Großes Amitabha-Sutra – Textstudium

Original · Arbeitsübersetzung · Kommentar

1 #
大阿彌陀佛經序

大藏經中,有十餘經,言阿彌陀佛濟度眾生。其間四經本為一種,譯者不同,故有四名:一名《無量清淨平等覺經》,乃後漢月支三藏支婁加讖譯。二曰《無量壽經》,乃曹魏康僧鎧譯。三曰《阿彌陀過度人道經》,乃吳月支支謙譯。四曰《無量壽莊嚴經》,乃本朝西天三藏法賢譯。其大略雖同,然其中甚有差互。若不觀省者,又其文或失於太繁,而使人厭觀;或失於太嚴,而喪其本真;或其文適中,而其意則失之。由是釋迦文佛所以說經、阿彌陀佛所以度人之旨,紊而無序,欝而不章。予深惜之,故熟讀而精考,敘為一經,蓋欲復其本也。其校正之法,若言一事,抂此本為安,彼本為杌隉,則取其安者;或此本為要,彼本為泛濫,則取其要者;或此本為近,彼本為迂,則取其近者;或彼本有之,而此本闕,則取其所有;或彼本彰明,而此本隱晦,則取其明者;大概乃取其所優,去其所劣。又有其文碎雜而失統,錯亂而不倫者,則用其意以修其辭,刪其重以暢其義;其或可疑者,則闕焉而不敢取。若此之類,皆欲訂正聖言,發明本旨,使不惑於四種之異,而知其指歸也。又各從其事類,析為五十六分,欲觀者易見而喜於讀誦;庶幾流傳之廣,而一切眾生,皆受濟度也。予每校正,必禱於觀音菩薩求冥助,以開悟識性,使無舛誤,始末三年而後畢。既畢乃拜而自喜,目之曰《大阿彌陀經》。蓋佛與舍利弗說者,亦《阿彌陀經》;彼則其文少,故此言大以別之。然佛說經,非若吾聖人所說也。吾聖人所說,或深其文而叢其意,使人索之而愈見其多;或簡其文而晦其意,使人思而後得。佛則不然,必欲詳陳曲布,使人人可曉,雖至愚下者,亦知其意焉。然而有辭直而意愈深者,經所謂須信佛語深是也,切不可以輕其辭而忽其意。

[A1]紹興壬午秋,國學進士龍舒王日休謹序
Vorwort zum Großen Amitabha-Sutra

Im Kanon gibt es mehr als zehn Sutren, die davon sprechen, wie Amitabha Buddha die fühlenden Wesen rettet und befreit.

Unter ihnen gehören vier Sutren ursprünglich zu einer einzigen Überlieferung, wurden jedoch von unterschiedlichen Übersetzern übertragen und tragen deshalb verschiedene Titel:

Die erste heißt „Sutra des Unermesslichen, Reinen, Gleichheitlichen Erwachens“ und wurde vom Tripitaka-Meister Lokaksema aus Yuezhi in der Späten Han-Dynastie übersetzt.

Die zweite heißt „Sutra des Unermesslichen Lebens“ und wurde vom Meister Kang Sengkai in der Cao-Wei-Dynastie übersetzt.

Die dritte heißt „Sutra von Amitabha und der Rettung der Menschen“ und wurde vom Yuezhi-Meister Zhi Qian im Wu-Reich übersetzt.

Die vierte heißt „Sutra von der Herrlichkeit des Unermesslichen Lebens“ und wurde von dem Tripitaka-Meister Faxian aus Indien in unserer Dynastie übersetzt.

Obwohl ihr wesentlicher Inhalt ähnlich ist, bestehen zwischen ihnen zahlreiche Unterschiede.

Wer sie nicht sorgfältig prüft, wird feststellen, dass manche Fassungen zu ausführlich sind und beim Lesen Ermüdung hervorrufen; andere sind zu streng und verlieren dadurch ihre ursprüngliche Natürlichkeit; wieder andere treffen zwar die rechte sprachliche Mitte, verfehlen jedoch die eigentliche Bedeutung.

Dadurch werden die Absicht, aus der Shakyamuni Buddha dieses Sutra lehrte, und die Absicht, aus der Amitabha Buddha die Wesen errettet, verworren und ungeordnet, verdeckt und nicht deutlich sichtbar.

Dies bedauerte ich zutiefst.

Darum habe ich die Texte wiederholt gelesen und sorgfältig geprüft und sie zu einem einzigen Sutra zusammengeführt, um ihren ursprünglichen Sinn wiederherzustellen.

Meine Methode der Korrektur war folgende:

Wenn dieselbe Sache in einer Fassung klar und stimmig dargestellt war, in einer anderen jedoch unsicher oder fehlerhaft erschien, wählte ich die klare Fassung.

War eine Fassung prägnant, eine andere ausschweifend, nahm ich die prägnante.

War eine Fassung unmittelbar, eine andere umständlich, nahm ich die unmittelbare.

Enthielt eine Fassung etwas, das einer anderen fehlte, übernahm ich das Vorhandene.

War eine Darstellung in einer Fassung deutlich, in einer anderen verborgen oder dunkel, wählte ich die deutlichere.

Im Allgemeinen nahm ich das Vorzügliche auf und ließ das Mangelhafte weg.

Gab es Stellen, deren Wortlaut zersplittert war und den Zusammenhang verlor, oder deren Reihenfolge verwirrt und unlogisch erschien, so ordnete ich die Formulierungen nach ihrem Sinn neu, strich Wiederholungen und machte die Bedeutung klarer.

Wo Zweifel bestanden, ließ ich die Stelle aus und wagte nicht, sie zu übernehmen.

All dies geschah mit dem Wunsch, die heiligen Worte zu berichtigen, ihre ursprüngliche Absicht sichtbar zu machen, die Verwirrung über die Unterschiede der vier Fassungen zu beseitigen und ihre gemeinsame Ausrichtung erkennen zu lassen.

Außerdem habe ich den Text entsprechend seinen Themen in sechsundfünfzig Abschnitte gegliedert, damit die Leser ihn leichter erfassen und mit Freude rezitieren können.

So hoffe ich auf eine weite Verbreitung, damit alle fühlenden Wesen Nutzen daraus ziehen und Befreiung erlangen.

Jedes Mal, wenn ich Korrekturen vornahm, betete ich zu Guanyin Bodhisattva um verborgene Unterstützung, damit meine Einsicht geöffnet werde und keine Fehler entstünden.

Erst nach drei Jahren war die Arbeit vollendet.

Nachdem sie vollendet war, verneigte ich mich und empfand große Freude und gab ihr den Namen „Großes Amitabha-Sutra“.

Denn auch das Sutra, das der Buddha gemeinsam mit Shariputra lehrte, wird „Amitabha-Sutra“ genannt; jenes ist jedoch kurz, weshalb dieses hier zur Unterscheidung „groß“ genannt wird.

Doch die Art, wie der Buddha lehrt, unterscheidet sich von der unserer Weisen.

Unsere Weisen verfassen ihre Texte manchmal tiefgründig und vielschichtig, sodass man bei ihrer Erforschung immer weitere Bedeutungen entdeckt.

Oder sie schreiben knapp und verborgen, sodass man erst nach längerem Nachdenken ihren Sinn erkennt.

Beim Buddha ist dies anders.

Er legt die Dinge ausführlich und sorgfältig dar, damit jeder sie verstehen kann.

Selbst Menschen von geringster Bildung können seine Absicht erfassen.

Dennoch gibt es Stellen, deren Worte einfach erscheinen, deren Bedeutung jedoch umso tiefer ist.

Wenn im Sutra gesagt wird:

„Man muss den Worten des Buddha vertrauen, denn sie sind tiefgründig“,

so ist genau dies gemeint.

Man darf die Worte niemals wegen ihrer Einfachheit gering achten und dadurch ihre Bedeutung übersehen.

Im Herbst des Renwu-Jahres der Shaoxing-Ära (1162 n. Chr.)

verfasst von dem Gelehrten der Kaiserlichen Akademie aus Longshu,

Wang Rixiu,

in Ehrfurcht niedergelegt.
Kommentar öffnen
Dieses Vorwort erklärt, warum Wang Rixiu eine neue Fassung des Amitabha-Sutras erstellte.

Er betrachtet die vier damals wichtigsten chinesischen Übersetzungen als unterschiedliche Überlieferungen desselben Grundtextes. Sein Ziel ist nicht, etwas Neues zu schaffen, sondern den ursprünglichen Sinn (本旨) wieder sichtbar zu machen.

Dabei beschreibt er ein bemerkenswert modernes editorisches Verfahren:

* Vergleich mehrerer Handschriften
* Auswahl der klarsten Lesart
* Kürzung von Wiederholungen
* Ergänzung fehlender Stellen
* Zurückhaltung bei unsicheren Passagen

Gleichzeitig sieht er seine Arbeit nicht als rein philologische Tätigkeit, sondern als spirituelle Aufgabe. Deshalb erwähnt er ausdrücklich Gebete an Guanyin Bodhisattva.

Interessant ist auch sein Verständnis buddhistischer Sprache:

Der Buddha spricht nicht absichtlich rätselhaft oder elitär. Seine Worte sollen grundsätzlich für alle Menschen verständlich sein. Die Tiefe liegt nicht in komplizierter Sprache, sondern in der Wirklichkeit, auf die sie verweist.



Studienhinweis

龍舒 (Longshu) bezeichnet seine Heimatregion im heutigen Anhui.

國學進士 bedeutet ungefähr:

„Akademiegelehrter mit bestandenem Jinshi-Examen“.

謹序 bedeutet:

„ehrfürchtig als Vorwort verfasst“.

中文原文
大阿彌陀佛經序

大藏經中,有十餘經,言阿彌陀佛濟度眾生。其間四經本為一種,譯者不同,故有四名:一名《無量清淨平等覺經》,乃後漢月支三藏支婁加讖譯。二曰《無量壽經》,乃曹魏康僧鎧譯。三曰《阿彌陀過度人道經》,乃吳月支支謙譯。四曰《無量壽莊嚴經》,乃本朝西天三藏法賢譯。其大略雖同,然其中甚有差互。若不觀省者,又其文或失於太繁,而使人厭觀;或失於太嚴,而喪其本真;或其文適中,而其意則失之。由是釋迦文佛所以說經、阿彌陀佛所以度人之旨,紊而無序,欝而不章。予深惜之,故熟讀而精考,敘為一經,蓋欲復其本也。其校正之法,若言一事,抂此本為安,彼本為杌隉,則取其安者;或此本為要,彼本為泛濫,則取其要者;或此本為近,彼本為迂,則取其近者;或彼本有之,而此本闕,則取其所有;或彼本彰明,而此本隱晦,則取其明者;大概乃取其所優,去其所劣。又有其文碎雜而失統,錯亂而不倫者,則用其意以修其辭,刪其重以暢其義;其或可疑者,則闕焉而不敢取。若此之類,皆欲訂正聖言,發明本旨,使不惑於四種之異,而知其指歸也。又各從其事類,析為五十六分,欲觀者易見而喜於讀誦;庶幾流傳之廣,而一切眾生,皆受濟度也。予每校正,必禱於觀音菩薩求冥助,以開悟識性,使無舛誤,始末三年而後畢。既畢乃拜而自喜,目之曰《大阿彌陀經》。蓋佛與舍利弗說者,亦《阿彌陀經》;彼則其文少,故此言大以別之。然佛說經,非若吾聖人所說也。吾聖人所說,或深其文而叢其意,使人索之而愈見其多;或簡其文而晦其意,使人思而後得。佛則不然,必欲詳陳曲布,使人人可曉,雖至愚下者,亦知其意焉。然而有辭直而意愈深者,經所謂須信佛語深是也,切不可以輕其辭而忽其意。

[A1]紹興壬午秋,國學進士龍舒王日休謹序
Deutsch
Vorwort zum Großen Amitabha-Sutra

Im Kanon gibt es mehr als zehn Sutren, die davon sprechen, wie Amitabha Buddha die fühlenden Wesen rettet und befreit.

Unter ihnen gehören vier Sutren ursprünglich zu einer einzigen Überlieferung, wurden jedoch von unterschiedlichen Übersetzern übertragen und tragen deshalb verschiedene Titel:

Die erste heißt „Sutra des Unermesslichen, Reinen, Gleichheitlichen Erwachens“ und wurde vom Tripitaka-Meister Lokaksema aus Yuezhi in der Späten Han-Dynastie übersetzt.

Die zweite heißt „Sutra des Unermesslichen Lebens“ und wurde vom Meister Kang Sengkai in der Cao-Wei-Dynastie übersetzt.

Die dritte heißt „Sutra von Amitabha und der Rettung der Menschen“ und wurde vom Yuezhi-Meister Zhi Qian im Wu-Reich übersetzt.

Die vierte heißt „Sutra von der Herrlichkeit des Unermesslichen Lebens“ und wurde von dem Tripitaka-Meister Faxian aus Indien in unserer Dynastie übersetzt.

Obwohl ihr wesentlicher Inhalt ähnlich ist, bestehen zwischen ihnen zahlreiche Unterschiede.

Wer sie nicht sorgfältig prüft, wird feststellen, dass manche Fassungen zu ausführlich sind und beim Lesen Ermüdung hervorrufen; andere sind zu streng und verlieren dadurch ihre ursprüngliche Natürlichkeit; wieder andere treffen zwar die rechte sprachliche Mitte, verfehlen jedoch die eigentliche Bedeutung.

Dadurch werden die Absicht, aus der Shakyamuni Buddha dieses Sutra lehrte, und die Absicht, aus der Amitabha Buddha die Wesen errettet, verworren und ungeordnet, verdeckt und nicht deutlich sichtbar.

Dies bedauerte ich zutiefst.

Darum habe ich die Texte wiederholt gelesen und sorgfältig geprüft und sie zu einem einzigen Sutra zusammengeführt, um ihren ursprünglichen Sinn wiederherzustellen.

Meine Methode der Korrektur war folgende:

Wenn dieselbe Sache in einer Fassung klar und stimmig dargestellt war, in einer anderen jedoch unsicher oder fehlerhaft erschien, wählte ich die klare Fassung.

War eine Fassung prägnant, eine andere ausschweifend, nahm ich die prägnante.

War eine Fassung unmittelbar, eine andere umständlich, nahm ich die unmittelbare.

Enthielt eine Fassung etwas, das einer anderen fehlte, übernahm ich das Vorhandene.

War eine Darstellung in einer Fassung deutlich, in einer anderen verborgen oder dunkel, wählte ich die deutlichere.

Im Allgemeinen nahm ich das Vorzügliche auf und ließ das Mangelhafte weg.

Gab es Stellen, deren Wortlaut zersplittert war und den Zusammenhang verlor, oder deren Reihenfolge verwirrt und unlogisch erschien, so ordnete ich die Formulierungen nach ihrem Sinn neu, strich Wiederholungen und machte die Bedeutung klarer.

Wo Zweifel bestanden, ließ ich die Stelle aus und wagte nicht, sie zu übernehmen.

All dies geschah mit dem Wunsch, die heiligen Worte zu berichtigen, ihre ursprüngliche Absicht sichtbar zu machen, die Verwirrung über die Unterschiede der vier Fassungen zu beseitigen und ihre gemeinsame Ausrichtung erkennen zu lassen.

