagen: Das Reine Land wird hier nicht nur als Ort beschrieben, sondern als ein Umfeld, in dem die gewöhnlichen Ursachen von Konflikt, Verblendung und Anhaftung zunehmend wegfallen. Dadurch wird das Erwachen nicht erzwungen, aber stark unterstützt.
10 #
「『第十一願,我作佛時,我剎中雖有諸天與世人之異,而其形容皆一類金色,面目端正淨好,無復醜異。不得是願終不作佛。

「『第十二願,我作佛時,假令十方無央數世界諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,皆得為人,皆作緣覺、聲聞,皆坐禪一心,共欲計數我年壽幾千億萬劫,無有能知者。不得是願終不作佛。

「『第十三願,我作佛時,假令十方各千億世界,有諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,皆得為人,皆作緣覺、聲聞,皆坐禪一心,共欲計數我剎中人數有幾千億萬,無有能知者。不得是願終不作佛。

「『第十四願,我作佛時,我剎中人壽命皆無央數劫,無有能計知其數者。不得是願終不作佛。

「『第十五願,我作佛時,我剎中人,所受快樂,一如漏盡比丘。不得是願終不作佛。
Elftes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

mögen in meinem Land zwar Himmelswesen und Menschen vorhanden sein,

doch sollen ihre Erscheinungsformen gleich sein.

Alle sollen die gleiche goldene Farbe besitzen,

ihre Gestalt soll würdevoll,
rein
und schön sein.

Es soll keine Hässlichkeit,
keine Missgestaltung
und keine Unterschiede in der äußeren Erscheinung geben.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.

Zwölftes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

und selbst wenn alle Wesen der zahllosen Welten

— Götter,
Menschen
und selbst die kleinsten Lebewesen —

menschliche Gestalt erlangen,

zu Śrāvakas oder Pratyekabuddhas werden,

in tiefer Meditation verweilen

und gemeinsam berechnen wollten,

wie viele tausend Millionen Kalpas meine Lebensdauer umfasst,

so sollen sie diese nicht ermessen können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.

Dreizehntes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

und selbst wenn in tausend Milliarden Welten

alle Götter,
Menschen
und übrigen Wesen

menschliche Gestalt erlangen,

Śrāvakas oder Pratyekabuddhas werden,

in tiefer Sammlung verweilen

und gemeinsam die Zahl der Bewohner meines Landes berechnen wollten,

so sollen sie deren Anzahl nicht erfassen können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.

Vierzehntes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

eine Lebensdauer von unermesslichen Kalpas besitzen.

Niemand soll ihre Zahl berechnen können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.

Fünfzehntes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

soll die Freude,
die die Menschen meines Landes erfahren,

der Freude eines Arhats gleichen,

der alle Ausflüsse beendet hat.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Das Gelübde zielt weniger auf Schönheit im ästhetischen Sinn als auf die Aufhebung äußerer Rangunterschiede.

Im alten Indien waren Körpermerkmale oft mit Karma, sozialem Rang oder spirituellem Verdienst verbunden.

Dharmākara gelobt hier:

Niemand soll aufgrund seiner Erscheinung höher oder niedriger angesehen werden.

Studienhinweis

Hier erscheint erstmals das Motiv des Unermesslichen Lebens (無量壽).

Später wird daraus der Name Amitāyus:

Buddha des Unermesslichen Lebens.

Studienhinweis

Hier erscheint das Motiv des unermesslichen Sangha-Feldes.

Nicht nur Amitabhas Leben ist grenzenlos.

Auch die Zahl der Wesen,
die den Weg des Erwachens gehen,
ist grenzenlos.

Studienhinweis

Dies bedeutet nicht bloß „sehr lange leben“.

Die eigentliche Aussage lautet:

Es gibt keinen Zeitdruck.

Im samsarischen Leben stehen Alter,
Krankheit
und Tod ständig im Hintergrund.

Im Reinen Land fällt dieser Druck weg,
sodass die ganze Aufmerksamkeit auf die Praxis gerichtet werden kann.

Studienhinweis

漏盡比丘 bedeutet wörtlich:

„Mönch, dessen Ausflüsse erschöpft sind.“

Gemeint ist ein Arhat,
der Gier,
Hass
und Verblendung vollständig überwunden hat.

Das Gelübde sagt also:

Die Bewohner des Reinen Landes erfahren einen Frieden,
der dem Frieden eines vollständig Befreiten entspricht.
中文原文
「『第十一願,我作佛時,我剎中雖有諸天與世人之異,而其形容皆一類金色,面目端正淨好,無復醜異。不得是願終不作佛。

「『第十二願,我作佛時,假令十方無央數世界諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,皆得為人,皆作緣覺、聲聞,皆坐禪一心,共欲計數我年壽幾千億萬劫,無有能知者。不得是願終不作佛。

「『第十三願,我作佛時,假令十方各千億世界,有諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,皆得為人,皆作緣覺、聲聞,皆坐禪一心,共欲計數我剎中人數有幾千億萬,無有能知者。不得是願終不作佛。

「『第十四願,我作佛時,我剎中人壽命皆無央數劫,無有能計知其數者。不得是願終不作佛。

「『第十五願,我作佛時,我剎中人,所受快樂,一如漏盡比丘。不得是願終不作佛。
Deutsch
Elftes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

mögen in meinem Land zwar Himmelswesen und Menschen vorhanden sein,

doch sollen ihre Erscheinungsformen gleich sein.

Alle sollen die gleiche goldene Farbe besitzen,

ihre Gestalt soll würdevoll,
rein
und schön sein.

Es soll keine Hässlichkeit,
keine Missgestaltung
und keine Unterschiede in der äußeren Erscheinung geben.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.

Zwölftes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

und selbst wenn alle Wesen der zahllosen Welten

— Götter,
Menschen
und selbst die kleinsten Lebewesen —

menschliche Gestalt erlangen,

zu Śrāvakas oder Pratyekabuddhas werden,

in tiefer Meditation verweilen

und gemeinsam berechnen wollten,

wie viele tausend Millionen Kalpas meine Lebensdauer umfasst,

so sollen sie diese nicht ermessen können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.

Dreizehntes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

und selbst wenn in tausend Milliarden Welten

alle Götter,
Menschen
und übrigen Wesen

menschliche Gestalt erlangen,

Śrāvakas oder Pratyekabuddhas werden,

in tiefer Sammlung verweilen

und gemeinsam die Zahl der Bewohner meines Landes berechnen wollten,

so sollen sie deren Anzahl nicht erfassen können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.

Vierzehntes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

eine Lebensdauer von unermesslichen Kalpas besitzen.

Niemand soll ihre Zahl berechnen können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.

Fünfzehntes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

soll die Freude,
die die Menschen meines Landes erfahren,

der Freude eines Arhats gleichen,

der alle Ausflüsse beendet hat.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Das Gelübde zielt weniger auf Schönheit im ästhetischen Sinn als auf die Aufhebung äußerer Rangunterschiede.

Im alten Indien waren Körpermerkmale oft mit Karma, sozialem Rang oder spirituellem Verdienst verbunden.

Dharmākara gelobt hier:

Niemand soll aufgrund seiner Erscheinung höher oder niedriger angesehen werden.

Studienhinweis

Hier erscheint erstmals das Motiv des Unermesslichen Lebens (無量壽).

Später wird daraus der Name Amitāyus:

Buddha des Unermesslichen Lebens.

Studienhinweis

Hier erscheint das Motiv des unermesslichen Sangha-Feldes.

Nicht nur Amitabhas Leben ist grenzenlos.

Auch die Zahl der Wesen,
die den Weg des Erwachens gehen,
ist grenzenlos.

Studienhinweis

Dies bedeutet nicht bloß „sehr lange leben“.

Die eigentliche Aussage lautet:

Es gibt keinen Zeitdruck.

Im samsarischen Leben stehen Alter,
Krankheit
und Tod ständig im Hintergrund.

Im Reinen Land fällt dieser Druck weg,
sodass die ganze Aufmerksamkeit auf die Praxis gerichtet werden kann.

Studienhinweis

漏盡比丘 bedeutet wörtlich:

„Mönch, dessen Ausflüsse erschöpft sind.“

Gemeint ist ein Arhat,
der Gier,
Hass
und Verblendung vollständig überwunden hat.

Das Gelübde sagt also:

Die Bewohner des Reinen Landes erfahren einen Frieden,
der dem Frieden eines vollständig Befreiten entspricht.
11 #
「『第十六願,我作佛時,我剎中人住正信位,離顛倒想,遠離分別,諸根寂靜,所止盡般泥洹。不得是願終不作佛。
Sechzehntes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

fest in rechtem Vertrauen verweilen.

Sie sollen frei sein von verkehrten Vorstellungen,

fern von unterscheidendem Denken,

ihre Sinneskräfte sollen still und friedvoll sein.

Was sie verwirklichen,

soll schließlich im Nirvana vollendet werden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

正信位 bedeutet wörtlich:

„Stand der rechten Zuversicht / des rechten Vertrauens“.

Gemeint ist keine bloße Überzeugung, sondern eine unumkehrbare Ausrichtung auf den Dharma.

Interessant sind die drei aufeinanderfolgenden Aussagen:

* frei von verkehrten Vorstellungen (顛倒想)
* frei von trennenden Unterscheidungen (分別)
* friedvolle Sinneskräfte (諸根寂靜)

Dies erinnert stark an Mahayana-Texte wie das Shurangama-Sutra, in denen Anhaftung an Unterscheidungen als Wurzel der Verwirrung beschrieben wird.

Das sechzehnte Gelübde ist besonders bemerkenswert, weil hier bereits Begriffe auftauchen, die stark an Mahayana-Weisheitslehren erinnern:

* 顛倒想 (verkehrte Vorstellungen)
* 分別 (unterscheidendes Denken)
* 寂靜 (Stille der Sinne)

Für Leser des Shurangama-Sutras wird das sehr vertraut klingen. Das Reine Land wird nicht nur als glücklicher Ort beschrieben, sondern als eine Umgebung, in der die gewohnten Mechanismen der Verblendung allmählich ihre Grundlage verlieren. Dadurch entsteht eine interessante Brücke zwischen Reines-Land-Praxis und den Weisheitslehren des Mahayana.
中文原文
「『第十六願,我作佛時,我剎中人住正信位,離顛倒想,遠離分別,諸根寂靜,所止盡般泥洹。不得是願終不作佛。
Deutsch
Sechzehntes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

fest in rechtem Vertrauen verweilen.

Sie sollen frei sein von verkehrten Vorstellungen,

fern von unterscheidendem Denken,

ihre Sinneskräfte sollen still und friedvoll sein.

Was sie verwirklichen,

soll schließlich im Nirvana vollendet werden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

正信位 bedeutet wörtlich:

„Stand der rechten Zuversicht / des rechten Vertrauens“.

Gemeint ist keine bloße Überzeugung, sondern eine unumkehrbare Ausrichtung auf den Dharma.

Interessant sind die drei aufeinanderfolgenden Aussagen:

* frei von verkehrten Vorstellungen (顛倒想)
* frei von trennenden Unterscheidungen (分別)
* friedvolle Sinneskräfte (諸根寂靜)

Dies erinnert stark an Mahayana-Texte wie das Shurangama-Sutra, in denen Anhaftung an Unterscheidungen als Wurzel der Verwirrung beschrieben wird.

Das sechzehnte Gelübde ist besonders bemerkenswert, weil hier bereits Begriffe auftauchen, die stark an Mahayana-Weisheitslehren erinnern:

* 顛倒想 (verkehrte Vorstellungen)
* 分別 (unterscheidendes Denken)
* 寂靜 (Stille der Sinne)

Für Leser des Shurangama-Sutras wird das sehr vertraut klingen. Das Reine Land wird nicht nur als glücklicher Ort beschrieben, sondern als eine Umgebung, in der die gewohnten Mechanismen der Verblendung allmählich ihre Grundlage verlieren. Dadurch entsteht eine interessante Brücke zwischen Reines-Land-Praxis und den Weisheitslehren des Mahayana.
12 #
「『第十七願,我作佛時,說經行道十倍於諸佛。不得是願終不作佛。
Siebzehntes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

soll mein Lehren der Sutren
und mein Wirken auf dem Weg

die Wirksamkeit aller anderen Buddhas
um das Zehnfache übertreffen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Diese Stelle wirkt zunächst überraschend.

Im Mahayana bedeutet dies gewöhnlich nicht:

„Ich bin besser als die anderen Buddhas.“

Vielmehr wird die besondere Wirksamkeit des Gelübdes betont.

Dharmākara möchte einen Weg schaffen,
der auch für schwierige Zeitalter und gewöhnliche Menschen zugänglich bleibt.
中文原文
「『第十七願,我作佛時,說經行道十倍於諸佛。不得是願終不作佛。
Deutsch
Siebzehntes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

soll mein Lehren der Sutren
und mein Wirken auf dem Weg

die Wirksamkeit aller anderen Buddhas
um das Zehnfache übertreffen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Diese Stelle wirkt zunächst überraschend.

Im Mahayana bedeutet dies gewöhnlich nicht:

„Ich bin besser als die anderen Buddhas.“

Vielmehr wird die besondere Wirksamkeit des Gelübdes betont.

Dharmākara möchte einen Weg schaffen,
der auch für schwierige Zeitalter und gewöhnliche Menschen zugänglich bleibt.
13 #
「『第十八願,我作佛時,我剎中人盡通宿命,知百千億那由他劫事。不得是願終不作佛。
Achtzehntes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

alle ihre früheren Existenzen erkennen.

Sie sollen die Ereignisse
von hunderttausenden Milliarden Nayutas von Kalpas kennen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

宿命通 ist die erste der klassischen übernatürlichen Erkenntnisse:

die Erinnerung an frühere Leben.

Im buddhistischen Zusammenhang dient sie nicht der Neugier,
sondern dem tiefen Verständnis von Ursache und Wirkung.
中文原文
「『第十八願,我作佛時,我剎中人盡通宿命,知百千億那由他劫事。不得是願終不作佛。
Deutsch
Achtzehntes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

alle ihre früheren Existenzen erkennen.

Sie sollen die Ereignisse
von hunderttausenden Milliarden Nayutas von Kalpas kennen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

宿命通 ist die erste der klassischen übernatürlichen Erkenntnisse:

die Erinnerung an frühere Leben.

Im buddhistischen Zusammenhang dient sie nicht der Neugier,
sondern dem tiefen Verständnis von Ursache und Wirkung.
14 #
「『第十九願,我作佛時,我剎中人盡得天眼,見百千億那由他世界。不得是願終不作佛。
Neunzehntes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

das Himmelsauge erlangen.

Sie sollen hunderttausende Milliarden Nayutas von Welten sehen können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Das Himmelsauge (天眼) steht für die Fähigkeit,
die Erscheinungen vieler Welten klar wahrzunehmen.

Es symbolisiert zugleich einen weiten Horizont,
der über die Begrenzung der eigenen Perspektive hinausgeht.
中文原文
「『第十九願,我作佛時,我剎中人盡得天眼,見百千億那由他世界。不得是願終不作佛。
Deutsch
Neunzehntes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

das Himmelsauge erlangen.

Sie sollen hunderttausende Milliarden Nayutas von Welten sehen können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Das Himmelsauge (天眼) steht für die Fähigkeit,
die Erscheinungen vieler Welten klar wahrzunehmen.

Es symbolisiert zugleich einen weiten Horizont,
der über die Begrenzung der eigenen Perspektive hinausgeht.
15 #
「『第二十願,我作佛時,我剎中人盡得天耳,聞百千億那由他諸佛說法,悉能受持。不得是願終不作佛。
Zwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

das Himmelsgehör erlangen.

Sie sollen die Lehren
der Buddhas in hunderttausenden Milliarden Nayutas von Welten hören.

Und sie sollen diese vollständig bewahren können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

受持 bedeutet mehr als „hören“.

Es umfasst:

* aufnehmen,
* bewahren,
* verinnerlichen,
* in die Praxis umsetzen.

Die Fähigkeit besteht also nicht bloß darin, die Worte der Buddhas zu hören,
sondern ihren Sinn wirklich zu empfangen.
中文原文
「『第二十願,我作佛時,我剎中人盡得天耳,聞百千億那由他諸佛說法,悉能受持。不得是願終不作佛。
Deutsch
Zwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

das Himmelsgehör erlangen.

Sie sollen die Lehren
der Buddhas in hunderttausenden Milliarden Nayutas von Welten hören.

Und sie sollen diese vollständig bewahren können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

受持 bedeutet mehr als „hören“.

Es umfasst:

* aufnehmen,
* bewahren,
* verinnerlichen,
* in die Praxis umsetzen.

Die Fähigkeit besteht also nicht bloß darin, die Worte der Buddhas zu hören,
sondern ihren Sinn wirklich zu empfangen.
16 #
「『第二十一願,我作佛時,我剎中人得他心智,知百千億那由他世界眾生心念。不得是願終不作佛。
Einundzwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

die Erkenntnis der Gedanken anderer besitzen.

Sie sollen die Geistesbewegungen der Wesen
in hunderttausenden Milliarden Nayutas von Welten erkennen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

他心智 bedeutet:

„Erkenntnis des Geistes anderer“.

Gemeint ist nicht Kontrolle oder Manipulation.

Vielmehr beschreibt es ein unmittelbares Verstehen der Situation anderer Wesen.

Im Mahayana erscheint dies oft als Ausdruck vollkommenen Mitgefühls.
中文原文
「『第二十一願,我作佛時,我剎中人得他心智,知百千億那由他世界眾生心念。不得是願終不作佛。
Deutsch
Einundzwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

die Erkenntnis der Gedanken anderer besitzen.

Sie sollen die Geistesbewegungen der Wesen
in hunderttausenden Milliarden Nayutas von Welten erkennen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

他心智 bedeutet:

„Erkenntnis des Geistes anderer“.

Gemeint ist nicht Kontrolle oder Manipulation.

Vielmehr beschreibt es ein unmittelbares Verstehen der Situation anderer Wesen.

Im Mahayana erscheint dies oft als Ausdruck vollkommenen Mitgefühls.
17 #
「『第二十二願,我作佛時,我剎中人盡得神足,於一念頃,能超過百千億那由他世界。不得是願終不作佛。
Zweiundzwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

alle die übernatürliche Bewegungsfreiheit besitzen.

Innerhalb eines einzigen Augenblicks

sollen sie hunderttausende Milliarden Nayutas von Welten durchqueren können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

神足 bedeutet wörtlich:

„göttliche Füße“

und bezeichnet die Fähigkeit freier Bewegung.

Auf symbolischer Ebene bedeutet dies:

Der Bodhisattva ist nicht mehr durch Ort,
Entfernung
oder begrenzte Perspektive eingeschränkt.
中文原文
「『第二十二願,我作佛時,我剎中人盡得神足,於一念頃,能超過百千億那由他世界。不得是願終不作佛。
Deutsch
Zweiundzwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

alle die übernatürliche Bewegungsfreiheit besitzen.

Innerhalb eines einzigen Augenblicks

sollen sie hunderttausende Milliarden Nayutas von Welten durchqueren können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

神足 bedeutet wörtlich:

„göttliche Füße“

und bezeichnet die Fähigkeit freier Bewegung.

Auf symbolischer Ebene bedeutet dies:

Der Bodhisattva ist nicht mehr durch Ort,
Entfernung
oder begrenzte Perspektive eingeschränkt.
18 #
「『第二十三願,我作佛時,我名號聞於十方無央數世界,諸佛各於大眾中,稱我功德及國土之勝;諸天人民以至蜎飛蠕動之類,聞我名號乃慈心喜悅者,皆令來生我剎。不得是願終不作佛。
Dreiundzwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

soll mein Name
in den zahllosen Welten der zehn Richtungen gehört werden.

Die Buddhas sollen in ihren Versammlungen

meine Verdienste
und die Vorzüge meines Landes preisen.

Wenn Götter,
Menschen
und selbst die kleinsten Lebewesen

meinen Namen hören

und dadurch Mitgefühl,
Freude
und Vertrauen entstehen lassen,

sollen sie alle in meinem Land geboren werden können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Hier erscheint zum ersten Mal deutlich die zentrale Bedeutung des Namens Amitabha.

Der Name wird nicht als magische Formel dargestellt.

Er ist Ausdruck einer Beziehung:

* hören,
* Vertrauen entwickeln,
* Freude empfinden,
* sich ausrichten.

Diese Verbindung bildet später den Kern der Nianfo-Praxis.
中文原文
「『第二十三願,我作佛時,我名號聞於十方無央數世界,諸佛各於大眾中,稱我功德及國土之勝;諸天人民以至蜎飛蠕動之類,聞我名號乃慈心喜悅者,皆令來生我剎。不得是願終不作佛。
Deutsch
Dreiundzwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

soll mein Name
in den zahllosen Welten der zehn Richtungen gehört werden.

Die Buddhas sollen in ihren Versammlungen

meine Verdienste
und die Vorzüge meines Landes preisen.

Wenn Götter,
Menschen
und selbst die kleinsten Lebewesen

meinen Namen hören

und dadurch Mitgefühl,
Freude
und Vertrauen entstehen lassen,

sollen sie alle in meinem Land geboren werden können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Hier erscheint zum ersten Mal deutlich die zentrale Bedeutung des Namens Amitabha.

Der Name wird nicht als magische Formel dargestellt.

Er ist Ausdruck einer Beziehung:

* hören,
* Vertrauen entwickeln,
* Freude empfinden,
* sich ausrichten.

Diese Verbindung bildet später den Kern der Nianfo-Praxis.
19 #
「『第二十四願,我作佛時,我頂中光明絕妙,勝如日月之明,百千億萬倍。不得是願終不作佛。
Vierundzwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

soll das Licht meines Scheitels

unvergleichlich wunderbar sein.

Es soll das Licht von Sonne und Mond

um hunderttausende Milliarden Male übertreffen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Das Licht steht hier nicht bloß für Helligkeit.

Es symbolisiert:

* Weisheit,
* Mitgefühl,
* Gegenwärtigkeit,
* Wirksamkeit des Gelübdes.
中文原文
「『第二十四願,我作佛時,我頂中光明絕妙,勝如日月之明,百千億萬倍。不得是願終不作佛。
Deutsch
Vierundzwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

soll das Licht meines Scheitels

unvergleichlich wunderbar sein.

Es soll das Licht von Sonne und Mond

um hunderttausende Milliarden Male übertreffen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Das Licht steht hier nicht bloß für Helligkeit.

Es symbolisiert:

* Weisheit,
* Mitgefühl,
* Gegenwärtigkeit,
* Wirksamkeit des Gelübdes.
20 #
「『第二十五願,我作佛時,光明照諸無央數天下,幽冥之處皆當大明,諸天人民以至蜎飛蠕動之類,見我光明莫不慈心作善,皆令來生我國。不得是願終不作佛。
Fünfundzwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

soll mein Licht

alle zahllosen Welten erleuchten.

Selbst die dunkelsten
und verborgensten Bereiche

sollen von großer Helligkeit erfüllt werden.

Alle Götter,
Menschen
und selbst die kleinsten Lebewesen,

die dieses Licht sehen,

sollen Mitgefühl entfalten,
Gutes tun
und schließlich in meinem Land geboren werden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

幽冥之處 bedeutet:

dunkle,
verborgene,
lichtlose Bereiche.

Dies kann kosmologisch verstanden werden.

Viele Mahayana-Kommentatoren lesen die Stelle jedoch zugleich psychologisch:

Das Licht des Erwachens erreicht selbst die verborgensten Bereiche der Verblendung.

Diese fünf Gelübde bilden zusammen einen bemerkenswerten Übergang:

* Verstehen anderer Herzen (21)
* freies Wirken in allen Welten (22)
* Wirksamkeit des Namens (23)
* Licht des Buddha (24)
* Ausstrahlung dieses Lichtes in alle Bereiche (25)

Man könnte sagen: Die ersten Gelübde bauten das Reine Land auf; diese Gelübde beginnen nun zu zeigen, wie das Mitgefühl Amitabhas aus diesem Land wieder in die zahllosen Welten hinausstrahlt. Das Zentrum bleibt nicht bei sich selbst, sondern wirkt nach außen. Das entspricht sehr stark dem Mahayana-Ideal des Bodhisattva-Weges.
中文原文
「『第二十五願,我作佛時,光明照諸無央數天下,幽冥之處皆當大明,諸天人民以至蜎飛蠕動之類,見我光明莫不慈心作善,皆令來生我國。不得是願終不作佛。
Deutsch
Fünfundzwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

soll mein Licht

alle zahllosen Welten erleuchten.

Selbst die dunkelsten
und verborgensten Bereiche

sollen von großer Helligkeit erfüllt werden.

Alle Götter,
Menschen
und selbst die kleinsten Lebewesen,

die dieses Licht sehen,

sollen Mitgefühl entfalten,
Gutes tun
und schließlich in meinem Land geboren werden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

幽冥之處 bedeutet:

dunkle,
verborgene,
lichtlose Bereiche.

Dies kann kosmologisch verstanden werden.

Viele Mahayana-Kommentatoren lesen die Stelle jedoch zugleich psychologisch:

Das Licht des Erwachens erreicht selbst die verborgensten Bereiche der Verblendung.

Diese fünf Gelübde bilden zusammen einen bemerkenswerten Übergang:

* Verstehen anderer Herzen (21)
* freies Wirken in allen Welten (22)
* Wirksamkeit des Namens (23)
* Licht des Buddha (24)
* Ausstrahlung dieses Lichtes in alle Bereiche (25)

Man könnte sagen: Die ersten Gelübde bauten das Reine Land auf; diese Gelübde beginnen nun zu zeigen, wie das Mitgefühl Amitabhas aus diesem Land wieder in die zahllosen Welten hinausstrahlt. Das Zentrum bleibt nicht bei sich selbst, sondern wirkt nach außen. Das entspricht sehr stark dem Mahayana-Ideal des Bodhisattva-Weges.
21 #
「『第二十六願,我作佛時,十方無央數世界諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,蒙我光明觸其身者,身心慈和過諸天人。不得是願終不作佛。
Sechsundzwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen alle Götter,
Menschen
und selbst die kleinsten Lebewesen
in den zahllosen Welten der zehn Richtungen,

deren Körper von meinem Licht berührt werden,

in Körper und Geist von Güte und Harmonie erfüllt werden,

weit mehr als die Götter und Menschen gewöhnlicher Welten.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Hier wirkt Amitabhas Licht nicht nur als Erkenntnis,
sondern als Mitgefühl.

Der Text spricht ausdrücklich von:

身心慈和

„Körper und Geist werden von Güte und Harmonie erfüllt.“
中文原文
「『第二十六願,我作佛時,十方無央數世界諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,蒙我光明觸其身者,身心慈和過諸天人。不得是願終不作佛。
Deutsch
Sechsundzwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen alle Götter,
Menschen
und selbst die kleinsten Lebewesen
in den zahllosen Welten der zehn Richtungen,

deren Körper von meinem Licht berührt werden,

in Körper und Geist von Güte und Harmonie erfüllt werden,

weit mehr als die Götter und Menschen gewöhnlicher Welten.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Hier wirkt Amitabhas Licht nicht nur als Erkenntnis,
sondern als Mitgefühl.

Der Text spricht ausdrücklich von:

身心慈和

„Körper und Geist werden von Güte und Harmonie erfüllt.“
22 #
「『第二十七願,我作佛時,十方無央數世界諸天人民,有發菩提心,奉持齋戒,行六波羅蜜,修諸功德,至心發願欲生我剎,臨壽終時我與大眾,現其人前引至來生,作不退轉地菩薩。不得是願終不作佛。
Siebenundzwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

und wenn Götter oder Menschen der zahllosen Welten

den Bodhi-Geist erwecken,

die Gebote bewahren,

die sechs Paramitas üben,

Verdienste ansammeln

und mit aufrichtigem Herzen wünschen,
in meinem Land geboren zu werden,

dann werde ich beim Ende ihres Lebens

gemeinsam mit einer großen Versammlung erscheinen,

sie empfangen

und in mein Land geleiten.

Dort werden sie Bodhisattvas der Nicht-Rückkehr werden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Hier erscheint erstmals ausdrücklich das Motiv des Empfangs am Lebensende.

Reines-Land-Darstellungen zeigen oft:

* Amitabha,
* Avalokiteshvara,
* Mahasthamaprapta

die dem Sterbenden entgegenkommen.

Die Wurzel dieser Vorstellung liegt in solchen Gelübden.
中文原文
「『第二十七願,我作佛時,十方無央數世界諸天人民,有發菩提心,奉持齋戒,行六波羅蜜,修諸功德,至心發願欲生我剎,臨壽終時我與大眾,現其人前引至來生,作不退轉地菩薩。不得是願終不作佛。
Deutsch
Siebenundzwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

und wenn Götter oder Menschen der zahllosen Welten

den Bodhi-Geist erwecken,

die Gebote bewahren,

die sechs Paramitas üben,

Verdienste ansammeln

und mit aufrichtigem Herzen wünschen,
in meinem Land geboren zu werden,

dann werde ich beim Ende ihres Lebens

gemeinsam mit einer großen Versammlung erscheinen,

sie empfangen

und in mein Land geleiten.

Dort werden sie Bodhisattvas der Nicht-Rückkehr werden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Hier erscheint erstmals ausdrücklich das Motiv des Empfangs am Lebensende.

Reines-Land-Darstellungen zeigen oft:

* Amitabha,
* Avalokiteshvara,
* Mahasthamaprapta

die dem Sterbenden entgegenkommen.

Die Wurzel dieser Vorstellung liegt in solchen Gelübden.
23 #
「『第二十八願,我作佛時,十方無央數世界諸天人民,聞我名號,燒香、散花、然燈、懸繒,飯食沙門,起立塔寺,齋戒清淨益作諸善,一心繫念於我,雖止於一晝夜不絕,亦必生我剎。不得是願終不作佛。
Achtundzwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

und wenn Menschen der zahllosen Welten

Weihrauch darbringen,

Blumen streuen,

Lampen entzünden,

Banner aufhängen,

Mönche speisen,

Stupas und Tempel errichten,

die Gebote rein bewahren,

heilsame Taten vollbringen

und ihren Geist auf mich richten,

selbst wenn dies nur einen Tag und eine Nacht lang ohne Unterbrechung geschieht,

so werden sie gewiss in meinem Land geboren werden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Dieses Gelübde beschreibt den Weg über:

* Verehrung,
* Verdienst,
* Erinnerung an den Buddha.

Der Schwerpunkt liegt auf der Aufrichtigkeit des Herzens.
中文原文
「『第二十八願,我作佛時,十方無央數世界諸天人民,聞我名號,燒香、散花、然燈、懸繒,飯食沙門,起立塔寺,齋戒清淨益作諸善,一心繫念於我,雖止於一晝夜不絕,亦必生我剎。不得是願終不作佛。
Deutsch
Achtundzwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

und wenn Menschen der zahllosen Welten

Weihrauch darbringen,

Blumen streuen,

Lampen entzünden,

Banner aufhängen,

Mönche speisen,

Stupas und Tempel errichten,

die Gebote rein bewahren,

heilsame Taten vollbringen

und ihren Geist auf mich richten,

selbst wenn dies nur einen Tag und eine Nacht lang ohne Unterbrechung geschieht,

so werden sie gewiss in meinem Land geboren werden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Dieses Gelübde beschreibt den Weg über:

* Verehrung,
* Verdienst,
* Erinnerung an den Buddha.

Der Schwerpunkt liegt auf der Aufrichtigkeit des Herzens.
24 #
「『第二十九願,我作佛時,十方無央數世界諸天人民,至心信樂欲生我剎,十聲念我名號必遂來生;惟除五逆誹謗正法。不得是願終不作佛。
Neunundzwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

und wenn Menschen der zahllosen Welten

mit aufrichtigem Vertrauen
und freudiger Ausrichtung
in meinem Land geboren werden möchten,

und zehnmal meinen Namen rezitieren,

so werden sie gewiss dort geboren werden.

Ausgenommen sind jene,
die die fünf schwersten Vergehen begangen
oder den rechten Dharma verleumdet haben.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Dies ist eines der berühmtesten Gelübde überhaupt.

Die Schlüsselformulierung lautet:

至心信樂欲生我剎

„mit ganzem Herzen vertrauen,
Freude daran finden
und die Geburt im Reinen Land wünschen“

Die zehn Rezitationen stehen nicht isoliert,
sondern innerhalb dieser Herzensausrichtung.



Zur Ausnahme

五逆誹謗正法

wird traditionell als

* Vatermord,
* Muttermord,
* Tötung eines Arhats,
* Verletzung eines Buddha,
* Spaltung der Sangha

sowie Verleumdung des Dharma verstanden.

Interessanterweise diskutieren Mahayana-Schulen ausführlich,
ob selbst solche Menschen letztlich nicht doch gerettet werden können.
中文原文
「『第二十九願,我作佛時,十方無央數世界諸天人民,至心信樂欲生我剎,十聲念我名號必遂來生;惟除五逆誹謗正法。不得是願終不作佛。
Deutsch
Neunundzwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

und wenn Menschen der zahllosen Welten

mit aufrichtigem Vertrauen
und freudiger Ausrichtung
in meinem Land geboren werden möchten,

und zehnmal meinen Namen rezitieren,

so werden sie gewiss dort geboren werden.

Ausgenommen sind jene,
die die fünf schwersten Vergehen begangen
oder den rechten Dharma verleumdet haben.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Dies ist eines der berühmtesten Gelübde überhaupt.

Die Schlüsselformulierung lautet:

至心信樂欲生我剎

„mit ganzem Herzen vertrauen,
Freude daran finden
und die Geburt im Reinen Land wünschen“

Die zehn Rezitationen stehen nicht isoliert,
sondern innerhalb dieser Herzensausrichtung.



Zur Ausnahme

五逆誹謗正法

wird traditionell als

* Vatermord,
* Muttermord,
* Tötung eines Arhats,
* Verletzung eines Buddha,
* Spaltung der Sangha

sowie Verleumdung des Dharma verstanden.

Interessanterweise diskutieren Mahayana-Schulen ausführlich,
ob selbst solche Menschen letztlich nicht doch gerettet werden können.
25 #
「『第三十願,我作佛時,十方無央數世界諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,前世作惡,聞我名號即懺悔為善,奉持經戒,願生我剎,壽終皆不經三惡道徑遂來生,一切所欲無不如意。不得是願終不作佛。
Dreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

und wenn Wesen der zahllosen Welten

in früheren Leben Übles getan haben,

aber meinen Namen hören,

Reue entwickeln,

sich dem Guten zuwenden,

Sutren und Gebote bewahren

und die Geburt in meinem Land wünschen,

dann sollen sie nach ihrem Tod

nicht mehr durch die drei leidvollen Daseinsbereiche gehen,

sondern unmittelbar in meinem Land geboren werden.

All ihre heilsamen Wünsche sollen erfüllt werden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Dieses Gelübde ergänzt das vorherige.

Es zeigt:

Das Reine Land richtet sich nicht nur an bereits Vollkommene.

Auch Menschen mit belasteter Vergangenheit
bleiben eingeschlossen.

Entscheidend ist die Umkehr des Herzens:

懺悔為善

„Reue üben und sich dem Guten zuwenden.“

Gerade das 29. und 30. Gelübde bilden zusammen eine interessante Spannung:

* Das 29. Gelübde betont Vertrauen, Freude und Nianfo.
* Das 30. Gelübde betont Umkehr, Reue und Neuausrichtung.

Zusammen entsteht ein Bild, das weder auf bloßer Leistung noch auf bloßer Passivität beruht. Die zentrale Bewegung ist die Wendung des Herzens: Vertrauen, Ausrichtung und Bereitschaft zur Umkehr. Das passt erstaunlich gut zu vielen Mahayana-Lehren über Bodhicitta und Gelübde.
中文原文
「『第三十願,我作佛時,十方無央數世界諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,前世作惡,聞我名號即懺悔為善,奉持經戒,願生我剎,壽終皆不經三惡道徑遂來生,一切所欲無不如意。不得是願終不作佛。
Deutsch
Dreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

und wenn Wesen der zahllosen Welten

in früheren Leben Übles getan haben,

aber meinen Namen hören,

Reue entwickeln,

sich dem Guten zuwenden,

Sutren und Gebote bewahren

und die Geburt in meinem Land wünschen,

dann sollen sie nach ihrem Tod

nicht mehr durch die drei leidvollen Daseinsbereiche gehen,

sondern unmittelbar in meinem Land geboren werden.

All ihre heilsamen Wünsche sollen erfüllt werden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Dieses Gelübde ergänzt das vorherige.

Es zeigt:

Das Reine Land richtet sich nicht nur an bereits Vollkommene.

Auch Menschen mit belasteter Vergangenheit
bleiben eingeschlossen.

Entscheidend ist die Umkehr des Herzens:

懺悔為善

„Reue üben und sich dem Guten zuwenden.“

Gerade das 29. und 30. Gelübde bilden zusammen eine interessante Spannung:

* Das 29. Gelübde betont Vertrauen, Freude und Nianfo.
* Das 30. Gelübde betont Umkehr, Reue und Neuausrichtung.

Zusammen entsteht ein Bild, das weder auf bloßer Leistung noch auf bloßer Passivität beruht. Die zentrale Bewegung ist die Wendung des Herzens: Vertrauen, Ausrichtung und Bereitschaft zur Umkehr. Das passt erstaunlich gut zu vielen Mahayana-Lehren über Bodhicitta und Gelübde.
26 #
「『第三十一願,我作佛時,十方無央數世界諸天人民,聞我名號,五體投地稽首作禮,喜悅信樂修菩薩行,諸天世人莫不致敬。不得是願終不作佛。
Einunddreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Götter und Menschen der zahllosen Welten,

die meinen Namen hören,

sich mit ihrem ganzen Körper verneigen,

ehrfürchtig Verehrung darbringen,

Freude und Vertrauen entwickeln

und den Weg der Bodhisattvas üben.

Dann sollen Götter und Menschen überall

ihnen Achtung entgegenbringen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Der Schwerpunkt liegt hier nicht auf Verehrung um ihrer selbst willen.

Die Kette lautet:

* den Namen hören,
* Vertrauen entwickeln,
* den Bodhisattva-Weg üben,
* dadurch selbst zum Objekt der Achtung werden.
中文原文
「『第三十一願,我作佛時,十方無央數世界諸天人民,聞我名號,五體投地稽首作禮,喜悅信樂修菩薩行,諸天世人莫不致敬。不得是願終不作佛。
Deutsch
Einunddreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Götter und Menschen der zahllosen Welten,

die meinen Namen hören,

sich mit ihrem ganzen Körper verneigen,

ehrfürchtig Verehrung darbringen,

Freude und Vertrauen entwickeln

und den Weg der Bodhisattvas üben.

Dann sollen Götter und Menschen überall

ihnen Achtung entgegenbringen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Der Schwerpunkt liegt hier nicht auf Verehrung um ihrer selbst willen.

Die Kette lautet:

* den Namen hören,
* Vertrauen entwickeln,
* den Bodhisattva-Weg üben,
* dadurch selbst zum Objekt der Achtung werden.
27 #
「『第三十二願,我作佛時,十方無央數世界有女人,聞我名號喜悅信樂,發菩提心厭惡女身,壽終之後其身不復為女。不得是願終不作佛。
Zweiunddreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

und wenn Frauen in den zahllosen Welten

meinen Namen hören,

Freude und Vertrauen entwickeln,

den Bodhi-Geist erwecken

und das Frausein hinter sich lassen möchten,

dann sollen sie nach ihrem Tod

nicht wieder als Frauen geboren werden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Dies ist eine weitere Stelle, die aus heutiger Sicht oft Irritation auslöst.

Historisch spiegelt sie die Vorstellung vieler indischer Traditionen wider, dass bestimmte spirituelle Vollendungen leichter in männlicher Gestalt erreichbar seien.

Aus heutiger Mahayana-Perspektive wird die Passage häufig anders gelesen:

Der Schwerpunkt liegt auf der Befreiung von den karmischen und gesellschaftlichen Begrenzungen, die Frauen in der damaligen Welt auferlegt waren.
中文原文
「『第三十二願,我作佛時,十方無央數世界有女人,聞我名號喜悅信樂,發菩提心厭惡女身,壽終之後其身不復為女。不得是願終不作佛。
Deutsch
Zweiunddreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

und wenn Frauen in den zahllosen Welten

meinen Namen hören,

Freude und Vertrauen entwickeln,

den Bodhi-Geist erwecken

und das Frausein hinter sich lassen möchten,

dann sollen sie nach ihrem Tod

nicht wieder als Frauen geboren werden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Dies ist eine weitere Stelle, die aus heutiger Sicht oft Irritation auslöst.

Historisch spiegelt sie die Vorstellung vieler indischer Traditionen wider, dass bestimmte spirituelle Vollendungen leichter in männlicher Gestalt erreichbar seien.

Aus heutiger Mahayana-Perspektive wird die Passage häufig anders gelesen:

Der Schwerpunkt liegt auf der Befreiung von den karmischen und gesellschaftlichen Begrenzungen, die Frauen in der damaligen Welt auferlegt waren.
28 #
「『第三十三願,我作佛時,凡生我剎者,一生遂補佛處,惟除本願欲往他方,設化眾生修菩薩行、供養諸佛,即自在往生;我以威神之力,令彼教化一切眾生皆發信心,修菩提行、普賢行、寂滅行、淨梵行、最勝行、及一切善行。不得是願終不作佛。
Dreiunddreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen alle,
die in meinem Land geboren werden,

mit einem einzigen Leben

die Stellung unmittelbar vor der Buddhaschaft erreichen.

Ausgenommen sind jene,
die aufgrund ihres ursprünglichen Gelübdes
in andere Welten gehen möchten,

um Wesen zu lehren,
den Bodhisattva-Weg zu üben
und den Buddhas Opfergaben darzubringen.

Sie sollen frei und ungehindert dorthin gehen können.

Durch die Kraft meines Gelübdes

sollen sie alle Wesen dazu führen,

Vertrauen zu entwickeln,

den Bodhi-Weg zu üben,

den Weg Samantabhadras zu üben,

den Weg der Stille,

den reinen Brahma-Wandel,

den höchsten Weg

und alle heilsamen Handlungen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Hier erscheint deutlich das eigentliche Ziel des Reinen Landes:

Nicht dort bleiben.

Sondern:

* Erwachen verwirklichen,
* in andere Welten zurückkehren,
* Wesen unterstützen.

Dieses Gelübde ist zutiefst Mahayana.

Das 33. Gelübde ist aus Mahayana-Sicht eines der schönsten des gesamten Sutras. Es zeigt, dass das Reine Land nicht als endgültiger Rückzugsort gedacht ist. Die Geburt dort dient der Vollendung des Weges, damit die Bodhisattvas anschließend wieder in die Welten zurückkehren können. In gewisser Weise erinnert das an den Geist des Bodhisattva-Gelübdes: Nicht nur selbst ans andere Ufer gelangen, sondern anschließend das Boot erneut wenden.
中文原文
「『第三十三願,我作佛時,凡生我剎者,一生遂補佛處,惟除本願欲往他方,設化眾生修菩薩行、供養諸佛,即自在往生;我以威神之力,令彼教化一切眾生皆發信心,修菩提行、普賢行、寂滅行、淨梵行、最勝行、及一切善行。不得是願終不作佛。
Deutsch
Dreiunddreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen alle,
die in meinem Land geboren werden,

mit einem einzigen Leben

die Stellung unmittelbar vor der Buddhaschaft erreichen.

Ausgenommen sind jene,
die aufgrund ihres ursprünglichen Gelübdes
in andere Welten gehen möchten,

um Wesen zu lehren,
den Bodhisattva-Weg zu üben
und den Buddhas Opfergaben darzubringen.

Sie sollen frei und ungehindert dorthin gehen können.

Durch die Kraft meines Gelübdes

sollen sie alle Wesen dazu führen,

Vertrauen zu entwickeln,

den Bodhi-Weg zu üben,

den Weg Samantabhadras zu üben,

den Weg der Stille,

den reinen Brahma-Wandel,

den höchsten Weg

und alle heilsamen Handlungen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Hier erscheint deutlich das eigentliche Ziel des Reinen Landes:

Nicht dort bleiben.

Sondern:

* Erwachen verwirklichen,
* in andere Welten zurückkehren,
* Wesen unterstützen.

Dieses Gelübde ist zutiefst Mahayana.

Das 33. Gelübde ist aus Mahayana-Sicht eines der schönsten des gesamten Sutras. Es zeigt, dass das Reine Land nicht als endgültiger Rückzugsort gedacht ist. Die Geburt dort dient der Vollendung des Weges, damit die Bodhisattvas anschließend wieder in die Welten zurückkehren können. In gewisser Weise erinnert das an den Geist des Bodhisattva-Gelübdes: Nicht nur selbst ans andere Ufer gelangen, sondern anschließend das Boot erneut wenden.
29 #
「『第三十四願,我作佛時,我剎中人欲生他方者,如其所願不復墜於三惡道。不得是願終不作佛。
Vierunddreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen jene,
die aus meinem Land
in andere Welten gehen möchten,

entsprechend ihrem Wunsch dorthin gelangen

und niemals mehr in die drei leidvollen Daseinsbereiche fallen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Dies ergänzt das vorherige Gelübde.

Der Bodhisattva kann wieder in Samsara wirken,

ohne von Samsara überwältigt zu werden.
中文原文
「『第三十四願,我作佛時,我剎中人欲生他方者,如其所願不復墜於三惡道。不得是願終不作佛。
Deutsch
Vierunddreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen jene,
die aus meinem Land
in andere Welten gehen möchten,

entsprechend ihrem Wunsch dorthin gelangen

und niemals mehr in die drei leidvollen Daseinsbereiche fallen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Dies ergänzt das vorherige Gelübde.

Der Bodhisattva kann wieder in Samsara wirken,

ohne von Samsara überwältigt zu werden.
30 #
「『第三十五願,我作佛時,剎中菩薩以香華、旛蓋、真珠、纓絡種種供具,欲往無量世界供養諸佛,一食之頃即可遍至。不得是願終不作佛。
Fünfunddreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

und wenn die Bodhisattvas meines Landes

mit Weihrauch,
Blumen,
Bannern,
Schirmen,
Perlen,
Schmuckketten
und anderen Opfergaben

zahllose Welten besuchen möchten,

um den Buddhas Opfergaben darzubringen,

dann sollen sie innerhalb einer einzigen Mahlzeit

alle diese Welten erreichen können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

一食之頃 bedeutet:

„während der Zeit einer Mahlzeit“.

Der Ausdruck soll nicht mathematisch verstanden werden.

Er beschreibt die mühelose Freiheit des Bodhisattva-Wirkens.
中文原文
「『第三十五願,我作佛時,剎中菩薩以香華、旛蓋、真珠、纓絡種種供具,欲往無量世界供養諸佛,一食之頃即可遍至。不得是願終不作佛。
Deutsch
Fünfunddreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

und wenn die Bodhisattvas meines Landes

mit Weihrauch,
Blumen,
Bannern,
Schirmen,
Perlen,
Schmuckketten
und anderen Opfergaben

zahllose Welten besuchen möchten,

um den Buddhas Opfergaben darzubringen,

dann sollen sie innerhalb einer einzigen Mahlzeit

alle diese Welten erreichen können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

一食之頃 bedeutet:

„während der Zeit einer Mahlzeit“.

Der Ausdruck soll nicht mathematisch verstanden werden.

Er beschreibt die mühelose Freiheit des Bodhisattva-Wirkens.
31 #
「『第三十六願,我作佛時,剎中菩薩欲萬種之物,供養十方無央數佛,即自在前;供養既遍,是日未午即還我剎。不得是願終不作佛。
Sechsunddreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

und wenn die Bodhisattvas meines Landes

unzählige Arten von Opfergaben wünschen,

um den Buddhas der zehn Richtungen Verehrung darzubringen,

dann sollen diese unmittelbar vor ihnen erscheinen.

Nachdem sie die Opfergaben dargebracht haben,

sollen sie noch vor Mittag desselben Tages

in mein Land zurückkehren können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Hier wird die völlige Freiheit des Bodhisattva betont:

* Opfergaben sind ohne Mühe verfügbar.
* Reisen zwischen den Buddha-Ländern sind ungehindert.
* Die Praxis erfolgt spontan und natürlich.
中文原文
「『第三十六願,我作佛時,剎中菩薩欲萬種之物,供養十方無央數佛,即自在前;供養既遍,是日未午即還我剎。不得是願終不作佛。
Deutsch
Sechsunddreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

und wenn die Bodhisattvas meines Landes

unzählige Arten von Opfergaben wünschen,

um den Buddhas der zehn Richtungen Verehrung darzubringen,

dann sollen diese unmittelbar vor ihnen erscheinen.

Nachdem sie die Opfergaben dargebracht haben,

sollen sie noch vor Mittag desselben Tages

in mein Land zurückkehren können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Hier wird die völlige Freiheit des Bodhisattva betont:

* Opfergaben sind ohne Mühe verfügbar.
* Reisen zwischen den Buddha-Ländern sind ungehindert.
* Die Praxis erfolgt spontan und natürlich.
32 #
「『第三十七願,我作佛時,剎中菩薩受持經法,諷誦宣說,必得辯才智慧。不得是願終不作佛。
Siebenunddreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Bodhisattvas meines Landes

die Sutren und den Dharma bewahren,

rezitieren,

lehren

und erklären können.

Sie sollen dabei stets Beredsamkeit

und Weisheit erlangen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

辯才 (Beredsamkeit, eloquente Darlegung des Dharma) gehört zu den klassischen Fähigkeiten eines Bodhisattva.

Nicht bloß Wissen,
sondern die Fähigkeit,
den Dharma den jeweiligen Wesen angemessen darzulegen.
中文原文
「『第三十七願,我作佛時,剎中菩薩受持經法,諷誦宣說,必得辯才智慧。不得是願終不作佛。
Deutsch
Siebenunddreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Bodhisattvas meines Landes

die Sutren und den Dharma bewahren,

rezitieren,

lehren

und erklären können.

Sie sollen dabei stets Beredsamkeit

und Weisheit erlangen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

辯才 (Beredsamkeit, eloquente Darlegung des Dharma) gehört zu den klassischen Fähigkeiten eines Bodhisattva.

Nicht bloß Wissen,
sondern die Fähigkeit,
den Dharma den jeweiligen Wesen angemessen darzulegen.
33 #
「『第三十八願,我作佛時,剎中菩薩能演說一切法,其智慧辯才不可限量。不得是願終不作佛。
Achtunddreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Bodhisattvas meines Landes

alle Dharmas darlegen können.

Ihre Weisheit

und ihre Beredsamkeit

sollen unermesslich sein.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Hier wird das vorherige Gelübde erweitert.

Nicht nur bestimmte Sutren,
sondern „alle Dharmas“ (一切法).

Der Bodhisattva wird zu einem universellen Lehrer des Weges.
中文原文
「『第三十八願,我作佛時,剎中菩薩能演說一切法,其智慧辯才不可限量。不得是願終不作佛。
Deutsch
Achtunddreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Bodhisattvas meines Landes

alle Dharmas darlegen können.

Ihre Weisheit

und ihre Beredsamkeit

sollen unermesslich sein.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Hier wird das vorherige Gelübde erweitert.

Nicht nur bestimmte Sutren,
sondern „alle Dharmas“ (一切法).

Der Bodhisattva wird zu einem universellen Lehrer des Weges.
34 #
「『第三十九願,我作佛時,剎中菩薩得金剛那羅延力,其身皆紫磨金色,具三十二相、八十種好,說經行道無異於諸佛。不得是願終不作佛。
Neununddreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Bodhisattvas meines Landes

die Kraft des Vajra-Narayana besitzen.

Ihr Körper soll die Farbe von violett-goldenem Feingold haben.

Sie sollen die zweiunddreißig Merkmale

und die achtzig Nebenschönheiten besitzen.

Ihr Lehren des Dharma

und ihr Wandel auf dem Weg

sollen sich nicht von dem der Buddhas unterscheiden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

金剛那羅延力 bezeichnet eine unerschütterliche Kraft.

Nicht rohe Gewalt,
sondern die Standfestigkeit des Erwachens.

Die „32 Merkmale“ und „80 Schönheiten“ gehören zur klassischen buddhistischen Beschreibung eines Buddha.

Bemerkenswert ist der letzte Satz:

說經行道無異於諸佛

„Ihr Lehren und ihr Wandel unterscheiden sich nicht von den Buddhas.“

Die Bodhisattvas des Reinen Landes stehen also unmittelbar an der Schwelle zur Buddhaschaft.
中文原文
「『第三十九願,我作佛時,剎中菩薩得金剛那羅延力,其身皆紫磨金色,具三十二相、八十種好,說經行道無異於諸佛。不得是願終不作佛。
Deutsch
Neununddreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Bodhisattvas meines Landes

die Kraft des Vajra-Narayana besitzen.

Ihr Körper soll die Farbe von violett-goldenem Feingold haben.

Sie sollen die zweiunddreißig Merkmale

und die achtzig Nebenschönheiten besitzen.

Ihr Lehren des Dharma

und ihr Wandel auf dem Weg

sollen sich nicht von dem der Buddhas unterscheiden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

金剛那羅延力 bezeichnet eine unerschütterliche Kraft.

Nicht rohe Gewalt,
sondern die Standfestigkeit des Erwachens.

Die „32 Merkmale“ und „80 Schönheiten“ gehören zur klassischen buddhistischen Beschreibung eines Buddha.

Bemerkenswert ist der letzte Satz:

說經行道無異於諸佛

„Ihr Lehren und ihr Wandel unterscheiden sich nicht von den Buddhas.“

Die Bodhisattvas des Reinen Landes stehen also unmittelbar an der Schwelle zur Buddhaschaft.
35 #
「『第四十願,我作佛時,剎中清淨照見十方無量世界;菩薩欲於寶樹中見十方一切嚴淨佛剎,即時應現,猶如明鏡覩其面相。不得是願終不作佛。
Vierzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

soll mein Land so rein und klar sein,

dass die Bodhisattvas die unermesslichen Welten der zehn Richtungen sehen können.

Wenn sie in den Juwelenbäumen

die reinen Buddha-Länder betrachten möchten,

sollen diese unmittelbar erscheinen.

So deutlich,

wie man sein eigenes Gesicht

in einem klaren Spiegel sieht.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Das Spiegelbild-Motiv ist bemerkenswert.

Der Vergleich lautet nicht:

„Sie stellen es sich vor.“

sondern:

„Sie sehen es so klar wie ihr eigenes Spiegelbild.“

Hier erscheint erneut das Mahayana-Thema:

Die Wirklichkeit ist nicht verborgen,
wenn die Bedingungen der Verblendung wegfallen.

Beim Lesen fällt auf, wie stark sich der Schwerpunkt verschiebt:

Die ersten Gelübde handelten von Leidfreiheit, Nahrung, Kleidung und harmonischem Zusammenleben.

Die Gelübde 33–40 handeln fast ausschließlich von Bodhisattva-Wirken:

* andere Welten besuchen,
* Buddhas verehren,
* Dharma lehren,
* Weisheit entfalten,
* Wesen unterstützen,
* Buddha-Länder erkennen.

Das Reine Land erscheint dadurch immer weniger als „Paradies“ und immer mehr als eine Art große Bodhisattva-Schule, in der die Bedingungen für Erwachen und hilfreiches Wirken vollständig ausgereift sind. Das ist eine der Stellen, an denen sich der Mahayana-Charakter dieses Sutras besonders deutlich zeigt.
中文原文
「『第四十願,我作佛時,剎中清淨照見十方無量世界;菩薩欲於寶樹中見十方一切嚴淨佛剎,即時應現,猶如明鏡覩其面相。不得是願終不作佛。
Deutsch
Vierzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

soll mein Land so rein und klar sein,

dass die Bodhisattvas die unermesslichen Welten der zehn Richtungen sehen können.

Wenn sie in den Juwelenbäumen

die reinen Buddha-Länder betrachten möchten,

sollen diese unmittelbar erscheinen.

So deutlich,

wie man sein eigenes Gesicht

in einem klaren Spiegel sieht.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Das Spiegelbild-Motiv ist bemerkenswert.

Der Vergleich lautet nicht:

„Sie stellen es sich vor.“

sondern:

„Sie sehen es so klar wie ihr eigenes Spiegelbild.“

Hier erscheint erneut das Mahayana-Thema:

Die Wirklichkeit ist nicht verborgen,
wenn die Bedingungen der Verblendung wegfallen.

Beim Lesen fällt auf, wie stark sich der Schwerpunkt verschiebt:

Die ersten Gelübde handelten von Leidfreiheit, Nahrung, Kleidung und harmonischem Zusammenleben.

Die Gelübde 33–40 handeln fast ausschließlich von Bodhisattva-Wirken:

* andere Welten besuchen,
* Buddhas verehren,
* Dharma lehren,
* Weisheit entfalten,
* Wesen unterstützen,
* Buddha-Länder erkennen.

Das Reine Land erscheint dadurch immer weniger als „Paradies“ und immer mehr als eine Art große Bodhisattva-Schule, in der die Bedingungen für Erwachen und hilfreiches Wirken vollständig ausgereift sind. Das ist eine der Stellen, an denen sich der Mahayana-Charakter dieses Sutras besonders deutlich zeigt.
36 #
「『第四十一願,我作佛時,剎中菩薩雖少功德者,亦能知見我道場樹高四千由旬。不得是願終不作佛。
Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen selbst jene Bodhisattvas meines Landes,

deren Verdienste noch gering sind,

den Bodhi-Baum meines Erwachens sehen und erkennen können,

dessen Höhe viertausend Yojanas beträgt.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

道場樹 bedeutet:

Baum des Erwachungsortes,
Bodhi-Baum.

Der Bodhi-Baum ist im Buddhismus nicht nur ein Baum.

Er symbolisiert:

* Erwachen,
* Erinnerung an das Gelübde,
* Gegenwärtigkeit des Dharma.

Bemerkenswert ist:

Selbst jene mit „geringeren Verdiensten“ können ihn erkennen.

Der Zugang zum Erwachen bleibt niemandem verschlossen.
中文原文
「『第四十一願,我作佛時,剎中菩薩雖少功德者,亦能知見我道場樹高四千由旬。不得是願終不作佛。
Deutsch
Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen selbst jene Bodhisattvas meines Landes,

deren Verdienste noch gering sind,

den Bodhi-Baum meines Erwachens sehen und erkennen können,

dessen Höhe viertausend Yojanas beträgt.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

道場樹 bedeutet:

Baum des Erwachungsortes,
Bodhi-Baum.

Der Bodhi-Baum ist im Buddhismus nicht nur ein Baum.

Er symbolisiert:

* Erwachen,
* Erinnerung an das Gelübde,
* Gegenwärtigkeit des Dharma.

Bemerkenswert ist:

Selbst jene mit „geringeren Verdiensten“ können ihn erkennen.

Der Zugang zum Erwachen bleibt niemandem verschlossen.
37 #
「『第四十二願,我作佛時,剎中諸天世人及一切萬物,皆嚴淨光麗形色殊特,窮微極妙無能稱量者,眾生雖得天眼不能辯其名數。不得是願終不作佛。
Zweiundvierzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Himmelswesen,
Menschen
und alle Erscheinungen meines Landes

rein,
strahlend
und von außergewöhnlicher Schönheit sein.

Ihre Feinheit und Vollkommenheit

soll jede Beschreibung übersteigen.

Selbst Wesen mit Himmelsauge

sollen ihre Vielfalt und Zahl
nicht vollständig erfassen können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Hier geht es nicht nur um Schönheit.

Das Gelübde beschreibt eine Wirklichkeit,
deren Reichtum die gewöhnliche Wahrnehmung übersteigt.
中文原文
「『第四十二願,我作佛時,剎中諸天世人及一切萬物,皆嚴淨光麗形色殊特,窮微極妙無能稱量者,眾生雖得天眼不能辯其名數。不得是願終不作佛。
Deutsch
Zweiundvierzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Himmelswesen,
Menschen
und alle Erscheinungen meines Landes

rein,
strahlend
und von außergewöhnlicher Schönheit sein.

Ihre Feinheit und Vollkommenheit

soll jede Beschreibung übersteigen.

Selbst Wesen mit Himmelsauge

sollen ihre Vielfalt und Zahl
nicht vollständig erfassen können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Hier geht es nicht nur um Schönheit.

Das Gelübde beschreibt eine Wirklichkeit,
deren Reichtum die gewöhnliche Wahrnehmung übersteigt.
38 #
「『第四十三願,我作佛時,我剎中人隨其志願,所欲聞法皆自然得聞。不得是願終不作佛。
Dreiundvierzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

entsprechend ihrer jeweiligen Ausrichtung

jede Lehre,
die sie hören möchten,

ganz natürlich vernehmen können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Ein bemerkenswertes Gelübde.

Nicht alle Wesen benötigen dieselbe Unterweisung.

Der Dharma erscheint jeweils entsprechend der Fähigkeit und dem Bedarf des Hörenden.

Dies erinnert stark an das Mahayana-Prinzip der geschickten Mittel (Upaya).
中文原文
「『第四十三願,我作佛時,我剎中人隨其志願,所欲聞法皆自然得聞。不得是願終不作佛。
Deutsch
Dreiundvierzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

entsprechend ihrer jeweiligen Ausrichtung

jede Lehre,
die sie hören möchten,

ganz natürlich vernehmen können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Ein bemerkenswertes Gelübde.

Nicht alle Wesen benötigen dieselbe Unterweisung.

Der Dharma erscheint jeweils entsprechend der Fähigkeit und dem Bedarf des Hörenden.

Dies erinnert stark an das Mahayana-Prinzip der geschickten Mittel (Upaya).
39 #
「『第四十四願,我作佛時,剎中菩薩、聲聞皆智慧成神,頂中皆有光明,語音鴻暢,說經行道無異於諸佛。不得是願終不作佛。
Vierundvierzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Bodhisattvas
und Śrāvakas meines Landes

Weisheit

und übernatürliche Fähigkeiten voll entfalten.

Auf ihrem Scheitel soll Licht erscheinen.

Ihre Stimme soll weit und klar erklingen.

Ihr Lehren der Sutren

und ihr Wandel auf dem Weg

sollen sich nicht von den Buddhas unterscheiden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Hier wird erneut betont:

Die Bewohner des Reinen Landes sind keine bloßen Zuhörer.

Sie werden selbst zu Trägern des Dharma.
中文原文
「『第四十四願,我作佛時,剎中菩薩、聲聞皆智慧成神,頂中皆有光明,語音鴻暢,說經行道無異於諸佛。不得是願終不作佛。
Deutsch
Vierundvierzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Bodhisattvas
und Śrāvakas meines Landes

Weisheit

und übernatürliche Fähigkeiten voll entfalten.

Auf ihrem Scheitel soll Licht erscheinen.

Ihre Stimme soll weit und klar erklingen.

Ihr Lehren der Sutren

und ihr Wandel auf dem Weg

sollen sich nicht von den Buddhas unterscheiden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Hier wird erneut betont:

Die Bewohner des Reinen Landes sind keine bloßen Zuhörer.

Sie werden selbst zu Trägern des Dharma.
40 #
「『第四十五願,我作佛時,他方世界諸菩薩,聞我名號歸依精進,皆逮得清淨解脫三昧;住是三昧一發意頃,供養不可思議諸佛,而不失定意。不得是願終不作佛。
Fünfundvierzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Bodhisattvas anderer Welten,

die meinen Namen hören,

Zuflucht nehmen

und mit Entschlossenheit üben,

das Samadhi der reinen Befreiung erlangen.

Während sie in diesem Samadhi verweilen,

sollen sie in einem einzigen Gedankenmoment

unvorstellbar viele Buddhas verehren können,

ohne ihre Sammlung zu verlieren.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Das ist ein sehr tiefes Mahayana-Gelübde.

Normalerweise stehen zwei Dinge in Spannung:

* Sammlung (Samadhi)
* Wirken in der Welt

Hier fallen beide zusammen.

Der Bodhisattva kann handeln,
verehren,
lehren
und helfen,

ohne die Sammlung zu verlieren.

Das fünfundvierzigste Gelübde ist besonders schön im Licht des Mahayana zu lesen. Es beschreibt einen Zustand, in dem kein Gegensatz mehr besteht zwischen:

* Meditation und Handlung,
* Sammlung und Mitgefühl,
* Stille und Wirken.

Der Bodhisattva verliert die Stille nicht, wenn er in die Welt geht, und verliert die Welt nicht, wenn er in der Stille verweilt. Für jemanden, der sich mit Themen wie 一心无二 oder 真空妙有 beschäftigt, klingt hier etwas von dieser Mahayana-Weisheits-Sichtweise an.
中文原文
「『第四十五願,我作佛時,他方世界諸菩薩,聞我名號歸依精進,皆逮得清淨解脫三昧;住是三昧一發意頃,供養不可思議諸佛,而不失定意。不得是願終不作佛。
Deutsch
Fünfundvierzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Bodhisattvas anderer Welten,

die meinen Namen hören,

Zuflucht nehmen

und mit Entschlossenheit üben,

das Samadhi der reinen Befreiung erlangen.

Während sie in diesem Samadhi verweilen,

sollen sie in einem einzigen Gedankenmoment

unvorstellbar viele Buddhas verehren können,

ohne ihre Sammlung zu verlieren.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Das ist ein sehr tiefes Mahayana-Gelübde.

Normalerweise stehen zwei Dinge in Spannung:

* Sammlung (Samadhi)
* Wirken in der Welt

Hier fallen beide zusammen.

Der Bodhisattva kann handeln,
verehren,
lehren
und helfen,

ohne die Sammlung zu verlieren.

Das fünfundvierzigste Gelübde ist besonders schön im Licht des Mahayana zu lesen. Es beschreibt einen Zustand, in dem kein Gegensatz mehr besteht zwischen:

* Meditation und Handlung,
* Sammlung und Mitgefühl,
* Stille und Wirken.

Der Bodhisattva verliert die Stille nicht, wenn er in die Welt geht, und verliert die Welt nicht, wenn er in der Stille verweilt. Für jemanden, der sich mit Themen wie 一心无二 oder 真空妙有 beschäftigt, klingt hier etwas von dieser Mahayana-Weisheits-Sichtweise an.
41 #
「『第四十六願,我作佛時,他方世界諸菩薩,聞我名號歸依精進,皆逮得普等三昧;至于成佛,常見無量不可思議一切諸佛。不得是願終不作佛。
Sechsundvierzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Bodhisattvas anderer Welten,

die meinen Namen hören,

Zuflucht nehmen

und mit Entschlossenheit üben,

das Samadhi der universellen Gleichheit erlangen.

Bis zu ihrer Buddhaschaft

sollen sie stets unermesslich viele,
unvorstellbare Buddhas sehen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

普等三昧 bedeutet wörtlich:

„Samadhi der allumfassenden Gleichheit“

oder

„Samadhi universeller Gleichwertigkeit“.

Hier klingt bereits eine Mahayana-Weisheit an:

Die Vielfalt der Erscheinungen bleibt bestehen,
doch ihre Trennung verliert ihre Absolutheit.
中文原文
「『第四十六願,我作佛時,他方世界諸菩薩,聞我名號歸依精進,皆逮得普等三昧;至于成佛,常見無量不可思議一切諸佛。不得是願終不作佛。
Deutsch
Sechsundvierzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Bodhisattvas anderer Welten,

die meinen Namen hören,

Zuflucht nehmen

und mit Entschlossenheit üben,

das Samadhi der universellen Gleichheit erlangen.

Bis zu ihrer Buddhaschaft

sollen sie stets unermesslich viele,
unvorstellbare Buddhas sehen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

普等三昧 bedeutet wörtlich:

„Samadhi der allumfassenden Gleichheit“

oder

„Samadhi universeller Gleichwertigkeit“.

Hier klingt bereits eine Mahayana-Weisheit an:

Die Vielfalt der Erscheinungen bleibt bestehen,
doch ihre Trennung verliert ihre Absolutheit.
42 #
「『第四十七願,我作佛時,他方世界諸菩薩,聞我名號歸依精進,即得至不退轉地。不得是願終不作佛。
Siebenundvierzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Bodhisattvas anderer Welten,

die meinen Namen hören,

Zuflucht nehmen

und mit Entschlossenheit üben,

unmittelbar die Stufe der Nicht-Rückkehr erreichen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

不退轉地 bedeutet:

Stufe der Nicht-Rückkehr,
Nicht-Zurückfallens.

Gemeint ist nicht:

„Man macht keine Fehler mehr.“

Sondern:

Die Ausrichtung auf Erwachen kann nicht mehr verloren gehen.

Im Mahayana gilt dies als eine außerordentlich wichtige Schwelle.
中文原文
「『第四十七願,我作佛時,他方世界諸菩薩,聞我名號歸依精進,即得至不退轉地。不得是願終不作佛。
Deutsch
Siebenundvierzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Bodhisattvas anderer Welten,

die meinen Namen hören,

Zuflucht nehmen

und mit Entschlossenheit üben,

unmittelbar die Stufe der Nicht-Rückkehr erreichen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

不退轉地 bedeutet:

Stufe der Nicht-Rückkehr,
Nicht-Zurückfallens.

Gemeint ist nicht:

„Man macht keine Fehler mehr.“

Sondern:

Die Ausrichtung auf Erwachen kann nicht mehr verloren gehen.

Im Mahayana gilt dies als eine außerordentlich wichtige Schwelle.
43 #
「『第四十八願,我作佛時,他方世界諸菩薩,聞我名號歸依精進,即得至第一忍、第二忍、第三法忍,於諸佛法永不退轉。不得是願終不作佛。』」
Achtundvierzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Bodhisattvas anderer Welten,

die meinen Namen hören,

Zuflucht nehmen

und mit Entschlossenheit üben,

die erste Geduld im Dharma,

die zweite Geduld im Dharma

und die dritte Geduld im Dharma erlangen.

In allen Lehren der Buddhas

sollen sie niemals mehr zurückfallen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

法忍 (Dharma-Geduld) gehört zu den tiefsten Begriffen des Mahayana.

„Geduld“ ist hier keine bloße Duldsamkeit.

忍 bedeutet:

* tragen können,
* ertragen können,
* aufnehmen können,
* verwirklichen können.

Insbesondere das berühmte:

無生法忍

„Geduld hinsichtlich der Ungeborenheit aller Dharmas“

bezeichnet die Fähigkeit,
die Leerheit aller Erscheinungen unmittelbar zu erkennen,
ohne Angst,
ohne Verwirrung
und ohne Zurückweichen.

Die letzten drei Gelübde bilden einen bemerkenswerten Abschluss.

Dharmākara hätte mit Schönheit,
Freude,
Licht
oder Unsterblichkeit enden können.

Doch stattdessen endet das Gelübdewerk mit:

* Samadhi (46)
* Nicht-Zurückfallen (47)
* Dharma-Geduld (48)

Das ist sehr aufschlussreich.

Der höchste Nutzen des Reinen Landes ist nicht Genuss.

Nicht einmal Frieden.

Sondern:

die unumkehrbare Reifung des Erwachens.

Deshalb kulminieren die Gelübde letztlich in Weisheit.

Abschließender Studienhinweis zu den 48 Gelübden

Auffällig ist die innere Bewegung der Gelübde:

* Zunächst werden leidvolle Bedingungen aufgehoben.
* Dann werden günstige Bedingungen geschaffen.
* Danach entstehen Weisheit und Mitgefühl.
* Schließlich reifen Bodhisattva-Wirken, Samadhi und Nicht-Zurückfallen.

Das Ziel der Gelübde ist somit nicht einfach ein glücklicher Ort.

Das eigentliche Ziel ist:

Wesen so zu unterstützen,
dass Erwachen leichter verwirklicht werden kann.

Oder mit den Worten des letzten Gelübdes:

Dass sie im Dharma nie mehr zurückfallen.

Gerade deshalb stehen die 48 Gelübde im Zentrum der gesamten Amitabha-Tradition. Sie beschreiben weniger einen Ort als die Herzensausrichtung eines Bodhisattva, der gelobt hat, allen Wesen den Weg zum Erwachen möglichst zugänglich zu machen.
中文原文
「『第四十八願,我作佛時,他方世界諸菩薩,聞我名號歸依精進,即得至第一忍、第二忍、第三法忍,於諸佛法永不退轉。不得是願終不作佛。』」
Deutsch
Achtundvierzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Bodhisattvas anderer Welten,

die meinen Namen hören,

Zuflucht nehmen

und mit Entschlossenheit üben,

die erste Geduld im Dharma,

die zweite Geduld im Dharma

und die dritte Geduld im Dharma erlangen.

In allen Lehren der Buddhas

sollen sie niemals mehr zurückfallen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

法忍 (Dharma-Geduld) gehört zu den tiefsten Begriffen des Mahayana.

„Geduld“ ist hier keine bloße Duldsamkeit.

忍 bedeutet:

* tragen können,
* ertragen können,
* aufnehmen können,
* verwirklichen können.

Insbesondere das berühmte:

無生法忍

„Geduld hinsichtlich der Ungeborenheit aller Dharmas“

bezeichnet die Fähigkeit,
die Leerheit aller Erscheinungen unmittelbar zu erkennen,
ohne Angst,
ohne Verwirrung
und ohne Zurückweichen.

Die letzten drei Gelübde bilden einen bemerkenswerten Abschluss.

Dharmākara hätte mit Schönheit,
Freude,
Licht
oder Unsterblichkeit enden können.

Doch stattdessen endet das Gelübdewerk mit:

* Samadhi (46)
* Nicht-Zurückfallen (47)
* Dharma-Geduld (48)

Das ist sehr aufschlussreich.

Der höchste Nutzen des Reinen Landes ist nicht Genuss.

Nicht einmal Frieden.

Sondern:

die unumkehrbare Reifung des Erwachens.

Deshalb kulminieren die Gelübde letztlich in Weisheit.

Abschließender Studienhinweis zu den 48 Gelübden

Auffällig ist die innere Bewegung der Gelübde:

* Zunächst werden leidvolle Bedingungen aufgehoben.
* Dann werden günstige Bedingungen geschaffen.
* Danach entstehen Weisheit und Mitgefühl.
* Schließlich reifen Bodhisattva-Wirken, Samadhi und Nicht-Zurückfallen.

Das Ziel der Gelübde ist somit nicht einfach ein glücklicher Ort.

Das eigentliche Ziel ist:

Wesen so zu unterstützen,
dass Erwachen leichter verwirklicht werden kann.

Oder mit den Worten des letzten Gelübdes:

Dass sie im Dharma nie mehr zurückfallen.

Gerade deshalb stehen die 48 Gelübde im Zentrum der gesamten Amitabha-Tradition. Sie beschreiben weniger einen Ort als die Herzensausrichtung eines Bodhisattva, der gelobt hat, allen Wesen den Weg zum Erwachen möglichst zugänglich zu machen.
44 #
願後說偈分第七

佛言:「爾時法藏比丘發此願已,復說偈言:

「『我今對佛前, 特發誠實願;
如獲十力身, 威德無能勝。
復為大國王, 富豪而自在;
常施諸財寶, 利樂於貧苦,
盡令諸眾生, 長夜無憂惱,
發生眾善根, 長養菩提果。
我至成佛時, 名聲超十方;
人天欣得聞, 俱來生我剎。
我以智慧光, 廣照無央界;
除滅諸有情, 貪、瞋、煩惱暗。
地獄、鬼、畜生, 亦生我剎中,
一切來生者, 修習清淨行;
如佛金色身, 妙相悉圓滿,
還以大慈心, 普濟諸沈溺。
我於未來世, 當作天人師,
百億世界中, 說法師子吼;
一切聞音者, 解悟復圓明。
又如過去佛, 所生慈愍行;
度脫諸有情, 已無量無邊;
我行亦如斯, 咸使登覺岸。
此願若剋果, 大千應震動;
虛空諸天神, 必雨珍妙華。』」
Verse nach den Gelübden

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Nachdem Dharmākara Bhikṣu diese Gelübde abgelegt hatte, sprach er erneut folgende Verse:

Vor dem Buddha

habe ich heute

dieses aufrichtige Gelübde abgelegt.

Erlange ich einst

den Körper mit den Zehn Kräften,

so sollen meine Macht

und meine Tugend

unvergleichlich sein.

Möge ich wiederholt

als großer König erscheinen,

reich,

wohlhabend

und frei.

Stets werde ich

Schätze und Reichtümer verschenken,

um den Armen

und Leidenden Nutzen zu bringen.

Alle Wesen

sollen aus der langen Nacht

von Sorge und Leid erwachen.

Mögen ihre heilsamen Wurzeln entstehen

und die Frucht des Erwachens heranwachsen.

Wenn ich Buddha werde,

soll mein Ruhm

die zehn Richtungen übersteigen.

Menschen und Götter

werden voller Freude davon hören

und gemeinsam in meinem Land geboren werden.

Mit dem Licht meiner Weisheit

werde ich zahllose Welten erleuchten.

Die Dunkelheit von Gier,

Hass

und Verblendung

soll bei allen Wesen verschwinden.

Selbst Wesen aus Höllen,

Geisterreichen

und Tierwelten

sollen in meinem Land geboren werden können.

Alle,

die dort geboren werden,

sollen reine Praxis entfalten.

Sie sollen den goldenen Körper des Buddha besitzen

und alle vollkommenen Merkmale verwirklichen.

Mit großem Mitgefühl

werden sie wiederum

alle Leidenden retten.

In zukünftigen Zeiten

werde ich Lehrer von Göttern und Menschen sein.

In hundert Milliarden Welten

werde ich den Dharma lehren

wie das Brüllen eines Löwen.

Alle,

die diesen Klang hören,

werden Verständnis erlangen

und Klarheit verwirklichen.

Wie die Buddhas der Vergangenheit

den Weg des Mitgefühls gegangen sind

und unzählige Wesen befreit haben,

so werde auch ich handeln.

Alle Wesen

sollen das Ufer des Erwachens erreichen.

Wenn dieses Gelübde Frucht trägt,

soll das große Tausend-Welten-System erbeben.

Die Götter des Himmels

sollen kostbare Blüten regnen lassen.
Kommentar öffnen
Dharmākara wiederholt hier die Gelübde nicht einzeln.

Er verdichtet sie zu einigen zentralen Themen:

1. Großzügigkeit

Ich werde Reichtum und Besitz
zum Wohl der Wesen verwenden.

2. Befreiung aller Wesen

Selbst Höllenwesen,
Geister
und Tiere
sollen den Weg finden.

3. Licht der Weisheit

Gier,
Hass
und Verblendung
sollen überwunden werden.

4. Bodhisattva-Weg

Wer befreit wird,
soll wiederum andere befreien.

5. Fortsetzung des Buddha-Wirkens

Wie die Buddhas der Vergangenheit
werde auch ich handeln.

Das Gedicht zeigt sehr deutlich:

Dharmākara versteht sich nicht als Ausnahme,
sondern als Fortsetzung der Buddhas der Vergangenheit.

Ein bemerkenswerter Satz lautet:

還以大慈心,普濟諸沈溺

„Und wiederum werden sie mit großem Mitgefühl die Leidenden retten.“

Das ist eigentlich die Zusammenfassung des gesamten Mahayana.

Die Wesen werden nicht nur gerettet.

Sie werden selbst zu Helfenden.

Das Reine Land ist daher kein Endpunkt.

Es ist ein Übergang:

Leidende Wesen → Erwachende Wesen → Helfende Wesen.



Auch auffällig:

地獄、鬼、畜生,亦生我剎中

„Selbst Höllenwesen, Geister und Tiere sollen in meinem Land geboren werden können.“

Das wirkt fast wie eine Auslegung der vorherigen Gelübde.

Die Tür bleibt weit geöffnet.

Der Schwerpunkt liegt nicht auf Ausschluss,
sondern auf Rettung.
中文原文
願後說偈分第七

佛言:「爾時法藏比丘發此願已,復說偈言:

「『我今對佛前, 特發誠實願;
如獲十力身, 威德無能勝。
復為大國王, 富豪而自在;
常施諸財寶, 利樂於貧苦,
盡令諸眾生, 長夜無憂惱,
發生眾善根, 長養菩提果。
我至成佛時, 名聲超十方;
人天欣得聞, 俱來生我剎。
我以智慧光, 廣照無央界;
除滅諸有情, 貪、瞋、煩惱暗。
地獄、鬼、畜生, 亦生我剎中,
一切來生者, 修習清淨行;
如佛金色身, 妙相悉圓滿,
還以大慈心, 普濟諸沈溺。
我於未來世, 當作天人師,
百億世界中, 說法師子吼;
一切聞音者, 解悟復圓明。
又如過去佛, 所生慈愍行;
度脫諸有情, 已無量無邊;
我行亦如斯, 咸使登覺岸。
此願若剋果, 大千應震動;
虛空諸天神, 必雨珍妙華。』」
Deutsch
Verse nach den Gelübden

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Nachdem Dharmākara Bhikṣu diese Gelübde abgelegt hatte, sprach er erneut folgende Verse:

Vor dem Buddha

habe ich heute

dieses aufrichtige Gelübde abgelegt.

Erlange ich einst

den Körper mit den Zehn Kräften,

so sollen meine Macht

und meine Tugend

unvergleichlich sein.

Möge ich wiederholt

als großer König erscheinen,

reich,

wohlhabend

und frei.

Stets werde ich

Schätze und Reichtümer verschenken,

um den Armen

und Leidenden Nutzen zu bringen.

Alle Wesen

sollen aus der langen Nacht

von Sorge und Leid erwachen.

Mögen ihre heilsamen Wurzeln entstehen

und die Frucht des Erwachens heranwachsen.

Wenn ich Buddha werde,

soll mein Ruhm

die zehn Richtungen übersteigen.

Menschen und Götter

werden voller Freude davon hören

und gemeinsam in meinem Land geboren werden.

Mit dem Licht meiner Weisheit

werde ich zahllose Welten erleuchten.

Die Dunkelheit von Gier,

Hass

und Verblendung

soll bei allen Wesen verschwinden.

Selbst Wesen aus Höllen,

Geisterreichen

und Tierwelten

sollen in meinem Land geboren werden können.

Alle,

die dort geboren werden,

sollen reine Praxis entfalten.

Sie sollen den goldenen Körper des Buddha besitzen

und alle vollkommenen Merkmale verwirklichen.

Mit großem Mitgefühl

werden sie wiederum

alle Leidenden retten.