Außerdem habe ich den Text entsprechend seinen Themen in sechsundfünfzig Abschnitte gegliedert, damit die Leser ihn leichter erfassen und mit Freude rezitieren können.

So hoffe ich auf eine weite Verbreitung, damit alle fühlenden Wesen Nutzen daraus ziehen und Befreiung erlangen.

Jedes Mal, wenn ich Korrekturen vornahm, betete ich zu Guanyin Bodhisattva um verborgene Unterstützung, damit meine Einsicht geöffnet werde und keine Fehler entstünden.

Erst nach drei Jahren war die Arbeit vollendet.

Nachdem sie vollendet war, verneigte ich mich und empfand große Freude und gab ihr den Namen „Großes Amitabha-Sutra“.

Denn auch das Sutra, das der Buddha gemeinsam mit Shariputra lehrte, wird „Amitabha-Sutra“ genannt; jenes ist jedoch kurz, weshalb dieses hier zur Unterscheidung „groß“ genannt wird.

Doch die Art, wie der Buddha lehrt, unterscheidet sich von der unserer Weisen.

Unsere Weisen verfassen ihre Texte manchmal tiefgründig und vielschichtig, sodass man bei ihrer Erforschung immer weitere Bedeutungen entdeckt.

Oder sie schreiben knapp und verborgen, sodass man erst nach längerem Nachdenken ihren Sinn erkennt.

Beim Buddha ist dies anders.

Er legt die Dinge ausführlich und sorgfältig dar, damit jeder sie verstehen kann.

Selbst Menschen von geringster Bildung können seine Absicht erfassen.

Dennoch gibt es Stellen, deren Worte einfach erscheinen, deren Bedeutung jedoch umso tiefer ist.

Wenn im Sutra gesagt wird:

„Man muss den Worten des Buddha vertrauen, denn sie sind tiefgründig“,

so ist genau dies gemeint.

Man darf die Worte niemals wegen ihrer Einfachheit gering achten und dadurch ihre Bedeutung übersehen.

Im Herbst des Renwu-Jahres der Shaoxing-Ära (1162 n. Chr.)

verfasst von dem Gelehrten der Kaiserlichen Akademie aus Longshu,

Wang Rixiu,

in Ehrfurcht niedergelegt.
Kommentar
Dieses Vorwort erklärt, warum Wang Rixiu eine neue Fassung des Amitabha-Sutras erstellte.

Er betrachtet die vier damals wichtigsten chinesischen Übersetzungen als unterschiedliche Überlieferungen desselben Grundtextes. Sein Ziel ist nicht, etwas Neues zu schaffen, sondern den ursprünglichen Sinn (本旨) wieder sichtbar zu machen.

Dabei beschreibt er ein bemerkenswert modernes editorisches Verfahren:

* Vergleich mehrerer Handschriften
* Auswahl der klarsten Lesart
* Kürzung von Wiederholungen
* Ergänzung fehlender Stellen
* Zurückhaltung bei unsicheren Passagen

Gleichzeitig sieht er seine Arbeit nicht als rein philologische Tätigkeit, sondern als spirituelle Aufgabe. Deshalb erwähnt er ausdrücklich Gebete an Guanyin Bodhisattva.

Interessant ist auch sein Verständnis buddhistischer Sprache:

Der Buddha spricht nicht absichtlich rätselhaft oder elitär. Seine Worte sollen grundsätzlich für alle Menschen verständlich sein. Die Tiefe liegt nicht in komplizierter Sprache, sondern in der Wirklichkeit, auf die sie verweist.



Studienhinweis

龍舒 (Longshu) bezeichnet seine Heimatregion im heutigen Anhui.

國學進士 bedeutet ungefähr:

„Akademiegelehrter mit bestandenem Jinshi-Examen“.

謹序 bedeutet:

„ehrfürchtig als Vorwort verfasst“.

2 #
禮祝儀式

誦淨口業真言:

唵 修利 修利 摩訶修利 修修利 娑婆訶

次誦五淨真言:

唵 尾鼠提 娑婆訶

淨身器神呪:

唵 秫殿都 戌陀那耶 娑婆訶

次向西頂禮祝云:

「弟子(某甲)謹為盡虛空界一切眾生,歸依盡虛空界一切諸佛,一切正法,一切聖僧;西方極樂世界阿彌陀佛,觀世音菩薩,大勢至菩薩,一切菩薩、聲聞、諸上善人。(某甲)今為盡虛空界一切眾生,持誦《大阿彌陀經》,及讚佛、懺罪、迴向、發願,願如此等眾生各各自誦經,讚佛、懺罪、迴向、發願,願盡拔濟生於極樂世界,乃念大慈菩薩,讚佛、懺罪、迴向、發願。」偈云:

「十方三世佛, 阿彌陀第一;
九品度眾生, 威德無窮極。
我今大歸依, 懺悔三業罪;
凡有諸善福, 至心用迴向。
願同念佛人, 盡生極樂國;
見佛了生死, 如佛度一切。」
如為薦亡、或禳災、或保安,則隨意祝願,不須如前祈禱。亦須誦真言,先歸依三寶及西方四聖,然後祝願。若為自身往生,則宜一一如前,其功德甚大矣。

佛說大阿彌陀經卷上

國學進士龍舒王日休校輯
Liturgische Rezitationsordnung

Rohübersetzung

Rezitiere das Mantra zur Reinigung des Mund-Karmas

唵 修利 修利 摩訶修利 修修利 娑婆訶



Danach rezitiere das Fünffache Reinigungsmantra

唵 尾鼠提 娑婆訶



Mantra zur Reinigung von Körper, Geräten und Schutzgottheiten

唵 秫殿都 戌陀那耶 娑婆訶



Danach wende dich nach Westen und verneige dich

Sprich:

Der Schüler (Name)
nimmt heute für alle Wesen des grenzenlosen Raumes Zuflucht zu allen Buddhas,
zum gesamten rechten Dharma
und zur Gemeinschaft der Heiligen.

Zuflucht zu Amitabha Buddha
im Reinen Land des höchsten Glücks im Westen,
zu Avalokiteshvara Bodhisattva,
zu Mahasthamaprapta Bodhisattva,
zu allen Bodhisattvas,
zu allen Hörern
und zu allen großen Tugendfreunden.

Heute rezitiert (Name)
für alle Wesen des grenzenlosen Raumes
das Große Amitabha-Sutra,
sowie Lobpreisung des Buddha,
Reue,
Widmung der Verdienste
und Gelübde.

Mögen alle Wesen
selbst das Sutra rezitieren,
den Buddha preisen,
Reue üben,
Verdienste widmen
und Gelübde fassen.

Mögen sie alle aus dem Leid befreit werden
und im Land der Höchsten Glückseligkeit geboren werden.

Nun gedenke ich des Großen Mitgefühls-Bodhisattvas
und bringe Lobpreisung,
Reue,
Widmung
und Gelübde dar.



Das Lobpreisungs-Gedicht

Rohübersetzung

Von allen Buddhas der zehn Richtungen
und der drei Zeiten
ist Amitabha der Höchste.

Durch neun Grade führt er die Wesen hinüber,
seine Macht und Tugend sind grenzenlos.

Heute nehme ich große Zuflucht
und bereue die Verfehlungen
von Körper,
Rede
und Geist.

Alle heilsamen Verdienste,
die entstehen,
widme ich mit aufrichtigem Herzen.

Möge ich gemeinsam mit allen,
die den Buddha erinnern,
im Land der Höchsten Glückseligkeit geboren werden.

Mögen wir den Buddha schauen,
Geburt und Tod durchdringen
und wie der Buddha
alle Wesen befreien.



Anweisung

Rohübersetzung

Wenn die Rezitation einem Verstorbenen gewidmet wird,

oder zur Abwendung von Unglück,

oder zum Schutz und Wohlergehen,

dann kann man die Wünsche entsprechend anpassen und muss nicht genau wie oben beten.

Die Mantras sollen dennoch rezitiert werden.

Zuerst nimmt man Zuflucht zu den Drei Juwelen und den vier Heiligen des Westens,

danach spricht man die jeweiligen Wünsche aus.

Wenn die Praxis jedoch der eigenen Wiedergeburt im Reinen Land dient,

dann sollte alles genau wie oben ausgeführt werden.

Der dadurch entstehende Verdienst ist sehr groß.
Kein Kommentar
中文原文
禮祝儀式

誦淨口業真言:

唵 修利 修利 摩訶修利 修修利 娑婆訶

次誦五淨真言:

唵 尾鼠提 娑婆訶

淨身器神呪:

唵 秫殿都 戌陀那耶 娑婆訶

次向西頂禮祝云:

「弟子(某甲)謹為盡虛空界一切眾生,歸依盡虛空界一切諸佛,一切正法,一切聖僧;西方極樂世界阿彌陀佛,觀世音菩薩,大勢至菩薩,一切菩薩、聲聞、諸上善人。(某甲)今為盡虛空界一切眾生,持誦《大阿彌陀經》,及讚佛、懺罪、迴向、發願,願如此等眾生各各自誦經,讚佛、懺罪、迴向、發願,願盡拔濟生於極樂世界,乃念大慈菩薩,讚佛、懺罪、迴向、發願。」偈云:

「十方三世佛, 阿彌陀第一;
九品度眾生, 威德無窮極。
我今大歸依, 懺悔三業罪;
凡有諸善福, 至心用迴向。
願同念佛人, 盡生極樂國;
見佛了生死, 如佛度一切。」
如為薦亡、或禳災、或保安,則隨意祝願,不須如前祈禱。亦須誦真言,先歸依三寶及西方四聖,然後祝願。若為自身往生,則宜一一如前,其功德甚大矣。

佛說大阿彌陀經卷上

國學進士龍舒王日休校輯
Deutsch
Liturgische Rezitationsordnung

Rohübersetzung

Rezitiere das Mantra zur Reinigung des Mund-Karmas

唵 修利 修利 摩訶修利 修修利 娑婆訶



Danach rezitiere das Fünffache Reinigungsmantra

唵 尾鼠提 娑婆訶



Mantra zur Reinigung von Körper, Geräten und Schutzgottheiten

唵 秫殿都 戌陀那耶 娑婆訶



Danach wende dich nach Westen und verneige dich

Sprich:

Der Schüler (Name)
nimmt heute für alle Wesen des grenzenlosen Raumes Zuflucht zu allen Buddhas,
zum gesamten rechten Dharma
und zur Gemeinschaft der Heiligen.

Zuflucht zu Amitabha Buddha
im Reinen Land des höchsten Glücks im Westen,
zu Avalokiteshvara Bodhisattva,
zu Mahasthamaprapta Bodhisattva,
zu allen Bodhisattvas,
zu allen Hörern
und zu allen großen Tugendfreunden.

Heute rezitiert (Name)
für alle Wesen des grenzenlosen Raumes
das Große Amitabha-Sutra,
sowie Lobpreisung des Buddha,
Reue,
Widmung der Verdienste
und Gelübde.

Mögen alle Wesen
selbst das Sutra rezitieren,
den Buddha preisen,
Reue üben,
Verdienste widmen
und Gelübde fassen.

Mögen sie alle aus dem Leid befreit werden
und im Land der Höchsten Glückseligkeit geboren werden.

Nun gedenke ich des Großen Mitgefühls-Bodhisattvas
und bringe Lobpreisung,
Reue,
Widmung
und Gelübde dar.



Das Lobpreisungs-Gedicht

Rohübersetzung

Von allen Buddhas der zehn Richtungen
und der drei Zeiten
ist Amitabha der Höchste.

Durch neun Grade führt er die Wesen hinüber,
seine Macht und Tugend sind grenzenlos.

Heute nehme ich große Zuflucht
und bereue die Verfehlungen
von Körper,
Rede
und Geist.

Alle heilsamen Verdienste,
die entstehen,
widme ich mit aufrichtigem Herzen.

Möge ich gemeinsam mit allen,
die den Buddha erinnern,
im Land der Höchsten Glückseligkeit geboren werden.

Mögen wir den Buddha schauen,
Geburt und Tod durchdringen
und wie der Buddha
alle Wesen befreien.



Anweisung

Rohübersetzung

Wenn die Rezitation einem Verstorbenen gewidmet wird,

oder zur Abwendung von Unglück,

oder zum Schutz und Wohlergehen,

dann kann man die Wünsche entsprechend anpassen und muss nicht genau wie oben beten.

Die Mantras sollen dennoch rezitiert werden.

Zuerst nimmt man Zuflucht zu den Drei Juwelen und den vier Heiligen des Westens,

danach spricht man die jeweiligen Wünsche aus.

Wenn die Praxis jedoch der eigenen Wiedergeburt im Reinen Land dient,

dann sollte alles genau wie oben ausgeführt werden.

Der dadurch entstehende Verdienst ist sehr groß.
Kommentar
3 #
法會大眾分第一

如是我聞:

一時佛在王舍國靈鷲山中,與大弟子眾千二百五十人俱,一切大聖神通已達,其名曰:尊者了本際、尊者正願、尊者正語、尊者大號、尊者仁賢、尊者離垢、尊者名聞、尊者善實、尊者具足、尊者阿難,若此皆上首者。又大乘眾菩薩:普賢菩薩、妙德菩薩、慈氏菩薩等,此賢劫中一切菩薩。又賢護等十六正士:善思議菩薩、信慧菩薩、空無菩薩、神通華菩薩,皆尊普賢大士之德,具諸菩薩無量行願,安住一切功德之法。如是等菩薩大士,一時來會。
Erster Abschnitt

Die Versammlung der Dharma-Versammlung

So habe ich gehört:

Zu einer Zeit weilte der Buddha im Königreich Rajagriha auf dem Geiergipfelberg.

Mit ihm versammelt waren eintausendzweihundertfünfzig große Schüler.

Alle hatten die Stufe großer Heiligkeit erreicht und die übernatürlichen Fähigkeiten vollkommen verwirklicht.

Ihre Namen waren:

der Ehrwürdige, der den ursprünglichen Grund erkannt hatte,

der Ehrwürdige der rechten Gelübde,

der Ehrwürdige der rechten Rede,

der Ehrwürdige des großen Rufes,

der Ehrwürdige der Güte und Tugend,

der Ehrwürdige frei von Befleckung,

der Ehrwürdige weithin Berühmte,

der Ehrwürdige wahrhaft Gute,

der Ehrwürdige Vollendete,

und der Ehrwürdige Ananda.

Diese waren die bedeutendsten unter ihnen.

Ferner waren große Bodhisattvas des Mahayana anwesend:

Samantabhadra Bodhisattva,

Manjushri Bodhisattva,

Maitreya Bodhisattva

und alle Bodhisattvas dieses glückverheißenden Zeitalters.

Außerdem waren die sechzehn großen Bodhisattvas anwesend, angeführt von Bhadrapala:

Bodhisattva Gute Erwägung,

Bodhisattva Vertrauende Weisheit,

Bodhisattva Leerheit und Nicht-Anhaften,

Bodhisattva Blüte der Übernatürlichen Kräfte

und weitere.

Sie alle ehrten die Tugend des großen Samantabhadra-Bodhisattva,

verwirklichten die unermesslichen Handlungen und Gelübde aller Bodhisattvas

und verweilten fest in den Dharmas aller Verdienste.

Diese großen Bodhisattvas waren damals gemeinsam in der Versammlung anwesend.
Kommentar öffnen
Die Eröffnung folgt dem klassischen Aufbau vieler Mahayana-Sutren:

1. Beglaubigung der Überlieferung
* „So habe ich gehört.“
* Traditionell spricht hier Ananda nach dem Parinirvana des Buddha.
2. Ort
* Rajagriha, Geiergipfel (靈鷲山).
* Einer der wichtigsten Lehrorte des Mahayana.
3. Versammlung der Hörenden (Śrāvakas)
* Vertreter individueller Befreiung.
* Symbolisieren Disziplin, Konzentration und Weisheit.
4. Versammlung der Bodhisattvas
* Vertreter des universellen Mahayana-Weges.
* Symbolisieren Mitgefühl und grenzenlose Gelübde.
5. Samantabhadra als Leitbild
* Bemerkenswert ist die Hervorhebung Samantabhadras.
* Dies weist bereits auf die spätere Ausrichtung des Sutras hin:
Erwachen wird nicht nur als Erkenntnis verstanden,
sondern als Gelübde, Praxis und Hingabe zum Wohl aller Wesen.

Die Versammlung stellt somit ein vollständiges Bild des buddhistischen Weges dar:

* Weisheit (Manjushri)
* Mitgefühl und Gelübde (Samantabhadra)
* zukünftige Vollendung (Maitreya)
* Bewahrung der Lehre (Ananda)
* Verwirklichung durch Praxis (die Bodhisattvas)

Noch bevor Amitabha erwähnt wird, zeigt die Versammlung bereits die innere Voraussetzung des Reinen Landes:

Nicht nur Befreiung für sich selbst,
sondern die gemeinsame Befreiung aller Wesen.
中文原文
法會大眾分第一

如是我聞:

一時佛在王舍國靈鷲山中,與大弟子眾千二百五十人俱,一切大聖神通已達,其名曰:尊者了本際、尊者正願、尊者正語、尊者大號、尊者仁賢、尊者離垢、尊者名聞、尊者善實、尊者具足、尊者阿難,若此皆上首者。又大乘眾菩薩:普賢菩薩、妙德菩薩、慈氏菩薩等,此賢劫中一切菩薩。又賢護等十六正士:善思議菩薩、信慧菩薩、空無菩薩、神通華菩薩,皆尊普賢大士之德,具諸菩薩無量行願,安住一切功德之法。如是等菩薩大士,一時來會。
Deutsch
Erster Abschnitt

Die Versammlung der Dharma-Versammlung

So habe ich gehört:

Zu einer Zeit weilte der Buddha im Königreich Rajagriha auf dem Geiergipfelberg.

Mit ihm versammelt waren eintausendzweihundertfünfzig große Schüler.

Alle hatten die Stufe großer Heiligkeit erreicht und die übernatürlichen Fähigkeiten vollkommen verwirklicht.

Ihre Namen waren:

der Ehrwürdige, der den ursprünglichen Grund erkannt hatte,

der Ehrwürdige der rechten Gelübde,

der Ehrwürdige der rechten Rede,

der Ehrwürdige des großen Rufes,

der Ehrwürdige der Güte und Tugend,

der Ehrwürdige frei von Befleckung,

der Ehrwürdige weithin Berühmte,

der Ehrwürdige wahrhaft Gute,

der Ehrwürdige Vollendete,

und der Ehrwürdige Ananda.

Diese waren die bedeutendsten unter ihnen.

Ferner waren große Bodhisattvas des Mahayana anwesend:

Samantabhadra Bodhisattva,

Manjushri Bodhisattva,

Maitreya Bodhisattva

und alle Bodhisattvas dieses glückverheißenden Zeitalters.

Außerdem waren die sechzehn großen Bodhisattvas anwesend, angeführt von Bhadrapala:

Bodhisattva Gute Erwägung,

Bodhisattva Vertrauende Weisheit,

Bodhisattva Leerheit und Nicht-Anhaften,

Bodhisattva Blüte der Übernatürlichen Kräfte

und weitere.

Sie alle ehrten die Tugend des großen Samantabhadra-Bodhisattva,

verwirklichten die unermesslichen Handlungen und Gelübde aller Bodhisattvas

und verweilten fest in den Dharmas aller Verdienste.

Diese großen Bodhisattvas waren damals gemeinsam in der Versammlung anwesend.
Kommentar
Die Eröffnung folgt dem klassischen Aufbau vieler Mahayana-Sutren:

1. Beglaubigung der Überlieferung
* „So habe ich gehört.“
* Traditionell spricht hier Ananda nach dem Parinirvana des Buddha.
2. Ort
* Rajagriha, Geiergipfel (靈鷲山).
* Einer der wichtigsten Lehrorte des Mahayana.
3. Versammlung der Hörenden (Śrāvakas)
* Vertreter individueller Befreiung.
* Symbolisieren Disziplin, Konzentration und Weisheit.
4. Versammlung der Bodhisattvas
* Vertreter des universellen Mahayana-Weges.
* Symbolisieren Mitgefühl und grenzenlose Gelübde.
5. Samantabhadra als Leitbild
* Bemerkenswert ist die Hervorhebung Samantabhadras.
* Dies weist bereits auf die spätere Ausrichtung des Sutras hin:
Erwachen wird nicht nur als Erkenntnis verstanden,
sondern als Gelübde, Praxis und Hingabe zum Wohl aller Wesen.

Die Versammlung stellt somit ein vollständiges Bild des buddhistischen Weges dar:

* Weisheit (Manjushri)
* Mitgefühl und Gelübde (Samantabhadra)
* zukünftige Vollendung (Maitreya)
* Bewahrung der Lehre (Ananda)
* Verwirklichung durch Praxis (die Bodhisattvas)

Noch bevor Amitabha erwähnt wird, zeigt die Versammlung bereits die innere Voraussetzung des Reinen Landes:

Nicht nur Befreiung für sich selbst,
sondern die gemeinsame Befreiung aller Wesen.
4 #
阿難發問分第二

爾時世尊,容色光麗異於他日。尊者阿難,即從座起偏袒右肩,長跪合掌而白佛言:「今日世尊諸根悅豫,姿色清淨光顯巍巍,如鏡明瑩暢徹表裏。自我侍佛以來,未嘗獲覩威容有如今日。豈非念過去諸佛,或現在、未來諸佛,故致然耶?」

佛言:「善哉!阿難!有諸天教汝來問?汝自問耶?」

阿難言:「我自以所見而發此問。」

佛言:「汝所問者,勝於供養一天下聲聞、緣覺,及布施諸天人民,下至蜎飛蠕動之類,雖至累劫,尚百千萬億倍不可以及。所以者何?蓋諸天帝王人民,下至蜎飛蠕動之類,皆因汝所問而得度脫之道。阿難!如世間有優曇鉢華,雖有其實不見其華,有佛出世華然後有,佛難值遇亦如此華。今我出世,汝善知吾意,特為發問,誠不妄侍佛矣!汝當諦聽!吾為汝說。」

對言:「誠欲聞之!」
Zweiter Abschnitt

Anandas Frage

Zu jener Zeit war die Erscheinung des Weltgeehrten von einer Schönheit und einem Glanz, wie sie sich von anderen Tagen unterschied.

Der Ehrwürdige Ananda erhob sich von seinem Sitz, legte die rechte Schulter frei, kniete auf das rechte Knie nieder, faltete die Hände und sprach zum Buddha:

„Heute erscheinen die Sinne und die ganze Ausstrahlung des Weltgeehrten besonders freudig und klar.

Die Gestalt des Erhabenen ist rein und leuchtend,
ihr Glanz ist erhaben und majestätisch.

Wie ein heller Spiegel,
klar und durchsichtig,
durchdringt er innen und außen.

Seit ich dem Buddha diene,
habe ich noch niemals eine solche Erscheinung gesehen wie heute.

Denkt der Weltgeehrte vielleicht an die Buddhas der Vergangenheit?

Oder an die Buddhas der Gegenwart?

Oder an die Buddhas der Zukunft?

Ist dies der Grund für diese besondere Ausstrahlung?“

Der Buddha sprach:

„Gut gesprochen, Ananda!

Haben die Götter dich veranlasst, diese Frage zu stellen?

Oder stellst du sie aus eigenem Antrieb?“

Ananda antwortete:

„Ich stelle sie aufgrund dessen, was ich selbst gesehen habe.“

Der Buddha sprach:

„Die Frage, die du gestellt hast,

übertrifft die Verdienste der Versorgung aller Hörenden und Pratyekabuddhas in einer ganzen Welt.

Sie übertrifft auch die Gabe an alle Götter und Menschen,

ja selbst an alle kriechenden, fliegenden und sich bewegenden Wesen.

Selbst wenn man solche Gaben über zahllose Kalpas hinweg darbrächte,

könnte dies die Verdienste deiner Frage nicht erreichen,

nicht einmal zu einem Hunderttausendstel,
Millionstel,
Milliardstel davon.

Warum?

Weil Götter,
Könige,
Menschen

und sogar die kleinsten Lebewesen

durch deine Frage den Weg zur Befreiung erhalten werden.

Ananda!

In der Welt gibt es die Udumbara-Blüte.

Man kennt ihre Frucht,
doch ihre Blüte wird nur selten gesehen.

Erst wenn ein Buddha in der Welt erscheint,
zeigt sich diese Blüte.

Ebenso selten ist die Begegnung mit einem Buddha.

Nun bin ich in der Welt erschienen.

Du hast meine Absicht erkannt
und diese Frage gestellt.

Du hast dem Buddha wahrlich nicht vergeblich gedient.

Höre nun aufmerksam zu!

Ich werde es dir erklären.“

Ananda antwortete:

„Von Herzen wünsche ich zu hören.“
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt enthält mehrere wichtige Mahayana-Motive.

1. Der Buddha strahlt anders als gewöhnlich

Die besondere Erscheinung des Buddha ist kein Wunder um seiner selbst willen.

Sie signalisiert:

Eine außergewöhnlich bedeutende Lehre wird offenbart.

Ähnliches findet sich auch im Lotus-Sutra und in anderen Mahayana-Sutren.



2. Die Bedeutung der Frage

Bemerkenswert ist:

Der Buddha lobt nicht eine Antwort,
sondern eine Frage.

Die Frage öffnet den Raum für die Lehre.

Ohne Frage keine Offenbarung.

Im Mahayana ist dies ein wiederkehrendes Motiv:

Eine aufrichtige Frage kann für zahllose Wesen heilsamer sein als unzählige Opfergaben.



3. Die seltene Begegnung

Die Udumbara-Blüte wird zum Symbol für etwas außerordentlich Seltenes.

Drei Dinge werden hier als selten dargestellt:

* die Erscheinung eines Buddha,
* das Erkennen der rechten Gelegenheit,
* das Stellen der rechten Frage.



4. Warum ist die Frage so verdienstvoll?

Nicht weil Ananda persönlich wichtig wäre.

Sondern weil seine Frage die Ursache dafür wird,
dass unzählige Wesen später das Amitabha-Dharma hören können.

Die Frage wird somit selbst zu einem Bodhisattva-Handeln.

Sie dient nicht nur dem Fragenden,
sondern allen Wesen.
中文原文
阿難發問分第二

爾時世尊,容色光麗異於他日。尊者阿難,即從座起偏袒右肩,長跪合掌而白佛言:「今日世尊諸根悅豫,姿色清淨光顯巍巍,如鏡明瑩暢徹表裏。自我侍佛以來,未嘗獲覩威容有如今日。豈非念過去諸佛,或現在、未來諸佛,故致然耶?」

佛言:「善哉!阿難!有諸天教汝來問?汝自問耶?」

阿難言:「我自以所見而發此問。」

佛言:「汝所問者,勝於供養一天下聲聞、緣覺,及布施諸天人民,下至蜎飛蠕動之類,雖至累劫,尚百千萬億倍不可以及。所以者何?蓋諸天帝王人民,下至蜎飛蠕動之類,皆因汝所問而得度脫之道。阿難!如世間有優曇鉢華,雖有其實不見其華,有佛出世華然後有,佛難值遇亦如此華。今我出世,汝善知吾意,特為發問,誠不妄侍佛矣!汝當諦聽!吾為汝說。」

對言:「誠欲聞之!」
Deutsch
Zweiter Abschnitt

Anandas Frage

Zu jener Zeit war die Erscheinung des Weltgeehrten von einer Schönheit und einem Glanz, wie sie sich von anderen Tagen unterschied.

Der Ehrwürdige Ananda erhob sich von seinem Sitz, legte die rechte Schulter frei, kniete auf das rechte Knie nieder, faltete die Hände und sprach zum Buddha:

„Heute erscheinen die Sinne und die ganze Ausstrahlung des Weltgeehrten besonders freudig und klar.

Die Gestalt des Erhabenen ist rein und leuchtend,
ihr Glanz ist erhaben und majestätisch.

Wie ein heller Spiegel,
klar und durchsichtig,
durchdringt er innen und außen.

Seit ich dem Buddha diene,
habe ich noch niemals eine solche Erscheinung gesehen wie heute.

Denkt der Weltgeehrte vielleicht an die Buddhas der Vergangenheit?

Oder an die Buddhas der Gegenwart?

Oder an die Buddhas der Zukunft?

Ist dies der Grund für diese besondere Ausstrahlung?“

Der Buddha sprach:

„Gut gesprochen, Ananda!

Haben die Götter dich veranlasst, diese Frage zu stellen?

Oder stellst du sie aus eigenem Antrieb?“

Ananda antwortete:

„Ich stelle sie aufgrund dessen, was ich selbst gesehen habe.“

Der Buddha sprach:

„Die Frage, die du gestellt hast,

übertrifft die Verdienste der Versorgung aller Hörenden und Pratyekabuddhas in einer ganzen Welt.

Sie übertrifft auch die Gabe an alle Götter und Menschen,

ja selbst an alle kriechenden, fliegenden und sich bewegenden Wesen.

Selbst wenn man solche Gaben über zahllose Kalpas hinweg darbrächte,

könnte dies die Verdienste deiner Frage nicht erreichen,

nicht einmal zu einem Hunderttausendstel,
Millionstel,
Milliardstel davon.

Warum?

Weil Götter,
Könige,
Menschen

und sogar die kleinsten Lebewesen

durch deine Frage den Weg zur Befreiung erhalten werden.

Ananda!

In der Welt gibt es die Udumbara-Blüte.

Man kennt ihre Frucht,
doch ihre Blüte wird nur selten gesehen.

Erst wenn ein Buddha in der Welt erscheint,
zeigt sich diese Blüte.

Ebenso selten ist die Begegnung mit einem Buddha.

Nun bin ich in der Welt erschienen.

Du hast meine Absicht erkannt
und diese Frage gestellt.

Du hast dem Buddha wahrlich nicht vergeblich gedient.

Höre nun aufmerksam zu!