In zukünftigen Zeiten

werde ich Lehrer von Göttern und Menschen sein.

In hundert Milliarden Welten

werde ich den Dharma lehren

wie das Brüllen eines Löwen.

Alle,

die diesen Klang hören,

werden Verständnis erlangen

und Klarheit verwirklichen.

Wie die Buddhas der Vergangenheit

den Weg des Mitgefühls gegangen sind

und unzählige Wesen befreit haben,

so werde auch ich handeln.

Alle Wesen

sollen das Ufer des Erwachens erreichen.

Wenn dieses Gelübde Frucht trägt,

soll das große Tausend-Welten-System erbeben.

Die Götter des Himmels

sollen kostbare Blüten regnen lassen.
Kommentar
Dharmākara wiederholt hier die Gelübde nicht einzeln.

Er verdichtet sie zu einigen zentralen Themen:

1. Großzügigkeit

Ich werde Reichtum und Besitz
zum Wohl der Wesen verwenden.

2. Befreiung aller Wesen

Selbst Höllenwesen,
Geister
und Tiere
sollen den Weg finden.

3. Licht der Weisheit

Gier,
Hass
und Verblendung
sollen überwunden werden.

4. Bodhisattva-Weg

Wer befreit wird,
soll wiederum andere befreien.

5. Fortsetzung des Buddha-Wirkens

Wie die Buddhas der Vergangenheit
werde auch ich handeln.

Das Gedicht zeigt sehr deutlich:

Dharmākara versteht sich nicht als Ausnahme,
sondern als Fortsetzung der Buddhas der Vergangenheit.

Ein bemerkenswerter Satz lautet:

還以大慈心,普濟諸沈溺

„Und wiederum werden sie mit großem Mitgefühl die Leidenden retten.“

Das ist eigentlich die Zusammenfassung des gesamten Mahayana.

Die Wesen werden nicht nur gerettet.

Sie werden selbst zu Helfenden.

Das Reine Land ist daher kein Endpunkt.

Es ist ein Übergang:

Leidende Wesen → Erwachende Wesen → Helfende Wesen.



Auch auffällig:

地獄、鬼、畜生,亦生我剎中

„Selbst Höllenwesen, Geister und Tiere sollen in meinem Land geboren werden können.“

Das wirkt fast wie eine Auslegung der vorherigen Gelübde.

Die Tür bleibt weit geöffnet.

Der Schwerpunkt liegt nicht auf Ausschluss,
sondern auf Rettung.
45 #
初修善行分第八

佛言:「爾時法藏比丘,於彼佛所,諸天魔梵龍神八部大眾之中,發斯弘誓。應時大地震動,天雨妙華以散其上。空中讚言:『決定成佛。』於是法藏住真實慧,勇猛精進,修習無量功德,以莊嚴其國;是故入三摩地,歷大阿僧祇劫,修菩薩行,不生慾想、瞋想、癡想,不生慾覺、瞋覺、癡覺,不著色、聲、香、味諸法,忍力成就不計眾苦。但樂憶念過去諸佛所修善根,行寂靜行,遠離虛妄,堅守誠正。常以和顏愛語饒益眾生,於佛、法、僧信重恭敬,依真諦門植眾德本。善護口業不譏他過,善護身業不失律儀,善護意業清淨無染。恒以布施、持戒、忍辱、精進、禪定、智慧,利樂眾生;令諸眾生功德成就,遠離麁言,免自害害彼,免彼此俱害;修習善語自利利人,致人我兼利。復教化眾生修行六度,於一切法而得自在,了空、無相、無願、無為、無生、無滅,軌範具足善根圓滿。[A2]隨其生處在意所欲,有無量寶藏自然發現。以此施惠眾生令生歡喜,以行教化。致無量無數眾生發無上菩提之心,如是善行無量無邊說不能盡。」
Achter Abschnitt

Die ersten heilsamen Handlungen

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Nachdem Dharmākara Bhikṣu in Gegenwart jenes Buddha,
vor den Göttern,
Māras,
Brahmas,
Drachen,
Göttern
und den acht Arten von Wesen
diese großen Gelübde abgelegt hatte,

erbebte die Erde.

Vom Himmel regneten wunderbare Blumen herab
und streuten sich über ihn.

Aus dem Himmel erklang eine Stimme:

„Gewiss wird er Buddha werden.“

Darauf verweilte Dharmākara
in wahrer Weisheit.

Mutig und unermüdlich
übte er sich in unermesslichen Verdiensten,
um sein Buddha-Land zu schmücken.

Daher trat er in Samadhi ein.

Über große Asamkhyeya-Kalpas hinweg
übte er den Weg des Bodhisattva.

Er erzeugte keine Gedanken von Begierde,
keine Gedanken von Zorn,
keine Gedanken von Verblendung.

Er erzeugte keine Regungen der Begierde,
des Zorns
oder der Verblendung.

Er haftete nicht an Form,
Klang,
Duft,
Geschmack
und den übrigen Erscheinungen.

Seine Kraft der Geduld war vollendet.

Er rechnete die Leiden nicht.

Stattdessen erfreute er sich daran,

der heilsamen Wurzeln zu gedenken,
die die Buddhas der Vergangenheit gepflegt hatten.

Er übte den Weg der Stille.

Er entfernte sich von Falschheit und Täuschung.

Er bewahrte Aufrichtigkeit
und Wahrhaftigkeit.

Mit freundlichem Gesicht
und liebevoller Sprache
nützte er stets den Wesen.

Gegenüber Buddha,
Dharma
und Sangha

pflegte er tiefes Vertrauen,
Achtung
und Ehrfurcht.

Gemäß dem Tor der höchsten Wahrheit
pflanzte er die Wurzeln aller Tugenden.

Er schützte seine Rede
und sprach nicht über die Fehler anderer.

Er schützte sein Handeln
und verletzte nicht die Regeln der Disziplin.

Er schützte seinen Geist
und hielt ihn rein und frei von Befleckung.

Stets übte er

* Großzügigkeit,
* Sittlichkeit,
* Geduld,
* Tatkraft,
* Sammlung,
* Weisheit,

zum Nutzen und Glück der Wesen.

Er half den Wesen,
Verdienste zu vollenden.

Er führte sie fort von grober Rede.

Er bewahrte sie davor,

* sich selbst zu schaden,
* anderen zu schaden,
* sich gegenseitig zu schaden.

Er lehrte sie stattdessen gute Rede,

die einem selbst nützt
und anderen nützt,

sodass beide gemeinsam Nutzen erfahren.

Außerdem lehrte er die Wesen,
die sechs Paramitas zu üben.

In allen Dharmas erlangte er Freiheit.

Er erkannte

* Leerheit,
* Nicht-Zeichenhaftigkeit,
* Wunschlosigkeit,
* Nicht-Gemachtheit,
* Ungeborenheit,
* Nicht-Vergehen.

Sein Vorbild war vollkommen.

Seine heilsamen Wurzeln waren vollständig gereift.

Wo immer er geboren wurde,

entsprechend seiner Absicht,

erschienen auf natürliche Weise
unermessliche Schätze.

Mit ihnen half er den Wesen,
erfreute ihre Herzen
und führte sie durch heilsame Mittel.

So brachte er zahllose,
unermessliche Wesen dazu,

den Geist des höchsten Erwachens zu erwecken.

Solche heilsamen Handlungen waren grenzenlos.

Selbst ausführliches Sprechen könnte sie nicht erschöpfend beschreiben.
Kommentar öffnen
Bis hierher haben wir die Gelübde (願) gehört.

Jetzt folgt die Verwirklichung der Gelübde durch Praxis (行).

Das ist bedeutsam, denn das Sutra sagt nicht:

Dharmākara hat große Wünsche geäußert – und sie wurden wahr.

Sondern:

Dharmākara hat Gelübde gefasst – und anschließend unermessliche Kalpas lang entsprechend gehandelt.

Das ist klassischer Mahayana-Geist:

願 (Gelübde) → 行 (Praxis) → 果 (Frucht).

Dieser Abschnitt ist für das Verständnis des gesamten Sutras entscheidend.

Die Gelübde allein machen Dharmākara nicht zu Amitabha.

Was ihn zu Amitabha macht,
ist die Übereinstimmung von:

* Gelübde,
* Praxis,
* Weisheit.

Besonders bemerkenswert ist die Passage:

善護口業不譏他過

„Er schützte seine Rede und sprach nicht über die Fehler anderer.“

Das ist keine nebensächliche Tugend.

Der Text nennt ausdrücklich:

* Rede,
* Handlung,
* Geist.

Die drei Tore des Karmas.

Und bei der Rede wird nicht zuerst Lüge genannt,
sondern das Sprechen über die Fehler anderer.

Das ist bemerkenswert.



Ebenso wichtig:

常以和顏愛語饒益眾生

„Mit freundlichem Gesicht und liebevoller Rede nützte er den Wesen.“

Der Weg wird hier nicht als strenge Askese beschrieben.

Sondern als Verbindung von:

* Wahrheit,
* Freundlichkeit,
* Mitgefühl,
* Weisheit.

Dieser Abschnitt ist einer der stärksten Hinweise darauf, dass das Reine Land im ursprünglichen Sutra nicht als „leichter Ersatzweg“ gedacht ist. Die Ursache von Amitabhas Land ist nicht bloß Mitgefühl, sondern Mitgefühl, das über unermessliche Kalpas hinweg durch konsequente Praxis, Weisheit und Bodhisattva-Handeln getragen wurde. Hier begegnen sich Reines Land und Mahayana-Weisheitsweg ganz unmittelbar.
中文原文
初修善行分第八

佛言:「爾時法藏比丘,於彼佛所,諸天魔梵龍神八部大眾之中,發斯弘誓。應時大地震動,天雨妙華以散其上。空中讚言:『決定成佛。』於是法藏住真實慧,勇猛精進,修習無量功德,以莊嚴其國;是故入三摩地,歷大阿僧祇劫,修菩薩行,不生慾想、瞋想、癡想,不生慾覺、瞋覺、癡覺,不著色、聲、香、味諸法,忍力成就不計眾苦。但樂憶念過去諸佛所修善根,行寂靜行,遠離虛妄,堅守誠正。常以和顏愛語饒益眾生,於佛、法、僧信重恭敬,依真諦門植眾德本。善護口業不譏他過,善護身業不失律儀,善護意業清淨無染。恒以布施、持戒、忍辱、精進、禪定、智慧,利樂眾生;令諸眾生功德成就,遠離麁言,免自害害彼,免彼此俱害;修習善語自利利人,致人我兼利。復教化眾生修行六度,於一切法而得自在,了空、無相、無願、無為、無生、無滅,軌範具足善根圓滿。[A2]隨其生處在意所欲,有無量寶藏自然發現。以此施惠眾生令生歡喜,以行教化。致無量無數眾生發無上菩提之心,如是善行無量無邊說不能盡。」
Deutsch
Achter Abschnitt

Die ersten heilsamen Handlungen

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Nachdem Dharmākara Bhikṣu in Gegenwart jenes Buddha,
vor den Göttern,
Māras,
Brahmas,
Drachen,
Göttern
und den acht Arten von Wesen
diese großen Gelübde abgelegt hatte,

erbebte die Erde.

Vom Himmel regneten wunderbare Blumen herab
und streuten sich über ihn.

Aus dem Himmel erklang eine Stimme:

„Gewiss wird er Buddha werden.“

Darauf verweilte Dharmākara
in wahrer Weisheit.

Mutig und unermüdlich
übte er sich in unermesslichen Verdiensten,
um sein Buddha-Land zu schmücken.

Daher trat er in Samadhi ein.

Über große Asamkhyeya-Kalpas hinweg
übte er den Weg des Bodhisattva.

Er erzeugte keine Gedanken von Begierde,
keine Gedanken von Zorn,
keine Gedanken von Verblendung.

Er erzeugte keine Regungen der Begierde,
des Zorns
oder der Verblendung.

Er haftete nicht an Form,
Klang,
Duft,
Geschmack
und den übrigen Erscheinungen.

Seine Kraft der Geduld war vollendet.

Er rechnete die Leiden nicht.

Stattdessen erfreute er sich daran,

der heilsamen Wurzeln zu gedenken,
die die Buddhas der Vergangenheit gepflegt hatten.

Er übte den Weg der Stille.

Er entfernte sich von Falschheit und Täuschung.

Er bewahrte Aufrichtigkeit
und Wahrhaftigkeit.

Mit freundlichem Gesicht
und liebevoller Sprache
nützte er stets den Wesen.

Gegenüber Buddha,
Dharma
und Sangha

pflegte er tiefes Vertrauen,
Achtung
und Ehrfurcht.

Gemäß dem Tor der höchsten Wahrheit
pflanzte er die Wurzeln aller Tugenden.

Er schützte seine Rede
und sprach nicht über die Fehler anderer.

Er schützte sein Handeln
und verletzte nicht die Regeln der Disziplin.

Er schützte seinen Geist
und hielt ihn rein und frei von Befleckung.

Stets übte er

* Großzügigkeit,
* Sittlichkeit,
* Geduld,
* Tatkraft,
* Sammlung,
* Weisheit,

zum Nutzen und Glück der Wesen.

Er half den Wesen,
Verdienste zu vollenden.

Er führte sie fort von grober Rede.

Er bewahrte sie davor,

* sich selbst zu schaden,
* anderen zu schaden,
* sich gegenseitig zu schaden.

Er lehrte sie stattdessen gute Rede,

die einem selbst nützt
und anderen nützt,

sodass beide gemeinsam Nutzen erfahren.

Außerdem lehrte er die Wesen,
die sechs Paramitas zu üben.

In allen Dharmas erlangte er Freiheit.

Er erkannte

* Leerheit,
* Nicht-Zeichenhaftigkeit,
* Wunschlosigkeit,
* Nicht-Gemachtheit,
* Ungeborenheit,
* Nicht-Vergehen.

Sein Vorbild war vollkommen.

Seine heilsamen Wurzeln waren vollständig gereift.

Wo immer er geboren wurde,

entsprechend seiner Absicht,

erschienen auf natürliche Weise
unermessliche Schätze.

Mit ihnen half er den Wesen,
erfreute ihre Herzen
und führte sie durch heilsame Mittel.

So brachte er zahllose,
unermessliche Wesen dazu,

den Geist des höchsten Erwachens zu erwecken.

Solche heilsamen Handlungen waren grenzenlos.

Selbst ausführliches Sprechen könnte sie nicht erschöpfend beschreiben.
Kommentar
Bis hierher haben wir die Gelübde (願) gehört.

Jetzt folgt die Verwirklichung der Gelübde durch Praxis (行).

Das ist bedeutsam, denn das Sutra sagt nicht:

Dharmākara hat große Wünsche geäußert – und sie wurden wahr.

Sondern:

Dharmākara hat Gelübde gefasst – und anschließend unermessliche Kalpas lang entsprechend gehandelt.

Das ist klassischer Mahayana-Geist:

願 (Gelübde) → 行 (Praxis) → 果 (Frucht).

Dieser Abschnitt ist für das Verständnis des gesamten Sutras entscheidend.

Die Gelübde allein machen Dharmākara nicht zu Amitabha.

Was ihn zu Amitabha macht,
ist die Übereinstimmung von:

* Gelübde,
* Praxis,
* Weisheit.

Besonders bemerkenswert ist die Passage:

善護口業不譏他過

„Er schützte seine Rede und sprach nicht über die Fehler anderer.“

Das ist keine nebensächliche Tugend.

Der Text nennt ausdrücklich:

* Rede,
* Handlung,
* Geist.

Die drei Tore des Karmas.

Und bei der Rede wird nicht zuerst Lüge genannt,
sondern das Sprechen über die Fehler anderer.

Das ist bemerkenswert.



Ebenso wichtig:

常以和顏愛語饒益眾生

„Mit freundlichem Gesicht und liebevoller Rede nützte er den Wesen.“

Der Weg wird hier nicht als strenge Askese beschrieben.

Sondern als Verbindung von:

* Wahrheit,
* Freundlichkeit,
* Mitgefühl,
* Weisheit.

Dieser Abschnitt ist einer der stärksten Hinweise darauf, dass das Reine Land im ursprünglichen Sutra nicht als „leichter Ersatzweg“ gedacht ist. Die Ursache von Amitabhas Land ist nicht bloß Mitgefühl, sondern Mitgefühl, das über unermessliche Kalpas hinweg durch konsequente Praxis, Weisheit und Bodhisattva-Handeln getragen wurde. Hier begegnen sich Reines Land und Mahayana-Weisheitsweg ganz unmittelbar.
46 #
親近諸佛分第九

佛言:「法藏比丘行菩薩行時,於諸佛所尊重、恭敬、承事、供養未嘗間斷。為四大天王,詣佛所,恭敬、禮拜、承事、供養。為忉利天王,詣佛所,恭敬、禮拜、承事、供養。為夜摩天王、兜率天王、化樂天王、他化自在天王、乃至大梵天王等,詣佛所,恭敬、禮拜、承事、供養。其次處閻浮提,為轉輪王受灌頂位,及大臣官族等,詣佛所,恭敬、禮拜、承事、供養。為剎帝利、婆羅門等,詣佛所,恭敬、禮拜、承事、供養。如是無量無數百千萬億劫,親近諸佛植眾德本,以成就所願。」
Neunter Abschnitt

Die Nähe zu den Buddhas

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Als Dharmākara Bhikṣu den Weg des Bodhisattva übte,

erwies er den Buddhas stets höchste Achtung.

Er ehrte sie,
verehrte sie,
diente ihnen
und brachte ihnen Opfergaben dar.

Dies unterbrach er niemals.

Manchmal wurde er als einer der vier großen Himmelskönige geboren.

Dann begab er sich zu den Buddhas,

erwies ihnen Achtung,
verneigte sich vor ihnen,
diente ihnen
und brachte Opfergaben dar.

Manchmal wurde er als König des Trayastrimsha-Himmels geboren.

Dann begab er sich zu den Buddhas,

erwies ihnen Achtung,
verneigte sich vor ihnen,
diente ihnen
und brachte Opfergaben dar.

Manchmal wurde er als König des Yama-Himmels,

des Tushita-Himmels,

des Himmels der Freude an den eigenen Schöpfungen,

des Himmels der Freude an den Schöpfungen anderer,

oder sogar als großer Brahma-König geboren.

Auch dann begab er sich zu den Buddhas,

erwies ihnen Achtung,
verneigte sich vor ihnen,
diente ihnen
und brachte Opfergaben dar.

Zu anderen Zeiten erschien er in Jambudvipa,

wurde ein cakravartin,
ein Weltenherrscher,

empfing die Salbung des universellen Königs,

oder wurde Minister,
Adliger
oder hoher Beamter.

Auch dann begab er sich zu den Buddhas,

erwies ihnen Achtung,
verneigte sich vor ihnen,
diente ihnen
und brachte Opfergaben dar.

Manchmal wurde er als Kshatriya,

als Brahmane

oder in anderen Ständen geboren.

Auch dann begab er sich zu den Buddhas,

erwies ihnen Achtung,
verneigte sich vor ihnen,
diente ihnen
und brachte Opfergaben dar.

So näherte er sich den Buddhas

über unermessliche,
unzählige,
hunderttausende Millionen Kalpas hinweg,

pflanzte die Wurzeln aller Tugenden

und vollendete schließlich sein Gelübde.
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt enthält eine bemerkenswerte Mahayana-Botschaft.

Dharmākara wird nicht allein durch Meditation Buddha.

Nicht allein durch Weisheit.

Nicht allein durch Gelübde.

Sondern auch durch:

親近諸佛

„die Nähe zu den Buddhas.“

Im Mahayana erscheint dies immer wieder als wichtiger Faktor.

Man könnte sagen:

Erwachen wächst nicht nur aus Erkenntnis,

sondern auch aus Begegnung,
Vertrauen
und Ausrichtung.



Ebenso bemerkenswert:

Dharmākara erscheint in vielen unterschiedlichen Daseinsformen:

* Himmelskönig
* Brahma
* Weltenherrscher
* Minister
* Adliger
* Brahmane

Der Text sagt damit indirekt:

Keine soziale Rolle ist ein Hindernis.

Entscheidend ist nicht die Stellung.

Entscheidend ist,

ob man den Dharma nutzt,
um heilsame Wurzeln zu entfalten.



Besonders schön ist die Wiederholung:

恭敬、禮拜、承事、供養

achten,
sich verneigen,
dienen,
Opfergaben darbringen.

Immer wieder dieselben vier Tätigkeiten.

Der Text beschreibt keine spektakulären Wunder.

Sondern Beständigkeit.

Kalpa für Kalpa.

Dieser Abschnitt ergänzt den vorherigen auf schöne Weise:

* Kapitel 8 zeigte die innere Praxis (Geduld, Weisheit, Paramitas).
* Kapitel 9 zeigt die äußere Praxis (Begegnung, Verehrung, Dienst an den Buddhas).

Zusammen entsteht ein sehr ausgewogenes Bild des Bodhisattva-Weges: Nicht Rückzug allein, nicht Aktivität allein, sondern die Verbindung von Weisheit, Praxis, Beziehung und Gelübde. Genau daraus reift später Amitabhas Reines Land hervor.
中文原文
親近諸佛分第九

佛言:「法藏比丘行菩薩行時,於諸佛所尊重、恭敬、承事、供養未嘗間斷。為四大天王,詣佛所,恭敬、禮拜、承事、供養。為忉利天王,詣佛所,恭敬、禮拜、承事、供養。為夜摩天王、兜率天王、化樂天王、他化自在天王、乃至大梵天王等,詣佛所,恭敬、禮拜、承事、供養。其次處閻浮提,為轉輪王受灌頂位,及大臣官族等,詣佛所,恭敬、禮拜、承事、供養。為剎帝利、婆羅門等,詣佛所,恭敬、禮拜、承事、供養。如是無量無數百千萬億劫,親近諸佛植眾德本,以成就所願。」
Deutsch
Neunter Abschnitt

Die Nähe zu den Buddhas

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Als Dharmākara Bhikṣu den Weg des Bodhisattva übte,

erwies er den Buddhas stets höchste Achtung.

Er ehrte sie,
verehrte sie,
diente ihnen
und brachte ihnen Opfergaben dar.

Dies unterbrach er niemals.

Manchmal wurde er als einer der vier großen Himmelskönige geboren.

Dann begab er sich zu den Buddhas,

erwies ihnen Achtung,
verneigte sich vor ihnen,
diente ihnen
und brachte Opfergaben dar.

Manchmal wurde er als König des Trayastrimsha-Himmels geboren.

Dann begab er sich zu den Buddhas,

erwies ihnen Achtung,
verneigte sich vor ihnen,
diente ihnen
und brachte Opfergaben dar.

Manchmal wurde er als König des Yama-Himmels,

des Tushita-Himmels,

des Himmels der Freude an den eigenen Schöpfungen,

des Himmels der Freude an den Schöpfungen anderer,

oder sogar als großer Brahma-König geboren.

Auch dann begab er sich zu den Buddhas,

erwies ihnen Achtung,
verneigte sich vor ihnen,
diente ihnen
und brachte Opfergaben dar.

Zu anderen Zeiten erschien er in Jambudvipa,

wurde ein cakravartin,
ein Weltenherrscher,

empfing die Salbung des universellen Königs,

oder wurde Minister,
Adliger
oder hoher Beamter.

Auch dann begab er sich zu den Buddhas,

erwies ihnen Achtung,
verneigte sich vor ihnen,
diente ihnen
und brachte Opfergaben dar.

Manchmal wurde er als Kshatriya,

als Brahmane

oder in anderen Ständen geboren.

Auch dann begab er sich zu den Buddhas,

erwies ihnen Achtung,
verneigte sich vor ihnen,
diente ihnen
und brachte Opfergaben dar.

So näherte er sich den Buddhas

über unermessliche,
unzählige,
hunderttausende Millionen Kalpas hinweg,

pflanzte die Wurzeln aller Tugenden

und vollendete schließlich sein Gelübde.
Kommentar
Dieser Abschnitt enthält eine bemerkenswerte Mahayana-Botschaft.

Dharmākara wird nicht allein durch Meditation Buddha.

Nicht allein durch Weisheit.

Nicht allein durch Gelübde.

Sondern auch durch:

親近諸佛

„die Nähe zu den Buddhas.“

Im Mahayana erscheint dies immer wieder als wichtiger Faktor.

Man könnte sagen:

Erwachen wächst nicht nur aus Erkenntnis,

sondern auch aus Begegnung,
Vertrauen
und Ausrichtung.



Ebenso bemerkenswert:

Dharmākara erscheint in vielen unterschiedlichen Daseinsformen:

* Himmelskönig
* Brahma
* Weltenherrscher
* Minister
* Adliger
* Brahmane

Der Text sagt damit indirekt:

Keine soziale Rolle ist ein Hindernis.

Entscheidend ist nicht die Stellung.

Entscheidend ist,

ob man den Dharma nutzt,
um heilsame Wurzeln zu entfalten.



Besonders schön ist die Wiederholung:

恭敬、禮拜、承事、供養

achten,
sich verneigen,
dienen,
Opfergaben darbringen.

Immer wieder dieselben vier Tätigkeiten.

Der Text beschreibt keine spektakulären Wunder.

Sondern Beständigkeit.

Kalpa für Kalpa.

Dieser Abschnitt ergänzt den vorherigen auf schöne Weise:

* Kapitel 8 zeigte die innere Praxis (Geduld, Weisheit, Paramitas).
* Kapitel 9 zeigt die äußere Praxis (Begegnung, Verehrung, Dienst an den Buddhas).

Zusammen entsteht ein sehr ausgewogenes Bild des Bodhisattva-Weges: Nicht Rückzug allein, nicht Aktivität allein, sondern die Verbindung von Weisheit, Praxis, Beziehung und Gelübde. Genau daraus reift später Amitabhas Reines Land hervor.
47 #
願成作佛分第十

佛言:「法藏比丘行菩薩行時,容體端嚴,三十二相、八十種好悉皆具足。口中常出栴檀之香,身諸毛孔出優鉢羅華香,其香普熏無量無邊不可思議那由他由旬;眾生聞此香者,皆發無上菩提之心。又手中恒出一切衣服,一切飲食,一切幢旛、寶蓋,一切音樂,及一切最上所須之物,利樂一切眾生令歸佛道。如是積功累德,無量無數百千萬億劫,功德圓滿威神熾盛,方得成就所願而入佛位。」
Zehnter Abschnitt

Die Erfüllung der Gelübde und die Buddhaschaft

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Während Dharmākara Bhikṣu den Weg des Bodhisattva übte,

war seine Erscheinung würdevoll und vollkommen.

Die zweiunddreißig Merkmale
und die achtzig Nebenschönheiten

waren vollständig verwirklicht.

Aus seinem Mund strömte stets
der Duft von Sandelholz.

Aus allen Poren seines Körpers
strömte der Duft der Utpala-Blüte.

Dieser Duft erfüllte unermessliche,
grenzenlose,
unvorstellbare Nayutas von Yojanas.

Alle Wesen,
die diesen Duft wahrnahmen,

erweckten den Geist des höchsten Erwachens.

Aus seinen Händen erschienen fortwährend

* alle Arten von Kleidung,
* alle Arten von Speisen und Getränken,
* alle Arten von Bannern,
* kostbare Schirme,
* Musik
* und alle erhabensten Dinge,
die benötigt wurden.

Damit brachte er Nutzen
und Freude für alle Wesen

und führte sie zum Buddha-Weg.

So sammelte er Verdienste
und Tugenden an.

Über unermessliche,
unzählige,
hunderttausende Millionen Kalpas hinweg

wuchs sein Verdienst.

Seine Tugenden wurden vollkommen.

Seine geistige Kraft wurde groß und strahlend.

Erst dann erfüllte sich sein Gelübde vollständig

und er trat in die Buddhaschaft ein.
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt beschreibt die klassische Mahayana-Idee der Vollendung von Verdienst und Weisheit.

Man könnte die letzten Kapitel zusammenfassen:

1. Gelübde fassen (願)
2. Praxis verwirklichen (行)
3. Verdienste und Weisheit ansammeln (功德)
4. Buddhaschaft vollenden (果)



Besonders interessant ist die Symbolik des Duftes.

Im Mahayana erscheint Duft oft als Bild für Tugend.

Licht steht für Weisheit.

Duft steht für gelebte Tugend.

Man könnte sagen:

Weisheit erhellt.

Tugend verbreitet sich.

Der Duft wird deshalb nicht als Wunder beschrieben,
sondern als Ausstrahlung gelebten Mitgefühls.



Ebenso bemerkenswert:

又手中恒出一切衣服、一切飲食

„Aus seinen Händen erschienen Kleidung und Nahrung.“

Der Text meint damit mehr als materielle Versorgung.

Es ist ein Symbol des Bodhisattva-Ideals:

Er gibt den Wesen genau das,
was sie benötigen.

Ein schönes Detail dieses Abschnitts ist, dass die Buddhaschaft nicht als plötzlicher Sprung dargestellt wird. Der Text sagt ausdrücklich:

如是積功累德

„So häufte er Verdienste und Tugenden an.“

Das klingt fast unspektakulär. Keine geheime Abkürzung, kein einmaliges Ereignis. Kalpa für Kalpa werden Gelübde, Praxis, Mitgefühl und Weisheit gelebt, bis sie vollständig gereift sind. Gerade dadurch wirkt die spätere Größe Amitabhas im Sutra nicht wie ein Wunder, sondern wie die natürliche Frucht einer unermesslich langen Bodhisattva-Praxis.
中文原文
願成作佛分第十

佛言:「法藏比丘行菩薩行時,容體端嚴,三十二相、八十種好悉皆具足。口中常出栴檀之香,身諸毛孔出優鉢羅華香,其香普熏無量無邊不可思議那由他由旬;眾生聞此香者,皆發無上菩提之心。又手中恒出一切衣服,一切飲食,一切幢旛、寶蓋,一切音樂,及一切最上所須之物,利樂一切眾生令歸佛道。如是積功累德,無量無數百千萬億劫,功德圓滿威神熾盛,方得成就所願而入佛位。」
Deutsch
Zehnter Abschnitt

Die Erfüllung der Gelübde und die Buddhaschaft

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Während Dharmākara Bhikṣu den Weg des Bodhisattva übte,

war seine Erscheinung würdevoll und vollkommen.

Die zweiunddreißig Merkmale
und die achtzig Nebenschönheiten

waren vollständig verwirklicht.

Aus seinem Mund strömte stets
der Duft von Sandelholz.

Aus allen Poren seines Körpers
strömte der Duft der Utpala-Blüte.

Dieser Duft erfüllte unermessliche,
grenzenlose,
unvorstellbare Nayutas von Yojanas.

Alle Wesen,
die diesen Duft wahrnahmen,

erweckten den Geist des höchsten Erwachens.

Aus seinen Händen erschienen fortwährend

* alle Arten von Kleidung,
* alle Arten von Speisen und Getränken,
* alle Arten von Bannern,
* kostbare Schirme,
* Musik
* und alle erhabensten Dinge,
die benötigt wurden.

Damit brachte er Nutzen
und Freude für alle Wesen

und führte sie zum Buddha-Weg.

So sammelte er Verdienste
und Tugenden an.

Über unermessliche,
unzählige,
hunderttausende Millionen Kalpas hinweg

wuchs sein Verdienst.

Seine Tugenden wurden vollkommen.

Seine geistige Kraft wurde groß und strahlend.

Erst dann erfüllte sich sein Gelübde vollständig

und er trat in die Buddhaschaft ein.
Kommentar
Dieser Abschnitt beschreibt die klassische Mahayana-Idee der Vollendung von Verdienst und Weisheit.

Man könnte die letzten Kapitel zusammenfassen:

1. Gelübde fassen (願)
2. Praxis verwirklichen (行)
3. Verdienste und Weisheit ansammeln (功德)
4. Buddhaschaft vollenden (果)



Besonders interessant ist die Symbolik des Duftes.

Im Mahayana erscheint Duft oft als Bild für Tugend.

Licht steht für Weisheit.

Duft steht für gelebte Tugend.

Man könnte sagen:

Weisheit erhellt.

Tugend verbreitet sich.

Der Duft wird deshalb nicht als Wunder beschrieben,
sondern als Ausstrahlung gelebten Mitgefühls.



Ebenso bemerkenswert:

又手中恒出一切衣服、一切飲食

„Aus seinen Händen erschienen Kleidung und Nahrung.“

Der Text meint damit mehr als materielle Versorgung.

Es ist ein Symbol des Bodhisattva-Ideals:

Er gibt den Wesen genau das,
was sie benötigen.

Ein schönes Detail dieses Abschnitts ist, dass die Buddhaschaft nicht als plötzlicher Sprung dargestellt wird. Der Text sagt ausdrücklich:

如是積功累德

„So häufte er Verdienste und Tugenden an.“

Das klingt fast unspektakulär. Keine geheime Abkürzung, kein einmaliges Ereignis. Kalpa für Kalpa werden Gelübde, Praxis, Mitgefühl und Weisheit gelebt, bis sie vollständig gereift sind. Gerade dadurch wirkt die spätere Größe Amitabhas im Sutra nicht wie ein Wunder, sondern wie die natürliche Frucht einer unermesslich langen Bodhisattva-Praxis.
48 #
蜎蠕亦度分第十一

阿難白言:「法藏比丘為已成佛而取滅度?為未成佛?為今現在?」

佛言:「彼佛如來,來無所來,去無所去,無生無滅,非過去、現在、未來,但以酬其志願度一切眾生,現在西方,去此百萬世界,其世界名曰極樂;其佛號阿彌陀,成佛以來于今十劫。又在十方世界,教化無央數諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,莫不得過度解脫者。」
Elfter Abschnitt

Auch die kleinsten Wesen werden befreit

Rohübersetzung

Da sprach Ananda zum Buddha:

Ist Dharmākara Bhikṣu bereits Buddha geworden
und ins Nirvana eingegangen?

Oder ist er noch nicht Buddha geworden?

Oder verweilt er gegenwärtig als Buddha?

Der Buddha sprach:

Dieser Buddha-Tathagata

kommt von keinem Ort

und geht zu keinem Ort.

Er wird weder geboren

noch vergeht er.

Er gehört nicht der Vergangenheit,
nicht der Gegenwart
und nicht der Zukunft an.

Doch um seine Gelübde zu erfüllen
und alle Wesen zu befreien,

erscheint er gegenwärtig im Westen.

Von hier aus,
jenseits von hunderttausend Myriaden von Welten,

liegt seine Welt,

genannt:

Sukhavati – das Land der Höchsten Glückseligkeit.

Sein Name ist:

Amitabha Buddha.

Seit seiner Buddhaschaft

sind bis heute zehn Kalpas vergangen.

In den Welten der zehn Richtungen

lehrt und befreit er zahllose Götter und Menschen

und selbst fliegende,
kriechende
und sich windende Wesen.

Es gibt keine,
die nicht Befreiung und Erlösung finden können.
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt enthält zwei Ebenen zugleich.

Erste Ebene: Die absolute Sicht

來無所來,去無所去

„Er kommt von nirgendwo und geht nirgendwohin.“

無生無滅

„Weder Geburt noch Vergehen.“

Das erinnert unmittelbar an Mahayana-Texte wie:

* das Herz-Sutra,
* das Diamant-Sutra,
* oder das Shurangama-Sutra.

Die letztliche Wirklichkeit eines Buddha liegt jenseits der Kategorien:

* kommen,
* gehen,
* entstehen,
* vergehen.



Zweite Ebene: Die relative Sicht

Unmittelbar danach sagt der Buddha:

Er befindet sich gegenwärtig im Westen.

Sein Name ist Amitabha.

Er wirkt dort seit zehn Kalpas.

Auf den ersten Blick wirkt das widersprüchlich.

Im Mahayana sind beide Aussagen jedoch gleichzeitig wahr:

* In der Leerheit gibt es kein Kommen und Gehen.
* In den Erscheinungen gibt es Mitgefühl, Gelübde und Wirken.

Dies erinnert stark an:

真空妙有

„Wahre Leerheit – wunderbares Erscheinen.“



Die letzten Worte

Besonders schön ist der Schluss:

以至蜎飛蠕動之類

„selbst die fliegenden und kriechenden Wesen“

Schon mehrfach ist dieser Ausdruck erschienen.

Der Text betont damit:

Die Gelübde Amitabhas richten sich nicht nur an Gelehrte,
Mönche,
Bodhisattvas
oder Menschen.

Sie umfassen die gesamte fühlende Welt.

Dieser Abschnitt ist besonders wertvoll, weil er fast wie eine Brücke zwischen Reines-Land-Lehre und Mahayana-Weisheitslehre wirkt. Direkt nach der langen Geschichte von Gelübde und Praxis wird der Leser daran erinnert:

Amitabha ist weder nur eine historische Person noch bloß ein metaphysisches Prinzip.

Der Text hält beide Ebenen gleichzeitig offen:

* das konkrete Wirken im Reinen Land,
* und die Nicht-Geburt, Nicht-Vergänglichkeit des Buddha.

Gerade deshalb wurde dieser Abschnitt in vielen Mahayana-Kommentaren als Ausdruck von 真空妙有 verstanden.
中文原文
蜎蠕亦度分第十一

阿難白言:「法藏比丘為已成佛而取滅度?為未成佛?為今現在?」

佛言:「彼佛如來,來無所來,去無所去,無生無滅,非過去、現在、未來,但以酬其志願度一切眾生,現在西方,去此百萬世界,其世界名曰極樂;其佛號阿彌陀,成佛以來于今十劫。又在十方世界,教化無央數諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,莫不得過度解脫者。」
Deutsch
Elfter Abschnitt

Auch die kleinsten Wesen werden befreit

Rohübersetzung

Da sprach Ananda zum Buddha:

Ist Dharmākara Bhikṣu bereits Buddha geworden
und ins Nirvana eingegangen?

Oder ist er noch nicht Buddha geworden?

Oder verweilt er gegenwärtig als Buddha?

Der Buddha sprach:

Dieser Buddha-Tathagata

kommt von keinem Ort

und geht zu keinem Ort.

Er wird weder geboren

noch vergeht er.

Er gehört nicht der Vergangenheit,
nicht der Gegenwart
und nicht der Zukunft an.

Doch um seine Gelübde zu erfüllen
und alle Wesen zu befreien,

erscheint er gegenwärtig im Westen.

Von hier aus,
jenseits von hunderttausend Myriaden von Welten,

liegt seine Welt,

genannt:

Sukhavati – das Land der Höchsten Glückseligkeit.

Sein Name ist:

Amitabha Buddha.

Seit seiner Buddhaschaft

sind bis heute zehn Kalpas vergangen.

In den Welten der zehn Richtungen

lehrt und befreit er zahllose Götter und Menschen

und selbst fliegende,
kriechende
und sich windende Wesen.

Es gibt keine,
die nicht Befreiung und Erlösung finden können.
Kommentar
Dieser Abschnitt enthält zwei Ebenen zugleich.

Erste Ebene: Die absolute Sicht

來無所來,去無所去

„Er kommt von nirgendwo und geht nirgendwohin.“

無生無滅

„Weder Geburt noch Vergehen.“

Das erinnert unmittelbar an Mahayana-Texte wie:

* das Herz-Sutra,
* das Diamant-Sutra,
* oder das Shurangama-Sutra.

Die letztliche Wirklichkeit eines Buddha liegt jenseits der Kategorien:

* kommen,
* gehen,
* entstehen,
* vergehen.



Zweite Ebene: Die relative Sicht

Unmittelbar danach sagt der Buddha:

Er befindet sich gegenwärtig im Westen.

Sein Name ist Amitabha.

Er wirkt dort seit zehn Kalpas.

Auf den ersten Blick wirkt das widersprüchlich.

Im Mahayana sind beide Aussagen jedoch gleichzeitig wahr:

* In der Leerheit gibt es kein Kommen und Gehen.
* In den Erscheinungen gibt es Mitgefühl, Gelübde und Wirken.

Dies erinnert stark an:

真空妙有

„Wahre Leerheit – wunderbares Erscheinen.“



Die letzten Worte

Besonders schön ist der Schluss:

以至蜎飛蠕動之類

„selbst die fliegenden und kriechenden Wesen“

Schon mehrfach ist dieser Ausdruck erschienen.

Der Text betont damit:

Die Gelübde Amitabhas richten sich nicht nur an Gelehrte,
Mönche,
Bodhisattvas
oder Menschen.

Sie umfassen die gesamte fühlende Welt.

Dieser Abschnitt ist besonders wertvoll, weil er fast wie eine Brücke zwischen Reines-Land-Lehre und Mahayana-Weisheitslehre wirkt. Direkt nach der langen Geschichte von Gelübde und Praxis wird der Leser daran erinnert:

Amitabha ist weder nur eine historische Person noch bloß ein metaphysisches Prinzip.

Der Text hält beide Ebenen gleichzeitig offen:

* das konkrete Wirken im Reinen Land,
* und die Nicht-Geburt, Nicht-Vergänglichkeit des Buddha.

Gerade deshalb wurde dieser Abschnitt in vielen Mahayana-Kommentaren als Ausdruck von 真空妙有 verstanden.
49 #
光明獨勝分第十二

佛言:「阿彌陀佛光明最為遠著,諸佛光明皆所不及。十方無央數佛,其頂中光明有照一里者,有照二里者,有照三里者,如是展轉漸遠,有至於照千二百萬里。復有佛頂中光明照一世界者,有照二世界者,有照三世界者,如是展轉漸遠,有至於照二百萬世界者。惟阿彌陀佛頂中光明,照千萬世界無有窮極。諸佛光明所以有遠近者,何以故?初為菩薩時,願力功德各有大小,至期作佛,皆隨所得,是故光明亦從而異。若威神自在隨意所作,不必豫計則無不同。阿彌陀佛願力無邊,功德超絕故,比諸佛光明特為殊勝。」
Das Licht übertrifft alles

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Das Licht Amitabha Buddhas

reicht am weitesten.

Das Licht aller anderen Buddhas

kann es nicht erreichen.

Unter den zahllosen Buddhas der zehn Richtungen

gibt es solche,
deren Scheitellicht eine Meile weit scheint.

Andere lassen es zwei Meilen weit scheinen.

Wieder andere drei Meilen.

So vergrößert sich die Reichweite stufenweise,

bis zu Buddhas,
deren Licht zwölf Millionen Meilen weit scheint.

Wieder gibt es Buddhas,
deren Licht eine Welt erhellt.

Andere erhellen zwei Welten.

Andere drei Welten.

So nimmt die Reichweite allmählich zu,

bis zu Buddhas,
deren Licht zwei Millionen Welten erhellt.

Allein Amitabha Buddhas Scheitellicht

erleuchtet Millionen von Welten

ohne Grenze und ohne Ende.



Der Buddha sprach weiter:

Warum unterscheiden sich die Lichter der Buddhas
in ihrer Reichweite?

Als sie einst den Bodhisattva-Weg übten,

waren ihre Gelübde

und ihre Verdienste

nicht alle gleich.

Daher verwirklichte jeder Buddha

entsprechend seinen Gelübden

die Früchte seiner Praxis.

Deshalb unterscheiden sich auch ihre Lichter.

Hinsichtlich ihrer geistigen Kraft,
ihrer Freiheit
und ihrer Fähigkeit zu wirken,

gibt es jedoch keinen Unterschied.

Wenn ein Buddha nach freiem Willen wirkt,

besteht keine Ungleichheit zwischen ihnen.

Amitabhas Gelübde aber

sind grenzenlos.

Seine Verdienste

überragen alles.

Deshalb ist sein Licht

unter den Buddhas besonders hervorragend.
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt wird oft missverstanden.

Auf den ersten Blick scheint der Text zu sagen:

„Amitabha ist der größte Buddha.“

Doch genau das sagt der zweite Teil des Abschnitts nicht.

Der Buddha erklärt ausdrücklich:

若威神自在隨意所作,不必豫計則無不同

„Hinsichtlich ihrer geistigen Freiheit und Wirksamkeit gibt es keinen Unterschied.“

Die Buddhas sind also nicht verschieden erwacht.

Unterschiedlich sind ihre Gelübde.



Das erinnert an einen Vergleich:

Viele Lampen besitzen dieselbe Natur des Lichtes.

Doch eine Lampe beleuchtet ein Zimmer.

Eine andere einen Tempel.

Eine andere einen ganzen Platz.

Nicht weil das Licht verschieden wäre,

sondern weil ihre Aufgabe verschieden ist.



Amitabhas Licht steht daher symbolisch für:

* die Reichweite seines Mitgefühls,
* die Weite seiner Gelübde,
* die Zugänglichkeit seines Weges.



Licht im Mahayana

Das Licht erscheint hier auf mehreren Ebenen:

Äußerlich

* Es durchdringt die Welten.

Innerlich

* Es vertreibt Verblendung.

Bodhisattva-Weg

* Es erreicht auch jene,
die den Weg kaum finden können.

Weisheitslehre

* Es symbolisiert Erkenntnis.

Dies ist auch eine schöne Stelle, um eine Brücke zu Mahayana-Konzepten wie Bodhicitta, Gelübde-Kraft (願力) und sogar 一心无二 zu schlagen. Der Text sagt nämlich nicht: „Amitabha besitzt mehr Buddha-Natur als andere Buddhas.“ Er sagt vielmehr: Die eine Buddha-Natur erscheint entsprechend unterschiedlicher Gelübde in unterschiedlicher Weise. Das passt erstaunlich gut zu der Mahayana-Idee, dass das Erwachen eines ist, seine Ausdrucksformen jedoch zahllos sind.
中文原文
光明獨勝分第十二

佛言:「阿彌陀佛光明最為遠著,諸佛光明皆所不及。十方無央數佛,其頂中光明有照一里者,有照二里者,有照三里者,如是展轉漸遠,有至於照千二百萬里。復有佛頂中光明照一世界者,有照二世界者,有照三世界者,如是展轉漸遠,有至於照二百萬世界者。惟阿彌陀佛頂中光明,照千萬世界無有窮極。諸佛光明所以有遠近者,何以故?初為菩薩時,願力功德各有大小,至期作佛,皆隨所得,是故光明亦從而異。若威神自在隨意所作,不必豫計則無不同。阿彌陀佛願力無邊,功德超絕故,比諸佛光明特為殊勝。」
Deutsch
Das Licht übertrifft alles

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Das Licht Amitabha Buddhas

reicht am weitesten.

Das Licht aller anderen Buddhas

kann es nicht erreichen.

Unter den zahllosen Buddhas der zehn Richtungen

gibt es solche,
deren Scheitellicht eine Meile weit scheint.

Andere lassen es zwei Meilen weit scheinen.

Wieder andere drei Meilen.

So vergrößert sich die Reichweite stufenweise,

bis zu Buddhas,
deren Licht zwölf Millionen Meilen weit scheint.

Wieder gibt es Buddhas,
deren Licht eine Welt erhellt.

Andere erhellen zwei Welten.

Andere drei Welten.

So nimmt die Reichweite allmählich zu,

bis zu Buddhas,
deren Licht zwei Millionen Welten erhellt.

Allein Amitabha Buddhas Scheitellicht

erleuchtet Millionen von Welten

ohne Grenze und ohne Ende.



Der Buddha sprach weiter:

Warum unterscheiden sich die Lichter der Buddhas
in ihrer Reichweite?

Als sie einst den Bodhisattva-Weg übten,

waren ihre Gelübde

und ihre Verdienste

nicht alle gleich.

Daher verwirklichte jeder Buddha

entsprechend seinen Gelübden

die Früchte seiner Praxis.

Deshalb unterscheiden sich auch ihre Lichter.

Hinsichtlich ihrer geistigen Kraft,
ihrer Freiheit
und ihrer Fähigkeit zu wirken,

gibt es jedoch keinen Unterschied.

Wenn ein Buddha nach freiem Willen wirkt,

besteht keine Ungleichheit zwischen ihnen.

Amitabhas Gelübde aber

sind grenzenlos.

Seine Verdienste

überragen alles.

Deshalb ist sein Licht

unter den Buddhas besonders hervorragend.
Kommentar
Dieser Abschnitt wird oft missverstanden.

Auf den ersten Blick scheint der Text zu sagen:

„Amitabha ist der größte Buddha.“

Doch genau das sagt der zweite Teil des Abschnitts nicht.

Der Buddha erklärt ausdrücklich:

若威神自在隨意所作,不必豫計則無不同

„Hinsichtlich ihrer geistigen Freiheit und Wirksamkeit gibt es keinen Unterschied.“

Die Buddhas sind also nicht verschieden erwacht.

Unterschiedlich sind ihre Gelübde.



Das erinnert an einen Vergleich:

Viele Lampen besitzen dieselbe Natur des Lichtes.

Doch eine Lampe beleuchtet ein Zimmer.

Eine andere einen Tempel.

Eine andere einen ganzen Platz.

Nicht weil das Licht verschieden wäre,

sondern weil ihre Aufgabe verschieden ist.



Amitabhas Licht steht daher symbolisch für:

* die Reichweite seines Mitgefühls,
* die Weite seiner Gelübde,
* die Zugänglichkeit seines Weges.



Licht im Mahayana

Das Licht erscheint hier auf mehreren Ebenen:

Äußerlich

* Es durchdringt die Welten.

Innerlich

* Es vertreibt Verblendung.

Bodhisattva-Weg

* Es erreicht auch jene,
die den Weg kaum finden können.

Weisheitslehre

* Es symbolisiert Erkenntnis.

Dies ist auch eine schöne Stelle, um eine Brücke zu Mahayana-Konzepten wie Bodhicitta, Gelübde-Kraft (願力) und sogar 一心无二 zu schlagen. Der Text sagt nämlich nicht: „Amitabha besitzt mehr Buddha-Natur als andere Buddhas.“ Er sagt vielmehr: Die eine Buddha-Natur erscheint entsprechend unterschiedlicher Gelübde in unterschiedlicher Weise. Das passt erstaunlich gut zu der Mahayana-Idee, dass das Erwachen eines ist, seine Ausdrucksformen jedoch zahllos sind.
50 #
十三佛號分第十三

佛言:「阿彌陀佛光明,明麗快甚絕殊無極,勝於日月之明千萬億倍,而為諸佛光明之王,故號無量壽佛;亦號無量光佛、無邊光佛、無礙光佛、無對光佛、炎王光佛、清淨光佛、歡喜光佛、智慧光佛、不斷光佛、難思光佛、難稱光佛、超日月光佛。其光明所照無央數天下,幽冥之處皆常大明。諸天、人民、禽獸、蜎飛蠕動之類,見此光明莫不喜悅而生慈心。其淫泆、瞋怒、愚癡者,見此光明莫不遷善。地獄、餓鬼、畜生,考掠痛苦之處,見此光明無復苦惱,命終之後皆得解脫。不獨我今稱讚阿彌陀佛光明,十方無央數佛、菩薩、緣覺、聲聞之眾,悉皆稱讚亦復如是。若有眾生,聞此光明威神功德,日夜歸命稱讚不已,隨其志願必生其剎。復為諸菩薩、聲聞所共稱讚,當亦如是。我說阿彌陀佛光明威神巍巍殊妙,晝夜一劫尚未能盡,今為汝等略言之耳。」
Die dreizehn Namen des Buddha

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Das Licht Amitabha Buddhas

ist strahlend,
herrlich,
freudebringend,
unvergleichlich
und grenzenlos.

Es übertrifft das Licht von Sonne und Mond
um tausend Millionen Milliarden Male.

Unter allen Lichtern der Buddhas

ist es das höchste.

Daher wird er genannt:

Buddha des Unermesslichen Lebens.

Er wird auch genannt:

* Buddha des Unermesslichen Lichtes,
* Buddha des Grenzenlosen Lichtes,
* Buddha des Ungehinderten Lichtes,
* Buddha des Unvergleichlichen Lichtes,
* Buddha des Flammenkönig-Lichtes,
* Buddha des Reinen Lichtes,
* Buddha des Freudvollen Lichtes,
* Buddha des Weisheitslichtes,
* Buddha des Ununterbrochenen Lichtes,
* Buddha des Unvorstellbaren Lichtes,
* Buddha des Unbeschreiblichen Lichtes,
* Buddha des Sonne-und-Mond-übertreffenden Lichtes.

Das Licht erleuchtet

zahllose Welten.

Selbst die dunkelsten Bereiche

sind immer von Helligkeit erfüllt.

Götter,
Menschen,
Vögel,
Tiere,
fliegende,
kriechende
und sich windende Wesen

sehen dieses Licht

und empfinden Freude.

Mitgefühl entsteht in ihren Herzen.

Wer von Begierde,
Zorn
oder Verblendung beherrscht wird,

wendet sich beim Anblick dieses Lichtes dem Guten zu.

Selbst in Höllen,
im Bereich der hungrigen Geister
und unter den Tieren,

an Orten von Strafe
und Leid,

wird beim Anblick dieses Lichtes

das Leiden gelindert.

Nach dem Ende ihres Lebens

finden die Wesen Befreiung.

Nicht nur ich preise

das Licht Amitabha Buddhas.

Auch die zahllosen Buddhas
der zehn Richtungen,

die Bodhisattvas,

die Pratyekabuddhas

und die Śrāvakas

preisen es auf dieselbe Weise.

Wenn Wesen

von der Kraft
und den Verdiensten dieses Lichtes hören,

Tag und Nacht Zuflucht nehmen

und es lobpreisen,

werden sie entsprechend ihrem Wunsch

in seinem Land geboren.

Ebenso werden sie

von den Bodhisattvas

und den Śrāvakas gelobt werden.

Würde ich die Kraft,
die Herrlichkeit
und die wunderbaren Eigenschaften dieses Lichtes

Tag und Nacht

ein ganzes Kalpa lang beschreiben,

wäre dies noch nicht erschöpfend.

Deshalb habe ich es euch

nur kurz dargelegt.
Kommentar öffnen
Bemerkenswert ist die Reihenfolge.

Der Text sagt nicht:

Das Licht richtet.

Nicht:

Das Licht bestraft.

Nicht:

Das Licht verurteilt.

Sondern:

莫不喜悅而生慈心

„Alle empfinden Freude und bringen Mitgefühl hervor.“

Das Licht wirkt durch Offenbarung,
nicht durch Zwang.



Ebenso auffällig:

見此光明莫不遷善

„Wer dieses Licht sieht, wendet sich dem Guten zu.“

Das erinnert an eine grundlegende Mahayana-Idee:

Wirkliche Weisheit erzeugt Mitgefühl.

Wirkliches Licht erzeugt Güte.



Für Leser des Shurangama-Sutras ist besonders interessant:

Die Funktion des Lichtes ähnelt dort der Funktion des ursprünglichen Erwachensgeistes.

Nicht etwas Fremdes wird hinzugefügt.

Vielmehr wird sichtbar,
was bereits verborgen vorhanden war.

Anders als viele Namen im Sutra sind diese dreizehn Lichtnamen nicht bloße Titel, sondern beschreiben verschiedene Aspekte desselben Mitgefühls und derselben Weisheit. Man könnte fast sagen: Die dreizehn Namen sind dreizehn Blickwinkel auf das, was Amitabhas Licht für die Wesen bedeutet.
中文原文
十三佛號分第十三

佛言:「阿彌陀佛光明,明麗快甚絕殊無極,勝於日月之明千萬億倍,而為諸佛光明之王,故號無量壽佛;亦號無量光佛、無邊光佛、無礙光佛、無對光佛、炎王光佛、清淨光佛、歡喜光佛、智慧光佛、不斷光佛、難思光佛、難稱光佛、超日月光佛。其光明所照無央數天下,幽冥之處皆常大明。諸天、人民、禽獸、蜎飛蠕動之類,見此光明莫不喜悅而生慈心。其淫泆、瞋怒、愚癡者,見此光明莫不遷善。地獄、餓鬼、畜生,考掠痛苦之處,見此光明無復苦惱,命終之後皆得解脫。不獨我今稱讚阿彌陀佛光明,十方無央數佛、菩薩、緣覺、聲聞之眾,悉皆稱讚亦復如是。若有眾生,聞此光明威神功德,日夜歸命稱讚不已,隨其志願必生其剎。復為諸菩薩、聲聞所共稱讚,當亦如是。我說阿彌陀佛光明威神巍巍殊妙,晝夜一劫尚未能盡,今為汝等略言之耳。」
Deutsch
Die dreizehn Namen des Buddha

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Das Licht Amitabha Buddhas

ist strahlend,
herrlich,
freudebringend,
unvergleichlich
und grenzenlos.

Es übertrifft das Licht von Sonne und Mond
um tausend Millionen Milliarden Male.

Unter allen Lichtern der Buddhas

ist es das höchste.

Daher wird er genannt:

Buddha des Unermesslichen Lebens.

Er wird auch genannt:

* Buddha des Unermesslichen Lichtes,
* Buddha des Grenzenlosen Lichtes,
* Buddha des Ungehinderten Lichtes,
* Buddha des Unvergleichlichen Lichtes,
* Buddha des Flammenkönig-Lichtes,
* Buddha des Reinen Lichtes,
* Buddha des Freudvollen Lichtes,
* Buddha des Weisheitslichtes,
* Buddha des Ununterbrochenen Lichtes,
* Buddha des Unvorstellbaren Lichtes,
* Buddha des Unbeschreiblichen Lichtes,
* Buddha des Sonne-und-Mond-übertreffenden Lichtes.

Das Licht erleuchtet

zahllose Welten.

Selbst die dunkelsten Bereiche

sind immer von Helligkeit erfüllt.

Götter,
Menschen,
Vögel,
Tiere,
fliegende,
kriechende
und sich windende Wesen

sehen dieses Licht

und empfinden Freude.

Mitgefühl entsteht in ihren Herzen.

Wer von Begierde,
Zorn
oder Verblendung beherrscht wird,

wendet sich beim Anblick dieses Lichtes dem Guten zu.

Selbst in Höllen,
im Bereich der hungrigen Geister
und unter den Tieren,

an Orten von Strafe
und Leid,

wird beim Anblick dieses Lichtes

das Leiden gelindert.

Nach dem Ende ihres Lebens

finden die Wesen Befreiung.

Nicht nur ich preise

das Licht Amitabha Buddhas.

Auch die zahllosen Buddhas
der zehn Richtungen,

die Bodhisattvas,

die Pratyekabuddhas

und die Śrāvakas

preisen es auf dieselbe Weise.

Wenn Wesen

von der Kraft
und den Verdiensten dieses Lichtes hören,

Tag und Nacht Zuflucht nehmen

und es lobpreisen,

werden sie entsprechend ihrem Wunsch

in seinem Land geboren.

Ebenso werden sie

von den Bodhisattvas

und den Śrāvakas gelobt werden.

Würde ich die Kraft,
die Herrlichkeit
und die wunderbaren Eigenschaften dieses Lichtes

Tag und Nacht

ein ganzes Kalpa lang beschreiben,

wäre dies noch nicht erschöpfend.

Deshalb habe ich es euch

nur kurz dargelegt.
Kommentar
Bemerkenswert ist die Reihenfolge.

Der Text sagt nicht:

Das Licht richtet.

Nicht:

Das Licht bestraft.

Nicht:

Das Licht verurteilt.

Sondern:

莫不喜悅而生慈心

„Alle empfinden Freude und bringen Mitgefühl hervor.“

Das Licht wirkt durch Offenbarung,
nicht durch Zwang.



Ebenso auffällig:

見此光明莫不遷善

„Wer dieses Licht sieht, wendet sich dem Guten zu.“

Das erinnert an eine grundlegende Mahayana-Idee:

Wirkliche Weisheit erzeugt Mitgefühl.

Wirkliches Licht erzeugt Güte.



Für Leser des Shurangama-Sutras ist besonders interessant:

Die Funktion des Lichtes ähnelt dort der Funktion des ursprünglichen Erwachensgeistes.

Nicht etwas Fremdes wird hinzugefügt.

Vielmehr wird sichtbar,
was bereits verborgen vorhanden war.

Anders als viele Namen im Sutra sind diese dreizehn Lichtnamen nicht bloße Titel, sondern beschreiben verschiedene Aspekte desselben Mitgefühls und derselben Weisheit. Man könnte fast sagen: Die dreizehn Namen sind dreizehn Blickwinkel auf das, was Amitabhas Licht für die Wesen bedeutet.
51 #
阿闍世王分第十四

爾時阿闍世王太子與五百長者子,各持一金華蓋,前以獻佛,却坐一面,聞說阿彌陀佛功德光明,皆大歡喜。其心願言:「我等後作佛時,皆如阿彌陀佛。」佛即知之,告諸比丘言:「阿闍世王太子與五百長者子,後無央數劫皆當作佛,如阿彌陀佛。此等行菩薩道已無央數劫,皆各供養四百億佛,今復供養於我。往昔迦葉佛時,皆常為我弟子,今又至此是復會遇也。」時諸比丘聞是語已,莫不喜悅、恭敬、讚歎。
Vierzehnter Abschnitt

Kronprinz Ajatashatru und die fünfhundert Söhne der Ältesten

Rohübersetzung

Zu jener Zeit befand sich der Kronprinz Ajatashatru zusammen mit den Söhnen von fünfhundert Ältesten in der Versammlung.

Jeder von ihnen hielt einen goldenen Blumenschirm in den Händen.

Sie traten vor den Buddha
und brachten ihm diese Gabe dar.

Danach setzten sie sich zur Seite nieder.

Als sie die Lehre von den Verdiensten
und dem Licht Amitabha Buddhas hörten,

wurden sie von großer Freude erfüllt.

In ihren Herzen entstand der Wunsch:

Wenn wir künftig Buddhas werden,

möchten wir Amitabha Buddha gleichen.

Der Buddha erkannte ihren Gedanken.

Da sprach er zu den Bhikshus:

Der Kronprinz Ajatashatru

und diese fünfhundert Söhne der Ältesten

werden nach unermesslichen Kalpas

alle Buddhas werden.

Ihre Buddhaschaft wird der Amitabhas gleichen.

Sie haben den Bodhisattva-Weg

bereits über unermessliche Kalpas hinweg geübt.

Jeder von ihnen

hat bereits vierhundert Milliarden Buddhas verehrt.

Nun bringen sie auch mir Opfergaben dar.

Schon zur Zeit des Buddha Kashyapa

waren sie meine Schüler.

Und heute begegnen wir einander erneut.

Als die Bhikshus diese Worte hörten,

wurden sie von Freude erfüllt,

ehrten den Buddha

und priesen seine Worte.
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt enthält mehrere typische Mahayana-Motive.

1. Hören erzeugt Bodhicitta

Bemerkenswert ist:

Die jungen Männer hören lediglich die Beschreibung Amitabhas.

Doch daraus entsteht sofort:

願言

„der Wunsch“

bzw.

„das Gelübde“.

Das Sutra zeigt damit:

Die Begegnung mit einem Buddha kann selbst zur Ursache eines großen Gelübdes werden.



2. Buddhaschaft als Vorbild

Ihr Wunsch lautet nicht:

Mögen wir im Reinen Land geboren werden.

Sondern:

Mögen wir werden wie Amitabha.

Das zeigt den eigentlichen Endpunkt des Mahayana:

Nicht nur empfangen.

Nicht nur gerettet werden.

Sondern selbst zum Nutzen der Wesen wirken.



3. Wiederbegegnung über viele Leben

Besonders interessant ist:

復會遇

„wir begegnen einander wieder.“

Dies ist ein häufiges Motiv im Mahayana.

Lehrer,
Schüler,
Freunde auf dem Weg

werden nicht als zufällige Begegnungen verstanden.

Ihre Verbindung kann sich über viele Leben erstrecken.



4. Ajatashatru

Historisch ist Ajatashatru eine bemerkenswerte Figur.

Ajatashatru erscheint in vielen Sutren.

Er ist derselbe König,

der in anderen Überlieferungen schwere Verfehlungen begeht,
insbesondere die Beteiligung am Tod seines Vaters.

Gerade deshalb ist seine Anwesenheit hier interessant:

Das Mahayana zeigt immer wieder,

dass selbst Menschen mit schwerem Karma
nicht vom Weg ausgeschlossen sind.



「皆如阿彌陀佛」

„Mögen wir alle wie Amitabha Buddha werden.“

Das ist eigentlich eine sehr schöne Zusammenfassung des Mahayana-Geistes. Die Zuhörer wünschen sich nicht bloß persönliches Heil. Sie wünschen sich, dieselbe Weite des Gelübdes, dieselbe Kraft des Mitgefühls und dieselbe Fähigkeit zur Befreiung der Wesen zu verwirklichen. Genau dadurch wird Amitabha hier weniger als Objekt der Verehrung und mehr als Vorbild des Bodhisattva-Weges dargestellt.
中文原文
阿闍世王分第十四

爾時阿闍世王太子與五百長者子,各持一金華蓋,前以獻佛,却坐一面,聞說阿彌陀佛功德光明,皆大歡喜。其心願言:「我等後作佛時,皆如阿彌陀佛。」佛即知之,告諸比丘言:「阿闍世王太子與五百長者子,後無央數劫皆當作佛,如阿彌陀佛。此等行菩薩道已無央數劫,皆各供養四百億佛,今復供養於我。往昔迦葉佛時,皆常為我弟子,今又至此是復會遇也。」時諸比丘聞是語已,莫不喜悅、恭敬、讚歎。
Deutsch
Vierzehnter Abschnitt

Kronprinz Ajatashatru und die fünfhundert Söhne der Ältesten

Rohübersetzung

Zu jener Zeit befand sich der Kronprinz Ajatashatru zusammen mit den Söhnen von fünfhundert Ältesten in der Versammlung.

Jeder von ihnen hielt einen goldenen Blumenschirm in den Händen.

Sie traten vor den Buddha
und brachten ihm diese Gabe dar.

Danach setzten sie sich zur Seite nieder.

Als sie die Lehre von den Verdiensten
und dem Licht Amitabha Buddhas hörten,

wurden sie von großer Freude erfüllt.

In ihren Herzen entstand der Wunsch:

Wenn wir künftig Buddhas werden,

möchten wir Amitabha Buddha gleichen.

Der Buddha erkannte ihren Gedanken.

Da sprach er zu den Bhikshus:

Der Kronprinz Ajatashatru

und diese fünfhundert Söhne der Ältesten

werden nach unermesslichen Kalpas

alle Buddhas werden.

Ihre Buddhaschaft wird der Amitabhas gleichen.

Sie haben den Bodhisattva-Weg

bereits über unermessliche Kalpas hinweg geübt.

Jeder von ihnen

hat bereits vierhundert Milliarden Buddhas verehrt.

Nun bringen sie auch mir Opfergaben dar.

Schon zur Zeit des Buddha Kashyapa

waren sie meine Schüler.

Und heute begegnen wir einander erneut.

Als die Bhikshus diese Worte hörten,

wurden sie von Freude erfüllt,

ehrten den Buddha

und priesen seine Worte.
Kommentar
Dieser Abschnitt enthält mehrere typische Mahayana-Motive.

1. Hören erzeugt Bodhicitta

Bemerkenswert ist:

Die jungen Männer hören lediglich die Beschreibung Amitabhas.

Doch daraus entsteht sofort:

願言

„der Wunsch“

bzw.

„das Gelübde“.

Das Sutra zeigt damit:

Die Begegnung mit einem Buddha kann selbst zur Ursache eines großen Gelübdes werden.



2. Buddhaschaft als Vorbild

Ihr Wunsch lautet nicht:

Mögen wir im Reinen Land geboren werden.

Sondern:

Mögen wir werden wie Amitabha.

Das zeigt den eigentlichen Endpunkt des Mahayana:

Nicht nur empfangen.

Nicht nur gerettet werden.

Sondern selbst zum Nutzen der Wesen wirken.



3. Wiederbegegnung über viele Leben

Besonders interessant ist:

復會遇

„wir begegnen einander wieder.“

Dies ist ein häufiges Motiv im Mahayana.

Lehrer,
Schüler,
Freunde auf dem Weg

werden nicht als zufällige Begegnungen verstanden.

Ihre Verbindung kann sich über viele Leben erstrecken.



4. Ajatashatru

Historisch ist Ajatashatru eine bemerkenswerte Figur.

Ajatashatru erscheint in vielen Sutren.

Er ist derselbe König,

der in anderen Überlieferungen schwere Verfehlungen begeht,
insbesondere die Beteiligung am Tod seines Vaters.

Gerade deshalb ist seine Anwesenheit hier interessant:

Das Mahayana zeigt immer wieder,

dass selbst Menschen mit schwerem Karma
nicht vom Weg ausgeschlossen sind.



「皆如阿彌陀佛」

„Mögen wir alle wie Amitabha Buddha werden.“

Das ist eigentlich eine sehr schöne Zusammenfassung des Mahayana-Geistes. Die Zuhörer wünschen sich nicht bloß persönliches Heil. Sie wünschen sich, dieselbe Weite des Gelübdes, dieselbe Kraft des Mitgefühls und dieselbe Fähigkeit zur Befreiung der Wesen zu verwirklichen. Genau dadurch wird Amitabha hier weniger als Objekt der Verehrung und mehr als Vorbild des Bodhisattva-Weges dargestellt.
52 #
地平氣和分第十五

佛言:「阿彌陀佛剎中皆自然七寶,所謂黃金、白銀、水晶、瑠璃、珊瑚、琥珀、硨磲,其體性溫柔,以是七寶相間為地。或純以一寶為地,光色照耀奇妙清淨,超越十方一切世界。其國恢廓曠蕩不可窮盡,地皆平正,無須彌山及金剛圍一切諸山;亦無大海、小海,及坑坎、井谷,亦無幽暗之所。無地獄、餓鬼、眾生、禽虫,以至蜎飛蠕動之類;無阿須倫及諸龍、鬼神。亦無雨露,惟有自然流泉;亦無寒暑,氣象常春清快明麗,不可具言。有萬種自然之物,如百味飲食,意有所欲悉現在前;意若不用自然化去,隨其所念無不得之。此娑婆世界,有他化自在天,其中天人一切所須自然化現;以比於此佛剎中自然之物,猶萬億倍不可以及。」
Die ebene Erde und das harmonische Klima

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Im Buddha-Land Amitabhas

besteht alles auf natürliche Weise aus den sieben Kostbarkeiten:

* Gold,
* Silber,
* Kristall,
* Lapislazuli,
* Koralle,
* Bernstein,
* Muschelkalk (Tridacna).

Ihre Beschaffenheit ist sanft und angenehm.

Die Erde ist aus diesen sieben Kostbarkeiten gebildet,

manchmal miteinander verbunden,

manchmal aus einer einzigen Kostbarkeit bestehend.

Ihr Licht und ihre Farben

sind strahlend,
wunderbar
und rein.

Sie übertreffen alle Welten der zehn Richtungen.

Dieses Land ist weit,
offen
und grenzenlos.

Seine Ausdehnung kann nicht ermessen werden.

Die Erde ist vollkommen eben.

Es gibt dort keinen Sumeru-Berg,

keine eisernen Ringgebirge

und keine anderen Berge.

Es gibt weder große noch kleine Meere,

weder Schluchten,
Gruben
noch Täler.

Es gibt keine dunklen Orte.

Es gibt keine Höllen,

keine hungrigen Geister,

keine Tierwelten,

keine Vögel,
Insekten,
kriechenden
oder fliegenden Wesen.

Es gibt keine Asuras,

keine Drachen,

keine Geister
und keine Dämonen.

Es gibt weder Regen noch Tau.

Es gibt nur natürliche Quellen,
die von selbst fließen.

Es gibt weder Hitze noch Kälte.

Das Klima gleicht stets dem Frühling:

klar,
angenehm,
heiter
und strahlend.

Seine Vorzüge können nicht vollständig beschrieben werden.

Es gibt zehntausend Arten natürlicher Dinge.

Wenn die Bewohner Nahrung wünschen,

erscheinen Speisen mit hundert Geschmacksrichtungen unmittelbar vor ihnen.

Was immer sie benötigen,

erscheint entsprechend ihrem Gedanken.

Wenn sie es nicht benötigen,

verschwindet es von selbst.

Nichts fehlt.

Nichts muss gesucht werden.

In dieser Saha-Welt gibt es den Himmel der Freude an den Schöpfungen anderer.

Auch dort erscheinen die benötigten Dinge auf natürliche Weise.

Doch selbst dieser Himmel

ist im Vergleich zu den natürlichen Vorzügen des Reinen Landes

nicht einmal ein Milliardstel wert.
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt wird häufig als rein kosmologische Beschreibung gelesen.

Doch viele Mahayana-Kommentatoren sehen darin auch eine symbolische Ebene.



Die ebene Erde

地皆平正

„Die Erde ist vollkommen eben.“

Das bedeutet nicht nur Geographie.

Der Bodhisattva-Weg spricht oft vom:

„ebenen Geist“

(平等心).

Keine Überhöhung.

Keine Erniedrigung.

Keine Gegensätze.



Kein Sumeru

Der Sumeru ist in der klassischen Kosmologie das Zentrum der Welt.

Seine Abwesenheit kann symbolisch gelesen werden als:

Keine zentrale Ich-Perspektive.

Kein Mittelpunkt,
um den sich alles drehen muss.



Kein Regen, keine Extreme

Hitze,
Kälte,
Stürme,
Dürre

sind klassische Bilder für geistige Extreme.

Im Reinen Land herrscht ein beständiges Gleichgewicht.



Nahrung erscheint von selbst

Dies bedeutet mehr als materielle Versorgung.

Der Text wiederholt ein Motiv der Gelübde:

Die Energie des Geistes wird nicht vom Mangel gebunden.

Dadurch kann sie sich dem Dharma widmen.

Eine interessante Verbindung zu früheren Gelübden: In den Gelübden wurde wiederholt versprochen, dass Nahrung, Kleidung und andere Bedürfnisse ohne Mühe verfügbar sein würden. Dieses Kapitel zeigt nun die konkrete Gestalt dieser Gelübde. Die Beschreibung ist daher nicht einfach Landschaftsmalerei, sondern die sichtbare Frucht der Bodhisattva-Gelübde Dharmākaras.
中文原文
地平氣和分第十五

佛言:「阿彌陀佛剎中皆自然七寶,所謂黃金、白銀、水晶、瑠璃、珊瑚、琥珀、硨磲,其體性溫柔,以是七寶相間為地。或純以一寶為地,光色照耀奇妙清淨,超越十方一切世界。其國恢廓曠蕩不可窮盡,地皆平正,無須彌山及金剛圍一切諸山;亦無大海、小海,及坑坎、井谷,亦無幽暗之所。無地獄、餓鬼、眾生、禽虫,以至蜎飛蠕動之類;無阿須倫及諸龍、鬼神。亦無雨露,惟有自然流泉;亦無寒暑,氣象常春清快明麗,不可具言。有萬種自然之物,如百味飲食,意有所欲悉現在前;意若不用自然化去,隨其所念無不得之。此娑婆世界,有他化自在天,其中天人一切所須自然化現;以比於此佛剎中自然之物,猶萬億倍不可以及。」
Deutsch
Die ebene Erde und das harmonische Klima

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Im Buddha-Land Amitabhas

besteht alles auf natürliche Weise aus den sieben Kostbarkeiten:

* Gold,
* Silber,
* Kristall,
* Lapislazuli,
* Koralle,
* Bernstein,
* Muschelkalk (Tridacna).

Ihre Beschaffenheit ist sanft und angenehm.

Die Erde ist aus diesen sieben Kostbarkeiten gebildet,

manchmal miteinander verbunden,

manchmal aus einer einzigen Kostbarkeit bestehend.

Ihr Licht und ihre Farben

sind strahlend,
wunderbar
und rein.

Sie übertreffen alle Welten der zehn Richtungen.

Dieses Land ist weit,
offen
und grenzenlos.

Seine Ausdehnung kann nicht ermessen werden.

Die Erde ist vollkommen eben.

Es gibt dort keinen Sumeru-Berg,

keine eisernen Ringgebirge

und keine anderen Berge.

Es gibt weder große noch kleine Meere,

weder Schluchten,
Gruben
noch Täler.

Es gibt keine dunklen Orte.

Es gibt keine Höllen,

keine hungrigen Geister,

keine Tierwelten,

keine Vögel,
Insekten,
kriechenden
oder fliegenden Wesen.

Es gibt keine Asuras,

keine Drachen,

keine Geister
und keine Dämonen.

Es gibt weder Regen noch Tau.

Es gibt nur natürliche Quellen,
die von selbst fließen.

Es gibt weder Hitze noch Kälte.

Das Klima gleicht stets dem Frühling:

klar,
angenehm,
heiter
und strahlend.

Seine Vorzüge können nicht vollständig beschrieben werden.

Es gibt zehntausend Arten natürlicher Dinge.

Wenn die Bewohner Nahrung wünschen,

erscheinen Speisen mit hundert Geschmacksrichtungen unmittelbar vor ihnen.

Was immer sie benötigen,

erscheint entsprechend ihrem Gedanken.

Wenn sie es nicht benötigen,

verschwindet es von selbst.

Nichts fehlt.

Nichts muss gesucht werden.

In dieser Saha-Welt gibt es den Himmel der Freude an den Schöpfungen anderer.

Auch dort erscheinen die benötigten Dinge auf natürliche Weise.

Doch selbst dieser Himmel

ist im Vergleich zu den natürlichen Vorzügen des Reinen Landes

nicht einmal ein Milliardstel wert.
Kommentar
Dieser Abschnitt wird häufig als rein kosmologische Beschreibung gelesen.

Doch viele Mahayana-Kommentatoren sehen darin auch eine symbolische Ebene.



Die ebene Erde

地皆平正

„Die Erde ist vollkommen eben.“

Das bedeutet nicht nur Geographie.

Der Bodhisattva-Weg spricht oft vom:

„ebenen Geist“

(平等心).

Keine Überhöhung.

Keine Erniedrigung.

Keine Gegensätze.



Kein Sumeru

Der Sumeru ist in der klassischen Kosmologie das Zentrum der Welt.

Seine Abwesenheit kann symbolisch gelesen werden als:

Keine zentrale Ich-Perspektive.

Kein Mittelpunkt,
um den sich alles drehen muss.



Kein Regen, keine Extreme

Hitze,
Kälte,
Stürme,
Dürre

sind klassische Bilder für geistige Extreme.

Im Reinen Land herrscht ein beständiges Gleichgewicht.



Nahrung erscheint von selbst

Dies bedeutet mehr als materielle Versorgung.

Der Text wiederholt ein Motiv der Gelübde:

Die Energie des Geistes wird nicht vom Mangel gebunden.

Dadurch kann sie sich dem Dharma widmen.

Eine interessante Verbindung zu früheren Gelübden: In den Gelübden wurde wiederholt versprochen, dass Nahrung, Kleidung und andere Bedürfnisse ohne Mühe verfügbar sein würden. Dieses Kapitel zeigt nun die konkrete Gestalt dieser Gelübde. Die Beschreibung ist daher nicht einfach Landschaftsmalerei, sondern die sichtbare Frucht der Bodhisattva-Gelübde Dharmākaras.
53 #
講堂宅宇分第十六

佛言:「阿彌陀佛講堂、精舍,皆自然七寶相間而成。復有七寶以為樓觀、欄楯;復以七寶為之纓絡懸飾其側;復以白珠、明月珠、摩尼珠,為之交絡遍覆其上,殊特妙好清淨光輝不可勝言。其餘菩薩、聲聞所居宮宇,亦復如是。彼諸天及世人,衣服、飲食、華香、纓絡、傘蓋、幢旛、微妙音樂,隨意而現。所居宮宇、樓閣,稱其形色、高下、大小,或以一寶、二寶乃至無量眾寶,悉化現而成。然宮宇有隨意高大浮於空中若雲氣者;有不能隨意高大,止在地上如世間者。其故非他,能隨意者,乃前世求道時慈心精進,益作諸善德厚所致。不能隨意者,乃前世求道時不慈心精進,作善微尠德薄所致。若衣服、飲食則皆平等,惟宮宇不同。所以別進有勤墮,德有大小,示眾見之。此講堂宮宇,初無作者,亦無所從來,以此佛願大德重,自然化生。」
Sechzehnter Abschnitt

Lehrhallen und Wohnstätten

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Die Lehrhallen
und Meditationshäuser Amitabha Buddhas

sind auf natürliche Weise

aus den sieben Kostbarkeiten entstanden.

Außerdem gibt es Türme,
Pavillons,
Geländer
und Umfriedungen,

ebenfalls aus den sieben Kostbarkeiten gefertigt.

Weiter sind sie mit kostbaren Schmuckketten geschmückt.

Weiße Perlen,

Mondperlen

und Mani-Juwelen

sind miteinander verflochten

und bedecken sie überall.

Ihre Schönheit,
Reinheit
und ihr Glanz

übersteigen jede Beschreibung.

Auch die Wohnstätten der Bodhisattvas
und Śrāvakas

sind gleichermaßen beschaffen.



Die Himmelswesen
und Menschen jenes Landes

besitzen Kleidung,
Nahrung,
Blumen,
Düfte,
Schmuckketten,
Schirme,
Banner
und wunderbare Musik,

die entsprechend ihren Wünschen erscheinen.

Ihre Wohnstätten,
Türme
und Pavillons

entsprechen ihrer jeweiligen Erscheinung,

Höhe,
Größe
und Gestalt.

Manche bestehen aus einer Kostbarkeit,

manche aus zwei,

manche aus unzähligen Kostbarkeiten.

Alle erscheinen auf natürliche Weise.



Einige dieser Wohnstätten

können sich entsprechend dem Willen ihrer Bewohner

vergrößern,
verkleinern
und frei im Raum schweben,

wie Wolken am Himmel.

Andere können dies nicht

und bleiben auf der Erde,

wie die Häuser dieser Welt.



Die Ursache dafür ist keine andere:

Jene,
deren Wohnstätten frei beweglich sind,

haben in früheren Leben

mit großem Mitgefühl

und unermüdlicher Tatkraft

den Weg geübt

und viele Tugenden angesammelt.

Deshalb ist dies die Frucht ihres Verdienstes.



Jene,
deren Wohnstätten nicht frei beweglich sind,

haben in früheren Leben

weniger Mitgefühl entfaltet,

weniger Tatkraft entwickelt

und geringere Verdienste angesammelt.

Deshalb ist dies die entsprechende Frucht.



Bei Kleidung
und Nahrung

besteht jedoch völlige Gleichheit.

Nur die Wohnstätten unterscheiden sich.

Dadurch wird sichtbar,

dass Fleiß oder Nachlässigkeit

sowie größere oder geringere Verdienste

unterschiedliche Früchte hervorbringen.

Die Wesen können dies erkennen.



Diese Lehrhallen,
Paläste
und Wohnstätten

wurden von niemandem erbaut.

Sie kommen von keinem Ort.

Aufgrund der großen Gelübde

und der gewaltigen Verdienste Amitabhas

entstehen sie auf natürliche Weise.
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt ist bemerkenswert,

weil er zwei Mahayana-Prinzipien gleichzeitig festhält.



1. Gleichheit

Der Text betont mehrfach:

* gleiche Nahrung,
* gleiche Kleidung,
* gleiche Möglichkeiten des Erwachens.

Niemand leidet Mangel.

Niemand wird ausgeschlossen.



2. Ursache und Wirkung

Gleichzeitig sagt der Text:

德有大小

„Verdienste besitzen unterschiedliche Größe.“

Die Wesen sind gleich wertvoll,

aber nicht alle haben dieselbe Vorgeschichte.

Deshalb unterscheiden sich die Erscheinungen.



Das erinnert an eine wichtige Mahayana-Unterscheidung:

平等

Gleichheit

ist nicht

齊一

Gleichmacherei.

Alle besitzen Buddha-Natur.

Doch die Reifung ihrer Ursachen ist unterschiedlich.



Die schwebenden Paläste

Die schwebenden Wohnstätten sind vermutlich nicht bloß Architektur.

Sie symbolisieren eine größere Freiheit des Geistes.

Je weniger Anhaftung,

desto weniger Schwere.

Je mehr Mitgefühl und Weisheit,

desto freier das Wirken.



Keine Erbauer

Der Schluss ist besonders schön:

初無作者

„Es gibt keinen Erbauer.“

亦無所從來

„Sie kommen von keinem Ort.“

Hier klingt erneut Mahayana-Weisheit an.

Die Erscheinungen sind vorhanden,

aber kein unabhängiger Schöpfer erschafft sie.

Sie entstehen aufgrund von:

* Gelübde,
* Verdienst,
* Bedingungen.

Dieser Abschnitt passt erstaunlich gut zu einem Thema, das in vielen Mahayana-Texten auftaucht: Gleichheit bedeutet nicht Gleichförmigkeit. Alle Wesen haben Zugang zum Dharma und zur Befreiung. Dennoch bleiben Ursache und Wirkung wirksam. Das Reine Land hebt Karma nicht auf – es verwandelt die Bedingungen so, dass Karma klar sichtbar wird, ohne dabei zu Leid und Konkurrenz zu führen.
中文原文
講堂宅宇分第十六

佛言:「阿彌陀佛講堂、精舍,皆自然七寶相間而成。復有七寶以為樓觀、欄楯;復以七寶為之纓絡懸飾其側;復以白珠、明月珠、摩尼珠,為之交絡遍覆其上,殊特妙好清淨光輝不可勝言。其餘菩薩、聲聞所居宮宇,亦復如是。彼諸天及世人,衣服、飲食、華香、纓絡、傘蓋、幢旛、微妙音樂,隨意而現。所居宮宇、樓閣,稱其形色、高下、大小,或以一寶、二寶乃至無量眾寶,悉化現而成。然宮宇有隨意高大浮於空中若雲氣者;有不能隨意高大,止在地上如世間者。其故非他,能隨意者,乃前世求道時慈心精進,益作諸善德厚所致。不能隨意者,乃前世求道時不慈心精進,作善微尠德薄所致。若衣服、飲食則皆平等,惟宮宇不同。所以別進有勤墮,德有大小,示眾見之。此講堂宮宇,初無作者,亦無所從來,以此佛願大德重,自然化生。」
Deutsch
Sechzehnter Abschnitt

Lehrhallen und Wohnstätten

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Die Lehrhallen
und Meditationshäuser Amitabha Buddhas

sind auf natürliche Weise

aus den sieben Kostbarkeiten entstanden.

Außerdem gibt es Türme,
Pavillons,
Geländer
und Umfriedungen,

ebenfalls aus den sieben Kostbarkeiten gefertigt.

Weiter sind sie mit kostbaren Schmuckketten geschmückt.

Weiße Perlen,

Mondperlen

und Mani-Juwelen

sind miteinander verflochten

und bedecken sie überall.

Ihre Schönheit,
Reinheit
und ihr Glanz

übersteigen jede Beschreibung.

Auch die Wohnstätten der Bodhisattvas
und Śrāvakas

sind gleichermaßen beschaffen.



Die Himmelswesen
und Menschen jenes Landes

besitzen Kleidung,
Nahrung,
Blumen,
Düfte,
Schmuckketten,
Schirme,
Banner
und wunderbare Musik,

die entsprechend ihren Wünschen erscheinen.

Ihre Wohnstätten,
Türme
und Pavillons

entsprechen ihrer jeweiligen Erscheinung,

Höhe,
Größe
und Gestalt.

Manche bestehen aus einer Kostbarkeit,

manche aus zwei,

manche aus unzähligen Kostbarkeiten.

Alle erscheinen auf natürliche Weise.



Einige dieser Wohnstätten

können sich entsprechend dem Willen ihrer Bewohner

vergrößern,
verkleinern
und frei im Raum schweben,

wie Wolken am Himmel.

Andere können dies nicht

und bleiben auf der Erde,

wie die Häuser dieser Welt.



Die Ursache dafür ist keine andere:

Jene,
deren Wohnstätten frei beweglich sind,

haben in früheren Leben

mit großem Mitgefühl

und unermüdlicher Tatkraft

den Weg geübt

und viele Tugenden angesammelt.

Deshalb ist dies die Frucht ihres Verdienstes.



Jene,
deren Wohnstätten nicht frei beweglich sind,

haben in früheren Leben

weniger Mitgefühl entfaltet,

weniger Tatkraft entwickelt

und geringere Verdienste angesammelt.

Deshalb ist dies die entsprechende Frucht.



Bei Kleidung
und Nahrung

besteht jedoch völlige Gleichheit.

Nur die Wohnstätten unterscheiden sich.

Dadurch wird sichtbar,

dass Fleiß oder Nachlässigkeit

sowie größere oder geringere Verdienste

unterschiedliche Früchte hervorbringen.

Die Wesen können dies erkennen.



Diese Lehrhallen,
Paläste
und Wohnstätten

wurden von niemandem erbaut.

Sie kommen von keinem Ort.

Aufgrund der großen Gelübde

und der gewaltigen Verdienste Amitabhas

entstehen sie auf natürliche Weise.
Kommentar
Dieser Abschnitt ist bemerkenswert,

weil er zwei Mahayana-Prinzipien gleichzeitig festhält.



1. Gleichheit

Der Text betont mehrfach:

* gleiche Nahrung,
* gleiche Kleidung,
* gleiche Möglichkeiten des Erwachens.

Niemand leidet Mangel.

Niemand wird ausgeschlossen.



2. Ursache und Wirkung

Gleichzeitig sagt der Text:

德有大小

„Verdienste besitzen unterschiedliche Größe.“

Die Wesen sind gleich wertvoll,

aber nicht alle haben dieselbe Vorgeschichte.

Deshalb unterscheiden sich die Erscheinungen.



Das erinnert an eine wichtige Mahayana-Unterscheidung:

平等

Gleichheit

ist nicht

齊一

Gleichmacherei.

Alle besitzen Buddha-Natur.

Doch die Reifung ihrer Ursachen ist unterschiedlich.



Die schwebenden Paläste

Die schwebenden Wohnstätten sind vermutlich nicht bloß Architektur.

Sie symbolisieren eine größere Freiheit des Geistes.

Je weniger Anhaftung,

desto weniger Schwere.

Je mehr Mitgefühl und Weisheit,

desto freier das Wirken.



Keine Erbauer

Der Schluss ist besonders schön:

初無作者

„Es gibt keinen Erbauer.“

亦無所從來

„Sie kommen von keinem Ort.“

Hier klingt erneut Mahayana-Weisheit an.

Die Erscheinungen sind vorhanden,

aber kein unabhängiger Schöpfer erschafft sie.

Sie entstehen aufgrund von:

* Gelübde,
* Verdienst,
* Bedingungen.

Dieser Abschnitt passt erstaunlich gut zu einem Thema, das in vielen Mahayana-Texten auftaucht: Gleichheit bedeutet nicht Gleichförmigkeit. Alle Wesen haben Zugang zum Dharma und zur Befreiung. Dennoch bleiben Ursache und Wirkung wirksam. Das Reine Land hebt Karma nicht auf – es verwandelt die Bedingungen so, dass Karma klar sichtbar wird, ohne dabei zu Leid und Konkurrenz zu führen.
54 #
寶池大小分第十七

佛言:「阿彌陀佛剎中講堂、宮宇,勝於此世界中第六天上天帝所居,百千萬倍終不可及。其內、外復有自然流泉及諸池沼,與自然七寶俱生。有純一寶池者,其底沙亦以一寶;若黃金池者底白銀沙,水晶池者底瑠璃沙,珊瑚池者底琥珀沙。有二寶為一池者,其底沙亦以二寶;若黃金、白銀池者,底沙則以水晶、瑠璃;若水晶、瑠璃池者,底沙則以珊瑚、琥珀;若珊瑚、琥珀池者,底沙則以硨磲、瑪瑙。若三寶、四寶以至七寶,共為一池,則底沙亦如是。此諸寶池有方四十里者,有方五十里者,有方六十里者,如是展轉漸大,以至於方二萬四百八十里若大海。然是諸池者,皆菩薩、聲聞諸上善人生長之所,有時浴於其間。若彼佛池其方倍此,皆七寶相間而成,白珠、明月珠、摩尼珠為之底沙。是諸池者,皆八功德水湛然盈滿,清淨香潔味如甘露。其間復有百種異華,枝皆千葉,光色既異,香氣亦異芬芳,馥郁不可勝言。」
Siebzehnter Abschnitt

Die Größe der Juwelenteiche

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Die Lehrhallen
und Wohnstätten Amitabhas

übertreffen selbst die Wohnstätten des Himmelskönigs
im sechsten Himmel dieser Welt

um hunderttausende Millionen Male.

Innerhalb und außerhalb befinden sich

natürliche Quellen,
Ströme
und Teiche,

die gemeinsam mit den sieben Kostbarkeiten entstanden sind.



Es gibt Teiche,

die aus einer einzigen Kostbarkeit bestehen.

Dann besteht auch ihr Grundsand
aus derselben Kostbarkeit.

Ein Goldteich besitzt beispielsweise
einen Grund aus Silbersand.

Ein Kristallteich besitzt
einen Grund aus Lapislazuli-Sand.

Ein Korallenteich besitzt
einen Grund aus Bernsteinsand.



Es gibt auch Teiche aus zwei Kostbarkeiten.

Dann besteht der Grundsand
aus zwei anderen Kostbarkeiten.

Ein Teich aus Gold und Silber

besitzt einen Grund aus Kristall und Lapislazuli.

Ein Teich aus Kristall und Lapislazuli

besitzt einen Grund aus Koralle und Bernstein.

Ein Teich aus Koralle und Bernstein

besitzt einen Grund aus Tridacna und Achat.



Ebenso gibt es Teiche

aus drei,
vier,
fünf,
sechs
oder sieben Kostbarkeiten,

deren Grund entsprechend gestaltet ist.



Diese Juwelenteiche besitzen unterschiedliche Größen.

Manche messen vierzig Li.

Andere fünfzig,
sechzig
und mehr.

Sie werden immer größer,

bis hin zu Teichen,

die eine Ausdehnung von
vierundzwanzigtausendvierhundertachtzig Li besitzen

und einem großen Meer gleichen.



All diese Teiche

sind Orte,

an denen Bodhisattvas,
Śrāvakas
und die übrigen Heiligen des Landes leben,
heranwachsen
und verweilen.

Zu bestimmten Zeiten

baden sie in diesen Gewässern.



Es gibt auch noch größere Teiche.

Sie bestehen vollständig aus den sieben Kostbarkeiten.

Ihr Grund besteht aus

weißen Perlen,
Mondperlen
und Mani-Juwelen.



Alle diese Teiche

sind mit dem Wasser der acht Verdienste gefüllt.

Das Wasser ist

klar,
ruhig,
rein,
duftend
und süß wie Nektar.



Zwischen ihnen wachsen

hundert Arten wunderbarer Blumen.

Jeder Stängel trägt tausend Blütenblätter.

Ihre Farben unterscheiden sich voneinander.

Ihre Düfte unterscheiden sich voneinander.

Ihre Wohlgerüche

sind unbeschreiblich reich
und durchdringen die ganze Umgebung.
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt wirkt auf moderne Leser oft wie reine Schmuckbeschreibung.

Doch in der buddhistischen Symbolsprache steckt mehr dahinter.



Die sieben Kostbarkeiten

Die sieben Kostbarkeiten sind weniger materieller Luxus

als Ausdruck von Vollkommenheit.

Sie stehen oft für:

* Vertrauen,
* Ethik,
* Großzügigkeit,
* Weisheit,
* Sammlung,
* Geduld,
* Mitgefühl.



Das Wasser der acht Verdienste

八功德水 erscheint in vielen Reines-Land-Sutren.

Die Kommentarliteratur beschreibt darunter Eigenschaften wie:

* Klarheit,
* Reinheit,
* Frische,
* Sanftheit,
* Harmonie,
* Nährkraft,
* Leichtigkeit,
* Wohltat.

Das Wasser wirkt somit fast wie ein Sinnbild des Dharma.



Die Blumen

Die Blumen sind nicht bloß Dekoration.

Im gesamten Reinen-Land-Buddhismus symbolisiert die Lotosblume:

In der Welt erscheinen,
aber nicht von ihr befleckt werden.

Deshalb begegnen wir Blumen,
Lotosteichen
und Düften immer wieder.



Die Größe der Teiche

Interessanterweise betont der Text ständig:

* vierzig Li,
* fünfzig Li,
* sechzig Li,
* bis hin zum Meer.

Das Mahayana verwendet solche Zahlen oft nicht mathematisch,
sondern um Unermesslichkeit auszudrücken.

Die eigentliche Botschaft lautet:

Das Reine Land kennt keine Enge.

Ein schönes Detail dieses Abschnitts ist die Formulierung:

生長之所

„Ort des Wachsens und Heranreifens.“

Die Teiche sind also nicht einfach Badeanlagen eines Paradieses. Der Text beschreibt sie als Orte, an denen Bodhisattvas und Heilige heranwachsen. Das passt sehr gut zu dem Bild, das sich seit Kapitel 15 immer deutlicher zeigt: Das Reine Land ist weniger ein Ort des Genusses als ein Ort der Reifung des Erwachens.
中文原文
寶池大小分第十七

佛言:「阿彌陀佛剎中講堂、宮宇,勝於此世界中第六天上天帝所居,百千萬倍終不可及。其內、外復有自然流泉及諸池沼,與自然七寶俱生。有純一寶池者,其底沙亦以一寶;若黃金池者底白銀沙,水晶池者底瑠璃沙,珊瑚池者底琥珀沙。有二寶為一池者,其底沙亦以二寶;若黃金、白銀池者,底沙則以水晶、瑠璃;若水晶、瑠璃池者,底沙則以珊瑚、琥珀;若珊瑚、琥珀池者,底沙則以硨磲、瑪瑙。若三寶、四寶以至七寶,共為一池,則底沙亦如是。此諸寶池有方四十里者,有方五十里者,有方六十里者,如是展轉漸大,以至於方二萬四百八十里若大海。然是諸池者,皆菩薩、聲聞諸上善人生長之所,有時浴於其間。若彼佛池其方倍此,皆七寶相間而成,白珠、明月珠、摩尼珠為之底沙。是諸池者,皆八功德水湛然盈滿,清淨香潔味如甘露。其間復有百種異華,枝皆千葉,光色既異,香氣亦異芬芳,馥郁不可勝言。」
Deutsch
Siebzehnter Abschnitt

Die Größe der Juwelenteiche

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Die Lehrhallen
und Wohnstätten Amitabhas

übertreffen selbst die Wohnstätten des Himmelskönigs
im sechsten Himmel dieser Welt

um hunderttausende Millionen Male.

Innerhalb und außerhalb befinden sich

natürliche Quellen,
Ströme
und Teiche,

die gemeinsam mit den sieben Kostbarkeiten entstanden sind.



Es gibt Teiche,

die aus einer einzigen Kostbarkeit bestehen.

Dann besteht auch ihr Grundsand
aus derselben Kostbarkeit.

Ein Goldteich besitzt beispielsweise
einen Grund aus Silbersand.

Ein Kristallteich besitzt
einen Grund aus Lapislazuli-Sand.

Ein Korallenteich besitzt
einen Grund aus Bernsteinsand.



Es gibt auch Teiche aus zwei Kostbarkeiten.

Dann besteht der Grundsand
aus zwei anderen Kostbarkeiten.

Ein Teich aus Gold und Silber

besitzt einen Grund aus Kristall und Lapislazuli.

Ein Teich aus Kristall und Lapislazuli

besitzt einen Grund aus Koralle und Bernstein.

Ein Teich aus Koralle und Bernstein

besitzt einen Grund aus Tridacna und Achat.



Ebenso gibt es Teiche

aus drei,
vier,
fünf,
sechs
oder sieben Kostbarkeiten,

deren Grund entsprechend gestaltet ist.



Diese Juwelenteiche besitzen unterschiedliche Größen.

Manche messen vierzig Li.

Andere fünfzig,
sechzig
und mehr.

Sie werden immer größer,

bis hin zu Teichen,

die eine Ausdehnung von
vierundzwanzigtausendvierhundertachtzig Li besitzen

und einem großen Meer gleichen.



All diese Teiche

sind Orte,

an denen Bodhisattvas,
Śrāvakas
und die übrigen Heiligen des Landes leben,
heranwachsen
und verweilen.

Zu bestimmten Zeiten

baden sie in diesen Gewässern.



Es gibt auch noch größere Teiche.

Sie bestehen vollständig aus den sieben Kostbarkeiten.

Ihr Grund besteht aus

weißen Perlen,
Mondperlen
und Mani-Juwelen.



Alle diese Teiche

sind mit dem Wasser der acht Verdienste gefüllt.

Das Wasser ist

klar,
ruhig,
rein,
duftend
und süß wie Nektar.



Zwischen ihnen wachsen

hundert Arten wunderbarer Blumen.

Jeder Stängel trägt tausend Blütenblätter.

Ihre Farben unterscheiden sich voneinander.

Ihre Düfte unterscheiden sich voneinander.

Ihre Wohlgerüche

sind unbeschreiblich reich
und durchdringen die ganze Umgebung.
Kommentar
Dieser Abschnitt wirkt auf moderne Leser oft wie reine Schmuckbeschreibung.

Doch in der buddhistischen Symbolsprache steckt mehr dahinter.



Die sieben Kostbarkeiten

Die sieben Kostbarkeiten sind weniger materieller Luxus

als Ausdruck von Vollkommenheit.

Sie stehen oft für:

* Vertrauen,
* Ethik,
* Großzügigkeit,
* Weisheit,
* Sammlung,
* Geduld,
* Mitgefühl.



Das Wasser der acht Verdienste

八功德水 erscheint in vielen Reines-Land-Sutren.

Die Kommentarliteratur beschreibt darunter Eigenschaften wie:

* Klarheit,
* Reinheit,
* Frische,
* Sanftheit,
* Harmonie,
* Nährkraft,
* Leichtigkeit,
* Wohltat.

Das Wasser wirkt somit fast wie ein Sinnbild des Dharma.



Die Blumen

Die Blumen sind nicht bloß Dekoration.

Im gesamten Reinen-Land-Buddhismus symbolisiert die Lotosblume:

In der Welt erscheinen,
aber nicht von ihr befleckt werden.

Deshalb begegnen wir Blumen,
Lotosteichen
und Düften immer wieder.



Die Größe der Teiche

Interessanterweise betont der Text ständig:

* vierzig Li,
* fünfzig Li,
* sechzig Li,
* bis hin zum Meer.

Das Mahayana verwendet solche Zahlen oft nicht mathematisch,
sondern um Unermesslichkeit auszudrücken.

Die eigentliche Botschaft lautet:

Das Reine Land kennt keine Enge.

Ein schönes Detail dieses Abschnitts ist die Formulierung:

生長之所

„Ort des Wachsens und Heranreifens.“

Die Teiche sind also nicht einfach Badeanlagen eines Paradieses. Der Text beschreibt sie als Orte, an denen Bodhisattvas und Heilige heranwachsen. Das passt sehr gut zu dem Bild, das sich seit Kapitel 15 immer deutlicher zeigt: Das Reine Land ist weniger ein Ort des Genusses als ein Ort der Reifung des Erwachens.
55 #
蓮華化生分第十八

佛言:「十方無央數世界諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,往生阿彌陀佛剎者,皆於七寶池蓮華中化生,自然長大亦無乳養之者,皆食自然之食。其容貌、形色端正淨好,固非世人可比,亦非天人可比;皆受自然清虛之身、無極之壽。」
Achtzehnter Abschnitt

Geburt aus der Lotosblume

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Die Götter,
Menschen

und selbst die fliegenden,
kriechenden
und sich windenden Wesen

der zahllosen Welten der zehn Richtungen,

die im Buddha-Land Amitabhas wiedergeboren werden,

werden alle

in Lotosblumen

in den Teichen der sieben Kostbarkeiten geboren.

Sie entstehen dort auf wunderbare Weise.

Sie wachsen von selbst heran.

Es gibt niemanden,
der sie stillt
oder aufzieht.

Alle nähren sich

von der natürlich erscheinenden Nahrung.



Ihre Erscheinung,

ihre Gestalt

und ihre Ausstrahlung

sind vollkommen,
rein
und schön.

Sie übertreffen alles,

was unter den Menschen gesehen werden kann.

Sie übertreffen selbst die Erscheinung der Götter.



Alle empfangen

einen natürlichen,
reinen
und durchsichtigen Körper

sowie ein unermessliches Leben.
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt ist kurz,

aber er enthält mehrere zentrale Motive des Reinen Landes.



Die Lotosgeburt

蓮華中化生

„Geburt durch Wandlung in der Lotosblume.“

Dies ist vielleicht das bekannteste Bild des gesamten Reines-Land-Buddhismus.

Die Lotosblume symbolisiert:

* Reinheit,
* Entfaltung,
* Erwachen.

Wie der Lotus aus dem Wasser wächst,
ohne davon befleckt zu werden,

so erscheint der Erwachensgeist inmitten der Welt.



Keine biologische Geburt

亦無乳養之者

„Es gibt niemanden, der sie stillt oder aufzieht.“

Dies bedeutet nicht,

dass Elternschaft geringgeschätzt wird.

Der Text betont vielmehr:

Die Wesen des Reinen Landes

sind nicht mehr an die gewöhnlichen Bedingungen samsarischer Geburt gebunden.

Dadurch fallen viele Ursachen für:

* Besitzdenken,
* Abstammungsstolz,
* Familienkonflikte,
* soziale Hierarchien.

weg.



Reiner Körper

清虛之身

„ein reiner und durchsichtiger Körper.“

Das ist eine interessante Formulierung.

Der Körper wird nicht abgeschafft.

Er bleibt vorhanden.

Aber er ist nicht mehr schwer,
vergänglich
und von Krankheit gezeichnet.



Unermessliches Leben

無極之壽

„grenzenlose Lebensdauer.“

Wie bereits in früheren Gelübden bedeutet dies:

Der Weg zum Erwachen steht nicht unter Zeitdruck.

Ein interessanter Zusammenhang ergibt sich hier zu den Gelübden 2 und 11, die wir zuvor besprochen haben. Dort wurde bereits angekündigt:

* Geburt in Lotosblumen,
* Aufhebung gewöhnlicher Unterschiede der Erscheinung.

Dieses Kapitel zeigt nun die konkrete Gestalt dieser Gelübde. Aus Sicht des Sutras liegt der Schwerpunkt weniger auf Geschlecht, Herkunft oder sozialer Stellung als auf der gemeinsamen Teilnahme am Erwachensweg. Alle Wesen beginnen im Reinen Land gewissermaßen aus derselben Lotosblüte des Dharma heraus neu.
中文原文
蓮華化生分第十八

佛言:「十方無央數世界諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,往生阿彌陀佛剎者,皆於七寶池蓮華中化生,自然長大亦無乳養之者,皆食自然之食。其容貌、形色端正淨好,固非世人可比,亦非天人可比;皆受自然清虛之身、無極之壽。」
Deutsch
Achtzehnter Abschnitt

Geburt aus der Lotosblume

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Die Götter,
Menschen

und selbst die fliegenden,
kriechenden
und sich windenden Wesen

der zahllosen Welten der zehn Richtungen,

die im Buddha-Land Amitabhas wiedergeboren werden,

werden alle

in Lotosblumen

in den Teichen der sieben Kostbarkeiten geboren.

Sie entstehen dort auf wunderbare Weise.

Sie wachsen von selbst heran.

Es gibt niemanden,
der sie stillt
oder aufzieht.

Alle nähren sich

von der natürlich erscheinenden Nahrung.



Ihre Erscheinung,

ihre Gestalt

und ihre Ausstrahlung

sind vollkommen,
rein
und schön.

Sie übertreffen alles,

was unter den Menschen gesehen werden kann.

Sie übertreffen selbst die Erscheinung der Götter.



Alle empfangen

einen natürlichen,
reinen
und durchsichtigen Körper

sowie ein unermessliches Leben.
Kommentar
Dieser Abschnitt ist kurz,

aber er enthält mehrere zentrale Motive des Reinen Landes.



Die Lotosgeburt

蓮華中化生

„Geburt durch Wandlung in der Lotosblume.“

Dies ist vielleicht das bekannteste Bild des gesamten Reines-Land-Buddhismus.

Die Lotosblume symbolisiert:

* Reinheit,
* Entfaltung,
* Erwachen.

Wie der Lotus aus dem Wasser wächst,
ohne davon befleckt zu werden,

so erscheint der Erwachensgeist inmitten der Welt.



Keine biologische Geburt

亦無乳養之者

„Es gibt niemanden, der sie stillt oder aufzieht.“

Dies bedeutet nicht,

dass Elternschaft geringgeschätzt wird.

Der Text betont vielmehr:

Die Wesen des Reinen Landes

sind nicht mehr an die gewöhnlichen Bedingungen samsarischer Geburt gebunden.

Dadurch fallen viele Ursachen für:

* Besitzdenken,
* Abstammungsstolz,
* Familienkonflikte,
* soziale Hierarchien.

weg.



Reiner Körper

清虛之身

„ein reiner und durchsichtiger Körper.“

Das ist eine interessante Formulierung.

Der Körper wird nicht abgeschafft.

Er bleibt vorhanden.

Aber er ist nicht mehr schwer,
vergänglich
und von Krankheit gezeichnet.



Unermessliches Leben

無極之壽

„grenzenlose Lebensdauer.“

Wie bereits in früheren Gelübden bedeutet dies:

Der Weg zum Erwachen steht nicht unter Zeitdruck.

Ein interessanter Zusammenhang ergibt sich hier zu den Gelübden 2 und 11, die wir zuvor besprochen haben. Dort wurde bereits angekündigt:

* Geburt in Lotosblumen,
* Aufhebung gewöhnlicher Unterschiede der Erscheinung.

Dieses Kapitel zeigt nun die konkrete Gestalt dieser Gelübde. Aus Sicht des Sutras liegt der Schwerpunkt weniger auf Geschlecht, Herkunft oder sozialer Stellung als auf der gemeinsamen Teilnahme am Erwachensweg. Alle Wesen beginnen im Reinen Land gewissermaßen aus derselben Lotosblüte des Dharma heraus neu.
56 #
𠣏者比類分第十九

佛言:「譬如𠣏者在帝王之側,[1]相容儀寧可類否?」

阿難答言:「𠣏者在帝王之側,羸陋醜惡無以為喻,百千萬倍不可以及。所以然者,皆坐前世不植德本,積財不施,富有益慳,但欲唐得,貪求無厭。不信修善得福,益作諸惡,如是壽終墮於惡趣,受諸長苦;得出為人,下賤醜弊,示眾見之。所以帝王人中尊貴,皆由宿世積德所致,慈惠溫良,博施兼濟,損已利物,無所違爭,是以壽終應生天上享其福樂;餘慶猶存遂生王家,自然尊貴,儀容端正,眾所敬事;美衣珍饍隨心服御,自非宿福何以能然。」

佛言:「汝言是矣!若言形相威光,帝王雖人中尊貴,比轉輪聖王猶如鄙陋,若彼𠣏者在帝王之側。轉輪聖王天下第一,比忉利天王,又百千萬倍不可以及。忉利天王比第六天王,又百千萬倍不可以及。第六天王,比阿彌陀佛剎中諸菩薩、聲聞、諸上善人,又百千萬倍不可以及。」
Neunzehnter Abschnitt

Der Bettler und der König

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Angenommen,

ein Bettler stünde neben einem Kaiser.

Könnte ihre Erscheinung,
ihre Ausstrahlung
und ihre Würde miteinander verglichen werden?

Ananda antwortete:

Ein Bettler neben einem Kaiser

erscheint schwach,
armselig
und unansehnlich.

Der Unterschied ist so groß,

dass er sich nicht beschreiben lässt.

Selbst hunderttausend Millionen Vergleiche
reichen dafür nicht aus.

Warum ist das so?

Weil ein solcher Mensch in früheren Leben
keine heilsamen Wurzeln gepflanzt hat.

Er sammelte Reichtum,
ohne zu geben.

Obwohl er besaß,
blieb er geizig.

Er wollte nur gewinnen,
ohne zu teilen.

Seine Begierde kannte keine Grenze.

Er glaubte nicht daran,
dass gutes Handeln Glück hervorbringt.

Stattdessen häufte er Unheilsames an.

Nach seinem Tod fiel er in leidvolle Bereiche
und erlitt lange Zeit Schmerzen.

Wenn er schließlich wieder als Mensch geboren wird,

erscheint er arm,
niedriggestellt
und von geringer Ausstrahlung.

Dadurch werden die Folgen seines Handelns sichtbar.

Ein Kaiser hingegen

ist unter den Menschen hochgeehrt.

Dies ist die Frucht früherer Verdienste.

Er war mitfühlend,
freigebig,
freundlich
und großzügig.

Er half vielen Wesen.

Er stellte das Wohl anderer
oft über sein eigenes.

Er suchte keinen Streit.

Deshalb wird er nach seinem Tod
in himmlischen Bereichen geboren
und genießt dort Glück.

Wenn von diesen Verdiensten noch etwas verbleibt,

wird er in einer königlichen Familie geboren.

Daher besitzt er Würde,
Schönheit
und Ansehen.

Die Menschen ehren ihn.

Kleidung,
Nahrung
und Reichtum
stehen ihm zur Verfügung.

Wäre dies nicht die Frucht früherer Verdienste,
wie könnte es sonst geschehen?



Der Buddha sprach:

Was du sagst, ist richtig.

Doch wenn man Aussehen,
Würde
und Ausstrahlung betrachtet,

dann erscheint selbst ein Kaiser
neben einem Cakravartin
(Weltenherrscher)

so gering,
wie zuvor der Bettler neben dem Kaiser.

Und der Cakravartin,
der unter den Menschen der Höchste ist,

erscheint wiederum gering
neben dem König des Trayastrimsha-Himmels.

Der Unterschied ist unermesslich.

Der König des Trayastrimsha-Himmels

erscheint wiederum gering
neben dem Herrscher des sechsten Himmels.

Der Unterschied ist wiederum unermesslich.

Und selbst der Herrscher des sechsten Himmels

erscheint gering
im Vergleich zu den Bodhisattvas,
Śrāvakas
und großen Heiligen
des Landes Amitabhas.

Auch dieser Unterschied
ist unermesslich.
Kommentar öffnen
Moderne Leser stolpern oft über den ersten Teil.

Es wäre jedoch ein Missverständnis, den Abschnitt als soziale Bewertung von Armen und Reichen zu lesen.

Der Text will nicht sagen:

Reiche Menschen sind besser.

Denn unmittelbar danach wird auch der Kaiser wieder relativiert.

Dann der Weltenherrscher.

Dann die Himmelskönige.

Dann der Herrscher des sechsten Himmels.

Am Ende bleibt niemand übrig, auf den man stolz sein könnte.

Die eigentliche Bewegung lautet:

Was aus menschlicher Sicht groß erscheint,
erscheint aus höherer Sicht klein.

Und selbst die himmlischen Ebenen sind noch nicht das Ziel.

Das erinnert an viele Mahayana-Texte, die schrittweise jede Form von Stolz auflösen.
中文原文
𠣏者比類分第十九

佛言:「譬如𠣏者在帝王之側,[1]相容儀寧可類否?」

阿難答言:「𠣏者在帝王之側,羸陋醜惡無以為喻,百千萬倍不可以及。所以然者,皆坐前世不植德本,積財不施,富有益慳,但欲唐得,貪求無厭。不信修善得福,益作諸惡,如是壽終墮於惡趣,受諸長苦;得出為人,下賤醜弊,示眾見之。所以帝王人中尊貴,皆由宿世積德所致,慈惠溫良,博施兼濟,損已利物,無所違爭,是以壽終應生天上享其福樂;餘慶猶存遂生王家,自然尊貴,儀容端正,眾所敬事;美衣珍饍隨心服御,自非宿福何以能然。」

佛言:「汝言是矣!若言形相威光,帝王雖人中尊貴,比轉輪聖王猶如鄙陋,若彼𠣏者在帝王之側。轉輪聖王天下第一,比忉利天王,又百千萬倍不可以及。忉利天王比第六天王,又百千萬倍不可以及。第六天王,比阿彌陀佛剎中諸菩薩、聲聞、諸上善人,又百千萬倍不可以及。」
Deutsch
Neunzehnter Abschnitt

Der Bettler und der König

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Angenommen,

ein Bettler stünde neben einem Kaiser.

Könnte ihre Erscheinung,
ihre Ausstrahlung
und ihre Würde miteinander verglichen werden?

Ananda antwortete:

Ein Bettler neben einem Kaiser

erscheint schwach,
armselig
und unansehnlich.

Der Unterschied ist so groß,

dass er sich nicht beschreiben lässt.

Selbst hunderttausend Millionen Vergleiche
reichen dafür nicht aus.

Warum ist das so?

Weil ein solcher Mensch in früheren Leben
keine heilsamen Wurzeln gepflanzt hat.

Er sammelte Reichtum,
ohne zu geben.

Obwohl er besaß,
blieb er geizig.

Er wollte nur gewinnen,
ohne zu teilen.

Seine Begierde kannte keine Grenze.

Er glaubte nicht daran,
dass gutes Handeln Glück hervorbringt.

Stattdessen häufte er Unheilsames an.

Nach seinem Tod fiel er in leidvolle Bereiche
und erlitt lange Zeit Schmerzen.

Wenn er schließlich wieder als Mensch geboren wird,

erscheint er arm,
niedriggestellt
und von geringer Ausstrahlung.

Dadurch werden die Folgen seines Handelns sichtbar.

Ein Kaiser hingegen

ist unter den Menschen hochgeehrt.

Dies ist die Frucht früherer Verdienste.

Er war mitfühlend,
freigebig,
freundlich
und großzügig.

Er half vielen Wesen.

Er stellte das Wohl anderer
oft über sein eigenes.

Er suchte keinen Streit.

Deshalb wird er nach seinem Tod
in himmlischen Bereichen geboren
und genießt dort Glück.

Wenn von diesen Verdiensten noch etwas verbleibt,

wird er in einer königlichen Familie geboren.

Daher besitzt er Würde,
Schönheit
und Ansehen.

Die Menschen ehren ihn.

Kleidung,
Nahrung
und Reichtum
stehen ihm zur Verfügung.

Wäre dies nicht die Frucht früherer Verdienste,
wie könnte es sonst geschehen?



Der Buddha sprach:

Was du sagst, ist richtig.

Doch wenn man Aussehen,
Würde
und Ausstrahlung betrachtet,

dann erscheint selbst ein Kaiser
neben einem Cakravartin
(Weltenherrscher)

so gering,
wie zuvor der Bettler neben dem Kaiser.

Und der Cakravartin,
der unter den Menschen der Höchste ist,

erscheint wiederum gering
neben dem König des Trayastrimsha-Himmels.

Der Unterschied ist unermesslich.

Der König des Trayastrimsha-Himmels

erscheint wiederum gering
neben dem Herrscher des sechsten Himmels.

Der Unterschied ist wiederum unermesslich.

Und selbst der Herrscher des sechsten Himmels

erscheint gering
im Vergleich zu den Bodhisattvas,
Śrāvakas
und großen Heiligen
des Landes Amitabhas.

Auch dieser Unterschied
ist unermesslich.
Kommentar
Moderne Leser stolpern oft über den ersten Teil.

Es wäre jedoch ein Missverständnis, den Abschnitt als soziale Bewertung von Armen und Reichen zu lesen.

Der Text will nicht sagen:

Reiche Menschen sind besser.

Denn unmittelbar danach wird auch der Kaiser wieder relativiert.

Dann der Weltenherrscher.

Dann die Himmelskönige.

Dann der Herrscher des sechsten Himmels.

Am Ende bleibt niemand übrig, auf den man stolz sein könnte.

Die eigentliche Bewegung lautet:

Was aus menschlicher Sicht groß erscheint,
erscheint aus höherer Sicht klein.

Und selbst die himmlischen Ebenen sind noch nicht das Ziel.

Das erinnert an viele Mahayana-Texte, die schrittweise jede Form von Stolz auflösen.
57 #
澡雪形體分第二十

佛言:「阿彌陀佛剎中,諸菩薩、聲聞、諸上善人,若入七寶池中澡雪形體;意欲令水沒足水即沒足,欲令至膝水即至膝,欲令至腰至腋,以至于頸,水亦如是。欲淋灌其身悉如其意,欲令其水如初,即亦如初。調和冷暖無不順適,開神悅體滌蕩情慮,清明澄潔瑩若無形。既出浴已,各坐於一蓮華之上,自然微風徐動,吹諸寶樹,或作音樂,或作法音;吹諸寶華皆成異香,散諸菩薩、聲聞、大眾之上。華墮地者積厚四寸,極目明麗芳香無比,及至小萎,自然亂風吹去。諸菩薩、聲聞、大眾,有欲聞法音者,有欲聞音樂者,有欲聞華香者,有皆不欲聞者;其欲聞者輒獨聞之,不欲聞者寂無所聞,各適其意無所違忤,其為快樂常得自然。」
Zwanzigster Abschnitt

Reinigung von Körper und Geist

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Im Land Amitabhas

betreten die Bodhisattvas,
Śrāvakas
und alle großen Heiligen

die Teiche aus sieben Kostbarkeiten,

um ihren Körper zu reinigen.

Wenn sie wünschen,

dass das Wasser nur ihre Füße bedeckt,

dann reicht es bis zu den Füßen.

Wünschen sie,

dass es bis zu den Knien reicht,

dann reicht es bis zu den Knien.

Wünschen sie,

dass es bis zur Hüfte,
zu den Achseln
oder bis zum Hals steigt,

dann geschieht es ebenso.

Wenn sie wünschen,

dass das Wasser ihren ganzen Körper umspült,

geschieht dies ebenfalls.

Wenn sie wünschen,

dass das Wasser wieder sinkt,

kehrt es sofort in seinen ursprünglichen Zustand zurück.



Das Wasser besitzt stets die richtige Temperatur.

Kühl oder warm,

alles entspricht vollkommen dem Wunsch.

Es öffnet den Geist,

erfreut den Körper,

löst Sorgen und Anhaftungen auf,

macht klar,
rein
und durchsichtig,

als besäße es keine feste Gestalt.



Nachdem sie das Bad verlassen haben,

setzt sich jeder auf eine Lotosblume.

Ein sanfter Wind erhebt sich von selbst.

Er bewegt die kostbaren Bäume.

Manchmal erklingen daraus wunderbare Melodien.

Manchmal erklingen daraus die Töne des Dharma.



Wenn der Wind durch die kostbaren Blumen streicht,

entstehen vielfältige Düfte.

Sie verbreiten sich über den Bodhisattvas,
Śrāvakas
und der großen Versammlung.

Die Blütenblätter,

die zur Erde fallen,

bilden eine Schicht von vier Zoll Höhe.

Soweit das Auge reicht,

sind sie leuchtend schön

und von unvergleichlichem Duft.

Wenn sie allmählich welken,

erscheint ein natürlicher Wind

und trägt sie fort.



Unter den Bodhisattvas,
Śrāvakas
und den übrigen Wesen

gibt es manche,

die den Dharma hören möchten.

Andere möchten Musik hören.

Andere möchten nur die Düfte wahrnehmen.

Wieder andere wünschen nichts davon.



Wer den Dharma hören möchte,

hört den Dharma.

Wer Musik hören möchte,

hört Musik.

Wer Düfte wahrnehmen möchte,

nimmt Düfte wahr.

Wer nichts davon hören möchte,

hört nichts.



Jeder empfängt genau das,

was seiner Ausrichtung entspricht.

Nichts geschieht gegen seinen Wunsch.

Darum ist ihre Freude

natürlich,
mühelos
und vollkommen.
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt ist bemerkenswert,

weil er ein Prinzip zeigt,

das im Mahayana immer wieder erscheint:

隨意

„entsprechend der Absicht“

oder

隨機說法

„dem jeweiligen Wesen angemessene Lehre“.



Das Wasser

Das Wasser besitzt keine feste Höhe.

Es passt sich an.

Das erinnert fast an eine physische Darstellung von Upaya.

Der Dharma erscheint nicht starr.

Er begegnet den Wesen dort,

wo sie gerade stehen.



Die Musik und der Dharma

Noch interessanter ist:

Der gleiche Wind

kann unterschiedliche Wirkungen hervorbringen.

Der eine hört Musik.

Der andere hört Dharma.

Der dritte nimmt Duft wahr.

Der vierte hört gar nichts.

Der Wind ist derselbe.

Die Wahrnehmung ist verschieden.



Für Mahayana-Leser klingt das fast wie eine Beschreibung der Lehre selbst.

Die Wirklichkeit erscheint entsprechend der Aufnahmefähigkeit des Hörenden.



Keine Zwangsbeschallung

Der Satz:

不欲聞者寂無所聞

„Wer nicht hören möchte, hört nichts.“

ist bemerkenswert.

Im Reinen Land wird nicht missioniert.

Der Dharma wird angeboten,

nicht aufgezwungen.
中文原文
澡雪形體分第二十

佛言:「阿彌陀佛剎中,諸菩薩、聲聞、諸上善人,若入七寶池中澡雪形體;意欲令水沒足水即沒足,欲令至膝水即至膝,欲令至腰至腋,以至于頸,水亦如是。欲淋灌其身悉如其意,欲令其水如初,即亦如初。調和冷暖無不順適,開神悅體滌蕩情慮,清明澄潔瑩若無形。既出浴已,各坐於一蓮華之上,自然微風徐動,吹諸寶樹,或作音樂,或作法音;吹諸寶華皆成異香,散諸菩薩、聲聞、大眾之上。華墮地者積厚四寸,極目明麗芳香無比,及至小萎,自然亂風吹去。諸菩薩、聲聞、大眾,有欲聞法音者,有欲聞音樂者,有欲聞華香者,有皆不欲聞者;其欲聞者輒獨聞之,不欲聞者寂無所聞,各適其意無所違忤,其為快樂常得自然。」
Deutsch
Zwanzigster Abschnitt

Reinigung von Körper und Geist

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Im Land Amitabhas

betreten die Bodhisattvas,
Śrāvakas
und alle großen Heiligen

die Teiche aus sieben Kostbarkeiten,

um ihren Körper zu reinigen.

Wenn sie wünschen,

dass das Wasser nur ihre Füße bedeckt,

dann reicht es bis zu den Füßen.

Wünschen sie,

dass es bis zu den Knien reicht,

dann reicht es bis zu den Knien.

Wünschen sie,

dass es bis zur Hüfte,
zu den Achseln
oder bis zum Hals steigt,

dann geschieht es ebenso.

Wenn sie wünschen,

dass das Wasser ihren ganzen Körper umspült,

geschieht dies ebenfalls.

Wenn sie wünschen,

dass das Wasser wieder sinkt,

kehrt es sofort in seinen ursprünglichen Zustand zurück.



Das Wasser besitzt stets die richtige Temperatur.

Kühl oder warm,

alles entspricht vollkommen dem Wunsch.

Es öffnet den Geist,

erfreut den Körper,

löst Sorgen und Anhaftungen auf,

macht klar,
rein
und durchsichtig,

als besäße es keine feste Gestalt.



Nachdem sie das Bad verlassen haben,

setzt sich jeder auf eine Lotosblume.

Ein sanfter Wind erhebt sich von selbst.

Er bewegt die kostbaren Bäume.

Manchmal erklingen daraus wunderbare Melodien.

Manchmal erklingen daraus die Töne des Dharma.



Wenn der Wind durch die kostbaren Blumen streicht,

entstehen vielfältige Düfte.

Sie verbreiten sich über den Bodhisattvas,
Śrāvakas
und der großen Versammlung.

Die Blütenblätter,

die zur Erde fallen,

bilden eine Schicht von vier Zoll Höhe.

Soweit das Auge reicht,

sind sie leuchtend schön

und von unvergleichlichem Duft.

Wenn sie allmählich welken,

erscheint ein natürlicher Wind

und trägt sie fort.



Unter den Bodhisattvas,
Śrāvakas
und den übrigen Wesen

gibt es manche,

die den Dharma hören möchten.

Andere möchten Musik hören.

Andere möchten nur die Düfte wahrnehmen.

Wieder andere wünschen nichts davon.



Wer den Dharma hören möchte,

hört den Dharma.

Wer Musik hören möchte,

hört Musik.

Wer Düfte wahrnehmen möchte,

nimmt Düfte wahr.

Wer nichts davon hören möchte,

hört nichts.



Jeder empfängt genau das,

was seiner Ausrichtung entspricht.

Nichts geschieht gegen seinen Wunsch.

Darum ist ihre Freude

natürlich,
mühelos
und vollkommen.
Kommentar
Dieser Abschnitt ist bemerkenswert,

weil er ein Prinzip zeigt,

das im Mahayana immer wieder erscheint:

隨意

„entsprechend der Absicht“

oder

隨機說法

„dem jeweiligen Wesen angemessene Lehre“.



Das Wasser

Das Wasser besitzt keine feste Höhe.

Es passt sich an.

Das erinnert fast an eine physische Darstellung von Upaya.

Der Dharma erscheint nicht starr.

Er begegnet den Wesen dort,

wo sie gerade stehen.



Die Musik und der Dharma

Noch interessanter ist:

Der gleiche Wind

kann unterschiedliche Wirkungen hervorbringen.

Der eine hört Musik.

Der andere hört Dharma.

Der dritte nimmt Duft wahr.

Der vierte hört gar nichts.

Der Wind ist derselbe.

Die Wahrnehmung ist verschieden.



Für Mahayana-Leser klingt das fast wie eine Beschreibung der Lehre selbst.

Die Wirklichkeit erscheint entsprechend der Aufnahmefähigkeit des Hörenden.



Keine Zwangsbeschallung

Der Satz:

不欲聞者寂無所聞

„Wer nicht hören möchte, hört nichts.“

ist bemerkenswert.

Im Reinen Land wird nicht missioniert.

Der Dharma wird angeboten,

nicht aufgezwungen.
58 #
澡畢進業分第二十一

佛言:「饒皆浴已各往修進,有在地講經者,有在地誦經者,有在地自說經者,有在地口授經者,有在地聽經者,有在地念經者,有在地思道者,有在地坐禪一心者,有在地經行者;仍有在虛空中講經者,在虛空中誦經者,在虛空中自說經者,在虛空中口授經者,在虛空中聽經者,在虛空中念經者,在虛空中思道者,在虛空中坐禪一心者,在虛空中經行者。其間有未得須陀洹者,因是得須陀洹;未得斯陀含者,因是得斯陀含;未得阿那含者,得阿那含;未得阿羅漢者,得阿羅漢;有未得不退轉地菩薩者,乃得不退轉地菩薩。各隨其質而有所得,莫不欣然適意而悅。」

佛說大阿彌陀經卷上
Einundzwanzigster Abschnitt

Nach dem Bad vertiefen sie den Weg

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Nachdem alle gebadet haben,

geht jeder seiner weiteren Übung nach.

Es gibt solche,

die auf der Erde Sutren lehren.

Es gibt solche,

die auf der Erde Sutren rezitieren.

Es gibt solche,

die auf der Erde den Dharma erklären.

Es gibt solche,

die auf der Erde Sutren mündlich weitergeben.

Es gibt solche,

die auf der Erde den Dharma hören.

Es gibt solche,

die auf der Erde die Sutren erinnern und rezitieren.

Es gibt solche,

die auf der Erde über den Weg nachdenken.

Es gibt solche,

die auf der Erde in Sammlung verweilen.

Es gibt solche,

die auf der Erde meditativ umhergehen.



Ebenso gibt es solche,

die im Raum lehren,

im Raum rezitieren,

im Raum erklären,

im Raum weitergeben,

im Raum hören,

im Raum erinnern,

im Raum über den Weg nachdenken,

im Raum in Sammlung verweilen

und im Raum meditativ umhergehen.



Unter ihnen gibt es Wesen,

die die Frucht des Sotapanna
(Stromeintritt)

noch nicht erlangt haben.

Durch diese Praxis erlangen sie sie.

Andere haben die Frucht des Sakrdagamin
(Einmal-Wiederkehrer)

noch nicht erreicht.

Durch diese Praxis erreichen sie sie.

Andere erlangen die Frucht des Anagamin
(Nicht-Wiederkehrer).

Andere erlangen die Frucht des Arhat.

Wieder andere,

die die Stufe des Nicht-Zurückfallens als Bodhisattva

noch nicht verwirklicht haben,

erreichen sie.



Jeder empfängt entsprechend seiner Veranlagung,

was für ihn passend ist.

Alle verwirklichen Fortschritt.

Alle erfahren Freude.

Alle sind zufrieden.



Ende des ersten Bandes des Großen Amitabha-Sutras.
Kommentar öffnen
Dieser Schluss ist außerordentlich aufschlussreich.

Nach all den Beschreibungen von:

* Juwelen,
* Blumen,
* Düften,
* Musik,
* Teichen,

endet der Band nicht mit Genuss,

sondern mit:

講經

lehren

聽經

hören

思道

den Weg betrachten

坐禪

meditieren



Das Reine Land wird dadurch endgültig als Praxisfeld sichtbar.



Unterschiedliche Wege

Besonders schön ist:

各隨其質而有所得

„Jeder erhält entsprechend seiner Veranlagung seinen Fortschritt.“

Das erinnert stark an Mahayana-Upaya.

Nicht alle praktizieren gleich.

Nicht alle benötigen dieselbe Methode.

Doch alle gelangen voran.



Die Verbindung von Śrāvaka und Bodhisattva

Interessant ist auch,

dass hier beide Wege nebeneinander erscheinen:

* die klassischen vier Früchte der Hörenden,
* die Nicht-Zurückfallens-Stufe des Bodhisattva.

Das Sutra trennt sie nicht gegeneinander.

Beide werden als Ausdruck des Fortschritts auf dem Weg dargestellt.

Wenn man auf den gesamten ersten Band zurückblickt, ergibt sich eine interessante Struktur:

1. Die Gelübde Dharmākaras.
2. Die unermessliche Bodhisattva-Praxis.
3. Die Vollendung zur Buddhaschaft.
4. Die Beschreibung des Reinen Landes.
5. Die Praxis der dort Geborenen.

Das letzte Bild des ersten Bandes ist daher nicht der Lotus, nicht das Licht und nicht der Palast – sondern Wesen, die den Dharma hören, lehren, kontemplieren und verwirklichen. Das ist ein bemerkenswert starker Mahayana-Schlusspunkt für die erste Hälfte des Sutras.
中文原文
澡畢進業分第二十一

佛言:「饒皆浴已各往修進,有在地講經者,有在地誦經者,有在地自說經者,有在地口授經者,有在地聽經者,有在地念經者,有在地思道者,有在地坐禪一心者,有在地經行者;仍有在虛空中講經者,在虛空中誦經者,在虛空中自說經者,在虛空中口授經者,在虛空中聽經者,在虛空中念經者,在虛空中思道者,在虛空中坐禪一心者,在虛空中經行者。其間有未得須陀洹者,因是得須陀洹;未得斯陀含者,因是得斯陀含;未得阿那含者,得阿那含;未得阿羅漢者,得阿羅漢;有未得不退轉地菩薩者,乃得不退轉地菩薩。各隨其質而有所得,莫不欣然適意而悅。」

佛說大阿彌陀經卷上
Deutsch
Einundzwanzigster Abschnitt

Nach dem Bad vertiefen sie den Weg

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Nachdem alle gebadet haben,

geht jeder seiner weiteren Übung nach.

Es gibt solche,

die auf der Erde Sutren lehren.

Es gibt solche,

die auf der Erde Sutren rezitieren.

Es gibt solche,

die auf der Erde den Dharma erklären.

Es gibt solche,

die auf der Erde Sutren mündlich weitergeben.

Es gibt solche,

die auf der Erde den Dharma hören.

Es gibt solche,

die auf der Erde die Sutren erinnern und rezitieren.

Es gibt solche,

die auf der Erde über den Weg nachdenken.

Es gibt solche,

die auf der Erde in Sammlung verweilen.

Es gibt solche,

die auf der Erde meditativ umhergehen.



Ebenso gibt es solche,

die im Raum lehren,

im Raum rezitieren,

im Raum erklären,

im Raum weitergeben,

im Raum hören,

im Raum erinnern,

im Raum über den Weg nachdenken,

im Raum in Sammlung verweilen

und im Raum meditativ umhergehen.



Unter ihnen gibt es Wesen,

die die Frucht des Sotapanna
(Stromeintritt)

noch nicht erlangt haben.

Durch diese Praxis erlangen sie sie.

Andere haben die Frucht des Sakrdagamin
(Einmal-Wiederkehrer)

noch nicht erreicht.

Durch diese Praxis erreichen sie sie.

Andere erlangen die Frucht des Anagamin
(Nicht-Wiederkehrer).

Andere erlangen die Frucht des Arhat.

Wieder andere,

die die Stufe des Nicht-Zurückfallens als Bodhisattva

noch nicht verwirklicht haben,

erreichen sie.



Jeder empfängt entsprechend seiner Veranlagung,

was für ihn passend ist.

Alle verwirklichen Fortschritt.

Alle erfahren Freude.

Alle sind zufrieden.



Ende des ersten Bandes des Großen Amitabha-Sutras.
Kommentar
Dieser Schluss ist außerordentlich aufschlussreich.

Nach all den Beschreibungen von:

* Juwelen,
* Blumen,
* Düften,
* Musik,
* Teichen,

endet der Band nicht mit Genuss,

sondern mit:

講經

lehren

聽經

hören

思道

den Weg betrachten

坐禪

meditieren



Das Reine Land wird dadurch endgültig als Praxisfeld sichtbar.



Unterschiedliche Wege

Besonders schön ist:

各隨其質而有所得

„Jeder erhält entsprechend seiner Veranlagung seinen Fortschritt.“

Das erinnert stark an Mahayana-Upaya.

Nicht alle praktizieren gleich.

Nicht alle benötigen dieselbe Methode.

Doch alle gelangen voran.



Die Verbindung von Śrāvaka und Bodhisattva

Interessant ist auch,

dass hier beide Wege nebeneinander erscheinen:

* die klassischen vier Früchte der Hörenden,
* die Nicht-Zurückfallens-Stufe des Bodhisattva.

Das Sutra trennt sie nicht gegeneinander.

Beide werden als Ausdruck des Fortschritts auf dem Weg dargestellt.

Wenn man auf den gesamten ersten Band zurückblickt, ergibt sich eine interessante Struktur:

1. Die Gelübde Dharmākaras.
2. Die unermessliche Bodhisattva-Praxis.
3. Die Vollendung zur Buddhaschaft.
4. Die Beschreibung des Reinen Landes.
5. Die Praxis der dort Geborenen.

Das letzte Bild des ersten Bandes ist daher nicht der Lotus, nicht das Licht und nicht der Palast – sondern Wesen, die den Dharma hören, lehren, kontemplieren und verwirklichen. Das ist ein bemerkenswert starker Mahayana-Schlusspunkt für die erste Hälfte des Sutras.
59 #
佛說大阿彌陀經卷下

國學進士龍舒王日休校輯

池流法音分第二十二

佛言:「諸寶池中其水轉相灌注,不遲不疾,波揚無量自然妙聲,或作說佛聲,或作說法聲,或作說僧聲,或說寂靜聲,說空無我聲,說大慈悲聲,說波羅蜜聲,說十力、無畏、不共法聲,說諸通慧聲,說無所作聲,說不起滅聲,說無上忍聲,乃至說甘露灌頂一切妙法。如是等聲稱其所欲,莫不聞者喜悅無量、發清淨心、無諸分別,正直平等成熟善根,永不退於無上菩提。於彼世界,不復聞於地獄、餓鬼、畜生、夜叉,殺生、偷盜、鬪諍、惡口、兩舌,如是等一切惡聲,聞且絕無況有其實!但有自然清淨之音,自然快樂之事,是故其剎名曰極樂。」
Zweiundzwanzigster Abschnitt

Die Dharma-Klänge der Teiche und Ströme

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

In den kostbaren Teichen

fließt das Wasser fortwährend ineinander.

Es bewegt sich weder zu schnell

noch zu langsam.

Wenn die Wellen sich erheben,

entstehen daraus unermessliche natürliche Klänge.



Manchmal erklingen sie

als Stimme des Buddha.

Manchmal als Stimme des Dharma.

Manchmal als Stimme der Sangha.



Manchmal lehren sie

Stille.

Manchmal Leerheit und Nicht-Selbst.

Manchmal großes Mitgefühl.

Manchmal die Paramitas.



Manchmal lehren sie

die Zehn Kräfte des Buddha,

die Furchtlosigkeiten,

die unvergleichlichen Eigenschaften eines Buddha,

die verschiedenen übernatürlichen Erkenntnisse

und die Weisheiten.



Manchmal lehren sie

Nicht-Handeln,

Nicht-Entstehen und Nicht-Vergehen,

die höchste Dharma-Geduld

und alle wunderbaren Lehren,

bis hin zur Nektar-Krone des Dharma.



Jeder hört genau das,

was seiner Ausrichtung entspricht.

Wer diese Klänge hört,

empfindet unermessliche Freude.

Ein reiner Geist entsteht.

Alle trennenden Vorstellungen verschwinden.



Aufrichtigkeit,

Gleichmut

und heilsame Wurzeln

reifen heran.



Und niemals mehr

fallen diese Wesen vom höchsten Erwachen zurück.



In jenem Land

hört man nicht einmal die Namen:

* Hölle,
* Hungriger Geist,
* Tierwelt,
* Yaksha,

noch hört man Worte wie:

* Töten,
* Stehlen,
* Streit,
* grobe Rede,
* Verleumdung.



Nicht einmal die Bezeichnungen solcher Dinge

sind dort zu hören.

Wie viel weniger gibt es dort ihre Wirklichkeit.



Es gibt nur

natürliche reine Klänge

und natürliche freudvolle Gegebenheiten.

Darum heißt dieses Land

Land der Höchsten Glückseligkeit.
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt ist einer der tiefsten der Landschaftsbeschreibungen.

Denn die Aussage lautet nicht:

Im Reinen Land gibt es schöne Musik.

Sondern:

Die Wirklichkeit selbst spricht Dharma.



Die Umwelt als Lehrer

Im Saha-Land hören wir:

* Verkehr,
* Streit,
* Werbung,
* Nachrichten,
* Sorgen.

Im Reinen Land hören die Wesen:

* Mitgefühl,
* Leerheit,
* Weisheit,
* Erwachen.

Die Umgebung unterstützt also ständig die Praxis.



Jeder hört etwas anderes

Wieder erscheint das Motiv:

稱其所欲

„entsprechend dem, was gewünscht wird.“

Der gleiche Strom

lehrt unterschiedlichen Wesen Unterschiedliches.

Das erinnert stark an Upaya (geschickte Mittel).



Nicht einmal die Namen des Unheilsamen

Besonders interessant ist:

聞且絕無況有其實

„Nicht einmal die Namen sind zu hören, geschweige denn die Sache selbst.“

Das bedeutet nicht zwangsläufig,

dass Wissen ausgelöscht wird.

Vielmehr gibt es keine Bedingungen mehr,

die diese Zustände hervorbringen.
中文原文
佛說大阿彌陀經卷下

國學進士龍舒王日休校輯

池流法音分第二十二

佛言:「諸寶池中其水轉相灌注,不遲不疾,波揚無量自然妙聲,或作說佛聲,或作說法聲,或作說僧聲,或說寂靜聲,說空無我聲,說大慈悲聲,說波羅蜜聲,說十力、無畏、不共法聲,說諸通慧聲,說無所作聲,說不起滅聲,說無上忍聲,乃至說甘露灌頂一切妙法。如是等聲稱其所欲,莫不聞者喜悅無量、發清淨心、無諸分別,正直平等成熟善根,永不退於無上菩提。於彼世界,不復聞於地獄、餓鬼、畜生、夜叉,殺生、偷盜、鬪諍、惡口、兩舌,如是等一切惡聲,聞且絕無況有其實!但有自然清淨之音,自然快樂之事,是故其剎名曰極樂。」
Deutsch
Zweiundzwanzigster Abschnitt

Die Dharma-Klänge der Teiche und Ströme

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

In den kostbaren Teichen

fließt das Wasser fortwährend ineinander.

Es bewegt sich weder zu schnell

noch zu langsam.

Wenn die Wellen sich erheben,

entstehen daraus unermessliche natürliche Klänge.



Manchmal erklingen sie

als Stimme des Buddha.

Manchmal als Stimme des Dharma.

Manchmal als Stimme der Sangha.



Manchmal lehren sie

Stille.

Manchmal Leerheit und Nicht-Selbst.

Manchmal großes Mitgefühl.

Manchmal die Paramitas.



Manchmal lehren sie

die Zehn Kräfte des Buddha,

die Furchtlosigkeiten,

die unvergleichlichen Eigenschaften eines Buddha,

die verschiedenen übernatürlichen Erkenntnisse

und die Weisheiten.



Manchmal lehren sie

Nicht-Handeln,

Nicht-Entstehen und Nicht-Vergehen,

die höchste Dharma-Geduld

und alle wunderbaren Lehren,

bis hin zur Nektar-Krone des Dharma.



Jeder hört genau das,

was seiner Ausrichtung entspricht.

Wer diese Klänge hört,

empfindet unermessliche Freude.

Ein reiner Geist entsteht.

Alle trennenden Vorstellungen verschwinden.



Aufrichtigkeit,

Gleichmut

und heilsame Wurzeln

reifen heran.



Und niemals mehr

fallen diese Wesen vom höchsten Erwachen zurück.



In jenem Land

hört man nicht einmal die Namen:

* Hölle,
* Hungriger Geist,
* Tierwelt,
* Yaksha,

noch hört man Worte wie:

* Töten,
* Stehlen,
* Streit,
* grobe Rede,
* Verleumdung.



Nicht einmal die Bezeichnungen solcher Dinge

sind dort zu hören.

Wie viel weniger gibt es dort ihre Wirklichkeit.



Es gibt nur

natürliche reine Klänge

und natürliche freudvolle Gegebenheiten.

Darum heißt dieses Land

Land der Höchsten Glückseligkeit.
Kommentar
Dieser Abschnitt ist einer der tiefsten der Landschaftsbeschreibungen.

Denn die Aussage lautet nicht:

Im Reinen Land gibt es schöne Musik.

Sondern:

Die Wirklichkeit selbst spricht Dharma.



Die Umwelt als Lehrer

Im Saha-Land hören wir:

* Verkehr,
* Streit,
* Werbung,
* Nachrichten,
* Sorgen.

Im Reinen Land hören die Wesen:

* Mitgefühl,
* Leerheit,
* Weisheit,
* Erwachen.

Die Umgebung unterstützt also ständig die Praxis.



Jeder hört etwas anderes

Wieder erscheint das Motiv:

稱其所欲

„entsprechend dem, was gewünscht wird.“

Der gleiche Strom

lehrt unterschiedlichen Wesen Unterschiedliches.

Das erinnert stark an Upaya (geschickte Mittel).



Nicht einmal die Namen des Unheilsamen

Besonders interessant ist:

聞且絕無況有其實

„Nicht einmal die Namen sind zu hören, geschweige denn die Sache selbst.“

Das bedeutet nicht zwangsläufig,

dass Wissen ausgelöscht wird.

Vielmehr gibt es keine Bedingungen mehr,

die diese Zustände hervorbringen.
60 #
池岸花樹分第二十三

佛言:「諸寶池岸上,有無數栴檀香樹,吉祥果樹,花果恒芳,香氣流布。又有天優鉢羅華,鉢曇摩華,拘牟頭華,分陀利華,雜色光茂彌覆水上。復有七種寶樹,其純一寶樹者,根、莖、枝、葉、花、果,皆以一寶;二寶為一樹者,根、莖、枝、葉、花、果,間以二寶;三寶為一樹者,根、莖、枝、葉、花、果,間以三寶;四寶為一樹者,根、莖、枝、葉,各以一寶,其華與果同於根、莖;五寶為一樹者,根、莖、枝、葉、花,各以一寶,果則同於其根;六寶為一樹者,根、莖、枝、葉、花、果,各以一寶;七寶為一樹者,亦復如是,惟加其節益用一寶。如是諸樹,種種各自異行,行行相植,莖莖相望,枝枝相准,葉葉相向,花花相順,果果相當,如是行列數百千里,間以寶池。又復如是,乃至周遍世界,榮色光耀不可勝視,清風時發自成微妙音聲,無可比者。」
Dreiundzwanzigster Abschnitt

Die Blumen und Bäume an den Teichufern

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

An den Ufern der kostbaren Teiche

stehen zahllose Sandelholzbäume

und Bäume mit glückverheißenden Früchten.

Ihre Blüten und Früchte

verströmen unaufhörlich Wohlgeruch.

Ihr Duft breitet sich überall aus.



Außerdem gibt es

himmlische Utpala-Blumen,

Padma-Blumen,

Kumuda-Blumen

und Pundarika-Blumen.

Ihre vielfältigen Farben

und ihr Glanz

bedecken die Wasseroberfläche.



Weiter gibt es sieben Arten von Juwelenbäumen.

Bei einem Baum aus einer einzigen Kostbarkeit

bestehen Wurzeln,

Stamm,

Äste,

Blätter,

Blüten

und Früchte

alle aus derselben Kostbarkeit.



Bei einem Baum aus zwei Kostbarkeiten

sind Wurzeln,

Stamm,

Äste,

Blätter,

Blüten

und Früchte

aus zwei Kostbarkeiten zusammengesetzt.



Ebenso gibt es Bäume aus drei,

vier,

fünf,

sechs

und sieben Kostbarkeiten.

Jeder besitzt eine andere Anordnung

und eine andere Schönheit.



Diese Bäume stehen

in geordneten Reihen.

Reihe für Reihe.

Stamm neben Stamm.

Ast neben Ast.

Blatt neben Blatt.

Blüte neben Blüte.

Frucht neben Frucht.



So erstrecken sie sich

über hunderttausende von Li.

Zwischen ihnen liegen die Juwelenteiche.



Und wiederum folgen weitere Baumreihen,

bis sie die ganze Welt erfüllen.

Ihre Farben,

ihr Glanz

und ihre Schönheit

übersteigen jede Beschreibung.



Wenn ein sanfter Wind aufkommt,

entstehen aus ihnen

von selbst wunderbare Klänge.

Nichts in den Welten

kann ihnen gleichen.
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt enthält eine auffällige Struktur.

Die Bäume stehen:

莖莖相望

Stamm neben Stamm

枝枝相准

Ast neben Ast

葉葉相向

Blatt neben Blatt

花花相順

Blüte neben Blüte

果果相當

Frucht neben Frucht

Das ist mehr als Botanik.

Es beschreibt Harmonie ohne Gleichförmigkeit.

Jeder Baum besitzt seine eigene Natur.

Doch nichts steht im Widerspruch zum Ganzen.



Das erinnert an ein Bild,

das in der chinesischen Huayan-Tradition berühmt wird:

Vielfalt ohne Konflikt.

Unterschied ohne Trennung.



Auch die Juwelenbäume lehren Dharma.

Im vorigen Abschnitt sprach das Wasser.

Hier spricht der Wind durch die Bäume.

Die gesamte Umwelt wird zum Ausdruck des Erwachens.
中文原文
池岸花樹分第二十三

佛言:「諸寶池岸上,有無數栴檀香樹,吉祥果樹,花果恒芳,香氣流布。又有天優鉢羅華,鉢曇摩華,拘牟頭華,分陀利華,雜色光茂彌覆水上。復有七種寶樹,其純一寶樹者,根、莖、枝、葉、花、果,皆以一寶;二寶為一樹者,根、莖、枝、葉、花、果,間以二寶;三寶為一樹者,根、莖、枝、葉、花、果,間以三寶;四寶為一樹者,根、莖、枝、葉,各以一寶,其華與果同於根、莖;五寶為一樹者,根、莖、枝、葉、花,各以一寶,果則同於其根;六寶為一樹者,根、莖、枝、葉、花、果,各以一寶;七寶為一樹者,亦復如是,惟加其節益用一寶。如是諸樹,種種各自異行,行行相植,莖莖相望,枝枝相准,葉葉相向,花花相順,果果相當,如是行列數百千里,間以寶池。又復如是,乃至周遍世界,榮色光耀不可勝視,清風時發自成微妙音聲,無可比者。」
Deutsch
Dreiundzwanzigster Abschnitt

Die Blumen und Bäume an den Teichufern

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

An den Ufern der kostbaren Teiche

stehen zahllose Sandelholzbäume

und Bäume mit glückverheißenden Früchten.

Ihre Blüten und Früchte

verströmen unaufhörlich Wohlgeruch.

Ihr Duft breitet sich überall aus.



Außerdem gibt es

himmlische Utpala-Blumen,

Padma-Blumen,

Kumuda-Blumen

und Pundarika-Blumen.

Ihre vielfältigen Farben

und ihr Glanz

bedecken die Wasseroberfläche.



Weiter gibt es sieben Arten von Juwelenbäumen.

Bei einem Baum aus einer einzigen Kostbarkeit

bestehen Wurzeln,

Stamm,

Äste,

Blätter,

Blüten

und Früchte

alle aus derselben Kostbarkeit.



Bei einem Baum aus zwei Kostbarkeiten

sind Wurzeln,

Stamm,

Äste,

Blätter,

Blüten

und Früchte

aus zwei Kostbarkeiten zusammengesetzt.



Ebenso gibt es Bäume aus drei,

vier,

fünf,

sechs

und sieben Kostbarkeiten.

Jeder besitzt eine andere Anordnung

und eine andere Schönheit.



Diese Bäume stehen

in geordneten Reihen.

Reihe für Reihe.

Stamm neben Stamm.

Ast neben Ast.

Blatt neben Blatt.

Blüte neben Blüte.

Frucht neben Frucht.



So erstrecken sie sich

über hunderttausende von Li.

Zwischen ihnen liegen die Juwelenteiche.



Und wiederum folgen weitere Baumreihen,

bis sie die ganze Welt erfüllen.

Ihre Farben,

ihr Glanz

und ihre Schönheit

übersteigen jede Beschreibung.



Wenn ein sanfter Wind aufkommt,

entstehen aus ihnen

von selbst wunderbare Klänge.

Nichts in den Welten

kann ihnen gleichen.
Kommentar
Dieser Abschnitt enthält eine auffällige Struktur.

Die Bäume stehen:

莖莖相望

Stamm neben Stamm

枝枝相准

Ast neben Ast

葉葉相向

Blatt neben Blatt

花花相順

Blüte neben Blüte

果果相當

Frucht neben Frucht

Das ist mehr als Botanik.

Es beschreibt Harmonie ohne Gleichförmigkeit.

Jeder Baum besitzt seine eigene Natur.

Doch nichts steht im Widerspruch zum Ganzen.



Das erinnert an ein Bild,

das in der chinesischen Huayan-Tradition berühmt wird:

Vielfalt ohne Konflikt.

Unterschied ohne Trennung.



Auch die Juwelenbäume lehren Dharma.

Im vorigen Abschnitt sprach das Wasser.

Hier spricht der Wind durch die Bäume.

Die gesamte Umwelt wird zum Ausdruck des Erwachens.
61 #
樹音妙樂分第二十四

佛言:「如世間帝王有萬種音樂,不如轉輪聖王諸音樂中一音之美,百千萬倍。如轉輪聖王萬種音樂,不如忉利天王諸音樂中一音之美,百千萬倍。如忉利天王萬種音樂,不如第六天王諸音樂中一音之美,百千萬倍。如第六天王萬種音聲,不如阿彌陀佛剎中諸七寶樹一音之美,百千萬倍。復有自然種種妙樂,而其音聲無非妙法,清暢嘹喨微妙和雅,十方世界音聲之中最為第一。」
Vierundzwanzigster Abschnitt

Die wunderbare Musik der Bäume

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Die zehntausend Arten von Musik,

über die ein weltlicher Kaiser verfügt,

sind nicht so schön

wie ein einziger Ton

unter den Klängen des Cakravartin,
des universellen Weltenherrschers.

Der Unterschied beträgt

hunderttausende Millionen Male.



Und die zehntausend Arten von Musik

des Cakravartin

sind wiederum nicht so schön

wie ein einziger Ton

unter den Klängen des Königs des Trayastrimsha-Himmels.

Der Unterschied beträgt

hunderttausende Millionen Male.



Und die zehntausend Arten von Musik

des Trayastrimsha-Himmels

sind wiederum nicht so schön

wie ein einziger Ton

unter den Klängen des Herrschers des sechsten Himmels.

Der Unterschied beträgt

hunderttausende Millionen Male.



Und die zehntausend Arten von Klängen

des Herrschers des sechsten Himmels

sind wiederum nicht so schön

wie ein einziger Ton

der sieben Juwelenbäume

im Land Amitabhas.

Der Unterschied beträgt

hunderttausende Millionen Male.



Darüber hinaus

gibt es dort zahllose natürliche wunderbare Klänge.

Doch alle diese Klänge

sind nichts anderes

als wunderbarer Dharma.



Ihre Töne sind:

* klar,
* weit,
* durchdringend,
* fein,
* harmonisch,
* edel.

Unter allen Klängen

der Welten der zehn Richtungen

stehen sie an erster Stelle.
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt wird oft als Beschreibung himmlischer Musik gelesen.

Doch der Text setzt einen anderen Schwerpunkt.

Er sagt nicht:

Die Musik ist besonders schön.

Sondern:

其音聲無非妙法

„Ihre Klänge sind nichts anderes als wunderbarer Dharma.“

Das ist der entscheidende Satz.



Schönheit und Wahrheit

In unserer Welt

kann Musik:

* erfreuen,
* beruhigen,
* bewegen,

aber ebenso:

* ablenken,
* verführen,
* betäuben.

Im Reinen Land besteht diese Trennung nicht mehr.

Schönheit und Wahrheit

fallen zusammen.



Die Klanghierarchie

Die lange Reihe:

* Kaiser
* Weltenherrscher
* Trayastrimsha-Himmel
* Sechster Himmel
* Juwelenbäume

soll nicht Konkurrenz erzeugen.

Sie zeigt vielmehr:

Je feiner der Geist,

desto feiner die Wahrnehmung.



Verbindung zur Guanyin-Methode

Für Leser des Shurangama-Sutras springt hier sofort etwas ins Auge.

Im Shurangama verwirklicht Guanyin den Weg

durch das Hören.

Hier wird die gesamte Umgebung des Reinen Landes

zum Klangfeld des Dharma.

Fast könnte man sagen:

Das ganze Reine Land

ist eine fortwährende Guanyin-Meditation.
中文原文
樹音妙樂分第二十四

佛言:「如世間帝王有萬種音樂,不如轉輪聖王諸音樂中一音之美,百千萬倍。如轉輪聖王萬種音樂,不如忉利天王諸音樂中一音之美,百千萬倍。如忉利天王萬種音樂,不如第六天王諸音樂中一音之美,百千萬倍。如第六天王萬種音聲,不如阿彌陀佛剎中諸七寶樹一音之美,百千萬倍。復有自然種種妙樂,而其音聲無非妙法,清暢嘹喨微妙和雅,十方世界音聲之中最為第一。」
Deutsch
Vierundzwanzigster Abschnitt

Die wunderbare Musik der Bäume

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Die zehntausend Arten von Musik,

über die ein weltlicher Kaiser verfügt,

sind nicht so schön

wie ein einziger Ton

unter den Klängen des Cakravartin,
des universellen Weltenherrschers.

Der Unterschied beträgt

hunderttausende Millionen Male.



Und die zehntausend Arten von Musik

des Cakravartin

sind wiederum nicht so schön

wie ein einziger Ton

unter den Klängen des Königs des Trayastrimsha-Himmels.

Der Unterschied beträgt

hunderttausende Millionen Male.



Und die zehntausend Arten von Musik

des Trayastrimsha-Himmels

sind wiederum nicht so schön

wie ein einziger Ton

unter den Klängen des Herrschers des sechsten Himmels.

Der Unterschied beträgt

hunderttausende Millionen Male.



Und die zehntausend Arten von Klängen

des Herrschers des sechsten Himmels

sind wiederum nicht so schön

wie ein einziger Ton

der sieben Juwelenbäume

im Land Amitabhas.

Der Unterschied beträgt

hunderttausende Millionen Male.



Darüber hinaus

gibt es dort zahllose natürliche wunderbare Klänge.

Doch alle diese Klänge

sind nichts anderes

als wunderbarer Dharma.



Ihre Töne sind:

* klar,
* weit,
* durchdringend,
* fein,
* harmonisch,
* edel.

Unter allen Klängen

der Welten der zehn Richtungen

stehen sie an erster Stelle.
Kommentar
Dieser Abschnitt wird oft als Beschreibung himmlischer Musik gelesen.

Doch der Text setzt einen anderen Schwerpunkt.

Er sagt nicht:

Die Musik ist besonders schön.

Sondern:

其音聲無非妙法

„Ihre Klänge sind nichts anderes als wunderbarer Dharma.“

Das ist der entscheidende Satz.



Schönheit und Wahrheit

In unserer Welt

kann Musik:

* erfreuen,
* beruhigen,
* bewegen,

aber ebenso:

* ablenken,
* verführen,
* betäuben.

Im Reinen Land besteht diese Trennung nicht mehr.

Schönheit und Wahrheit

fallen zusammen.



Die Klanghierarchie

Die lange Reihe:

* Kaiser
* Weltenherrscher
* Trayastrimsha-Himmel
* Sechster Himmel
* Juwelenbäume

soll nicht Konkurrenz erzeugen.

Sie zeigt vielmehr:

Je feiner der Geist,

desto feiner die Wahrnehmung.



Verbindung zur Guanyin-Methode

Für Leser des Shurangama-Sutras springt hier sofort etwas ins Auge.

Im Shurangama verwirklicht Guanyin den Weg

durch das Hören.

Hier wird die gesamte Umgebung des Reinen Landes

zum Klangfeld des Dharma.

Fast könnte man sagen:

Das ganze Reine Land

ist eine fortwährende Guanyin-Meditation.
62 #
自然飲食分第二十五

佛言:「阿彌陀佛剎中諸往生者,其飲食時有欲銀鉢者,有欲金鉢者,有欲水晶、琉璃鉢者,有欲珊瑚、琥珀、硨磲、碼碯鉢者,或欲明月珠、摩尼珠、白玉、紫金等鉢,皆隨其意化現在前。百味飲食充滿其中,酸、醎、辛、淡各如所欲,多亦不餘,少亦不缺。亦不以美故過量而食,惟以資益氣力;食已自然消散而無遺滓。或但見色、聞香意以為食。自然化去,再欲食時復現如前,極彼剎中清淨安穩微妙快樂,次於無為泥洹之道。」
Fünfundzwanzigster Abschnitt

Die natürliche Nahrung

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Die Wesen,

die im Land Amitabhas wiedergeboren werden,

erhalten zur Zeit der Mahlzeiten

genau die Schalen,

die sie wünschen.



Wer eine Silberschale wünscht,

erhält eine Silberschale.

Wer eine Goldschale wünscht,

erhält eine Goldschale.

Wer eine Schale aus Kristall,

Lapislazuli,

Koralle,

Bernstein,

Tridacna,

Achat,

Mondperle,

Mani-Juwel,

weißer Jade

oder Purpurgold wünscht,

dem erscheint sie unmittelbar vor ihm.



Darin befinden sich Speisen

mit hundert Geschmacksrichtungen.

Sauer,

salzig,

scharf

oder mild –

alles entspricht genau dem Wunsch.



Es gibt niemals zu viel.

Es gibt niemals zu wenig.



Doch die Wesen essen nicht deshalb,

weil die Speisen köstlich sind.

Sie essen auch nicht übermäßig.

Sie nehmen Nahrung nur auf,

um den Körper zu stärken

und seine Kräfte zu erhalten.



Nachdem die Mahlzeit beendet ist,

lösen sich die Speisen von selbst auf.

Es bleibt kein Rest zurück.



Manche Wesen

nehmen die Nahrung gar nicht durch Essen auf.

Allein der Anblick ihrer Farbe

oder das Wahrnehmen ihres Duftes

genügt ihnen als Nahrung.



Danach verschwindet alles von selbst.

Wenn später erneut Nahrung gewünscht wird,

erscheint sie wieder wie zuvor.



So sind Reinheit,

Frieden,

wunderbare Freude

und vollkommene Geborgenheit

im Reinen Land verwirklicht.

Diese Glückseligkeit

steht unmittelbar unter dem Zustand

des Nirvana selbst.
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt wird oft missverstanden.

Er handelt nicht von Luxus.

Er handelt von der Auflösung des Mangels.



Das Ende der Knappheit

In der Saha-Welt entstehen viele Konflikte aus:

* Hunger,
* Besitz,
* Konkurrenz,
* Knappheit.

Im Reinen Land

erscheint alles Notwendige unmittelbar.

Deshalb gibt es keinen Anlass

für Habgier oder Streit.