Ich werde es dir erklären.“

Ananda antwortete:

„Von Herzen wünsche ich zu hören.“
Kommentar
Dieser Abschnitt enthält mehrere wichtige Mahayana-Motive.

1. Der Buddha strahlt anders als gewöhnlich

Die besondere Erscheinung des Buddha ist kein Wunder um seiner selbst willen.

Sie signalisiert:

Eine außergewöhnlich bedeutende Lehre wird offenbart.

Ähnliches findet sich auch im Lotus-Sutra und in anderen Mahayana-Sutren.



2. Die Bedeutung der Frage

Bemerkenswert ist:

Der Buddha lobt nicht eine Antwort,
sondern eine Frage.

Die Frage öffnet den Raum für die Lehre.

Ohne Frage keine Offenbarung.

Im Mahayana ist dies ein wiederkehrendes Motiv:

Eine aufrichtige Frage kann für zahllose Wesen heilsamer sein als unzählige Opfergaben.



3. Die seltene Begegnung

Die Udumbara-Blüte wird zum Symbol für etwas außerordentlich Seltenes.

Drei Dinge werden hier als selten dargestellt:

* die Erscheinung eines Buddha,
* das Erkennen der rechten Gelegenheit,
* das Stellen der rechten Frage.



4. Warum ist die Frage so verdienstvoll?

Nicht weil Ananda persönlich wichtig wäre.

Sondern weil seine Frage die Ursache dafür wird,
dass unzählige Wesen später das Amitabha-Dharma hören können.

Die Frage wird somit selbst zu einem Bodhisattva-Handeln.

Sie dient nicht nur dem Fragenden,
sondern allen Wesen.
5 #
五十三佛分第三

佛言:「前已過去劫,大眾多不可計,無邊幅不可議。爾時有佛出世,名定光如來,教化度脫無量眾生皆令得道,乃取滅度。次有佛名光遠,次有佛名月光,次有佛名栴檀香,次有佛名善山王,次有佛名須彌天冠,次有佛名須彌等曜,次有佛名月色,次有佛名正念,次有佛名離垢,次有佛名無著,次有佛名龍天,次有佛名夜光,次有佛名安明頂,次有佛名不動地,次有佛名瑠璃妙花,次有佛名瑠璃金色,次有佛名金藏,次有佛名炎光,次有佛名炎根,次有佛名地種,次有佛名月像,次有佛名日音,次有佛名解脫華,次有佛名莊嚴光明,次有佛名海覺神通,次有佛名水光,次有佛名大香,次有佛名離塵垢,次有佛名捨厭意,次有佛名寶炎,次有佛名妙頂,次有佛名勇力,次有佛名功德持慧,次有佛名蔽日月光,次有佛名日月瑠璃光,次有佛名無上瑠璃光,次有佛名最上首,次有佛名菩提華,次有佛名月明,次有佛名日光,次有佛名華色王,次有佛名水月光,次有佛名除癡冥,次有佛名度蓋行,次有佛名淨信,次有佛名善宿,次有佛名威神,次有佛名法慧,次有佛名鸞音,次有佛名師子音,次有佛名龍音,次有佛名處世,如此諸佛皆已過去。」
Dritter Abschnitt

Die dreiundfünfzig Buddhas der Vergangenheit

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

„In vergangenen Kalpas,
vor unermesslich langer Zeit,

gab es unzählige große Zeitalter,
so zahlreich,
dass sie weder berechnet noch beschrieben werden können.

Damals erschien ein Buddha in der Welt
mit dem Namen

Dīpankara Tathagata
(定光如來 – Tathagata des Beständigen Lichtes).

Er lehrte und befreite zahllose Wesen
und führte sie zum Erwachen.

Danach ging er ins endgültige Nirvana ein.

Nach ihm erschien ein Buddha namens Fernes Licht.

Danach ein Buddha namens Mondlicht.

Danach ein Buddha namens Sandelholzduft.

Danach ein Buddha namens König des Guten Berges.

Danach ein Buddha namens Krone des Sumeru-Himmels.

Danach ein Buddha namens Gleichstrahlender Sumeru.

Danach ein Buddha namens Mondfarbe.

Danach ein Buddha namens Rechte Achtsamkeit.

Danach ein Buddha namens Makelloser.

Danach ein Buddha namens Nicht-Anhaftender.

Danach ein Buddha namens Drachenhimmel.

Danach ein Buddha namens Nachtlicht.

Danach ein Buddha namens Gipfel des Friedvollen Lichts.

Danach ein Buddha namens Unbeweglicher Grund.

Danach ein Buddha namens Wunderbare Lapislazuli-Blüte.

Danach ein Buddha namens Lapislazuli-Goldfarbe.

Danach ein Buddha namens Goldener Schatz.

Danach ein Buddha namens Flammenlicht.

Danach ein Buddha namens Flammenwurzel.

Danach ein Buddha namens Erdursprung.

Danach ein Buddha namens Mondgestalt.

Danach ein Buddha namens Sonnenklang.

Danach ein Buddha namens Blüte der Befreiung.

Danach ein Buddha namens Licht der Herrlichkeit.

Danach ein Buddha namens Meer des Erwachens und der Wunderkräfte.

Danach ein Buddha namens Wasserlicht.

Danach ein Buddha namens Großer Duft.

Danach ein Buddha namens Frei von Staub und Befleckung.

Danach ein Buddha namens Losgelöst von Überdruss.

Danach ein Buddha namens Juwelenflamme.

Danach ein Buddha namens Wunderbarer Gipfel.

Danach ein Buddha namens Kraftvoller Mut.

Danach ein Buddha namens Weisheit, die Verdienste bewahrt.

Danach ein Buddha namens Licht, das Sonne und Mond überstrahlt.

Danach ein Buddha namens Lapislazuli-Licht von Sonne und Mond.

Danach ein Buddha namens Höchstes Lapislazuli-Licht.

Danach ein Buddha namens Der Höchste unter den Höchsten.

Danach ein Buddha namens Bodhi-Blüte.

Danach ein Buddha namens Mondklarheit.

Danach ein Buddha namens Sonnenlicht.

Danach ein Buddha namens König der Blütenfarben.

Danach ein Buddha namens Wasser-Mond-Licht.

Danach ein Buddha namens Vertreiber der Dunkelheit des Nichtwissens.

Danach ein Buddha namens Der die Schleier Überwindet.

Danach ein Buddha namens Reines Vertrauen.

Danach ein Buddha namens Gute Sternenkonstellation.

Danach ein Buddha namens Majestätische Wunderkraft.

Danach ein Buddha namens Dharma-Weisheit.

Danach ein Buddha namens Klang des Phönixvogels.

Danach ein Buddha namens Löwenklang.

Danach ein Buddha namens Drachenklang.

Danach ein Buddha namens In-der-Welt-Weilender.

Alle diese Buddhas gehören der Vergangenheit an.“
Kommentar öffnen
Auf den ersten Blick wirkt dieser Abschnitt wie eine bloße Namensliste.

Im Mahayana erfüllt er jedoch mehrere wichtige Funktionen.

1. Die Zeitdimension des Bodhisattva-Weges

Das Sutra beginnt nicht mit einem einzelnen Leben.

Es beginnt mit unzähligen Kalpas.

Damit wird deutlich:

Erwachen ist kein zufälliges Ereignis.

Der Bodhisattva-Weg reicht durch unermessliche Zeiträume.



2. Erwachen ist kein Einzelereignis

Die Liste zeigt:

Der Dharma erscheint immer wieder.

Buddhas kommen und gehen.

Doch das Erwachen selbst bleibt gegenwärtig.

Die einzelnen Buddhas sind Wellen.

Der Dharma ist der Ozean.



3. Die Bedeutung der Namen

Fast alle Namen enthalten Motive wie:

* Licht
* Reinheit
* Weisheit
* Duft
* Klang
* Juwel
* Mond
* Sonne
* Blüte

Sie beschreiben weniger historische Personen
als Qualitäten des Erwachens.

Licht vertreibt Dunkelheit.

Duft verbreitet sich von selbst.

Klang erreicht auch Ferne.

Blüten öffnen sich ohne Zwang.

Der Leser wird dadurch schrittweise in eine symbolische Welt eingeführt,
aus der später Amitabha hervorgeht.



4. Warum beginnt die Geschichte mit Dīpankara?

Dipankara gilt in vielen buddhistischen Traditionen als einer der großen Buddhas der fernen Vergangenheit.

Bereits in anderen Sutren erscheint er als Symbol eines sehr frühen Erwachens.

Dass die Reihe mit ihm beginnt,
signalisiert:

Die folgende Erzählung reicht bis in kaum vorstellbare Tiefen der Zeit zurück.
中文原文
五十三佛分第三

佛言:「前已過去劫,大眾多不可計,無邊幅不可議。爾時有佛出世,名定光如來,教化度脫無量眾生皆令得道,乃取滅度。次有佛名光遠,次有佛名月光,次有佛名栴檀香,次有佛名善山王,次有佛名須彌天冠,次有佛名須彌等曜,次有佛名月色,次有佛名正念,次有佛名離垢,次有佛名無著,次有佛名龍天,次有佛名夜光,次有佛名安明頂,次有佛名不動地,次有佛名瑠璃妙花,次有佛名瑠璃金色,次有佛名金藏,次有佛名炎光,次有佛名炎根,次有佛名地種,次有佛名月像,次有佛名日音,次有佛名解脫華,次有佛名莊嚴光明,次有佛名海覺神通,次有佛名水光,次有佛名大香,次有佛名離塵垢,次有佛名捨厭意,次有佛名寶炎,次有佛名妙頂,次有佛名勇力,次有佛名功德持慧,次有佛名蔽日月光,次有佛名日月瑠璃光,次有佛名無上瑠璃光,次有佛名最上首,次有佛名菩提華,次有佛名月明,次有佛名日光,次有佛名華色王,次有佛名水月光,次有佛名除癡冥,次有佛名度蓋行,次有佛名淨信,次有佛名善宿,次有佛名威神,次有佛名法慧,次有佛名鸞音,次有佛名師子音,次有佛名龍音,次有佛名處世,如此諸佛皆已過去。」
Deutsch
Dritter Abschnitt

Die dreiundfünfzig Buddhas der Vergangenheit

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

„In vergangenen Kalpas,
vor unermesslich langer Zeit,

gab es unzählige große Zeitalter,
so zahlreich,
dass sie weder berechnet noch beschrieben werden können.

Damals erschien ein Buddha in der Welt
mit dem Namen

Dīpankara Tathagata
(定光如來 – Tathagata des Beständigen Lichtes).

Er lehrte und befreite zahllose Wesen
und führte sie zum Erwachen.

Danach ging er ins endgültige Nirvana ein.

Nach ihm erschien ein Buddha namens Fernes Licht.

Danach ein Buddha namens Mondlicht.

Danach ein Buddha namens Sandelholzduft.

Danach ein Buddha namens König des Guten Berges.

Danach ein Buddha namens Krone des Sumeru-Himmels.

Danach ein Buddha namens Gleichstrahlender Sumeru.

Danach ein Buddha namens Mondfarbe.

Danach ein Buddha namens Rechte Achtsamkeit.

Danach ein Buddha namens Makelloser.

Danach ein Buddha namens Nicht-Anhaftender.

Danach ein Buddha namens Drachenhimmel.

Danach ein Buddha namens Nachtlicht.

Danach ein Buddha namens Gipfel des Friedvollen Lichts.

Danach ein Buddha namens Unbeweglicher Grund.

Danach ein Buddha namens Wunderbare Lapislazuli-Blüte.

Danach ein Buddha namens Lapislazuli-Goldfarbe.

Danach ein Buddha namens Goldener Schatz.

Danach ein Buddha namens Flammenlicht.

Danach ein Buddha namens Flammenwurzel.

Danach ein Buddha namens Erdursprung.

Danach ein Buddha namens Mondgestalt.

Danach ein Buddha namens Sonnenklang.

Danach ein Buddha namens Blüte der Befreiung.

Danach ein Buddha namens Licht der Herrlichkeit.

Danach ein Buddha namens Meer des Erwachens und der Wunderkräfte.

Danach ein Buddha namens Wasserlicht.

Danach ein Buddha namens Großer Duft.

Danach ein Buddha namens Frei von Staub und Befleckung.

Danach ein Buddha namens Losgelöst von Überdruss.

Danach ein Buddha namens Juwelenflamme.

Danach ein Buddha namens Wunderbarer Gipfel.

Danach ein Buddha namens Kraftvoller Mut.

Danach ein Buddha namens Weisheit, die Verdienste bewahrt.

Danach ein Buddha namens Licht, das Sonne und Mond überstrahlt.

Danach ein Buddha namens Lapislazuli-Licht von Sonne und Mond.

Danach ein Buddha namens Höchstes Lapislazuli-Licht.

Danach ein Buddha namens Der Höchste unter den Höchsten.

Danach ein Buddha namens Bodhi-Blüte.

Danach ein Buddha namens Mondklarheit.

Danach ein Buddha namens Sonnenlicht.

Danach ein Buddha namens König der Blütenfarben.

Danach ein Buddha namens Wasser-Mond-Licht.

Danach ein Buddha namens Vertreiber der Dunkelheit des Nichtwissens.

Danach ein Buddha namens Der die Schleier Überwindet.

Danach ein Buddha namens Reines Vertrauen.

Danach ein Buddha namens Gute Sternenkonstellation.

Danach ein Buddha namens Majestätische Wunderkraft.

Danach ein Buddha namens Dharma-Weisheit.

Danach ein Buddha namens Klang des Phönixvogels.

Danach ein Buddha namens Löwenklang.

Danach ein Buddha namens Drachenklang.

Danach ein Buddha namens In-der-Welt-Weilender.

Alle diese Buddhas gehören der Vergangenheit an.“
Kommentar
Auf den ersten Blick wirkt dieser Abschnitt wie eine bloße Namensliste.

Im Mahayana erfüllt er jedoch mehrere wichtige Funktionen.

1. Die Zeitdimension des Bodhisattva-Weges

Das Sutra beginnt nicht mit einem einzelnen Leben.

Es beginnt mit unzähligen Kalpas.

Damit wird deutlich:

Erwachen ist kein zufälliges Ereignis.

Der Bodhisattva-Weg reicht durch unermessliche Zeiträume.



2. Erwachen ist kein Einzelereignis

Die Liste zeigt:

Der Dharma erscheint immer wieder.

Buddhas kommen und gehen.

Doch das Erwachen selbst bleibt gegenwärtig.

Die einzelnen Buddhas sind Wellen.

Der Dharma ist der Ozean.



3. Die Bedeutung der Namen

Fast alle Namen enthalten Motive wie:

* Licht
* Reinheit
* Weisheit
* Duft
* Klang
* Juwel
* Mond
* Sonne
* Blüte

Sie beschreiben weniger historische Personen
als Qualitäten des Erwachens.

Licht vertreibt Dunkelheit.

Duft verbreitet sich von selbst.

Klang erreicht auch Ferne.

Blüten öffnen sich ohne Zwang.

Der Leser wird dadurch schrittweise in eine symbolische Welt eingeführt,
aus der später Amitabha hervorgeht.