Die eigentliche Überraschung

Der bemerkenswerteste Satz lautet:

亦不以美故過量而食

„Sie essen nicht deshalb mehr, weil es köstlich ist.“

Das ist ein tiefes Mahayana-Motiv.

Der Genuss wird nicht bekämpft.

Aber er beherrscht das Handeln nicht.



Farbe und Duft als Nahrung

Noch bemerkenswerter:

或但見色、聞香意以為食

„Manche nähren sich allein durch Farbe oder Duft.“

Hier wird angedeutet,

dass Nahrung letztlich nicht bloß materiell verstanden wird.

Je feiner die Existenz,

desto weniger grobe Bedingungen sind notwendig.



Nähe zum Nirvana

Der Schluss sagt:

次於無為泥洹之道

„unmittelbar unter dem Nirvana.“

Das bedeutet:

Die Glückseligkeit des Reinen Landes

ist außerordentlich groß.

Aber sie ist noch nicht das endgültige Nirvana.

Das Sutra vergisst nie,

dass auch das Reine Land ein Weg

und nicht das letzte Ziel ist.
中文原文
自然飲食分第二十五

佛言:「阿彌陀佛剎中諸往生者,其飲食時有欲銀鉢者,有欲金鉢者,有欲水晶、琉璃鉢者,有欲珊瑚、琥珀、硨磲、碼碯鉢者,或欲明月珠、摩尼珠、白玉、紫金等鉢,皆隨其意化現在前。百味飲食充滿其中,酸、醎、辛、淡各如所欲,多亦不餘,少亦不缺。亦不以美故過量而食,惟以資益氣力;食已自然消散而無遺滓。或但見色、聞香意以為食。自然化去,再欲食時復現如前,極彼剎中清淨安穩微妙快樂,次於無為泥洹之道。」
Deutsch
Fünfundzwanzigster Abschnitt

Die natürliche Nahrung

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Die Wesen,

die im Land Amitabhas wiedergeboren werden,

erhalten zur Zeit der Mahlzeiten

genau die Schalen,

die sie wünschen.



Wer eine Silberschale wünscht,

erhält eine Silberschale.

Wer eine Goldschale wünscht,

erhält eine Goldschale.

Wer eine Schale aus Kristall,

Lapislazuli,

Koralle,

Bernstein,

Tridacna,

Achat,

Mondperle,

Mani-Juwel,

weißer Jade

oder Purpurgold wünscht,

dem erscheint sie unmittelbar vor ihm.



Darin befinden sich Speisen

mit hundert Geschmacksrichtungen.

Sauer,

salzig,

scharf

oder mild –

alles entspricht genau dem Wunsch.



Es gibt niemals zu viel.

Es gibt niemals zu wenig.



Doch die Wesen essen nicht deshalb,

weil die Speisen köstlich sind.

Sie essen auch nicht übermäßig.

Sie nehmen Nahrung nur auf,

um den Körper zu stärken

und seine Kräfte zu erhalten.



Nachdem die Mahlzeit beendet ist,

lösen sich die Speisen von selbst auf.

Es bleibt kein Rest zurück.



Manche Wesen

nehmen die Nahrung gar nicht durch Essen auf.

Allein der Anblick ihrer Farbe

oder das Wahrnehmen ihres Duftes

genügt ihnen als Nahrung.



Danach verschwindet alles von selbst.

Wenn später erneut Nahrung gewünscht wird,

erscheint sie wieder wie zuvor.



So sind Reinheit,

Frieden,

wunderbare Freude

und vollkommene Geborgenheit

im Reinen Land verwirklicht.

Diese Glückseligkeit

steht unmittelbar unter dem Zustand

des Nirvana selbst.
Kommentar
Dieser Abschnitt wird oft missverstanden.

Er handelt nicht von Luxus.

Er handelt von der Auflösung des Mangels.



Das Ende der Knappheit

In der Saha-Welt entstehen viele Konflikte aus:

* Hunger,
* Besitz,
* Konkurrenz,
* Knappheit.

Im Reinen Land

erscheint alles Notwendige unmittelbar.

Deshalb gibt es keinen Anlass

für Habgier oder Streit.



Die eigentliche Überraschung

Der bemerkenswerteste Satz lautet:

亦不以美故過量而食

„Sie essen nicht deshalb mehr, weil es köstlich ist.“

Das ist ein tiefes Mahayana-Motiv.

Der Genuss wird nicht bekämpft.

Aber er beherrscht das Handeln nicht.



Farbe und Duft als Nahrung

Noch bemerkenswerter:

或但見色、聞香意以為食

„Manche nähren sich allein durch Farbe oder Duft.“

Hier wird angedeutet,

dass Nahrung letztlich nicht bloß materiell verstanden wird.

Je feiner die Existenz,

desto weniger grobe Bedingungen sind notwendig.



Nähe zum Nirvana

Der Schluss sagt:

次於無為泥洹之道

„unmittelbar unter dem Nirvana.“

Das bedeutet:

Die Glückseligkeit des Reinen Landes

ist außerordentlich groß.

Aber sie ist noch nicht das endgültige Nirvana.

Das Sutra vergisst nie,

dass auch das Reine Land ein Weg

und nicht das letzte Ziel ist.
63 #
景象殊勝分第二十六

佛言:「阿彌陀佛剎中,皆諸菩薩、聲聞、諸上善人,無有婦女。皆壽命無央數劫,皆洞視徹聽遙相瞻見,遙相聞語聲,皆求善道者無復異人。其面目皆端正淨好無復醜陋,其體性皆智慧勇健無復庸愚。其所欲言皆豫相知,意心所存念無非道德,形於談說無非正事,皆相愛敬無或憎嫉,皆相順序或無差池,動合禮義穆若弟兄,言語誠實轉相教令,欽若承受不相違戾。意皆潔清無所貪染。婬[A1]泆、瞋怒、愚癡之態,盡絕無餘,邪心妄念消釋無有。神氣和靜,體力輕清樂從經道,啟迪慧性通其宿命。雖歷萬劫,己所從來靡不知之。復知十方世界去、來、現在之事,復知無央數天上、地下人民,以至蜎飛蠕動之類,心意所念口所欲言。復知此等眾生,當於何劫、何歲,盡度脫為人,得生極樂世界;或作菩薩,或作聲聞,皆豫知之。其有神智洞達威力自在者,能於掌中擎一切世界。」
Sechsundzwanzigster Abschnitt

Die außergewöhnlichen Verhältnisse des Reinen Landes

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Im Land Amitabhas

leben ausschließlich

Bodhisattvas,

Śrāvakas

und große heilige Wesen.

Es gibt dort keine Frauen.

Alle besitzen eine Lebensdauer

von unermesslichen Kalpas.



Alle sehen klar

und hören klar.

Auch über große Entfernungen hinweg

können sie einander wahrnehmen

und miteinander sprechen.



Alle streben den guten Weg an.

Es gibt keine Andersgesinnten.



Ihre Erscheinung

ist würdevoll,

rein

und schön.

Es gibt keine Hässlichkeit

und keine Missgestalt.



Ihre Natur ist geprägt von

Weisheit,

Kraft

und Entschlossenheit.

Es gibt keine Torheit

und keine Trägheit.



Was einer sagen möchte,

wissen die anderen bereits.



Die Gedanken ihres Herzens

sind von Tugend erfüllt.

Ihre Gespräche handeln stets

vom rechten Weg.



Sie achten

und lieben einander.

Es gibt keinen Hass.

Es gibt keinen Neid.



Alle handeln in Harmonie.

Keiner gerät in Widerspruch.

Ihr Verhalten entspricht

Höflichkeit,

Achtung

und Anstand.

Sie leben miteinander

wie Brüder.



Ihre Worte sind aufrichtig.

Sie ermutigen einander.

Sie nehmen die Belehrungen anderer

mit Respekt an.

Niemand widersetzt sich.



Ihre Herzen sind rein.

Anhaftung und Verunreinigung

finden keinen Platz.



Begierde,

Zorn

und Verblendung

sind vollständig verschwunden.

Falsche Gedanken

und verkehrte Absichten

lösen sich auf.



Ihr Geist ist friedvoll.

Ihr Körper leicht und klar.

Sie freuen sich am Dharma.

Ihre Weisheit entfaltet sich.

Sie erkennen ihre früheren Existenzen.



Selbst nach zehntausenden Kalpas

wissen sie,

woher sie gekommen sind.



Sie erkennen die Ereignisse

der Vergangenheit,

der Gegenwart

und der Zukunft

in den Welten der zehn Richtungen.



Sie kennen die Gedanken

und Absichten der Wesen

in den Himmeln,

auf der Erde

und in den zahllosen Daseinsbereichen.



Sie wissen,

wann diese Wesen

Befreiung erlangen,

als Menschen wiedergeboren werden,

im Reinen Land erscheinen,

Bodhisattvas werden

oder die Frucht der Hörenden verwirklichen.



Jene,

deren Weisheit und Kräfte besonders weit entwickelt sind,

können sogar

eine ganze Welt

in ihrer Hand tragen.
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt beschreibt eigentlich weniger eine Landschaft

als eine Gemeinschaft.



Das Ende der sozialen Konflikte

Der Text nennt ausdrücklich:

* Neid,
* Hass,
* Streit,
* Täuschung,
* Konkurrenz.

All dies fehlt.

Interessanterweise wird nicht gesagt:

Die Wesen sind identisch.

Sondern:

Alle streben denselben Weg an.

Die Einheit entsteht nicht durch Gleichmacherei,

sondern durch gemeinsame Ausrichtung.



Der Abschnitt beschreibt unmittelbar danach eine Existenzform,

in der

* biologische Geburt,
* Konkurrenz,
* sexuelle Begierde,
* Besitzdenken,
* soziale Hierarchien

bereits überwunden sind.

Der Schwerpunkt liegt daher weniger auf Geschlecht

als auf der Auflösung jener Identifikationen,

durch die Leid entsteht.



Gedankenverständnis

其所欲言皆豫相知

Das erinnert fast an ein vollkommenes Mitgefühl.

Die Wesen verstehen einander,

bevor Missverständnisse entstehen.

Dadurch werden viele Ursachen von Konflikten bereits im Ansatz aufgelöst.



Die höchste Fähigkeit

Der Abschnitt endet nicht mit Schönheit,

sondern mit Weisheit.

Die Bewohner erkennen:

* Vergangenheit,
* Gegenwart,
* Zukunft,
* Ursachen,
* Bedingungen,
* die Wege anderer Wesen.

Dadurch werden sie zu Bodhisattvas,

die wirksam helfen können.
中文原文
景象殊勝分第二十六

佛言:「阿彌陀佛剎中,皆諸菩薩、聲聞、諸上善人,無有婦女。皆壽命無央數劫,皆洞視徹聽遙相瞻見,遙相聞語聲,皆求善道者無復異人。其面目皆端正淨好無復醜陋,其體性皆智慧勇健無復庸愚。其所欲言皆豫相知,意心所存念無非道德,形於談說無非正事,皆相愛敬無或憎嫉,皆相順序或無差池,動合禮義穆若弟兄,言語誠實轉相教令,欽若承受不相違戾。意皆潔清無所貪染。婬[A1]泆、瞋怒、愚癡之態,盡絕無餘,邪心妄念消釋無有。神氣和靜,體力輕清樂從經道,啟迪慧性通其宿命。雖歷萬劫,己所從來靡不知之。復知十方世界去、來、現在之事,復知無央數天上、地下人民,以至蜎飛蠕動之類,心意所念口所欲言。復知此等眾生,當於何劫、何歲,盡度脫為人,得生極樂世界;或作菩薩,或作聲聞,皆豫知之。其有神智洞達威力自在者,能於掌中擎一切世界。」
Deutsch
Sechsundzwanzigster Abschnitt

Die außergewöhnlichen Verhältnisse des Reinen Landes

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Im Land Amitabhas

leben ausschließlich

Bodhisattvas,

Śrāvakas

und große heilige Wesen.

Es gibt dort keine Frauen.

Alle besitzen eine Lebensdauer

von unermesslichen Kalpas.



Alle sehen klar

und hören klar.

Auch über große Entfernungen hinweg

können sie einander wahrnehmen

und miteinander sprechen.



Alle streben den guten Weg an.

Es gibt keine Andersgesinnten.



Ihre Erscheinung

ist würdevoll,

rein

und schön.

Es gibt keine Hässlichkeit

und keine Missgestalt.



Ihre Natur ist geprägt von

Weisheit,

Kraft

und Entschlossenheit.

Es gibt keine Torheit

und keine Trägheit.



Was einer sagen möchte,

wissen die anderen bereits.



Die Gedanken ihres Herzens

sind von Tugend erfüllt.

Ihre Gespräche handeln stets

vom rechten Weg.



Sie achten

und lieben einander.

Es gibt keinen Hass.

Es gibt keinen Neid.



Alle handeln in Harmonie.

Keiner gerät in Widerspruch.

Ihr Verhalten entspricht

Höflichkeit,

Achtung

und Anstand.

Sie leben miteinander

wie Brüder.



Ihre Worte sind aufrichtig.

Sie ermutigen einander.

Sie nehmen die Belehrungen anderer

mit Respekt an.

Niemand widersetzt sich.



Ihre Herzen sind rein.

Anhaftung und Verunreinigung

finden keinen Platz.



Begierde,

Zorn

und Verblendung

sind vollständig verschwunden.

Falsche Gedanken

und verkehrte Absichten

lösen sich auf.



Ihr Geist ist friedvoll.

Ihr Körper leicht und klar.

Sie freuen sich am Dharma.

Ihre Weisheit entfaltet sich.

Sie erkennen ihre früheren Existenzen.



Selbst nach zehntausenden Kalpas

wissen sie,

woher sie gekommen sind.



Sie erkennen die Ereignisse

der Vergangenheit,

der Gegenwart

und der Zukunft

in den Welten der zehn Richtungen.



Sie kennen die Gedanken

und Absichten der Wesen

in den Himmeln,

auf der Erde

und in den zahllosen Daseinsbereichen.



Sie wissen,

wann diese Wesen

Befreiung erlangen,

als Menschen wiedergeboren werden,

im Reinen Land erscheinen,

Bodhisattvas werden

oder die Frucht der Hörenden verwirklichen.



Jene,

deren Weisheit und Kräfte besonders weit entwickelt sind,

können sogar

eine ganze Welt

in ihrer Hand tragen.
Kommentar
Dieser Abschnitt beschreibt eigentlich weniger eine Landschaft

als eine Gemeinschaft.



Das Ende der sozialen Konflikte

Der Text nennt ausdrücklich:

* Neid,
* Hass,
* Streit,
* Täuschung,
* Konkurrenz.

All dies fehlt.

Interessanterweise wird nicht gesagt:

Die Wesen sind identisch.

Sondern:

Alle streben denselben Weg an.

Die Einheit entsteht nicht durch Gleichmacherei,

sondern durch gemeinsame Ausrichtung.



Der Abschnitt beschreibt unmittelbar danach eine Existenzform,

in der

* biologische Geburt,
* Konkurrenz,
* sexuelle Begierde,
* Besitzdenken,
* soziale Hierarchien

bereits überwunden sind.

Der Schwerpunkt liegt daher weniger auf Geschlecht

als auf der Auflösung jener Identifikationen,

durch die Leid entsteht.



Gedankenverständnis

其所欲言皆豫相知

Das erinnert fast an ein vollkommenes Mitgefühl.

Die Wesen verstehen einander,

bevor Missverständnisse entstehen.

Dadurch werden viele Ursachen von Konflikten bereits im Ansatz aufgelöst.



Die höchste Fähigkeit

Der Abschnitt endet nicht mit Schönheit,

sondern mit Weisheit.

Die Bewohner erkennen:

* Vergangenheit,
* Gegenwart,
* Zukunft,
* Ursachen,
* Bedingungen,
* die Wege anderer Wesen.

Dadurch werden sie zu Bodhisattvas,

die wirksam helfen können.
64 #
道場寶樹分第二十七

佛言:「阿彌陀佛剎中,其道場樹高一千六百由旬,四布枝樹八百由旬,根入寶地五百由旬,及一切眾寶自然合成。花果敷榮,作無量百千殊麗之色。於其樹上。復以月光摩尼寶,帝網摩尼寶,持海輪寶,如是等眾寶莊嚴周匝其間。復垂愛寶瓔珞,大緣寶瓔珞,青真珠瓔珞,如是等眾瓔珞綴飾。復有真妙寶網羅覆其上,成百千萬色種種異變,無量光艷照耀無極。或時微風徐動演出無量妙法音聲,其聲流布遍諸佛剎。眾生聞者,得深法忍住不退轉地,無其耳病,以至成就無上菩提。若有眾生見此樹者,乃至成佛,於其中間不生眼病。若有眾生聞樹香者,乃至成佛,於其中間不生鼻病。若有眾生食樹果者,乃至成佛,於其中間舌亦無病。若有眾生樹光照者,乃至成佛,於其中間身亦無病。若有眾生觀想樹者,乃至成佛,於其中間心得清涼,遠離貪等煩惱之病,皆得甚深法忍,住不退轉地。彼剎諸天人世人見此樹者,得三法忍:一者、音響忍;二者、柔順忍;三者、無生法忍。如是樹木、花果,與諸眾生而作佛事,皆以此佛本願力故,堅固願故,精進力故,威神力故。」
Siebenundzwanzigster Abschnitt

Der Baum des Erwachens

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Im Land Amitabhas

ist der Baum des Erwachens

eintausendsechshundert Yojanas hoch.

Seine Äste breiten sich

achthundert Yojanas weit aus.

Seine Wurzeln reichen

fünfhundert Yojanas tief

in die kostbare Erde.



Er besteht aus allen Arten kostbarer Juwelen,

die sich auf natürliche Weise miteinander verbinden.

Seine Blüten und Früchte

stehen in voller Pracht

und zeigen unzählige wunderbare Farben.



Auf dem Baum befinden sich

Mondlicht-Mani-Juwelen,

Netz-Mani-Juwelen,

Meeresrad-Juwelen

und viele andere Kostbarkeiten,

die ihn überall schmücken.



Von seinen Zweigen hängen

kostbare Schmuckketten,

Juwelenkränze

und Perlenketten

in vielfältiger Schönheit.



Über dem Baum

spannt sich ein kostbares Netz.

Es zeigt hunderttausende Farben

und unzählige Wandlungen.

Sein Licht ist grenzenlos.



Wenn ein sanfter Wind weht,

erklingen daraus

unzählige wunderbare Dharma-Klänge.

Diese verbreiten sich

durch die Buddha-Länder der zehn Richtungen.



Wer sie hört,

erlangt tiefe Dharma-Geduld

und verweilt auf der Stufe des Nicht-Zurückfallens.

Er bleibt frei von Erkrankungen des Gehörs

bis zur Buddhaschaft.



Wer diesen Baum sieht,

erleidet bis zur Buddhaschaft

keine Erkrankungen der Augen.



Wer seinen Duft wahrnimmt,

erleidet bis zur Buddhaschaft

keine Erkrankungen der Nase.



Wer seine Früchte kostet,

erleidet bis zur Buddhaschaft

keine Erkrankungen der Zunge.



Wer von seinem Licht berührt wird,

erleidet bis zur Buddhaschaft

keine Erkrankungen des Körpers.



Wer diesen Baum betrachtet

und kontempliert,

dessen Geist wird kühl und klar.

Er entfernt sich von Gier

und den übrigen Leiden des Geistes.

Er erlangt tiefe Dharma-Geduld

und verweilt auf der Stufe des Nicht-Zurückfallens.



Die Himmelswesen

und Menschen des Reinen Landes,

die diesen Baum sehen,

erlangen drei Arten von Dharma-Geduld:

1. Geduld gegenüber den Dharma-Klängen (音響忍)
2. Geduld des sanften Annehmens (柔順忍)
3. Die Geduld der Ungeborenheit aller Dharmas (無生法忍)



So dienen

dieser Baum,

seine Blüten

und seine Früchte

allen Wesen als Mittel der Buddha-Tätigkeit.

Dies geschieht

durch die Kraft von Amitabhas Gelübden,

durch die Festigkeit seiner Gelübde,

durch seine unermüdliche Praxis

und durch seine geistige Kraft.
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt ist einer der tiefsten des gesamten Sutras.

Denn hier wird ein bemerkenswerter Gedanke eingeführt:

Der Baum lehrt.



Der Baum als Buddha-Tätigkeit

Der Schluss sagt ausdrücklich:

與諸眾生而作佛事

„Er verrichtet Buddha-Werke für die Wesen.“

Das bedeutet:

Nicht nur Amitabha lehrt.

Nicht nur Bodhisattvas lehren.

Sogar die Umgebung des Reinen Landes

nimmt an der Buddha-Tätigkeit teil.



Die fünf Sinne

Auffällig ist die Reihenfolge:

* sehen,
* hören,
* riechen,
* schmecken,
* berührt werden.

Alle Sinnesbereiche

werden zu Toren des Dharma.



Für Leser des Shurangama-Sutras ist das besonders interessant.

Dort wird gelehrt,

dass jedes Sinnesfeld

zum Tor des Erwachens werden kann.

Hier wird dieselbe Idee

in poetischer Form dargestellt.



Die drei Dharma-Gedulden

Die dritte ist besonders wichtig:

無生法忍

„Geduld hinsichtlich der Ungeborenheit aller Dharmas.“

Dies gilt in vielen Mahayana-Schulen

als Zeichen einer sehr hohen Bodhisattva-Stufe.

Der Abschnitt sagt also:

Der Bodhi-Baum ist nicht bloß schön.

Er unterstützt unmittelbar die Verwirklichung tiefer Weisheit.
中文原文
道場寶樹分第二十七

佛言:「阿彌陀佛剎中,其道場樹高一千六百由旬,四布枝樹八百由旬,根入寶地五百由旬,及一切眾寶自然合成。花果敷榮,作無量百千殊麗之色。於其樹上。復以月光摩尼寶,帝網摩尼寶,持海輪寶,如是等眾寶莊嚴周匝其間。復垂愛寶瓔珞,大緣寶瓔珞,青真珠瓔珞,如是等眾瓔珞綴飾。復有真妙寶網羅覆其上,成百千萬色種種異變,無量光艷照耀無極。或時微風徐動演出無量妙法音聲,其聲流布遍諸佛剎。眾生聞者,得深法忍住不退轉地,無其耳病,以至成就無上菩提。若有眾生見此樹者,乃至成佛,於其中間不生眼病。若有眾生聞樹香者,乃至成佛,於其中間不生鼻病。若有眾生食樹果者,乃至成佛,於其中間舌亦無病。若有眾生樹光照者,乃至成佛,於其中間身亦無病。若有眾生觀想樹者,乃至成佛,於其中間心得清涼,遠離貪等煩惱之病,皆得甚深法忍,住不退轉地。彼剎諸天人世人見此樹者,得三法忍:一者、音響忍;二者、柔順忍;三者、無生法忍。如是樹木、花果,與諸眾生而作佛事,皆以此佛本願力故,堅固願故,精進力故,威神力故。」
Deutsch
Siebenundzwanzigster Abschnitt

Der Baum des Erwachens

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Im Land Amitabhas

ist der Baum des Erwachens

eintausendsechshundert Yojanas hoch.

Seine Äste breiten sich

achthundert Yojanas weit aus.

Seine Wurzeln reichen

fünfhundert Yojanas tief

in die kostbare Erde.



Er besteht aus allen Arten kostbarer Juwelen,

die sich auf natürliche Weise miteinander verbinden.

Seine Blüten und Früchte

stehen in voller Pracht

und zeigen unzählige wunderbare Farben.



Auf dem Baum befinden sich

Mondlicht-Mani-Juwelen,

Netz-Mani-Juwelen,

Meeresrad-Juwelen

und viele andere Kostbarkeiten,

die ihn überall schmücken.



Von seinen Zweigen hängen

kostbare Schmuckketten,

Juwelenkränze

und Perlenketten

in vielfältiger Schönheit.



Über dem Baum

spannt sich ein kostbares Netz.

Es zeigt hunderttausende Farben

und unzählige Wandlungen.

Sein Licht ist grenzenlos.



Wenn ein sanfter Wind weht,

erklingen daraus

unzählige wunderbare Dharma-Klänge.

Diese verbreiten sich

durch die Buddha-Länder der zehn Richtungen.



Wer sie hört,

erlangt tiefe Dharma-Geduld

und verweilt auf der Stufe des Nicht-Zurückfallens.

Er bleibt frei von Erkrankungen des Gehörs

bis zur Buddhaschaft.



Wer diesen Baum sieht,

erleidet bis zur Buddhaschaft

keine Erkrankungen der Augen.



Wer seinen Duft wahrnimmt,

erleidet bis zur Buddhaschaft

keine Erkrankungen der Nase.



Wer seine Früchte kostet,

erleidet bis zur Buddhaschaft

keine Erkrankungen der Zunge.



Wer von seinem Licht berührt wird,

erleidet bis zur Buddhaschaft

keine Erkrankungen des Körpers.



Wer diesen Baum betrachtet

und kontempliert,

dessen Geist wird kühl und klar.

Er entfernt sich von Gier

und den übrigen Leiden des Geistes.

Er erlangt tiefe Dharma-Geduld

und verweilt auf der Stufe des Nicht-Zurückfallens.



Die Himmelswesen

und Menschen des Reinen Landes,

die diesen Baum sehen,

erlangen drei Arten von Dharma-Geduld:

1. Geduld gegenüber den Dharma-Klängen (音響忍)
2. Geduld des sanften Annehmens (柔順忍)
3. Die Geduld der Ungeborenheit aller Dharmas (無生法忍)



So dienen

dieser Baum,

seine Blüten

und seine Früchte

allen Wesen als Mittel der Buddha-Tätigkeit.

Dies geschieht

durch die Kraft von Amitabhas Gelübden,

durch die Festigkeit seiner Gelübde,

durch seine unermüdliche Praxis

und durch seine geistige Kraft.
Kommentar
Dieser Abschnitt ist einer der tiefsten des gesamten Sutras.

Denn hier wird ein bemerkenswerter Gedanke eingeführt:

Der Baum lehrt.



Der Baum als Buddha-Tätigkeit

Der Schluss sagt ausdrücklich:

與諸眾生而作佛事

„Er verrichtet Buddha-Werke für die Wesen.“

Das bedeutet:

Nicht nur Amitabha lehrt.

Nicht nur Bodhisattvas lehren.

Sogar die Umgebung des Reinen Landes

nimmt an der Buddha-Tätigkeit teil.



Die fünf Sinne

Auffällig ist die Reihenfolge:

* sehen,
* hören,
* riechen,
* schmecken,
* berührt werden.

Alle Sinnesbereiche

werden zu Toren des Dharma.



Für Leser des Shurangama-Sutras ist das besonders interessant.

Dort wird gelehrt,

dass jedes Sinnesfeld

zum Tor des Erwachens werden kann.

Hier wird dieselbe Idee

in poetischer Form dargestellt.



Die drei Dharma-Gedulden

Die dritte ist besonders wichtig:

無生法忍

„Geduld hinsichtlich der Ungeborenheit aller Dharmas.“

Dies gilt in vielen Mahayana-Schulen

als Zeichen einer sehr hohen Bodhisattva-Stufe.

Der Abschnitt sagt also:

Der Bodhi-Baum ist nicht bloß schön.

Er unterstützt unmittelbar die Verwirklichung tiefer Weisheit.
65 #
寶網音香分第二十八

佛言:「阿彌陀佛剎中,復有無量寶網彌覆其上,皆以金、銀、真珠百千雜寶,奇妙珍異莊嚴校飾;周匝四面垂以寶網,光色晃曜盡極嚴麗。又有自然德風徐動,不寒不暑溫和柔軟不遲不疾,吹諸寶網及諸寶樹,演發無量微妙法音,流布萬種清雅德香。其有聞者,塵勞垢習自然不生,風觸其身皆得快樂,譬如比丘得滅盡定三昧。或時風吹散花遍滿其剎,隨色次第而不雜亂,柔軟光澤馨香芬烈;足履其上陷下四寸,隨舉足已還復如故,花用已訖自然化沒。」
Achtundzwanzigster Abschnitt

Die Klänge und Düfte der Juwelennetze

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Im Land Amitabhas

gibt es unermesslich viele Juwelennetze,

die sich über das ganze Land ausbreiten.

Sie bestehen aus

Gold,

Silber,

Perlen

und hunderttausenden kostbaren Juwelen.

Sie sind auf wunderbare Weise geschmückt

und von unvergleichlicher Schönheit.



Nach allen Seiten hin

hängen diese Juwelennetze herab.

Ihr Licht

und ihre Farben

strahlen in vollkommener Pracht.



Dann erhebt sich

ein natürlicher Wind der Tugend.

Er ist weder kalt

noch heiß.

Er ist sanft,

weich,

gleichmäßig

und angenehm.

Weder zu schnell

noch zu langsam.



Wenn dieser Wind

durch die Juwelennetze

und die Juwelenbäume streicht,

entstehen daraus

unzählige wunderbare Dharma-Klänge.



Zugleich verbreiten sich

zehntausend Arten

edler und reiner Düfte.



Wer diese Klänge hört,

dessen alte Verunreinigungen

und Gewohnheiten

entstehen von selbst nicht mehr.



Wenn der Wind den Körper berührt,

empfindet man große Freude.

Diese Freude gleicht der Erfahrung

eines Bhikshu,

der das Samadhi der Auslöschung
(滅盡定)

verwirklicht hat.



Manchmal trägt der Wind

Blüten durch das ganze Land.

Sie fallen überall nieder.



Ihre Farben bleiben geordnet

und vermischen sich nicht.

Sie sind weich,

strahlend,

duftend

und wunderbar.



Wenn man auf ihnen geht,

sinken die Füße vier Zoll tief ein.

Sobald der Fuß wieder angehoben wird,

kehrt alles in seinen ursprünglichen Zustand zurück.



Wenn die Blüten ihren Zweck erfüllt haben,

lösen sie sich von selbst auf.
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt ist besonders interessant,

weil er zwei Dinge verbindet:

Klang

und

Duft.



Bereits mehrfach haben wir gesehen:

* Wasser spricht Dharma.
* Bäume sprechen Dharma.
* Der Bodhi-Baum spricht Dharma.

Nun sprechen sogar die Juwelennetze.



Der Wind der Tugend

Der Ausdruck:

德風

„Wind der Tugend“

ist bemerkenswert.

Der Wind bringt nichts Fremdes.

Er erinnert die Wesen

an ihre eigene heilsame Natur.



Die Auflösung alter Gewohnheiten

Ein wichtiger Satz lautet:

塵勞垢習自然不生

„Die alten Verunreinigungen und Gewohnheiten entstehen von selbst nicht mehr.“

Der Text sagt nicht:

Sie werden gewaltsam entfernt.

Sondern:

Die Bedingungen ihrer Entstehung fehlen.

Das ist ein sehr buddhistischer Gedanke.



Die Blumen

Die Blumen fallen,

werden genutzt

und verschwinden wieder.

Nichts wird aufgehoben.

Nichts wird angehäuft.

Nichts wird festgehalten.

Auch hier erscheint wieder

das Motiv des Nicht-Anhaftens.



Die Freude des Samadhi

Die Freude wird verglichen mit:

滅盡定三昧

dem Samadhi der Auslöschung.

Das ist eine sehr hohe Form innerer Ruhe.

Der Text sagt damit:

Die Freude des Reinen Landes

ist nicht bloß sinnliches Vergnügen.

Sie ähnelt der Freude tiefer Sammlung.
中文原文
寶網音香分第二十八

佛言:「阿彌陀佛剎中,復有無量寶網彌覆其上,皆以金、銀、真珠百千雜寶,奇妙珍異莊嚴校飾;周匝四面垂以寶網,光色晃曜盡極嚴麗。又有自然德風徐動,不寒不暑溫和柔軟不遲不疾,吹諸寶網及諸寶樹,演發無量微妙法音,流布萬種清雅德香。其有聞者,塵勞垢習自然不生,風觸其身皆得快樂,譬如比丘得滅盡定三昧。或時風吹散花遍滿其剎,隨色次第而不雜亂,柔軟光澤馨香芬烈;足履其上陷下四寸,隨舉足已還復如故,花用已訖自然化沒。」
Deutsch
Achtundzwanzigster Abschnitt

Die Klänge und Düfte der Juwelennetze

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Im Land Amitabhas

gibt es unermesslich viele Juwelennetze,

die sich über das ganze Land ausbreiten.

Sie bestehen aus

Gold,

Silber,

Perlen

und hunderttausenden kostbaren Juwelen.

Sie sind auf wunderbare Weise geschmückt

und von unvergleichlicher Schönheit.



Nach allen Seiten hin

hängen diese Juwelennetze herab.

Ihr Licht

und ihre Farben

strahlen in vollkommener Pracht.



Dann erhebt sich

ein natürlicher Wind der Tugend.

Er ist weder kalt

noch heiß.

Er ist sanft,

weich,

gleichmäßig

und angenehm.

Weder zu schnell

noch zu langsam.



Wenn dieser Wind

durch die Juwelennetze

und die Juwelenbäume streicht,

entstehen daraus

unzählige wunderbare Dharma-Klänge.



Zugleich verbreiten sich

zehntausend Arten

edler und reiner Düfte.



Wer diese Klänge hört,

dessen alte Verunreinigungen

und Gewohnheiten

entstehen von selbst nicht mehr.



Wenn der Wind den Körper berührt,

empfindet man große Freude.

Diese Freude gleicht der Erfahrung

eines Bhikshu,

der das Samadhi der Auslöschung
(滅盡定)

verwirklicht hat.



Manchmal trägt der Wind

Blüten durch das ganze Land.

Sie fallen überall nieder.



Ihre Farben bleiben geordnet

und vermischen sich nicht.

Sie sind weich,

strahlend,

duftend

und wunderbar.



Wenn man auf ihnen geht,

sinken die Füße vier Zoll tief ein.

Sobald der Fuß wieder angehoben wird,

kehrt alles in seinen ursprünglichen Zustand zurück.



Wenn die Blüten ihren Zweck erfüllt haben,

lösen sie sich von selbst auf.
Kommentar
Dieser Abschnitt ist besonders interessant,

weil er zwei Dinge verbindet:

Klang

und

Duft.



Bereits mehrfach haben wir gesehen:

* Wasser spricht Dharma.
* Bäume sprechen Dharma.
* Der Bodhi-Baum spricht Dharma.

Nun sprechen sogar die Juwelennetze.



Der Wind der Tugend

Der Ausdruck:

德風

„Wind der Tugend“

ist bemerkenswert.

Der Wind bringt nichts Fremdes.

Er erinnert die Wesen

an ihre eigene heilsame Natur.



Die Auflösung alter Gewohnheiten

Ein wichtiger Satz lautet:

塵勞垢習自然不生

„Die alten Verunreinigungen und Gewohnheiten entstehen von selbst nicht mehr.“

Der Text sagt nicht:

Sie werden gewaltsam entfernt.

Sondern:

Die Bedingungen ihrer Entstehung fehlen.

Das ist ein sehr buddhistischer Gedanke.



Die Blumen

Die Blumen fallen,

werden genutzt

und verschwinden wieder.

Nichts wird aufgehoben.

Nichts wird angehäuft.

Nichts wird festgehalten.

Auch hier erscheint wieder

das Motiv des Nicht-Anhaftens.



Die Freude des Samadhi

Die Freude wird verglichen mit:

滅盡定三昧

dem Samadhi der Auslöschung.

Das ist eine sehr hohe Form innerer Ruhe.

Der Text sagt damit:

Die Freude des Reinen Landes

ist nicht bloß sinnliches Vergnügen.

Sie ähnelt der Freude tiefer Sammlung.
66 #
蓮花現佛分第二十九

佛言:「阿彌陀佛剎中,眾寶蓮華周遍世界,一一寶花百千萬葉,其華光明無量雜色。青色青光,白色白光,玄、黃、朱、紫之色,其光亦然,煒燁煥爛明耀日月。一一華中,出三十六百千億光;一一光中,出三十六百千億佛;其身皆紫金色,相好殊特。一一諸佛,又放百千光明,普為十方眾生說微妙法;如是諸佛各各安立無量眾生於佛正道。」
Neunundzwanzigster Abschnitt

Die Buddhas in den Lotosblumen

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Im Land Amitabhas

erfüllen kostbare Lotosblumen

die ganze Welt.



Jede einzelne dieser Lotosblumen

besitzt hunderttausende Millionen Blütenblätter.



Das Licht jeder Blume

erscheint in unermesslich vielen Farben.



Blaue Blüten

strahlen blaues Licht aus.

Weiße Blüten

strahlen weißes Licht aus.

Schwarze,

gelbe,

rote

und violette Blüten

strahlen jeweils Licht ihrer eigenen Farbe aus.



Ihr Glanz

ist strahlend,

leuchtend

und prachtvoll.

Er übertrifft Sonne und Mond.



Aus jeder einzelnen Blume

gehen

sechsunddreißig hunderttausend Millionen Lichtstrahlen hervor.



Aus jedem einzelnen Lichtstrahl

erscheinen

sechsunddreißig hunderttausend Millionen Buddhas.



Jeder dieser Buddhas

besitzt einen Körper

von purpurn-goldener Farbe.

Seine Merkmale

und seine Schönheit

sind vollkommen.



Jeder dieser Buddhas

sendet wiederum

hunderttausende Lichtstrahlen aus.



Sie lehren

für die Wesen der zehn Richtungen

den wunderbaren Dharma.



Und jeder dieser Buddhas

führt unzählige Wesen

auf den rechten Weg der Buddhaschaft.
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt markiert einen wichtigen Übergang.

Bislang wurde das Reine Land beschrieben als:

* schöner Ort,
* reine Gemeinschaft,
* günstige Bedingungen für Praxis.

Nun zeigt das Sutra:

Das Reine Land ist selbst aktiv.



Eine Blume enthält unzählige Buddhas

Das Bild ist typisch Mahayana.

Eine einzelne Erscheinung

enthält unermessliche Wirkungen.

Eine Blume ist nicht bloß eine Blume.

Sie wird zum Dharma-Feld.



Licht wird Buddha

Die Struktur lautet:

Blume → Licht → Buddha → Dharma → Erwachen der Wesen

Das ist bemerkenswert.

Das Licht Amitabhas bleibt nicht bei sich selbst.

Es verwandelt sich fortwährend in Hilfe für andere.



Huayan-Anklänge

Für chinesische Mahayana-Leser erinnert dieser Abschnitt stark an die Vorstellungen des Huayan:

In einem erscheint das Unermessliche.

Im Kleinen erscheint das Große.

Eine einzelne Blume

enthält unzählige Buddhas.

Und diese Buddhas wirken wiederum

in zahllosen Welten.



Die eigentliche Aussage

Der Abschnitt möchte wahrscheinlich nicht zählen lassen.

Die Zahlen sind Ausdruck von:

grenzenlos,
unerschöpflich,
unermesslich.

Der Schwerpunkt liegt auf:

Die Hilfe Amitabhas kennt kein Ende.
中文原文
蓮花現佛分第二十九

佛言:「阿彌陀佛剎中,眾寶蓮華周遍世界,一一寶花百千萬葉,其華光明無量雜色。青色青光,白色白光,玄、黃、朱、紫之色,其光亦然,煒燁煥爛明耀日月。一一華中,出三十六百千億光;一一光中,出三十六百千億佛;其身皆紫金色,相好殊特。一一諸佛,又放百千光明,普為十方眾生說微妙法;如是諸佛各各安立無量眾生於佛正道。」
Deutsch
Neunundzwanzigster Abschnitt

Die Buddhas in den Lotosblumen

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Im Land Amitabhas

erfüllen kostbare Lotosblumen

die ganze Welt.



Jede einzelne dieser Lotosblumen

besitzt hunderttausende Millionen Blütenblätter.



Das Licht jeder Blume

erscheint in unermesslich vielen Farben.



Blaue Blüten

strahlen blaues Licht aus.

Weiße Blüten

strahlen weißes Licht aus.

Schwarze,

gelbe,

rote

und violette Blüten

strahlen jeweils Licht ihrer eigenen Farbe aus.



Ihr Glanz

ist strahlend,

leuchtend

und prachtvoll.

Er übertrifft Sonne und Mond.



Aus jeder einzelnen Blume

gehen

sechsunddreißig hunderttausend Millionen Lichtstrahlen hervor.



Aus jedem einzelnen Lichtstrahl

erscheinen

sechsunddreißig hunderttausend Millionen Buddhas.



Jeder dieser Buddhas

besitzt einen Körper

von purpurn-goldener Farbe.

Seine Merkmale

und seine Schönheit

sind vollkommen.



Jeder dieser Buddhas

sendet wiederum

hunderttausende Lichtstrahlen aus.



Sie lehren

für die Wesen der zehn Richtungen

den wunderbaren Dharma.



Und jeder dieser Buddhas

führt unzählige Wesen

auf den rechten Weg der Buddhaschaft.
Kommentar
Dieser Abschnitt markiert einen wichtigen Übergang.

Bislang wurde das Reine Land beschrieben als:

* schöner Ort,
* reine Gemeinschaft,
* günstige Bedingungen für Praxis.

Nun zeigt das Sutra:

Das Reine Land ist selbst aktiv.



Eine Blume enthält unzählige Buddhas

Das Bild ist typisch Mahayana.

Eine einzelne Erscheinung

enthält unermessliche Wirkungen.

Eine Blume ist nicht bloß eine Blume.

Sie wird zum Dharma-Feld.



Licht wird Buddha

Die Struktur lautet:

Blume → Licht → Buddha → Dharma → Erwachen der Wesen

Das ist bemerkenswert.

Das Licht Amitabhas bleibt nicht bei sich selbst.

Es verwandelt sich fortwährend in Hilfe für andere.



Huayan-Anklänge

Für chinesische Mahayana-Leser erinnert dieser Abschnitt stark an die Vorstellungen des Huayan:

In einem erscheint das Unermessliche.

Im Kleinen erscheint das Große.

Eine einzelne Blume

enthält unzählige Buddhas.

Und diese Buddhas wirken wiederum

in zahllosen Welten.



Die eigentliche Aussage

Der Abschnitt möchte wahrscheinlich nicht zählen lassen.

Die Zahlen sind Ausdruck von:

grenzenlos,
unerschöpflich,
unermesslich.

Der Schwerpunkt liegt auf:

Die Hilfe Amitabhas kennt kein Ende.
67 #
大會說法分第三十

佛言:「阿彌陀佛,為諸菩薩、聲聞及諸天世人,廣宣大教敷演妙法之時,皆以次序大會於七寶講堂。佛初為諸菩薩、聲聞及諸天世人說法,莫不欣然悅適心得解悟,各隨其資而有所得。即時四方自然微風,吹諸寶樹作五百音聲;復吹諸寶花停結空中,枝葉下向以成供養,既而墜地則自然亂風吹去。於是第一四天王天諸天人,持百千花香、百千音樂,自空而降以供養佛及菩薩、聲聞之眾,聽聞說法,散諸香花,奏諸音樂。於是第二忉利天,上至欲界諸天,以至第七梵天,及三十六天,如是等天諸天人,各持百千香華,百千音樂轉相倍勝,自空而降,皆以前後次序更相開避,供養佛及菩薩、聲聞之眾,聽佛說法,散諸香花,奏諸音樂。諸天人中有未得須陀洹道者,有未得斯陀含道者,有未得阿那含道者,有未得阿羅漢道者,有未得不退轉地菩薩者,聞佛說法即心開意解,隨所未得而自得之。當此之時,熙然歡喜不可勝言。」
Dreißigster Abschnitt

Die große Dharma-Versammlung

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Wenn Amitabha Buddha

für die Bodhisattvas,

die Śrāvakas,

die Himmelswesen

und die Menschen

die große Lehre verkündet

und den wunderbaren Dharma entfaltet,

versammeln sich alle

geordnet in den Lehrhallen aus sieben Kostbarkeiten.



Wenn der Buddha beginnt,

den Dharma zu lehren,

empfinden alle Freude.

Ihre Herzen werden weit und klar.

Sie verstehen den Sinn des Gehörten.

Jeder empfängt

entsprechend seiner Veranlagung

das, was für ihn hilfreich ist.



In diesem Augenblick

erhebt sich aus allen Richtungen

ein natürlicher sanfter Wind.

Er bewegt die Juwelenbäume

und erzeugt fünfhundert verschiedene Klänge.



Der Wind bewegt die kostbaren Blumen.

Sie bleiben zunächst

in der Luft stehen

und bilden dort

natürliche Opfergaben.

Später fallen sie zur Erde

und werden von einem sanften Wind fortgetragen.



Darauf erscheinen die Himmelswesen

des ersten Himmels der Vier Himmelskönige.

Sie bringen

hunderttausende Blumen,

Düfte

und Musikinstrumente.

Aus dem Himmel herabsteigend

bringen sie Buddha,

den Bodhisattvas

und den Śrāvakas Opfergaben dar.



Sie hören den Dharma,

streuen Blumen

und spielen Musik.



Danach erscheinen die Himmelswesen

des Trayastrimsha-Himmels,

dann die Himmelswesen

der übrigen Himmel der Wunschwelt,

bis hinauf zum Brahma-Himmel.



Alle bringen

unzählige Blumen,

Düfte

und Musik dar.

Jede Ebene übertrifft

die vorherige an Herrlichkeit.



In vollkommener Ordnung

machen sie einander Platz,

bringen ihre Opfergaben dar,

hören den Dharma

und erfreuen sich an der Lehre.



Unter ihnen gibt es solche,

die die Frucht des Stromeintritts

noch nicht erlangt haben.

Sie erlangen sie.



Andere,

die noch nicht die Frucht des Einmal-Wiederkehrers erlangt haben,

erlangen sie.



Andere erlangen

die Frucht des Nicht-Wiederkehrers.

Andere die Arhatschaft.



Andere wiederum

erlangen die Stufe des Nicht-Zurückfallens

auf dem Bodhisattva-Weg.



Alle verstehen den Dharma.

Alle schreiten voran.

Alle sind von Freude erfüllt.

Ihre Freude

kann nicht beschrieben werden.
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt zeigt etwas sehr Wichtiges:

Das Zentrum des Reinen Landes ist nicht die Landschaft

Bis jetzt haben wir gelesen von:

* Juwelenteichen,
* Lotosblumen,
* Juwelenbäumen,
* Düften,
* Musik.

Hier wird deutlich:

All dies dient letztlich einem Zweck:

說法

der Verkündigung des Dharma.



Jeder empfängt entsprechend seiner Fähigkeit

Wieder begegnet uns das Motiv:

各隨其資而有所得

„Jeder empfängt entsprechend seiner Veranlagung.“

Das ist ein klassisches Mahayana-Prinzip.

Der Buddha lehrt nicht allen dasselbe.

Der Dharma erscheint

entsprechend den Bedürfnissen der Wesen.



Die Himmel hören den Dharma

Bemerkenswert ist auch:

Die Himmelswesen erscheinen nicht,

um bewundert zu werden.

Sie erscheinen,

um zu hören.

Selbst die höchsten Götter

sind Zuhörer des Dharma.



Die eigentliche Herrlichkeit

Der Text steigert sich:

* Wind,
* Musik,
* Blumen,
* Götter.

Doch der Höhepunkt ist nicht die Pracht.

Der Höhepunkt ist:

心開意解

„Das Herz öffnet sich, das Verständnis erwacht.“
中文原文
大會說法分第三十

佛言:「阿彌陀佛,為諸菩薩、聲聞及諸天世人,廣宣大教敷演妙法之時,皆以次序大會於七寶講堂。佛初為諸菩薩、聲聞及諸天世人說法,莫不欣然悅適心得解悟,各隨其資而有所得。即時四方自然微風,吹諸寶樹作五百音聲;復吹諸寶花停結空中,枝葉下向以成供養,既而墜地則自然亂風吹去。於是第一四天王天諸天人,持百千花香、百千音樂,自空而降以供養佛及菩薩、聲聞之眾,聽聞說法,散諸香花,奏諸音樂。於是第二忉利天,上至欲界諸天,以至第七梵天,及三十六天,如是等天諸天人,各持百千香華,百千音樂轉相倍勝,自空而降,皆以前後次序更相開避,供養佛及菩薩、聲聞之眾,聽佛說法,散諸香花,奏諸音樂。諸天人中有未得須陀洹道者,有未得斯陀含道者,有未得阿那含道者,有未得阿羅漢道者,有未得不退轉地菩薩者,聞佛說法即心開意解,隨所未得而自得之。當此之時,熙然歡喜不可勝言。」
Deutsch
Dreißigster Abschnitt

Die große Dharma-Versammlung

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Wenn Amitabha Buddha

für die Bodhisattvas,

die Śrāvakas,

die Himmelswesen

und die Menschen

die große Lehre verkündet

und den wunderbaren Dharma entfaltet,

versammeln sich alle

geordnet in den Lehrhallen aus sieben Kostbarkeiten.



Wenn der Buddha beginnt,

den Dharma zu lehren,

empfinden alle Freude.

Ihre Herzen werden weit und klar.

Sie verstehen den Sinn des Gehörten.

Jeder empfängt

entsprechend seiner Veranlagung

das, was für ihn hilfreich ist.



In diesem Augenblick

erhebt sich aus allen Richtungen

ein natürlicher sanfter Wind.

Er bewegt die Juwelenbäume

und erzeugt fünfhundert verschiedene Klänge.



Der Wind bewegt die kostbaren Blumen.

Sie bleiben zunächst

in der Luft stehen

und bilden dort

natürliche Opfergaben.

Später fallen sie zur Erde

und werden von einem sanften Wind fortgetragen.



Darauf erscheinen die Himmelswesen

des ersten Himmels der Vier Himmelskönige.

Sie bringen

hunderttausende Blumen,

Düfte

und Musikinstrumente.

Aus dem Himmel herabsteigend

bringen sie Buddha,

den Bodhisattvas

und den Śrāvakas Opfergaben dar.



Sie hören den Dharma,

streuen Blumen

und spielen Musik.



Danach erscheinen die Himmelswesen

des Trayastrimsha-Himmels,

dann die Himmelswesen

der übrigen Himmel der Wunschwelt,

bis hinauf zum Brahma-Himmel.



Alle bringen

unzählige Blumen,

Düfte

und Musik dar.

Jede Ebene übertrifft

die vorherige an Herrlichkeit.



In vollkommener Ordnung

machen sie einander Platz,

bringen ihre Opfergaben dar,

hören den Dharma

und erfreuen sich an der Lehre.



Unter ihnen gibt es solche,

die die Frucht des Stromeintritts

noch nicht erlangt haben.

Sie erlangen sie.



Andere,

die noch nicht die Frucht des Einmal-Wiederkehrers erlangt haben,

erlangen sie.



Andere erlangen

die Frucht des Nicht-Wiederkehrers.

Andere die Arhatschaft.



Andere wiederum

erlangen die Stufe des Nicht-Zurückfallens

auf dem Bodhisattva-Weg.



Alle verstehen den Dharma.

Alle schreiten voran.

Alle sind von Freude erfüllt.

Ihre Freude

kann nicht beschrieben werden.
Kommentar
Dieser Abschnitt zeigt etwas sehr Wichtiges:

Das Zentrum des Reinen Landes ist nicht die Landschaft

Bis jetzt haben wir gelesen von:

* Juwelenteichen,
* Lotosblumen,
* Juwelenbäumen,
* Düften,
* Musik.

Hier wird deutlich:

All dies dient letztlich einem Zweck:

說法

der Verkündigung des Dharma.



Jeder empfängt entsprechend seiner Fähigkeit

Wieder begegnet uns das Motiv:

各隨其資而有所得

„Jeder empfängt entsprechend seiner Veranlagung.“

Das ist ein klassisches Mahayana-Prinzip.

Der Buddha lehrt nicht allen dasselbe.

Der Dharma erscheint

entsprechend den Bedürfnissen der Wesen.



Die Himmel hören den Dharma

Bemerkenswert ist auch:

Die Himmelswesen erscheinen nicht,

um bewundert zu werden.

Sie erscheinen,

um zu hören.

Selbst die höchsten Götter

sind Zuhörer des Dharma.



Die eigentliche Herrlichkeit

Der Text steigert sich:

* Wind,
* Musik,
* Blumen,
* Götter.

Doch der Höhepunkt ist nicht die Pracht.

Der Höhepunkt ist:

心開意解

„Das Herz öffnet sich, das Verständnis erwacht.“
68 #
十方聽法分第三十一

佛言:「其次東方恒河沙數諸佛,各遣無量無數菩薩,及無量無數聲聞之眾,持諸香華、幢幡、寶蓋,種種供具前以獻佛。各禮足已,稱讚寶剎功德莊嚴,聽說妙法皆大喜悅,作禮而去。其次南方世界恒河沙數諸佛,各遣無量無數菩薩,及無量無數聲聞之眾,持諸香華、幢幡、寶蓋,種種供具前以獻佛,各禮足已;稱讚寶剎功德莊嚴,聽說妙法皆大喜悅,作禮而去。其次西方、北方,[1]四隅、上下亦復如是。」

爾時世尊復說偈言:

「東方諸世界, 數若恒河沙;
一一世界中, 聲聞與菩薩,
無量復無數, 各發最勝心,
持諸妙供養, 往獻阿彌陀;
南、西、北、四隅, 上、下亦如是,
悉皆供獻已, 旋繞懷愛敬,
讚歎大福田, 最上復希有;
皆由宿願弘, 精進無窮極,
究達神通慧, 遊入勝法門。
具足功德寶, 妙智無等倫,
慧日朗世間, 消除生死雲。
莊嚴極樂剎, 威神叵思議,
曠蕩已無邊, 佛剎絕無比。
稱讚既如是, 欽慕不能已;
復以天妙花, 散空成寶蓋,
縱廣百由旬, 色相愈新麗,
假茲伸供養, 自喜還自慶,
願我積眾善, 致我剎亦然。
先了諸法性, 夢幻本來空;
次度諸眾生, 遠大無窮極。
如是寶剎者, 何憂不可成?
爾時佛慈悲, 開導一切心,
神通化大光, 從佛面門出,
四散數無窮, 普照億佛剎,
人天咸覩已, 還歸佛髻中。
時會諸有情, 敬歎未曾有,
願與沈淪者, 盡證菩提道。」
Einunddreißigster Abschnitt

Die Wesen der zehn Richtungen hören den Dharma

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Danach entsenden die Buddhas des Ostens,

zahlreich wie die Sandkörner des Ganges,

jeweils unermessliche und unzählige Bodhisattvas

sowie unermessliche und unzählige Śrāvakas.



Sie bringen

Düfte,

Blumen,

Banner,

kostbare Schirme

und viele andere Opfergaben.

Sie treten vor Amitabha Buddha

und bringen ihre Gaben dar.



Nachdem sie sich vor seinen Füßen verneigt haben,

preisen sie

die Verdienste,

die Herrlichkeit

und die Reinheit seines Buddha-Landes.



Sie hören den wunderbaren Dharma,

werden von großer Freude erfüllt

und verabschieden sich ehrerbietig.



Ebenso entsenden die Buddhas

des Südens,

des Westens,

des Nordens,

der vier Zwischenrichtungen,

sowie der oberen und unteren Bereiche

unzählige Bodhisattvas

und Śrāvakas.



Alle handeln auf dieselbe Weise.

Sie bringen Opfergaben dar,

hören den Dharma,

preisen das Reine Land

und kehren voller Freude zurück.



Das Lobgedicht

Rohübersetzung

Darauf sprach der Weltgeehrte folgende Verse:

Die Welten des Ostens,

zahlreich wie die Sandkörner des Ganges,

entsenden aus jeder Welt

zahllose Śrāvakas

und Bodhisattvas.

Alle erwecken den höchsten Geist

und bringen wunderbare Opfergaben dar,

um sie Amitabha darzubringen.

Ebenso geschieht es

im Süden,

Westen,

Norden,

in den vier Zwischenrichtungen,

sowie oben und unten.

Nachdem sie ihre Opfergaben dargebracht haben,

umkreisen sie den Buddha

voller Ehrfurcht und Liebe.

Sie preisen dieses große Feld der Verdienste,

das höchste

und seltenste aller Felder.

Dies alles entstand

aus gewaltigen Gelübden

und grenzenloser Ausdauer.

Die Vollendung von Weisheit

und übernatürlichen Fähigkeiten

erschloss den höchsten Dharma.

Die Schätze der Verdienste

sind vollständig verwirklicht.

Die wunderbare Weisheit

kennt ihresgleichen nicht.

Wie eine Sonne der Weisheit

erhellt sie die Welt

und vertreibt die Wolken

von Geburt und Tod.

Das Land der Höchsten Glückseligkeit

ist von unvorstellbarer Herrlichkeit.

Weit,

grenzenlos

und unvergleichlich

unter allen Buddha-Ländern.

Nachdem sie dies gepriesen haben,

wächst ihre Bewunderung noch weiter.

Darauf streuen sie himmlische Blumen,

die sich im Raum

zu kostbaren Baldachinen formen.

Hundert Yojanas weit

breiten sie sich aus.

Ihre Farben

werden immer schöner.

Durch diese Opfergaben

bringen sie ihre Verehrung zum Ausdruck.

Und zugleich freuen sie sich selbst

und beglückwünschen sich gegenseitig.

Mögen auch wir

zahllose Tugenden sammeln

und eines Tages

ein solches Buddha-Land vollenden.

Zuerst erkennen wir

die wahre Natur aller Dharmas:

Traum,

Illusion

und ursprünglich leer.

Danach führen wir die Wesen hinüber,

grenzenlos

und ohne Ende.

Wenn ein solches Buddha-Land möglich ist,

warum sollten wir daran zweifeln,

dass es verwirklicht werden kann?

Da öffnete der Buddha

aus Mitgefühl

die Herzen aller Wesen.

Durch seine übernatürliche Kraft

erschien ein großes Licht,

das aus seinem Antlitz hervorstrahlte.

Es verbreitete sich

in unermessliche Richtungen

und erleuchtete zahllose Buddha-Länder.

Nachdem Menschen und Götter

dieses Licht gesehen hatten,

kehrte es zurück

in den Scheitel des Buddha.

Alle Wesen der Versammlung

waren voller Ehrfurcht.

Sie priesen das,

was sie noch nie zuvor gesehen hatten.

Und sie gelobten:

Mögen alle leidenden Wesen

den Weg der Buddhaschaft verwirklichen.
Kommentar öffnen
Bemerkenswert ist ein Vers:

先了諸法性,
夢幻本來空;

Zuerst erkenne die Natur aller Dharmas:
Traum und Illusion, ursprünglich leer.

Unmittelbar danach folgt:

次度諸眾生,
遠大無窮極。

Danach führe die Wesen hinüber,
grenzenlos und ohne Ende.

Das ist praktisch eine Kurzformel des Mahayana:

Zuerst Weisheit.
Dann Mitgefühl.

Oder:

真空妙有

Wahre Leerheit – wunderbares Wirken.
中文原文
十方聽法分第三十一

佛言:「其次東方恒河沙數諸佛,各遣無量無數菩薩,及無量無數聲聞之眾,持諸香華、幢幡、寶蓋,種種供具前以獻佛。各禮足已,稱讚寶剎功德莊嚴,聽說妙法皆大喜悅,作禮而去。其次南方世界恒河沙數諸佛,各遣無量無數菩薩,及無量無數聲聞之眾,持諸香華、幢幡、寶蓋,種種供具前以獻佛,各禮足已;稱讚寶剎功德莊嚴,聽說妙法皆大喜悅,作禮而去。其次西方、北方,[1]四隅、上下亦復如是。」

爾時世尊復說偈言:

「東方諸世界, 數若恒河沙;
一一世界中, 聲聞與菩薩,
無量復無數, 各發最勝心,
持諸妙供養, 往獻阿彌陀;
南、西、北、四隅, 上、下亦如是,
悉皆供獻已, 旋繞懷愛敬,
讚歎大福田, 最上復希有;
皆由宿願弘, 精進無窮極,
究達神通慧, 遊入勝法門。
具足功德寶, 妙智無等倫,
慧日朗世間, 消除生死雲。
莊嚴極樂剎, 威神叵思議,
曠蕩已無邊, 佛剎絕無比。
稱讚既如是, 欽慕不能已;
復以天妙花, 散空成寶蓋,
縱廣百由旬, 色相愈新麗,
假茲伸供養, 自喜還自慶,
願我積眾善, 致我剎亦然。
先了諸法性, 夢幻本來空;
次度諸眾生, 遠大無窮極。
如是寶剎者, 何憂不可成?
爾時佛慈悲, 開導一切心,
神通化大光, 從佛面門出,
四散數無窮, 普照億佛剎,
人天咸覩已, 還歸佛髻中。
時會諸有情, 敬歎未曾有,
願與沈淪者, 盡證菩提道。」
Deutsch
Einunddreißigster Abschnitt

Die Wesen der zehn Richtungen hören den Dharma

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Danach entsenden die Buddhas des Ostens,

zahlreich wie die Sandkörner des Ganges,

jeweils unermessliche und unzählige Bodhisattvas

sowie unermessliche und unzählige Śrāvakas.



Sie bringen

Düfte,

Blumen,

Banner,

kostbare Schirme

und viele andere Opfergaben.

Sie treten vor Amitabha Buddha

und bringen ihre Gaben dar.



Nachdem sie sich vor seinen Füßen verneigt haben,

preisen sie

die Verdienste,

die Herrlichkeit

und die Reinheit seines Buddha-Landes.



Sie hören den wunderbaren Dharma,

werden von großer Freude erfüllt

und verabschieden sich ehrerbietig.



Ebenso entsenden die Buddhas

des Südens,

des Westens,

des Nordens,

der vier Zwischenrichtungen,

sowie der oberen und unteren Bereiche

unzählige Bodhisattvas

und Śrāvakas.



Alle handeln auf dieselbe Weise.

Sie bringen Opfergaben dar,

hören den Dharma,

preisen das Reine Land

und kehren voller Freude zurück.



Das Lobgedicht

Rohübersetzung

Darauf sprach der Weltgeehrte folgende Verse:

Die Welten des Ostens,

zahlreich wie die Sandkörner des Ganges,

entsenden aus jeder Welt

zahllose Śrāvakas

und Bodhisattvas.

Alle erwecken den höchsten Geist

und bringen wunderbare Opfergaben dar,

um sie Amitabha darzubringen.

Ebenso geschieht es

im Süden,

Westen,

Norden,

in den vier Zwischenrichtungen,

sowie oben und unten.

Nachdem sie ihre Opfergaben dargebracht haben,

umkreisen sie den Buddha

voller Ehrfurcht und Liebe.

Sie preisen dieses große Feld der Verdienste,

das höchste

und seltenste aller Felder.

Dies alles entstand

aus gewaltigen Gelübden

und grenzenloser Ausdauer.

Die Vollendung von Weisheit

und übernatürlichen Fähigkeiten

erschloss den höchsten Dharma.

Die Schätze der Verdienste

sind vollständig verwirklicht.

Die wunderbare Weisheit

kennt ihresgleichen nicht.

Wie eine Sonne der Weisheit

erhellt sie die Welt

und vertreibt die Wolken

von Geburt und Tod.

Das Land der Höchsten Glückseligkeit

ist von unvorstellbarer Herrlichkeit.

Weit,

grenzenlos

und unvergleichlich

unter allen Buddha-Ländern.

Nachdem sie dies gepriesen haben,

wächst ihre Bewunderung noch weiter.

Darauf streuen sie himmlische Blumen,

die sich im Raum

zu kostbaren Baldachinen formen.

Hundert Yojanas weit

breiten sie sich aus.

Ihre Farben

werden immer schöner.

Durch diese Opfergaben

bringen sie ihre Verehrung zum Ausdruck.

Und zugleich freuen sie sich selbst

und beglückwünschen sich gegenseitig.

Mögen auch wir

zahllose Tugenden sammeln

und eines Tages

ein solches Buddha-Land vollenden.

Zuerst erkennen wir

die wahre Natur aller Dharmas:

Traum,

Illusion

und ursprünglich leer.

Danach führen wir die Wesen hinüber,

grenzenlos

und ohne Ende.

Wenn ein solches Buddha-Land möglich ist,

warum sollten wir daran zweifeln,

dass es verwirklicht werden kann?

Da öffnete der Buddha

aus Mitgefühl

die Herzen aller Wesen.

Durch seine übernatürliche Kraft

erschien ein großes Licht,

das aus seinem Antlitz hervorstrahlte.

Es verbreitete sich

in unermessliche Richtungen

und erleuchtete zahllose Buddha-Länder.

Nachdem Menschen und Götter

dieses Licht gesehen hatten,

kehrte es zurück

in den Scheitel des Buddha.

Alle Wesen der Versammlung

waren voller Ehrfurcht.

Sie priesen das,

was sie noch nie zuvor gesehen hatten.

Und sie gelobten:

Mögen alle leidenden Wesen

den Weg der Buddhaschaft verwirklichen.
Kommentar
Bemerkenswert ist ein Vers:

先了諸法性,
夢幻本來空;

Zuerst erkenne die Natur aller Dharmas:
Traum und Illusion, ursprünglich leer.

Unmittelbar danach folgt:

次度諸眾生,
遠大無窮極。

Danach führe die Wesen hinüber,
grenzenlos und ohne Ende.

Das ist praktisch eine Kurzformel des Mahayana:

Zuerst Weisheit.
Dann Mitgefühl.

Oder:

真空妙有

Wahre Leerheit – wunderbares Wirken.
69 #
觀音發問分第三十二

爾時佛說此偈已,會中有觀自在菩薩,即從座起,合掌向佛而作是言:「世尊!以何因緣,阿彌陀佛於其面門,放無量光照諸佛剎?惟願世尊方便解說,令諸眾生及他方菩薩,聞是語已心生解悟,於佛菩提志樂趣求,永無退轉。」

佛言:「汝當諦聽!吾為汝說。彼佛如來於過去無量無邊阿僧祇劫前,為菩薩時,發大誓言:『我於未來世成佛時,若有十方世界,無央數諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,聞我名號,或頂禮、憶念,或稱讚、歸依,或香花供養,如是眾生速生我剎,見此光明即得解脫。若諸菩薩見此光明,即得授記證不退位。手持香華及諸供具,往十方無邊佛剎,供養諸佛而作佛事,增益功德;經須臾頃復還本剎。』是故光明而入佛頂。」
Zweiunddreißigster Abschnitt

Guanyins Frage

Rohübersetzung

Nachdem der Buddha diese Verse gesprochen hatte,

erhob sich in der Versammlung

Avalokiteshvara Bodhisattva.

Er trat vor den Buddha,

faltete die Hände

und sprach:

Weltgeehrter!

Aus welchem Grund

sendet Amitabha Buddha

aus seinem Antlitz

unermessliches Licht aus,

das die Buddha-Länder der zehn Richtungen erleuchtet?

Möge der Weltgeehrte dies

durch geschickte Erklärung darlegen,

damit die Wesen

und die Bodhisattvas anderer Welten

beim Hören dieser Lehre

Verständnis entwickeln,

den Geist der Buddhaschaft erwecken

und niemals mehr zurückfallen.



Der Buddha sprach:

Höre aufmerksam zu!

Ich werde es erklären.



Vor unermesslichen,

grenzenlosen Asamkhyeya-Kalpas,

als jener Buddha noch Bodhisattva war,

fasste er folgendes großes Gelübde:



Wenn ich in zukünftigen Zeiten

die Buddhaschaft verwirkliche,

und wenn Wesen der zehn Richtungen —

Götter,

Menschen

und selbst die kleinsten Lebewesen —

meinen Namen hören,

sich vor mir verneigen,

meiner gedenken,

mich preisen,

Zuflucht nehmen

oder Blumen und Düfte darbringen,

dann sollen sie rasch

in meinem Land geboren werden.

Wenn sie dieses Licht sehen,

sollen sie Befreiung erlangen.

Wenn Bodhisattvas dieses Licht sehen,

sollen sie die Weissagung ihrer Buddhaschaft empfangen

und die Stufe des Nicht-Zurückfallens verwirklichen.

Mit Blumen,

Düften

und Opfergaben

sollen sie die Buddha-Länder der zehn Richtungen besuchen,

den Buddhas Verehrung darbringen,

Buddha-Tätigkeiten vollbringen

und ihre Verdienste vermehren.

Nach kurzer Zeit

sollen sie wieder

in ihr eigenes Land zurückkehren.



Deshalb

steigt dieses Licht

bis zum Scheitel des Buddha auf.
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt ist außerordentlich wichtig.

Denn hier beantwortet das Sutra eine Frage,

die bisher offen geblieben war:

Warum gibt es dieses Licht überhaupt?

Die Antwort lautet:

因願成光

Das Gelübde wird zu Licht.



Licht als Gelübde

Im bisherigen Text könnte man meinen,

das Licht sei einfach eine Eigenschaft Amitabhas.

Hier erfahren wir:

Das Licht ist eine Wirkung seiner ursprünglichen Absicht.

Sein Mitgefühl wird sichtbar.

Sein Gelübde wird wahrnehmbar.



Warum fragt Guanyin?

Interessanterweise fragt nicht Ananda.

Nicht Maitreya.

Sondern Guanyin.

Das passt sehr gut.

Denn Guanyin verkörpert:

* Mitgefühl,
* Hören der Rufe der Welt,
* Rettung der Wesen.

Die Frage nach dem Licht

ist letztlich eine Frage nach dem Mitgefühl.



Licht und Nicht-Zurückfallen

Besonders bemerkenswert:

若諸菩薩見此光明,
即得授記證不退位

Wenn Bodhisattvas dieses Licht sehen,
erhalten sie die Weissagung
und verwirklichen Nicht-Zurückfallen.

Das Licht ist also nicht bloß Trost.

Es stärkt die Entschlossenheit zum Erwachen.
中文原文
觀音發問分第三十二

爾時佛說此偈已,會中有觀自在菩薩,即從座起,合掌向佛而作是言:「世尊!以何因緣,阿彌陀佛於其面門,放無量光照諸佛剎?惟願世尊方便解說,令諸眾生及他方菩薩,聞是語已心生解悟,於佛菩提志樂趣求,永無退轉。」

佛言:「汝當諦聽!吾為汝說。彼佛如來於過去無量無邊阿僧祇劫前,為菩薩時,發大誓言:『我於未來世成佛時,若有十方世界,無央數諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,聞我名號,或頂禮、憶念,或稱讚、歸依,或香花供養,如是眾生速生我剎,見此光明即得解脫。若諸菩薩見此光明,即得授記證不退位。手持香華及諸供具,往十方無邊佛剎,供養諸佛而作佛事,增益功德;經須臾頃復還本剎。』是故光明而入佛頂。」
Deutsch
Zweiunddreißigster Abschnitt

Guanyins Frage

Rohübersetzung

Nachdem der Buddha diese Verse gesprochen hatte,

erhob sich in der Versammlung

Avalokiteshvara Bodhisattva.

Er trat vor den Buddha,

faltete die Hände

und sprach:

Weltgeehrter!

Aus welchem Grund

sendet Amitabha Buddha

aus seinem Antlitz

unermessliches Licht aus,

das die Buddha-Länder der zehn Richtungen erleuchtet?

Möge der Weltgeehrte dies

durch geschickte Erklärung darlegen,

damit die Wesen

und die Bodhisattvas anderer Welten

beim Hören dieser Lehre

Verständnis entwickeln,

den Geist der Buddhaschaft erwecken

und niemals mehr zurückfallen.



Der Buddha sprach:

Höre aufmerksam zu!

Ich werde es erklären.



Vor unermesslichen,

grenzenlosen Asamkhyeya-Kalpas,

als jener Buddha noch Bodhisattva war,

fasste er folgendes großes Gelübde:



Wenn ich in zukünftigen Zeiten

die Buddhaschaft verwirkliche,

und wenn Wesen der zehn Richtungen —

Götter,

Menschen

und selbst die kleinsten Lebewesen —

meinen Namen hören,

sich vor mir verneigen,

meiner gedenken,

mich preisen,

Zuflucht nehmen

oder Blumen und Düfte darbringen,

dann sollen sie rasch

in meinem Land geboren werden.

Wenn sie dieses Licht sehen,

sollen sie Befreiung erlangen.

Wenn Bodhisattvas dieses Licht sehen,

sollen sie die Weissagung ihrer Buddhaschaft empfangen

und die Stufe des Nicht-Zurückfallens verwirklichen.

Mit Blumen,

Düften

und Opfergaben

sollen sie die Buddha-Länder der zehn Richtungen besuchen,

den Buddhas Verehrung darbringen,

Buddha-Tätigkeiten vollbringen

und ihre Verdienste vermehren.

Nach kurzer Zeit

sollen sie wieder

in ihr eigenes Land zurückkehren.



Deshalb

steigt dieses Licht

bis zum Scheitel des Buddha auf.
Kommentar
Dieser Abschnitt ist außerordentlich wichtig.

Denn hier beantwortet das Sutra eine Frage,

die bisher offen geblieben war:

Warum gibt es dieses Licht überhaupt?

Die Antwort lautet:

因願成光

Das Gelübde wird zu Licht.



Licht als Gelübde

Im bisherigen Text könnte man meinen,

das Licht sei einfach eine Eigenschaft Amitabhas.

Hier erfahren wir:

Das Licht ist eine Wirkung seiner ursprünglichen Absicht.

Sein Mitgefühl wird sichtbar.

Sein Gelübde wird wahrnehmbar.



Warum fragt Guanyin?

Interessanterweise fragt nicht Ananda.

Nicht Maitreya.

Sondern Guanyin.

Das passt sehr gut.

Denn Guanyin verkörpert:

* Mitgefühl,
* Hören der Rufe der Welt,
* Rettung der Wesen.

Die Frage nach dem Licht

ist letztlich eine Frage nach dem Mitgefühl.



Licht und Nicht-Zurückfallen

Besonders bemerkenswert:

若諸菩薩見此光明,
即得授記證不退位

Wenn Bodhisattvas dieses Licht sehen,
erhalten sie die Weissagung
und verwirklichen Nicht-Zurückfallen.

Das Licht ist also nicht bloß Trost.

Es stärkt die Entschlossenheit zum Erwachen.
70 #
菩薩出供分第三十三

佛言:「阿彌陀佛剎中,諸菩薩承佛威神,一食之頃遍至十方無量世界,供養諸佛。隨心所欲,花香、妓樂、衣蓋、幢幡,無數供養之具,自然化現在前。珍妙殊特非世所有,輒以奉佛及諸菩薩、聲聞之眾。或欲獻花者,即於空中化成花蓋,小者周圓四十里,或五十里,或六十里,如是展轉漸大,有至於六百萬里,名隨其小大停於空中,以成圓象勢皆下向以成供養。光色照耀,香氣普薰,不可勝言。既已用已,隨其前後以次化沒。諸菩薩復於空中共奏天樂,以微妙音歌歎佛德,聽受經法喜悅無量。既供養已忽然輕舉,還至本剎,猶為未食之前。」
Dreiunddreißigster Abschnitt

Die Bodhisattvas bringen Opfergaben dar

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Im Land Amitabhas

empfangen die Bodhisattvas

die Kraft und Unterstützung des Buddha.



Innerhalb der Zeit einer einzigen Mahlzeit

besuchen sie die unermesslichen Welten

der zehn Richtungen

und bringen den Buddhas Opfergaben dar.



Was immer sie dafür benötigen,

erscheint entsprechend ihrem Wunsch:

* Blumen,
* Düfte,
* Musik,
* Gewänder,
* Baldachine,
* Banner
* und unzählige weitere Opfergaben.

Alles erscheint auf natürliche Weise.



Diese Opfergaben

sind kostbar,

wunderbar

und von einer Schönheit,

die in den Welten nicht zu finden ist.



Sie werden den Buddhas,

den Bodhisattvas

und den Śrāvakas dargebracht.



Wenn ein Bodhisattva Blumen darbringen möchte,

verwandeln sie sich im Raum

zu einem gewaltigen Blütenbaldachin.



Die kleinsten besitzen

einen Umfang von vierzig Li.

Andere fünfzig,

sechzig

und mehr.



Ihre Größe nimmt immer weiter zu,

bis zu Blütenbaldachinen

von sechs Millionen Li Ausdehnung.



Entsprechend ihrer Größe

verweilen sie im Raum

und bilden vollkommene Kreise.

Alle neigen sich nach unten

als Zeichen der Verehrung.



Ihr Licht strahlt weit.

Ihr Duft erfüllt alle Richtungen.

Ihre Schönheit kann nicht beschrieben werden.



Wenn die Opfergabe vollendet ist,

lösen sich die Erscheinungen

der Reihe nach wieder auf.



Die Bodhisattvas

spielen darauf gemeinsam

himmlische Musik.

Mit wunderbaren Klängen

preisen sie die Verdienste der Buddhas.



Sie hören den Dharma

und werden von grenzenloser Freude erfüllt.



Nachdem sie ihre Verehrung vollendet haben,

erheben sie sich leicht

und kehren in ihr eigenes Buddha-Land zurück.



Dies geschieht alles

noch vor dem Ende derselben Mahlzeit.
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt beschreibt eigentlich

nicht Opfergaben,

sondern Freiheit.



Das Ende räumlicher Begrenzung

Bereits früher hieß es:

一食之頃

„innerhalb der Zeit einer Mahlzeit“

Das soll nicht mathematisch verstanden werden.

Der Gedanke lautet:

Der Bodhisattva wird nicht mehr

durch Entfernung eingeschränkt.



Warum bringen Bodhisattvas Opfergaben dar?

Interessanterweise

sind diese Bodhisattvas bereits hoch entwickelt.

Trotzdem verehren sie die Buddhas.

Warum?

Weil Verehrung hier

nicht Unterordnung bedeutet.

Sie ist Ausdruck von:

* Dankbarkeit,
* Verbundenheit,
* Lernen,
* Ausrichtung.



Die Blütenbaldachine

Die Blumen wachsen zu riesigen Baldachinen an.

Das erinnert an viele Mahayana-Sutren,

insbesondere:

* Avatamsaka-Sutra,
* Lotos-Sutra,
* Vimalakirti-Sutra.

Dort werden Opfergaben oft zu kosmischen Symbolen.

Eine einzelne Blume

kann eine ganze Welt umspannen.



Die eigentliche Reihenfolge

Der Abschnitt folgt einem schönen Muster:

1. Verehrung
2. Dharma hören
3. Freude
4. Rückkehr
5. weiteres Wirken

Die Bodhisattvas reisen nicht,

um etwas zu besitzen.

Sie reisen,

um zu lernen

und zu helfen.
中文原文
菩薩出供分第三十三

佛言:「阿彌陀佛剎中,諸菩薩承佛威神,一食之頃遍至十方無量世界,供養諸佛。隨心所欲,花香、妓樂、衣蓋、幢幡,無數供養之具,自然化現在前。珍妙殊特非世所有,輒以奉佛及諸菩薩、聲聞之眾。或欲獻花者,即於空中化成花蓋,小者周圓四十里,或五十里,或六十里,如是展轉漸大,有至於六百萬里,名隨其小大停於空中,以成圓象勢皆下向以成供養。光色照耀,香氣普薰,不可勝言。既已用已,隨其前後以次化沒。諸菩薩復於空中共奏天樂,以微妙音歌歎佛德,聽受經法喜悅無量。既供養已忽然輕舉,還至本剎,猶為未食之前。」
Deutsch
Dreiunddreißigster Abschnitt

Die Bodhisattvas bringen Opfergaben dar

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Im Land Amitabhas

empfangen die Bodhisattvas

die Kraft und Unterstützung des Buddha.



Innerhalb der Zeit einer einzigen Mahlzeit

besuchen sie die unermesslichen Welten

der zehn Richtungen

und bringen den Buddhas Opfergaben dar.



Was immer sie dafür benötigen,

erscheint entsprechend ihrem Wunsch:

* Blumen,
* Düfte,
* Musik,
* Gewänder,
* Baldachine,
* Banner
* und unzählige weitere Opfergaben.

Alles erscheint auf natürliche Weise.



Diese Opfergaben

sind kostbar,

wunderbar

und von einer Schönheit,

die in den Welten nicht zu finden ist.



Sie werden den Buddhas,

den Bodhisattvas

und den Śrāvakas dargebracht.



Wenn ein Bodhisattva Blumen darbringen möchte,

verwandeln sie sich im Raum

zu einem gewaltigen Blütenbaldachin.



Die kleinsten besitzen

einen Umfang von vierzig Li.

Andere fünfzig,

sechzig

und mehr.



Ihre Größe nimmt immer weiter zu,

bis zu Blütenbaldachinen

von sechs Millionen Li Ausdehnung.



Entsprechend ihrer Größe

verweilen sie im Raum

und bilden vollkommene Kreise.

Alle neigen sich nach unten

als Zeichen der Verehrung.



Ihr Licht strahlt weit.

Ihr Duft erfüllt alle Richtungen.

Ihre Schönheit kann nicht beschrieben werden.



Wenn die Opfergabe vollendet ist,

lösen sich die Erscheinungen

der Reihe nach wieder auf.



Die Bodhisattvas

spielen darauf gemeinsam

himmlische Musik.

Mit wunderbaren Klängen

preisen sie die Verdienste der Buddhas.



Sie hören den Dharma

und werden von grenzenloser Freude erfüllt.



Nachdem sie ihre Verehrung vollendet haben,

erheben sie sich leicht

und kehren in ihr eigenes Buddha-Land zurück.



Dies geschieht alles

noch vor dem Ende derselben Mahlzeit.
Kommentar
Dieser Abschnitt beschreibt eigentlich

nicht Opfergaben,

sondern Freiheit.



Das Ende räumlicher Begrenzung

Bereits früher hieß es:

一食之頃

„innerhalb der Zeit einer Mahlzeit“

Das soll nicht mathematisch verstanden werden.

Der Gedanke lautet:

Der Bodhisattva wird nicht mehr

durch Entfernung eingeschränkt.



Warum bringen Bodhisattvas Opfergaben dar?

Interessanterweise

sind diese Bodhisattvas bereits hoch entwickelt.

Trotzdem verehren sie die Buddhas.

Warum?

Weil Verehrung hier

nicht Unterordnung bedeutet.

Sie ist Ausdruck von:

* Dankbarkeit,
* Verbundenheit,
* Lernen,
* Ausrichtung.



Die Blütenbaldachine

Die Blumen wachsen zu riesigen Baldachinen an.