4. Warum beginnt die Geschichte mit Dīpankara?

Dipankara gilt in vielen buddhistischen Traditionen als einer der großen Buddhas der fernen Vergangenheit.

Bereits in anderen Sutren erscheint er als Symbol eines sehr frühen Erwachens.

Dass die Reihe mit ihm beginnt,
signalisiert:

Die folgende Erzählung reicht bis in kaum vorstellbare Tiefen der Zeit zurück.
6 #
法藏本因分第四

佛言:「次有佛名世自在王如來、應供、等正覺、明行足、善逝、世間解、無上士、調御丈夫、天人師、佛、世尊,十號具足,在世教化四十二劫。爾時有大國王,聞佛說法喜悅開悟,即弃王位往作沙門,號法藏比丘,高才智慧勇猛無能及者。詣彼佛所稽首禮足,右繞三匝長跪合掌,以偈讚佛:

「『如來妙色相, 世間無等倫;
遠勝日摩尼, 火月清淨水。
威神無有極, 名聲震十方;
皆由三昧力, 精進成智慧;
持覺若溟海, 深廣無涯底。
無明與貪恚, 冰釋已無餘;
從是超世間, 歎仰不能已。
端如好樹華, 莫不愛樂者,
處處人民見, 一切皆歡喜。
布施及淨戒, 忍辱并精進,
禪定、大智慧, 吾誓得此事。
一切諸恐懼, 普為獲大安;
過度諸生死, 無不解脫者。
我至作佛時, 種種如法王;
假使恒沙數, 諸佛悉供養,
不如求正覺, 堅勇必成就。
能使無量剎, 光明普照耀,
濟度越恒沙, 威德誰可量;
我剎及莊嚴, 華好獨超卓。
凡欲求生者, 清淨安以樂;
度脫永無窮, 幸佛作明證。
發願既如是, 力行無懈怠;
雖居苦毒中, 忍之終不悔。』」
Vierter Abschnitt

Die ursprüngliche Ursache des Dharmākara

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

„Nach diesen Buddhas erschien ein Buddha mit Namen

Lokeshvararāja Tathāgata
(世自在王如來),

der Würdige,
der Vollkommen Erwachte,
der in Wissen und Wandel Vollendete,
der Gut-Gegangene,
der Kenner der Welt,
der Unübertreffliche,
der Bezwinger der Menschen,
der Lehrer von Göttern und Menschen,
der Buddha,
der Weltgeehrte.

Die zehn Ehrentitel waren in ihm vollständig verwirklicht.

Er verweilte in der Welt
und lehrte die Wesen zweiundvierzig Kalpas lang.

Zu jener Zeit gab es einen großen König.

Als dieser den Buddha den Dharma lehren hörte,
erfüllten Freude und Erwachen sein Herz.

Darauf verzichtete er auf seine Königswürde,
verließ den Thron
und wurde Mönch.

Er erhielt den Namen

Bhikṣu Dharmākara
(法藏比丘).

Seine Begabung,
seine Weisheit
und sein mutiger Geist
übertrafen alle anderen.

Er begab sich zum Buddha,
verneigte sich zu dessen Füßen,
umrundete ihn dreimal von rechts,
kniete nieder,
faltete die Hände
und pries den Buddha mit folgenden Versen:“



Lobpreisung des Buddha

Studiennahe Übersetzung

Die wunderbaren Erscheinungsmerkmale des Tathagata

sind ohnegleichen in der Welt.

Weit übertreffen sie

Sonne,

Wunschjuwel,

Feuer,

Mond

und reines Wasser.

Deine geistige Kraft kennt keine Grenze,

dein Ruhm erschüttert die zehn Richtungen.

All dies entstand

durch die Kraft des Samadhi,

durch unermüdliche Übung

und vollendete Weisheit.

Dein Erwachen gleicht einem großen Ozean,

tief und weit,

ohne Ufer und ohne Grund.

Unwissenheit,

Gier

und Zorn

sind geschmolzen wie Eis,

nichts ist von ihnen geblieben.

Darum hast du die Welt überschritten.

Und mein Staunen kennt kein Ende.

Wie die Blüte eines edlen Baumes

von allen geliebt wird,

so freuen sich die Menschen überall,

wenn sie dich erblicken.

Großzügigkeit,

reine Sittlichkeit,

Geduld,

Tatkraft,

Sammlung

und große Weisheit —

ich gelobe,

all dies zu verwirklichen.

Alle Ängste der Wesen

will ich in großen Frieden verwandeln.

Alle durch Geburt und Tod Wandernden

will ich hinüberführen,

sodass keiner ohne Befreiung bleibt.

Wenn ich einst Buddha werde,

will ich wie ein Dharma-König sein.

Selbst wenn man allen Buddhas,

zahlreich wie die Sandkörner des Ganges,

Opfergaben darbrächte,

wäre dies nicht so groß

wie das Streben nach vollkommenem Erwachen

und seine unerschütterliche Verwirklichung.

Ich werde unzählige Buddha-Länder

mit Licht erfüllen.

Zahllose Wesen

will ich zur Befreiung führen.

Wer könnte die Macht

und die Tugend eines solchen Wirkens ermessen?

Mein Buddha-Land

und seine Herrlichkeit

sollen einzigartig und unvergleichlich sein.

Alle,

die dort geboren werden möchten,

sollen Reinheit,

Frieden

und Freude finden.

Die Befreiung der Wesen

soll niemals enden.

Möge der Buddha

dafür Zeuge sein.

Habe ich ein solches Gelübde gefasst,

werde ich es auch verwirklichen,

ohne jemals nachzulassen.

Selbst wenn ich inmitten von Leid

und schwersten Prüfungen verweile,

werde ich standhaft bleiben

und niemals bereuen.
Kommentar öffnen
Dies ist der erste große Wendepunkt des Sutras.

Der zukünftige Amitabha erscheint zunächst nicht als Buddha.

Er erscheint als König.

Er hört den Dharma,
erwacht zu Vertrauen,
legt Macht und Besitz nieder
und wird Mönch.

Bemerkenswert ist:

Sein erstes Handeln besteht nicht darin,
Erleuchtung für sich selbst zu suchen.

Sein Blick richtet sich sofort auf alle Wesen.

Der Kern seines Gelübdes lautet:

„Alle Ängste will ich befrieden.

Alle Wesen will ich über Geburt und Tod hinausführen.“

Damit erscheint bereits der ganze Geist des Bodhisattva-Weges.

Dieser Abschnitt ist für die spätere Amitabha-Tradition von enormer Bedeutung, weil hier zum ersten Mal die Grundstruktur der späteren 48 Gelübde sichtbar wird. Noch sind sie nicht ausgearbeitet, aber die Keime sind bereits da:

* Licht für alle Welten,
* Befreiung aller Wesen,
* ein reines Buddha-Land,
* keine Begrenzung des Mitgefühls,
* unerschütterliche Ausdauer des Gelübdes.
中文原文
法藏本因分第四

佛言:「次有佛名世自在王如來、應供、等正覺、明行足、善逝、世間解、無上士、調御丈夫、天人師、佛、世尊,十號具足,在世教化四十二劫。爾時有大國王,聞佛說法喜悅開悟,即弃王位往作沙門,號法藏比丘,高才智慧勇猛無能及者。詣彼佛所稽首禮足,右繞三匝長跪合掌,以偈讚佛:

「『如來妙色相, 世間無等倫;
遠勝日摩尼, 火月清淨水。
威神無有極, 名聲震十方;
皆由三昧力, 精進成智慧;
持覺若溟海, 深廣無涯底。
無明與貪恚, 冰釋已無餘;
從是超世間, 歎仰不能已。
端如好樹華, 莫不愛樂者,
處處人民見, 一切皆歡喜。
布施及淨戒, 忍辱并精進,
禪定、大智慧, 吾誓得此事。
一切諸恐懼, 普為獲大安;
過度諸生死, 無不解脫者。
我至作佛時, 種種如法王;
假使恒沙數, 諸佛悉供養,
不如求正覺, 堅勇必成就。
能使無量剎, 光明普照耀,
濟度越恒沙, 威德誰可量;
我剎及莊嚴, 華好獨超卓。
凡欲求生者, 清淨安以樂;
度脫永無窮, 幸佛作明證。
發願既如是, 力行無懈怠;
雖居苦毒中, 忍之終不悔。』」
Deutsch
Vierter Abschnitt

Die ursprüngliche Ursache des Dharmākara

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

„Nach diesen Buddhas erschien ein Buddha mit Namen

Lokeshvararāja Tathāgata
(世自在王如來),

der Würdige,
der Vollkommen Erwachte,
der in Wissen und Wandel Vollendete,
der Gut-Gegangene,
der Kenner der Welt,
der Unübertreffliche,
der Bezwinger der Menschen,
der Lehrer von Göttern und Menschen,
der Buddha,
der Weltgeehrte.

Die zehn Ehrentitel waren in ihm vollständig verwirklicht.

Er verweilte in der Welt
und lehrte die Wesen zweiundvierzig Kalpas lang.

Zu jener Zeit gab es einen großen König.

Als dieser den Buddha den Dharma lehren hörte,
erfüllten Freude und Erwachen sein Herz.

Darauf verzichtete er auf seine Königswürde,
verließ den Thron
und wurde Mönch.

Er erhielt den Namen

Bhikṣu Dharmākara
(法藏比丘).

Seine Begabung,
seine Weisheit
und sein mutiger Geist
übertrafen alle anderen.

Er begab sich zum Buddha,
verneigte sich zu dessen Füßen,
umrundete ihn dreimal von rechts,
kniete nieder,
faltete die Hände
und pries den Buddha mit folgenden Versen:“



Lobpreisung des Buddha

Studiennahe Übersetzung

Die wunderbaren Erscheinungsmerkmale des Tathagata

sind ohnegleichen in der Welt.

Weit übertreffen sie

Sonne,

Wunschjuwel,

Feuer,

Mond

und reines Wasser.

Deine geistige Kraft kennt keine Grenze,

dein Ruhm erschüttert die zehn Richtungen.

All dies entstand

durch die Kraft des Samadhi,

durch unermüdliche Übung

und vollendete Weisheit.

Dein Erwachen gleicht einem großen Ozean,

tief und weit,

ohne Ufer und ohne Grund.

Unwissenheit,

Gier

und Zorn

sind geschmolzen wie Eis,

nichts ist von ihnen geblieben.

Darum hast du die Welt überschritten.

Und mein Staunen kennt kein Ende.

Wie die Blüte eines edlen Baumes

von allen geliebt wird,

so freuen sich die Menschen überall,

wenn sie dich erblicken.

Großzügigkeit,

reine Sittlichkeit,

Geduld,

Tatkraft,

Sammlung

und große Weisheit —

ich gelobe,

all dies zu verwirklichen.

Alle Ängste der Wesen

will ich in großen Frieden verwandeln.

Alle durch Geburt und Tod Wandernden

will ich hinüberführen,

sodass keiner ohne Befreiung bleibt.

Wenn ich einst Buddha werde,

will ich wie ein Dharma-König sein.

Selbst wenn man allen Buddhas,

zahlreich wie die Sandkörner des Ganges,

Opfergaben darbrächte,

wäre dies nicht so groß

wie das Streben nach vollkommenem Erwachen

und seine unerschütterliche Verwirklichung.

Ich werde unzählige Buddha-Länder

mit Licht erfüllen.

Zahllose Wesen

will ich zur Befreiung führen.

Wer könnte die Macht

und die Tugend eines solchen Wirkens ermessen?

Mein Buddha-Land

und seine Herrlichkeit

sollen einzigartig und unvergleichlich sein.

Alle,

die dort geboren werden möchten,

sollen Reinheit,

Frieden

und Freude finden.

Die Befreiung der Wesen

soll niemals enden.

Möge der Buddha

dafür Zeuge sein.

Habe ich ein solches Gelübde gefasst,

werde ich es auch verwirklichen,

ohne jemals nachzulassen.

Selbst wenn ich inmitten von Leid

und schwersten Prüfungen verweile,

werde ich standhaft bleiben

und niemals bereuen.
Kommentar
Dies ist der erste große Wendepunkt des Sutras.

Der zukünftige Amitabha erscheint zunächst nicht als Buddha.

Er erscheint als König.

Er hört den Dharma,
erwacht zu Vertrauen,
legt Macht und Besitz nieder
und wird Mönch.

Bemerkenswert ist:

Sein erstes Handeln besteht nicht darin,
Erleuchtung für sich selbst zu suchen.

Sein Blick richtet sich sofort auf alle Wesen.

Der Kern seines Gelübdes lautet:

„Alle Ängste will ich befrieden.

Alle Wesen will ich über Geburt und Tod hinausführen.“

Damit erscheint bereits der ganze Geist des Bodhisattva-Weges.

Dieser Abschnitt ist für die spätere Amitabha-Tradition von enormer Bedeutung, weil hier zum ersten Mal die Grundstruktur der späteren 48 Gelübde sichtbar wird. Noch sind sie nicht ausgearbeitet, aber die Keime sind bereits da:

* Licht für alle Welten,
* Befreiung aller Wesen,
* ein reines Buddha-Land,
* keine Begrenzung des Mitgefühls,
* unerschütterliche Ausdauer des Gelübdes.
7 #
大願問佛分第五

佛言:「爾時法藏比丘說此偈已,復白世自在王佛言:『世尊!我發無上菩提之心,願作佛時,於十方無央數佛中為最。智慧勇猛,頂中光明照耀十方,無有窮極。所居剎土自然七寶極明麗溫柔。我化度名號,皆聞於十方無央數世界,莫有不聞知者。諸無央數諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,來生我剎者,悉皆菩薩、聲聞,其數不可窮盡,比諸佛世界悉皆勝之。如是者寧可得否?』時世自在王佛,知其智識高明心願廣大。即為說言:『譬如大海一人斗量,歷劫不止尚可見底;況人至心求道,精進不止,何求不得?何願不遂?』時法藏比丘,聞佛所說則大歡喜。佛乃選擇二千一百萬佛剎中,諸天人民之善惡、國土之麁妙,隨其心願悉令顯現。法藏即一其心,遂得天眼,莫不徹見。」
Fünfter Abschnitt

Das große Gelübde und die Frage an den Buddha

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

„Nachdem Dharmākara Bhikṣu diese Verse gesprochen hatte, wandte er sich erneut an den Buddha Lokeshvararāja und sagte:

Weltgeehrter!

Ich habe den Geist des höchsten Erwachens erweckt.

Wenn ich einst Buddha werde,

möchte ich unter den zahllosen Buddhas der zehn Richtungen der Höchste sein.

Meine Weisheit und mein mutiges Wirken sollen unvergleichlich sein.

Das Licht auf meinem Scheitel soll die zehn Richtungen erleuchten,

grenzenlos und ohne Ende.

Das Buddha-Land, in dem ich verweile,

soll auf natürliche Weise aus den sieben Kostbarkeiten bestehen,

strahlend schön,

sanft

und friedvoll.

Mein Name und meine befreiende Wirksamkeit

sollen in zahllosen Welten der zehn Richtungen gehört werden,

sodass es kein Wesen gibt,

das nichts von ihnen erfährt.