Das erinnert an viele Mahayana-Sutren,

insbesondere:

* Avatamsaka-Sutra,
* Lotos-Sutra,
* Vimalakirti-Sutra.

Dort werden Opfergaben oft zu kosmischen Symbolen.

Eine einzelne Blume

kann eine ganze Welt umspannen.



Die eigentliche Reihenfolge

Der Abschnitt folgt einem schönen Muster:

1. Verehrung
2. Dharma hören
3. Freude
4. Rückkehr
5. weiteres Wirken

Die Bodhisattvas reisen nicht,

um etwas zu besitzen.

Sie reisen,

um zu lernen

und zu helfen.
71 #
菩薩功德分第三十四

佛言:「阿彌陀佛剎中,諸菩薩眾,容貌柔和,相好具足,禪定、智慧通達無礙,神通威德無不滿足,深入法門得無生忍,諸菩薩道究竟明了。調伏諸根,身心柔軟,安住寂靜,盡般涅槃,深入正慧無復餘習。依佛所行七覺聖道,修行五眼照真達俗,辯才總持自在無礙。善解世間無邊方便,所言誠諦深入義味,敷演正法廣度有情,除彼一切煩惱之患。等觀三界空無所有,知一切法悉皆寂滅,無相、無為、無因、無果、無取、無捨、無縛、無脫,去諸分別遠離顛倒,堅固不動如須彌山。智慧明了如日月朗,廣大如海出功德寶,熾盛如火燒煩惱薪,忍辱如地一切平等,清淨如水洗諸塵垢。如虛空無邊不障一切故,如蓮華出水離一切染故,如雷音震響出法音故,如雲靉靆降法雨故,如風動樹長菩提芽故,如牛王聲異眾牛故,如龍象威難可測故,如良馬行乘無失故,如師子座離怖畏故,如尼拘陀樹覆蔭大眾故,如優曇鉢華難值遇故,如金剛杵破邪山故,如梵王身生梵眾故,如金翅鳥勝毒龍故,如空中禽無住跡故,如雪山照功德淨故,如慈氏觀法界等故。專樂求法心無厭足,常欲廣說志無疲倦。擊法鼓、建法幢,曜慧日除癡暗,修六和敬常為師導,為世燈明、最勝福田。拔諸欲刺以安群生,功德殊勝莫不尊重,恭敬供養無量諸佛,常為諸佛所共讚歎,究竟菩薩諸波羅蜜。修空、無相、無願三昧,及不生不滅諸三昧門,遠離聲聞、緣覺之地。阿難!彼諸菩薩,成就如是無量功德。我但為汝舉要言之,若廣說者雖歷一劫不能窮盡。」
Vierunddreißigster Abschnitt

Die Verdienste der Bodhisattvas

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Die Bodhisattvas des Landes Amitabhas

haben ein friedvolles Erscheinungsbild.

Ihre Merkmale sind vollkommen.



Samadhi und Weisheit

haben sie vollständig durchdrungen.

Nichts behindert sie.



Ihre übernatürlichen Fähigkeiten

und ihre geistige Kraft

sind vollkommen entfaltet.



Sie dringen tief

in die Dharma-Tore ein

und verwirklichen die Geduld hinsichtlich der Ungeborenheit aller Dharmas.



Den gesamten Bodhisattva-Weg

haben sie vollständig verstanden.



Sie haben ihre Sinne gezügelt.

Körper und Geist

sind sanft und geschmeidig.



Sie verweilen in Stille.

Sie ruhen im Nirvana.



Sie sind tief

in die rechte Weisheit eingedrungen.

Es bleiben keine alten Gewohnheiten zurück.



Sie folgen dem Weg der Buddhas,

den sieben Faktoren des Erwachens

und dem edlen Pfad.



Sie verwirklichen die fünf Augen

und erkennen

Wahrheit und Erscheinung.



Ihre Beredsamkeit

und ihre Fähigkeit,

den Dharma zu bewahren,

sind grenzenlos.



Sie verstehen

die unermesslichen geschickten Mittel der Welt.



Ihre Worte

sind wahrhaftig

und von tiefem Sinn erfüllt.



Sie lehren den rechten Dharma

und führen zahllose Wesen zur Befreiung.



Sie beseitigen die Leiden

und Verwirrungen der Wesen.



Sie erkennen die drei Bereiche

als leer.



Sie wissen,

dass alle Dharmas

ursprünglich still sind.



Sie erkennen:

* Zeichenlosigkeit,
* Nicht-Handeln,
* Nicht-Ursache,
* Nicht-Wirkung,
* Nicht-Ergreifen,
* Nicht-Verwerfen,
* Nicht-Gebundenheit,
* Nicht-Befreiung.



Sie haben alle trennenden Vorstellungen verlassen

und alle verkehrten Sichtweisen überwunden.



Sie sind unbeweglich

wie der Sumeru-Berg.



Ihre Weisheit

ist klar wie Sonne und Mond.



Ihre Verdienste

sind weit wie der Ozean.



Ihre Kraft

ist wie Feuer,

das das Holz der Verblendung verbrennt.



Ihre Geduld

ist wie die Erde,

die alle gleichermaßen trägt.



Ihre Reinheit

ist wie Wasser,

das Staub und Schmutz fortwäscht.



Sie gleichen dem Raum,

weil sie grenzenlos sind.



Sie gleichen dem Lotus,

weil sie unbefleckt bleiben.



Sie gleichen dem Donner,

weil sie den Dharma verkünden.



Sie gleichen den Wolken,

weil sie den Regen des Dharma spenden.



Sie gleichen dem Wind,

weil sie die Keime des Erwachens wachsen lassen.



Sie gleichen dem Löwen,

weil sie Furcht vertreiben.



Sie gleichen dem Vajra,

weil sie falsche Ansichten zerschlagen.



Sie gleichen dem Garuda,

weil sie die Gifte überwinden.



Sie gleichen dem Vogel im Himmel,

weil sie keine Spur der Anhaftung hinterlassen.



Sie gleichen dem Schneeberg,

weil ihre Tugenden rein sind.



Sie gleichen Maitreya,

weil sie die Gleichheit aller Dharmas betrachten.



Sie lieben den Dharma

und werden seines Hörens niemals müde.



Sie lehren den Dharma

und werden seines Lehrens niemals müde.



Sie schlagen die Dharma-Trommel.

Sie errichten das Dharma-Banner.



Sie lassen die Sonne der Weisheit aufgehen

und vertreiben die Dunkelheit der Verblendung.



Sie üben die sechs Harmonien

und dienen den Wesen als Lehrer.



Sie sind Lampen der Welt

und höchste Felder des Verdienstes.



Sie ziehen die Dornen der Begierde heraus

und bringen den Wesen Frieden.



Sie verehren unzählige Buddhas.

Sie werden von unzähligen Buddhas gepriesen.



Sie vollenden die Paramitas des Bodhisattva.



Sie verwirklichen die Samadhis von:

* Leerheit,
* Zeichenlosigkeit,
* Wunschlosigkeit,

sowie die Tore des Nicht-Entstehens

und Nicht-Vergehens.



Sie haben die Bereiche der Śrāvakas

und Pratyekabuddhas hinter sich gelassen.



Ananda!

Die Bodhisattvas jenes Landes

besitzen solche unermesslichen Verdienste.

Ich habe nur einige wenige genannt.

Wollte ich sie vollständig erklären,

würde selbst ein ganzes Kalpa nicht ausreichen.
Kommentar öffnen
Dies ist vielleicht das “Bodhisattva-Kapitel” des gesamten Sutras.

Bemerkenswert ist:

Der Text beschreibt die Bodhisattvas kaum über Wunderkräfte.

Er beschreibt sie vor allem über:

* Geduld,
* Weisheit,
* Lehren,
* Mitgefühl,
* Nicht-Anhaftung.



Besonders auffällig ist die Passage:

無相、無為、無因、無果、
無取、無捨、無縛、無脫

Sie erinnert unmittelbar an:

* Herz-Sutra,
* Diamant-Sutra,
* Shurangama-Sutra.

Hier wird die Weisheitsseite des Mahayana sehr deutlich.



Und unmittelbar danach folgt:

敷演正法廣度有情

„Sie verkünden den Dharma
und retten zahllose Wesen.“

Das ist die klassische Mahayana-Synthese:

Leerheit ohne Mitgefühl ist unvollständig.

Mitgefühl ohne Weisheit ist unvollständig.
中文原文
菩薩功德分第三十四

佛言:「阿彌陀佛剎中,諸菩薩眾,容貌柔和,相好具足,禪定、智慧通達無礙,神通威德無不滿足,深入法門得無生忍,諸菩薩道究竟明了。調伏諸根,身心柔軟,安住寂靜,盡般涅槃,深入正慧無復餘習。依佛所行七覺聖道,修行五眼照真達俗,辯才總持自在無礙。善解世間無邊方便,所言誠諦深入義味,敷演正法廣度有情,除彼一切煩惱之患。等觀三界空無所有,知一切法悉皆寂滅,無相、無為、無因、無果、無取、無捨、無縛、無脫,去諸分別遠離顛倒,堅固不動如須彌山。智慧明了如日月朗,廣大如海出功德寶,熾盛如火燒煩惱薪,忍辱如地一切平等,清淨如水洗諸塵垢。如虛空無邊不障一切故,如蓮華出水離一切染故,如雷音震響出法音故,如雲靉靆降法雨故,如風動樹長菩提芽故,如牛王聲異眾牛故,如龍象威難可測故,如良馬行乘無失故,如師子座離怖畏故,如尼拘陀樹覆蔭大眾故,如優曇鉢華難值遇故,如金剛杵破邪山故,如梵王身生梵眾故,如金翅鳥勝毒龍故,如空中禽無住跡故,如雪山照功德淨故,如慈氏觀法界等故。專樂求法心無厭足,常欲廣說志無疲倦。擊法鼓、建法幢,曜慧日除癡暗,修六和敬常為師導,為世燈明、最勝福田。拔諸欲刺以安群生,功德殊勝莫不尊重,恭敬供養無量諸佛,常為諸佛所共讚歎,究竟菩薩諸波羅蜜。修空、無相、無願三昧,及不生不滅諸三昧門,遠離聲聞、緣覺之地。阿難!彼諸菩薩,成就如是無量功德。我但為汝舉要言之,若廣說者雖歷一劫不能窮盡。」
Deutsch
Vierunddreißigster Abschnitt

Die Verdienste der Bodhisattvas

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Die Bodhisattvas des Landes Amitabhas

haben ein friedvolles Erscheinungsbild.

Ihre Merkmale sind vollkommen.



Samadhi und Weisheit

haben sie vollständig durchdrungen.

Nichts behindert sie.



Ihre übernatürlichen Fähigkeiten

und ihre geistige Kraft

sind vollkommen entfaltet.



Sie dringen tief

in die Dharma-Tore ein

und verwirklichen die Geduld hinsichtlich der Ungeborenheit aller Dharmas.



Den gesamten Bodhisattva-Weg

haben sie vollständig verstanden.



Sie haben ihre Sinne gezügelt.

Körper und Geist

sind sanft und geschmeidig.



Sie verweilen in Stille.

Sie ruhen im Nirvana.



Sie sind tief

in die rechte Weisheit eingedrungen.

Es bleiben keine alten Gewohnheiten zurück.



Sie folgen dem Weg der Buddhas,

den sieben Faktoren des Erwachens

und dem edlen Pfad.



Sie verwirklichen die fünf Augen

und erkennen

Wahrheit und Erscheinung.



Ihre Beredsamkeit

und ihre Fähigkeit,

den Dharma zu bewahren,

sind grenzenlos.



Sie verstehen

die unermesslichen geschickten Mittel der Welt.



Ihre Worte

sind wahrhaftig

und von tiefem Sinn erfüllt.



Sie lehren den rechten Dharma

und führen zahllose Wesen zur Befreiung.



Sie beseitigen die Leiden

und Verwirrungen der Wesen.



Sie erkennen die drei Bereiche

als leer.



Sie wissen,

dass alle Dharmas

ursprünglich still sind.



Sie erkennen:

* Zeichenlosigkeit,
* Nicht-Handeln,
* Nicht-Ursache,
* Nicht-Wirkung,
* Nicht-Ergreifen,
* Nicht-Verwerfen,
* Nicht-Gebundenheit,
* Nicht-Befreiung.



Sie haben alle trennenden Vorstellungen verlassen

und alle verkehrten Sichtweisen überwunden.



Sie sind unbeweglich

wie der Sumeru-Berg.



Ihre Weisheit

ist klar wie Sonne und Mond.



Ihre Verdienste

sind weit wie der Ozean.



Ihre Kraft

ist wie Feuer,

das das Holz der Verblendung verbrennt.



Ihre Geduld

ist wie die Erde,

die alle gleichermaßen trägt.



Ihre Reinheit

ist wie Wasser,

das Staub und Schmutz fortwäscht.



Sie gleichen dem Raum,

weil sie grenzenlos sind.



Sie gleichen dem Lotus,

weil sie unbefleckt bleiben.



Sie gleichen dem Donner,

weil sie den Dharma verkünden.



Sie gleichen den Wolken,

weil sie den Regen des Dharma spenden.



Sie gleichen dem Wind,

weil sie die Keime des Erwachens wachsen lassen.



Sie gleichen dem Löwen,

weil sie Furcht vertreiben.



Sie gleichen dem Vajra,

weil sie falsche Ansichten zerschlagen.



Sie gleichen dem Garuda,

weil sie die Gifte überwinden.



Sie gleichen dem Vogel im Himmel,

weil sie keine Spur der Anhaftung hinterlassen.



Sie gleichen dem Schneeberg,

weil ihre Tugenden rein sind.



Sie gleichen Maitreya,

weil sie die Gleichheit aller Dharmas betrachten.



Sie lieben den Dharma

und werden seines Hörens niemals müde.



Sie lehren den Dharma

und werden seines Lehrens niemals müde.



Sie schlagen die Dharma-Trommel.

Sie errichten das Dharma-Banner.



Sie lassen die Sonne der Weisheit aufgehen

und vertreiben die Dunkelheit der Verblendung.



Sie üben die sechs Harmonien

und dienen den Wesen als Lehrer.



Sie sind Lampen der Welt

und höchste Felder des Verdienstes.



Sie ziehen die Dornen der Begierde heraus

und bringen den Wesen Frieden.



Sie verehren unzählige Buddhas.

Sie werden von unzähligen Buddhas gepriesen.



Sie vollenden die Paramitas des Bodhisattva.



Sie verwirklichen die Samadhis von:

* Leerheit,
* Zeichenlosigkeit,
* Wunschlosigkeit,

sowie die Tore des Nicht-Entstehens

und Nicht-Vergehens.



Sie haben die Bereiche der Śrāvakas

und Pratyekabuddhas hinter sich gelassen.



Ananda!

Die Bodhisattvas jenes Landes

besitzen solche unermesslichen Verdienste.

Ich habe nur einige wenige genannt.

Wollte ich sie vollständig erklären,

würde selbst ein ganzes Kalpa nicht ausreichen.
Kommentar
Dies ist vielleicht das “Bodhisattva-Kapitel” des gesamten Sutras.

Bemerkenswert ist:

Der Text beschreibt die Bodhisattvas kaum über Wunderkräfte.

Er beschreibt sie vor allem über:

* Geduld,
* Weisheit,
* Lehren,
* Mitgefühl,
* Nicht-Anhaftung.



Besonders auffällig ist die Passage:

無相、無為、無因、無果、
無取、無捨、無縛、無脫

Sie erinnert unmittelbar an:

* Herz-Sutra,
* Diamant-Sutra,
* Shurangama-Sutra.

Hier wird die Weisheitsseite des Mahayana sehr deutlich.



Und unmittelbar danach folgt:

敷演正法廣度有情

„Sie verkünden den Dharma
und retten zahllose Wesen.“

Das ist die klassische Mahayana-Synthese:

Leerheit ohne Mitgefühl ist unvollständig.

Mitgefühl ohne Weisheit ist unvollständig.
72 #
泥洹去者分第三十五

爾時座中有阿逸多菩薩,即從座起,合掌問佛:「阿彌陀佛剎中,諸聲聞有般泥洹者否?」

佛言:「此四天下星,汝見之否?」

答云:「皆已見之。」

佛言:「如大目犍連飛行四天下,一日一夜可盡知其星數。彼剎聲聞之眾,尚百千億倍於四天下星,不可盡知其數。其一聲聞般泥洹者,猶如大海減去一渧,不覺其少。其般泥洹者數雖眾多,猶如大海減去一溪之水,亦不覺其少。雖般泥洹者及無央數,其現在者與新得聲聞者,其數亦無量無極,猶如大海減一恒河之水而不覺其少。使天下諸水皆入於海,亦不能覺海水增多。所以者何?以海為天下諸水之王,容納無窮。彼佛剎中亦復如是,使十方無央數佛剎諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,皆往生其中,亦不能覺彼剎人數增多。所以者何?以彼剎獨冠於十方無央數佛剎,而至廣至大曠若無邊。所以者何?本其為菩薩時,志願廣大精進不懈,積德無窮故能如是。」
Fünfunddreißigster Abschnitt

Diejenigen, die ins Nirvana eingehen

Rohübersetzung

Zu jener Zeit erhob sich in der Versammlung

der Bodhisattva Ajita (Maitreya),

faltete die Hände

und fragte den Buddha:

Weltgeehrter!

Gibt es im Land Amitabhas

Śrāvakas,

die ins Nirvana eingehen?



Der Buddha sprach:

Siehst du die Sterne

in den vier Kontinenten dieser Welt?

Ajita antwortete:

Ja, ich sehe sie.



Der Buddha sprach:

Der große Maudgalyayana

könnte die vier Kontinente durchfliegen

und innerhalb eines Tages und einer Nacht

die Zahl ihrer Sterne erfassen.

Die Zahl der Śrāvakas

im Land Amitabhas

übersteigt diese Zahl jedoch

um hunderttausende Millionen Male.

Niemand kann sie vollständig kennen.



Wenn dort ein einziger Śrāvaka

ins Nirvana eingeht,

ist dies so,

als würde dem Ozean

ein einzelner Wassertropfen entnommen.

Niemand bemerkt einen Unterschied.



Selbst wenn viele Śrāvakas

ins Nirvana eingehen,

gleicht dies nur dem Verlust

eines kleinen Baches im Ozean.

Man bemerkt keine Verringerung.



Selbst wenn unzählige Śrāvakas

ins Nirvana eingehen,

bleiben noch immer unermesslich viele,

und ständig entstehen neue.

Das gleicht dem Ozean,

dem ein ganzer Ganges entnommen würde.

Man bemerkt dennoch keinen Mangel.



Würden umgekehrt

alle Wasser der Welt

in den Ozean fließen,

bemerkte man ebenfalls keine Zunahme.



Warum?

Weil der Ozean

der König aller Gewässer ist

und unermesslich aufnehmen kann.



Ebenso verhält es sich

mit dem Land Amitabhas.

Selbst wenn die Wesen

aus zahllosen Buddha-Ländern,

von den Göttern

bis zu den kleinsten Lebewesen,

dort geboren würden,

könnte man keine Vermehrung feststellen.



Warum?

Weil dieses Buddha-Land

alle anderen Buddha-Länder

an Weite und Größe überragt.

Seine Grenzen können nicht gefunden werden.



Und warum ist dies so?

Weil Amitabha,

als er noch Bodhisattva war,

ein grenzenloses Gelübde fasste,

unermüdlich übte

und unermessliche Verdienste ansammelte.

Deshalb ist sein Land so geworden.
Kommentar öffnen
Dieses Kapitel wird leicht missverstanden.

Die eigentliche Frage lautet nicht:

Wie viele Śrāvakas gibt es?

Sondern:

Kann das Reine Land jemals „leer werden“?

Die Antwort lautet:

Nein.



Das Meer als Symbol

Der Ozean erscheint hier als Symbol für:

* grenzenlose Aufnahmefähigkeit,
* unerschöpfliche Fülle,
* unendliches Mitgefühl.

Der Ozean verliert nichts,

wenn ein Tropfen verschwindet.

Er gewinnt nichts,

wenn ein Tropfen hinzukommt.



Das erinnert an Mahayana-Bilder der Leerheit:

Weder Zunahme noch Abnahme.

不增不減

Leser des Herz-Sutras werden diesen Gedanken sofort wiedererkennen.



Nirvana und Bodhisattva-Weg

Bemerkenswert ist:

Der Text freut sich darüber,

dass Wesen das Nirvana verwirklichen.

Aber gleichzeitig erschöpft sich das Reine Land nicht darin.

Das Land bleibt ein lebendiges Feld der Praxis.

Es bringt fortwährend neue Bodhisattvas,

Śrāvakas

und Erwachende hervor.



Die Ursache

Der Abschnitt endet mit der wichtigsten Aussage:

志願廣大

„sein Gelübde war grenzenlos“

Nicht die Größe des Landes ist entscheidend.

Nicht die Zahl der Bewohner.

Sondern die Weite des ursprünglichen Gelübdes.
中文原文
泥洹去者分第三十五

爾時座中有阿逸多菩薩,即從座起,合掌問佛:「阿彌陀佛剎中,諸聲聞有般泥洹者否?」

佛言:「此四天下星,汝見之否?」

答云:「皆已見之。」

佛言:「如大目犍連飛行四天下,一日一夜可盡知其星數。彼剎聲聞之眾,尚百千億倍於四天下星,不可盡知其數。其一聲聞般泥洹者,猶如大海減去一渧,不覺其少。其般泥洹者數雖眾多,猶如大海減去一溪之水,亦不覺其少。雖般泥洹者及無央數,其現在者與新得聲聞者,其數亦無量無極,猶如大海減一恒河之水而不覺其少。使天下諸水皆入於海,亦不能覺海水增多。所以者何?以海為天下諸水之王,容納無窮。彼佛剎中亦復如是,使十方無央數佛剎諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,皆往生其中,亦不能覺彼剎人數增多。所以者何?以彼剎獨冠於十方無央數佛剎,而至廣至大曠若無邊。所以者何?本其為菩薩時,志願廣大精進不懈,積德無窮故能如是。」
Deutsch
Fünfunddreißigster Abschnitt

Diejenigen, die ins Nirvana eingehen

Rohübersetzung

Zu jener Zeit erhob sich in der Versammlung

der Bodhisattva Ajita (Maitreya),

faltete die Hände

und fragte den Buddha:

Weltgeehrter!

Gibt es im Land Amitabhas

Śrāvakas,

die ins Nirvana eingehen?



Der Buddha sprach:

Siehst du die Sterne

in den vier Kontinenten dieser Welt?

Ajita antwortete:

Ja, ich sehe sie.



Der Buddha sprach:

Der große Maudgalyayana

könnte die vier Kontinente durchfliegen

und innerhalb eines Tages und einer Nacht

die Zahl ihrer Sterne erfassen.

Die Zahl der Śrāvakas

im Land Amitabhas

übersteigt diese Zahl jedoch

um hunderttausende Millionen Male.

Niemand kann sie vollständig kennen.



Wenn dort ein einziger Śrāvaka

ins Nirvana eingeht,

ist dies so,

als würde dem Ozean

ein einzelner Wassertropfen entnommen.

Niemand bemerkt einen Unterschied.



Selbst wenn viele Śrāvakas

ins Nirvana eingehen,

gleicht dies nur dem Verlust

eines kleinen Baches im Ozean.

Man bemerkt keine Verringerung.



Selbst wenn unzählige Śrāvakas

ins Nirvana eingehen,

bleiben noch immer unermesslich viele,

und ständig entstehen neue.

Das gleicht dem Ozean,

dem ein ganzer Ganges entnommen würde.

Man bemerkt dennoch keinen Mangel.



Würden umgekehrt

alle Wasser der Welt

in den Ozean fließen,

bemerkte man ebenfalls keine Zunahme.



Warum?

Weil der Ozean

der König aller Gewässer ist

und unermesslich aufnehmen kann.



Ebenso verhält es sich

mit dem Land Amitabhas.

Selbst wenn die Wesen

aus zahllosen Buddha-Ländern,

von den Göttern

bis zu den kleinsten Lebewesen,

dort geboren würden,

könnte man keine Vermehrung feststellen.



Warum?

Weil dieses Buddha-Land

alle anderen Buddha-Länder

an Weite und Größe überragt.

Seine Grenzen können nicht gefunden werden.



Und warum ist dies so?

Weil Amitabha,

als er noch Bodhisattva war,

ein grenzenloses Gelübde fasste,

unermüdlich übte

und unermessliche Verdienste ansammelte.

Deshalb ist sein Land so geworden.
Kommentar
Dieses Kapitel wird leicht missverstanden.

Die eigentliche Frage lautet nicht:

Wie viele Śrāvakas gibt es?

Sondern:

Kann das Reine Land jemals „leer werden“?

Die Antwort lautet:

Nein.



Das Meer als Symbol

Der Ozean erscheint hier als Symbol für:

* grenzenlose Aufnahmefähigkeit,
* unerschöpfliche Fülle,
* unendliches Mitgefühl.

Der Ozean verliert nichts,

wenn ein Tropfen verschwindet.

Er gewinnt nichts,

wenn ein Tropfen hinzukommt.



Das erinnert an Mahayana-Bilder der Leerheit:

Weder Zunahme noch Abnahme.

不增不減

Leser des Herz-Sutras werden diesen Gedanken sofort wiedererkennen.



Nirvana und Bodhisattva-Weg

Bemerkenswert ist:

Der Text freut sich darüber,

dass Wesen das Nirvana verwirklichen.

Aber gleichzeitig erschöpft sich das Reine Land nicht darin.

Das Land bleibt ein lebendiges Feld der Praxis.

Es bringt fortwährend neue Bodhisattvas,

Śrāvakas

und Erwachende hervor.



Die Ursache

Der Abschnitt endet mit der wichtigsten Aussage:

志願廣大

„sein Gelübde war grenzenlos“

Nicht die Größe des Landes ist entscheidend.

Nicht die Zahl der Bewohner.

Sondern die Weite des ursprünglichen Gelübdes.
73 #
光明大小分第三十六

佛言:「阿彌陀佛與其剎中諸菩薩、聲聞,頂中光明各有大小。諸聲聞頂中光明各照七丈,諸菩薩頂中光明各照千億萬里。有二菩薩尊為第一,其一名觀世音,一名大勢至,常在佛側坐侍政論。佛與二菩薩對議十方世界未來、現在之事,佛欲使二菩薩往他方佛所,神足而往駛疾如佛。分身生此世界助佛揚化,於彼剎中不失現在。其智慧威神最為第一,頂中光明各照千佛世界,世間人民善男子、善女人,若有急難恐怖或值官事,一心歸命觀世音菩薩,無不得解脫者。其佛頂中光明極大極明,彼世界中日、月、星辰,以佛光勝故亦無光耀,皆住空中亦不運轉;故無一日、二日,一月、二月,亦無歲數、亦無劫數。以此間計之,彼佛光明,後無數劫無數劫,重復無數劫無數劫,不可復計劫,終無冥晦之時;其世界無壞亦復如是。」
Sechsunddreißigster Abschnitt

Die Größe des Lichtes

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Amitabha Buddha,

sowie die Bodhisattvas

und Śrāvakas seines Landes,

besitzen alle Licht,

das aus ihrem Scheitel hervorstrahlt.

Doch die Größe dieses Lichtes ist verschieden.



Das Licht der Śrāvakas

erstreckt sich jeweils über sieben Zhang.



Das Licht der Bodhisattvas

erstreckt sich über tausend Millionen Myriaden von Li.



Unter den Bodhisattvas

gibt es zwei,

die besonders herausragen.



Der eine heißt

Avalokiteshvara
(Guanyin).

Der andere heißt

Mahasthamaprapta
(Dashizhi).



Sie verweilen stets

an der Seite des Buddha.

Sie sitzen neben ihm

und beraten gemeinsam

über die Angelegenheiten

der Welten der zehn Richtungen,

über Vergangenheit

und Zukunft.



Wenn der Buddha wünscht,

dass diese beiden Bodhisattvas

zu anderen Buddha-Ländern reisen,

dann bewegen sie sich

mit übernatürlicher Kraft

ebenso schnell wie der Buddha selbst.



Sie können Teilkörper aussenden,

in anderen Welten erscheinen

und dort die Lehre verbreiten.

Gleichzeitig bleiben sie

im Reinen Land gegenwärtig.



Ihre Weisheit,

ihre geistige Kraft

und ihre Verdienste

sind die höchsten unter allen Bodhisattvas.



Das Licht ihrer Scheitel

erleuchtet jeweils

tausend Buddha-Welten.



Wenn gute Männer

oder gute Frauen

in Not geraten,

Furcht empfinden

oder Schwierigkeiten mit Behörden erleben,

und sich mit ganzem Herzen

an Avalokiteshvara wenden,

gibt es niemanden,

der nicht Befreiung findet.



Das Licht Amitabha Buddhas selbst

ist jedoch unermesslich groß.



In seinem Land

haben Sonne,

Mond

und Sterne

keinen eigenen Glanz.

Denn das Licht des Buddha

übertrifft sie alle.



Sie verbleiben zwar am Himmel,

doch bewegen sie sich nicht.



Daher gibt es dort

keinen Tag

und keine Nacht.



Es gibt keine Monate.

Es gibt keine Jahre.



Es gibt keine berechenbaren Kalpas.



Nach unserer Zeitrechnung

würde dieses Licht

über unzählige Kalpas,

über unzählige weitere Kalpas

und wiederum über unzählige Kalpas hinweg

niemals verlöschen.



Es gibt dort

keine Dunkelheit.



Und ebenso

unterliegt jenes Land

keinem Verfall.
Kommentar öffnen
Dieses Kapitel verbindet drei große Themen.



1. Die drei Heiligen des Westens

Hier erscheint die klassische Triade:

* Amitabha Buddha
* Guanyin Bodhisattva
* Dashizhi Bodhisattva

Diese drei bilden das Herz

der chinesischen Reines-Land-Tradition.



2. Guanyin als Helfer der Welt

Besonders auffällig ist:

若有急難恐怖或值官事

„Wenn jemand in Not,
Furcht oder Schwierigkeiten gerät …“

Das erinnert unmittelbar an das

Universaltor-Kapitel des Lotus-Sutras.

Hier sehen wir bereits dieselbe Idee:

Guanyin hört die Rufe der Welt

und hilft den Wesen.



3. Das Licht ersetzt die Zeit

Dies ist philosophisch besonders interessant.

Normalerweise messen wir Zeit

durch:

* Sonne,
* Mond,
* Bewegung.

Hier heißt es:

kein Tag,
keine Nacht,
keine Monate,
keine Jahre.

Das bedeutet nicht,

dass nichts geschieht.

Sondern:

Die gewöhnliche Erfahrung von Vergänglichkeit

tritt zurück.



Für Leser des Mahayana

klingt hier erneut etwas von

無量光

Unermessliches Licht

und

無量壽

Unermessliches Leben

an.

Licht und Zeit

werden zu Symbolen derselben Wirklichkeit.
中文原文
光明大小分第三十六

佛言:「阿彌陀佛與其剎中諸菩薩、聲聞,頂中光明各有大小。諸聲聞頂中光明各照七丈,諸菩薩頂中光明各照千億萬里。有二菩薩尊為第一,其一名觀世音,一名大勢至,常在佛側坐侍政論。佛與二菩薩對議十方世界未來、現在之事,佛欲使二菩薩往他方佛所,神足而往駛疾如佛。分身生此世界助佛揚化,於彼剎中不失現在。其智慧威神最為第一,頂中光明各照千佛世界,世間人民善男子、善女人,若有急難恐怖或值官事,一心歸命觀世音菩薩,無不得解脫者。其佛頂中光明極大極明,彼世界中日、月、星辰,以佛光勝故亦無光耀,皆住空中亦不運轉;故無一日、二日,一月、二月,亦無歲數、亦無劫數。以此間計之,彼佛光明,後無數劫無數劫,重復無數劫無數劫,不可復計劫,終無冥晦之時;其世界無壞亦復如是。」
Deutsch
Sechsunddreißigster Abschnitt

Die Größe des Lichtes

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Amitabha Buddha,

sowie die Bodhisattvas

und Śrāvakas seines Landes,

besitzen alle Licht,

das aus ihrem Scheitel hervorstrahlt.

Doch die Größe dieses Lichtes ist verschieden.



Das Licht der Śrāvakas

erstreckt sich jeweils über sieben Zhang.



Das Licht der Bodhisattvas

erstreckt sich über tausend Millionen Myriaden von Li.



Unter den Bodhisattvas

gibt es zwei,

die besonders herausragen.



Der eine heißt

Avalokiteshvara
(Guanyin).

Der andere heißt

Mahasthamaprapta
(Dashizhi).



Sie verweilen stets

an der Seite des Buddha.

Sie sitzen neben ihm

und beraten gemeinsam

über die Angelegenheiten

der Welten der zehn Richtungen,

über Vergangenheit

und Zukunft.



Wenn der Buddha wünscht,

dass diese beiden Bodhisattvas

zu anderen Buddha-Ländern reisen,

dann bewegen sie sich

mit übernatürlicher Kraft

ebenso schnell wie der Buddha selbst.



Sie können Teilkörper aussenden,

in anderen Welten erscheinen

und dort die Lehre verbreiten.

Gleichzeitig bleiben sie

im Reinen Land gegenwärtig.



Ihre Weisheit,

ihre geistige Kraft

und ihre Verdienste

sind die höchsten unter allen Bodhisattvas.



Das Licht ihrer Scheitel

erleuchtet jeweils

tausend Buddha-Welten.



Wenn gute Männer

oder gute Frauen

in Not geraten,

Furcht empfinden

oder Schwierigkeiten mit Behörden erleben,

und sich mit ganzem Herzen

an Avalokiteshvara wenden,

gibt es niemanden,

der nicht Befreiung findet.



Das Licht Amitabha Buddhas selbst

ist jedoch unermesslich groß.



In seinem Land

haben Sonne,

Mond

und Sterne

keinen eigenen Glanz.

Denn das Licht des Buddha

übertrifft sie alle.



Sie verbleiben zwar am Himmel,

doch bewegen sie sich nicht.



Daher gibt es dort

keinen Tag

und keine Nacht.



Es gibt keine Monate.

Es gibt keine Jahre.



Es gibt keine berechenbaren Kalpas.



Nach unserer Zeitrechnung

würde dieses Licht

über unzählige Kalpas,

über unzählige weitere Kalpas

und wiederum über unzählige Kalpas hinweg

niemals verlöschen.



Es gibt dort

keine Dunkelheit.



Und ebenso

unterliegt jenes Land

keinem Verfall.
Kommentar
Dieses Kapitel verbindet drei große Themen.



1. Die drei Heiligen des Westens

Hier erscheint die klassische Triade:

* Amitabha Buddha
* Guanyin Bodhisattva
* Dashizhi Bodhisattva

Diese drei bilden das Herz

der chinesischen Reines-Land-Tradition.



2. Guanyin als Helfer der Welt

Besonders auffällig ist:

若有急難恐怖或值官事

„Wenn jemand in Not,
Furcht oder Schwierigkeiten gerät …“

Das erinnert unmittelbar an das

Universaltor-Kapitel des Lotus-Sutras.

Hier sehen wir bereits dieselbe Idee:

Guanyin hört die Rufe der Welt

und hilft den Wesen.



3. Das Licht ersetzt die Zeit

Dies ist philosophisch besonders interessant.

Normalerweise messen wir Zeit

durch:

* Sonne,
* Mond,
* Bewegung.

Hier heißt es:

kein Tag,
keine Nacht,
keine Monate,
keine Jahre.

Das bedeutet nicht,

dass nichts geschieht.

Sondern:

Die gewöhnliche Erfahrung von Vergänglichkeit

tritt zurück.



Für Leser des Mahayana

klingt hier erneut etwas von

無量光

Unermessliches Licht

und

無量壽

Unermessliches Leben

an.

Licht und Zeit

werden zu Symbolen derselben Wirklichkeit.
74 #
恩德無窮分第三十七

佛言:「阿彌陀佛,於世間教化,意欲度脫十方無央數佛剎中諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,皆往生其剎,悉令得泥洹之道。其間欲作佛者,即令修菩薩行以至成佛。既成佛已轉相教化,度脫十方無央數世界中諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,往生其剎者不可勝數;作菩薩以至成佛者,亦不可勝數。是此佛恩德,及於十方世界,無窮無極不可思議。」
Siebenunddreißigster Abschnitt

Das grenzenlose Wirken seiner Güte

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Amitabha Buddha

lehrt und führt die Wesen der Welt.

Sein Wunsch ist es,

die Götter,

Menschen

und selbst die fliegenden,

kriechenden

und sich windenden Wesen

der zahllosen Buddha-Länder

der zehn Richtungen zu befreien.



Er möchte,

dass sie alle

in seinem Land geboren werden

und den Weg des Nirvana verwirklichen.



Unter ihnen gibt es solche,

die selbst Buddhas werden möchten.

Diese führt er dazu,

den Weg der Bodhisattvas zu üben,

bis sie die Buddhaschaft vollenden.



Wenn sie Buddhas geworden sind,

lehren auch sie wiederum die Wesen.



Sie befreien die Götter,

Menschen

und zahllosen Lebewesen

der Welten der zehn Richtungen.



Sie führen sie dazu,

im Reinen Land geboren zu werden.



Die Zahl der Wesen,

die so gerettet werden,

kann nicht ermessen werden.



Die Zahl derjenigen,

die Bodhisattvas werden

und schließlich die Buddhaschaft verwirklichen,

kann ebenfalls nicht ermessen werden.



So erreicht die Güte

und die Wirksamkeit Amitabhas

die Welten der zehn Richtungen.



Sie ist grenzenlos,

unerschöpflich

und unvorstellbar.
Kommentar öffnen
Dieses Kapitel beschreibt eine Art

Bodhisattva-Kettenreaktion.



Die Struktur lautet:

Amitabha



führt Wesen ins Reine Land



die Wesen werden Bodhisattvas



die Bodhisattvas werden Buddhas



die Buddhas helfen wiederum neuen Wesen



diese werden erneut Bodhisattvas



und wiederum Buddhas



Das ist ein bemerkenswertes Bild.

Amitabha rettet die Wesen nicht,

damit sie für immer Empfänger bleiben.

Er rettet sie,

damit sie selbst zu Helfenden werden.



Die eigentliche Bedeutung von „恩德“

Der Titel lautet:

恩德無窮

„Die Güte und Verdienste sind grenzenlos.“

Dabei meint 恩德 nicht bloß Freundlichkeit.

Es bedeutet:

* Wohltat,
* Gnade,
* Unterstützung,
* heilsame Wirksamkeit.



Die Güte Amitabhas

liegt also nicht nur darin,

dass er hilft.

Sondern darin,

dass seine Hilfe wiederum neue Helfer hervorbringt.



Ein Mahayana-Kernpunkt

Der Abschnitt endet mit:

無窮無極不可思議

grenzenlos,
unerschöpflich,
unvorstellbar.

Nicht deshalb,

weil Amitabha unendlich viele Wesen direkt rettet.

Sondern weil sein Gelübde

fortwährend neue Bodhisattvas

und neue Buddhas hervorbringt.
中文原文
恩德無窮分第三十七

佛言:「阿彌陀佛,於世間教化,意欲度脫十方無央數佛剎中諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,皆往生其剎,悉令得泥洹之道。其間欲作佛者,即令修菩薩行以至成佛。既成佛已轉相教化,度脫十方無央數世界中諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,往生其剎者不可勝數;作菩薩以至成佛者,亦不可勝數。是此佛恩德,及於十方世界,無窮無極不可思議。」
Deutsch
Siebenunddreißigster Abschnitt

Das grenzenlose Wirken seiner Güte

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Amitabha Buddha

lehrt und führt die Wesen der Welt.

Sein Wunsch ist es,

die Götter,

Menschen

und selbst die fliegenden,

kriechenden

und sich windenden Wesen

der zahllosen Buddha-Länder

der zehn Richtungen zu befreien.



Er möchte,

dass sie alle

in seinem Land geboren werden

und den Weg des Nirvana verwirklichen.



Unter ihnen gibt es solche,

die selbst Buddhas werden möchten.

Diese führt er dazu,

den Weg der Bodhisattvas zu üben,

bis sie die Buddhaschaft vollenden.



Wenn sie Buddhas geworden sind,

lehren auch sie wiederum die Wesen.



Sie befreien die Götter,

Menschen

und zahllosen Lebewesen

der Welten der zehn Richtungen.



Sie führen sie dazu,

im Reinen Land geboren zu werden.



Die Zahl der Wesen,

die so gerettet werden,

kann nicht ermessen werden.



Die Zahl derjenigen,

die Bodhisattvas werden

und schließlich die Buddhaschaft verwirklichen,

kann ebenfalls nicht ermessen werden.



So erreicht die Güte

und die Wirksamkeit Amitabhas

die Welten der zehn Richtungen.



Sie ist grenzenlos,

unerschöpflich

und unvorstellbar.
Kommentar
Dieses Kapitel beschreibt eine Art

Bodhisattva-Kettenreaktion.



Die Struktur lautet:

Amitabha



führt Wesen ins Reine Land



die Wesen werden Bodhisattvas



die Bodhisattvas werden Buddhas



die Buddhas helfen wiederum neuen Wesen



diese werden erneut Bodhisattvas



und wiederum Buddhas



Das ist ein bemerkenswertes Bild.

Amitabha rettet die Wesen nicht,

damit sie für immer Empfänger bleiben.

Er rettet sie,

damit sie selbst zu Helfenden werden.



Die eigentliche Bedeutung von „恩德“

Der Titel lautet:

恩德無窮

„Die Güte und Verdienste sind grenzenlos.“

Dabei meint 恩德 nicht bloß Freundlichkeit.

Es bedeutet:

* Wohltat,
* Gnade,
* Unterstützung,
* heilsame Wirksamkeit.



Die Güte Amitabhas

liegt also nicht nur darin,

dass er hilft.

Sondern darin,

dass seine Hilfe wiederum neue Helfer hervorbringt.



Ein Mahayana-Kernpunkt

Der Abschnitt endet mit:

無窮無極不可思議

grenzenlos,
unerschöpflich,
unvorstellbar.

Nicht deshalb,

weil Amitabha unendlich viele Wesen direkt rettet.

Sondern weil sein Gelübde

fortwährend neue Bodhisattvas

und neue Buddhas hervorbringt.
75 #
佛壽人數分第三十八

佛言:「汝欲知阿彌陀佛壽命無極否?」

阿逸多對言:「誠欲聞知。」

佛言:「明聽!悉十方無央數世界諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,皆得為人,又皆作緣覺、聲聞,共坐禪一心,合其智慧為一智慧,以計數彼佛壽命幾千億萬劫,無有能知者。其諸菩薩、聲聞,及彼剎諸天世人壽命,亦復如是。復令十方各千世界中諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,皆得為人,又皆作緣覺、聲聞,共坐禪一心,合其智慧為一智慧,以計數彼剎中諸菩薩、聲聞幾千億萬人,莫有能盡知者。彼佛壽命浩浩渺渺無窮無極。誰能信知?惟佛知耳。」
Neununddreißigster Abschnitt

Die aufeinanderfolgende Buddhaschaft

Rohübersetzung

Da fragte Ajita (Maitreya) den Buddha erneut:

Weltgeehrter!

Sind die Verdienste,
die Lebensdauer,
die Macht
und das Licht Amitabhas

wirklich von solcher Größe?



Der Buddha sprach:

Wenn Amitabha Buddha

schließlich ins Parinirvana eingeht,

wird Avalokiteshvara Bodhisattva

die Buddhaschaft übernehmen.

Er wird die Leitung der Lehre tragen,

die Wesen unterweisen

und die zahllosen Götter,
Menschen
und selbst die kleinsten Lebewesen

der Welten der zehn Richtungen

zur Befreiung führen.

Wer Buddhaschaft anstrebt,

wird zur Buddhaschaft gelangen.

Wer den Weg übt,

wird ihn vollenden.



Nachdem diese Wesen Buddhas geworden sind,

werden sie wiederum andere lehren

und andere zur Befreiung führen.

Dies geschieht fortlaufend,

genau wie bei Amitabha Buddha.

Es gibt kein Ende.



Die Reichweite ihrer Güte

und ihrer Verdienste

wird von der Amitabhas nicht verschieden sein.



Auch Avalokiteshvara wird

über unermessliche Kalpas hinweg verweilen.

Kalpas über Kalpas,

die nicht mehr gezählt werden können.

In allem folgt er dem Beispiel Amitabhas.

Erst dann geht auch er ins Parinirvana ein.



Danach wird Mahasthamaprapta Bodhisattva

die Buddhaschaft übernehmen.

Er wird die Leitung der Lehre tragen,

die Wesen befreien

und sie zur Vollendung führen,

ganz wie Amitabha Buddha.

Über unermessliche Kalpas hinweg

wird dieses Wirken fortgesetzt.

Es gibt kein Ende des Nirvana-Eintritts.
Kommentar öffnen
Dieses Kapitel wird oft übersehen,

ist aber außerordentlich tief.



Die Kontinuität des Mitgefühls

Normalerweise denken wir:

Ein Buddha erscheint.

Ein Buddha geht.

Hier lautet die Perspektive:

Das Mitgefühl setzt sich fort.



Amitabha



Guanyin



Dashizhi



weitere Buddhas



weitere Befreiung



Das erinnert fast an eine Dharma-Linie,

aber auf kosmischer Ebene.



Guanyin als zukünftiger Buddha

Für die chinesische Tradition

ist dies eine sehr wichtige Stelle.

Hier erscheint Guanyin nicht nur als Helfer,

sondern ausdrücklich als zukünftiger Buddha.



Das zeigt:

Mitgefühl ist nicht etwas,

das neben der Buddhaschaft steht.

Mitgefühl selbst reift zur Buddhaschaft.



Keine endgültige Unterbrechung

Der Satz

無有窮極

„ohne Ende“

kehrt mehrfach zurück.

Das Kapitel beschreibt nicht die Ewigkeit einer Person.

Es beschreibt die Kontinuität des Erwachens.



Verbindung zum Bodhisattva-Ideal

Der Abschnitt passt sehr gut zu einem Mahayana-Grundgedanken:

Ein Buddha befreit Wesen.

Diese Wesen werden Bodhisattvas.

Bodhisattvas werden Buddhas.

Buddhas befreien wiederum Wesen.

Das Erwachen wird weitergegeben.
中文原文
佛壽人數分第三十八

佛言:「汝欲知阿彌陀佛壽命無極否?」

阿逸多對言:「誠欲聞知。」

佛言:「明聽!悉十方無央數世界諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,皆得為人,又皆作緣覺、聲聞,共坐禪一心,合其智慧為一智慧,以計數彼佛壽命幾千億萬劫,無有能知者。其諸菩薩、聲聞,及彼剎諸天世人壽命,亦復如是。復令十方各千世界中諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,皆得為人,又皆作緣覺、聲聞,共坐禪一心,合其智慧為一智慧,以計數彼剎中諸菩薩、聲聞幾千億萬人,莫有能盡知者。彼佛壽命浩浩渺渺無窮無極。誰能信知?惟佛知耳。」
Deutsch
Neununddreißigster Abschnitt

Die aufeinanderfolgende Buddhaschaft

Rohübersetzung

Da fragte Ajita (Maitreya) den Buddha erneut:

Weltgeehrter!

Sind die Verdienste,
die Lebensdauer,
die Macht
und das Licht Amitabhas

wirklich von solcher Größe?



Der Buddha sprach:

Wenn Amitabha Buddha

schließlich ins Parinirvana eingeht,

wird Avalokiteshvara Bodhisattva

die Buddhaschaft übernehmen.

Er wird die Leitung der Lehre tragen,

die Wesen unterweisen

und die zahllosen Götter,
Menschen
und selbst die kleinsten Lebewesen

der Welten der zehn Richtungen

zur Befreiung führen.

Wer Buddhaschaft anstrebt,

wird zur Buddhaschaft gelangen.

Wer den Weg übt,

wird ihn vollenden.



Nachdem diese Wesen Buddhas geworden sind,

werden sie wiederum andere lehren

und andere zur Befreiung führen.

Dies geschieht fortlaufend,

genau wie bei Amitabha Buddha.

Es gibt kein Ende.



Die Reichweite ihrer Güte

und ihrer Verdienste

wird von der Amitabhas nicht verschieden sein.



Auch Avalokiteshvara wird

über unermessliche Kalpas hinweg verweilen.

Kalpas über Kalpas,

die nicht mehr gezählt werden können.

In allem folgt er dem Beispiel Amitabhas.

Erst dann geht auch er ins Parinirvana ein.



Danach wird Mahasthamaprapta Bodhisattva

die Buddhaschaft übernehmen.

Er wird die Leitung der Lehre tragen,

die Wesen befreien

und sie zur Vollendung führen,

ganz wie Amitabha Buddha.

Über unermessliche Kalpas hinweg

wird dieses Wirken fortgesetzt.

Es gibt kein Ende des Nirvana-Eintritts.
Kommentar
Dieses Kapitel wird oft übersehen,

ist aber außerordentlich tief.



Die Kontinuität des Mitgefühls

Normalerweise denken wir:

Ein Buddha erscheint.

Ein Buddha geht.

Hier lautet die Perspektive:

Das Mitgefühl setzt sich fort.



Amitabha



Guanyin



Dashizhi



weitere Buddhas



weitere Befreiung



Das erinnert fast an eine Dharma-Linie,

aber auf kosmischer Ebene.



Guanyin als zukünftiger Buddha

Für die chinesische Tradition

ist dies eine sehr wichtige Stelle.

Hier erscheint Guanyin nicht nur als Helfer,

sondern ausdrücklich als zukünftiger Buddha.



Das zeigt:

Mitgefühl ist nicht etwas,

das neben der Buddhaschaft steht.

Mitgefühl selbst reift zur Buddhaschaft.



Keine endgültige Unterbrechung

Der Satz

無有窮極

„ohne Ende“

kehrt mehrfach zurück.

Das Kapitel beschreibt nicht die Ewigkeit einer Person.

Es beschreibt die Kontinuität des Erwachens.



Verbindung zum Bodhisattva-Ideal

Der Abschnitt passt sehr gut zu einem Mahayana-Grundgedanken:

Ein Buddha befreit Wesen.

Diese Wesen werden Bodhisattvas.

Bodhisattvas werden Buddhas.

Buddhas befreien wiederum Wesen.

Das Erwachen wird weitergegeben.
76 #
佛智無極分第四十

阿難復從座起,長跪合掌而白佛言:「他方世界皆有須彌山,阿彌陀佛剎中獨無此山,何耶?」

佛言:「汝有疑於佛耶?十方世界無窮無極,不可思議;佛智亦如是。其中諸大海水,欲以一人斗量而盡,汝智亦如是。往昔過去世億萬億劫,有億萬億佛,各各自有名號,無有同我名號釋迦文者。復經億萬億劫間,有同我名號;如是積劫不已,其同我名號者,乃如恒河水邊流沙,一沙一佛,此屬過去,我盡見之。今現在面南正坐,見南方億萬億世界,其中有佛,各各自有名號,無有同我名號釋迦文者。又復過億萬億世界間,有同我名號,如是過世界不已,其有同我名號者,乃如恒河水邊流沙,一沙一佛。東、西、北方,四隅、上、下,亦復如是,此屬現在我盡見之。將來億萬億劫中,有億萬億佛,各各自有名號,無有同我名號釋迦文者。復經億萬億劫間,有同我名號,如是積劫不已,其同我名號者,如恒河水邊流沙,一沙一佛,此屬未來我盡見之。是知佛之智慧,能通十方世界,去、來、現在無窮無極,不可思議,豈可以斗量之智而妄窺測?」
Die Unermesslichkeit der Buddha-Weisheit

Rohübersetzung

Da erhob sich Ananda erneut,

kniete nieder,

faltete die Hände

und sprach zum Buddha:

Weltgeehrter!

In den anderen Welten

gibt es den Sumeru-Berg.

Warum gibt es im Land Amitabhas

keinen solchen Berg?



Der Buddha sprach:

Zweifelst du etwa an dem,

was der Buddha lehrt?



Die Welten der zehn Richtungen

sind grenzenlos

und unvorstellbar.

Ebenso verhält es sich

mit der Weisheit eines Buddha.



Stell dir vor,

jemand wollte die Wasser

aller großen Ozeane

mit einem kleinen Schöpfgefäß ausmessen.

So verhält sich deine Weisheit

zur Weisheit eines Buddha.



In vergangenen Zeiten,

über Milliarden und Abermilliarden von Kalpas hinweg,

erschienen unzählige Buddhas.

Jeder besaß einen eigenen Namen.

Nur äußerst selten

trug einer denselben Namen wie ich:

Shakyamuni.



Wieder vergingen Abermilliarden von Kalpas.

Dort erschien wiederum ein Buddha

mit meinem Namen.

So setzt sich dies fort

über unermessliche Zeiten hinweg.

Die Zahl jener Buddhas,

die denselben Namen tragen,

gleicht den Sandkörnern am Ufer des Ganges.

All dies gehört der Vergangenheit an.

Ich sehe es vollständig.



Ebenso sehe ich gegenwärtig,

während ich hier sitze,

die Welten der zehn Richtungen.

Ich sehe die Buddhas des Südens.

Ich sehe ihre Namen.

Ich sehe ihre Länder.

Dasselbe gilt für Osten,

Westen,

Norden,

die Zwischenrichtungen,

oben

und unten.



Ebenso sehe ich die Zukunft.

Über unermessliche Kalpas hinweg

erscheinen zahllose Buddhas.

Ich sehe ihre Namen.

Ich sehe ihre Länder.

Ich sehe ihr Wirken.

All dies ist mir gegenwärtig.



Daraus kannst du erkennen:

Die Weisheit eines Buddha

durchdringt die Welten der zehn Richtungen.

Vergangenheit,

Gegenwart

und Zukunft

sind ihr vollständig offen.

Sie ist grenzenlos,

unermesslich

und unvorstellbar.

Wie könnte man sie

mit einem gewöhnlichen Verstand

ermessen wollen?
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt erinnert erstaunlich stark an Mahayana-Weisheits-Texte.



Die eigentliche Frage

Ananda fragt:

Warum gibt es keinen Sumeru?

Der Buddha antwortet:

Warum glaubst du,
dass alle Welten gleich aufgebaut sein müssen?



Das ist ein bemerkenswerter Perspektivwechsel.



Die Grenzen des Messens

Der Buddha benutzt das Bild:

Mit einem kleinen Schöpfgefäß
den Ozean ausmessen.

Das ist ein klassisches buddhistisches Motiv.

Nicht weil Denken wertlos wäre.

Sondern weil bestimmte Wirklichkeiten

größer sind als die Kategorien,

mit denen wir sie erfassen wollen.



Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft

Der Text beschreibt hier eine Form von Buddha-Erkenntnis,

die nicht an lineare Zeit gebunden ist.

Vergangenheit,

Gegenwart

und Zukunft

erscheinen gleichzeitig im Blickfeld der Weisheit.



Verbindung zur Mahayana-Weisheits-Lehre

Die Aussage:

去、來、現在

Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart

wird hier nicht als drei getrennte Bereiche dargestellt.

Für den Buddha

sind sie zugleich zugänglich.

Das erinnert bereits an Huayan- und Mahayana-Weisheits-Ideen

über die Durchdringung der Zeiten.
中文原文
佛智無極分第四十

阿難復從座起,長跪合掌而白佛言:「他方世界皆有須彌山,阿彌陀佛剎中獨無此山,何耶?」

佛言:「汝有疑於佛耶?十方世界無窮無極,不可思議;佛智亦如是。其中諸大海水,欲以一人斗量而盡,汝智亦如是。往昔過去世億萬億劫,有億萬億佛,各各自有名號,無有同我名號釋迦文者。復經億萬億劫間,有同我名號;如是積劫不已,其同我名號者,乃如恒河水邊流沙,一沙一佛,此屬過去,我盡見之。今現在面南正坐,見南方億萬億世界,其中有佛,各各自有名號,無有同我名號釋迦文者。又復過億萬億世界間,有同我名號,如是過世界不已,其有同我名號者,乃如恒河水邊流沙,一沙一佛。東、西、北方,四隅、上、下,亦復如是,此屬現在我盡見之。將來億萬億劫中,有億萬億佛,各各自有名號,無有同我名號釋迦文者。復經億萬億劫間,有同我名號,如是積劫不已,其同我名號者,如恒河水邊流沙,一沙一佛,此屬未來我盡見之。是知佛之智慧,能通十方世界,去、來、現在無窮無極,不可思議,豈可以斗量之智而妄窺測?」
Deutsch
Die Unermesslichkeit der Buddha-Weisheit

Rohübersetzung

Da erhob sich Ananda erneut,

kniete nieder,

faltete die Hände

und sprach zum Buddha:

Weltgeehrter!

In den anderen Welten

gibt es den Sumeru-Berg.

Warum gibt es im Land Amitabhas

keinen solchen Berg?



Der Buddha sprach:

Zweifelst du etwa an dem,

was der Buddha lehrt?



Die Welten der zehn Richtungen

sind grenzenlos

und unvorstellbar.

Ebenso verhält es sich

mit der Weisheit eines Buddha.



Stell dir vor,

jemand wollte die Wasser

aller großen Ozeane

mit einem kleinen Schöpfgefäß ausmessen.

So verhält sich deine Weisheit

zur Weisheit eines Buddha.



In vergangenen Zeiten,

über Milliarden und Abermilliarden von Kalpas hinweg,

erschienen unzählige Buddhas.

Jeder besaß einen eigenen Namen.

Nur äußerst selten

trug einer denselben Namen wie ich:

Shakyamuni.



Wieder vergingen Abermilliarden von Kalpas.

Dort erschien wiederum ein Buddha

mit meinem Namen.

So setzt sich dies fort

über unermessliche Zeiten hinweg.

Die Zahl jener Buddhas,

die denselben Namen tragen,

gleicht den Sandkörnern am Ufer des Ganges.

All dies gehört der Vergangenheit an.

Ich sehe es vollständig.



Ebenso sehe ich gegenwärtig,

während ich hier sitze,

die Welten der zehn Richtungen.

Ich sehe die Buddhas des Südens.

Ich sehe ihre Namen.

Ich sehe ihre Länder.

Dasselbe gilt für Osten,

Westen,

Norden,

die Zwischenrichtungen,

oben

und unten.



Ebenso sehe ich die Zukunft.

Über unermessliche Kalpas hinweg

erscheinen zahllose Buddhas.

Ich sehe ihre Namen.

Ich sehe ihre Länder.

Ich sehe ihr Wirken.

All dies ist mir gegenwärtig.



Daraus kannst du erkennen:

Die Weisheit eines Buddha

durchdringt die Welten der zehn Richtungen.

Vergangenheit,

Gegenwart

und Zukunft

sind ihr vollständig offen.

Sie ist grenzenlos,

unermesslich

und unvorstellbar.

Wie könnte man sie

mit einem gewöhnlichen Verstand

ermessen wollen?
Kommentar
Dieser Abschnitt erinnert erstaunlich stark an Mahayana-Weisheits-Texte.



Die eigentliche Frage

Ananda fragt:

Warum gibt es keinen Sumeru?

Der Buddha antwortet:

Warum glaubst du,
dass alle Welten gleich aufgebaut sein müssen?



Das ist ein bemerkenswerter Perspektivwechsel.



Die Grenzen des Messens

Der Buddha benutzt das Bild:

Mit einem kleinen Schöpfgefäß
den Ozean ausmessen.

Das ist ein klassisches buddhistisches Motiv.

Nicht weil Denken wertlos wäre.

Sondern weil bestimmte Wirklichkeiten

größer sind als die Kategorien,

mit denen wir sie erfassen wollen.



Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft

Der Text beschreibt hier eine Form von Buddha-Erkenntnis,

die nicht an lineare Zeit gebunden ist.

Vergangenheit,

Gegenwart

und Zukunft

erscheinen gleichzeitig im Blickfeld der Weisheit.



Verbindung zur Mahayana-Weisheits-Lehre

Die Aussage:

去、來、現在

Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart

wird hier nicht als drei getrennte Bereiche dargestellt.

Für den Buddha

sind sie zugleich zugänglich.

Das erinnert bereits an Huayan- und Mahayana-Weisheits-Ideen

über die Durchdringung der Zeiten.
77 #
獨無須彌分第四十一

阿難聞佛所言,則大恐怖毛髮聳然,復白佛言:「非敢有疑於佛。所以問者,以他方世界四天王天及忉利天,皆依須彌山而住。彼獨無此山,恐佛般泥洹後,有來問者無以告之,故以問佛。」

佛言:「他方世界第三炎摩天,上至第七梵天,皆何所依而住?」

對言:「自然在於空中。」

佛言:「彼剎中無須彌山,其四天王與忉利二天,亦復如是。天人行業果報不可思議;其諸眾生住行業之地,亦不可思議。況彼佛威神浩大,凡有作為,無施不可,無須彌山,無復何疑。」
Einundvierzigster Abschnitt

Warum es keinen Sumeru gibt

Rohübersetzung

Nachdem Ananda die Worte des Buddha gehört hatte,

wurde er tief erschüttert.

Seine Haare standen zu Berge.

Er sprach erneut zum Buddha:

Weltgeehrter!

Ich wage nicht,

an den Worten des Buddha zu zweifeln.

Der Grund meiner Frage ist ein anderer.

In den anderen Welten

wohnen die Vier Himmelskönige

und die Götter des Trayastrimsha-Himmels

auf dem Sumeru-Berg.

Im Land Amitabhas

gibt es jedoch keinen Sumeru.

Deshalb fragte ich.

Wenn nach dem Parinirvana des Buddha

Menschen diese Frage stellen,

möchte ich ihnen eine Antwort geben können.



Der Buddha sprach:

In den anderen Welten

wohnen die Wesen

vom dritten Himmel (Yama-Himmel)

bis hinauf zum siebten Brahma-Himmel.

Worauf stützen sie sich?



Ananda antwortete:

Sie verweilen von selbst

im Raum.



Der Buddha sprach:

Ebenso verhält es sich

mit den Vier Himmelskönigen

und den Göttern des Trayastrimsha-Himmels

im Land Amitabhas.

Sie verweilen ebenfalls so.



Die karmischen Wirkungen

der Himmelswesen

und Menschen

sind unvorstellbar.

Auch die Bereiche,

in denen Wesen aufgrund ihres Karmas verweilen,

sind unvorstellbar.



Wie viel mehr gilt dies

für die gewaltige Kraft

und die übernatürliche Wirksamkeit

eines Buddha.

Für ihn gibt es nichts,

was nicht verwirklicht werden könnte.

Wenn es dort keinen Sumeru gibt,

warum sollte daran noch Zweifel bestehen?
Kommentar öffnen
Dieses Kapitel ist subtiler,

als es zunächst erscheint.



Ananda verteidigt die Frage

Ananda sagt:

Ich zweifle nicht.

Ich frage für zukünftige Menschen.

Das ist typisch für viele Mahayana-Sutren.

Die Frage wird stellvertretend gestellt,

damit spätere Leser ebenfalls eine Antwort erhalten.



Der Buddha verschiebt die Perspektive

Ananda denkt:

Wo stehen die Himmel,
wenn es keinen Berg gibt?

Der Buddha antwortet:

Warum müssen sie überhaupt auf etwas stehen?



Das ist fast eine kleine Dekonstruktion der Voraussetzung.



Karma statt Geographie

Der entscheidende Satz lautet:

天人行業果報不可思議

Die karmischen Wirkungen der Wesen sind unvorstellbar.

Die Welten entstehen nicht primär aus materiellen Strukturen.

Sie entstehen aus Bedingungen,

Karma

und Bewusstsein.



Die Buddha-Kraft

Der Schluss ist fast humorvoll:

無須彌山,無復何疑

Wenn es keinen Sumeru gibt,
warum noch weiter zweifeln?

Der Buddha sagt damit gewissermaßen:

Wenn die Kraft eines Buddha
unermesslich ist,

weshalb sollte ein Berg notwendig sein?
中文原文
獨無須彌分第四十一

阿難聞佛所言,則大恐怖毛髮聳然,復白佛言:「非敢有疑於佛。所以問者,以他方世界四天王天及忉利天,皆依須彌山而住。彼獨無此山,恐佛般泥洹後,有來問者無以告之,故以問佛。」

佛言:「他方世界第三炎摩天,上至第七梵天,皆何所依而住?」

對言:「自然在於空中。」

佛言:「彼剎中無須彌山,其四天王與忉利二天,亦復如是。天人行業果報不可思議;其諸眾生住行業之地,亦不可思議。況彼佛威神浩大,凡有作為,無施不可,無須彌山,無復何疑。」
Deutsch
Einundvierzigster Abschnitt

Warum es keinen Sumeru gibt

Rohübersetzung

Nachdem Ananda die Worte des Buddha gehört hatte,

wurde er tief erschüttert.

Seine Haare standen zu Berge.

Er sprach erneut zum Buddha:

Weltgeehrter!

Ich wage nicht,

an den Worten des Buddha zu zweifeln.

Der Grund meiner Frage ist ein anderer.

In den anderen Welten

wohnen die Vier Himmelskönige

und die Götter des Trayastrimsha-Himmels

auf dem Sumeru-Berg.

Im Land Amitabhas

gibt es jedoch keinen Sumeru.

Deshalb fragte ich.

Wenn nach dem Parinirvana des Buddha

Menschen diese Frage stellen,

möchte ich ihnen eine Antwort geben können.



Der Buddha sprach:

In den anderen Welten

wohnen die Wesen

vom dritten Himmel (Yama-Himmel)

bis hinauf zum siebten Brahma-Himmel.

Worauf stützen sie sich?



Ananda antwortete:

Sie verweilen von selbst

im Raum.



Der Buddha sprach:

Ebenso verhält es sich

mit den Vier Himmelskönigen

und den Göttern des Trayastrimsha-Himmels

im Land Amitabhas.

Sie verweilen ebenfalls so.



Die karmischen Wirkungen

der Himmelswesen

und Menschen

sind unvorstellbar.

Auch die Bereiche,

in denen Wesen aufgrund ihres Karmas verweilen,

sind unvorstellbar.



Wie viel mehr gilt dies

für die gewaltige Kraft

und die übernatürliche Wirksamkeit

eines Buddha.

Für ihn gibt es nichts,

was nicht verwirklicht werden könnte.

Wenn es dort keinen Sumeru gibt,

warum sollte daran noch Zweifel bestehen?
Kommentar
Dieses Kapitel ist subtiler,

als es zunächst erscheint.



Ananda verteidigt die Frage

Ananda sagt:

Ich zweifle nicht.

Ich frage für zukünftige Menschen.

Das ist typisch für viele Mahayana-Sutren.

Die Frage wird stellvertretend gestellt,

damit spätere Leser ebenfalls eine Antwort erhalten.



Der Buddha verschiebt die Perspektive

Ananda denkt:

Wo stehen die Himmel,
wenn es keinen Berg gibt?

Der Buddha antwortet:

Warum müssen sie überhaupt auf etwas stehen?



Das ist fast eine kleine Dekonstruktion der Voraussetzung.



Karma statt Geographie

Der entscheidende Satz lautet:

天人行業果報不可思議

Die karmischen Wirkungen der Wesen sind unvorstellbar.

Die Welten entstehen nicht primär aus materiellen Strukturen.

Sie entstehen aus Bedingungen,

Karma

und Bewusstsein.



Die Buddha-Kraft

Der Schluss ist fast humorvoll:

無須彌山,無復何疑

Wenn es keinen Sumeru gibt,
warum noch weiter zweifeln?

Der Buddha sagt damit gewissermaßen:

Wenn die Kraft eines Buddha
unermesslich ist,

weshalb sollte ein Berg notwendig sein?
78 #
十方稱讚分第四十二

佛告阿難:「東方有恒河沙世界諸佛,出廣長舌相,放無量光,說誠實言,稱讚阿彌陀佛功德不可思議。南方亦有恒河沙數世界諸佛,出廣長舌相,放無量光,說誠實言,稱讚阿彌陀佛功德不可思議。西方、北方、四隅、上、下,亦復如是。所以者何?欲令諸天帝王人民,盡聞阿彌陀佛名號,憶念、受持、歸依、供養,求生其剎,是人命終必得往生。若有眾生聞其名號,信心喜悅,乃至一念至誠迴向,願生其剎,必得往生;惟除五逆,誹謗正法。」
Zweiundvierzigster Abschnitt

Das Lob der Buddhas der zehn Richtungen

Rohübersetzung

Der Buddha sprach zu Ananda:

Im Osten

gibt es Buddhas,

zahlreich wie die Sandkörner des Ganges.



Sie zeigen das Merkmal

der langen und breiten Zunge,

strahlen unermessliches Licht aus

und sprechen wahrhaftige Worte.



Sie preisen die unvorstellbaren Verdienste

Amitabha Buddhas.



Ebenso gibt es im Süden

Buddhas,

zahlreich wie die Sandkörner des Ganges.

Auch sie zeigen das Merkmal

der langen und breiten Zunge,

strahlen unermessliches Licht aus,

sprechen wahrhaftige Worte

und preisen die unvorstellbaren Verdienste

Amitabha Buddhas.



Im Westen,

im Norden,

in den vier Zwischenrichtungen,

oben

und unten

geschieht dasselbe.



Warum?



Damit die Götter,

Könige,

Menschen

und alle Wesen

den Namen Amitabhas hören,

seiner gedenken,

ihn bewahren,

Zuflucht nehmen,

Opfergaben darbringen

und die Geburt in seinem Land erstreben.



Solche Menschen

werden nach ihrem Tod

gewiss dort geboren.



Wenn irgendein Wesen

seinen Namen hört,

Vertrauen entwickelt,

Freude empfindet

und auch nur einen einzigen aufrichtigen Gedanken

der Widmung fasst,

mit dem Wunsch,

im Reinen Land geboren zu werden,

wird es gewiss dort geboren.



Ausgenommen sind diejenigen,

die die fünf schwersten Vergehen begangen

oder den rechten Dharma verleumdet haben.
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt ist außerordentlich wichtig.

Denn hier beantwortet das Sutra eine mögliche Frage:

Woher weiß man,
dass Amitabhas Gelübde wirksam sind?

Die Antwort lautet:

Die Buddhas der zehn Richtungen
bezeugen es.



Das Merkmal der langen Zunge

廣長舌相

gehört zu den 32 Hauptmerkmalen eines Buddha.

In den Sutren symbolisiert es:

Wahrhaftigkeit.

Vollkommene Zuverlässigkeit.

Untrügliche Rede.

Darum wird dieses Merkmal hier ausdrücklich erwähnt.



Die eigentliche Ursache der Geburt

Bemerkenswert ist die Formulierung:

聞其名號

den Namen hören



信心喜悅

Vertrauen und Freude entwickeln



至誠迴向

aufrichtige Widmung



願生其剎

Wunsch nach Geburt



必得往生

gewiss geboren werden

Der Text beschreibt also eine innere Bewegung des Herzens,

nicht bloß das Aussprechen eines Namens.



Die berühmte Ausnahme

Am Ende erscheint erneut:

五逆

die fünf schwersten Vergehen

und

誹謗正法

Verleumdung des rechten Dharma.

Wie schon früher diskutiert,

haben spätere Mahayana-Kommentatoren diese Stelle oft sehr differenziert ausgelegt.

Viele betonen,

dass selbst schwere Verfehlungen durch tiefe Reue und Umkehr transformiert werden können.


Dieser Abschnitt ist einer der wichtigsten Texte für das Verständnis der Reines-Land-Praxis. Bemerkenswert ist, dass der Schwerpunkt nicht auf einer äußeren Handlung liegt, sondern auf drei inneren Qualitäten:

* Hören,
* Vertrauen,
* Ausrichtung.

Das passt erstaunlich gut zur Mahayana-Grundidee, dass Erwachen nicht erzwungen wird. Die Buddhas öffnen lediglich die Tür. Den Schritt hindurch vollzieht das Herz des Wesens selbst.
中文原文
十方稱讚分第四十二

佛告阿難:「東方有恒河沙世界諸佛,出廣長舌相,放無量光,說誠實言,稱讚阿彌陀佛功德不可思議。南方亦有恒河沙數世界諸佛,出廣長舌相,放無量光,說誠實言,稱讚阿彌陀佛功德不可思議。西方、北方、四隅、上、下,亦復如是。所以者何?欲令諸天帝王人民,盡聞阿彌陀佛名號,憶念、受持、歸依、供養,求生其剎,是人命終必得往生。若有眾生聞其名號,信心喜悅,乃至一念至誠迴向,願生其剎,必得往生;惟除五逆,誹謗正法。」
Deutsch
Zweiundvierzigster Abschnitt

Das Lob der Buddhas der zehn Richtungen

Rohübersetzung

Der Buddha sprach zu Ananda:

Im Osten

gibt es Buddhas,

zahlreich wie die Sandkörner des Ganges.



Sie zeigen das Merkmal

der langen und breiten Zunge,

strahlen unermessliches Licht aus

und sprechen wahrhaftige Worte.



Sie preisen die unvorstellbaren Verdienste

Amitabha Buddhas.



Ebenso gibt es im Süden

Buddhas,

zahlreich wie die Sandkörner des Ganges.

Auch sie zeigen das Merkmal

der langen und breiten Zunge,

strahlen unermessliches Licht aus,

sprechen wahrhaftige Worte

und preisen die unvorstellbaren Verdienste

Amitabha Buddhas.



Im Westen,

im Norden,

in den vier Zwischenrichtungen,

oben

und unten

geschieht dasselbe.



Warum?



Damit die Götter,

Könige,

Menschen

und alle Wesen

den Namen Amitabhas hören,

seiner gedenken,

ihn bewahren,

Zuflucht nehmen,

Opfergaben darbringen

und die Geburt in seinem Land erstreben.



Solche Menschen

werden nach ihrem Tod

gewiss dort geboren.



Wenn irgendein Wesen

seinen Namen hört,

Vertrauen entwickelt,

Freude empfindet

und auch nur einen einzigen aufrichtigen Gedanken

der Widmung fasst,

mit dem Wunsch,

im Reinen Land geboren zu werden,

wird es gewiss dort geboren.



Ausgenommen sind diejenigen,

die die fünf schwersten Vergehen begangen

oder den rechten Dharma verleumdet haben.
Kommentar
Dieser Abschnitt ist außerordentlich wichtig.

Denn hier beantwortet das Sutra eine mögliche Frage:

Woher weiß man,
dass Amitabhas Gelübde wirksam sind?

Die Antwort lautet:

Die Buddhas der zehn Richtungen
bezeugen es.



Das Merkmal der langen Zunge

廣長舌相

gehört zu den 32 Hauptmerkmalen eines Buddha.

In den Sutren symbolisiert es:

Wahrhaftigkeit.

Vollkommene Zuverlässigkeit.

Untrügliche Rede.

Darum wird dieses Merkmal hier ausdrücklich erwähnt.



Die eigentliche Ursache der Geburt

Bemerkenswert ist die Formulierung:

聞其名號

den Namen hören



信心喜悅

Vertrauen und Freude entwickeln



至誠迴向

aufrichtige Widmung



願生其剎

Wunsch nach Geburt



必得往生

gewiss geboren werden

Der Text beschreibt also eine innere Bewegung des Herzens,

nicht bloß das Aussprechen eines Namens.



Die berühmte Ausnahme

Am Ende erscheint erneut:

五逆

die fünf schwersten Vergehen

und

誹謗正法

Verleumdung des rechten Dharma.

Wie schon früher diskutiert,

haben spätere Mahayana-Kommentatoren diese Stelle oft sehr differenziert ausgelegt.

Viele betonen,

dass selbst schwere Verfehlungen durch tiefe Reue und Umkehr transformiert werden können.


Dieser Abschnitt ist einer der wichtigsten Texte für das Verständnis der Reines-Land-Praxis. Bemerkenswert ist, dass der Schwerpunkt nicht auf einer äußeren Handlung liegt, sondern auf drei inneren Qualitäten:

* Hören,
* Vertrauen,
* Ausrichtung.

Das passt erstaunlich gut zur Mahayana-Grundidee, dass Erwachen nicht erzwungen wird. Die Buddhas öffnen lediglich die Tür. Den Schritt hindurch vollzieht das Herz des Wesens selbst.
79 #
三輩往生分第四十三

佛言:「十方世界諸天人民,有志心欲生阿彌陀佛剎者,別為三輩。其上輩者,捨家棄欲而作沙門,心無貪慕持守經戒,行六波羅蜜修菩薩業,一向專念阿彌陀佛,修諸功德;是人則於夢中見佛及諸菩薩、聲聞。其命欲終時,佛與聖眾悉來迎致,即於七寶水池蓮華中化生,為不退轉地菩薩,智慧威力神通自在。所居七寶宮宇在於空中,去佛所為近,是為上輩生者。其中等者,雖不能往作沙門大修功德,常信受佛語,深發無上菩提之心,一向專念此佛,隨方修善,奉持齋戒,起立塔像,飯食沙門,懸繒然燈,散華燒香,以此迴向願生其剎。命欲終時,佛亦現其身光明相好,與諸大眾在其人前,即隨往生,亦住不退轉地;功德智慧,次於上等生者。其下輩生者,不能作諸功德,不發無上菩提之心,一向專念,每日十聲念佛,願生其剎。命欲終時,亦夢見此佛,遂得往生。所居七寶宮宇,惟在於地,去佛所為遠;功德智慧,又次於中輩生者。」
Dreiundvierzigster Abschnitt

Die drei Arten der Geburt

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Unter den Göttern und Menschen

der Welten der zehn Richtungen,

die den aufrichtigen Wunsch haben,

im Land Amitabhas geboren zu werden,

gibt es drei Arten.



Die höchste Geburt

Die höchste Art der Geburt betrifft jene,

die Haus und Begierden verlassen,

Mönche werden,

ohne Anhaftung leben,

die Sutren und Gebote bewahren,

die sechs Paramitas üben,

den Bodhisattva-Weg verwirklichen,

Amitabha Buddha beständig gedenken

und viele Verdienste ansammeln.



Solche Menschen

sehen im Traum

den Buddha,

die Bodhisattvas

und die Śrāvakas.



Wenn ihr Lebensende naht,

kommen Amitabha Buddha

und die heilige Versammlung,

um sie willkommen zu heißen.



Sofort werden sie

in einer Lotosblume

im Teich der sieben Kostbarkeiten geboren.



Sie werden Bodhisattvas

auf der Stufe des Nicht-Zurückfallens.



Ihre Weisheit,

ihre Kraft

und ihre übernatürlichen Fähigkeiten

sind frei und vollkommen.



Ihre Juwelenpaläste

schweben im Raum.

Sie befinden sich nahe beim Buddha.

Dies nennt man

die höchste Geburt.



Die mittlere Geburt

Zur mittleren Geburt gehören jene,

die nicht in der Lage sind,

Mönche zu werden

oder große Verdienste anzusammeln,

die jedoch

den Worten des Buddha vertrauen,

den Geist des höchsten Erwachens erwecken,

Amitabha beständig gedenken,

heilsame Taten ausführen,

die Gebote bewahren,

Stupas und Buddha-Bilder errichten,

Mönche unterstützen,

Lampen entzünden,

Blumen und Düfte darbringen

und alle Verdienste

auf die Geburt im Reinen Land widmen.



Wenn ihr Lebensende naht,

erscheint Amitabha Buddha

mit Licht,

Merkmalen

und der heiligen Versammlung.



Sie folgen ihm

und werden im Reinen Land geboren.



Auch sie erreichen

die Stufe des Nicht-Zurückfallens.



Ihre Verdienste und ihre Weisheit

stehen jedoch unter denen

der höchsten Geburt.



Die niedrigste Geburt

Zur niedrigsten Geburt gehören jene,

die keine großen Verdienste ansammeln können

und den Geist des höchsten Erwachens

nicht erwecken.



Sie richten ihren Geist

einzig auf Amitabha Buddha.



Sie rezitieren täglich

zehnmal seinen Namen

und wünschen sich,

in seinem Land geboren zu werden.



Wenn ihr Lebensende naht,

sehen auch sie Amitabha Buddha im Traum

und gelangen dadurch zur Geburt im Reinen Land.



Ihre Juwelenpaläste

befinden sich auf der Erde.

Sie wohnen weiter entfernt vom Buddha.



Ihre Verdienste

und ihre Weisheit

stehen unter denen

der mittleren Geburt.
Kommentar öffnen
Dieses Kapitel wird oft missverstanden.

Manchmal lesen Menschen:

Oben = gut.

Unten = schlecht.

Doch das ist nicht die eigentliche Aussage.



Was unterscheidet die drei?

Nicht Amitabhas Mitgefühl.

Nicht die Möglichkeit der Geburt.

Sondern:

die Vorbereitung.



Alle drei werden geboren.

Alle drei werden aufgenommen.

Alle drei gelangen ins Reine Land.



Die Unterschiede betreffen:

* Nähe zum Buddha,
* Umfang der Verdienste,
* Reife der Weisheit.



Die bemerkensame dritte Gruppe

Der untere Grad ist besonders interessant.

Der Text sagt nicht:

Diese Menschen werden ausgeschlossen.

Sondern:

Auch sie gelangen zur Geburt.



Dadurch wird die Tür weit geöffnet.

Das passt sehr gut zu den Gelübden Amitabhas.



Bodhicitta

Interessant ist auch:

Die höchste und mittlere Geburt

enthalten ausdrücklich:

發無上菩提之心

das Erwecken des Geistes des höchsten Erwachens.



Der Schwerpunkt liegt also nicht allein auf persönlicher Erlösung,

sondern auf der Ausrichtung zur Buddhaschaft.
中文原文
三輩往生分第四十三

佛言:「十方世界諸天人民,有志心欲生阿彌陀佛剎者,別為三輩。其上輩者,捨家棄欲而作沙門,心無貪慕持守經戒,行六波羅蜜修菩薩業,一向專念阿彌陀佛,修諸功德;是人則於夢中見佛及諸菩薩、聲聞。其命欲終時,佛與聖眾悉來迎致,即於七寶水池蓮華中化生,為不退轉地菩薩,智慧威力神通自在。所居七寶宮宇在於空中,去佛所為近,是為上輩生者。其中等者,雖不能往作沙門大修功德,常信受佛語,深發無上菩提之心,一向專念此佛,隨方修善,奉持齋戒,起立塔像,飯食沙門,懸繒然燈,散華燒香,以此迴向願生其剎。命欲終時,佛亦現其身光明相好,與諸大眾在其人前,即隨往生,亦住不退轉地;功德智慧,次於上等生者。其下輩生者,不能作諸功德,不發無上菩提之心,一向專念,每日十聲念佛,願生其剎。命欲終時,亦夢見此佛,遂得往生。所居七寶宮宇,惟在於地,去佛所為遠;功德智慧,又次於中輩生者。」
Deutsch
Dreiundvierzigster Abschnitt

Die drei Arten der Geburt

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Unter den Göttern und Menschen

der Welten der zehn Richtungen,

die den aufrichtigen Wunsch haben,

im Land Amitabhas geboren zu werden,

gibt es drei Arten.



Die höchste Geburt

Die höchste Art der Geburt betrifft jene,

die Haus und Begierden verlassen,

Mönche werden,

ohne Anhaftung leben,

die Sutren und Gebote bewahren,

die sechs Paramitas üben,

den Bodhisattva-Weg verwirklichen,

Amitabha Buddha beständig gedenken

und viele Verdienste ansammeln.



Solche Menschen

sehen im Traum

den Buddha,

die Bodhisattvas

und die Śrāvakas.



Wenn ihr Lebensende naht,

kommen Amitabha Buddha

und die heilige Versammlung,

um sie willkommen zu heißen.



Sofort werden sie

in einer Lotosblume

im Teich der sieben Kostbarkeiten geboren.



Sie werden Bodhisattvas

auf der Stufe des Nicht-Zurückfallens.



Ihre Weisheit,

ihre Kraft

und ihre übernatürlichen Fähigkeiten

sind frei und vollkommen.



Ihre Juwelenpaläste

schweben im Raum.

Sie befinden sich nahe beim Buddha.

Dies nennt man

die höchste Geburt.



Die mittlere Geburt

Zur mittleren Geburt gehören jene,

die nicht in der Lage sind,

Mönche zu werden

oder große Verdienste anzusammeln,

die jedoch

den Worten des Buddha vertrauen,

den Geist des höchsten Erwachens erwecken,

Amitabha beständig gedenken,

heilsame Taten ausführen,

die Gebote bewahren,

Stupas und Buddha-Bilder errichten,

Mönche unterstützen,

Lampen entzünden,

Blumen und Düfte darbringen

und alle Verdienste

auf die Geburt im Reinen Land widmen.



Wenn ihr Lebensende naht,

erscheint Amitabha Buddha

mit Licht,

Merkmalen

und der heiligen Versammlung.



Sie folgen ihm

und werden im Reinen Land geboren.



Auch sie erreichen

die Stufe des Nicht-Zurückfallens.



Ihre Verdienste und ihre Weisheit

stehen jedoch unter denen

der höchsten Geburt.



Die niedrigste Geburt

Zur niedrigsten Geburt gehören jene,

die keine großen Verdienste ansammeln können

und den Geist des höchsten Erwachens

nicht erwecken.



Sie richten ihren Geist

einzig auf Amitabha Buddha.



Sie rezitieren täglich

zehnmal seinen Namen

und wünschen sich,

in seinem Land geboren zu werden.



Wenn ihr Lebensende naht,

sehen auch sie Amitabha Buddha im Traum

und gelangen dadurch zur Geburt im Reinen Land.



Ihre Juwelenpaläste

befinden sich auf der Erde.

Sie wohnen weiter entfernt vom Buddha.



Ihre Verdienste

und ihre Weisheit

stehen unter denen

der mittleren Geburt.
Kommentar
Dieses Kapitel wird oft missverstanden.

Manchmal lesen Menschen:

Oben = gut.

Unten = schlecht.

Doch das ist nicht die eigentliche Aussage.



Was unterscheidet die drei?

Nicht Amitabhas Mitgefühl.

Nicht die Möglichkeit der Geburt.

Sondern:

die Vorbereitung.



Alle drei werden geboren.

Alle drei werden aufgenommen.

Alle drei gelangen ins Reine Land.



Die Unterschiede betreffen:

* Nähe zum Buddha,
* Umfang der Verdienste,
* Reife der Weisheit.



Die bemerkensame dritte Gruppe

Der untere Grad ist besonders interessant.

Der Text sagt nicht:

Diese Menschen werden ausgeschlossen.

Sondern:

Auch sie gelangen zur Geburt.



Dadurch wird die Tür weit geöffnet.

Das passt sehr gut zu den Gelübden Amitabhas.



Bodhicitta

Interessant ist auch:

Die höchste und mittlere Geburt

enthalten ausdrücklich:

發無上菩提之心

das Erwecken des Geistes des höchsten Erwachens.



Der Schwerpunkt liegt also nicht allein auf persönlicher Erlösung,

sondern auf der Ausrichtung zur Buddhaschaft.
80 #
必修十善分第四十四

佛言:「行菩薩道生阿彌陀佛剎者,即得不退轉地菩薩,具三十二相,紫磨金色,八十種好,漸次以入佛位。欲於何方世界作佛,皆如所願。若不能大精進、禪定,盡持經戒,必修十善:一、不殺生,二、不偷盜,三、不邪婬,四、不調欺,五、不飲酒,六、不兩舌,七、不惡口,八、不妄言,九、不嫉妬,十、不貪欲,不靳吝,不瞋恨,不邪見。篤於孝順謹於誠信,信受佛語,深信作善得福,奉持如是善法,晝夜思惟阿彌陀佛,及彼剎種種功德莊嚴,志心歸依頂禮供養,是人命終心不顛倒,即得往生。聞無量無數諸佛,稱讚此佛功德,永不退轉無上菩提。」
Vierundvierzigster Abschnitt

Die Zehn Heilsamen Handlungen müssen geübt werden

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Wer den Bodhisattva-Weg geht

und im Land Amitabhas geboren wird,

erlangt die Stufe des Nicht-Zurückfallens.



Er besitzt die zweiunddreißig Merkmale,

die goldene Erscheinung

und die achtzig Nebenschönheiten.



Schritt für Schritt

tritt er in die Buddhaschaft ein.



Wenn er in irgendeiner Welt

Buddha werden möchte,

wird dies entsprechend seinem Gelübde verwirklicht.



Wenn jemand jedoch

nicht zu großer Anstrengung fähig ist,

nicht tief in Samadhi eintreten kann

und nicht alle Sutren und Gebote vollständig bewahren kann,

dann soll er wenigstens

die Zehn Heilsamen Handlungen üben:



1. Nicht töten.
2. Nicht stehlen.
3. Keine sexuelle Verfehlung begehen.
4. Nicht täuschen.
5. Keine berauschenden Mittel konsumieren.
6. Keine Zwietracht säen.
7. Keine verletzende Rede verwenden.
8. Nicht lügen.
9. Nicht neidisch sein.
10. Nicht habgierig sein.



Außerdem:

* nicht geizig sein,
* nicht hasserfüllt sein,
* keine falschen Ansichten pflegen.



Man soll

den Eltern mit Achtung begegnen,

aufrichtig

und vertrauenswürdig sein,

den Worten des Buddha vertrauen

und tief daran glauben,

dass gutes Handeln gute Früchte trägt.



Wer diese heilsamen Wege bewahrt,

Tag und Nacht

an Amitabha Buddha denkt,

über die Vorzüge seines Landes nachsinnt,

Zuflucht nimmt,

sich verneigt

und Verehrung darbringt,

dessen Geist wird beim Tod

nicht verwirrt sein.



Er wird im Reinen Land geboren.



Dort hört er,

wie zahllose Buddhas

die Verdienste Amitabhas preisen.



Und er fällt niemals mehr

vom höchsten Erwachen zurück.
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt ist bemerkenswert,

weil er den Weg plötzlich sehr bodenständig macht.

Nach all den:

* Bodhisattvas,
* Samadhis,
* Lichtwelten,
* Dharma-Klängen,

spricht der Buddha nun von:

* Nicht töten.
* Nicht stehlen.
* Nicht lügen.
* Nicht neidisch sein.



Die Zehn Heilsamen Handlungen

Diese Liste gehört zu den ältesten Lehren des Buddhismus.

Sie bildet die Grundlage

für fast alle späteren Wege.



Interessant ist:

Das Sutra sagt nicht:

Wenn du die höchsten Übungen nicht kannst,
bist du ausgeschlossen.

Sondern:

Beginne dort,
wo du stehst.



Vertrauen in Ursache und Wirkung

Ein zentraler Satz lautet:

深信作善得福

„Tiefes Vertrauen,
dass gutes Handeln gute Früchte trägt.“

Das klingt einfach.

Doch im buddhistischen Verständnis

ist dies eine Form rechter Sicht.



Die Verbindung von Ethik und Reines Land

Der Abschnitt zeigt deutlich:

Nianfo

steht nicht isoliert.



Er verbindet:

* Ethik,
* Vertrauen,
* Erinnerung an den Buddha,
* Ausrichtung des Herzens.

Dieser Abschnitt ist einer der praktischsten des gesamten Sutras. Nach den gewaltigen kosmischen Bildern führt er zurück auf den Boden des täglichen Lebens. Man könnte sagen: Die großen Gelübde Amitabhas öffnen die Tür, aber die Zehn Heilsamen Handlungen sind die Schritte, mit denen wir auf diese Tür zugehen. Sie bilden die Brücke zwischen dem gewöhnlichen Leben und dem Reinen Land.
中文原文
必修十善分第四十四

佛言:「行菩薩道生阿彌陀佛剎者,即得不退轉地菩薩,具三十二相,紫磨金色,八十種好,漸次以入佛位。欲於何方世界作佛,皆如所願。若不能大精進、禪定,盡持經戒,必修十善:一、不殺生,二、不偷盜,三、不邪婬,四、不調欺,五、不飲酒,六、不兩舌,七、不惡口,八、不妄言,九、不嫉妬,十、不貪欲,不靳吝,不瞋恨,不邪見。篤於孝順謹於誠信,信受佛語,深信作善得福,奉持如是善法,晝夜思惟阿彌陀佛,及彼剎種種功德莊嚴,志心歸依頂禮供養,是人命終心不顛倒,即得往生。聞無量無數諸佛,稱讚此佛功德,永不退轉無上菩提。」
Deutsch
Vierundvierzigster Abschnitt

Die Zehn Heilsamen Handlungen müssen geübt werden

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Wer den Bodhisattva-Weg geht

und im Land Amitabhas geboren wird,

erlangt die Stufe des Nicht-Zurückfallens.



Er besitzt die zweiunddreißig Merkmale,

die goldene Erscheinung

und die achtzig Nebenschönheiten.



Schritt für Schritt

tritt er in die Buddhaschaft ein.



Wenn er in irgendeiner Welt

Buddha werden möchte,

wird dies entsprechend seinem Gelübde verwirklicht.



Wenn jemand jedoch

nicht zu großer Anstrengung fähig ist,

nicht tief in Samadhi eintreten kann

und nicht alle Sutren und Gebote vollständig bewahren kann,

dann soll er wenigstens

die Zehn Heilsamen Handlungen üben:



1. Nicht töten.
2. Nicht stehlen.
3. Keine sexuelle Verfehlung begehen.
4. Nicht täuschen.
5. Keine berauschenden Mittel konsumieren.
6. Keine Zwietracht säen.
7. Keine verletzende Rede verwenden.
8. Nicht lügen.
9. Nicht neidisch sein.
10. Nicht habgierig sein.



Außerdem:

* nicht geizig sein,
* nicht hasserfüllt sein,
* keine falschen Ansichten pflegen.



Man soll

den Eltern mit Achtung begegnen,

aufrichtig

und vertrauenswürdig sein,

den Worten des Buddha vertrauen

und tief daran glauben,

dass gutes Handeln gute Früchte trägt.



Wer diese heilsamen Wege bewahrt,

Tag und Nacht

an Amitabha Buddha denkt,

über die Vorzüge seines Landes nachsinnt,

Zuflucht nimmt,

sich verneigt

und Verehrung darbringt,

dessen Geist wird beim Tod

nicht verwirrt sein.



Er wird im Reinen Land geboren.



Dort hört er,

wie zahllose Buddhas

die Verdienste Amitabhas preisen.



Und er fällt niemals mehr

vom höchsten Erwachen zurück.
Kommentar
Dieser Abschnitt ist bemerkenswert,

weil er den Weg plötzlich sehr bodenständig macht.

Nach all den:

* Bodhisattvas,
* Samadhis,
* Lichtwelten,
* Dharma-Klängen,

spricht der Buddha nun von:

* Nicht töten.
* Nicht stehlen.
* Nicht lügen.
* Nicht neidisch sein.



Die Zehn Heilsamen Handlungen

Diese Liste gehört zu den ältesten Lehren des Buddhismus.

Sie bildet die Grundlage

für fast alle späteren Wege.



Interessant ist:

Das Sutra sagt nicht:

Wenn du die höchsten Übungen nicht kannst,
bist du ausgeschlossen.

Sondern:

Beginne dort,
wo du stehst.



Vertrauen in Ursache und Wirkung

Ein zentraler Satz lautet:

深信作善得福

„Tiefes Vertrauen,
dass gutes Handeln gute Früchte trägt.“

Das klingt einfach.

Doch im buddhistischen Verständnis

ist dies eine Form rechter Sicht.



Die Verbindung von Ethik und Reines Land

Der Abschnitt zeigt deutlich:

Nianfo

steht nicht isoliert.



Er verbindet:

* Ethik,
* Vertrauen,
* Erinnerung an den Buddha,
* Ausrichtung des Herzens.

Dieser Abschnitt ist einer der praktischsten des gesamten Sutras. Nach den gewaltigen kosmischen Bildern führt er zurück auf den Boden des täglichen Lebens. Man könnte sagen: Die großen Gelübde Amitabhas öffnen die Tür, aber die Zehn Heilsamen Handlungen sind die Schritte, mit denen wir auf diese Tür zugehen. Sie bilden die Brücke zwischen dem gewöhnlichen Leben und dem Reinen Land.
81 #
復有三等分第四十五

佛言:「其次齋戒清淨,一心常念阿彌陀佛,欲生其剎,十晝夜不斷絕者,命終必得往生。縱不得晝夜,當絕慮去憂,勿與家事,勿近婦人,端身正心,斷除愛欲,齋戒清淨,志心憶念彼佛,持誦名號,欲生其剎;止一晝夜不絕斷者,命終亦得往生。若有善男子、善女人,發菩提心,持諸禁戒堅守不犯,饒益眾生,所作善緣悉以施與,令得安樂。當憶此佛及彼剎境界,是人命絕往生,即如佛色相種種莊嚴。賢聖圍繞,速聞無上妙法。」
Fünfundvierzigster Abschnitt

Noch weitere Arten der Geburt

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Ferner gibt es Menschen,

die die Gebote rein bewahren,

deren Verhalten rein ist,

und die mit ungeteiltem Geist

beständig Amitabha Buddha gedenken.



Wenn sie wünschen,

in seinem Land geboren zu werden,

und dies zehn Tage und Nächte lang

ohne Unterbrechung fortsetzen,

werden sie nach ihrem Tod

gewiss dort geboren.



Selbst wenn sie dies

nicht zehn Tage und Nächte lang vermögen,

sollen sie wenigstens

Sorgen und Zerstreuungen beiseitelegen,

sich nicht mit weltlichen Angelegenheiten beschäftigen,

sich von sinnlichen Verstrickungen fernhalten,

Körper und Geist sammeln,

Begierden loslassen,

die Gebote rein bewahren,

Amitabha aufrichtig erinnern,

seinen Namen rezitieren

und den Wunsch nach Geburt im Reinen Land bewahren.



Wenn sie dies

auch nur einen Tag und eine Nacht lang

ohne Unterbrechung tun,

werden sie nach ihrem Tod

ebenfalls dort geboren.



Wenn gute Männer

oder gute Frauen

den Geist des Erwachens erwecken,

die Gebote bewahren,

sie nicht verletzen,

den Wesen helfen,

ihre Verdienste teilen

und anderen Glück bringen,



wenn sie Amitabha Buddha

und die Erscheinung seines Landes betrachten,

dann werden sie nach ihrem Tod

im Reinen Land geboren.



Dort werden sie

den Buddha sehen

mit all seinen Merkmalen

und seiner Herrlichkeit.



Sie werden

von Bodhisattvas

und heiligen Wesen umgeben sein

und rasch

den höchsten wunderbaren Dharma hören.
Kommentar öffnen
Dieses Kapitel ist wichtig,

weil es die Tür noch weiter öffnet.



Zehn Tage → Ein Tag

Bemerkenswert ist die Bewegung:

Zehn Tage.

Wenn nicht,

dann ein Tag.

Der Text sucht nicht nach Gründen auszuschließen.

Er sucht nach Wegen einzuschließen.



Die eigentliche Bedingung

Die zentrale Formulierung lautet:

一心

„ein Geist“

bzw.

志心

„aufrichtige Ausrichtung des Herzens“.



Der Schwerpunkt liegt nicht auf der Anzahl der Rezitationen,

sondern auf der Sammlung des Geistes.



Bodhicitta erscheint erneut

Der letzte Absatz ist besonders wichtig.

Dort wird nicht einmal ausdrücklich Nianfo betont.

Stattdessen erscheinen:

* Bodhicitta,
* Ethik,
* Hilfe für andere,
* Widmung der Verdienste.

Das zeigt erneut:

Das Reine Land wird nicht von der Bodhisattva-Praxis getrennt.

Dieses Kapitel enthält einen sehr schönen Mahayana-Gedanken: Die Tür zum Reinen Land wird nicht enger, sondern weiter. Ob über tiefe Sammlung, über Nianfo, über ethisches Leben oder über Bodhicitta und Mitgefühl – immer wieder sucht das Sutra nach Wegen, wie Wesen Zugang finden können. Dadurch wirkt das Kapitel fast wie eine praktische Einladung: Nicht die Vollkommenheit wird vorausgesetzt, sondern die aufrichtige Ausrichtung des Herzens.
中文原文
復有三等分第四十五

佛言:「其次齋戒清淨,一心常念阿彌陀佛,欲生其剎,十晝夜不斷絕者,命終必得往生。縱不得晝夜,當絕慮去憂,勿與家事,勿近婦人,端身正心,斷除愛欲,齋戒清淨,志心憶念彼佛,持誦名號,欲生其剎;止一晝夜不絕斷者,命終亦得往生。若有善男子、善女人,發菩提心,持諸禁戒堅守不犯,饒益眾生,所作善緣悉以施與,令得安樂。當憶此佛及彼剎境界,是人命絕往生,即如佛色相種種莊嚴。賢聖圍繞,速聞無上妙法。」
Deutsch
Fünfundvierzigster Abschnitt

Noch weitere Arten der Geburt

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Ferner gibt es Menschen,

die die Gebote rein bewahren,

deren Verhalten rein ist,

und die mit ungeteiltem Geist

beständig Amitabha Buddha gedenken.



Wenn sie wünschen,

in seinem Land geboren zu werden,

und dies zehn Tage und Nächte lang

ohne Unterbrechung fortsetzen,

werden sie nach ihrem Tod

gewiss dort geboren.



Selbst wenn sie dies

nicht zehn Tage und Nächte lang vermögen,

sollen sie wenigstens

Sorgen und Zerstreuungen beiseitelegen,

sich nicht mit weltlichen Angelegenheiten beschäftigen,

sich von sinnlichen Verstrickungen fernhalten,

Körper und Geist sammeln,

Begierden loslassen,

die Gebote rein bewahren,

Amitabha aufrichtig erinnern,

seinen Namen rezitieren

und den Wunsch nach Geburt im Reinen Land bewahren.



Wenn sie dies

auch nur einen Tag und eine Nacht lang

ohne Unterbrechung tun,

werden sie nach ihrem Tod

ebenfalls dort geboren.



Wenn gute Männer

oder gute Frauen

den Geist des Erwachens erwecken,

die Gebote bewahren,

sie nicht verletzen,

den Wesen helfen,

ihre Verdienste teilen

und anderen Glück bringen,



wenn sie Amitabha Buddha

und die Erscheinung seines Landes betrachten,

dann werden sie nach ihrem Tod

im Reinen Land geboren.



Dort werden sie

den Buddha sehen

mit all seinen Merkmalen

und seiner Herrlichkeit.



Sie werden

von Bodhisattvas

und heiligen Wesen umgeben sein

und rasch

den höchsten wunderbaren Dharma hören.
Kommentar
Dieses Kapitel ist wichtig,

weil es die Tür noch weiter öffnet.



Zehn Tage → Ein Tag

Bemerkenswert ist die Bewegung:

Zehn Tage.

Wenn nicht,

dann ein Tag.

Der Text sucht nicht nach Gründen auszuschließen.

Er sucht nach Wegen einzuschließen.



Die eigentliche Bedingung

Die zentrale Formulierung lautet:

一心

„ein Geist“

bzw.

志心

„aufrichtige Ausrichtung des Herzens“.



Der Schwerpunkt liegt nicht auf der Anzahl der Rezitationen,

sondern auf der Sammlung des Geistes.



Bodhicitta erscheint erneut

Der letzte Absatz ist besonders wichtig.

Dort wird nicht einmal ausdrücklich Nianfo betont.

Stattdessen erscheinen:

* Bodhicitta,
* Ethik,
* Hilfe für andere,
* Widmung der Verdienste.

Das zeigt erneut:

Das Reine Land wird nicht von der Bodhisattva-Praxis getrennt.

Dieses Kapitel enthält einen sehr schönen Mahayana-Gedanken: Die Tür zum Reinen Land wird nicht enger, sondern weiter. Ob über tiefe Sammlung, über Nianfo, über ethisches Leben oder über Bodhicitta und Mitgefühl – immer wieder sucht das Sutra nach Wegen, wie Wesen Zugang finden können. Dadurch wirkt das Kapitel fast wie eine praktische Einladung: Nicht die Vollkommenheit wird vorausgesetzt, sondern die aufrichtige Ausrichtung des Herzens.
82 #
一生補佛分第四十六

佛言:「諸往生者,皆具足三十二相,究竟深入妙法要義,諸根明利。其初鈍根者成就二忍,利根者得不可計無生法忍,皆當一生遂補佛處。所以者何?彼佛剎中,皆住於正定之聚,無諸邪聚及不定之聚。復無三種過失:一者、心無虛妄,二者、住不退轉,三者、善無唐捐。所以生於彼者,有進無退直至成佛。惟有宿願速度眾生,則以弘誓功德而自莊嚴,入他方生死界中,作師子吼說法度脫。爾時阿彌陀佛,以威神力,令彼教化一切眾生,皆發信心乃至成佛,於其中間不受惡趣,神通自在常識宿命。雖生五濁惡世,形跡與同,其清淨快樂,無異本剎。」
Sechsundvierzigster Abschnitt

In einem Leben zur Buddhaschaft

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Alle Wesen,

die im Reinen Land geboren werden,

besitzen die zweiunddreißig Merkmale.



Sie dringen vollständig

in die wesentlichen Bedeutungen

des wunderbaren Dharma ein.



Ihre Sinnesfähigkeiten

sind klar und scharf.



Jene,

die zunächst über geringere Fähigkeiten verfügen,

verwirklichen zwei Arten der Dharma-Geduld.



Jene,

deren Fähigkeiten besonders scharf sind,

verwirklichen die unermessliche

Geduld hinsichtlich der Ungeborenheit aller Dharmas.



Alle werden

in einem einzigen Leben

die Stellung unmittelbar vor der Buddhaschaft erreichen.



Warum?



Weil alle Wesen jenes Landes

zur Gemeinschaft der rechten Sammlung gehören.



Dort gibt es keine Gemeinschaft

falscher Wege.



Dort gibt es keine Gemeinschaft

des Schwankens und der Unentschlossenheit.



Außerdem fehlen dort

drei Fehler:



Erstens:

Es gibt keine Falschheit des Herzens.



Zweitens:

Es gibt kein Zurückfallen vom Weg.



Drittens:

Kein heilsames Handeln geht verloren.



Deshalb gilt:

Wer dort geboren wird,

schreitet immer weiter voran.



Es gibt kein Zurück.



So gelangen alle

schließlich zur Buddhaschaft.



Nur jene,

die aufgrund früherer Gelübde

die Wesen rasch befreien möchten,

gehen in andere Welten.



Mit der Kraft ihrer großen Gelübde

und ihrer Verdienste

schmücken sie sich selbst.



Sie betreten die Welten von Geburt und Tod

und verkünden den Dharma

mit dem Löwenruf eines Buddha.



Sie lehren und befreien die Wesen.



Amitabha Buddha unterstützt sie dabei

durch seine übernatürliche Kraft.



Die Wesen,

die sie lehren,

entwickeln Vertrauen,

schreiten auf dem Weg voran

und erreichen schließlich die Buddhaschaft.



Währenddessen

fallen diese Bodhisattvas niemals

in die niederen Bereiche zurück.



Ihre übernatürlichen Fähigkeiten

sind frei und vollkommen.



Sie erinnern sich stets

an ihre früheren Leben.



Auch wenn sie

in den fünf Trübungen erscheinen,

äußerlich wie gewöhnliche Wesen,

bleibt ihre innere Reinheit

und Freude

dieselbe wie im Reinen Land.
Kommentar öffnen
Dieses Kapitel ist vielleicht

das eigentliche Herz

der Reines-Land-Lehre.



一生補佛處

„In einem Leben die Stellung erreichen,
die unmittelbar auf die Buddhaschaft folgt.“

Dies ist eine klassische Mahayana-Formulierung.

Sie bedeutet:

Nur noch eine Geburt trennt vom Erwachen.



Warum gelingt das?

Die Antwort des Sutras ist bemerkenswert praktisch.

Nicht:

Weil Amitabha zaubert.

Sondern:

Weil die Bedingungen stimmen.



Drei Dinge fehlen:

1. Täuschung.
2. Rückfall.
3. Verlust heilsamer Ursachen.



Das erinnert fast an ein Gewächshaus.

Wenn alle Hindernisse entfernt sind,

kann die Pflanze nur noch wachsen.



Die Rückkehr in Samsara

Besonders wichtig:

Der Text sagt nicht,

dass alle im Reinen Land bleiben.



Viele kehren zurück.

Warum?

宿願

aufgrund früherer Gelübde.



Sie betreten erneut

die Welt von Geburt und Tod,

aber nun als Bodhisattvas.



Die fünf Trübungen

Der Schluss ist wunderschön:

虽生五濁惡世,
形跡與同

Sie erscheinen in den fünf Trübungen
und sehen aus wie die anderen.



Äußerlich unterscheiden sie sich nicht.



Doch innerlich

bleiben sie frei.



Das erinnert stark an Mahayana-Ideale wie:

* Vimalakirti,
* Guanyin,
* Ksitigarbha.

Dieses Kapitel enthält einen der schönsten Sätze des ganzen Sutras:

有進無退直至成佛

„Es gibt nur Voranschreiten und kein Zurückfallen – bis zur Buddhaschaft.“

Das fasst die eigentliche Verheißung des Reinen Landes vielleicht besser zusammen als jede Beschreibung von Juwelen oder Lotosblumen. Das Reine Land ist letztlich ein Ort, an dem Erwachen nicht mehr verloren gehen kann. Und gerade deshalb können die Bodhisattvas von dort wieder in die Welt zurückkehren, ohne sich selbst zu verlieren.
中文原文
一生補佛分第四十六

佛言:「諸往生者,皆具足三十二相,究竟深入妙法要義,諸根明利。其初鈍根者成就二忍,利根者得不可計無生法忍,皆當一生遂補佛處。所以者何?彼佛剎中,皆住於正定之聚,無諸邪聚及不定之聚。復無三種過失:一者、心無虛妄,二者、住不退轉,三者、善無唐捐。所以生於彼者,有進無退直至成佛。惟有宿願速度眾生,則以弘誓功德而自莊嚴,入他方生死界中,作師子吼說法度脫。爾時阿彌陀佛,以威神力,令彼教化一切眾生,皆發信心乃至成佛,於其中間不受惡趣,神通自在常識宿命。雖生五濁惡世,形跡與同,其清淨快樂,無異本剎。」
Deutsch
Sechsundvierzigster Abschnitt

In einem Leben zur Buddhaschaft

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Alle Wesen,

die im Reinen Land geboren werden,

besitzen die zweiunddreißig Merkmale.



Sie dringen vollständig

in die wesentlichen Bedeutungen

des wunderbaren Dharma ein.



Ihre Sinnesfähigkeiten

sind klar und scharf.



Jene,

die zunächst über geringere Fähigkeiten verfügen,

verwirklichen zwei Arten der Dharma-Geduld.



Jene,

deren Fähigkeiten besonders scharf sind,

verwirklichen die unermessliche

Geduld hinsichtlich der Ungeborenheit aller Dharmas.



Alle werden

in einem einzigen Leben

die Stellung unmittelbar vor der Buddhaschaft erreichen.



Warum?



Weil alle Wesen jenes Landes

zur Gemeinschaft der rechten Sammlung gehören.



Dort gibt es keine Gemeinschaft

falscher Wege.



Dort gibt es keine Gemeinschaft

des Schwankens und der Unentschlossenheit.



Außerdem fehlen dort

drei Fehler:



Erstens:

Es gibt keine Falschheit des Herzens.



Zweitens:

Es gibt kein Zurückfallen vom Weg.



Drittens:

Kein heilsames Handeln geht verloren.



Deshalb gilt:

Wer dort geboren wird,

schreitet immer weiter voran.



Es gibt kein Zurück.



So gelangen alle

schließlich zur Buddhaschaft.



Nur jene,

die aufgrund früherer Gelübde

die Wesen rasch befreien möchten,

gehen in andere Welten.



Mit der Kraft ihrer großen Gelübde

und ihrer Verdienste

schmücken sie sich selbst.



Sie betreten die Welten von Geburt und Tod

und verkünden den Dharma

mit dem Löwenruf eines Buddha.



Sie lehren und befreien die Wesen.



Amitabha Buddha unterstützt sie dabei

durch seine übernatürliche Kraft.



Die Wesen,

die sie lehren,

entwickeln Vertrauen,

schreiten auf dem Weg voran

und erreichen schließlich die Buddhaschaft.



Währenddessen

fallen diese Bodhisattvas niemals

in die niederen Bereiche zurück.



Ihre übernatürlichen Fähigkeiten

sind frei und vollkommen.



Sie erinnern sich stets

an ihre früheren Leben.



Auch wenn sie

in den fünf Trübungen erscheinen,

äußerlich wie gewöhnliche Wesen,

bleibt ihre innere Reinheit

und Freude

dieselbe wie im Reinen Land.
Kommentar
Dieses Kapitel ist vielleicht

das eigentliche Herz

der Reines-Land-Lehre.



一生補佛處

„In einem Leben die Stellung erreichen,
die unmittelbar auf die Buddhaschaft folgt.“

Dies ist eine klassische Mahayana-Formulierung.

Sie bedeutet:

Nur noch eine Geburt trennt vom Erwachen.



Warum gelingt das?

Die Antwort des Sutras ist bemerkenswert praktisch.

Nicht:

Weil Amitabha zaubert.

Sondern:

Weil die Bedingungen stimmen.



Drei Dinge fehlen:

1. Täuschung.
2. Rückfall.
3. Verlust heilsamer Ursachen.



Das erinnert fast an ein Gewächshaus.

Wenn alle Hindernisse entfernt sind,

kann die Pflanze nur noch wachsen.



Die Rückkehr in Samsara

Besonders wichtig:

Der Text sagt nicht,

dass alle im Reinen Land bleiben.



Viele kehren zurück.

Warum?

宿願

aufgrund früherer Gelübde.



Sie betreten erneut

die Welt von Geburt und Tod,

aber nun als Bodhisattvas.



Die fünf Trübungen

Der Schluss ist wunderschön:

虽生五濁惡世,
形跡與同

Sie erscheinen in den fünf Trübungen
und sehen aus wie die anderen.



Äußerlich unterscheiden sie sich nicht.



Doch innerlich

bleiben sie frei.



Das erinnert stark an Mahayana-Ideale wie:

* Vimalakirti,
* Guanyin,
* Ksitigarbha.

Dieses Kapitel enthält einen der schönsten Sätze des ganzen Sutras:

有進無退直至成佛

„Es gibt nur Voranschreiten und kein Zurückfallen – bis zur Buddhaschaft.“

Das fasst die eigentliche Verheißung des Reinen Landes vielleicht besser zusammen als jede Beschreibung von Juwelen oder Lotosblumen. Das Reine Land ist letztlich ein Ort, an dem Erwachen nicht mehr verloren gehen kann. Und gerade deshalb können die Bodhisattvas von dort wieder in die Welt zurückkehren, ohne sich selbst zu verlieren.
83 #
大會寶池分第四十七

佛言:「十方無央數世界諸天人民,比丘僧、比丘尼、優婆塞、優婆夷,往生阿彌陀佛剎者,群眾大會於七寶池中,人人各坐一大蓮華之上,自陳前世所持經戒,所作善法,所從來生本末,其所好法,及所得淺深,與智慧多寡;從上次下轉相言之。其人若不豫作諸善,不明經理,於此應對,自然促迫,其心慚悔,悔亦無及,但慷慨發憤,慕及等夷。」
Siebenundvierzigster Abschnitt

Die große Versammlung am Juwelenteich

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Wenn die Götter,

Menschen,

Bhikshus,

Bhikshunis,

Upasakas

und Upasikas

aus den zahllosen Welten der zehn Richtungen

im Land Amitabhas geboren werden,

versammeln sie sich gemeinsam

an den Teichen aus sieben Kostbarkeiten.



Jeder sitzt

auf einer großen Lotosblume.



Dort berichten sie einander

von ihrem früheren Leben:

* welche Sutren sie bewahrt haben,
* welche Gebote sie gehalten haben,
* welche heilsamen Taten sie ausgeführt haben,
* woher sie gekommen sind,
* welchen Weg sie bevorzugt haben,
* welche Verwirklichungen sie erlangt haben,
* wie tief ihr Verständnis war,
* wie weit ihre Weisheit gereift war.



Einer nach dem anderen

sprechen sie darüber.

Die höher Entwickelten zuerst,

die anderen folgen.



Wenn jemand zuvor

keine heilsamen Handlungen gepflegt hat,

die Lehren nicht verstanden hat

und wenig Vorbereitung besaß,

dann gerät er bei diesem Austausch

auf natürliche Weise in Verlegenheit.



Sein Herz erfüllt sich mit Scham

und Reue.



Doch die vergangene Gelegenheit

kann nicht mehr zurückgeholt werden.



Deshalb fasst er neue Entschlossenheit.



Er bemüht sich mit ganzer Kraft,

den anderen gleichzukommen.
Kommentar öffnen
Dieses Kapitel ist bemerkenswert,

weil es eines der wenigen Kapitel ist,

das ausdrücklich von Scham und Reue spricht.



Keine Strafe

Der Text sagt nicht:

Die weniger Vorbereiteten werden bestraft.



Er sagt:

Sie erkennen selbst den Unterschied.



Das ist ein großer Unterschied.

Die Erkenntnis entsteht nicht durch Verurteilung,

sondern durch Einsicht.



Reue als Kraft

Der Ausdruck:

慚悔

Scham und Reue

hat im Buddhismus meist eine positive Bedeutung.



Gemeint ist nicht:

Ich bin schlecht.

Sondern:

Jetzt erkenne ich klar,
was hilfreich gewesen wäre.



Daraus entsteht:

發憤

neue Entschlossenheit.



Das Reine Land als Lernraum

Dieses Kapitel bestätigt erneut:

Das Reine Land ist keine Endstation.



Selbst dort

lernen die Wesen weiter,

vergleichen ihre Erfahrungen,

erkennen ihre Stärken und Schwächen

und vertiefen ihren Weg.



Die große Offenheit

Bemerkenswert ist auch,

dass alle offen über ihren Weg sprechen.



Keine Verstellung.

Keine Konkurrenz.

Keine Scham aus Angst vor Ablehnung.



Sondern ehrliche Selbsterkenntnis.

Dieses Kapitel hat einen überraschend menschlichen Ton. Nach all den kosmischen Bildern von Licht, Lotusblumen und unzähligen Buddhas sitzen die Wesen plötzlich zusammen und sprechen über ihren Weg. Fast wirkt es wie eine Dharma-Runde oder ein Sangha-Gespräch. Vielleicht ist genau das die eigentliche Pointe: Selbst im Reinen Land geschieht Wachstum nicht durch Magie, sondern durch Ehrlichkeit, Lernen und die Bereitschaft, aus den eigenen Versäumnissen zu lernen.
中文原文
大會寶池分第四十七

佛言:「十方無央數世界諸天人民,比丘僧、比丘尼、優婆塞、優婆夷,往生阿彌陀佛剎者,群眾大會於七寶池中,人人各坐一大蓮華之上,自陳前世所持經戒,所作善法,所從來生本末,其所好法,及所得淺深,與智慧多寡;從上次下轉相言之。其人若不豫作諸善,不明經理,於此應對,自然促迫,其心慚悔,悔亦無及,但慷慨發憤,慕及等夷。」
Deutsch
Siebenundvierzigster Abschnitt

Die große Versammlung am Juwelenteich

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Wenn die Götter,

Menschen,

Bhikshus,

Bhikshunis,

Upasakas

und Upasikas

aus den zahllosen Welten der zehn Richtungen

im Land Amitabhas geboren werden,

versammeln sie sich gemeinsam

an den Teichen aus sieben Kostbarkeiten.



Jeder sitzt

auf einer großen Lotosblume.



Dort berichten sie einander

von ihrem früheren Leben:

* welche Sutren sie bewahrt haben,
* welche Gebote sie gehalten haben,
* welche heilsamen Taten sie ausgeführt haben,
* woher sie gekommen sind,
* welchen Weg sie bevorzugt haben,
* welche Verwirklichungen sie erlangt haben,
* wie tief ihr Verständnis war,
* wie weit ihre Weisheit gereift war.



Einer nach dem anderen

sprechen sie darüber.

Die höher Entwickelten zuerst,

die anderen folgen.



Wenn jemand zuvor

keine heilsamen Handlungen gepflegt hat,

die Lehren nicht verstanden hat

und wenig Vorbereitung besaß,

dann gerät er bei diesem Austausch

auf natürliche Weise in Verlegenheit.



Sein Herz erfüllt sich mit Scham

und Reue.



Doch die vergangene Gelegenheit

kann nicht mehr zurückgeholt werden.



Deshalb fasst er neue Entschlossenheit.



Er bemüht sich mit ganzer Kraft,

den anderen gleichzukommen.
Kommentar
Dieses Kapitel ist bemerkenswert,

weil es eines der wenigen Kapitel ist,

das ausdrücklich von Scham und Reue spricht.



Keine Strafe

Der Text sagt nicht:

Die weniger Vorbereiteten werden bestraft.



Er sagt:

Sie erkennen selbst den Unterschied.



Das ist ein großer Unterschied.

Die Erkenntnis entsteht nicht durch Verurteilung,

sondern durch Einsicht.



Reue als Kraft

Der Ausdruck:

慚悔

Scham und Reue

hat im Buddhismus meist eine positive Bedeutung.



Gemeint ist nicht:

Ich bin schlecht.

Sondern:

Jetzt erkenne ich klar,
was hilfreich gewesen wäre.



Daraus entsteht:

發憤

neue Entschlossenheit.



Das Reine Land als Lernraum

Dieses Kapitel bestätigt erneut:

Das Reine Land ist keine Endstation.



Selbst dort

lernen die Wesen weiter,

vergleichen ihre Erfahrungen,

erkennen ihre Stärken und Schwächen

und vertiefen ihren Weg.



Die große Offenheit

Bemerkenswert ist auch,

dass alle offen über ihren Weg sprechen.



Keine Verstellung.

Keine Konkurrenz.

Keine Scham aus Angst vor Ablehnung.



Sondern ehrliche Selbsterkenntnis.

Dieses Kapitel hat einen überraschend menschlichen Ton. Nach all den kosmischen Bildern von Licht, Lotusblumen und unzähligen Buddhas sitzen die Wesen plötzlich zusammen und sprechen über ihren Weg. Fast wirkt es wie eine Dharma-Runde oder ein Sangha-Gespräch. Vielleicht ist genau das die eigentliche Pointe: Selbst im Reinen Land geschieht Wachstum nicht durch Magie, sondern durch Ehrlichkeit, Lernen und die Bereitschaft, aus den eigenen Versäumnissen zu lernen.
84 #
世人極苦分第四十八

佛言:「世人於劇惡極苦之中,勤身營務以自給濟,無貴、賤、貧、富,無少、長、男、女,皆憂財物,累念積慮,為心走使,無時安息。若有田憂田,有宅憂宅,有牛、馬、六畜、奴婢、衣食、什物,悉共憂之。尊貴豪富既有斯患,嬰結于心不能自適。若貧窮下劣常苦困乏,無田亦憂欲有其田,無宅亦憂欲有其宅,無牛、馬、六畜、奴婢、衣、食、什物,無不愛之,欲其皆有。適有一物復缺一物,適有是事復缺是事,勤苦若此休息無時。不達於道德,迷沒於瞋怒,貪恨於貨色,坐斯不得道,當入苦惡趣展轉其中,雖數千億劫無有出期,痛不可言極可哀愍。今語汝等世間之事,擇其善者勤而行之。愛欲榮華不可常保,皆當別離無可樂者。乘佛在世,當勤精進,願生極樂世界。」
Achtundvierzigster Abschnitt

Das große Leid der Weltmenschen

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Die Menschen dieser Welt

leben inmitten großer Übel

und großen Leidens.



Sie mühen ihren Körper ab,

arbeiten unaufhörlich

und kämpfen um ihren Lebensunterhalt.



Ob hoch oder niedrig,

arm oder reich,

jung oder alt,

Mann oder Frau –

alle sorgen sich um Besitz.



Gedanken häufen sich.

Sorgen häufen sich.

Der Geist wird von ihnen getrieben.



Niemals findet er Ruhe.



Wer Felder besitzt,

sorgt sich um seine Felder.



Wer Häuser besitzt,

sorgt sich um seine Häuser.



Wer Rinder,

Pferde,

Vieh,

Diener,

Kleidung,

Nahrung

oder andere Dinge besitzt,

sorgt sich um all dies.



Die Reichen und Mächtigen

sind ebenfalls davon gefesselt.



Ihre Herzen

werden von Sorgen umklammert.

Sie finden keinen Frieden.



Die Armen dagegen

leiden unter Mangel.



Sie besitzen keine Felder

und wünschen sich Felder.



Sie besitzen keine Häuser

und wünschen sich Häuser.



Sie besitzen keine Tiere,

keine Kleidung,

keine Nahrung,

keine Güter.



Sie lieben all diese Dinge

und wünschen,

sie zu besitzen.



Kaum haben sie eines erlangt,

fehlt ihnen bereits ein anderes.



Kaum ist eine Sorge gelöst,

entsteht eine neue.



So mühen sie sich unablässig.

Ruhe finden sie nie.



Weil sie den Weg nicht verstehen,

versinken sie in Zorn.



Weil sie an Besitz

und äußere Erscheinungen haften,

entstehen Gier

und Hass.



Dadurch verfehlen sie den Weg.



Sie fallen in leidvolle Bereiche

und wandern dort weiter.



Selbst über tausende Millionen Kalpas hinweg

finden sie keinen Ausweg.



Dieses Leid

ist kaum zu beschreiben.

Es verdient tiefes Mitgefühl.



Darum sage ich euch,

wie die Dinge dieser Welt wirklich sind.



Wählt das Gute

und übt es mit Fleiß.



Begierde,

Ruhm

und äußerer Glanz

können nicht bewahrt werden.



Alles muss getrennt werden.



Nichts davon

ist letztlich verlässlich.



Da ihr einem Buddha begegnet seid,

solltet ihr euch eifrig bemühen

und den Wunsch fassen,

im Land der Höchsten Glückseligkeit geboren zu werden.
Kommentar öffnen
Dieses Kapitel wirkt erstaunlich modern.



Reich und arm leiden unterschiedlich – aber beide leiden

Der Buddha sagt nicht:

Nur die Armen leiden.

Und auch nicht:

Nur die Reichen leiden.



Der Reiche leidet,

weil er festhalten muss.

Der Arme leidet,

weil er erwerben möchte.



Das Objekt wechselt.

Die Struktur bleibt dieselbe.



Das endlose „Wenn ich erst …“

Der Text beschreibt etwas,

das heute vielleicht noch deutlicher sichtbar ist:

Habe ich dies,
fehlt mir jenes.

Habe ich jenes,
fehlt mir etwas anderes.



Der Geist verschiebt das Ziel ständig.



Besitz ist nicht das Problem

Interessanterweise kritisiert der Buddha

nicht Felder,

nicht Häuser,

nicht Kleidung.



Er kritisiert:

累念積慮

das Anhäufen von Sorgen und Grübeleien.



Das Problem liegt nicht im Gegenstand,

sondern im Festhalten.



Verbindung zum Reinen Land

Nach vielen Kapiteln über die natürliche Fülle Sukhavatis

versteht man nun besser,

warum dort Nahrung,

Kleidung

und Wohnstätten von selbst erscheinen.



Nicht um Luxus zu schaffen.

Sondern um genau diese Rastlosigkeit zu beenden.

Dieses Kapitel ist bemerkenswert, weil es nach den großen Visionen des Reinen Landes plötzlich sehr unmittelbar wird. Man könnte fast meinen, der Buddha beschreibt einen modernen Arbeitstag: Sorgen um Besitz, Sorgen um Einkommen, Sorgen um das, was man hat, und Sorgen um das, was man noch nicht hat. Gerade deshalb wirkt der Schluss so kraftvoll: Nicht die Welt wird verurteilt, sondern die Rastlosigkeit des Geistes wird sichtbar gemacht. Und genau an dieser Stelle setzt der Weg des Reinen Landes an.
中文原文
世人極苦分第四十八

佛言:「世人於劇惡極苦之中,勤身營務以自給濟,無貴、賤、貧、富,無少、長、男、女,皆憂財物,累念積慮,為心走使,無時安息。若有田憂田,有宅憂宅,有牛、馬、六畜、奴婢、衣食、什物,悉共憂之。尊貴豪富既有斯患,嬰結于心不能自適。若貧窮下劣常苦困乏,無田亦憂欲有其田,無宅亦憂欲有其宅,無牛、馬、六畜、奴婢、衣、食、什物,無不愛之,欲其皆有。適有一物復缺一物,適有是事復缺是事,勤苦若此休息無時。不達於道德,迷沒於瞋怒,貪恨於貨色,坐斯不得道,當入苦惡趣展轉其中,雖數千億劫無有出期,痛不可言極可哀愍。今語汝等世間之事,擇其善者勤而行之。愛欲榮華不可常保,皆當別離無可樂者。乘佛在世,當勤精進,願生極樂世界。」
Deutsch
Achtundvierzigster Abschnitt

Das große Leid der Weltmenschen

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Die Menschen dieser Welt

leben inmitten großer Übel

und großen Leidens.



Sie mühen ihren Körper ab,

arbeiten unaufhörlich

und kämpfen um ihren Lebensunterhalt.



Ob hoch oder niedrig,

arm oder reich,

jung oder alt,

Mann oder Frau –

alle sorgen sich um Besitz.



Gedanken häufen sich.

Sorgen häufen sich.

Der Geist wird von ihnen getrieben.



Niemals findet er Ruhe.



Wer Felder besitzt,

sorgt sich um seine Felder.



Wer Häuser besitzt,

sorgt sich um seine Häuser.



Wer Rinder,

Pferde,

Vieh,

Diener,

Kleidung,

Nahrung

oder andere Dinge besitzt,

sorgt sich um all dies.



Die Reichen und Mächtigen

sind ebenfalls davon gefesselt.



Ihre Herzen

werden von Sorgen umklammert.

Sie finden keinen Frieden.



Die Armen dagegen

leiden unter Mangel.



Sie besitzen keine Felder

und wünschen sich Felder.



Sie besitzen keine Häuser

und wünschen sich Häuser.



Sie besitzen keine Tiere,

keine Kleidung,

keine Nahrung,

keine Güter.



Sie lieben all diese Dinge

und wünschen,

sie zu besitzen.



Kaum haben sie eines erlangt,

fehlt ihnen bereits ein anderes.



Kaum ist eine Sorge gelöst,

entsteht eine neue.



So mühen sie sich unablässig.

Ruhe finden sie nie.



Weil sie den Weg nicht verstehen,

versinken sie in Zorn.



Weil sie an Besitz

und äußere Erscheinungen haften,

entstehen Gier

und Hass.



Dadurch verfehlen sie den Weg.



Sie fallen in leidvolle Bereiche

und wandern dort weiter.



Selbst über tausende Millionen Kalpas hinweg

finden sie keinen Ausweg.



Dieses Leid

ist kaum zu beschreiben.

Es verdient tiefes Mitgefühl.



Darum sage ich euch,

wie die Dinge dieser Welt wirklich sind.



Wählt das Gute

und übt es mit Fleiß.



Begierde,

Ruhm

und äußerer Glanz

können nicht bewahrt werden.



Alles muss getrennt werden.



Nichts davon

ist letztlich verlässlich.



Da ihr einem Buddha begegnet seid,

solltet ihr euch eifrig bemühen

und den Wunsch fassen,

im Land der Höchsten Glückseligkeit geboren zu werden.
Kommentar
Dieses Kapitel wirkt erstaunlich modern.



Reich und arm leiden unterschiedlich – aber beide leiden

Der Buddha sagt nicht:

Nur die Armen leiden.

Und auch nicht:

Nur die Reichen leiden.



Der Reiche leidet,

weil er festhalten muss.

Der Arme leidet,

weil er erwerben möchte.



Das Objekt wechselt.

Die Struktur bleibt dieselbe.



Das endlose „Wenn ich erst …“

Der Text beschreibt etwas,

das heute vielleicht noch deutlicher sichtbar ist:

Habe ich dies,
fehlt mir jenes.

Habe ich jenes,
fehlt mir etwas anderes.



Der Geist verschiebt das Ziel ständig.



Besitz ist nicht das Problem

Interessanterweise kritisiert der Buddha

nicht Felder,

nicht Häuser,

nicht Kleidung.



Er kritisiert:

累念積慮

das Anhäufen von Sorgen und Grübeleien.



Das Problem liegt nicht im Gegenstand,

sondern im Festhalten.



Verbindung zum Reinen Land

Nach vielen Kapiteln über die natürliche Fülle Sukhavatis

versteht man nun besser,

warum dort Nahrung,

Kleidung

und Wohnstätten von selbst erscheinen.



Nicht um Luxus zu schaffen.

Sondern um genau diese Rastlosigkeit zu beenden.

Dieses Kapitel ist bemerkenswert, weil es nach den großen Visionen des Reinen Landes plötzlich sehr unmittelbar wird. Man könnte fast meinen, der Buddha beschreibt einen modernen Arbeitstag: Sorgen um Besitz, Sorgen um Einkommen, Sorgen um das, was man hat, und Sorgen um das, was man noch nicht hat. Gerade deshalb wirkt der Schluss so kraftvoll: Nicht die Welt wird verurteilt, sondern die Rastlosigkeit des Geistes wird sichtbar gemacht. Und genau an dieser Stelle setzt der Weg des Reinen Landes an.
85 #
五道昭明分第四十九

佛言:「苦心與語令得解脫,若不信悟無益其人,大命將至悔亦何及。天地之間五道昭明,恢廓浩渺窈窈冥冥,業報相生轉相承受,美惡慘毒皆自當之。孰使如是?理之自然。善人行善,從樂入樂,從明入明。惡人行惡,從苦入苦,從暗入暗。世人昧此惡道不絕,故有自然地獄、餓鬼、禽獸、蜎飛蠕動之類,展轉其中世世累劫,無由出離。是為大患,痛不可言,惟修淨土直得超去。」
Neunundvierzigster Abschnitt

Die fünf Wege sind klar erkennbar

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Mit leidendem Herzen

erkläre ich euch dies,

damit ihr Befreiung erlangt.



Wenn jemand nicht glaubt

und nicht versteht,

dann nützen ihm diese Worte nichts.



Wenn das Ende des Lebens naht,

ist Reue oft zu spät.



Zwischen Himmel und Erde

sind die fünf Daseinswege

klar und deutlich vorhanden.



Sie sind weit,

tief,

unergründlich

und schwer zu durchschauen.



Karma bringt Karma hervor.

Wirkung folgt auf Wirkung.



Die Wesen empfangen fortwährend

die Folgen ihrer eigenen Taten.



Glück,

Leid,

Freude,

Schmerz,

Gutes

und Schlechtes –

alles wird von ihnen selbst erfahren.



Wer verursacht dies?



Niemand.



Es ist die natürliche Ordnung der Dinge.



Wer Gutes tut,

geht von Freude zu Freude,

von Licht zu Licht.



Wer Schlechtes tut,

geht von Leid zu Leid,

von Dunkelheit zu Dunkelheit.



Die Menschen verstehen dies nicht.



Deshalb enden die leidvollen Bereiche nicht.



Darum gibt es

Höllen,

hungrige Geister,

Tiere,

kriechende

und fliegende Wesen.



Sie wandern darin

Leben um Leben,

Kalpa um Kalpa.



Einen Ausweg finden sie nicht.



Dies ist die große Gefahr.



Dieses Leid

kann kaum beschrieben werden.



Darum solltet ihr

den Weg des Reinen Landes üben.



Auf diese Weise

könnt ihr unmittelbar darüber hinausgehen.
Kommentar öffnen
Dieses Kapitel enthält eine bemerkenswerte Aussage:

孰使如是?

理之自然。

„Wer verursacht dies?
Es ist die natürliche Ordnung.“



Kein Richter

Der Buddha sagt nicht:

Ein Gott entscheidet.



Er sagt nicht:

Ein Buddha bestraft.



Er sagt:

理之自然

Es geschieht gemäß der Natur der Ursachen.



Das ist eine der klarsten Aussagen

über Karma im gesamten Sutra.



Von Licht zu Licht

Besonders schön ist die Formulierung:

從樂入樂,
從明入明。

Von Freude zu Freude,
von Licht zu Licht.



Und entsprechend:

從苦入苦,
從暗入暗。

Von Leid zu Leid,
von Dunkelheit zu Dunkelheit.



Der Buddha beschreibt Karma

nicht als Gericht,

sondern als Richtung.



Jede Handlung

verstärkt eine bestimmte Tendenz.



Warum das Reine Land?

Der letzte Satz ist wichtig:

惟修淨土直得超去

„Durch die Übung des Reinen Landes
kann man unmittelbar darüber hinausgehen.“



Das bedeutet nicht,

dass Karma aufgehoben wird.



Sondern:

Das Reine Land bietet Bedingungen,

unter denen der Kreislauf

nicht ständig neu erzeugt wird.

Dieser Abschnitt ist bemerkenswert, weil er fast wie eine Brücke zwischen Reines-Land-Buddhismus und den grundlegenden Lehren des frühen Buddhismus wirkt. Hinter allen Bildern von Lotosblumen, Licht und Juwelen erscheint hier wieder die schlichte Ursache-Wirkungs-Lehre. Das Reine Land wird nicht als Ersatz für Karma vorgestellt, sondern als ein heilsames Feld, in dem Karma verstanden, geläutert und schließlich überschritten werden kann.
中文原文
五道昭明分第四十九

佛言:「苦心與語令得解脫,若不信悟無益其人,大命將至悔亦何及。天地之間五道昭明,恢廓浩渺窈窈冥冥,業報相生轉相承受,美惡慘毒皆自當之。孰使如是?理之自然。善人行善,從樂入樂,從明入明。惡人行惡,從苦入苦,從暗入暗。世人昧此惡道不絕,故有自然地獄、餓鬼、禽獸、蜎飛蠕動之類,展轉其中世世累劫,無由出離。是為大患,痛不可言,惟修淨土直得超去。」
Deutsch
Neunundvierzigster Abschnitt

Die fünf Wege sind klar erkennbar

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Mit leidendem Herzen

erkläre ich euch dies,

damit ihr Befreiung erlangt.



Wenn jemand nicht glaubt

und nicht versteht,

dann nützen ihm diese Worte nichts.



Wenn das Ende des Lebens naht,

ist Reue oft zu spät.



Zwischen Himmel und Erde

sind die fünf Daseinswege

klar und deutlich vorhanden.



Sie sind weit,

tief,

unergründlich

und schwer zu durchschauen.



Karma bringt Karma hervor.

Wirkung folgt auf Wirkung.



Die Wesen empfangen fortwährend

die Folgen ihrer eigenen Taten.



Glück,

Leid,

Freude,

Schmerz,

Gutes

und Schlechtes –

alles wird von ihnen selbst erfahren.



Wer verursacht dies?



Niemand.



Es ist die natürliche Ordnung der Dinge.



Wer Gutes tut,

geht von Freude zu Freude,

von Licht zu Licht.



Wer Schlechtes tut,

geht von Leid zu Leid,

von Dunkelheit zu Dunkelheit.



Die Menschen verstehen dies nicht.



Deshalb enden die leidvollen Bereiche nicht.



Darum gibt es

Höllen,

hungrige Geister,

Tiere,

kriechende

und fliegende Wesen.



Sie wandern darin

Leben um Leben,

Kalpa um Kalpa.



Einen Ausweg finden sie nicht.



Dies ist die große Gefahr.



Dieses Leid

kann kaum beschrieben werden.



Darum solltet ihr

den Weg des Reinen Landes üben.



Auf diese Weise

könnt ihr unmittelbar darüber hinausgehen.
Kommentar
Dieses Kapitel enthält eine bemerkenswerte Aussage:

孰使如是?

理之自然。

„Wer verursacht dies?
Es ist die natürliche Ordnung.“



Kein Richter

Der Buddha sagt nicht:

Ein Gott entscheidet.



Er sagt nicht:

Ein Buddha bestraft.



Er sagt:

理之自然

Es geschieht gemäß der Natur der Ursachen.



Das ist eine der klarsten Aussagen

über Karma im gesamten Sutra.



Von Licht zu Licht

Besonders schön ist die Formulierung:

從樂入樂,
從明入明。

Von Freude zu Freude,
von Licht zu Licht.



Und entsprechend:

從苦入苦,
從暗入暗。

Von Leid zu Leid,
von Dunkelheit zu Dunkelheit.



Der Buddha beschreibt Karma

nicht als Gericht,

sondern als Richtung.



Jede Handlung

verstärkt eine bestimmte Tendenz.



Warum das Reine Land?

Der letzte Satz ist wichtig:

惟修淨土直得超去

„Durch die Übung des Reinen Landes
kann man unmittelbar darüber hinausgehen.“



Das bedeutet nicht,

dass Karma aufgehoben wird.



Sondern:

Das Reine Land bietet Bedingungen,

unter denen der Kreislauf

nicht ständig neu erzeugt wird.

Dieser Abschnitt ist bemerkenswert, weil er fast wie eine Brücke zwischen Reines-Land-Buddhismus und den grundlegenden Lehren des frühen Buddhismus wirkt. Hinter allen Bildern von Lotosblumen, Licht und Juwelen erscheint hier wieder die schlichte Ursache-Wirkungs-Lehre. Das Reine Land wird nicht als Ersatz für Karma vorgestellt, sondern als ein heilsames Feld, in dem Karma verstanden, geläutert und schließlich überschritten werden kann.
86 #
壽數隨意分第五十

彌勒復白佛言:「今聞佛所說,莫不喜悅。諸天人民以至蜎飛蠕動之類,皆蒙慈恩授解脫法,佛語教誡甚善甚深。」

佛言:「汝從無數劫來修菩薩行,欲度諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,從汝得道者無央數,至得泥洹之道者,亦無央數。汝及十方世界諸天帝王人民,若比丘僧、比丘尼、優婆塞、優婆夷等,從無數劫來流轉五道,憂畏勤苦不可具言,至于今世生死不絕。與佛相值聽受經法,又復得聞阿彌陀佛,快哉甚善,吾助汝喜。汝今可厭生、老、病、死痛苦,惡露不淨,無可樂者。宜自決斷端身正行,益作諸善修已潔體,洗除心垢,言行忠信,表裏相應。人能自度轉相拯濟,精明求願積累善本;雖一切勤苦,亦須臾之間,後生阿彌陀佛剎,快樂無極,長與道德合明,永拔生死根本,無復貪、恚、愚癡苦惱之患。欲壽一劫、百劫、千劫、萬億劫、無央數劫、不可復計劫,皆隨意所欲,無不得之。欲衣得衣,欲食得食,皆如其意,次於泥洹之道。汝等各宜精進無得狐疑,無得中悔自為過咎,以至生於彼剎邊地,雖在七寶城中,經五百歲,受其困謫。」
Fünfzigster Abschnitt

Die Lebensdauer nach Wunsch

Rohübersetzung

Da sprach Maitreya erneut zum Buddha:

Weltgeehrter!

Nachdem wir die Worte des Buddha gehört haben,

sind wir alle voller Freude.

Die Götter,
Menschen
und selbst die kleinsten Lebewesen

haben durch das Mitgefühl des Buddha

einen Weg zur Befreiung erhalten.

Die Unterweisungen des Buddha

sind wahrhaft tief

und von großem Nutzen.



Der Buddha sprach:

Maitreya!

Seit unzähligen Kalpas

übst du bereits den Bodhisattva-Weg.

Du möchtest die Götter,
Menschen
und alle Wesen befreien.

Unzählige Wesen haben durch dich den Weg gefunden.

Unzählige haben bereits Nirvana verwirklicht.



Du selbst,

ebenso wie die Götter,

Menschen,

Mönche,

Nonnen,

Upasakas

und Upasikas

der Welten der zehn Richtungen,

wandert seit unzähligen Kalpas

durch die fünf Daseinswege.

Die Leiden,

Sorgen

und Ängste dieser Wanderung

können nicht vollständig beschrieben werden.



Bis heute

dauert Geburt und Tod an.



Nun aber seid ihr einem Buddha begegnet.

Ihr habt den Dharma gehört.

Und ihr habt von Amitabha Buddha gehört.

Wie wunderbar!

Wie kostbar!

Darüber freue ich mich mit euch.



Deshalb solltet ihr

Geburt,

Altern,

Krankheit

und Tod

als Leiden erkennen.

Ebenso die Unreinheit

und Vergänglichkeit des Körpers.



Fasst einen festen Entschluss.

Richtet Körper und Geist auf den Weg aus.

Mehrt das Gute.

Reinigt euer Leben.

Reinigt euer Herz.

Lasst Worte und Handlungen

miteinander übereinstimmen.

Seid aufrichtig.



Wer sich selbst befreit,

kann auch anderen helfen.

Wer Gelübde fasst,

Verdienste sammelt

und gute Wurzeln pflegt,

wird den Weg finden.



Selbst wenn die Mühen dieser Welt groß erscheinen,

dauern sie nur einen Augenblick.



Danach wird man

im Land Amitabhas geboren.

Dort gibt es grenzenlose Freude.

Dort lebt man im Einklang mit Tugend und Dharma.

Dort wird die Wurzel von Geburt und Tod

endgültig entfernt.



Dort gibt es keine Leiden mehr,

die aus Gier,

Hass

und Verblendung entstehen.



Wer dort leben möchte,

kann ein Kalpa leben,

hundert Kalpas,

tausend Kalpas,

Milliarden Kalpas,

unzählige Kalpas.

Alles geschieht entsprechend dem Wunsch.



Wer Kleidung möchte,

erhält Kleidung.

Wer Nahrung möchte,

erhält Nahrung.

Alles erscheint entsprechend dem Bedürfnis.



Diese Glückseligkeit

steht unmittelbar unter dem Nirvana.



Darum bemüht euch eifrig.

Zweifelt nicht.

Bereut nicht mitten auf dem Weg.

Sonst kann es geschehen,

dass ihr nur in den Grenzbereichen jenes Landes geboren werdet.

Obwohl ihr euch in einer Stadt aus sieben Kostbarkeiten befindet,

werdet ihr dort fünfhundert Jahre lang

eine gewisse Einschränkung erfahren.
Kommentar öffnen
Dieses Kapitel ist fast ein persönlicher Brief des Buddha an die Zuhörer.



Der seltene Augenblick

Dreimal wird betont:

* einem Buddha begegnen,
* den Dharma hören,
* von Amitabha hören.

Diese Kombination gilt als außerordentlich selten.



Die Mühen dieser Welt

Der Buddha relativiert die Schwierigkeiten:

雖一切勤苦,
亦須臾之間

Selbst große Mühen
sind nur ein kurzer Augenblick.



Verglichen mit unzähligen Kalpas

erscheint ein Menschenleben

wie ein Moment.



Die erste Andeutung der Grenzgeburt

Am Ende erscheint ein neues Thema:

邊地

die Grenzbereiche des Reinen Landes.

Dieses Thema wird in den nächsten Kapiteln genauer erklärt.



Hier wird bereits angedeutet:

Nicht Zweifel verhindert die Geburt vollständig.

Aber Zweifel kann ihre Vollständigkeit beeinträchtigen.

Dieses Kapitel hat einen sehr warmen Ton. Nach vielen kosmischen Beschreibungen spricht der Buddha plötzlich ganz unmittelbar über das menschliche Leben: Sorge, Krankheit, Alter, Tod, Hoffnung und Entschlossenheit. Vielleicht ist dies einer der Abschnitte, in denen das Große Amitabha-Sutra am stärksten als praktische Ermutigung erscheint und nicht nur als Beschreibung eines fernen Buddha-Landes.
中文原文
壽數隨意分第五十

彌勒復白佛言:「今聞佛所說,莫不喜悅。諸天人民以至蜎飛蠕動之類,皆蒙慈恩授解脫法,佛語教誡甚善甚深。」

佛言:「汝從無數劫來修菩薩行,欲度諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,從汝得道者無央數,至得泥洹之道者,亦無央數。汝及十方世界諸天帝王人民,若比丘僧、比丘尼、優婆塞、優婆夷等,從無數劫來流轉五道,憂畏勤苦不可具言,至于今世生死不絕。與佛相值聽受經法,又復得聞阿彌陀佛,快哉甚善,吾助汝喜。汝今可厭生、老、病、死痛苦,惡露不淨,無可樂者。宜自決斷端身正行,益作諸善修已潔體,洗除心垢,言行忠信,表裏相應。人能自度轉相拯濟,精明求願積累善本;雖一切勤苦,亦須臾之間,後生阿彌陀佛剎,快樂無極,長與道德合明,永拔生死根本,無復貪、恚、愚癡苦惱之患。欲壽一劫、百劫、千劫、萬億劫、無央數劫、不可復計劫,皆隨意所欲,無不得之。欲衣得衣,欲食得食,皆如其意,次於泥洹之道。汝等各宜精進無得狐疑,無得中悔自為過咎,以至生於彼剎邊地,雖在七寶城中,經五百歲,受其困謫。」
Deutsch
Fünfzigster Abschnitt

Die Lebensdauer nach Wunsch

Rohübersetzung

Da sprach Maitreya erneut zum Buddha:

Weltgeehrter!

Nachdem wir die Worte des Buddha gehört haben,

sind wir alle voller Freude.

Die Götter,
Menschen
und selbst die kleinsten Lebewesen

haben durch das Mitgefühl des Buddha

einen Weg zur Befreiung erhalten.

Die Unterweisungen des Buddha

sind wahrhaft tief

und von großem Nutzen.



Der Buddha sprach:

Maitreya!

Seit unzähligen Kalpas

übst du bereits den Bodhisattva-Weg.

Du möchtest die Götter,
Menschen
und alle Wesen befreien.

Unzählige Wesen haben durch dich den Weg gefunden.

Unzählige haben bereits Nirvana verwirklicht.



Du selbst,

ebenso wie die Götter,

Menschen,

Mönche,

Nonnen,

Upasakas

und Upasikas

der Welten der zehn Richtungen,

wandert seit unzähligen Kalpas

durch die fünf Daseinswege.

Die Leiden,

Sorgen

und Ängste dieser Wanderung

können nicht vollständig beschrieben werden.



Bis heute

dauert Geburt und Tod an.



Nun aber seid ihr einem Buddha begegnet.

Ihr habt den Dharma gehört.

Und ihr habt von Amitabha Buddha gehört.

Wie wunderbar!

Wie kostbar!

Darüber freue ich mich mit euch.



Deshalb solltet ihr

Geburt,

Altern,

Krankheit

und Tod

als Leiden erkennen.

Ebenso die Unreinheit

und Vergänglichkeit des Körpers.



Fasst einen festen Entschluss.

Richtet Körper und Geist auf den Weg aus.

Mehrt das Gute.

Reinigt euer Leben.

Reinigt euer Herz.

Lasst Worte und Handlungen

miteinander übereinstimmen.

Seid aufrichtig.



Wer sich selbst befreit,

kann auch anderen helfen.

Wer Gelübde fasst,

Verdienste sammelt

und gute Wurzeln pflegt,

wird den Weg finden.



Selbst wenn die Mühen dieser Welt groß erscheinen,

dauern sie nur einen Augenblick.



Danach wird man

im Land Amitabhas geboren.

Dort gibt es grenzenlose Freude.

Dort lebt man im Einklang mit Tugend und Dharma.

Dort wird die Wurzel von Geburt und Tod

endgültig entfernt.



Dort gibt es keine Leiden mehr,

die aus Gier,

Hass

und Verblendung entstehen.



Wer dort leben möchte,

kann ein Kalpa leben,

hundert Kalpas,

tausend Kalpas,

Milliarden Kalpas,

unzählige Kalpas.

Alles geschieht entsprechend dem Wunsch.



Wer Kleidung möchte,

erhält Kleidung.

Wer Nahrung möchte,

erhält Nahrung.

Alles erscheint entsprechend dem Bedürfnis.



Diese Glückseligkeit

steht unmittelbar unter dem Nirvana.



Darum bemüht euch eifrig.

Zweifelt nicht.

Bereut nicht mitten auf dem Weg.

Sonst kann es geschehen,

dass ihr nur in den Grenzbereichen jenes Landes geboren werdet.

Obwohl ihr euch in einer Stadt aus sieben Kostbarkeiten befindet,

werdet ihr dort fünfhundert Jahre lang

eine gewisse Einschränkung erfahren.
Kommentar
Dieses Kapitel ist fast ein persönlicher Brief des Buddha an die Zuhörer.



Der seltene Augenblick

Dreimal wird betont:

* einem Buddha begegnen,
* den Dharma hören,
* von Amitabha hören.

Diese Kombination gilt als außerordentlich selten.



Die Mühen dieser Welt

Der Buddha relativiert die Schwierigkeiten:

雖一切勤苦,
亦須臾之間

Selbst große Mühen
sind nur ein kurzer Augenblick.



Verglichen mit unzähligen Kalpas

erscheint ein Menschenleben

wie ein Moment.



Die erste Andeutung der Grenzgeburt

Am Ende erscheint ein neues Thema:

邊地

die Grenzbereiche des Reinen Landes.

Dieses Thema wird in den nächsten Kapiteln genauer erklärt.



Hier wird bereits angedeutet:

Nicht Zweifel verhindert die Geburt vollständig.

Aber Zweifel kann ihre Vollständigkeit beeinträchtigen.

Dieses Kapitel hat einen sehr warmen Ton. Nach vielen kosmischen Beschreibungen spricht der Buddha plötzlich ganz unmittelbar über das menschliche Leben: Sorge, Krankheit, Alter, Tod, Hoffnung und Entschlossenheit. Vielleicht ist dies einer der Abschnitte, in denen das Große Amitabha-Sutra am stärksten als praktische Ermutigung erscheint und nicht nur als Beschreibung eines fernen Buddha-Landes.
87 #
八端檢束分第五十一

佛言:「汝等當自端身,當自端心,耳、目、鼻、口、手、足,皆當自端束檢中外,無隨嗜欲;益作諸善,當布恩施德,不犯道禁,忍辱、精進、一心、智慧,展轉復相教化,使彼為德立善,慈心正意齋戒清淨;如是一晝夜,勝於阿彌陀佛剎中為善百歲。所以者何?以彼剎中無修營為,物皆自有,人悉為善,無毛髮之惡。於此修善十晝夜,勝於他方佛剎為善千歲。所以者何?他方佛剎悉皆為善,無造惡之所,故其福德亦皆自然。其次有世界,為善者多,為惡者少,亦有自然之物,不待修營。若此世界中,為惡極多,為善極少,不自修治物無自有,或轉相欺詒勞心苦形,如是怱務未嘗寧息。吾哀世人教誨切至,令超彼岸,永脫苦趣。」
Einundfünfzigster Abschnitt

Die achtfache Selbstzucht

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Ihr sollt euren Körper ordnen.

Ihr sollt euren Geist ordnen.



Ohren,

Augen,

Nase,

Mund,

Hände

und Füße

sollen beherrscht und geprüft werden.



Innerlich wie äußerlich

sollt ihr euch hüten,

den Begierden zu folgen.



Mehrt die heilsamen Handlungen.



Übt Großzügigkeit

und Güte.



Verletzt die Gebote nicht.



Übt:

* Geduld,
* Tatkraft,
* Sammlung,
* Weisheit.



Und lehrt einander wechselseitig.



Ermutigt andere,

Tugend zu entwickeln

und Gutes zu tun.



Pflegt Mitgefühl,

rechte Gesinnung,

ethische Reinheit

und Klarheit.



Wenn jemand dies

auch nur einen Tag und eine Nacht lang übt,

übertrifft sein Verdienst

hundert Jahre heilsamer Praxis

im Land Amitabhas.



Warum?



Weil im Reinen Land

nichts erarbeitet werden muss.



Alle Dinge sind dort bereits vorhanden.



Alle Wesen handeln heilsam.



Nicht einmal eine Spur von Bösem

ist dort zu finden.



Wenn man jedoch

in dieser Welt

zehn Tage und Nächte lang

heilsam handelt,

übertrifft dies

tausend Jahre heilsamer Praxis

in anderen Buddha-Ländern.



Warum?



Weil in vielen anderen Buddha-Ländern

alle Wesen bereits heilsam handeln.



Dort gibt es keine Bedingungen

für Unheilsamkeit.



Darum entstehen Verdienste dort

gleichsam von selbst.



In manchen Welten

gibt es überwiegend Gutes

und nur wenig Schlechtes.



Auch dort

sind viele Dinge von Natur aus vorhanden.



Doch in dieser Welt

ist das anders.



Hier gibt es viel Unheilsames

und nur wenig Heilsames.



Die Menschen müssen arbeiten,

um zu erhalten,

was sie brauchen.



Sie täuschen einander.



Sie erschöpfen Geist und Körper.



Sie leben in ständiger Unruhe.



Deshalb empfinde ich großes Mitgefühl

für die Menschen dieser Welt.



Darum lehre ich sie mit Nachdruck,

damit sie das andere Ufer erreichen

und sich endgültig

von den leidvollen Bereichen befreien.
Kommentar öffnen
Dieses Kapitel gehört zu den schönsten Stellen des gesamten Sutras.



Das Reine Land wird nicht gegen die Welt ausgespielt

Der Buddha sagt nicht:

Diese Welt ist wertlos.



Im Gegenteil.

Er sagt:

Gerade weil diese Welt schwierig ist,

besitzt Praxis hier einen besonderen Wert.



Das erinnert stark an Bodhisattva-Ideale.



Schwierigkeit als Gelegenheit

Im Reinen Land:

* wenig Hindernisse,
* wenig Versuchungen,
* wenig Konflikte.



In dieser Welt:

* viele Hindernisse,
* viele Versuchungen,
* viele Konflikte.



Deshalb kann hier

eine einzige gute Handlung

eine besondere Kraft besitzen.



Die eigentliche Bedeutung von „Verdienst“

Der Buddha spricht nicht von Belohnung.



Er spricht von:

Transformation unter schwierigen Bedingungen.



Gerade dort,

wo Hass möglich wäre,

Mitgefühl zu wählen,

ist bedeutsam.



Gerade dort,

wo Täuschung möglich wäre,

Wahrhaftigkeit zu wählen,

ist bedeutsam.



Verbindung zum Bodhisattva-Weg

Dieses Kapitel ist eine schöne Ergänzung zu Kapitel 46.

Dort hieß es:

Die Bodhisattvas kehren in die Welt zurück.



Hier erfahren wir warum.



Weil diese Welt

ein außergewöhnliches Feld der Übung ist.
中文原文
八端檢束分第五十一

佛言:「汝等當自端身,當自端心,耳、目、鼻、口、手、足,皆當自端束檢中外,無隨嗜欲;益作諸善,當布恩施德,不犯道禁,忍辱、精進、一心、智慧,展轉復相教化,使彼為德立善,慈心正意齋戒清淨;如是一晝夜,勝於阿彌陀佛剎中為善百歲。所以者何?以彼剎中無修營為,物皆自有,人悉為善,無毛髮之惡。於此修善十晝夜,勝於他方佛剎為善千歲。所以者何?他方佛剎悉皆為善,無造惡之所,故其福德亦皆自然。其次有世界,為善者多,為惡者少,亦有自然之物,不待修營。若此世界中,為惡極多,為善極少,不自修治物無自有,或轉相欺詒勞心苦形,如是怱務未嘗寧息。吾哀世人教誨切至,令超彼岸,永脫苦趣。」
Deutsch
Einundfünfzigster Abschnitt

Die achtfache Selbstzucht

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Ihr sollt euren Körper ordnen.

Ihr sollt euren Geist ordnen.



Ohren,

Augen,

Nase,

Mund,

Hände

und Füße

sollen beherrscht und geprüft werden.



Innerlich wie äußerlich

sollt ihr euch hüten,

den Begierden zu folgen.



Mehrt die heilsamen Handlungen.



Übt Großzügigkeit

und Güte.



Verletzt die Gebote nicht.



Übt:

* Geduld,
* Tatkraft,
* Sammlung,
* Weisheit.



Und lehrt einander wechselseitig.



Ermutigt andere,

Tugend zu entwickeln

und Gutes zu tun.



Pflegt Mitgefühl,

rechte Gesinnung,

ethische Reinheit

und Klarheit.



Wenn jemand dies

auch nur einen Tag und eine Nacht lang übt,

übertrifft sein Verdienst

hundert Jahre heilsamer Praxis

im Land Amitabhas.



Warum?



Weil im Reinen Land

nichts erarbeitet werden muss.



Alle Dinge sind dort bereits vorhanden.



Alle Wesen handeln heilsam.



Nicht einmal eine Spur von Bösem

ist dort zu finden.



Wenn man jedoch

in dieser Welt

zehn Tage und Nächte lang

heilsam handelt,

übertrifft dies

tausend Jahre heilsamer Praxis

in anderen Buddha-Ländern.



Warum?



Weil in vielen anderen Buddha-Ländern

alle Wesen bereits heilsam handeln.



Dort gibt es keine Bedingungen

für Unheilsamkeit.



Darum entstehen Verdienste dort

gleichsam von selbst.



In manchen Welten

gibt es überwiegend Gutes

und nur wenig Schlechtes.



Auch dort

sind viele Dinge von Natur aus vorhanden.



Doch in dieser Welt

ist das anders.



Hier gibt es viel Unheilsames

und nur wenig Heilsames.



Die Menschen müssen arbeiten,

um zu erhalten,

was sie brauchen.



Sie täuschen einander.



Sie erschöpfen Geist und Körper.



Sie leben in ständiger Unruhe.



Deshalb empfinde ich großes Mitgefühl

für die Menschen dieser Welt.



Darum lehre ich sie mit Nachdruck,

damit sie das andere Ufer erreichen

und sich endgültig

von den leidvollen Bereichen befreien.
Kommentar
Dieses Kapitel gehört zu den schönsten Stellen des gesamten Sutras.



Das Reine Land wird nicht gegen die Welt ausgespielt

Der Buddha sagt nicht:

Diese Welt ist wertlos.



Im Gegenteil.

Er sagt:

Gerade weil diese Welt schwierig ist,

besitzt Praxis hier einen besonderen Wert.



Das erinnert stark an Bodhisattva-Ideale.



Schwierigkeit als Gelegenheit

Im Reinen Land:

* wenig Hindernisse,
* wenig Versuchungen,
* wenig Konflikte.



In dieser Welt:

* viele Hindernisse,
* viele Versuchungen,
* viele Konflikte.



Deshalb kann hier

eine einzige gute Handlung

eine besondere Kraft besitzen.



Die eigentliche Bedeutung von „Verdienst“

Der Buddha spricht nicht von Belohnung.



Er spricht von:

Transformation unter schwierigen Bedingungen.



Gerade dort,

wo Hass möglich wäre,

Mitgefühl zu wählen,

ist bedeutsam.



Gerade dort,

wo Täuschung möglich wäre,

Wahrhaftigkeit zu wählen,

ist bedeutsam.



Verbindung zum Bodhisattva-Weg

Dieses Kapitel ist eine schöne Ergänzung zu Kapitel 46.

Dort hieß es:

Die Bodhisattvas kehren in die Welt zurück.



Hier erfahren wir warum.



Weil diese Welt

ein außergewöhnliches Feld der Übung ist.
88 #
眾見佛相分第五十二

佛告阿難:「汝起整衣、合掌恭敬,面西為阿彌陀佛作禮。」

阿難如教作禮,白佛言:「願見阿彌陀佛,及極樂世界,與諸菩薩、聲聞大眾。」說是語已,阿彌陀佛即放大光明,普照一切世界。其中所有悉皆不現,惟見佛光,猶如劫水彌滿世界。爾時阿難,見阿彌陀佛,容體巍巍如黃金山,高出一切諸世界上,相好光明無不照耀;會中四眾悉皆覩見。

佛言:「我說阿彌陀佛及諸菩薩、聲聞,及彼剎中自然七寶,及一切所有,與此相見有無異否?」

對言:「今此所見,與佛所言一無有異。」

爾時諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,皆覩見阿彌陀佛光明,莫不慈心喜悅。諸地獄、畜生、餓鬼,有拷治痛苦者,即皆解脫;諸盲者悉皆能視,聾者即皆能聽,瘖者即皆能言,僂者即皆能伸,跛蹇者即皆能趨,凡病者即皆痊愈,諸狂愚者即皆黠慧,婬泆者皆修梵行,瞋恨者皆慈和為善,有被毒者毒皆不行,鐘、鼓、琴、瑟、箜篌樂器,諸伎不鼓自成五音之聲;婦女珠瓔,亦皆自然震響。百鳥、畜獸皆自然歡鳴,當此之時莫不喜悅,咸得過度。
Zweiundfünfzigster Abschnitt

Die Versammlung erblickt Amitabha

Rohübersetzung

Der Buddha sprach zu Ananda:

Erhebe dich.