Alle Götter,

Menschen

und selbst die kleinsten Lebewesen,

die in meinem Land geboren werden,

sollen zu Bodhisattvas und Hörenden werden.

Ihre Zahl soll unermesslich sein,

und die Vorzüge meines Landes

sollen jene aller anderen Buddha-Länder übertreffen.

Kann ein solches Gelübde verwirklicht werden?“

Da erkannte der Buddha Lokeshvararāja
die hohe Weisheit,
das klare Verständnis
und die weite Herzensausrichtung Dharmākaras.

Darum sprach er:

Stell dir vor,

jemand würde das große Meer

mit einem kleinen Schöpfgefäß ausschöpfen.

Selbst wenn dies viele Kalpas dauerte,

könnte er schließlich den Grund des Meeres sehen.

Wenn aber jemand mit ganzem Herzen den Weg sucht

und unermüdlich voranschreitet,

was könnte er dann nicht erreichen?

Welches Gelübde könnte unerfüllt bleiben?

Als Dharmākara diese Worte hörte,
wurde er von großer Freude erfüllt.

Darauf zeigte ihm der Buddha

die Eigenschaften von zweitausendeinhundert Millionen Buddha-Ländern,

die guten und schlechten Zustände ihrer Wesen,

die Vorzüge und Mängel ihrer Welten.

Alles erschien deutlich vor ihm,
genau entsprechend seinem Wunsch.

Dharmākara sammelte seinen Geist vollständig in Einpunktigkeit

und erlangte das Himmelsauge.

Es gab keine Buddha-Welt,
die er nicht klar sehen konnte.
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt zeigt einen wichtigen Unterschied zwischen vielen frühen buddhistischen Darstellungen und dem Mahayana.

1. Erwachen als universelles Projekt

Dharmākara fragt nicht:

„Wie werde ich frei?“

Er fragt:

„Wie kann eine Welt entstehen,
in der möglichst viele Wesen frei werden können?“

Der Fokus verschiebt sich vom individuellen Erwachen
zur Gestaltung günstiger Bedingungen für alle Wesen.



2. Das Licht als Symbol

Das Licht erscheint hier erstmals als zentrales Motiv.

Später wird Amitabha auch

* Amitābha („Unermessliches Licht“)
* Amitāyus („Unermessliches Leben“)

genannt.

Das Licht steht dabei nicht nur für Helligkeit,
sondern für die Reichweite des Mitgefühls und der Weisheit.



3. Die Schau der Buddha-Länder

Die Vision von 2.100 Millionen Buddha-Ländern ist kein bloßer kosmologischer Exkurs.

Sie erfüllt eine konkrete Funktion:

Dharmākara studiert die Erfahrungen aller Buddhas.

Er betrachtet:

* gelungene Bedingungen,
* schwierige Bedingungen,
* hilfreiche Bedingungen,
* hinderliche Bedingungen.

Er lernt aus allen.

Dadurch entsteht später sein eigenes Gelübde.



4. Das Gleichnis vom Ozean

Das Meer-Gleichnis ist bemerkenswert.

Der Buddha sagt nicht:

„Dein Wunsch ist zu groß.“

Er sagt:

„Unermüdliche Ausrichtung macht selbst Unvorstellbares erreichbar.“

Der Schwerpunkt liegt nicht auf Größe oder Kleinheit des Gelübdes,

sondern auf Beständigkeit.
中文原文
大願問佛分第五

佛言:「爾時法藏比丘說此偈已,復白世自在王佛言:『世尊!我發無上菩提之心,願作佛時,於十方無央數佛中為最。智慧勇猛,頂中光明照耀十方,無有窮極。所居剎土自然七寶極明麗溫柔。我化度名號,皆聞於十方無央數世界,莫有不聞知者。諸無央數諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,來生我剎者,悉皆菩薩、聲聞,其數不可窮盡,比諸佛世界悉皆勝之。如是者寧可得否?』時世自在王佛,知其智識高明心願廣大。即為說言:『譬如大海一人斗量,歷劫不止尚可見底;況人至心求道,精進不止,何求不得?何願不遂?』時法藏比丘,聞佛所說則大歡喜。佛乃選擇二千一百萬佛剎中,諸天人民之善惡、國土之麁妙,隨其心願悉令顯現。法藏即一其心,遂得天眼,莫不徹見。」
Deutsch
Fünfter Abschnitt

Das große Gelübde und die Frage an den Buddha

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

„Nachdem Dharmākara Bhikṣu diese Verse gesprochen hatte, wandte er sich erneut an den Buddha Lokeshvararāja und sagte:

Weltgeehrter!

Ich habe den Geist des höchsten Erwachens erweckt.

Wenn ich einst Buddha werde,

möchte ich unter den zahllosen Buddhas der zehn Richtungen der Höchste sein.

Meine Weisheit und mein mutiges Wirken sollen unvergleichlich sein.

Das Licht auf meinem Scheitel soll die zehn Richtungen erleuchten,

grenzenlos und ohne Ende.

Das Buddha-Land, in dem ich verweile,

soll auf natürliche Weise aus den sieben Kostbarkeiten bestehen,

strahlend schön,

sanft

und friedvoll.

Mein Name und meine befreiende Wirksamkeit

sollen in zahllosen Welten der zehn Richtungen gehört werden,

sodass es kein Wesen gibt,

das nichts von ihnen erfährt.

Alle Götter,

Menschen

und selbst die kleinsten Lebewesen,

die in meinem Land geboren werden,

sollen zu Bodhisattvas und Hörenden werden.

Ihre Zahl soll unermesslich sein,

und die Vorzüge meines Landes

sollen jene aller anderen Buddha-Länder übertreffen.

Kann ein solches Gelübde verwirklicht werden?“

Da erkannte der Buddha Lokeshvararāja
die hohe Weisheit,
das klare Verständnis
und die weite Herzensausrichtung Dharmākaras.

Darum sprach er:

Stell dir vor,

jemand würde das große Meer

mit einem kleinen Schöpfgefäß ausschöpfen.

Selbst wenn dies viele Kalpas dauerte,

könnte er schließlich den Grund des Meeres sehen.

Wenn aber jemand mit ganzem Herzen den Weg sucht

und unermüdlich voranschreitet,

was könnte er dann nicht erreichen?

Welches Gelübde könnte unerfüllt bleiben?

Als Dharmākara diese Worte hörte,
wurde er von großer Freude erfüllt.

Darauf zeigte ihm der Buddha

die Eigenschaften von zweitausendeinhundert Millionen Buddha-Ländern,

die guten und schlechten Zustände ihrer Wesen,

die Vorzüge und Mängel ihrer Welten.

Alles erschien deutlich vor ihm,
genau entsprechend seinem Wunsch.

Dharmākara sammelte seinen Geist vollständig in Einpunktigkeit

und erlangte das Himmelsauge.

Es gab keine Buddha-Welt,
die er nicht klar sehen konnte.
Kommentar
Dieser Abschnitt zeigt einen wichtigen Unterschied zwischen vielen frühen buddhistischen Darstellungen und dem Mahayana.

1. Erwachen als universelles Projekt

Dharmākara fragt nicht:

„Wie werde ich frei?“

Er fragt:

„Wie kann eine Welt entstehen,
in der möglichst viele Wesen frei werden können?“

Der Fokus verschiebt sich vom individuellen Erwachen
zur Gestaltung günstiger Bedingungen für alle Wesen.



2. Das Licht als Symbol

Das Licht erscheint hier erstmals als zentrales Motiv.

Später wird Amitabha auch

* Amitābha („Unermessliches Licht“)
* Amitāyus („Unermessliches Leben“)

genannt.

Das Licht steht dabei nicht nur für Helligkeit,
sondern für die Reichweite des Mitgefühls und der Weisheit.



3. Die Schau der Buddha-Länder

Die Vision von 2.100 Millionen Buddha-Ländern ist kein bloßer kosmologischer Exkurs.

Sie erfüllt eine konkrete Funktion:

Dharmākara studiert die Erfahrungen aller Buddhas.

Er betrachtet:

* gelungene Bedingungen,
* schwierige Bedingungen,
* hilfreiche Bedingungen,
* hinderliche Bedingungen.

Er lernt aus allen.

Dadurch entsteht später sein eigenes Gelübde.



4. Das Gleichnis vom Ozean

Das Meer-Gleichnis ist bemerkenswert.

Der Buddha sagt nicht:

„Dein Wunsch ist zu groß.“

Er sagt:

„Unermüdliche Ausrichtung macht selbst Unvorstellbares erreichbar.“

Der Schwerpunkt liegt nicht auf Größe oder Kleinheit des Gelübdes,

sondern auf Beständigkeit.
8 #
四十八願分第六

佛言:「爾時法藏比丘,乃往一靜處,其心寂然俱無所著,默坐思惟。攝取彼佛剎清淨之行,如彼修持。復詣佛所而白佛言:『世尊!我已攝取二千一百萬佛剎,所以莊嚴國土清淨之行。願有𢾭陳,惟佛聽察!』彼佛告言:『善哉!汝可具說。諸菩薩眾聞汝志願因以警策,亦能於諸佛剎修習莊嚴。』

「法藏白言:『第一願,我作佛時,我剎中無地獄、餓鬼、禽畜,以至蜎飛蠕動之類。不得是願終不作佛。

「『第二願,我作佛時,我剎中無婦女;無央數世界諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,來生我剎者,皆於七寶水池蓮華中化生。不得是願終不作佛。

「『第三願,我作佛時,我剎中人欲食時,七寶鉢中百味飲食,化現在前,食已器用自然化去。不得是願終不作佛。

「『第四願,我作佛時,我剎中人,所欲衣服隨念即至,不假裁縫、擣染、浣濯。不得是願終不作佛。
Sechster Abschnitt

Die achtundvierzig Gelübde

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Damals begab sich Dharmākara Bhikṣu an einen stillen Ort.

Sein Geist war vollkommen ruhig,
frei von Anhaftung.

In stiller Versenkung saß er da
und erwog alles sorgfältig.

Er nahm die reinen Praktiken jener Buddha-Länder auf,
betrachtete ihre Vorzüge
und übte entsprechend.

Danach trat er erneut vor den Buddha
und sprach:

Weltgeehrter!

Ich habe die Eigenschaften von
zweitausendeinhundert Millionen Buddha-Ländern betrachtet
und die Ursachen ihrer Reinheit
und ihrer Herrlichkeit aufgenommen.

Nun möchte ich meine Gelübde darlegen.

Möge der Buddha sie prüfen.

Der Buddha sprach:

Vorzüglich!

Sprich sie vollständig aus.

Die Bodhisattvas werden deine Gelübde hören,
daraus Ansporn gewinnen
und ebenfalls die Reinen Länder der Buddhas schmücken.



Erstes Gelübde

Wenn ich Buddha werde,

soll es in meinem Land

weder Höllenwesen,
noch hungrige Geister,
noch Tiere,
noch kriechende,
fliegende
oder sonstige niedere Daseinsformen geben.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich niemals Buddha werden.



Zweites Gelübde

Wenn ich Buddha werde,

soll es in meinem Land keine Frauen geben.

Alle Götter,
Menschen
und übrigen Wesen aus zahllosen Welten,
die in meinem Land wiedergeboren werden,

sollen in Lotosblüten
in den Teichen der sieben Kostbarkeiten geboren werden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich niemals Buddha werden.

Drittes Gelübde

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes,
sobald sie Nahrung wünschen,

Speisen und Getränke
mit hundert Geschmacksrichtungen
in Schalen aus sieben Kostbarkeiten
vor sich erscheinen sehen.

Nach dem Mahl
sollen die Gefäße von selbst wieder verschwinden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich niemals Buddha werden.



Viertes Gelübde

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes,
sobald sie Kleidung wünschen,

diese unmittelbar erhalten,
entsprechend ihrem Gedanken.

Es soll nicht nötig sein,

Stoff zuzuschneiden,
zu nähen,
zu färben
oder zu waschen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich niemals Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis zum zweiten Gelübde

Dieser Vers wird heute unterschiedlich interpretiert.

Historisch spiegelt er die altindische Vorstellung wider, dass die Buddhaschaft in männlicher Gestalt vollendet werde.

Bereits spätere Mahayana-Texte,
etwa das Lotus-Sutra oder das Vimalakirti-Sutra,
relativieren solche Vorstellungen deutlich.

In vielen heutigen Reinen-Land-Traditionen wird der Schwerpunkt deshalb auf den zweiten Teil des Gelübdes gelegt:

Alle Wesen werden durch Lotosgeburt neu geboren
und treten in eine reine, nicht durch gewöhnliche Geburt bestimmte Existenzform ein.

Für die Übersetzung sollte der ursprüngliche Wortlaut dennoch erhalten bleiben.

—————————

Das zweite Gelübde wird heute oft missverstanden. Sein Kern liegt weniger in einer Abwertung des Weiblichen als in der Vorstellung, dass die Wesen des Reinen Landes nicht mehr durch die Bedingungen gewöhnlicher biologischer Geburt bestimmt werden. Die Lotosgeburt symbolisiert eine Existenzweise jenseits von Herkunft, Geschlecht, sozialem Rang und familiärer Abstammung. Nicht die Vernichtung von Identität ist das Ziel, sondern die Befreiung von der Notwendigkeit, Identität festhalten und verteidigen zu müssen.
中文原文
四十八願分第六

佛言:「爾時法藏比丘,乃往一靜處,其心寂然俱無所著,默坐思惟。攝取彼佛剎清淨之行,如彼修持。復詣佛所而白佛言:『世尊!我已攝取二千一百萬佛剎,所以莊嚴國土清淨之行。願有𢾭陳,惟佛聽察!』彼佛告言:『善哉!汝可具說。諸菩薩眾聞汝志願因以警策,亦能於諸佛剎修習莊嚴。』

「法藏白言:『第一願,我作佛時,我剎中無地獄、餓鬼、禽畜,以至蜎飛蠕動之類。不得是願終不作佛。

「『第二願,我作佛時,我剎中無婦女;無央數世界諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,來生我剎者,皆於七寶水池蓮華中化生。不得是願終不作佛。

「『第三願,我作佛時,我剎中人欲食時,七寶鉢中百味飲食,化現在前,食已器用自然化去。不得是願終不作佛。

「『第四願,我作佛時,我剎中人,所欲衣服隨念即至,不假裁縫、擣染、浣濯。不得是願終不作佛。
Deutsch
Sechster Abschnitt

Die achtundvierzig Gelübde

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Damals begab sich Dharmākara Bhikṣu an einen stillen Ort.

Sein Geist war vollkommen ruhig,
frei von Anhaftung.

In stiller Versenkung saß er da
und erwog alles sorgfältig.

Er nahm die reinen Praktiken jener Buddha-Länder auf,
betrachtete ihre Vorzüge
und übte entsprechend.

Danach trat er erneut vor den Buddha
und sprach:

Weltgeehrter!

Ich habe die Eigenschaften von
zweitausendeinhundert Millionen Buddha-Ländern betrachtet
und die Ursachen ihrer Reinheit
und ihrer Herrlichkeit aufgenommen.

Nun möchte ich meine Gelübde darlegen.

Möge der Buddha sie prüfen.

Der Buddha sprach:

Vorzüglich!