Ordne deine Gewänder.

Falte die Hände ehrfürchtig.

Wende dich nach Westen

und verneige dich vor Amitabha Buddha.



Ananda tat,

wie der Buddha es angewiesen hatte.

Dann sprach er:

Ich wünsche,

Amitabha Buddha zu sehen,

ebenso die Welt der Höchsten Glückseligkeit

und die große Versammlung

der Bodhisattvas und Śrāvakas.



Kaum hatte er dies ausgesprochen,

strahlte Amitabha Buddha

ein gewaltiges Licht aus.



Dieses Licht

durchdrang alle Welten.



Alles andere

verschwand vor dem Blick.



Nur das Licht des Buddha blieb sichtbar.



Es war,

als würde das Wasser einer Kalpa-Flut

die ganze Welt erfüllen.



Da erblickte Ananda

Amitabha Buddha.



Sein Körper war erhaben

wie ein goldener Berg.



Er überragte alle Welten.



Seine Merkmale,

sein Licht

und seine Herrlichkeit

erfüllten alle Richtungen.



Die gesamte vierfache Versammlung

sah dies.



Der Buddha sprach:

Entspricht das,

was ihr nun seht,

dem,

was ich euch beschrieben habe?

Amitabha Buddha,

die Bodhisattvas,

die Śrāvakas,

die sieben Kostbarkeiten

und alles übrige?



Sie antworteten:

Weltgeehrter,

alles entspricht genau deinen Worten.

Es gibt keinen Unterschied.



Die Wirkung des Lichtes

Zu jener Zeit

erblickten die Götter,

die Menschen

und selbst die kleinsten Lebewesen

das Licht Amitabhas.



Alle wurden

von Freude

und Mitgefühl erfüllt.



Die Wesen in den Höllen,

die Tiere

und die hungrigen Geister,

die unter Strafen litten,

wurden befreit.



Die Blinden

konnten sehen.



Die Tauben

konnten hören.



Die Stummen

konnten sprechen.



Die Verkrümmten

konnten sich aufrichten.



Die Lahmen

konnten gehen.



Die Kranken

wurden gesund.



Die Verwirrten

wurden verständig.



Die von Begierde Beherrschten

übten reine Lebensführung.



Die Zornigen

wurden sanft

und freundlich.



Gifte verloren ihre Wirkung.



Glocken,

Trommeln,

Zithern,

Lauten

und andere Instrumente

erzeugten von selbst harmonische Klänge.



Die Juwelenketten der Frauen

begannen von selbst zu klingen.



Vögel

und Tiere

stimmten freudige Laute an.



Zu jener Zeit

waren alle Wesen voller Freude.
Kommentar öffnen
Dieses Kapitel besitzt zwei Ebenen.



Die äußere Ebene

Die Versammlung sieht:

* Amitabha,
* das Reine Land,
* die Bodhisattvas,
* die Herrlichkeit des Landes.



Die Lehre wird sichtbar.



Die innere Ebene

Noch wichtiger ist die Wirkung des Lichtes.



Fast jede Zeile beschreibt

eine Form von Heilung:

* Blindheit → Sehen
* Taubheit → Hören
* Stummheit → Sprechen
* Krankheit → Gesundheit
* Verblendung → Weisheit
* Begierde → Reinheit
* Hass → Mitgefühl



Man kann dies wörtlich lesen.

Man kann es auch symbolisch lesen.



Das Licht des Buddha

heilt genau jene Zustände,

die das Sutra zuvor

als die Leiden Samsaras beschrieben hat.



Die Welt wird zur Musik

Der Schluss erinnert an frühere Kapitel:

* Instrumente erklingen von selbst.
* Schmuck klingt von selbst.
* Vögel singen von selbst.



Die ganze Welt wird erneut

zum Dharma-Klang.

Dieses Kapitel wirkt fast wie eine direkte Antwort auf Anandas ursprüngliche Frage ganz am Anfang des Sutras:

Warum strahlt der Buddha heute so?

Nach vielen Rollen voller Gelübde, Praxis, Weisheit und Mitgefühl erscheint nun das Licht selbst. Und die Wirkung dieses Lichtes ist nicht Bewunderung, sondern Verwandlung. Alles, was blind, taub, verwirrt oder verhärtet war, beginnt sich zu öffnen. Das ist vielleicht die eigentliche Bedeutung von Amitabhas Licht im gesamten Sutra.
中文原文
眾見佛相分第五十二

佛告阿難:「汝起整衣、合掌恭敬,面西為阿彌陀佛作禮。」

阿難如教作禮,白佛言:「願見阿彌陀佛,及極樂世界,與諸菩薩、聲聞大眾。」說是語已,阿彌陀佛即放大光明,普照一切世界。其中所有悉皆不現,惟見佛光,猶如劫水彌滿世界。爾時阿難,見阿彌陀佛,容體巍巍如黃金山,高出一切諸世界上,相好光明無不照耀;會中四眾悉皆覩見。

佛言:「我說阿彌陀佛及諸菩薩、聲聞,及彼剎中自然七寶,及一切所有,與此相見有無異否?」

對言:「今此所見,與佛所言一無有異。」

爾時諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,皆覩見阿彌陀佛光明,莫不慈心喜悅。諸地獄、畜生、餓鬼,有拷治痛苦者,即皆解脫;諸盲者悉皆能視,聾者即皆能聽,瘖者即皆能言,僂者即皆能伸,跛蹇者即皆能趨,凡病者即皆痊愈,諸狂愚者即皆黠慧,婬泆者皆修梵行,瞋恨者皆慈和為善,有被毒者毒皆不行,鐘、鼓、琴、瑟、箜篌樂器,諸伎不鼓自成五音之聲;婦女珠瓔,亦皆自然震響。百鳥、畜獸皆自然歡鳴,當此之時莫不喜悅,咸得過度。
Deutsch
Zweiundfünfzigster Abschnitt

Die Versammlung erblickt Amitabha

Rohübersetzung

Der Buddha sprach zu Ananda:

Erhebe dich.

Ordne deine Gewänder.

Falte die Hände ehrfürchtig.

Wende dich nach Westen

und verneige dich vor Amitabha Buddha.



Ananda tat,

wie der Buddha es angewiesen hatte.

Dann sprach er:

Ich wünsche,

Amitabha Buddha zu sehen,

ebenso die Welt der Höchsten Glückseligkeit

und die große Versammlung

der Bodhisattvas und Śrāvakas.



Kaum hatte er dies ausgesprochen,

strahlte Amitabha Buddha

ein gewaltiges Licht aus.



Dieses Licht

durchdrang alle Welten.



Alles andere

verschwand vor dem Blick.



Nur das Licht des Buddha blieb sichtbar.



Es war,

als würde das Wasser einer Kalpa-Flut

die ganze Welt erfüllen.



Da erblickte Ananda

Amitabha Buddha.



Sein Körper war erhaben

wie ein goldener Berg.



Er überragte alle Welten.



Seine Merkmale,

sein Licht

und seine Herrlichkeit

erfüllten alle Richtungen.



Die gesamte vierfache Versammlung

sah dies.



Der Buddha sprach:

Entspricht das,

was ihr nun seht,

dem,

was ich euch beschrieben habe?

Amitabha Buddha,

die Bodhisattvas,

die Śrāvakas,

die sieben Kostbarkeiten

und alles übrige?



Sie antworteten:

Weltgeehrter,

alles entspricht genau deinen Worten.

Es gibt keinen Unterschied.



Die Wirkung des Lichtes

Zu jener Zeit

erblickten die Götter,

die Menschen

und selbst die kleinsten Lebewesen

das Licht Amitabhas.



Alle wurden

von Freude

und Mitgefühl erfüllt.



Die Wesen in den Höllen,

die Tiere

und die hungrigen Geister,

die unter Strafen litten,

wurden befreit.



Die Blinden

konnten sehen.



Die Tauben

konnten hören.



Die Stummen

konnten sprechen.



Die Verkrümmten

konnten sich aufrichten.



Die Lahmen

konnten gehen.



Die Kranken

wurden gesund.



Die Verwirrten

wurden verständig.



Die von Begierde Beherrschten

übten reine Lebensführung.



Die Zornigen

wurden sanft

und freundlich.



Gifte verloren ihre Wirkung.



Glocken,

Trommeln,

Zithern,

Lauten

und andere Instrumente

erzeugten von selbst harmonische Klänge.



Die Juwelenketten der Frauen

begannen von selbst zu klingen.



Vögel

und Tiere

stimmten freudige Laute an.



Zu jener Zeit

waren alle Wesen voller Freude.
Kommentar
Dieses Kapitel besitzt zwei Ebenen.



Die äußere Ebene

Die Versammlung sieht:

* Amitabha,
* das Reine Land,
* die Bodhisattvas,
* die Herrlichkeit des Landes.



Die Lehre wird sichtbar.



Die innere Ebene

Noch wichtiger ist die Wirkung des Lichtes.



Fast jede Zeile beschreibt

eine Form von Heilung:

* Blindheit → Sehen
* Taubheit → Hören
* Stummheit → Sprechen
* Krankheit → Gesundheit
* Verblendung → Weisheit
* Begierde → Reinheit
* Hass → Mitgefühl



Man kann dies wörtlich lesen.

Man kann es auch symbolisch lesen.



Das Licht des Buddha

heilt genau jene Zustände,

die das Sutra zuvor

als die Leiden Samsaras beschrieben hat.



Die Welt wird zur Musik

Der Schluss erinnert an frühere Kapitel:

* Instrumente erklingen von selbst.
* Schmuck klingt von selbst.
* Vögel singen von selbst.



Die ganze Welt wird erneut

zum Dharma-Klang.

Dieses Kapitel wirkt fast wie eine direkte Antwort auf Anandas ursprüngliche Frage ganz am Anfang des Sutras:

Warum strahlt der Buddha heute so?

Nach vielen Rollen voller Gelübde, Praxis, Weisheit und Mitgefühl erscheint nun das Licht selbst. Und die Wirkung dieses Lichtes ist nicht Bewunderung, sondern Verwandlung. Alles, was blind, taub, verwirrt oder verhärtet war, beginnt sich zu öffnen. Das ist vielleicht die eigentliche Bedeutung von Amitabhas Licht im gesamten Sutra.
89 #
疑城胎生分第五十三

佛告彌勒:「汝見彼剎有胎生否?」

對云:「見胎生者,所處宮殿,或百由旬,或五百由旬,各於其中受諸快樂,如忉利天人。何因緣故彼剎而有胎生?」

佛言:「若有眾生,修諸功德願生彼剎,後有悔心亦復疑惑,不信有彼佛剎,不信有往生者;亦不信布施作善後世得福。其人雖爾,續有念心,暫信暫不信,志意猶豫無所專據。臨命終時,佛乃化現其身,令彼目見。口雖不能言,其心即喜,乃悔不免作諸善;以悔過故其過差少,亦生彼剎,惟不能前至佛所。方入邊地見七寶城,即入其中,於蓮華中生,受身自然長大,飲食亦皆自然,其快樂如忉利天人。惟於城中經五百歲,不得見佛,不聞經法,不見菩薩、聲聞聖眾,無由供養於佛,修習菩薩功德,以此為苦示其小謫,是故彼剎名為胎生。當知生疑惑者失大利益,若有眾生信受經法,奉持齋戒,作諸功德,至心迴向,命終即於七寶池中蓮華中生,跏趺而坐,須臾之間,身相光明智慧威神如諸菩薩,安得名為胎生?他方諸大菩薩,發心欲見阿彌陀佛,及諸菩薩、聲聞,恭敬供養,命終徑於極樂世界七寶蓮華中化生,自然即時見佛,安得名為胎生?」
Dreiundfünfzigster Abschnitt

Die Grenzstadt und die Lotosgeburt

Rohübersetzung

Der Buddha sprach zu Maitreya:

Siehst du in jenem Land

auch Wesen,

die durch eine Art „Geburt im Mutterleib“

erscheinen?

Maitreya antwortete:

Ja.

Ich sehe solche Wesen.

Sie wohnen in Palästen,

die hundert,

fünfhundert

oder noch mehr Yojanas groß sind.

Dort genießen sie viele Freuden,

ähnlich den Göttern des Trayastrimsha-Himmels.

Was ist die Ursache

für diese Art der Geburt?



Der Buddha sprach:

Es gibt Wesen,

die Verdienste sammeln

und die Geburt im Reinen Land wünschen.

Später entstehen jedoch Zweifel.

Sie glauben nicht vollständig,

dass dieses Buddha-Land wirklich existiert.

Sie glauben nicht vollständig,

dass Wiedergeburt dort möglich ist.

Sie glauben nicht vollständig,

dass Großzügigkeit und gutes Handeln

zukünftige Früchte hervorbringen.



Zwar besitzen sie weiterhin Vertrauen,

doch dieses Vertrauen ist nicht beständig.

Mal glauben sie.

Mal zweifeln sie.

Ihr Herz bleibt unentschlossen.



Wenn ihr Lebensende naht,

erscheint der Buddha vor ihnen.

Sie sehen ihn.

Obwohl sie nicht sprechen können,

entsteht Freude in ihrem Herzen.

Sie bereuen ihre Zweifel

und erinnern sich an ihre guten Taten.



Aufgrund dieser Reue

werden ihre Hindernisse gemildert.

Auch sie gelangen ins Reine Land.

Doch sie können nicht unmittelbar

vor den Buddha treten.



Sie gelangen zunächst

in die Grenzbereiche des Landes.

Dort sehen sie eine Stadt

aus sieben Kostbarkeiten.

Sie treten ein

und werden in einer Lotosblume geboren.



Ihr Körper wächst dort

auf natürliche Weise heran.

Nahrung erscheint von selbst.

Die Freude gleicht jener

der Himmelswesen.



Doch während fünfhundert Jahren

sehen sie den Buddha nicht.

Sie hören den Dharma nicht.

Sie sehen keine Bodhisattvas.

Sie sehen keine Śrāvakas.

Sie können keine Opfergaben darbringen.

Sie können die Bodhisattva-Tugenden

nicht vertiefen.



Dies empfinden sie als Einschränkung.

Darum nennt man dies

„Geburt im Mutterleib“.



Versteht also:

Wer zweifelt,

verliert großen Nutzen.



Wer hingegen

den Dharma annimmt,

die Gebote bewahrt,

Verdienste sammelt

und sie aufrichtig widmet,

wird nach dem Tod

unmittelbar

in einer Lotosblume

im Teich der sieben Kostbarkeiten geboren.



Schon nach kurzer Zeit

besitzt er Licht,

Weisheit,

Würde

und Kraft

wie die Bodhisattvas.

Wie könnte man dies

„Geburt im Mutterleib“ nennen?



Ebenso werden große Bodhisattvas

aus anderen Welten,

die Amitabha sehen möchten,

ihm Opfergaben darbringen

und ihn verehren,

unmittelbar

in einer Lotosblume geboren.

Sie sehen den Buddha sofort.

Auch dies ist keine Geburt im Mutterleib.
Kommentar öffnen
Dieses Kapitel ist außergewöhnlich.

Denn es vermeidet zwei Extreme.



Nicht: Alles oder Nichts

Der Buddha sagt nicht:

Wer zweifelt,
ist verloren.



Und er sagt auch nicht:

Zweifel spielt keine Rolle.



Sondern:

Zweifel begrenzt die Frucht.



Das ist eine sehr differenzierte Sicht.



Die eigentliche Strafe

Bemerkenswert:

Es gibt keine äußere Bestrafung.



Die Wesen leben:

* in Juwelenpalästen,
* in Freude,
* in Sicherheit.



Ihr Leiden besteht nur darin,

dass sie den Buddha nicht sehen

und den Dharma nicht hören können.



Aus Mahayana-Sicht

ist das bereits ein großer Verlust.



Die tiefere Bedeutung

Die Grenzstadt kann auch symbolisch gelesen werden.



Wer zweifelt,

steht gewissermaßen

vor dem Dharma,

aber noch nicht ganz in ihm.



Die Tür ist bereits offen.



Doch das Herz

tritt noch nicht vollständig hindurch.

Dieses Kapitel ist eines der menschlichsten des ganzen Sutras. Es erkennt an, dass Vertrauen oft nicht vollkommen ist. Die Menschen schwanken, hoffen, zweifeln und hoffen wieder. Der Buddha verwirft sie deshalb nicht. Aber er zeigt, dass Zweifel Folgen hat. Nicht als Strafe, sondern als Schleier. Die Tür bleibt offen – doch wer zögert, braucht länger, um den Buddha vollständig zu sehen. Das passt sehr gut zu einem Grundthema des Mahayana: Nicht der Buddha entfernt sich von den Wesen. Oft sind es die Schleier der Wesen, die die Sicht verdecken.
中文原文
疑城胎生分第五十三

佛告彌勒:「汝見彼剎有胎生否?」

對云:「見胎生者,所處宮殿,或百由旬,或五百由旬,各於其中受諸快樂,如忉利天人。何因緣故彼剎而有胎生?」

佛言:「若有眾生,修諸功德願生彼剎,後有悔心亦復疑惑,不信有彼佛剎,不信有往生者;亦不信布施作善後世得福。其人雖爾,續有念心,暫信暫不信,志意猶豫無所專據。臨命終時,佛乃化現其身,令彼目見。口雖不能言,其心即喜,乃悔不免作諸善;以悔過故其過差少,亦生彼剎,惟不能前至佛所。方入邊地見七寶城,即入其中,於蓮華中生,受身自然長大,飲食亦皆自然,其快樂如忉利天人。惟於城中經五百歲,不得見佛,不聞經法,不見菩薩、聲聞聖眾,無由供養於佛,修習菩薩功德,以此為苦示其小謫,是故彼剎名為胎生。當知生疑惑者失大利益,若有眾生信受經法,奉持齋戒,作諸功德,至心迴向,命終即於七寶池中蓮華中生,跏趺而坐,須臾之間,身相光明智慧威神如諸菩薩,安得名為胎生?他方諸大菩薩,發心欲見阿彌陀佛,及諸菩薩、聲聞,恭敬供養,命終徑於極樂世界七寶蓮華中化生,自然即時見佛,安得名為胎生?」
Deutsch
Dreiundfünfzigster Abschnitt

Die Grenzstadt und die Lotosgeburt

Rohübersetzung

Der Buddha sprach zu Maitreya:

Siehst du in jenem Land

auch Wesen,

die durch eine Art „Geburt im Mutterleib“

erscheinen?

Maitreya antwortete:

Ja.

Ich sehe solche Wesen.

Sie wohnen in Palästen,

die hundert,

fünfhundert

oder noch mehr Yojanas groß sind.

Dort genießen sie viele Freuden,

ähnlich den Göttern des Trayastrimsha-Himmels.

Was ist die Ursache

für diese Art der Geburt?



Der Buddha sprach:

Es gibt Wesen,

die Verdienste sammeln

und die Geburt im Reinen Land wünschen.

Später entstehen jedoch Zweifel.

Sie glauben nicht vollständig,

dass dieses Buddha-Land wirklich existiert.

Sie glauben nicht vollständig,

dass Wiedergeburt dort möglich ist.

Sie glauben nicht vollständig,

dass Großzügigkeit und gutes Handeln

zukünftige Früchte hervorbringen.



Zwar besitzen sie weiterhin Vertrauen,

doch dieses Vertrauen ist nicht beständig.

Mal glauben sie.

Mal zweifeln sie.

Ihr Herz bleibt unentschlossen.



Wenn ihr Lebensende naht,

erscheint der Buddha vor ihnen.

Sie sehen ihn.

Obwohl sie nicht sprechen können,

entsteht Freude in ihrem Herzen.

Sie bereuen ihre Zweifel

und erinnern sich an ihre guten Taten.



Aufgrund dieser Reue

werden ihre Hindernisse gemildert.

Auch sie gelangen ins Reine Land.

Doch sie können nicht unmittelbar

vor den Buddha treten.



Sie gelangen zunächst

in die Grenzbereiche des Landes.

Dort sehen sie eine Stadt

aus sieben Kostbarkeiten.

Sie treten ein

und werden in einer Lotosblume geboren.



Ihr Körper wächst dort

auf natürliche Weise heran.

Nahrung erscheint von selbst.

Die Freude gleicht jener

der Himmelswesen.



Doch während fünfhundert Jahren

sehen sie den Buddha nicht.

Sie hören den Dharma nicht.

Sie sehen keine Bodhisattvas.

Sie sehen keine Śrāvakas.

Sie können keine Opfergaben darbringen.

Sie können die Bodhisattva-Tugenden

nicht vertiefen.



Dies empfinden sie als Einschränkung.

Darum nennt man dies

„Geburt im Mutterleib“.



Versteht also:

Wer zweifelt,

verliert großen Nutzen.



Wer hingegen

den Dharma annimmt,

die Gebote bewahrt,

Verdienste sammelt

und sie aufrichtig widmet,

wird nach dem Tod

unmittelbar

in einer Lotosblume

im Teich der sieben Kostbarkeiten geboren.



Schon nach kurzer Zeit

besitzt er Licht,

Weisheit,

Würde

und Kraft

wie die Bodhisattvas.

Wie könnte man dies

„Geburt im Mutterleib“ nennen?



Ebenso werden große Bodhisattvas

aus anderen Welten,

die Amitabha sehen möchten,

ihm Opfergaben darbringen

und ihn verehren,

unmittelbar

in einer Lotosblume geboren.

Sie sehen den Buddha sofort.

Auch dies ist keine Geburt im Mutterleib.
Kommentar
Dieses Kapitel ist außergewöhnlich.

Denn es vermeidet zwei Extreme.



Nicht: Alles oder Nichts

Der Buddha sagt nicht:

Wer zweifelt,
ist verloren.



Und er sagt auch nicht:

Zweifel spielt keine Rolle.



Sondern:

Zweifel begrenzt die Frucht.



Das ist eine sehr differenzierte Sicht.



Die eigentliche Strafe

Bemerkenswert:

Es gibt keine äußere Bestrafung.



Die Wesen leben:

* in Juwelenpalästen,
* in Freude,
* in Sicherheit.



Ihr Leiden besteht nur darin,

dass sie den Buddha nicht sehen

und den Dharma nicht hören können.



Aus Mahayana-Sicht

ist das bereits ein großer Verlust.



Die tiefere Bedeutung

Die Grenzstadt kann auch symbolisch gelesen werden.



Wer zweifelt,

steht gewissermaßen

vor dem Dharma,

aber noch nicht ganz in ihm.



Die Tür ist bereits offen.



Doch das Herz

tritt noch nicht vollständig hindurch.

Dieses Kapitel ist eines der menschlichsten des ganzen Sutras. Es erkennt an, dass Vertrauen oft nicht vollkommen ist. Die Menschen schwanken, hoffen, zweifeln und hoffen wieder. Der Buddha verwirft sie deshalb nicht. Aber er zeigt, dass Zweifel Folgen hat. Nicht als Strafe, sondern als Schleier. Die Tür bleibt offen – doch wer zögert, braucht länger, um den Buddha vollständig zu sehen. Das passt sehr gut zu einem Grundthema des Mahayana: Nicht der Buddha entfernt sich von den Wesen. Oft sind es die Schleier der Wesen, die die Sicht verdecken.
90 #
菩薩往生分第五十四

彌勒復白佛言:「世尊!於此世界,有幾何不退轉地菩薩,往生阿彌陀佛剎?」

佛言:「此世界有七百二十億不退轉地菩薩,往生彼剎。一一菩薩已曾供養無央數佛,以此如彌勒者,皆當作佛。及諸小菩薩,及修習少功德者,不可勝計,皆當往生。不但我剎諸菩薩等往生於彼,他方佛剎亦復如是。其第一佛名光遠照,有八十億菩薩,皆當往生。第二佛名寶藏,有九十億菩薩,皆當往生。第三佛名無量音,有二百二十億菩薩,皆當往生。第四佛名無極光明,有二百五十億菩薩,皆當往生。第五佛名龍勝,有六百億菩薩,皆當往生。第六佛名勇光,有萬四千菩薩,皆當往生。第七佛名具足交絡,有十四億菩薩,皆當往生。第八佛名離垢光,有八十億菩薩,皆當往生。第九佛名德首,有八百一十億菩薩,皆當往生。第十佛名妙德山,有萬億菩薩,皆當往生。第十一佛名慧辯,有十億菩薩,皆當往生。第十二佛名無上華,有無數不可稱計菩薩,其地皆不退轉,智慧勇猛,已曾供養無量諸佛,於七日中,即能攝取百千億劫大士所修堅固之法,斯等菩薩皆當往生。第十三佛名樂大妙音,有七百九十億大菩薩,諸小菩薩及比丘等不可稱計,皆當往生。不特此十四剎中諸菩薩眾皆當往生,十方無量佛剎中,其往生者甚多無數,不可復計。我但說十方無央數佛名號,晝夜一劫尚未能盡,況其菩薩當往生者。今為汝等,乃略言之。」
Vierundfünfzigster Abschnitt

Die Bodhisattvas, die im Reinen Land geboren werden

Rohübersetzung

Da fragte Maitreya den Buddha:

Weltgeehrter!

Wie viele Bodhisattvas,

die bereits die Stufe des Nicht-Zurückfallens erreicht haben,

werden aus dieser Welt

im Land Amitabhas geboren?



Der Buddha sprach:

In dieser Welt

gibt es siebenhundertzwanzig Milliarden Bodhisattvas

auf der Stufe des Nicht-Zurückfallens,

die im Land Amitabhas geboren werden.

Jeder von ihnen

hat bereits unzählige Buddhas verehrt.

So wie du, Maitreya,

werden sie alle Buddhas werden.



Dazu kommen noch

zahllose weitere Bodhisattvas

sowie viele Wesen,

die bisher nur wenige Verdienste angesammelt haben.

Auch sie werden dort geboren.



Und nicht nur aus dieser Welt.

Auch aus anderen Buddha-Ländern

geschieht dies in gleicher Weise.



Dann nennt der Buddha eine Reihe von Buddha-Ländern:

* Buddha Licht, das in die Ferne scheint (光遠照佛)
* Buddha Schatzspeicher (寶藏佛)
* Buddha Unermesslicher Klang (無量音佛)
* Buddha Grenzenloses Licht (無極光明佛)
* Buddha Drachen-Sieg (龍勝佛)
* Buddha Mutiges Licht (勇光佛)
* Buddha Vollkommene Juwelen-Verflechtung (具足交絡佛)
* Buddha Reines Licht (離垢光佛)
* Buddha Haupt der Tugend (德首佛)
* Buddha Berg wunderbarer Tugend (妙德山佛)
* Buddha Weisheits-Beredsamkeit (慧辯佛)
* Buddha Höchste Blüte (無上華佛)
* Buddha Große wunderbare Freude am Klang (樂大妙音佛)



Aus jedem dieser Buddha-Länder

werden zahllose Bodhisattvas

im Reinen Land geboren.



Manche zählen Milliarden.

Manche sind unzählbar.



Besonders erwähnt werden Bodhisattvas,

die bereits nicht zurückfallen,

große Weisheit besitzen

und zahllose Buddhas verehrt haben.



Selbst sie streben die Geburt

im Reinen Land Amitabhas an.



Der Buddha sprach:

Und dies sind nur einige wenige Beispiele.

Würde ich die Buddhas der zehn Richtungen aufzählen,

bräuchte ich Tag und Nacht

ein ganzes Kalpa lang,

ohne ans Ende zu gelangen.

Wie viel weniger ließe sich die Zahl der Bodhisattvas ermessen,

die dort geboren werden.
Kommentar öffnen
Dieses Kapitel korrigiert ein häufiges Missverständnis.



Das Reine Land ist nicht nur für Anfänger

Man könnte denken:

Das Reine Land ist für Menschen,
die Schwierigkeiten haben.



Der Buddha sagt hier:

Selbst große Bodhisattvas
streben dorthin.



Das verändert die Perspektive völlig.



Warum?

Die Antwort wurde bereits in den vorherigen Kapiteln vorbereitet:

Im Reinen Land gibt es:

* keine Rückfälle,
* keine falschen Wege,
* keine Ablenkung,
* unmittelbaren Zugang zum Dharma,
* unmittelbare Nähe zu Buddhas und Bodhisattvas.



Es ist daher

ein ideales Feld

für die Vollendung des Bodhisattva-Weges.



Die eigentliche Aussage

Der Buddha zählt viele Buddha-Länder auf.

Doch die Zahlen selbst sind nicht entscheidend.



Die Aussage lautet:

Selbst die Besten

suchen diesen Weg.



Das ist die eigentliche Würdigung Amitabhas.

Dieses Kapitel ist besonders wertvoll, weil es die Rolle des Reinen Landes neu beleuchtet. Nach vielen Kapiteln über Rettung und Befreiung zeigt der Buddha nun: Das Reine Land ist nicht nur ein Zufluchtsort für Leidende. Es ist zugleich ein Zentrum der Bodhisattva-Praxis, das selbst große und weit fortgeschrittene Bodhisattvas anzieht. Dadurch wird Sukhavati endgültig als Mahayana-Buddha-Feld sichtbar – nicht als Endpunkt, sondern als Ort der Vollendung und des weiteren Wirkens.
中文原文
菩薩往生分第五十四

彌勒復白佛言:「世尊!於此世界,有幾何不退轉地菩薩,往生阿彌陀佛剎?」

佛言:「此世界有七百二十億不退轉地菩薩,往生彼剎。一一菩薩已曾供養無央數佛,以此如彌勒者,皆當作佛。及諸小菩薩,及修習少功德者,不可勝計,皆當往生。不但我剎諸菩薩等往生於彼,他方佛剎亦復如是。其第一佛名光遠照,有八十億菩薩,皆當往生。第二佛名寶藏,有九十億菩薩,皆當往生。第三佛名無量音,有二百二十億菩薩,皆當往生。第四佛名無極光明,有二百五十億菩薩,皆當往生。第五佛名龍勝,有六百億菩薩,皆當往生。第六佛名勇光,有萬四千菩薩,皆當往生。第七佛名具足交絡,有十四億菩薩,皆當往生。第八佛名離垢光,有八十億菩薩,皆當往生。第九佛名德首,有八百一十億菩薩,皆當往生。第十佛名妙德山,有萬億菩薩,皆當往生。第十一佛名慧辯,有十億菩薩,皆當往生。第十二佛名無上華,有無數不可稱計菩薩,其地皆不退轉,智慧勇猛,已曾供養無量諸佛,於七日中,即能攝取百千億劫大士所修堅固之法,斯等菩薩皆當往生。第十三佛名樂大妙音,有七百九十億大菩薩,諸小菩薩及比丘等不可稱計,皆當往生。不特此十四剎中諸菩薩眾皆當往生,十方無量佛剎中,其往生者甚多無數,不可復計。我但說十方無央數佛名號,晝夜一劫尚未能盡,況其菩薩當往生者。今為汝等,乃略言之。」
Deutsch
Vierundfünfzigster Abschnitt

Die Bodhisattvas, die im Reinen Land geboren werden

Rohübersetzung

Da fragte Maitreya den Buddha:

Weltgeehrter!

Wie viele Bodhisattvas,

die bereits die Stufe des Nicht-Zurückfallens erreicht haben,

werden aus dieser Welt

im Land Amitabhas geboren?



Der Buddha sprach:

In dieser Welt

gibt es siebenhundertzwanzig Milliarden Bodhisattvas

auf der Stufe des Nicht-Zurückfallens,

die im Land Amitabhas geboren werden.

Jeder von ihnen

hat bereits unzählige Buddhas verehrt.

So wie du, Maitreya,

werden sie alle Buddhas werden.



Dazu kommen noch

zahllose weitere Bodhisattvas

sowie viele Wesen,

die bisher nur wenige Verdienste angesammelt haben.

Auch sie werden dort geboren.



Und nicht nur aus dieser Welt.

Auch aus anderen Buddha-Ländern

geschieht dies in gleicher Weise.



Dann nennt der Buddha eine Reihe von Buddha-Ländern:

* Buddha Licht, das in die Ferne scheint (光遠照佛)
* Buddha Schatzspeicher (寶藏佛)
* Buddha Unermesslicher Klang (無量音佛)
* Buddha Grenzenloses Licht (無極光明佛)
* Buddha Drachen-Sieg (龍勝佛)
* Buddha Mutiges Licht (勇光佛)
* Buddha Vollkommene Juwelen-Verflechtung (具足交絡佛)
* Buddha Reines Licht (離垢光佛)
* Buddha Haupt der Tugend (德首佛)
* Buddha Berg wunderbarer Tugend (妙德山佛)
* Buddha Weisheits-Beredsamkeit (慧辯佛)
* Buddha Höchste Blüte (無上華佛)
* Buddha Große wunderbare Freude am Klang (樂大妙音佛)



Aus jedem dieser Buddha-Länder

werden zahllose Bodhisattvas

im Reinen Land geboren.



Manche zählen Milliarden.

Manche sind unzählbar.



Besonders erwähnt werden Bodhisattvas,

die bereits nicht zurückfallen,

große Weisheit besitzen

und zahllose Buddhas verehrt haben.



Selbst sie streben die Geburt

im Reinen Land Amitabhas an.



Der Buddha sprach:

Und dies sind nur einige wenige Beispiele.

Würde ich die Buddhas der zehn Richtungen aufzählen,

bräuchte ich Tag und Nacht

ein ganzes Kalpa lang,

ohne ans Ende zu gelangen.

Wie viel weniger ließe sich die Zahl der Bodhisattvas ermessen,

die dort geboren werden.
Kommentar
Dieses Kapitel korrigiert ein häufiges Missverständnis.



Das Reine Land ist nicht nur für Anfänger

Man könnte denken:

Das Reine Land ist für Menschen,
die Schwierigkeiten haben.



Der Buddha sagt hier:

Selbst große Bodhisattvas
streben dorthin.



Das verändert die Perspektive völlig.



Warum?

Die Antwort wurde bereits in den vorherigen Kapiteln vorbereitet:

Im Reinen Land gibt es:

* keine Rückfälle,
* keine falschen Wege,
* keine Ablenkung,
* unmittelbaren Zugang zum Dharma,
* unmittelbare Nähe zu Buddhas und Bodhisattvas.



Es ist daher

ein ideales Feld

für die Vollendung des Bodhisattva-Weges.



Die eigentliche Aussage

Der Buddha zählt viele Buddha-Länder auf.

Doch die Zahlen selbst sind nicht entscheidend.



Die Aussage lautet:

Selbst die Besten

suchen diesen Weg.



Das ist die eigentliche Würdigung Amitabhas.

Dieses Kapitel ist besonders wertvoll, weil es die Rolle des Reinen Landes neu beleuchtet. Nach vielen Kapiteln über Rettung und Befreiung zeigt der Buddha nun: Das Reine Land ist nicht nur ein Zufluchtsort für Leidende. Es ist zugleich ein Zentrum der Bodhisattva-Praxis, das selbst große und weit fortgeschrittene Bodhisattvas anzieht. Dadurch wird Sukhavati endgültig als Mahayana-Buddha-Feld sichtbar – nicht als Endpunkt, sondern als Ort der Vollendung und des weiteren Wirkens.
91 #
聞法因緣分第五十五

佛言:「世間人民前世為善,乃得聞阿彌陀佛名號功德,若慈心喜悅志意清淨,毛髮聳然淚即出者,皆前世嘗行佛道,或他方佛所嘗為菩薩,固非凡人。若不信心,亦不信佛語者,乃惡道中來,餘殃未盡,愚癡不解,未當解脫。多有菩薩,欲聞此經而不得聞;若得聞者,於無上道永不退轉,故當信受、讀誦、如說修行。吾今為汝等說此經典,令見阿彌陀佛及其國土,與一切所有所當為者,必勉為之。當來之世經道滅盡,我以慈悲哀愍,特留此經百歲,眾生值遇無不得度。若有眾生,於此經典書寫、供養、受持、讀誦、為人演說,乃至晝夜思惟佛剎,及佛身功德。臨壽終時,佛與聖眾現其人前,經須臾間,即生彼剎。」
Fünfundfünfzigster Abschnitt

Die Ursachen, den Dharma zu hören

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Die Menschen dieser Welt

können die Verdienste

und den Namen Amitabha Buddhas hören,

weil sie in früheren Leben

heilsame Ursachen geschaffen haben.



Wenn jemand

mitfühlendes Herz entwickelt,

Freude empfindet,

sein Geist rein wird,

sich die Haare aufrichten

und Tränen hervortreten,

dann hat ein solcher Mensch

bereits in früheren Leben

den Buddha-Weg geübt.



Oder er war

in anderen Buddha-Ländern

bereits ein Bodhisattva.



Ein solcher Mensch

ist keineswegs gewöhnlich.



Wer jedoch

kein Vertrauen entwickelt

und den Worten des Buddha nicht glaubt,

stammt aus leidvollen Bereichen.



Die Folgen früherer Verblendung

sind noch nicht erschöpft.



Er ist von Unwissenheit bedeckt

und noch nicht bereit,

Befreiung zu erlangen.



Es gibt viele Bodhisattvas,

die dieses Sutra hören möchten,

es aber nicht hören können.



Wenn jemand es hört,

wird er auf dem höchsten Weg

niemals mehr zurückfallen.



Darum solltet ihr:

* Vertrauen entwickeln,
* es annehmen,
* es lesen,
* es rezitieren,
* es entsprechend seiner Bedeutung praktizieren.



Ich lehre euch dieses Sutra,

damit ihr Amitabha Buddha,

sein Reines Land

und alles,

was dort verwirklicht wurde,

kennenlernt.



Was getan werden soll,

solltet ihr mit Eifer tun.



In zukünftigen Zeiten,

wenn die Sutren allmählich verschwinden,

werde ich aus Mitgefühl

dieses Sutra

noch hundert Jahre in der Welt bewahren.



Alle Wesen,

die ihm in dieser Zeit begegnen,

werden Befreiung finden.



Wenn jemand

dieses Sutra abschreibt,

verehrt,

bewahrt,

liest,

rezitiert,

anderen erklärt

oder Tag und Nacht

über das Reine Land

und die Verdienste Amitabhas nachsinnt,



dann erscheinen ihm

Amitabha Buddha

und die heilige Versammlung

beim Ende seines Lebens.



Nach kurzer Zeit

wird er im Reinen Land geboren.
Kommentar öffnen
Dieses Kapitel besitzt einen fast testamentarischen Charakter.



Die Tränen als Zeichen

Ein ungewöhnlicher Satz lautet:

毛髮聳然淚即出

„Die Haare richten sich auf,
und Tränen treten hervor.“



Der Buddha beschreibt hier

eine tiefe Resonanz des Herzens.



Nicht bloß Zustimmung.

Nicht bloß Interesse.



Sondern das Gefühl:

Ich kenne diesen Weg.

Irgendetwas darin berührt etwas sehr Altes.



Das Hören selbst ist Verdienst

Der Text geht sogar so weit zu sagen:

Viele Bodhisattvas möchten dieses Sutra hören,
können es aber nicht.



Dadurch wird das Hören selbst

zu etwas Kostbarem.



Das Sutra als letzter Anker

Besonders berühmt ist:

特留此經百歲

„Dieses Sutra werde ich noch hundert Jahre bewahren.“



Reines-Land-Traditionen sahen darin ein Zeichen,

dass die Amitabha-Lehre

auch in schwierigen Zeiten

zugänglich bleibt.



Die eigentliche Praxis

Bemerkenswert ist,

dass viele Formen genannt werden:

* schreiben,
* verehren,
* lesen,
* rezitieren,
* lehren,
* kontemplieren.



Der Schwerpunkt liegt nicht auf einer einzigen Methode,

sondern auf lebendiger Beziehung zum Dharma.

Dieses Kapitel berührt einen Punkt, der weit über die Reines-Land-Lehre hinausgeht. Es spricht über jene seltenen Augenblicke, in denen eine Lehre nicht nur verstanden, sondern erkannt wird. Der Text beschreibt dies mit Freude, Tränen und innerer Bewegung. Im Mahayana wird dies manchmal als das Wiedererkennen einer längst angelegten Ursache verstanden – als würde etwas im Herzen sagen: „Diesen Weg kenne ich bereits.“ Genau deshalb wirkt dieses Kapitel wie eine Einladung, das Sutra nicht nur zu studieren, sondern ihm wirklich zu begegnen.
中文原文
聞法因緣分第五十五

佛言:「世間人民前世為善,乃得聞阿彌陀佛名號功德,若慈心喜悅志意清淨,毛髮聳然淚即出者,皆前世嘗行佛道,或他方佛所嘗為菩薩,固非凡人。若不信心,亦不信佛語者,乃惡道中來,餘殃未盡,愚癡不解,未當解脫。多有菩薩,欲聞此經而不得聞;若得聞者,於無上道永不退轉,故當信受、讀誦、如說修行。吾今為汝等說此經典,令見阿彌陀佛及其國土,與一切所有所當為者,必勉為之。當來之世經道滅盡,我以慈悲哀愍,特留此經百歲,眾生值遇無不得度。若有眾生,於此經典書寫、供養、受持、讀誦、為人演說,乃至晝夜思惟佛剎,及佛身功德。臨壽終時,佛與聖眾現其人前,經須臾間,即生彼剎。」
Deutsch
Fünfundfünfzigster Abschnitt

Die Ursachen, den Dharma zu hören

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Die Menschen dieser Welt

können die Verdienste

und den Namen Amitabha Buddhas hören,

weil sie in früheren Leben

heilsame Ursachen geschaffen haben.



Wenn jemand

mitfühlendes Herz entwickelt,

Freude empfindet,

sein Geist rein wird,

sich die Haare aufrichten

und Tränen hervortreten,

dann hat ein solcher Mensch

bereits in früheren Leben

den Buddha-Weg geübt.



Oder er war

in anderen Buddha-Ländern

bereits ein Bodhisattva.



Ein solcher Mensch

ist keineswegs gewöhnlich.



Wer jedoch

kein Vertrauen entwickelt

und den Worten des Buddha nicht glaubt,

stammt aus leidvollen Bereichen.



Die Folgen früherer Verblendung

sind noch nicht erschöpft.



Er ist von Unwissenheit bedeckt

und noch nicht bereit,

Befreiung zu erlangen.



Es gibt viele Bodhisattvas,

die dieses Sutra hören möchten,

es aber nicht hören können.



Wenn jemand es hört,

wird er auf dem höchsten Weg

niemals mehr zurückfallen.



Darum solltet ihr:

* Vertrauen entwickeln,
* es annehmen,
* es lesen,
* es rezitieren,
* es entsprechend seiner Bedeutung praktizieren.



Ich lehre euch dieses Sutra,

damit ihr Amitabha Buddha,

sein Reines Land

und alles,

was dort verwirklicht wurde,

kennenlernt.



Was getan werden soll,

solltet ihr mit Eifer tun.



In zukünftigen Zeiten,

wenn die Sutren allmählich verschwinden,

werde ich aus Mitgefühl

dieses Sutra

noch hundert Jahre in der Welt bewahren.



Alle Wesen,

die ihm in dieser Zeit begegnen,

werden Befreiung finden.



Wenn jemand

dieses Sutra abschreibt,

verehrt,

bewahrt,

liest,

rezitiert,

anderen erklärt

oder Tag und Nacht

über das Reine Land

und die Verdienste Amitabhas nachsinnt,



dann erscheinen ihm

Amitabha Buddha

und die heilige Versammlung

beim Ende seines Lebens.



Nach kurzer Zeit

wird er im Reinen Land geboren.
Kommentar
Dieses Kapitel besitzt einen fast testamentarischen Charakter.



Die Tränen als Zeichen

Ein ungewöhnlicher Satz lautet:

毛髮聳然淚即出

„Die Haare richten sich auf,
und Tränen treten hervor.“



Der Buddha beschreibt hier

eine tiefe Resonanz des Herzens.



Nicht bloß Zustimmung.

Nicht bloß Interesse.



Sondern das Gefühl:

Ich kenne diesen Weg.

Irgendetwas darin berührt etwas sehr Altes.



Das Hören selbst ist Verdienst

Der Text geht sogar so weit zu sagen:

Viele Bodhisattvas möchten dieses Sutra hören,
können es aber nicht.



Dadurch wird das Hören selbst

zu etwas Kostbarem.



Das Sutra als letzter Anker

Besonders berühmt ist:

特留此經百歲

„Dieses Sutra werde ich noch hundert Jahre bewahren.“



Reines-Land-Traditionen sahen darin ein Zeichen,

dass die Amitabha-Lehre

auch in schwierigen Zeiten

zugänglich bleibt.



Die eigentliche Praxis

Bemerkenswert ist,

dass viele Formen genannt werden:

* schreiben,
* verehren,
* lesen,
* rezitieren,
* lehren,
* kontemplieren.



Der Schwerpunkt liegt nicht auf einer einzigen Methode,

sondern auf lebendiger Beziehung zum Dharma.

Dieses Kapitel berührt einen Punkt, der weit über die Reines-Land-Lehre hinausgeht. Es spricht über jene seltenen Augenblicke, in denen eine Lehre nicht nur verstanden, sondern erkannt wird. Der Text beschreibt dies mit Freude, Tränen und innerer Bewegung. Im Mahayana wird dies manchmal als das Wiedererkennen einer längst angelegten Ursache verstanden – als würde etwas im Herzen sagen: „Diesen Weg kenne ich bereits.“ Genau deshalb wirkt dieses Kapitel wie eine Einladung, das Sutra nicht nur zu studieren, sondern ihm wirklich zu begegnen.
92 #
正法難聞分第五十六

佛言:「佛世難值,正法難聞,如來所言必應從順,於此經典作大守護,為諸眾生長夜利益,超生淨剎永離五趣。」

爾時世尊,復說偈言:

「若不往昔修福慧, 於此正法不能聞,
已曾欽奉諸如來, 故有因緣聞此義,
聞已受持及書寫、 讀誦、讚演并供養。
如是一心求往生, 決定徑歸極樂剎,
上品上生復何疑, 皆賴平時修積力。
彼佛剎樂無邊際, 惟佛與佛乃能知;
聲聞、緣覺滿世間, 盡其神智莫能測。
假使長壽諸眾生, 命住無數俱胝劫;
稱讚如來功德身, 究竟淺智不能盡。
大聖法王宣妙法, 濟度一切脫沈淪;
若有受持揚說者, 真是菩提殊勝友。」
佛說是經已,時彌勒菩薩,長老阿難,諸菩薩、聲聞,及十方來諸大眾,靡不喜悅,信受奉行。

佛說大阿彌陀經卷下
Sechsundfünfzigster Abschnitt

Der rechte Dharma ist schwer zu hören

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Es ist schwer,

einem Buddha zu begegnen.

Es ist schwer,

den rechten Dharma zu hören.

Darum solltet ihr

den Worten des Tathagata folgen.

Dieses Sutra soll sorgfältig bewahrt werden.

Es soll den Wesen

in der langen Nacht des Samsara Nutzen bringen

und ihnen helfen,

im Reinen Land geboren zu werden

und die fünf Daseinswege hinter sich zu lassen.



Darauf sprach der Weltgeehrte folgende Verse:

Wenn in früheren Zeiten

nicht Verdienste und Weisheit gesammelt wurden,

kann man diesen rechten Dharma nicht hören.

Weil man bereits früher

die Buddhas verehrt hat,

besitzt man die Ursache,

diese Lehre zu hören.

Wer sie hört,

bewahrt,

abschreibt,

liest,

rezitiert,

erklärt

und verehrt,

der handelt in Übereinstimmung mit ihr.

Wer mit ganzem Herzen

die Geburt im Reinen Land sucht,

wird gewiss

in die Welt der Höchsten Glückseligkeit gelangen.

Warum sollte man

an der höchsten Geburt zweifeln?

Sie beruht auf den Verdiensten,

die über lange Zeit gesammelt wurden.

Die Freude jenes Buddha-Landes

ist grenzenlos.

Nur ein Buddha

kann sie vollständig erkennen.

Selbst wenn die Welt

voller Śrāvakas

und Pratyekabuddhas wäre,

könnten sie sie nicht ermessen.

Selbst wenn Wesen

unzählige Kalpas leben würden,

könnten sie die Verdienste des Tathagata

nicht vollständig preisen.

Der große Dharma-König

verkündet den wunderbaren Dharma

und führt die Wesen aus dem Strom des Leidens.

Wer dieses Sutra bewahrt

und anderen erklärt,

ist wahrhaft

ein außergewöhnlicher Freund des Erwachens.



Nachdem der Buddha dieses Sutra vollendet hatte,

wurden

Maitreya Bodhisattva,

der ehrwürdige Ananda,

die Bodhisattvas,

die Śrāvakas

und die große Versammlung

aus den Welten der zehn Richtungen

von Freude erfüllt.



Sie nahmen die Lehre an,

bewahrten sie

und praktizierten entsprechend.
Kommentar öffnen
Das Sutra endet bemerkenswert schlicht.



Nach:

* den 48 Gelübden,
* den kosmischen Buddha-Ländern,
* den zahllosen Bodhisattvas,
* den Lichtwelten,
* den Juwelenbäumen,

endet es mit:

Hören.

Bewahren.

Praktizieren.



Das erinnert an viele Mahayana-Sutren.

Die eigentliche Wunderkraft liegt nicht in den Visionen.

Sondern darin,

dass die Lehre aufgenommen wird

und das Leben verändert.



Der Bodhi-Freund

Ein besonders schöner Ausdruck lautet:

菩提殊勝友

„außergewöhnlicher Freund des Erwachens“

Das Sutra sagt nicht:

Wer dieses Sutra erklärt,
ist ein Herrscher.

Oder ein Heiliger.

Sondern:

Ein Freund.



Ein Begleiter auf dem Weg.
中文原文
正法難聞分第五十六

佛言:「佛世難值,正法難聞,如來所言必應從順,於此經典作大守護,為諸眾生長夜利益,超生淨剎永離五趣。」

爾時世尊,復說偈言:

「若不往昔修福慧, 於此正法不能聞,
已曾欽奉諸如來, 故有因緣聞此義,
聞已受持及書寫、 讀誦、讚演并供養。
如是一心求往生, 決定徑歸極樂剎,
上品上生復何疑, 皆賴平時修積力。
彼佛剎樂無邊際, 惟佛與佛乃能知;
聲聞、緣覺滿世間, 盡其神智莫能測。
假使長壽諸眾生, 命住無數俱胝劫;
稱讚如來功德身, 究竟淺智不能盡。
大聖法王宣妙法, 濟度一切脫沈淪;
若有受持揚說者, 真是菩提殊勝友。」
佛說是經已,時彌勒菩薩,長老阿難,諸菩薩、聲聞,及十方來諸大眾,靡不喜悅,信受奉行。

佛說大阿彌陀經卷下
Deutsch
Sechsundfünfzigster Abschnitt

Der rechte Dharma ist schwer zu hören

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Es ist schwer,

einem Buddha zu begegnen.

Es ist schwer,

den rechten Dharma zu hören.

Darum solltet ihr

den Worten des Tathagata folgen.

Dieses Sutra soll sorgfältig bewahrt werden.

Es soll den Wesen

in der langen Nacht des Samsara Nutzen bringen

und ihnen helfen,

im Reinen Land geboren zu werden

und die fünf Daseinswege hinter sich zu lassen.



Darauf sprach der Weltgeehrte folgende Verse:

Wenn in früheren Zeiten

nicht Verdienste und Weisheit gesammelt wurden,

kann man diesen rechten Dharma nicht hören.

Weil man bereits früher

die Buddhas verehrt hat,

besitzt man die Ursache,

diese Lehre zu hören.

Wer sie hört,

bewahrt,

abschreibt,

liest,

rezitiert,

erklärt

und verehrt,

der handelt in Übereinstimmung mit ihr.

Wer mit ganzem Herzen

die Geburt im Reinen Land sucht,

wird gewiss

in die Welt der Höchsten Glückseligkeit gelangen.

Warum sollte man

an der höchsten Geburt zweifeln?

Sie beruht auf den Verdiensten,

die über lange Zeit gesammelt wurden.

Die Freude jenes Buddha-Landes

ist grenzenlos.

Nur ein Buddha

kann sie vollständig erkennen.

Selbst wenn die Welt

voller Śrāvakas

und Pratyekabuddhas wäre,

könnten sie sie nicht ermessen.

Selbst wenn Wesen

unzählige Kalpas leben würden,

könnten sie die Verdienste des Tathagata

nicht vollständig preisen.

Der große Dharma-König

verkündet den wunderbaren Dharma

und führt die Wesen aus dem Strom des Leidens.

Wer dieses Sutra bewahrt

und anderen erklärt,

ist wahrhaft

ein außergewöhnlicher Freund des Erwachens.



Nachdem der Buddha dieses Sutra vollendet hatte,

wurden

Maitreya Bodhisattva,

der ehrwürdige Ananda,

die Bodhisattvas,

die Śrāvakas

und die große Versammlung

aus den Welten der zehn Richtungen

von Freude erfüllt.



Sie nahmen die Lehre an,

bewahrten sie

und praktizierten entsprechend.
Kommentar
Das Sutra endet bemerkenswert schlicht.



Nach:

* den 48 Gelübden,
* den kosmischen Buddha-Ländern,
* den zahllosen Bodhisattvas,
* den Lichtwelten,
* den Juwelenbäumen,

endet es mit:

Hören.

Bewahren.

Praktizieren.



Das erinnert an viele Mahayana-Sutren.

Die eigentliche Wunderkraft liegt nicht in den Visionen.

Sondern darin,

dass die Lehre aufgenommen wird

und das Leben verändert.



Der Bodhi-Freund

Ein besonders schöner Ausdruck lautet:

菩提殊勝友

„außergewöhnlicher Freund des Erwachens“

Das Sutra sagt nicht:

Wer dieses Sutra erklärt,
ist ein Herrscher.

Oder ein Heiliger.

Sondern:

Ein Freund.