Sprich sie vollständig aus.

Die Bodhisattvas werden deine Gelübde hören,
daraus Ansporn gewinnen
und ebenfalls die Reinen Länder der Buddhas schmücken.



Erstes Gelübde

Wenn ich Buddha werde,

soll es in meinem Land

weder Höllenwesen,
noch hungrige Geister,
noch Tiere,
noch kriechende,
fliegende
oder sonstige niedere Daseinsformen geben.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich niemals Buddha werden.



Zweites Gelübde

Wenn ich Buddha werde,

soll es in meinem Land keine Frauen geben.

Alle Götter,
Menschen
und übrigen Wesen aus zahllosen Welten,
die in meinem Land wiedergeboren werden,

sollen in Lotosblüten
in den Teichen der sieben Kostbarkeiten geboren werden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich niemals Buddha werden.

Drittes Gelübde

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes,
sobald sie Nahrung wünschen,

Speisen und Getränke
mit hundert Geschmacksrichtungen
in Schalen aus sieben Kostbarkeiten
vor sich erscheinen sehen.

Nach dem Mahl
sollen die Gefäße von selbst wieder verschwinden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich niemals Buddha werden.



Viertes Gelübde

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes,
sobald sie Kleidung wünschen,

diese unmittelbar erhalten,
entsprechend ihrem Gedanken.

Es soll nicht nötig sein,

Stoff zuzuschneiden,
zu nähen,
zu färben
oder zu waschen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich niemals Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis zum zweiten Gelübde

Dieser Vers wird heute unterschiedlich interpretiert.

Historisch spiegelt er die altindische Vorstellung wider, dass die Buddhaschaft in männlicher Gestalt vollendet werde.

Bereits spätere Mahayana-Texte,
etwa das Lotus-Sutra oder das Vimalakirti-Sutra,
relativieren solche Vorstellungen deutlich.

In vielen heutigen Reinen-Land-Traditionen wird der Schwerpunkt deshalb auf den zweiten Teil des Gelübdes gelegt:

Alle Wesen werden durch Lotosgeburt neu geboren
und treten in eine reine, nicht durch gewöhnliche Geburt bestimmte Existenzform ein.

Für die Übersetzung sollte der ursprüngliche Wortlaut dennoch erhalten bleiben.

—————————

Das zweite Gelübde wird heute oft missverstanden. Sein Kern liegt weniger in einer Abwertung des Weiblichen als in der Vorstellung, dass die Wesen des Reinen Landes nicht mehr durch die Bedingungen gewöhnlicher biologischer Geburt bestimmt werden. Die Lotosgeburt symbolisiert eine Existenzweise jenseits von Herkunft, Geschlecht, sozialem Rang und familiärer Abstammung. Nicht die Vernichtung von Identität ist das Ziel, sondern die Befreiung von der Notwendigkeit, Identität festhalten und verteidigen zu müssen.
9 #
「『第五願,我作佛時,我剎中自地以上至於虛空,皆有宅宇、宮殿、樓閣、池流、花樹,悉以無量雜寶百千種香而共合成,嚴飾奇妙,殊勝超絕,其香普熏十方世界,眾生聞是香者皆修佛行。不得是願終不作佛。

「『第六願,我作佛時,我剎中人,皆心相愛敬無相憎嫉。不得是願終不作佛。

「『第七願,我作佛時,我剎中人,盡無[泳-永+(炙-火+(午/一))]泆、瞋怒、愚癡之心。不得是願終不作佛。

「『第八願,我作佛時,我剎中人皆同一善心,無惑他念,其所欲言皆豫相知意。不得是願終不作佛。

「『第九願,我作佛時,我剎中人,皆不聞不善之名,況有其實。不得是願終不作佛。

「『第十願,我作佛時,我剎中人,知身如幻,無貪著心。不得是願終不作佛。
Fünftes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen in meinem Buddha-Land,
von der Erde bis hinauf zum Himmel,

Häuser,
Paläste,
Pavillons,
Türme,
Teiche,
Flüsse,
Blumen
und Bäume vorhanden sein.

Alles soll aus unermesslichen Kostbarkeiten
und aus hunderttausend Arten wunderbarer Düfte bestehen.

Ihre Schönheit und Herrlichkeit
soll unvergleichlich sein.

Ihr Duft soll die Welten der zehn Richtungen durchdringen.

Alle Wesen,
die diesen Duft wahrnehmen,
sollen dadurch den Buddha-Weg üben.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.

Sechstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

einander mit Liebe,
Achtung
und Wertschätzung begegnen.

Niemand soll Hass,
Neid
oder Missgunst gegen andere hegen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.



Siebtes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

frei sein von Begierde,
Zorn
und Verblendung.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.

Achtes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen alle Menschen meines Landes

in einem einzigen heilsamen Geist vereint sein.

Sie sollen keine verwirrenden
oder gegensätzlichen Absichten hegen.

Was einer aussprechen möchte,

sollen die anderen bereits verstehen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.

Neuntes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

nicht einmal den Namen des Unheilsamen hören.

Um wie viel weniger soll es dort die Wirklichkeit des Unheilsamen geben.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.

Zehntes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes erkennen,

dass der Körper einer Illusion gleicht.

Sie sollen frei sein von Gier
und anhaftendem Festhalten.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Hier erscheint erstmals das berühmte Motiv des „Duftes des Dharma“.

Der Duft ist nicht bloß ein angenehmer Geruch.

Er symbolisiert die Ausstrahlung heilsamer Qualitäten.

Wie ein Duft sich von selbst verbreitet,
ohne zu zwingen,
so wirkt auch das Erwachen.

Studienhinweis

Dies sind die drei Gifte:

* Gier (貪)
* Hass (瞋)
* Verblendung (癡)

Sie gelten im gesamten Buddhismus als die Wurzel des Leidens.

Studienhinweis

Dies bedeutet nicht Gleichschaltung.

Der Text spricht von:

同一善心

„ein gemeinsamer heilsamer Geist“

Das gemeinsame Ziel ist Erwachen.

Dadurch entstehen keine grundlegenden Interessenkonflikte.

Studienhinweis

Dies ist eine typische buddhistische Formulierung:

Wenn schon die Worte nicht vorhanden sind,
wie viel weniger die Sache selbst.

Das Gelübde beschreibt die vollständige Abwesenheit unheilsamer Bedingungen.

Studienhinweis

Der Text sagt nicht:

„Der Körper existiert nicht.“

Er sagt:

知身如幻

„Sie erkennen den Körper als gleich einer Illusion.“

Das entspricht einer klassischen Mahayana-Formulierung:

Der Körper erscheint,
funktioniert
und wird erfahren.

Doch er besitzt kein festes,
unabhängiges,
bleibendes Selbstwesen.

Gerade das sechste bis zehnte Gelübde bilden eine interessante Gruppe:

* äußere Schönheit (5)
* Harmonie der Gemeinschaft (6)
* Freiheit von den drei Giften (7)
* gemeinsamer heilsamer Geist (8)
* Abwesenheit des Unheilsamen (9)
* Einsicht in die Leerheit des Körpers (10)

Man könnte sagen: Das Reine Land wird hier nicht nur als Ort beschrieben, sondern als ein Umfeld, in dem die gewöhnlichen Ursachen von Konflikt, Verblendung und Anhaftung zunehmend wegfallen. Dadurch wird das Erwachen nicht erzwungen, aber stark unterstützt.
中文原文
「『第五願,我作佛時,我剎中自地以上至於虛空,皆有宅宇、宮殿、樓閣、池流、花樹,悉以無量雜寶百千種香而共合成,嚴飾奇妙,殊勝超絕,其香普熏十方世界,眾生聞是香者皆修佛行。不得是願終不作佛。

「『第六願,我作佛時,我剎中人,皆心相愛敬無相憎嫉。不得是願終不作佛。

「『第七願,我作佛時,我剎中人,盡無[泳-永+(炙-火+(午/一))]泆、瞋怒、愚癡之心。不得是願終不作佛。

「『第八願,我作佛時,我剎中人皆同一善心,無惑他念,其所欲言皆豫相知意。不得是願終不作佛。

「『第九願,我作佛時,我剎中人,皆不聞不善之名,況有其實。不得是願終不作佛。

「『第十願,我作佛時,我剎中人,知身如幻,無貪著心。不得是願終不作佛。
Deutsch
Fünftes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen in meinem Buddha-Land,
von der Erde bis hinauf zum Himmel,

Häuser,
Paläste,
Pavillons,
Türme,
Teiche,
Flüsse,
Blumen
und Bäume vorhanden sein.

Alles soll aus unermesslichen Kostbarkeiten
und aus hunderttausend Arten wunderbarer Düfte bestehen.

Ihre Schönheit und Herrlichkeit
soll unvergleichlich sein.

Ihr Duft soll die Welten der zehn Richtungen durchdringen.

Alle Wesen,
die diesen Duft wahrnehmen,
sollen dadurch den Buddha-Weg üben.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.

Sechstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

einander mit Liebe,
Achtung
und Wertschätzung begegnen.

Niemand soll Hass,
Neid
oder Missgunst gegen andere hegen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.



Siebtes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

frei sein von Begierde,
Zorn
und Verblendung.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.

Achtes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen alle Menschen meines Landes

in einem einzigen heilsamen Geist vereint sein.

Sie sollen keine verwirrenden
oder gegensätzlichen Absichten hegen.

Was einer aussprechen möchte,

sollen die anderen bereits verstehen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.

Neuntes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

nicht einmal den Namen des Unheilsamen hören.

Um wie viel weniger soll es dort die Wirklichkeit des Unheilsamen geben.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.

Zehntes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes erkennen,

dass der Körper einer Illusion gleicht.

Sie sollen frei sein von Gier
und anhaftendem Festhalten.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Hier erscheint erstmals das berühmte Motiv des „Duftes des Dharma“.

Der Duft ist nicht bloß ein angenehmer Geruch.

Er symbolisiert die Ausstrahlung heilsamer Qualitäten.

Wie ein Duft sich von selbst verbreitet,
ohne zu zwingen,
so wirkt auch das Erwachen.

Studienhinweis

Dies sind die drei Gifte:

* Gier (貪)
* Hass (瞋)
* Verblendung (癡)

Sie gelten im gesamten Buddhismus als die Wurzel des Leidens.

Studienhinweis

Dies bedeutet nicht Gleichschaltung.

Der Text spricht von:

同一善心

„ein gemeinsamer heilsamer Geist“

Das gemeinsame Ziel ist Erwachen.

Dadurch entstehen keine grundlegenden Interessenkonflikte.

Studienhinweis

Dies ist eine typische buddhistische Formulierung:

Wenn schon die Worte nicht vorhanden sind,
wie viel weniger die Sache selbst.

Das Gelübde beschreibt die vollständige Abwesenheit unheilsamer Bedingungen.

Studienhinweis

Der Text sagt nicht:

„Der Körper existiert nicht.“

Er sagt:

知身如幻

„Sie erkennen den Körper als gleich einer Illusion.“

Das entspricht einer klassischen Mahayana-Formulierung:

Der Körper erscheint,
funktioniert
und wird erfahren.

Doch er besitzt kein festes,
unabhängiges,
bleibendes Selbstwesen.

Gerade das sechste bis zehnte Gelübde bilden eine interessante Gruppe:

* äußere Schönheit (5)
* Harmonie der Gemeinschaft (6)
* Freiheit von den drei Giften (7)
* gemeinsamer heilsamer Geist (8)
* Abwesenheit des Unheilsamen (9)
* Einsicht in die Leerheit des Körpers (10)

Man könnte sagen: Das Reine Land wird hier nicht nur als Ort beschrieben, sondern als ein Umfeld, in dem die gewöhnlichen Ursachen von Konflikt, Verblendung und Anhaftung zunehmend wegfallen. Dadurch wird das Erwachen nicht erzwungen, aber stark unterstützt.
10 #
「『第十一願,我作佛時,我剎中雖有諸天與世人之異,而其形容皆一類金色,面目端正淨好,無復醜異。不得是願終不作佛。

「『第十二願,我作佛時,假令十方無央數世界諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,皆得為人,皆作緣覺、聲聞,皆坐禪一心,共欲計數我年壽幾千億萬劫,無有能知者。不得是願終不作佛。

「『第十三願,我作佛時,假令十方各千億世界,有諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,皆得為人,皆作緣覺、聲聞,皆坐禪一心,共欲計數我剎中人數有幾千億萬,無有能知者。不得是願終不作佛。

「『第十四願,我作佛時,我剎中人壽命皆無央數劫,無有能計知其數者。不得是願終不作佛。

「『第十五願,我作佛時,我剎中人,所受快樂,一如漏盡比丘。不得是願終不作佛。
Elftes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

mögen in meinem Land zwar Himmelswesen und Menschen vorhanden sein,

doch sollen ihre Erscheinungsformen gleich sein.

Alle sollen die gleiche goldene Farbe besitzen,

ihre Gestalt soll würdevoll,
rein
und schön sein.

Es soll keine Hässlichkeit,
keine Missgestaltung
und keine Unterschiede in der äußeren Erscheinung geben.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.

Zwölftes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

und selbst wenn alle Wesen der zahllosen Welten

— Götter,
Menschen
und selbst die kleinsten Lebewesen —

menschliche Gestalt erlangen,

zu Śrāvakas oder Pratyekabuddhas werden,

in tiefer Meditation verweilen

und gemeinsam berechnen wollten,

wie viele tausend Millionen Kalpas meine Lebensdauer umfasst,

so sollen sie diese nicht ermessen können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.

Dreizehntes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

und selbst wenn in tausend Milliarden Welten

alle Götter,
Menschen
und übrigen Wesen

menschliche Gestalt erlangen,

Śrāvakas oder Pratyekabuddhas werden,

in tiefer Sammlung verweilen

und gemeinsam die Zahl der Bewohner meines Landes berechnen wollten,

so sollen sie deren Anzahl nicht erfassen können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.

Vierzehntes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

eine Lebensdauer von unermesslichen Kalpas besitzen.

Niemand soll ihre Zahl berechnen können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.

Fünfzehntes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

soll die Freude,
die die Menschen meines Landes erfahren,

der Freude eines Arhats gleichen,

der alle Ausflüsse beendet hat.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Das Gelübde zielt weniger auf Schönheit im ästhetischen Sinn als auf die Aufhebung äußerer Rangunterschiede.

Im alten Indien waren Körpermerkmale oft mit Karma, sozialem Rang oder spirituellem Verdienst verbunden.

Dharmākara gelobt hier:

Niemand soll aufgrund seiner Erscheinung höher oder niedriger angesehen werden.

Studienhinweis

Hier erscheint erstmals das Motiv des Unermesslichen Lebens (無量壽).

Später wird daraus der Name Amitāyus:

Buddha des Unermesslichen Lebens.

Studienhinweis

Hier erscheint das Motiv des unermesslichen Sangha-Feldes.

Nicht nur Amitabhas Leben ist grenzenlos.

Auch die Zahl der Wesen,
die den Weg des Erwachens gehen,
ist grenzenlos.

Studienhinweis

Dies bedeutet nicht bloß „sehr lange leben“.