Ein Begleiter auf dem Weg.
93 #
有學(yǒuxué)/-
(Noch-)Lernende
Kommentar öffnen
Bezeichnet Übende, deren Schulung nicht abgeschlossen ist (sekha). In Rolle 7 als Adressaten, die den Kreislauf noch nicht vollständig beendet haben.
中文原文
有學(yǒuxué)/-
Deutsch
(Noch-)Lernende
Kommentar
Bezeichnet Übende, deren Schulung nicht abgeschlossen ist (sekha). In Rolle 7 als Adressaten, die den Kreislauf noch nicht vollständig beendet haben.
94 #
八萬四千(bāwàn sìqiān)/-
84.000 (unzählig)
Kommentar öffnen
Symbolzahl für eine große, unüberschaubare Vielfalt von Varianten/Verstrickungen – nicht als exakte Zählung gemeint.
中文原文
八萬四千(bāwàn sìqiān)/-
Deutsch
84.000 (unzählig)
Kommentar
Symbolzahl für eine große, unüberschaubare Vielfalt von Varianten/Verstrickungen – nicht als exakte Zählung gemeint.
95 #
結界(jiéjiè)/-
Abgrenzung / Schutzraum
Kommentar öffnen
Rituelles „Abgrenzen“ eines Übungsraums (Schutzkreis/Mandala). Nicht Magie als Besitz, sondern Stabilisierung eines kohärenten Praxisfeldes.
中文原文
結界(jiéjiè)/-
Deutsch
Abgrenzung / Schutzraum
Kommentar
Rituelles „Abgrenzen“ eines Übungsraums (Schutzkreis/Mandala). Nicht Magie als Besitz, sondern Stabilisierung eines kohärenten Praxisfeldes.
96 #
八棄(bāqì)/-
Acht Ausschlussvergehen
Kommentar öffnen
Schwerste Ordinationsvergehen der Bhikṣuṇīs (pārājika): in Rolle 7 als „acht Ausschlüsse“ erwähnt.
中文原文
八棄(bāqì)/-
Deutsch
Acht Ausschlussvergehen
Kommentar
Schwerste Ordinationsvergehen der Bhikṣuṇīs (pārājika): in Rolle 7 als „acht Ausschlüsse“ erwähnt.
97 #
八支隨煩惱(bā zhī suí fánnǎo)/-
Acht Nebenverwerfungen der Hörenden
Kommentar öffnen
Acht begleitende Formen subtiler Verstrickung, die besonders bei lehr‑, hör‑ und wissensorientierter Praxis auftreten können. Dazu zählen u. a. Stolz auf Erkenntnis, Fixierung auf Methode, subtile Selbstüberhöhung oder Abwertung anderer Wege.
中文原文
八支隨煩惱(bā zhī suí fánnǎo)/-
Deutsch
Acht Nebenverwerfungen der Hörenden
Kommentar
Acht begleitende Formen subtiler Verstrickung, die besonders bei lehr‑, hör‑ und wissensorientierter Praxis auftreten können. Dazu zählen u. a. Stolz auf Erkenntnis, Fixierung auf Methode, subtile Selbstüberhöhung oder Abwertung anderer Wege.
98 #
八萬劫(bā wàn jié)/aśīti-sahasra-kalpa
Achtzigtausend Kalpas
Kommentar öffnen
Symbolische Zeitangabe für unermesslich lange Weltzyklen. Steht nicht für eine exakte Zahl, sondern für kaum vorstellbare karmische Dauer.
中文原文
八萬劫(bā wàn jié)/aśīti-sahasra-kalpa
Deutsch
Achtzigtausend Kalpas
Kommentar
Symbolische Zeitangabe für unermesslich lange Weltzyklen. Steht nicht für eine exakte Zahl, sondern für kaum vorstellbare karmische Dauer.
99 #
五蘊(wǔyùn)/skandha
Aggregat / Skandha
Kommentar öffnen
Grundkategorie der Erfahrung. Form‑, Gefühls‑, Konzeptions‑, Formkräfte‑, Bewusstseinsaggregat.
中文原文
五蘊(wǔyùn)/skandha
Deutsch
Aggregat / Skandha
Kommentar
Grundkategorie der Erfahrung. Form‑, Gefühls‑, Konzeptions‑, Formkräfte‑, Bewusstseinsaggregat.
100 #
鉢(bō)/pāṭra
Almosenschale
Kommentar öffnen
Die traditionelle Schale, in der buddhistische Mönche und Nonnen beim Almosengang Speisen sammeln. Sie symbolisiert Einfachheit, Bedürfnislosigkeit und Vertrauen in das Geben anderer.
中文原文
鉢(bō)/pāṭra
Deutsch
Almosenschale
Kommentar
Die traditionelle Schale, in der buddhistische Mönche und Nonnen beim Almosengang Speisen sammeln. Sie symbolisiert Einfachheit, Bedürfnislosigkeit und Vertrauen in das Geben anderer.
101 #
阿難(ānán)/Ananda
Ananda
Kommentar öffnen
Der Cousin des Buddha und sein treuer Begleiter, bekannt für sein exzellentes Gedächtnis.
中文原文
阿難(ānán)/Ananda
Deutsch
Ananda
Kommentar
Der Cousin des Buddha und sein treuer Begleiter, bekannt für sein exzellentes Gedächtnis.
102 #
初學(chūxué)/-
Anfänger
Kommentar öffnen
Übende am Anfang; Rolle 7 betont, dass Schutz und Eintritt in Samādhi gerade für Anfänger gesichert werden sollen.
中文原文
初學(chūxué)/-
Deutsch
Anfänger
Kommentar
Übende am Anfang; Rolle 7 betont, dass Schutz und Eintritt in Samādhi gerade für Anfänger gesichert werden sollen.
103 #
執著(zhízhuó)/Anhaftung
Anhaftung
Kommentar öffnen
Das Festhalten an Objekten, Gedanken oder einem Ich.
中文原文
執著(zhízhuó)/Anhaftung
Deutsch
Anhaftung
Kommentar
Das Festhalten an Objekten, Gedanken oder einem Ich.
104 #
遏蒱曇(èpútán)/arbuda
Arbuda (Keimform)
Kommentar öffnen
Traditioneller Begriff für frühe Embryostufe; in Rolle 7 mit „Leibgeburt“ verbunden.
中文原文
遏蒱曇(èpútán)/arbuda
Deutsch
Arbuda (Keimform)
Kommentar
Traditioneller Begriff für frühe Embryostufe; in Rolle 7 mit „Leibgeburt“ verbunden.
105 #
阿羅漢(āluóhàn)/arhat
Arhat
Kommentar öffnen
Wörtlich „Würdiger“. Ein Mensch, der die Befreiung (Nirvana) verwirklicht hat und nicht mehr im Kreislauf der Wiedergeburten erscheint. Im Sutra oft als „große Arhats“ bezeichnet, also als Übende, die frei von Ausflüssen sind.
中文原文
阿羅漢(āluóhàn)/arhat
Deutsch
Arhat
Kommentar
Wörtlich „Würdiger“. Ein Mensch, der die Befreiung (Nirvana) verwirklicht hat und nicht mehr im Kreislauf der Wiedergeburten erscheint. Im Sutra oft als „große Arhats“ bezeichnet, also als Übende, die frei von Ausflüssen sind.
106 #
阿修罗(āxiūluó)/asura
Asura
Kommentar öffnen
Wesen des Kampfes und der Eifersucht. Symbolisieren Zustände von Konkurrenz, Machtstreben und innerer Unruhe.
中文原文
阿修罗(āxiūluó)/asura
Deutsch
Asura
Kommentar
Wesen des Kampfes und der Eifersucht. Symbolisieren Zustände von Konkurrenz, Machtstreben und innerer Unruhe.
107 #
漏(lòu)/āsrava
Ausflüsse
Kommentar öffnen
Wörtlich „das, was ausfließt“. Bezeichnet grundlegende geistige Triebkräfte wie Gier, Daseinsdrang und Unwissenheit, die an Samsara binden.
中文原文
漏(lòu)/āsrava
Deutsch
Ausflüsse
Kommentar
Wörtlich „das, was ausfließt“. Bezeichnet grundlegende geistige Triebkräfte wie Gier, Daseinsdrang und Unwissenheit, die an Samsara binden.
108 #
無漏(wúlòu)/anāsrava
Ausflusslose Klarheit
Kommentar öffnen
Zustand ohne geistige „Ausflüsse“ (āsravas), d.h. Befreiung
中文原文
無漏(wúlòu)/anāsrava
Deutsch
Ausflusslose Klarheit
Kommentar
Zustand ohne geistige „Ausflüsse“ (āsravas), d.h. Befreiung
109 #
無漏(wúlòu)/anāsrava
Ausflusslose Übung
Kommentar öffnen
Praxis frei von den „Ausflüssen“ (Begierde, Daseinsdrang, Unwissenheit).
中文原文
無漏(wúlòu)/anāsrava
Deutsch
Ausflusslose Übung
Kommentar
Praxis frei von den „Ausflüssen“ (Begierde, Daseinsdrang, Unwissenheit).
110 #
無間(wújiān)/-
Avīci (Ununterbrochen)
Kommentar öffnen
„Ununterbrochen“: Bezeichnung für die schwerste Hölle (Avīci) und für „ununterbrochene“ schwere Vergehen (無間重罪).
中文原文
無間(wújiān)/-
Deutsch
Avīci (Ununterbrochen)
Kommentar
„Ununterbrochen“: Bezeichnung für die schwerste Hölle (Avīci) und für „ununterbrochene“ schwere Vergehen (無間重罪).
111 #
阿鼻地獄(ābí dìyù)/-
Avīci-Hölle
Kommentar öffnen
Bezeichnung für einen Extremzustand ununterbrochener karmischer Reifung. ‚Avīci‘ bedeutet ‚ohne Unterbrechung‘: Handlung, Wirkung und Erleben greifen lückenlos ineinander. Im Śūraṅgama kein Ort ewiger Strafe, sondern Ausdruck maximaler Selbstverstrickung, in dem keine Distanzierung oder Reflexionspause mehr möglich ist.
中文原文
阿鼻地獄(ābí dìyù)/-
Deutsch
Avīci-Hölle
Kommentar
Bezeichnung für einen Extremzustand ununterbrochener karmischer Reifung. ‚Avīci‘ bedeutet ‚ohne Unterbrechung‘: Handlung, Wirkung und Erleben greifen lückenlos ineinander. Im Śūraṅgama kein Ort ewiger Strafe, sondern Ausdruck maximaler Selbstverstrickung, in dem keine Distanzierung oder Reflexionspause mehr möglich ist.
112 #
緣起(yuánqǐ)/Pratītyasamutpāda
Bedingtes Entstehen
Kommentar öffnen
Das Prinzip der wechselseitigen Abhängigkeit aller Phänomene.
中文原文
緣起(yuánqǐ)/Pratītyasamutpāda
Deutsch
Bedingtes Entstehen
Kommentar
Das Prinzip der wechselseitigen Abhängigkeit aller Phänomene.
113 #
欲魔(yù mó)/-
Begierde‑Dämon
Kommentar öffnen
Bezeichnung für Verirrungen, in denen Begierde spirituell legitimiert wird (Rolle 9).
中文原文
欲魔(yù mó)/-
Deutsch
Begierde‑Dämon
Kommentar
Bezeichnung für Verirrungen, in denen Begierde spirituell legitimiert wird (Rolle 9).
114 #
有漏(yǒu lòu)/sāsrava
behaftet (mit Ausflüssen)
Kommentar öffnen
Wörtlich ‚mit Leckstellen‘. Bezeichnet Zustände, die noch karmisch durchdrungen sind. Gegensatz zu 無漏 (anāsrava). Selbst subtile meditative Klarheit kann noch behaftet sein.
中文原文
有漏(yǒu lòu)/sāsrava
Deutsch
behaftet (mit Ausflüssen)
Kommentar
Wörtlich ‚mit Leckstellen‘. Bezeichnet Zustände, die noch karmisch durchdrungen sind. Gegensatz zu 無漏 (anāsrava). Selbst subtile meditative Klarheit kann noch behaftet sein.
115 #
欲界(yùjiè)/kāmadhātu
Bereich des Begehrens
Kommentar öffnen
Unterster der drei Daseinsbereiche, geprägt von Sinnesverlangen und emotionaler Bindung. Umfasst Menschenwelt, niedere Himmel und leidvolle Existenzformen.
中文原文
欲界(yùjiè)/kāmadhātu
Deutsch
Bereich des Begehrens
Kommentar
Unterster der drei Daseinsbereiche, geprägt von Sinnesverlangen und emotionaler Bindung. Umfasst Menschenwelt, niedere Himmel und leidvolle Existenzformen.
116 #
比丘(bǐqiū)/bhikṣu
Bhikshu
Kommentar öffnen
Ein vollordinierter buddhistischer Mönch, der nach den Ordensregeln lebt.
中文原文
比丘(bǐqiū)/bhikṣu
Deutsch
Bhikshu
Kommentar
Ein vollordinierter buddhistischer Mönch, der nach den Ordensregeln lebt.
117 #
比丘尼(bǐqiūní)/bhikṣuṇī
Bhikshuni
Kommentar öffnen
Vollordinierte Nonne; in Rolle 7 im Kontext von Gelübden, Praxisraum und Reinheit erwähnt.
中文原文
比丘尼(bǐqiūní)/bhikṣuṇī
Deutsch
Bhikshuni
Kommentar
Vollordinierte Nonne; in Rolle 7 im Kontext von Gelübden, Praxisraum und Reinheit erwähnt.
118 #
空花(kōng huā)/-
Blumen im Raum
Kommentar öffnen
Gleichnis für trügerische Wahrnehmung (halluzinatorisch)
中文原文
空花(kōng huā)/-
Deutsch
Blumen im Raum
Kommentar
Gleichnis für trügerische Wahrnehmung (halluzinatorisch)
119 #
菩提,覺(pútí,jué)/bodhi
Bodhi
Kommentar öffnen
Erwachen. Das vollständige Durchschauen von Unwissenheit und Verblendung; das Ende der Verfehlung; kein Objekt, kein Besitz und kein herstellbarer Zustand.
中文原文
菩提,覺(pútí,jué)/bodhi
Deutsch
Bodhi
Kommentar
Erwachen. Das vollständige Durchschauen von Unwissenheit und Verblendung; das Ende der Verfehlung; kein Objekt, kein Besitz und kein herstellbarer Zustand.
120 #
菩薩(púsà)/bodhisattva
Bodhisattva
Kommentar öffnen
Ein Übender, der aus Mitgefühl nicht nur die eigene Befreiung, sondern das Erwachen aller Wesen anstrebt.
中文原文
菩薩(púsà)/bodhisattva
Deutsch
Bodhisattva
Kommentar
Ein Übender, der aus Mitgefühl nicht nur die eigene Befreiung, sondern das Erwachen aller Wesen anstrebt.
121 #
菩提萨埵(pútí sà duǒ)/bodhisattva
Bodhisattva
Kommentar öffnen
Erwachenswesen, das Einsicht und Mitgefühl verbindet. Nicht definiert durch Rang, sondern durch Ausrichtung auf das Erwachen aller Wesen.
中文原文
菩提萨埵(pútí sà duǒ)/bodhisattva
Deutsch
Bodhisattva
Kommentar
Erwachenswesen, das Einsicht und Mitgefühl verbindet. Nicht definiert durch Rang, sondern durch Ausrichtung auf das Erwachen aller Wesen.
122 #
菩提心(pútíxīn)/bodhicitta
Bodhi-Soheit
Kommentar öffnen
Bezeichnung für das Nicht-Verfehlen nach dem Ende des unterscheidenden Geistes. Kein innerer Zustand und keine Intention.
中文原文
菩提心(pútíxīn)/bodhicitta
Deutsch
Bodhi-Soheit
Kommentar
Bezeichnung für das Nicht-Verfehlen nach dem Ende des unterscheidenden Geistes. Kein innerer Zustand und keine Intention.
123 #
梵王(fànwáng)/-
Brahmā-König
Kommentar öffnen
Brahmā als hoher Himmelskönig; in Rolle 7 gelobt er Schutz für Übende.
中文原文
梵王(fànwáng)/-
Deutsch
Brahmā-König
Kommentar
Brahmā als hoher Himmelskönig; in Rolle 7 gelobt er Schutz für Übende.
124 #
佛,佛陀(fó,fótuó)/buddha
Buddha
Kommentar öffnen
„Der Erwachte“. Titel für Siddhartha Gautama und alle vollständig Erwachten; auch „Weltverehrter“.Bezeichnung für den Erwachten als sprechende und handelnde Gestalt im Sutra. Wird für narrative und dialogische Passagen verwendet.
中文原文
佛,佛陀(fó,fótuó)/buddha
Deutsch
Buddha
Kommentar
„Der Erwachte“. Titel für Siddhartha Gautama und alle vollständig Erwachten; auch „Weltverehrter“.Bezeichnung für den Erwachten als sprechende und handelnde Gestalt im Sutra. Wird für narrative und dialogische Passagen verwendet.
125 #
念佛(niànfó)/buddhānusmṛti
Buddha-Gedenken
Kommentar öffnen
Praxis des Erinnerns an den Buddha
中文原文
念佛(niànfó)/buddhānusmṛti
Deutsch
Buddha-Gedenken
Kommentar
Praxis des Erinnerns an den Buddha
126 #
佛頂(fódǐng)/-
Buddha-Gipfel (Scheitel)
Kommentar öffnen
佛頂 wird im Titel/Mantra-Kontext als „Buddha-Gipfel“ geführt; wo es anatomisch wird, als „Scheitel“ verstanden (z. B. „Scheitel berühren“).
中文原文
佛頂(fódǐng)/-
Deutsch
Buddha-Gipfel (Scheitel)
Kommentar
佛頂 wird im Titel/Mantra-Kontext als „Buddha-Gipfel“ geführt; wo es anatomisch wird, als „Scheitel“ verstanden (z. B. „Scheitel berühren“).
127 #
佛頂光聚(fódǐng guāngjù)/-
Buddha-Gipfel-Lichtbündel
Kommentar öffnen
Bezeichnet das vom Buddha-Gipfel ausgehende „Lichtbündel“, das als Schutz- und Samādhi-Feld beschrieben wird.
中文原文
佛頂光聚(fódǐng guāngjù)/-
Deutsch
Buddha-Gipfel-Lichtbündel
Kommentar
Bezeichnet das vom Buddha-Gipfel ausgehende „Lichtbündel“, das als Schutz- und Samādhi-Feld beschrieben wird.
128 #
佛土(fótǔ)/buddha-kṣetra
Buddha-Land
Kommentar öffnen
Wirkungsbereich / Reinheit eines Buddha
中文原文
佛土(fótǔ)/buddha-kṣetra
Deutsch
Buddha-Land
Kommentar
Wirkungsbereich / Reinheit eines Buddha
129 #
佛性(fóxìng)/-
Buddha-Natur
Kommentar öffnen
Lehrbegriff für die grundsätzliche Möglichkeit des Erwachens; im Sutra nicht als Substanz verstanden.
中文原文
佛性(fóxìng)/-
Deutsch
Buddha-Natur
Kommentar
Lehrbegriff für die grundsätzliche Möglichkeit des Erwachens; im Sutra nicht als Substanz verstanden.
130 #
真(zhēn)/-
das Wahre
Kommentar öffnen
Das Wahre ist nicht ein neues Objekt, sondern das Erlöschen der Verkennung (滅妄名真).
中文原文
真(zhēn)/-
Deutsch
das Wahre
Kommentar
Das Wahre ist nicht ein neues Objekt, sondern das Erlöschen der Verkennung (滅妄名真).
131 #
總持,陀羅尼(zǒngchí,tuóluóní)/dhāraṇī
Dharani
Kommentar öffnen
Wörtlich „das Zusammenhalten“; die Fähigkeit, das Wesentliche der Lehre zu tragen und nicht zu verlieren.
中文原文
總持,陀羅尼(zǒngchí,tuóluóní)/dhāraṇī
Deutsch
Dharani
Kommentar
Wörtlich „das Zusammenhalten“; die Fähigkeit, das Wesentliche der Lehre zu tragen und nicht zu verlieren.
132 #
陀罗尼(tuóluóní)/dhāraṇī
Dharani / Mantra
Kommentar öffnen
Verdichtete Laut- oder Silbenformeln, die Sammlung stabilisieren und bestimmte geistige Qualitäten bündeln. Nicht magisch, sondern funktional verstanden.
中文原文
陀罗尼(tuóluóní)/dhāraṇī
Deutsch
Dharani / Mantra
Kommentar
Verdichtete Laut- oder Silbenformeln, die Sammlung stabilisieren und bestimmte geistige Qualitäten bündeln. Nicht magisch, sondern funktional verstanden.
133 #
法(fǎ)/dharma
Dharma
Kommentar öffnen
Je nach Kontext: (1) die Lehre, (2) Phänomene allgemein, (3) im Kontext der zwölf/achtzehn Bereiche: die „Objekte“ des Denksinns (Gedankeninhalte, Bedeutungen, Vorstellungen). Nicht als eigenständige Entitäten, sondern als bedingt erscheinende Ordnung des unterscheidenden Geistes.
中文原文
法(fǎ)/dharma
Deutsch
Dharma
Kommentar
Je nach Kontext: (1) die Lehre, (2) Phänomene allgemein, (3) im Kontext der zwölf/achtzehn Bereiche: die „Objekte“ des Denksinns (Gedankeninhalte, Bedeutungen, Vorstellungen). Nicht als eigenständige Entitäten, sondern als bedingt erscheinende Ordnung des unterscheidenden Geistes.
134 #
法身(fǎshēn)/dharmakāya
Dharma-Körper
Kommentar öffnen
Der „Körper der Wahrheit“; die ungeteilte Wirklichkeit jenseits vergänglicher Erscheinungsformen.
中文原文
法身(fǎshēn)/dharmakāya
Deutsch
Dharma-Körper
Kommentar
Der „Körper der Wahrheit“; die ungeteilte Wirklichkeit jenseits vergänglicher Erscheinungsformen.
135 #
法空(fǎ kōng)/-
Dharma-Leerheit
Kommentar öffnen
Vertiefte Stufe nach der Person-Leerheit: Auch „Dinge/Phänomene“ (Dharmas) werden als nicht eigenständig erkannt. Mit dem vollständigen Lösen fallen schließlich beide Leerheiten weg.
中文原文
法空(fǎ kōng)/-
Deutsch
Dharma-Leerheit
Kommentar
Vertiefte Stufe nach der Person-Leerheit: Auch „Dinge/Phänomene“ (Dharmas) werden als nicht eigenständig erkannt. Mit dem vollständigen Lösen fallen schließlich beide Leerheiten weg.
136 #
轉法輪(zhuǎi fǎlún)/dharmacakra-pravartana
Dharma-Rad drehen
Kommentar öffnen
Bild für das Wirksamwerden von Einsicht, nicht für eine äußere Handlung oder Predigt.
中文原文
轉法輪(zhuǎi fǎlún)/dharmacakra-pravartana
Deutsch
Dharma-Rad drehen
Kommentar
Bild für das Wirksamwerden von Einsicht, nicht für eine äußere Handlung oder Predigt.
137 #
禅那,禅(chánnà,chán)/dhyāna
Dhyana
Kommentar öffnen
Meditative Vertiefung; im Sutra kein Technik-Ergebnis, sondern natürliches Stillwerden.
中文原文
禅那,禅(chánnà,chán)/dhyāna
Deutsch
Dhyana
Kommentar
Meditative Vertiefung; im Sutra kein Technik-Ergebnis, sondern natürliches Stillwerden.
138 #
金刚心(jīngāng xīn)/-
Diamantgleicher Geist
Kommentar öffnen
Unerschütterliche Klarheit des erwachten Geistes. Nicht hart, sondern unzerstörbar durch Verblendung.
中文原文
金刚心(jīngāng xīn)/-
Deutsch
Diamantgleicher Geist
Kommentar
Unerschütterliche Klarheit des erwachten Geistes. Nicht hart, sondern unzerstörbar durch Verblendung.
139 #
戒(jiè)/śīla
Disziplin (Gebote)
Kommentar öffnen
Śīla: ethische Disziplin / Gelübde. In Rolle 7 vor allem als Voraussetzung für den Ort der Praxis (道場) und als Grundlage von Sammlung und Weisheit.
中文原文
戒(jiè)/śīla
Deutsch
Disziplin (Gebote)
Kommentar
Śīla: ethische Disziplin / Gelübde. In Rolle 7 vor allem als Voraussetzung für den Ort der Praxis (道場) und als Grundlage von Sammlung und Weisheit.
140 #
三界(sānjiè)/tridhātu
Drei Daseinsbereiche
Kommentar öffnen
Sphären der Begierde, Form und Formlosigkeit
中文原文
三界(sānjiè)/tridhātu
Deutsch
Drei Daseinsbereiche
Kommentar
Sphären der Begierde, Form und Formlosigkeit
141 #
三有(sān yǒu)/trayo bhavāḥ
Drei Daseinsbereiche
Kommentar öffnen
Die drei Existenzbereiche: Sinneswelt (欲界), Formwelt (色界) und Formlose Welt (無色界). Auch höchste meditative Zustände können noch innerhalb dieser Bereiche fehlgedeutet werden.
中文原文
三有(sān yǒu)/trayo bhavāḥ
Deutsch
Drei Daseinsbereiche
Kommentar
Die drei Existenzbereiche: Sinneswelt (欲界), Formwelt (色界) und Formlose Welt (無色界). Auch höchste meditative Zustände können noch innerhalb dieser Bereiche fehlgedeutet werden.
142 #
三种相续(sān zhǒng xiāng xù)/-
Drei Fortsetzungen
Kommentar öffnen
Welt, karmische Wirkung, Wesen als scheinbare Bestandteile des Samsara.
中文原文
三种相续(sān zhǒng xiāng xù)/-
Deutsch
Drei Fortsetzungen
Kommentar
Welt, karmische Wirkung, Wesen als scheinbare Bestandteile des Samsara.
143 #
三根本(sān gēnběn)/-
Drei Wurzeln
Kommentar öffnen
Töten, Nehmen, Begehren als Ursachen des Leidens.
中文原文
三根本(sān gēnběn)/-
Deutsch
Drei Wurzeln
Kommentar
Töten, Nehmen, Begehren als Ursachen des Leidens.
144 #
三世(sān shì)/-
Drei Zeiten
Kommentar öffnen
Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft.
中文原文
三世(sān shì)/-
Deutsch
Drei Zeiten
Kommentar
Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft.
145 #
一門深入(yī mén shēn rù)/-
Ein einziges Tor
Kommentar öffnen
Praxisformel aus Rolle 5: „Durch ein einziges Tor tief eindringen“. Ein Sinnestor wird gewählt und gründlich geklärt; tritt man ohne Täuschung ein, klären sich alle sechs zugleich.
中文原文
一門深入(yī mén shēn rù)/-
Deutsch
Ein einziges Tor
Kommentar
Praxisformel aus Rolle 5: „Durch ein einziges Tor tief eindringen“. Ein Sinnestor wird gewählt und gründlich geklärt; tritt man ohne Täuschung ein, klären sich alle sechs zugleich.
146 #
阿練若,阿蘭若(ālānyě,ā liàn ruò)/-
Einsamkeit
Kommentar öffnen
真阿練若 (zhēn ā liàn ruò): „Wahre Abgeschiedenheit“ oder „wahre Waldklause“ (araṇya). Hier ist nicht der physische Ort, sondern der innere, geistige Zustand absoluter Ungebundenheit gemeint, der der eigentliche „Ort“ der Praxis ist.
中文原文
阿練若,阿蘭若(ālānyě,ā liàn ruò)/-
Deutsch
Einsamkeit
Kommentar
真阿練若 (zhēn ā liàn ruò): „Wahre Abgeschiedenheit“ oder „wahre Waldklause“ (araṇya). Hier ist nicht der physische Ort, sondern der innere, geistige Zustand absoluter Ungebundenheit gemeint, der der eigentliche „Ort“ der Praxis ist.
147 #
緣覺,辟支佛(yuánjué,pìzhīfó)/pratyekabuddha
Einzelerwachter
Kommentar öffnen
Übende, die durch kontemplative Einsicht erkennen. Keine ontologisch getrennte Stufe.
中文原文
緣覺,辟支佛(yuánjué,pìzhīfó)/pratyekabuddha
Deutsch
Einzelerwachter
Kommentar
Übende, die durch kontemplative Einsicht erkennen. Keine ontologisch getrennte Stufe.
148 #
末法(mòfǎ)/-
Endzeit des Dharma
Kommentar öffnen
Spätere Zeit, in der Praxis erschwert erscheint. Rolle 7 adressiert ausdrücklich Übende dieser Zeit und gibt Schutz- und Praxisrahmen.
中文原文
末法(mòfǎ)/-
Deutsch
Endzeit des Dharma
Kommentar
Spätere Zeit, in der Praxis erschwert erscheint. Rolle 7 adressiert ausdrücklich Übende dieser Zeit und gibt Schutz- und Praxisrahmen.
149 #
解結(jiě jié)/-
Entknoten
Kommentar öffnen
Bezeichnet im Shurangama-Sutra das Lösen der geistigen Verstrickung, die durch die sechs Sinne (Sinneswurzeln) entsteht. Das Lösen erfolgt nicht durch „Ziehen“, sondern am „Herzen des Knotens“ – durch Einsicht in die Wurzel der Bindung.
中文原文
解結(jiě jié)/-
Deutsch
Entknoten
Kommentar
Bezeichnet im Shurangama-Sutra das Lösen der geistigen Verstrickung, die durch die sechs Sinne (Sinneswurzeln) entsteht. Das Lösen erfolgt nicht durch „Ziehen“, sondern am „Herzen des Knotens“ – durch Einsicht in die Wurzel der Bindung.
150 #
劳见(láo jiàn)/-
Ermüdung des Sehens
Kommentar öffnen
geistige Erschöpfung / Täuschung durch Anhaftung
中文原文
劳见(láo jiàn)/-
Deutsch
Ermüdung des Sehens
Kommentar
geistige Erschöpfung / Täuschung durch Anhaftung
151 #
日月薄蝕精氣(rìyuè bóshí jīngqì)/-
Essenz von Sonnen‑/Mondfinsternissen
Kommentar öffnen
Symbol für alte, langlebige Natur‑ und Kosmalkräfte, die als Dämonen wirksam werden (Rolle 9).
中文原文
日月薄蝕精氣(rìyuè bóshí jīngqì)/-
Deutsch
Essenz von Sonnen‑/Mondfinsternissen
Kommentar
Symbol für alte, langlebige Natur‑ und Kosmalkräfte, die als Dämonen wirksam werden (Rolle 9).
152 #
乘(chéng)/yāna
Fahrzeug
Kommentar öffnen
das eine Fahrzeug, (das große Fahrzeug /Mahayana).
中文原文
乘(chéng)/yāna
Deutsch
Fahrzeug
Kommentar
das eine Fahrzeug, (das große Fahrzeug /Mahayana).
153 #
因陀羅網(yīntuóluó wǎng)/indrajāla
Feines Netz
Kommentar öffnen
Wörtlich „Indras Netz“. Sinnbild für die vollkommene gegenseitige Durchdringung aller Phänomene: Jedes einzelne spiegelt alle anderen wider, ohne sie zu behindern. Das Netz-Zeichen an Buddhas Hand gehört zu den Nebenmerkmalen eines Buddha und symbolisiert allumfassende Weisheit und Verbundenheit.
中文原文
因陀羅網(yīntuóluó wǎng)/indrajāla
Deutsch
Feines Netz
Kommentar
Wörtlich „Indras Netz“. Sinnbild für die vollkommene gegenseitige Durchdringung aller Phänomene: Jedes einzelne spiegelt alle anderen wider, ohne sie zu behindern. Das Netz-Zeichen an Buddhas Hand gehört zu den Nebenmerkmalen eines Buddha und symbolisiert allumfassende Weisheit und Verbundenheit.
154 #
烏芻瑟摩(wūchúsèmó)/ucchusma
Feuerhaupt
Kommentar öffnen
ein Buddha-Name bzw. Titel eines Schülers
中文原文
烏芻瑟摩(wūchúsèmó)/ucchusma
Deutsch
Feuerhaupt
Kommentar
ein Buddha-Name bzw. Titel eines Schülers
155 #
色陰(sèyīn)/rūpa
Formaggregat
Kommentar öffnen
Aggregat der Körperlichkeit und materiellen Erscheinung. In Rolle 9 Ausgangspunkt der meditativen Durchdringung.
中文原文
色陰(sèyīn)/rūpa
Deutsch
Formaggregat
Kommentar
Aggregat der Körperlichkeit und materiellen Erscheinung. In Rolle 9 Ausgangspunkt der meditativen Durchdringung.
156 #
行陰(xíng yīn)/saṃskāra-skandha
Formkräfte-Aggregat
Kommentar öffnen
Viertes der fünf Skandhas. Bezeichnet die formenden, karmisch wirksamen Impulse und Willensformationen. In Rolle 10 stehen die subtilsten Täuschungen innerhalb dieses Aggregats im Zentrum.
中文原文
行陰(xíng yīn)/saṃskāra-skandha
Deutsch
Formkräfte-Aggregat
Kommentar
Viertes der fünf Skandhas. Bezeichnet die formenden, karmisch wirksamen Impulse und Willensformationen. In Rolle 10 stehen die subtilsten Täuschungen innerhalb dieses Aggregats im Zentrum.
157 #
五蕴(wǔyùn)/skandha
Fünf Aggregate
Kommentar öffnen
Form, Gefühl, Konzeption (Vorstellung), Formkräfte (Gestaltungen) und Bewusstsein; als trügerische Zusammensetzungen durchleuchtet.
中文原文
五蕴(wǔyùn)/skandha
Deutsch
Fünf Aggregate
Kommentar
Form, Gefühl, Konzeption (Vorstellung), Formkräfte (Gestaltungen) und Bewusstsein; als trügerische Zusammensetzungen durchleuchtet.
158 #
五欲(wǔyù)/-
fünf Begierden
Kommentar öffnen
Begierden nach Sinnesobjekten: Form, Klang, Geruch, Geschmack, Berührung. In Rolle 9 als zentrales Kriterium für dämonische Verirrung.
中文原文
五欲(wǔyù)/-
Deutsch
fünf Begierden
Kommentar
Begierden nach Sinnesobjekten: Form, Klang, Geruch, Geschmack, Berührung. In Rolle 9 als zentrales Kriterium für dämonische Verirrung.
159 #
五大(wǔdà)/pañca, mahābhūtāni
Fünf Elemente
Kommentar öffnen
Erde, Wasser, Feuer, Wind und Raum; dienen der Ent-Ortung von Entstehen und Vergehen.
中文原文
五大(wǔdà)/pañca, mahābhūtāni
Deutsch
Fünf Elemente
Kommentar
Erde, Wasser, Feuer, Wind und Raum; dienen der Ent-Ortung von Entstehen und Vergehen.
160 #
五辛(wǔ xīn)/-
Fünf scharfe Pflanzen
Kommentar öffnen
Traditionell: Knoblauch, Zwiebel, Schnittlauch, Lauch und Asafoetida. Sie gelten nicht als moralisch unrein, sondern als praxishemmend, da sie Sinnesreizung, Erregung, Aggression oder Trägheit fördern und damit Sammlung und feine Wahrnehmung beeinträchtigen.
中文原文
五辛(wǔ xīn)/-
Deutsch
Fünf scharfe Pflanzen
Kommentar
Traditionell: Knoblauch, Zwiebel, Schnittlauch, Lauch und Asafoetida. Sie gelten nicht als moralisch unrein, sondern als praxishemmend, da sie Sinnesreizung, Erregung, Aggression oder Trägheit fördern und damit Sammlung und feine Wahrnehmung beeinträchtigen.
161 #
五逆(wǔnì)/-
Fünf schwerste Vergehen
Kommentar öffnen
Schwere karmische Vergehen; in Rolle 7 wird gesagt, dass selbst solche Lasten durch das Mantra wie „Sand im Sturm“ zerfallen.
中文原文
五逆(wǔnì)/-
Deutsch
Fünf schwerste Vergehen
Kommentar
Schwere karmische Vergehen; in Rolle 7 wird gesagt, dass selbst solche Lasten durch das Mantra wie „Sand im Sturm“ zerfallen.
162 #
五濁(wǔ zhuó)/-
fünf Trübungen
Kommentar öffnen
Schichten der Vermischung von Wahrnehmung und Zuschreibung; keine moralischen Makel.
中文原文
五濁(wǔ zhuó)/-
Deutsch
fünf Trübungen
Kommentar
Schichten der Vermischung von Wahrnehmung und Zuschreibung; keine moralischen Makel.
163 #
恒河(hénghé)/gaṅgā
Ganges
Kommentar öffnen
Der Fluss Ganges; im Sutra als Vergleichspunkt für das nicht-alternde Sehen.
中文原文
恒河(hénghé)/gaṅgā
Deutsch
Ganges
Kommentar
Der Fluss Ganges; im Sutra als Vergleichspunkt für das nicht-alternde Sehen.
164 #
恒河沙(hénghéshā)/-
Ganges-Sand (unzählig)
Kommentar öffnen
Metapher für Unzählbarkeit: so zahlreich wie Sandkörner im Ganges.
中文原文
恒河沙(hénghéshā)/-
Deutsch
Ganges-Sand (unzählig)
Kommentar
Metapher für Unzählbarkeit: so zahlreich wie Sandkörner im Ganges.
165 #
無生忍(wúshēng rěn)/-
Geduld des Nicht-Entstehens
Kommentar öffnen
Die Fähigkeit, das Nicht-Entstehen (無生) zu „tragen“: keine Fixierung an Entstehen/Vergehen; in Rolle 7 als Frucht der Auflösung von Schuldverstrickung genannt.
中文原文
無生忍(wúshēng rěn)/-
Deutsch
Geduld des Nicht-Entstehens
Kommentar
Die Fähigkeit, das Nicht-Entstehen (無生) zu „tragen“: keine Fixierung an Entstehen/Vergehen; in Rolle 7 als Frucht der Auflösung von Schuldverstrickung genannt.
166 #
無生法忍(wúshēng fǎrěn)/anutpattika-dharma-kṣānti
Geduld des Ungeborenen
Kommentar öffnen
Geduld in der Einsicht ins Ungeborene (anutpattika-dharma-kshanti)
中文原文
無生法忍(wúshēng fǎrěn)/anutpattika-dharma-kṣānti
Deutsch
Geduld des Ungeborenen
Kommentar
Geduld in der Einsicht ins Ungeborene (anutpattika-dharma-kshanti)
167 #
受陰(shòuyīn)/vedanā
Gefühlsaggregat
Kommentar öffnen
Aggregat des Erlebens von angenehm, unangenehm und neutral. Rolle 9 analysiert zehn affektive Verirrungen.
中文原文
受陰(shòuyīn)/vedanā
Deutsch
Gefühlsaggregat
Kommentar
Aggregat des Erlebens von angenehm, unangenehm und neutral. Rolle 9 analysiert zehn affektive Verirrungen.
168 #
妄心,分别心(wàngxīn,fēnbiéxīn)/-
Geist
Kommentar öffnen
Bezeichnet den funktionalen, unterscheidenden Geist (生滅心), der Wahrnehmung, Bewertung und Verstrickung trägt. Nicht das Ursprüngliche.
中文原文
妄心,分别心(wàngxīn,fēnbiéxīn)/-
Deutsch
Geist
Kommentar
Bezeichnet den funktionalen, unterscheidenden Geist (生滅心), der Wahrnehmung, Bewertung und Verstrickung trägt. Nicht das Ursprüngliche.
169 #
生滅心(shēngmiè xīn)/-
Geist von Entstehen und Vergehen
Kommentar öffnen
Der verstrickte, funktionale Geist, der Wahrnehmung, Bewertung und Wiederholung trägt.
中文原文
生滅心(shēngmiè xīn)/-
Deutsch
Geist von Entstehen und Vergehen
Kommentar
Der verstrickte, funktionale Geist, der Wahrnehmung, Bewertung und Wiederholung trägt.
170 #
凝明正心(níng míng zhèng xīn)/-
gesammeltes klares Herz
Kommentar öffnen
Bezeichnet einen stabilisierten, geklärten Meditationszustand. Auch diese Klarheit kann ohne Weisheit fehlinterpretiert werden.
中文原文
凝明正心(níng míng zhèng xīn)/-
Deutsch
gesammeltes klares Herz
Kommentar
Bezeichnet einen stabilisierten, geklärten Meditationszustand. Auch diese Klarheit kann ohne Weisheit fehlinterpretiert werden.
171 #
羯南(jiénán)/ghana
Ghana (Keimform)
Kommentar öffnen
Traditioneller Begriff für Embryostufe; in Rolle 7 mit „Verwandlungsgeburt“ verbunden.
中文原文
羯南(jiénán)/ghana
Deutsch
Ghana (Keimform)
Kommentar
Traditioneller Begriff für Embryostufe; in Rolle 7 mit „Verwandlungsgeburt“ verbunden.
172 #
等觉(děng jué)/samyak-saṃbodhi
Gleich-Erwachen
Kommentar öffnen
Vollkommenes Erwachen eines Buddha. Kein gradueller Zustand mehr, sondern vollständige Durchdringung ohne Rest.
中文原文
等觉(děng jué)/samyak-saṃbodhi
Deutsch
Gleich-Erwachen
Kommentar
Vollkommenes Erwachen eines Buddha. Kein gradueller Zustand mehr, sondern vollständige Durchdringung ohne Rest.
173 #
神呪(shénzhòu)/-
göttliches Mantra
Kommentar öffnen
Bezeichnung für das Mantra als „überweltlich wirksamer“ Klangkörper; in Rolle 7 gekoppelt an Schutz und Eintritt in Samādhi.
中文原文
神呪(shénzhòu)/-
Deutsch
göttliches Mantra
Kommentar
Bezeichnung für das Mantra als „überweltlich wirksamer“ Klangkörper; in Rolle 7 gekoppelt an Schutz und Eintritt in Samādhi.
174 #
大乘(dàchéng)/mahāyāna
Großes Fahrzeug
Kommentar öffnen
Der buddhistische Weg, der auf die Erleuchtung aller Wesen zielt.
中文原文
大乘(dàchéng)/mahāyāna
Deutsch
Großes Fahrzeug
Kommentar
Der buddhistische Weg, der auf die Erleuchtung aller Wesen zielt.
175 #
心(xīn)/-
Grund
Kommentar öffnen
Dialektische Wendung. „Grund“ bezeichnet keinen ontologischen Träger, sondern einen Grenzbegriff, der dort verwendet wird, wo Zuschreibung zugleich negiert und bejaht wird.
中文原文
心(xīn)/-
Deutsch
Grund
Kommentar
Dialektische Wendung. „Grund“ bezeichnet keinen ontologischen Träger, sondern einen Grenzbegriff, der dort verwendet wird, wo Zuschreibung zugleich negiert und bejaht wird.
176 #
根本無明(gēnběn wúmíng)/-
Grundlegende Unwissenheit
Kommentar öffnen
Anfangslose Wurzel der Verstrickung im Kreislauf: das Erkennen, das sich selbst erneut erkennt (reflexives Festhalten), wodurch die sechs Sinne an Objekte binden. Rolle 5 bezeichnet dies als Kern des Bindens.
中文原文
根本無明(gēnběn wúmíng)/-
Deutsch
Grundlegende Unwissenheit
Kommentar
Anfangslose Wurzel der Verstrickung im Kreislauf: das Erkennen, das sich selbst erneut erkennt (reflexives Festhalten), wodurch die sechs Sinne an Objekte binden. Rolle 5 bezeichnet dies als Kern des Bindens.
177 #
夜摩天(yèmótiān)/suyāma
Himmel der Suyāma
Kommentar öffnen
Himmel des Bereichs des Begehrens, der über Zeitrhythmen von Tag und Nacht hinausgeht.
Er steht für verfeinerte Freude und relative Zeitlosigkeit, jedoch weiterhin innerhalb bedingter Existenz.
Im Śūraṅgama kein Ziel, sondern ein subtiler Zustand, der leicht mit Befreiung verwechselt werden kann.
中文原文
夜摩天(yèmótiān)/suyāma
Deutsch
Himmel der Suyāma
Kommentar
Himmel des Bereichs des Begehrens, der über Zeitrhythmen von Tag und Nacht hinausgeht.
Er steht für verfeinerte Freude und relative Zeitlosigkeit, jedoch weiterhin innerhalb bedingter Existenz.
Im Śūraṅgama kein Ziel, sondern ein subtiler Zustand, der leicht mit Befreiung verwechselt werden kann.
178 #
兜率天(dōushuàitiān)/tuṣita
Himmel der Tuṣita
Kommentar öffnen
Himmel des Bereichs des Begehrens, bekannt als Aufenthaltsort zukünftiger Buddhas vor ihrem letzten Erscheinen.
Er symbolisiert hohe Verdienste und geistige Klarheit, bleibt jedoch Teil des Samsara.
Im Śūraṅgama wird auch dieser Zustand nicht als endgültige Befreiung verstanden.
中文原文
兜率天(dōushuàitiān)/tuṣita
Deutsch
Himmel der Tuṣita
Kommentar
Himmel des Bereichs des Begehrens, bekannt als Aufenthaltsort zukünftiger Buddhas vor ihrem letzten Erscheinen.
Er symbolisiert hohe Verdienste und geistige Klarheit, bleibt jedoch Teil des Samsara.
Im Śūraṅgama wird auch dieser Zustand nicht als endgültige Befreiung verstanden.
179 #
天魔(tiān mó)/-
Himmelsdämon
Kommentar öffnen
Machtwesen, das meditative Zustände ausnutzt. Im Sutra funktional verstanden, nicht mythologisch.
中文原文
天魔(tiān mó)/-
Deutsch
Himmelsdämon
Kommentar
Machtwesen, das meditative Zustände ausnutzt. Im Sutra funktional verstanden, nicht mythologisch.
180 #
天龍(tiānlóng)/-
Himmelswesen und Drachen
Kommentar öffnen
Formel für Kräfte/Schutzwesen verschiedener Ebenen; in Rolle 7 als mitfreuende und schützende Mächte erwähnt.
中文原文
天龍(tiānlóng)/-
Deutsch
Himmelswesen und Drachen
Kommentar
Formel für Kräfte/Schutzwesen verschiedener Ebenen; in Rolle 7 als mitfreuende und schützende Mächte erwähnt.
181 #
定性聲聞(dìng xìng shēng wén)/-
Hörende
Kommentar öffnen
buddhistischer Fachbegriff: · 定性 meint eine festgelegte oder bestimmte Natur, hier im Sinne von „festgelegt auf ein bestimmtes Stadium“ (oft auf die Stufe des Schravakas beschränkt). · 聲聞 (Schravaka) sind „Hörende“ bzw. Schüler, die die Lehren direkt vom Buddha hören und nach Befreiung streben, aber oft noch nicht das volle Erwachen eines Bodhisattvas erlangt haben.
中文原文
定性聲聞(dìng xìng shēng wén)/-
Deutsch
Hörende
Kommentar
buddhistischer Fachbegriff: · 定性 meint eine festgelegte oder bestimmte Natur, hier im Sinne von „festgelegt auf ein bestimmtes Stadium“ (oft auf die Stufe des Schravakas beschränkt). · 聲聞 (Schravaka) sind „Hörende“ bzw. Schüler, die die Lehren direkt vom Buddha hören und nach Befreiung streben, aber oft noch nicht das volle Erwachen eines Bodhisattvas erlangt haben.
182 #
饿鬼(èguǐ)/preta
Hungrige Geister
Kommentar öffnen
Daseinsform chronischen Mangels. Steht für Zustände unstillbaren Begehrens und innerer Leere.
中文原文
饿鬼(èguǐ)/preta
Deutsch
Hungrige Geister
Kommentar
Daseinsform chronischen Mangels. Steht für Zustände unstillbaren Begehrens und innerer Leere.
183 #
帝釋(dìshì)/-
Indra (Śakra)
Kommentar öffnen
Himmelskönig (Śakra/Indra). In Rolle 7 gelobt er Schutz für Übende.
中文原文
帝釋(dìshì)/-
Deutsch
Indra (Śakra)
Kommentar
Himmelskönig (Śakra/Indra). In Rolle 7 gelobt er Schutz für Übende.
184 #
内外分别(nèiwài fēnbié)/-
Inneres und äußeres Teilen
Kommentar öffnen
Grundlegende Spaltung von Wahrnehmung in Subjekt und Objekt. Im Śūraṅgama als Wurzel der Verblendung analysiert.
中文原文
内外分别(nèiwài fēnbié)/-
Deutsch
Inneres und äußeres Teilen
Kommentar
Grundlegende Spaltung von Wahrnehmung in Subjekt und Objekt. Im Śūraṅgama als Wurzel der Verblendung analysiert.
185 #
贍部洲(shànbùzhōu)/jambudvīpa
Jambudvipa
Kommentar öffnen
Der südliche Kontinent der buddhistischen Kosmologie; die Menschenwelt.
中文原文
贍部洲(shànbùzhōu)/jambudvīpa
Deutsch
Jambudvipa
Kommentar
Der südliche Kontinent der buddhistischen Kosmologie; die Menschenwelt.
186 #
閻浮檀金(yánfútán jīn)/-
Jambunada-Gold
Kommentar öffnen
Mythisches, vollkommen reines Gold; Symbol höchster Reinheit und Klarheit.
中文原文
閻浮檀金(yánfútán jīn)/-
Deutsch
Jambunada-Gold
Kommentar
Mythisches, vollkommen reines Gold; Symbol höchster Reinheit und Klarheit.
187 #
(qídúolín,qíyuán)/Jetavana
Jeta-Hain
Kommentar öffnen
Häufiger Aufenthaltsort des Buddha nahe Sravasti.
中文原文
(qídúolín,qíyuán)/Jetavana
Deutsch
Jeta-Hain
Kommentar
Häufiger Aufenthaltsort des Buddha nahe Sravasti.
188 #
祇园(qíyuán)/jetavana
Jetavana-Hain
Kommentar öffnen
berühmtes Kloster, in dem Buddha lehrte
中文原文
祇园(qíyuán)/jetavana
Deutsch
Jetavana-Hain
Kommentar
berühmtes Kloster, in dem Buddha lehrte
189 #
羯邏藍(jiélúolán)/kalala
Kalala (Keimform)
Kommentar öffnen
Traditioneller Begriff für frühe Embryo-/Keimphase; in Rolle 7 als „Eiergeburt“-Korrelation verwendet.
中文原文
羯邏藍(jiélúolán)/kalala
Deutsch
Kalala (Keimform)
Kommentar
Traditioneller Begriff für frühe Embryo-/Keimphase; in Rolle 7 als „Eiergeburt“-Korrelation verwendet.
190 #
迦陵頻伽(jiālíngpínqié)/kalaviṅka
Kalavinka
Kommentar öffnen
Mythischer Vogel mit überirdisch schönem Gesang; Sinnbild der Stimme des Buddha.
中文原文
迦陵頻伽(jiālíngpínqié)/kalaviṅka
Deutsch
Kalavinka
Kommentar
Mythischer Vogel mit überirdisch schönem Gesang; Sinnbild der Stimme des Buddha.
191 #
劫(jié)/kalpa
Kalpa
Kommentar öffnen
Ein extrem langer Zeitraum im buddhistischen Kosmos.
中文原文
劫(jié)/kalpa
Deutsch
Kalpa
Kommentar
Ein extrem langer Zeitraum im buddhistischen Kosmos.
192 #
业(yè)/-
Karma
Kommentar öffnen
Gesetzmäßigkeit von Handlung, Wirkung und Reifung. Kein Schicksal, sondern dynamische Wechselwirkung von Geist, Handlung und Erfahrung.
中文原文
业(yè)/-
Deutsch
Karma
Kommentar
Gesetzmäßigkeit von Handlung, Wirkung und Reifung. Kein Schicksal, sondern dynamische Wechselwirkung von Geist, Handlung und Erfahrung.
193 #
業報(yèbào)/karma-vipāka
Karmische Wirkung
Kommentar öffnen
Das Gesetz von Ursache und Wirkung im moralischen Sinne.
中文原文
業報(yèbào)/karma-vipāka
Deutsch
Karmische Wirkung
Kommentar
Das Gesetz von Ursache und Wirkung im moralischen Sinne.
194 #
迦吒富單那(jiāzhà fùdānnà)/kaṭapūtana
Kataputana
Kommentar öffnen
Dämonenklasse (Variante von Pūtana); in Rolle 7 als Störer genannt.
中文原文
迦吒富單那(jiāzhà fùdānnà)/kaṭapūtana
Deutsch
Kataputana
Kommentar
Dämonenklasse (Variante von Pūtana); in Rolle 7 als Störer genannt.
195 #
迦旃延(jiāzhānyán)/kātyāyana
Katyayana
Kommentar öffnen
Vertreter einer Vernichtungsansicht; Beispiel äußerer Lehren.
中文原文
迦旃延(jiāzhānyán)/kātyāyana
Deutsch
Katyayana
Kommentar
Vertreter einer Vernichtungsansicht; Beispiel äußerer Lehren.
196 #
憍陳如(jiāochénrú)/Kauṇḍinya
Kaundinya
Kommentar öffnen
erster Schüler, der die Vier Edlen Wahrheiten verstand
中文原文
憍陳如(jiāochénrú)/Kauṇḍinya
Deutsch
Kaundinya
Kommentar
erster Schüler, der die Vier Edlen Wahrheiten verstand
197 #
小乘(xiǎochéng)/hīnayāna
Kleines Fahrzeug (Hinayana) –
Kommentar öffnen
Der Weg der persönlichen Befreiung.
中文原文
小乘(xiǎochéng)/hīnayāna
Deutsch
Kleines Fahrzeug (Hinayana) –
Kommentar
Der Weg der persönlichen Befreiung.
198 #
煩惱(fánnǎo)/kleśa
Kleshas
Kommentar öffnen
Geistesgifte / Verblendungen (Gier, Hass, Verblendung)
中文原文
煩惱(fánnǎo)/kleśa
Deutsch
Kleshas
Kommentar
Geistesgifte / Verblendungen (Gier, Hass, Verblendung)
199 #
結(jié)/-
Knoten
Kommentar öffnen
Metapher im Shurangama-Sutra: Die Bindung der sechs Sinne wird als sechs Knoten in einem Tuch dargestellt. Jeder Knoten steht für eine spezifische Verstrickung; die Knoten sind verschieden, stammen aber aus einer einzigen Schnur.
中文原文
結(jié)/-
Deutsch
Knoten
Kommentar
Metapher im Shurangama-Sutra: Die Bindung der sechs Sinne wird als sechs Knoten in einem Tuch dargestellt. Jeder Knoten steht für eine spezifische Verstrickung; die Knoten sind verschieden, stammen aber aus einer einzigen Schnur.
200 #
解結(jiě jié)/-
Knoten lösen
Kommentar öffnen
Befreiung von geistigen Verstrickungen
中文原文
解結(jiě jié)/-
Deutsch
Knoten lösen
Kommentar
Befreiung von geistigen Verstrickungen
201 #
想陰(xiǎngyīn)/saṃjñā
Konzeptionsaggregat
Kommentar öffnen
Aggregat der Bedeutungsbildung, Zuschreibung und Deutung. Rolle 9 entfaltet hier zehn konzeptive Verirrungen.
中文原文
想陰(xiǎngyīn)/saṃjñā
Deutsch
Konzeptionsaggregat
Kommentar
Aggregat der Bedeutungsbildung, Zuschreibung und Deutung. Rolle 9 entfaltet hier zehn konzeptive Verirrungen.
202 #
俱胝(jùzhī)/-
Koṭi (Zahlwort)
Kommentar öffnen
Indisches Zahlwort (koṭi). In Kombination mit 恒河沙/Nayuta als konventioneller Ausdruck für „unzählige“ Mengen.
中文原文
俱胝(jùzhī)/-
Deutsch
Koṭi (Zahlwort)
Kommentar
Indisches Zahlwort (koṭi). In Kombination mit 恒河沙/Nayuta als konventioneller Ausdruck für „unzählige“ Mengen.
203 #
鳩槃茶(jiūpántú)/kumbhāṇḍa
Kumbhanda
Kommentar öffnen
Dämonenklasse; in Rolle 7 als Störer genannt.
中文原文
鳩槃茶(jiūpántú)/kumbhāṇḍa
Deutsch
Kumbhanda
Kommentar
Dämonenklasse; in Rolle 7 als Störer genannt.
204 #
白衣(báiyī)/-
Laien (wörtlich: Weiße)
Kommentar öffnen
Bezeichnung für Laienpraktizierende (nicht-ordinierte). In Rolle 7: zusammen mit Bhikṣu/Bhikṣuṇī als mögliche Übende im道場.
中文原文
白衣(báiyī)/-
Deutsch
Laien (wörtlich: Weiße)
Kommentar
Bezeichnung für Laienpraktizierende (nicht-ordinierte). In Rolle 7: zusammen mit Bhikṣu/Bhikṣuṇī als mögliche Übende im道場.
205 #
檀越(tányuè)/dānapati
Laienförderer
Kommentar öffnen
Laien-Spender/Förderer der Praxis (dānapati). In Rolle 7 als „白衣檀越“ erwähnt.
中文原文
檀越(tányuè)/dānapati
Deutsch
Laienförderer
Kommentar
Laien-Spender/Förderer der Praxis (dānapati). In Rolle 7 als „白衣檀越“ erwähnt.
206 #
生類(shēng lèi)/sattva-jāti
Lebensarten
Kommentar öffnen
Bezeichnet Klassen oder Gattungen von Lebewesen. In Rolle 10 erscheint die Gefahr, daraus eine deterministische Ontologie abzuleiten.
中文原文
生類(shēng lèi)/sattva-jāti
Deutsch
Lebensarten
Kommentar
Bezeichnet Klassen oder Gattungen von Lebewesen. In Rolle 10 erscheint die Gefahr, daraus eine deterministische Ontologie abzuleiten.
207 #
空性(kōng xìng)/Śūnyatā
Leere
Kommentar öffnen
Die Abwesenheit eigenständiger Existenz aller Phänomene.
中文原文
空性(kōng xìng)/Śūnyatā
Deutsch
Leere
Kommentar
Die Abwesenheit eigenständiger Existenz aller Phänomene.
208 #
摩訶迦葉(móhē jiāyè)/Mahākāśyapa
Mahakasyapa
Kommentar öffnen
Ein großer Arhat, bekannt für seine asketische Praxis und Weitergabe der Lehre.
中文原文
摩訶迦葉(móhē jiāyè)/Mahākāśyapa
Deutsch
Mahakasyapa
Kommentar
Ein großer Arhat, bekannt für seine asketische Praxis und Weitergabe der Lehre.
209 #
大势至(dàshìzhì)/mahāsthāmaprāpta
Mahasthamaprapta
Kommentar öffnen
Bodhisattva der großen Kraft, oft mit Avalokiteshvara assoziiert
中文原文
大势至(dàshìzhì)/mahāsthāmaprāpta
Deutsch
Mahasthamaprapta
Kommentar
Bodhisattva der großen Kraft, oft mit Avalokiteshvara assoziiert
210 #
弥勒(mílè)/maitreya
Maitreya
Kommentar öffnen
Buddha der Zukunft
中文原文
弥勒(mílè)/maitreya
Deutsch
Maitreya
Kommentar
Buddha der Zukunft
211 #
末那識(mò nà shí)/manas
Manas-Bewusstsein
Kommentar öffnen
Siebtes Bewusstsein der Yogācāra-Lehre. Es identifiziert das Speicherbewusstsein (ālaya-vijñāna) als ‚Ich‘ und bildet die subtile Grundlage der Ich-Anhaftung.
中文原文
末那識(mò nà shí)/manas
Deutsch
Manas-Bewusstsein
Kommentar
Siebtes Bewusstsein der Yogācāra-Lehre. Es identifiziert das Speicherbewusstsein (ālaya-vijñāna) als ‚Ich‘ und bildet die subtile Grundlage der Ich-Anhaftung.
212 #
文殊師利,文殊(wénshūshīlì,wénshū)/mañjuśrī
Manjushri
Kommentar öffnen
Bodhisattva der Weisheit; führt im Sutra aus begrifflicher Verwirrung heraus.
中文原文
文殊師利,文殊(wénshūshīlì,wénshū)/mañjuśrī
Deutsch
Manjushri
Kommentar
Bodhisattva der Weisheit; führt im Sutra aus begrifflicher Verwirrung heraus.
213 #
咒,真言(zhòu,zhēnyán)/mantra
Mantra
Kommentar öffnen
Heilige Silbenfolge oder Formel mit schützender oder transformierender Wirkung.
中文原文
咒,真言(zhòu,zhēnyán)/mantra
Deutsch
Mantra
Kommentar
Heilige Silbenfolge oder Formel mit schützender oder transformierender Wirkung.
214 #
呪心(zhòu xīn)/-
Mantra-Herz
Kommentar öffnen
„Herz“ des Mantras: der nicht-begriffliche Klangkörper als Träger von Sammlung/Schutz; nicht Bedeutung, sondern Resonanz.
中文原文
呪心(zhòu xīn)/-
Deutsch
Mantra-Herz
Kommentar
„Herz“ des Mantras: der nicht-begriffliche Klangkörper als Träger von Sammlung/Schutz; nicht Bedeutung, sondern Resonanz.
215 #
魔王大自在天(mówáng dà zìzài tiān)/-
Māra-König Mahēśvara
Kommentar öffnen
„Großer自在天“ (Mahēśvara) als Māra-König; in Rolle 7 heißt es, er finde keinen Ansatzpunkt gegen Übende im Schutzfeld.
中文原文
魔王大自在天(mówáng dà zìzài tiān)/-
Deutsch
Māra-König Mahēśvara
Kommentar
„Großer自在天“ (Mahēśvara) als Māra-König; in Rolle 7 heißt es, er finde keinen Ansatzpunkt gegen Übende im Schutzfeld.
216 #
末伽梨(mòjiālí)/Maskari
Maskari
Kommentar öffnen
Vertreter äußerer Lehren; steht für falsche Absolutsetzungen.
中文原文
末伽梨(mòjiālí)/Maskari
Deutsch
Maskari
Kommentar
Vertreter äußerer Lehren; steht für falsche Absolutsetzungen.
217 #
摩登伽(módēngqié)/mātaṅgī
Matangi
Kommentar öffnen
Bhikshuni der Wesens-Reinheit – Eine ehemals an Begierde gebundene Frau, die durch Dharma befreit wurde.
中文原文
摩登伽(módēngqié)/mātaṅgī
Deutsch
Matangi
Kommentar
Bhikshuni der Wesens-Reinheit – Eine ehemals an Begierde gebundene Frau, die durch Dharma befreit wurde.
218 #
本妙圓心(běn miào yuánxīn)/-
Mitte
Kommentar öffnen
Bezeichnung für das Ursprüngliche jenseits von Subjekt, Objekt und Funktion. Keine psychologische oder metaphysische Instanz.
中文原文
本妙圓心(běn miào yuánxīn)/-
Deutsch
Mitte
Kommentar
Bezeichnung für das Ursprüngliche jenseits von Subjekt, Objekt und Funktion. Keine psychologische oder metaphysische Instanz.
219 #
自然(zìrán)/-
Natürlichkeit
Kommentar öffnen
Ebenfalls ein begrenztes Erklärungsmodell; wird zusammen mit Ursache-Bedingung entleert.
中文原文
自然(zìrán)/-
Deutsch
Natürlichkeit
Kommentar
Ebenfalls ein begrenztes Erklärungsmodell; wird zusammen mit Ursache-Bedingung entleert.
220 #
那由他(nàyóutā)/-
Nayuta (Zahlwort)
Kommentar öffnen
Indisches Zahlwort für eine sehr große Zahl; oft zusammen mit 恒河沙/俱胝 als Ausdruck von Unzählbarkeit.
中文原文
那由他(nàyóutā)/-
Deutsch
Nayuta (Zahlwort)
Kommentar
Indisches Zahlwort für eine sehr große Zahl; oft zusammen mit 恒河沙/俱胝 als Ausdruck von Unzählbarkeit.
221 #
无学(wúxué)/aśaikṣa
Nicht-mehr-Lernen
Kommentar öffnen
Stufe des vollendeten Lernens (Arhatschaft)
中文原文
无学(wúxué)/aśaikṣa
Deutsch
Nicht-mehr-Lernen
Kommentar
Stufe des vollendeten Lernens (Arhatschaft)
222 #
無學(wúxué)/-
Nicht-mehr-Lernende
Kommentar öffnen
Bezeichnet Übende, deren Schulung abgeschlossen ist (asekha), z. B. Arhats. In Rolle 7 als rasche Bestätigung durch Schutz/Mantra genannt.
中文原文
無學(wúxué)/-
Deutsch
Nicht-mehr-Lernende
Kommentar
Bezeichnet Übende, deren Schulung abgeschlossen ist (asekha), z. B. Arhats. In Rolle 7 als rasche Bestätigung durch Schutz/Mantra genannt.
223 #
不二(bù èr)/-
Nicht-Zweiheit
Kommentar öffnen
Grundsicht, dass Binden und Lösen, Sinneswurzel und Sinnesobjekt letztlich nicht zwei getrennte Wirklichkeiten sind. In Rolle 5 wird betont: „Binden und Lösen sind nicht zwei“.
中文原文
不二(bù èr)/-
Deutsch
Nicht-Zweiheit
Kommentar
Grundsicht, dass Binden und Lösen, Sinneswurzel und Sinnesobjekt letztlich nicht zwei getrennte Wirklichkeiten sind. In Rolle 5 wird betont: „Binden und Lösen sind nicht zwei“.
224 #
涅槃(niè pán)/nirvāṇa
Nirvana
Kommentar öffnen
„Erlöschen“ der Ursachen von Leiden und Wiedergeburt.Nicht als Zustand oder Jenseits, sondern als Nicht-Verstrickung und Ruhe des Greifens verstanden.
中文原文
涅槃(niè pán)/nirvāṇa
Deutsch
Nirvana
Kommentar
„Erlöschen“ der Ursachen von Leiden und Wiedergeburt.Nicht als Zustand oder Jenseits, sondern als Nicht-Verstrickung und Ruhe des Greifens verstanden.
225 #
唯识(wéishí)/vijñapti-mātra
Nur-Bewusstsein
Kommentar öffnen
Lehre, dass alles nur Bewusstseinsprojektion ist
中文原文
唯识(wéishí)/vijñapti-mātra
Deutsch
Nur-Bewusstsein
Kommentar
Lehre, dass alles nur Bewusstseinsprojektion ist
226 #
道場(dàochǎng)/-
Ort der Praxis
Kommentar öffnen
Wörtlich „Ort des Erwachens“: Übungs- und Ritualraum, in dem Gelübde, Mantra-Rezitation und Sammlung zusammengeführt werden.
中文原文
道場(dàochǎng)/-
Deutsch
Ort der Praxis
Kommentar
Wörtlich „Ort des Erwachens“: Übungs- und Ritualraum, in dem Gelübde, Mantra-Rezitation und Sammlung zusammengeführt werden.
227 #
人空(rén kōng)/-
Person-Leerheit
Kommentar öffnen
Erste Stufe der Befreiung im Schema von Rolle 5: Beim Lösen eines Sinnesknotens fällt zunächst die Vorstellung eines festen „Ich“ (Person) als eigenständige Substanz.
中文原文
人空(rén kōng)/-
Deutsch
Person-Leerheit
Kommentar
Erste Stufe der Befreiung im Schema von Rolle 5: Beim Lösen eines Sinnesknotens fällt zunächst die Vorstellung eines festen „Ich“ (Person) als eigenständige Substanz.
228 #
蔽尸(bìshī)/peśī
Peśī (Keimform)
Kommentar öffnen
Traditioneller Begriff für Embryostufe; in Rolle 7 mit „Feuchtgeburt“ verbunden.
中文原文
蔽尸(bìshī)/peśī
Deutsch
Peśī (Keimform)
Kommentar
Traditioneller Begriff für Embryostufe; in Rolle 7 mit „Feuchtgeburt“ verbunden.
229 #
毘舍遮(píshězhē)/piśāca
Pishaca
Kommentar öffnen
Dämonenklasse; in Rolle 7 als Störer genannt.
中文原文
毘舍遮(píshězhē)/piśāca
Deutsch
Pishaca
Kommentar
Dämonenklasse; in Rolle 7 als Störer genannt.
230 #
波斯匿(bōsīní)/Prasenajit
Prasenajit
Kommentar öffnen
König von Kosala; Dialogpartner des Buddha in Rolle 2.
中文原文
波斯匿(bōsīní)/Prasenajit
Deutsch
Prasenajit
Kommentar
König von Kosala; Dialogpartner des Buddha in Rolle 2.
231 #
富樓那(fùlóunà)/Pūrṇa
Purna
Kommentar öffnen
Einer der Hauptschüler des Buddha, bekannt als „Lehrer des Dharma“.
中文原文
富樓那(fùlóunà)/Pūrṇa
Deutsch
Purna
Kommentar
Einer der Hauptschüler des Buddha, bekannt als „Lehrer des Dharma“.
232 #
富單那(fùdānnà)/pūtana
Putana
Kommentar öffnen
Dämonenklasse; in Rolle 7 als Störer genannt.
中文原文
富單那(fùdānnà)/pūtana
Deutsch
Putana
Kommentar
Dämonenklasse; in Rolle 7 als Störer genannt.
233 #
輪手,輪相手(lúnshǒu)/cakra-hasta
Rad-Hand
Kommentar öffnen
Eines der Hauptmerkmale eines Buddha: das Rad-Zeichen in der Handfläche als Symbol vollendeter Wirksamkeit.
中文原文
輪手,輪相手(lúnshǒu)/cakra-hasta
Deutsch
Rad-Hand
Kommentar
Eines der Hauptmerkmale eines Buddha: das Rad-Zeichen in der Handfläche als Symbol vollendeter Wirksamkeit.
234 #
羅剎(luóshà)/rākṣasa
Rakshasa
Kommentar öffnen
Klasse von Dämonenwesen; in Rolle 7 als Störer genannt, die keinen Zugang finden.
中文原文
羅剎(luóshà)/rākṣasa
Deutsch
Rakshasa
Kommentar
Klasse von Dämonenwesen; in Rolle 7 als Störer genannt, die keinen Zugang finden.
235 #
安居,雨安居(ānjū,yǔānjū)/Vassa
Regenklausur
Kommentar öffnen
Dreimonatige Rückzugszeit der Mönchsgemeinschaft während der Regenzeit.
中文原文
安居,雨安居(ānjū,yǔānjū)/Vassa
Deutsch
Regenklausur
Kommentar
Dreimonatige Rückzugszeit der Mönchsgemeinschaft während der Regenzeit.
236 #
净土(jìngtǔ)/sukhāvatī
Reines Land
Kommentar öffnen
Reines Land des Buddha Amitabha (Sukhavati)
中文原文
净土(jìngtǔ)/sukhāvatī
Deutsch
Reines Land
Kommentar
Reines Land des Buddha Amitabha (Sukhavati)
237 #
齋戒(zhāijiè)/-
Reinheits-/Fastengelübde
Kommentar öffnen
Übung von Reinheit/Fasten. In Rolle 7 heißt es, dass Reinheit auch ohne formale Gelübde „von selbst“ entstehen kann (nicht als Freibrief, sondern als Feldwirkung).
中文原文
齋戒(zhāijiè)/-
Deutsch
Reinheits-/Fastengelübde
Kommentar
Übung von Reinheit/Fasten. In Rolle 7 heißt es, dass Reinheit auch ohne formale Gelübde „von selbst“ entstehen kann (nicht als Freibrief, sondern als Feldwirkung).
238 #
還源(huán yuán)/-
Rückkehr zum Ursprung
Kommentar öffnen
Bezeichnet die Bewegung zurück zur Quelle des Nicht-Entstehenden und Unvergänglichen. In Rolle 5 verbunden mit dem Lösen der Sinnesknoten: Wahrnehmen kehrt nach innen zurück, das ursprüngliche Leuchten tritt hervor.
中文原文
還源(huán yuán)/-
Deutsch
Rückkehr zum Ursprung
Kommentar
Bezeichnet die Bewegung zurück zur Quelle des Nicht-Entstehenden und Unvergänglichen. In Rolle 5 verbunden mit dem Lösen der Sinnesknoten: Wahrnehmen kehrt nach innen zurück, das ursprüngliche Leuchten tritt hervor.
239 #
娑婆世界(suōpó shìjiè)/sahā
Saha-Welt
Kommentar öffnen
„Welt des Ertragens“; das Weltfeld der Praxis unter Leidensbedingungen.
中文原文
娑婆世界(suōpó shìjiè)/sahā
Deutsch
Saha-Welt
Kommentar
„Welt des Ertragens“; das Weltfeld der Praxis unter Leidensbedingungen.
240 #
三昧(sānmèi)/samādhi
Samadhi
Kommentar öffnen
Sammlung ohne Fixierung; kein Zustand, sondern Nicht-Zerstreut-Sein.
中文原文
三昧(sānmèi)/samādhi
Deutsch
Samadhi
Kommentar
Sammlung ohne Fixierung; kein Zustand, sondern Nicht-Zerstreut-Sein.
241 #
三昧(sānmèi)/samādhi
Samadhi
Kommentar öffnen
Zustand gesammelter, stabiler und durchdringender Versenkung, in dem Zerstreuung zur Ruhe kommt und Erkenntnis möglich wird. Im Śūraṅgama keine Flucht aus der Welt, sondern Grundlage klaren Sehens.
中文原文
三昧(sānmèi)/samādhi
Deutsch
Samadhi
Kommentar
Zustand gesammelter, stabiler und durchdringender Versenkung, in dem Zerstreuung zur Ruhe kommt und Erkenntnis möglich wird. Im Śūraṅgama keine Flucht aus der Welt, sondern Grundlage klaren Sehens.
242 #
三摩地(sānmódì)/samādhi
Samadhi (Sammlung)
Kommentar öffnen
Samādhi bezeichnet hier nicht bloß Konzentration, sondern die stabile Sammlung des Geistes, in der Verblendung nicht neu entsteht.
中文原文
三摩地(sānmódì)/samādhi
Deutsch
Samadhi (Sammlung)
Kommentar
Samādhi bezeichnet hier nicht bloß Konzentration, sondern die stabile Sammlung des Geistes, in der Verblendung nicht neu entsteht.
243 #
普贤(pǔxián)/samantabhadra
Samantabhadra
Kommentar öffnen
Bodhisattva des allumfassenden Handelns
中文原文
普贤(pǔxián)/samantabhadra
Deutsch
Samantabhadra
Kommentar
Bodhisattva des allumfassenden Handelns
244 #
三昧(sānmèi)/samādhi
Sammlung
Kommentar öffnen
Übersetzung für Samadhi oder meditative Vertiefung
中文原文
三昧(sānmèi)/samādhi
Deutsch
Sammlung
Kommentar
Übersetzung für Samadhi oder meditative Vertiefung
245 #
輪迴(lúnhuí)/saṃsāra
Samsara
Kommentar öffnen
Der Kreislauf von Geburt, Tod und Wiedergeburt.
中文原文
輪迴(lúnhuí)/saṃsāra
Deutsch
Samsara
Kommentar
Der Kreislauf von Geburt, Tod und Wiedergeburt.
246 #
僧伽,僧(sēngqié,sēng)/saṅgha
Sangha
Kommentar öffnen
Gemeinschaft der buddhistischen Praktizierenden.
中文原文
僧伽,僧(sēngqié,sēng)/saṅgha
Deutsch
Sangha
Kommentar
Gemeinschaft der buddhistischen Praktizierenden.
247 #
灌頂(guàndǐng)/abhiṣeka
Scheitelweihe
Kommentar öffnen
„Befehlen/Übergießen des Scheitels“: Einweihung/Bestärkung durch die Buddhas; in Rolle 7 verbunden mit dem Herabkommen des großen Mitgefühlslichtes.
中文原文
灌頂(guàndǐng)/abhiṣeka
Deutsch
Scheitelweihe
Kommentar
„Befehlen/Übergießen des Scheitels“: Einweihung/Bestärkung durch die Buddhas; in Rolle 7 verbunden mit dem Herabkommen des großen Mitgefühlslichtes.
248 #
六识(liù shí)/ṣaḍ-vijñāna
Sechs Bewusstseinsarten
Kommentar öffnen
Wahrnehmungsbewusstsein je Sinn
中文原文
六识(liù shí)/ṣaḍ-vijñāna
Deutsch
Sechs Bewusstseinsarten
Kommentar
Wahrnehmungsbewusstsein je Sinn
249 #
六修行位(liù xiūxíng wèi)/-
Sechs Ebenen der geistigen Übung
Kommentar öffnen
Sechs aufeinander bezogene Ebenen innerer Schulung, beginnend bei ethischer Stabilisierung über Sammlung und Durchdringung bis zur nicht‑dualen Einsicht. Sie beschreiben Vertiefungsgrade der Praxis, keine feste Rangordnung oder spirituelle Hierarchie.
中文原文
六修行位(liù xiūxíng wèi)/-
Deutsch
Sechs Ebenen der geistigen Übung
Kommentar
Sechs aufeinander bezogene Ebenen innerer Schulung, beginnend bei ethischer Stabilisierung über Sammlung und Durchdringung bis zur nicht‑dualen Einsicht. Sie beschreiben Vertiefungsgrade der Praxis, keine feste Rangordnung oder spirituelle Hierarchie.
250 #
六大(liù dà)/ṣaḍdhātu
Sechs Elemente
Kommentar öffnen
Die vier oben genannten plus Raum und Bewusstsein.
中文原文
六大(liù dà)/ṣaḍdhātu
Deutsch
Sechs Elemente
Kommentar
Die vier oben genannten plus Raum und Bewusstsein.
251 #
六大(liùdà)/ṣaḍmahābhūtāni
Sechs große Elemente
Kommentar öffnen
Fünf Elemente plus Erkennen; dienen der Ent-Ortung auch der Erkenntnisfunktion.
中文原文
六大(liùdà)/ṣaḍmahābhūtāni
Deutsch
Sechs große Elemente
Kommentar
Fünf Elemente plus Erkennen; dienen der Ent-Ortung auch der Erkenntnisfunktion.
252 #
六根(liù gēn)/ṣaḍ-indriya
Sechs Sinne
Kommentar öffnen
Auge, Ohr, Nase, Zunge, Körper, Geist
中文原文
六根(liù gēn)/ṣaḍ-indriya
Deutsch
Sechs Sinne
Kommentar
Auge, Ohr, Nase, Zunge, Körper, Geist
253 #
六尘(liù chén)/ṣaḍ-viṣaya
Sechs Sinnesobjekte
Kommentar öffnen
Form, Klang, Geruch, Geschmack, Berührung, Gedanke
中文原文
六尘(liù chén)/ṣaḍ-viṣaya
Deutsch
Sechs Sinnesobjekte
Kommentar
Form, Klang, Geruch, Geschmack, Berührung, Gedanke
254 #
奢摩他,止(shēmótuō,zhǐ)/śamatha
Shamatha
Kommentar öffnen
„Beruhigung des Geistes“. Praxis des Stillwerdens ohne Fixieren oder Unterdrücken; im Shurangama-Sutra das Lösen von Anstrengung, sodass das Ursprüngiche gegenwärtig wird.
中文原文
奢摩他,止(shēmótuō,zhǐ)/śamatha
Deutsch
Shamatha
Kommentar
„Beruhigung des Geistes“. Praxis des Stillwerdens ohne Fixieren oder Unterdrücken; im Shurangama-Sutra das Lösen von Anstrengung, sodass das Ursprüngiche gegenwärtig wird.
255 #
舍利弗(shèlìfú)/Śāriputra
Shariputra
Kommentar öffnen
bekannt für Weisheit, „Sohn des Dharma“
中文原文
舍利弗(shèlìfú)/Śāriputra
Deutsch
Shariputra
Kommentar
bekannt für Weisheit, „Sohn des Dharma“
256 #
首楞嚴(shǒuléngyán)/śūraṅgama
Shurangama
Kommentar öffnen
„Unerschütterlich, standhaft“; Name des Sutras und eines höchsten Samadhi.
中文原文
首楞嚴(shǒuléngyán)/śūraṅgama
Deutsch
Shurangama
Kommentar
„Unerschütterlich, standhaft“; Name des Sutras und eines höchsten Samadhi.
257 #
七大(qīdà)/saptamahābhūtāni
Sieben große Elemente
Kommentar öffnen
Sechs große Elemente plus Bewusstsein; zeigen, dass auch Bewusstsein keinen Ursprung hat.
中文原文
七大(qīdà)/saptamahābhūtāni
Deutsch
Sieben große Elemente
Kommentar
Sechs große Elemente plus Bewusstsein; zeigen, dass auch Bewusstsein keinen Ursprung hat.
258 #
六入(liùrù)/ṣaḍāyatana
Sinneseingänge
Kommentar öffnen
Die sechs Wahrnehmungseingänge: Auge, Ohr, Nase, Zunge, Körper, Denksinn.
中文原文
六入(liùrù)/ṣaḍāyatana
Deutsch
Sinneseingänge
Kommentar
Die sechs Wahrnehmungseingänge: Auge, Ohr, Nase, Zunge, Körper, Denksinn.
259 #
六塵(liuchen)/-
Sinnesobjekte / Staub
Kommentar öffnen
Wahrnehmungsobjekte, an denen der Geist haftet; „Staub“ als Bild für Verdeckung.
中文原文
六塵(liuchen)/-
Deutsch
Sinnesobjekte / Staub
Kommentar
Wahrnehmungsobjekte, an denen der Geist haftet; „Staub“ als Bild für Verdeckung.
260 #
根(gēn)/indriya
Sinneswurzel
Kommentar öffnen
Grundlage / Fähigkeit des Sinnesorgans
中文原文
根(gēn)/indriya
Deutsch
Sinneswurzel
Kommentar
Grundlage / Fähigkeit des Sinnesorgans
261 #
六根(liùgēn)/ṣaḍindriya
Sinneswurzeln
Kommentar öffnen
Die sechs Wahrnehmungsgrundlagen; keine festen Organe, sondern bedingt erscheinende Struktur.
中文原文
六根(liùgēn)/ṣaḍindriya
Deutsch
Sinneswurzeln
Kommentar
Die sechs Wahrnehmungsgrundlagen; keine festen Organe, sondern bedingt erscheinende Struktur.
262 #
悉怛多鉢怛囉(xīdáduō bōdáluó)/sitatapatra
Sitatapatra
Kommentar öffnen
„Weißer Schirm“: Titel/Beiname des Mantras (Śūraṅgama-Mantra). In Rolle 7 als „Buddha-Gipfel-Lichtbündel“-Mantra vorgestellt.
中文原文
悉怛多鉢怛囉(xīdáduō bōdáluó)/sitatapatra
Deutsch
Sitatapatra
Kommentar
„Weißer Schirm“: Titel/Beiname des Mantras (Śūraṅgama-Mantra). In Rolle 7 als „Buddha-Gipfel-Lichtbündel“-Mantra vorgestellt.
263 #
真如(zhēnrú)/tathatā
Soheit
Kommentar öffnen
Ausdruck für das Unverstellte jenseits aller begrifflichen Festlegung. Nicht ontologisch zu verstehen.
中文原文
真如(zhēnrú)/tathatā
Deutsch
Soheit
Kommentar
Ausdruck für das Unverstellte jenseits aller begrifflichen Festlegung. Nicht ontologisch zu verstehen.
264 #
真如(zhēnrú)/-
Soheit
Kommentar öffnen
Die Wirklichkeit, wie sie ist, vor jeder begrifflichen Teilung. Keine Substanz, sondern unmittelbare Gegebenheit.
中文原文
真如(zhēnrú)/-
Deutsch
Soheit
Kommentar
Die Wirklichkeit, wie sie ist, vor jeder begrifflichen Teilung. Keine Substanz, sondern unmittelbare Gegebenheit.
265 #
舍衛城(shěwèichéng)/Śrāvastī
Sravasti
Kommentar öffnen
Bedeutende Stadt, in der der Buddha viele Lehrjahre verbrachte.
中文原文
舍衛城(shěwèichéng)/Śrāvastī
Deutsch
Sravasti
Kommentar
Bedeutende Stadt, in der der Buddha viele Lehrjahre verbrachte.
266 #
塵(chén)/-
Staub
Kommentar öffnen
Sinneseindrücke, weltliche Verstrickungen (Metapher)
中文原文
塵(chén)/-
Deutsch
Staub
Kommentar
Sinneseindrücke, weltliche Verstrickungen (Metapher)
267 #
六塵(liùchén)/viṣaya
Staubobjekte
Kommentar öffnen
Wahrnehmungsobjekte (Form, Klang, Duft, Geschmack, Berührung, Dharmas); „Staub“ meint das, woran Anhaftung haftet.
中文原文
六塵(liùchén)/viṣaya
Deutsch
Staubobjekte
Kommentar
Wahrnehmungsobjekte (Form, Klang, Duft, Geschmack, Berührung, Dharmas); „Staub“ meint das, woran Anhaftung haftet.
268 #
塵境(chén jìng)/-
Staubphänomene
Kommentar öffnen
Die sinnlich wahrnehmbaren Objekte (Formen, Klänge etc.)
中文原文
塵境(chén jìng)/-
Deutsch
Staubphänomene
Kommentar
Die sinnlich wahrnehmbaren Objekte (Formen, Klänge etc.)
269 #
寂灭(jìmìe)/-
Stille Erlöschung
Kommentar öffnen
Der Zustand des vollkommenen Friedens, frei von mentaler Unruhe.
中文原文
寂灭(jìmìe)/-
Deutsch
Stille Erlöschung
Kommentar
Der Zustand des vollkommenen Friedens, frei von mentaler Unruhe.
270 #
須陀洹(xū tuó huán)/srota-āpanna
Stromeingetretener
Kommentar öffnen
Begriff aus der frühen Lehre; im Sutra wird der „Strom“ psychologisch-strukturell weitergeführt.
中文原文
須陀洹(xū tuó huán)/srota-āpanna
Deutsch
Stromeingetretener
Kommentar
Begriff aus der frühen Lehre; im Sutra wird der „Strom“ psychologisch-strukturell weitergeführt.
271 #
法云地(fǎ yún dì)/-
Stufe der Dharma-Wolke
Kommentar öffnen
Zehnte und letzte Bodhisattva-Stufe. Der Geist wirkt wie eine Wolke des Dharma, die Wesen ohne Absicht nährt.
中文原文
法云地(fǎ yún dì)/-
Deutsch
Stufe der Dharma-Wolke
Kommentar
Zehnte und letzte Bodhisattva-Stufe. Der Geist wirkt wie eine Wolke des Dharma, die Wesen ohne Absicht nährt.
272 #
初地(chū dì)/-
Stufe der Freude
Kommentar öffnen
Erste Bodhisattva-Stufe, gekennzeichnet durch unmittelbare Einsicht und große innere Freude ohne Anhaftung.
中文原文
初地(chū dì)/-
Deutsch
Stufe der Freude
Kommentar
Erste Bodhisattva-Stufe, gekennzeichnet durch unmittelbare Einsicht und große innere Freude ohne Anhaftung.
273 #
乾慧地(gān huì dì)/-
Stufe der trockenen Weisheit
Kommentar öffnen
Einsicht, die schon erkennt, aber noch nicht vollständig „durchfeuchtet“/verkörpert ist; Auftakt zur Wegdarlegung (Stufen als didaktische Markierungen, nicht als Besitz).
中文原文
乾慧地(gān huì dì)/-
Deutsch
Stufe der trockenen Weisheit
Kommentar
Einsicht, die schon erkennt, aber noch nicht vollständig „durchfeuchtet“/verkörpert ist; Auftakt zur Wegdarlegung (Stufen als didaktische Markierungen, nicht als Besitz).
274 #
經,修多羅(jīng,xiūduōluó)/sūtra
Sutra
Kommentar öffnen
Lehrrede des Buddha.
中文原文
經,修多羅(jīng,xiūduōluó)/sūtra
Deutsch
Sutra
Kommentar
Lehrrede des Buddha.
275 #
卍・卐(wàn)/svastika
Svastika
Kommentar öffnen
Altes buddhistisches Symbol für Glück, Vollkommenheit und Mitte.
中文原文
卍・卐(wàn)/svastika
Deutsch
Svastika
Kommentar
Altes buddhistisches Symbol für Glück, Vollkommenheit und Mitte.
276 #
如來(rúlái)/tathāgata
Tathagata
Kommentar öffnen
Titel des Buddha in seiner Lehr- und Funktionsrolle („So-Gekommener“). Wird vor allem in Lehrformeln und Komposita verwendet.
中文原文
如來(rúlái)/tathāgata
Deutsch
Tathagata
Kommentar
Titel des Buddha in seiner Lehr- und Funktionsrolle („So-Gekommener“). Wird vor allem in Lehrformeln und Komposita verwendet.
277 #
如来(rúlái)/tathāgata
Tathagata
Kommentar öffnen
Ehrentitel eines Buddha. Bezeichnet einen, der die Wirklichkeit so erkannt hat, wie sie ist, ohne aus ihr heraus- oder in sie hineinzugehen.
中文原文
如来(rúlái)/tathāgata
Deutsch
Tathagata
Kommentar
Ehrentitel eines Buddha. Bezeichnet einen, der die Wirklichkeit so erkannt hat, wie sie ist, ohne aus ihr heraus- oder in sie hineinzugehen.
278 #
如來藏(rúláizàng)/tathāgatagarbha
Tathagata-Speicher
Kommentar öffnen
Didaktischer Begriff für den allumfassenden Zusammenhang, in dem Form und Leere erscheinen. Kein metaphysisches Substrat, sondern ein Lehrrahmen, der im Verlauf des Sutras entleert wird.
中文原文
如來藏(rúláizàng)/tathāgatagarbha
Deutsch
Tathagata-Speicher
Kommentar
Didaktischer Begriff für den allumfassenden Zusammenhang, in dem Form und Leere erscheinen. Kein metaphysisches Substrat, sondern ein Lehrrahmen, der im Verlauf des Sutras entleert wird.
279 #
返流(fǎn liú)/-
Umkehr des Stroms
Kommentar öffnen
Wendung der Aufmerksamkeit gegen den gewohnten Lauf nach außen (zu Sinnesobjekten) zurück zur Quelle. In Rolle 5 als Bild für das Umkehren des anfangslosen Stroms von Geburt und Tod hin zum Nicht-Entstehenden.
中文原文
返流(fǎn liú)/-
Deutsch
Umkehr des Stroms
Kommentar
Wendung der Aufmerksamkeit gegen den gewohnten Lauf nach außen (zu Sinnesobjekten) zurück zur Quelle. In Rolle 5 als Bild für das Umkehren des anfangslosen Stroms von Geburt und Tod hin zum Nicht-Entstehenden.
280 #
無間獄(wújiān yù)/avīci
Ununterbrochene Hölle
Kommentar öffnen
Zustand fortgesetzter Verblendung ohne Unterbrechung; im Sutra funktional‑ethisch gemeint.
中文原文
無間獄(wújiān yù)/avīci
Deutsch
Ununterbrochene Hölle
Kommentar
Zustand fortgesetzter Verblendung ohne Unterbrechung; im Sutra funktional‑ethisch gemeint.
281 #
因緣(yīnyuán)/hetu-pratyaya / yinyuan
Ursachen und Bedingungen
Kommentar öffnen
Relatives Erklärungsmodell für Entstehen; im Sutra nicht als letzte Erklärung akzeptiert.
中文原文
因緣(yīnyuán)/hetu-pratyaya / yinyuan
Deutsch
Ursachen und Bedingungen
Kommentar
Relatives Erklärungsmodell für Entstehen; im Sutra nicht als letzte Erklärung akzeptiert.
282 #
妙明(miào míng)/-
Ursprünglich klares Erkennen
Kommentar öffnen
Grundlage des Bewusstseins vor Verblendung
中文原文
妙明(miào míng)/-
Deutsch
Ursprünglich klares Erkennen
Kommentar
Grundlage des Bewusstseins vor Verblendung
283 #
本然(běn rán)/prakṛti-prabhāsvara
ursprünglich so
Kommentar öffnen
Bezeichnet das ursprünglich Gegebene, nicht Produzierte. Kein Substrat im ontologischen Sinn, sondern das Nicht-Gemachte, das nicht eigens entsteht.
中文原文
本然(běn rán)/prakṛti-prabhāsvara
Deutsch
ursprünglich so
Kommentar
Bezeichnet das ursprünglich Gegebene, nicht Produzierte. Kein Substrat im ontologischen Sinn, sondern das Nicht-Gemachte, das nicht eigens entsteht.
284 #
本觉(běn jué)/-
Ursprüngliches Erwachen
Kommentar öffnen
Die schon immer vorhandene erleuchtete Natur, die nicht erzeugt wird.
中文原文
本觉(běn jué)/-
Deutsch
Ursprüngliches Erwachen
Kommentar
Die schon immer vorhandene erleuchtete Natur, die nicht erzeugt wird.
285 #
毘盧遮那(pílúzhēnà)/Vairocana
Vairocana
Kommentar öffnen
Kosmischer Buddha des Dharmakāya. In Rolle 9 häufig als Projektionsfigur konzeptiver Verirrung verwendet.
中文原文
毘盧遮那(pílúzhēnà)/Vairocana
Deutsch
Vairocana
Kommentar
Kosmischer Buddha des Dharmakāya. In Rolle 9 häufig als Projektionsfigur konzeptiver Verirrung verwendet.
286 #
金剛(jīngāng)/vajra
Vajra
Kommentar öffnen
„Diamant/Donnerkeil“: Symbol unzerstörbarer Klarheit und Durchschlagskraft. In Rolle 7 als Schutzkräfte (Vajra-Wesen) und Vajra-Stab.
中文原文
金剛(jīngāng)/vajra
Deutsch
Vajra
Kommentar
„Diamant/Donnerkeil“: Symbol unzerstörbarer Klarheit und Durchschlagskraft. In Rolle 7 als Schutzkräfte (Vajra-Wesen) und Vajra-Stab.
287 #
金刚(jīngāng)/vajra
Vajra-gleiches Erwachen
Kommentar öffnen
diamantartiges, unzerstörbares Erwachen
中文原文
金刚(jīngāng)/vajra
Deutsch
Vajra-gleiches Erwachen
Kommentar
diamantartiges, unzerstörbares Erwachen
288 #
金剛藏王菩薩(jīngāng cáng wáng púsà)/-
Vajra-Schatzkönig-Bodhisattva
Kommentar öffnen
Schutz- und Begleitkräfte des Mantras; in Rolle 7 als unzählige Bodhisattva-Geschlechter mit Vajra-Gefolge dargestellt.
中文原文
金剛藏王菩薩(jīngāng cáng wáng púsà)/-
Deutsch
Vajra-Schatzkönig-Bodhisattva
Kommentar
Schutz- und Begleitkräfte des Mantras; in Rolle 7 als unzählige Bodhisattva-Geschlechter mit Vajra-Gefolge dargestellt.
289 #
無明(wúmíng)/Avidyā
Verblendung
Kommentar öffnen
Grundlegende Unwissenheit über die wahre Natur der Wirklichkeit.
中文原文
無明(wúmíng)/Avidyā
Deutsch
Verblendung
Kommentar
Grundlegende Unwissenheit über die wahre Natur der Wirklichkeit.
290 #
世界顛倒(shìjiè diāndǎo)/-
Verkehrung der Welt
Kommentar öffnen
Die verkehrte Setzung von „Welt“ (Außenperspektive) als Grund; entsteht aus Segmentierung, Wandel und Sinneskette.
中文原文
世界顛倒(shìjiè diāndǎo)/-
Deutsch
Verkehrung der Welt
Kommentar
Die verkehrte Setzung von „Welt“ (Außenperspektive) als Grund; entsteht aus Segmentierung, Wandel und Sinneskette.
291 #
眾生顛倒(zhòngshēng diāndǎo)/-
Verkehrung der Wesen
Kommentar öffnen
Die verkehrte Setzung von „Wesen“ (Innenperspektive) als Grund; entsteht aus der Schleife von Gewöhnung und Karma.
中文原文
眾生顛倒(zhòngshēng diāndǎo)/-
Deutsch
Verkehrung der Wesen
Kommentar
Die verkehrte Setzung von „Wesen“ (Innenperspektive) als Grund; entsteht aus der Schleife von Gewöhnung und Karma.
292 #
妄(wàng)/-
Verkennung
Kommentar öffnen
„Falsch/Verkannt“: bezeichnet nicht ein „zweites Sein“, sondern Zuschreibung ohne Grund; in Rolle 7: Entstehen/Vergehen als 妄.
中文原文
妄(wàng)/-
Deutsch
Verkennung
Kommentar
„Falsch/Verkannt“: bezeichnet nicht ein „zweites Sein“, sondern Zuschreibung ohne Grund; in Rolle 7: Entstehen/Vergehen als 妄.
293 #
煩惱(fánnǎo)/kleśa
Verstrickungen
Kommentar öffnen
Geistige Gifte wie Gier, Hass und Verblendung, die Leiden erzeugen.
中文原文
煩惱(fánnǎo)/kleśa
Deutsch
Verstrickungen
Kommentar
Geistige Gifte wie Gier, Hass und Verblendung, die Leiden erzeugen.
294 #
四棄(sìqì)/-
Vier Ausschlussvergehen
Kommentar öffnen
Schwerste Ordinationsvergehen der Bhikṣus (pārājika): führen zum Ausschluss; in Rolle 7 als „vier Ausschlüsse“ erwähnt.
中文原文
四棄(sìqì)/-
Deutsch
Vier Ausschlussvergehen
Kommentar
Schwerste Ordinationsvergehen der Bhikṣus (pārājika): führen zum Ausschluss; in Rolle 7 als „vier Ausschlüsse“ erwähnt.
295 #
四大(sìdà)/catvāri, mahābhūtāni
Vier Elemente
Kommentar öffnen
Erde, Wasser, Feuer und Wind; klassisches Modell weltlicher Veränderung, im Sutra dekonstruiert.
中文原文
四大(sìdà)/catvāri, mahābhūtāni
Deutsch
Vier Elemente
Kommentar
Erde, Wasser, Feuer und Wind; klassisches Modell weltlicher Veränderung, im Sutra dekonstruiert.
296 #
四根本戒(sì gēnběn jiè)/-
Vier grundlegende Verwerfungen
Kommentar öffnen
Die vier schwersten Formen grundlegender Verfehlung: Töten, Stehlen, sexuelles Fehlverhalten und falsche Rede. Sie werden nicht als Sünden verstanden, sondern als Handlungen, die die Basis jeder geistigen Übung zerstören, weil sie Verstrickung, Angst und Selbstrechtfertigung verstärken.
中文原文
四根本戒(sì gēnběn jiè)/-
Deutsch
Vier grundlegende Verwerfungen
Kommentar
Die vier schwersten Formen grundlegender Verfehlung: Töten, Stehlen, sexuelles Fehlverhalten und falsche Rede. Sie werden nicht als Sünden verstanden, sondern als Handlungen, die die Basis jeder geistigen Übung zerstören, weil sie Verstrickung, Angst und Selbstrechtfertigung verstärken.
297 #
四天王(sìtiānwáng)/cāturmahārāja
Vier Himmelskönige
Kommentar öffnen
Schutzgottheiten der vier Himmelsrichtungen in der buddhistischen Kosmologie.
中文原文
四天王(sìtiānwáng)/cāturmahārāja
Deutsch
Vier Himmelskönige
Kommentar
Schutzgottheiten der vier Himmelsrichtungen in der buddhistischen Kosmologie.
298 #
四種不死論(sìzhǒng bùsǐlùn)/-
Vier unsterbliche Lehren
Kommentar öffnen
Ausweichende, sophistische Lehrpositionen äußerer Schulen, die vom Buddha zurückgewiesen werden.
中文原文
四種不死論(sìzhǒng bùsǐlùn)/-
Deutsch
Vier unsterbliche Lehren
Kommentar
Ausweichende, sophistische Lehrpositionen äußerer Schulen, die vom Buddha zurückgewiesen werden.
299 #
四十四心(sìshísì xīn)/-
Vierundvierzig Herzen
Kommentar öffnen
Bezeichnung für eine Abfolge von 44 Geistes-/Herz-Stufen in der folgenden Wegdarlegung (Kartografie der Entwöhnung von Trennung).
中文原文
四十四心(sìshísì xīn)/-
Deutsch
Vierundvierzig Herzen
Kommentar
Bezeichnung für eine Abfolge von 44 Geistes-/Herz-Stufen in der folgenden Wegdarlegung (Kartografie der Entwöhnung von Trennung).
300 #
毘奈耶(pínàiyé)/vinaya
Vinaya (Disziplinordnung)
Kommentar öffnen
Die buddhistische Disziplinordnung (Regeln, Ordination, Verfahren). In Rolle 7 als Rahmen für „wie es recht ist“ (如法) und die Reinheit der Ordination.
中文原文
毘奈耶(pínàiyé)/vinaya
Deutsch
Vinaya (Disziplinordnung)
Kommentar
Die buddhistische Disziplinordnung (Regeln, Ordination, Verfahren). In Rolle 7 als Rahmen für „wie es recht ist“ (如法) und die Reinheit der Ordination.
301 #
毘那夜迦(pínàiyèjiā)/vināyaka
Vinayaka
Kommentar öffnen
„Vināyaka“ (oft: Gaṇeśa-/Hindernisgeister): in Rolle 7 als Geisterkönige genannt, die schließlich Schutz geloben.
中文原文
毘那夜迦(pínàiyèjiā)/vināyaka
Deutsch
Vinayaka
Kommentar
„Vināyaka“ (oft: Gaṇeśa-/Hindernisgeister): in Rolle 7 als Geisterkönige genannt, die schließlich Schutz geloben.
302 #
圓通(yuántōng)/-
Vollkommene Durchdringung
Kommentar öffnen
Zentrales Praxisprinzip (Rolle 5): Ein Zugang (ein Sinnestor) wird so durchdringend geklärt, dass die Verstrickungen aller sechs Sinne zugleich mitgelöst werden. In den Berichten der Heiligen als „vollkommene Durchdringung“ beschrieben.
中文原文
圓通(yuántōng)/-
Deutsch
Vollkommene Durchdringung
Kommentar
Zentrales Praxisprinzip (Rolle 5): Ein Zugang (ein Sinnestor) wird so durchdringend geklärt, dass die Verstrickungen aller sechs Sinne zugleich mitgelöst werden. In den Berichten der Heiligen als „vollkommene Durchdringung“ beschrieben.
303 #
卍(wàn)/svastika
Wan-Zeichen
Kommentar öffnen
Chinesische Bezeichnung für das Svastika-Zeichen als Symbol der Vollkommenheit und der Herzmitte des Buddha.
中文原文
卍(wàn)/svastika
Deutsch
Wan-Zeichen
Kommentar
Chinesische Bezeichnung für das Svastika-Zeichen als Symbol der Vollkommenheit und der Herzmitte des Buddha.
304 #
四加行(sì jiāháng)/-
Wärme, Gipfel, Geduld, höchste weltliche Stufe
Kommentar öffnen
Vier vorbereitende Einsichtsstufen vor dem Eintritt in die heiligen Bodhisattva-Boden. Sie markieren die zunehmende Durchdringung von Leerheit.
中文原文
四加行(sì jiāháng)/-
Deutsch
Wärme, Gipfel, Geduld, höchste weltliche Stufe
Kommentar
Vier vorbereitende Einsichtsstufen vor dem Eintritt in die heiligen Bodhisattva-Boden. Sie markieren die zunehmende Durchdringung von Leerheit.
305 #
世尊(shìzūn)/bhagavān
Weltverehrter
Kommentar öffnen
Ehrentitel für den Buddha in direkter Anrede.
中文原文
世尊(shìzūn)/bhagavān
Deutsch
Weltverehrter
Kommentar
Ehrentitel für den Buddha in direkter Anrede.
306 #
風輪, 水輪, 金輪(vāyu)/jala, suvarṇa-cakra
Windrad / Wasserrad / Goldrad
Kommentar öffnen
Kosmologische Bilder für bewegende, tragende und verdichtende Strukturen des Erscheinens; keine physischen Räder.
中文原文
風輪, 水輪, 金輪(vāyu)/jala, suvarṇa-cakra
Deutsch
Windrad / Wasserrad / Goldrad
Kommentar
Kosmologische Bilder für bewegende, tragende und verdichtende Strukturen des Erscheinens; keine physischen Räder.
307 #
妙明(miào míng)/-
Wunderbare Klarheit
Kommentar öffnen
Die leuchtende, nicht-duale Natur des Geistes jenseits von Begriffen.
中文原文
妙明(miào míng)/-
Deutsch
Wunderbare Klarheit
Kommentar
Die leuchtende, nicht-duale Natur des Geistes jenseits von Begriffen.
308 #
妙莲(miào lián)/-
Wunder-Lotusblume
Kommentar öffnen
Symbol für Reinheit und Erleuchtung
中文原文
妙莲(miào lián)/-
Deutsch
Wunder-Lotusblume
Kommentar
Symbol für Reinheit und Erleuchtung
309 #
藥叉(yàochā)/yakṣa
Yaksha
Kommentar öffnen
Klasse von Natur-/Schutzgeistern; in Rolle 7 als mögliche Störer, die durch das Schutzfeld gebändigt werden.
中文原文
藥叉(yàochā)/yakṣa
Deutsch
Yaksha
Kommentar
Klasse von Natur-/Schutzgeistern; in Rolle 7 als mögliche Störer, die durch das Schutzfeld gebändigt werden.
310 #
耶輸陀羅(yēshūtuóluó)/Yaśodharā
Yasodhara
Kommentar öffnen
Die Mutter von Rahula, Frau des Buddha vor seinem Erwachen.
中文原文
耶輸陀羅(yēshūtuóluó)/Yaśodharā
Deutsch
Yasodhara
Kommentar
Die Mutter von Rahula, Frau des Buddha vor seinem Erwachen.
311 #
由旬(yóuxún)/-
Yojana
Kommentar öffnen
Altes Entfernungsmaß (variabel). In Rolle 7 u. a. als Radius eines Schutzraums („zwölf Yojanas“).
中文原文
由旬(yóuxún)/-
Deutsch
Yojana
Kommentar
Altes Entfernungsmaß (variabel). In Rolle 7 u. a. als Radius eines Schutzraums („zwölf Yojanas“).
312 #
十類天魔(shí lèi tiān mó)/daśa deva-mārāḥ
Zehn Arten himmlischer Māras
Kommentar öffnen
Zehn Klassen subtiler Versuchung oder Störung, die fortgeschrittene Meditierende betreffen. Sie erscheinen als Fehlinterpretationen von Einsicht, nicht als grobe Dämonen.
中文原文
十類天魔(shí lèi tiān mó)/daśa deva-mārāḥ
Deutsch
Zehn Arten himmlischer Māras
Kommentar
Zehn Klassen subtiler Versuchung oder Störung, die fortgeschrittene Meditierende betreffen. Sie erscheinen als Fehlinterpretationen von Einsicht, nicht als grobe Dämonen.
313 #
十方(shífāng)/-
Zehn Richtungen
Kommentar öffnen
alle Himmelsrichtungen plus oben und unten (das ganze Universum)
中文原文
十方(shífāng)/-
Deutsch
Zehn Richtungen
Kommentar
alle Himmelsrichtungen plus oben und unten (das ganze Universum)
314 #
十住(shí zhù)/-
Zehn Wohnstätten
Kommentar öffnen
Erste große Stufenfolge des Bodhisattva-Weges. Beschreibt die Stabilisierung von Vertrauen, Praxis und Ausrichtung auf Erwachen.
中文原文
十住(shí zhù)/-
Deutsch
Zehn Wohnstätten
Kommentar
Erste große Stufenfolge des Bodhisattva-Weges. Beschreibt die Stabilisierung von Vertrauen, Praxis und Ausrichtung auf Erwachen.
315 #
二空(èr kōng)/-
Zwei Leerheiten
Kommentar öffnen
二空 (èr kōng): Die „zwei Leerheiten“ – die Leerheit des Selbst (pudgala-śūnyatā) und die Leerheit der Dinge (dharma-śūnyatā).
中文原文
二空(èr kōng)/-
Deutsch
Zwei Leerheiten
Kommentar
二空 (èr kōng): Die „zwei Leerheiten“ – die Leerheit des Selbst (pudgala-śūnyatā) und die Leerheit der Dinge (dharma-śūnyatā).
316 #
交蘆(jiāo lú)/-
Zwei Schilfrohre
Kommentar öffnen
Gleichnis für wechselseitige Abhängigkeit von Subjekt und Objekt
中文原文
交蘆(jiāo lú)/-
Deutsch
Zwei Schilfrohre
Kommentar
Gleichnis für wechselseitige Abhängigkeit von Subjekt und Objekt
317 #
二轉依(èr zhuǎn yī)/-
Zwei Wendungen der Grundlage
Kommentar öffnen
„Umwendung der Grundlage“: Bodhi und großes Nirvana als zwei Benennungen der Umkehr, in der Verblendung nicht mehr entsteht.
中文原文
二轉依(èr zhuǎn yī)/-
Deutsch
Zwei Wendungen der Grundlage
Kommentar
„Umwendung der Grundlage“: Bodhi und großes Nirvana als zwei Benennungen der Umkehr, in der Verblendung nicht mehr entsteht.
318 #
三十二相(sānshí’èr xiàng)/-
Zweiunddreißig Zeichen
Kommentar öffnen
Die klassischen körperlichen Merkmale eines Großen Wesens (Mahāpuruṣa).
中文原文
三十二相(sānshí’èr xiàng)/-
Deutsch
Zweiunddreißig Zeichen
Kommentar
Die klassischen körperlichen Merkmale eines Großen Wesens (Mahāpuruṣa).
319 #
十二類(shí’èr lèi)/-
Zwölf Arten (von Wesen)
Kommentar öffnen
Klassifikation von Daseinsweisen (Ei/Leib/Feucht/Verwandlung; Form/Nicht-Form; Vorstellung/Nicht-Vorstellung; sowie die jeweiligen „Nicht-“Mischformen). Typologie von Fixierungen, nicht Ontologie.
中文原文
十二類(shí’èr lèi)/-
Deutsch
Zwölf Arten (von Wesen)
Kommentar
Klassifikation von Daseinsweisen (Ei/Leib/Feucht/Verwandlung; Form/Nicht-Form; Vorstellung/Nicht-Vorstellung; sowie die jeweiligen „Nicht-“Mischformen). Typologie von Fixierungen, nicht Ontologie.