Die eigentliche Aussage lautet:

Es gibt keinen Zeitdruck.

Im samsarischen Leben stehen Alter,
Krankheit
und Tod ständig im Hintergrund.

Im Reinen Land fällt dieser Druck weg,
sodass die ganze Aufmerksamkeit auf die Praxis gerichtet werden kann.

Studienhinweis

漏盡比丘 bedeutet wörtlich:

„Mönch, dessen Ausflüsse erschöpft sind.“

Gemeint ist ein Arhat,
der Gier,
Hass
und Verblendung vollständig überwunden hat.

Das Gelübde sagt also:

Die Bewohner des Reinen Landes erfahren einen Frieden,
der dem Frieden eines vollständig Befreiten entspricht.
中文原文
「『第十一願,我作佛時,我剎中雖有諸天與世人之異,而其形容皆一類金色,面目端正淨好,無復醜異。不得是願終不作佛。

「『第十二願,我作佛時,假令十方無央數世界諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,皆得為人,皆作緣覺、聲聞,皆坐禪一心,共欲計數我年壽幾千億萬劫,無有能知者。不得是願終不作佛。

「『第十三願,我作佛時,假令十方各千億世界,有諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,皆得為人,皆作緣覺、聲聞,皆坐禪一心,共欲計數我剎中人數有幾千億萬,無有能知者。不得是願終不作佛。

「『第十四願,我作佛時,我剎中人壽命皆無央數劫,無有能計知其數者。不得是願終不作佛。

「『第十五願,我作佛時,我剎中人,所受快樂,一如漏盡比丘。不得是願終不作佛。
Deutsch
Elftes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

mögen in meinem Land zwar Himmelswesen und Menschen vorhanden sein,

doch sollen ihre Erscheinungsformen gleich sein.

Alle sollen die gleiche goldene Farbe besitzen,

ihre Gestalt soll würdevoll,
rein
und schön sein.

Es soll keine Hässlichkeit,
keine Missgestaltung
und keine Unterschiede in der äußeren Erscheinung geben.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.

Zwölftes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

und selbst wenn alle Wesen der zahllosen Welten

— Götter,
Menschen
und selbst die kleinsten Lebewesen —

menschliche Gestalt erlangen,

zu Śrāvakas oder Pratyekabuddhas werden,

in tiefer Meditation verweilen

und gemeinsam berechnen wollten,

wie viele tausend Millionen Kalpas meine Lebensdauer umfasst,

so sollen sie diese nicht ermessen können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.

Dreizehntes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

und selbst wenn in tausend Milliarden Welten

alle Götter,
Menschen
und übrigen Wesen

menschliche Gestalt erlangen,

Śrāvakas oder Pratyekabuddhas werden,

in tiefer Sammlung verweilen

und gemeinsam die Zahl der Bewohner meines Landes berechnen wollten,

so sollen sie deren Anzahl nicht erfassen können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.

Vierzehntes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

eine Lebensdauer von unermesslichen Kalpas besitzen.

Niemand soll ihre Zahl berechnen können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.

Fünfzehntes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

soll die Freude,
die die Menschen meines Landes erfahren,

der Freude eines Arhats gleichen,

der alle Ausflüsse beendet hat.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Das Gelübde zielt weniger auf Schönheit im ästhetischen Sinn als auf die Aufhebung äußerer Rangunterschiede.

Im alten Indien waren Körpermerkmale oft mit Karma, sozialem Rang oder spirituellem Verdienst verbunden.

Dharmākara gelobt hier:

Niemand soll aufgrund seiner Erscheinung höher oder niedriger angesehen werden.

Studienhinweis

Hier erscheint erstmals das Motiv des Unermesslichen Lebens (無量壽).

Später wird daraus der Name Amitāyus:

Buddha des Unermesslichen Lebens.

Studienhinweis

Hier erscheint das Motiv des unermesslichen Sangha-Feldes.

Nicht nur Amitabhas Leben ist grenzenlos.

Auch die Zahl der Wesen,
die den Weg des Erwachens gehen,
ist grenzenlos.

Studienhinweis

Dies bedeutet nicht bloß „sehr lange leben“.

Die eigentliche Aussage lautet:

Es gibt keinen Zeitdruck.

Im samsarischen Leben stehen Alter,
Krankheit
und Tod ständig im Hintergrund.

Im Reinen Land fällt dieser Druck weg,
sodass die ganze Aufmerksamkeit auf die Praxis gerichtet werden kann.

Studienhinweis

漏盡比丘 bedeutet wörtlich:

„Mönch, dessen Ausflüsse erschöpft sind.“

Gemeint ist ein Arhat,
der Gier,
Hass
und Verblendung vollständig überwunden hat.

Das Gelübde sagt also:

Die Bewohner des Reinen Landes erfahren einen Frieden,
der dem Frieden eines vollständig Befreiten entspricht.
11 #
「『第十六願,我作佛時,我剎中人住正信位,離顛倒想,遠離分別,諸根寂靜,所止盡般泥洹。不得是願終不作佛。
Sechzehntes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

fest in rechtem Vertrauen verweilen.

Sie sollen frei sein von verkehrten Vorstellungen,

fern von unterscheidendem Denken,

ihre Sinneskräfte sollen still und friedvoll sein.

Was sie verwirklichen,

soll schließlich im Nirvana vollendet werden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

正信位 bedeutet wörtlich:

„Stand der rechten Zuversicht / des rechten Vertrauens“.

Gemeint ist keine bloße Überzeugung, sondern eine unumkehrbare Ausrichtung auf den Dharma.

Interessant sind die drei aufeinanderfolgenden Aussagen:

* frei von verkehrten Vorstellungen (顛倒想)
* frei von trennenden Unterscheidungen (分別)
* friedvolle Sinneskräfte (諸根寂靜)

Dies erinnert stark an Mahayana-Texte wie das Shurangama-Sutra, in denen Anhaftung an Unterscheidungen als Wurzel der Verwirrung beschrieben wird.

Das sechzehnte Gelübde ist besonders bemerkenswert, weil hier bereits Begriffe auftauchen, die stark an Mahayana-Weisheitslehren erinnern:

* 顛倒想 (verkehrte Vorstellungen)
* 分別 (unterscheidendes Denken)
* 寂靜 (Stille der Sinne)

Für Leser des Shurangama-Sutras wird das sehr vertraut klingen. Das Reine Land wird nicht nur als glücklicher Ort beschrieben, sondern als eine Umgebung, in der die gewohnten Mechanismen der Verblendung allmählich ihre Grundlage verlieren. Dadurch entsteht eine interessante Brücke zwischen Reines-Land-Praxis und den Weisheitslehren des Mahayana.
中文原文
「『第十六願,我作佛時,我剎中人住正信位,離顛倒想,遠離分別,諸根寂靜,所止盡般泥洹。不得是願終不作佛。
Deutsch
Sechzehntes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

fest in rechtem Vertrauen verweilen.

Sie sollen frei sein von verkehrten Vorstellungen,

fern von unterscheidendem Denken,

ihre Sinneskräfte sollen still und friedvoll sein.

Was sie verwirklichen,

soll schließlich im Nirvana vollendet werden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

正信位 bedeutet wörtlich:

„Stand der rechten Zuversicht / des rechten Vertrauens“.

Gemeint ist keine bloße Überzeugung, sondern eine unumkehrbare Ausrichtung auf den Dharma.

Interessant sind die drei aufeinanderfolgenden Aussagen:

* frei von verkehrten Vorstellungen (顛倒想)
* frei von trennenden Unterscheidungen (分別)
* friedvolle Sinneskräfte (諸根寂靜)

Dies erinnert stark an Mahayana-Texte wie das Shurangama-Sutra, in denen Anhaftung an Unterscheidungen als Wurzel der Verwirrung beschrieben wird.

Das sechzehnte Gelübde ist besonders bemerkenswert, weil hier bereits Begriffe auftauchen, die stark an Mahayana-Weisheitslehren erinnern:

* 顛倒想 (verkehrte Vorstellungen)
* 分別 (unterscheidendes Denken)
* 寂靜 (Stille der Sinne)

Für Leser des Shurangama-Sutras wird das sehr vertraut klingen. Das Reine Land wird nicht nur als glücklicher Ort beschrieben, sondern als eine Umgebung, in der die gewohnten Mechanismen der Verblendung allmählich ihre Grundlage verlieren. Dadurch entsteht eine interessante Brücke zwischen Reines-Land-Praxis und den Weisheitslehren des Mahayana.
12 #
「『第十七願,我作佛時,說經行道十倍於諸佛。不得是願終不作佛。
Siebzehntes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

soll mein Lehren der Sutren
und mein Wirken auf dem Weg

die Wirksamkeit aller anderen Buddhas
um das Zehnfache übertreffen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Diese Stelle wirkt zunächst überraschend.

Im Mahayana bedeutet dies gewöhnlich nicht:

„Ich bin besser als die anderen Buddhas.“

Vielmehr wird die besondere Wirksamkeit des Gelübdes betont.

Dharmākara möchte einen Weg schaffen,
der auch für schwierige Zeitalter und gewöhnliche Menschen zugänglich bleibt.
中文原文
「『第十七願,我作佛時,說經行道十倍於諸佛。不得是願終不作佛。
Deutsch
Siebzehntes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

soll mein Lehren der Sutren
und mein Wirken auf dem Weg

die Wirksamkeit aller anderen Buddhas
um das Zehnfache übertreffen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Diese Stelle wirkt zunächst überraschend.

Im Mahayana bedeutet dies gewöhnlich nicht:

„Ich bin besser als die anderen Buddhas.“

Vielmehr wird die besondere Wirksamkeit des Gelübdes betont.

Dharmākara möchte einen Weg schaffen,
der auch für schwierige Zeitalter und gewöhnliche Menschen zugänglich bleibt.
13 #
「『第十八願,我作佛時,我剎中人盡通宿命,知百千億那由他劫事。不得是願終不作佛。
Achtzehntes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

alle ihre früheren Existenzen erkennen.

Sie sollen die Ereignisse
von hunderttausenden Milliarden Nayutas von Kalpas kennen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

宿命通 ist die erste der klassischen übernatürlichen Erkenntnisse:

die Erinnerung an frühere Leben.

Im buddhistischen Zusammenhang dient sie nicht der Neugier,
sondern dem tiefen Verständnis von Ursache und Wirkung.
中文原文
「『第十八願,我作佛時,我剎中人盡通宿命,知百千億那由他劫事。不得是願終不作佛。
Deutsch
Achtzehntes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

alle ihre früheren Existenzen erkennen.

Sie sollen die Ereignisse
von hunderttausenden Milliarden Nayutas von Kalpas kennen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

宿命通 ist die erste der klassischen übernatürlichen Erkenntnisse:

die Erinnerung an frühere Leben.

Im buddhistischen Zusammenhang dient sie nicht der Neugier,
sondern dem tiefen Verständnis von Ursache und Wirkung.
14 #
「『第十九願,我作佛時,我剎中人盡得天眼,見百千億那由他世界。不得是願終不作佛。
Neunzehntes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

das Himmelsauge erlangen.

Sie sollen hunderttausende Milliarden Nayutas von Welten sehen können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Das Himmelsauge (天眼) steht für die Fähigkeit,
die Erscheinungen vieler Welten klar wahrzunehmen.

Es symbolisiert zugleich einen weiten Horizont,
der über die Begrenzung der eigenen Perspektive hinausgeht.
中文原文
「『第十九願,我作佛時,我剎中人盡得天眼,見百千億那由他世界。不得是願終不作佛。
Deutsch
Neunzehntes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

das Himmelsauge erlangen.

Sie sollen hunderttausende Milliarden Nayutas von Welten sehen können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Das Himmelsauge (天眼) steht für die Fähigkeit,
die Erscheinungen vieler Welten klar wahrzunehmen.

Es symbolisiert zugleich einen weiten Horizont,
der über die Begrenzung der eigenen Perspektive hinausgeht.
15 #
「『第二十願,我作佛時,我剎中人盡得天耳,聞百千億那由他諸佛說法,悉能受持。不得是願終不作佛。
Zwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

das Himmelsgehör erlangen.

Sie sollen die Lehren
der Buddhas in hunderttausenden Milliarden Nayutas von Welten hören.

Und sie sollen diese vollständig bewahren können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

受持 bedeutet mehr als „hören“.

Es umfasst:

* aufnehmen,
* bewahren,
* verinnerlichen,
* in die Praxis umsetzen.

Die Fähigkeit besteht also nicht bloß darin, die Worte der Buddhas zu hören,
sondern ihren Sinn wirklich zu empfangen.
中文原文
「『第二十願,我作佛時,我剎中人盡得天耳,聞百千億那由他諸佛說法,悉能受持。不得是願終不作佛。
Deutsch
Zwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

das Himmelsgehör erlangen.

Sie sollen die Lehren
der Buddhas in hunderttausenden Milliarden Nayutas von Welten hören.

Und sie sollen diese vollständig bewahren können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

受持 bedeutet mehr als „hören“.

Es umfasst:

* aufnehmen,
* bewahren,
* verinnerlichen,
* in die Praxis umsetzen.

Die Fähigkeit besteht also nicht bloß darin, die Worte der Buddhas zu hören,
sondern ihren Sinn wirklich zu empfangen.
16 #
「『第二十一願,我作佛時,我剎中人得他心智,知百千億那由他世界眾生心念。不得是願終不作佛。
Einundzwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

die Erkenntnis der Gedanken anderer besitzen.

Sie sollen die Geistesbewegungen der Wesen
in hunderttausenden Milliarden Nayutas von Welten erkennen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

他心智 bedeutet:

„Erkenntnis des Geistes anderer“.

Gemeint ist nicht Kontrolle oder Manipulation.

Vielmehr beschreibt es ein unmittelbares Verstehen der Situation anderer Wesen.

Im Mahayana erscheint dies oft als Ausdruck vollkommenen Mitgefühls.
中文原文
「『第二十一願,我作佛時,我剎中人得他心智,知百千億那由他世界眾生心念。不得是願終不作佛。
Deutsch
Einundzwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

die Erkenntnis der Gedanken anderer besitzen.

Sie sollen die Geistesbewegungen der Wesen
in hunderttausenden Milliarden Nayutas von Welten erkennen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

他心智 bedeutet:

„Erkenntnis des Geistes anderer“.

Gemeint ist nicht Kontrolle oder Manipulation.

Vielmehr beschreibt es ein unmittelbares Verstehen der Situation anderer Wesen.

Im Mahayana erscheint dies oft als Ausdruck vollkommenen Mitgefühls.
17 #
「『第二十二願,我作佛時,我剎中人盡得神足,於一念頃,能超過百千億那由他世界。不得是願終不作佛。
Zweiundzwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

alle die übernatürliche Bewegungsfreiheit besitzen.

Innerhalb eines einzigen Augenblicks

sollen sie hunderttausende Milliarden Nayutas von Welten durchqueren können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

神足 bedeutet wörtlich:

„göttliche Füße“

und bezeichnet die Fähigkeit freier Bewegung.

Auf symbolischer Ebene bedeutet dies:

Der Bodhisattva ist nicht mehr durch Ort,
Entfernung
oder begrenzte Perspektive eingeschränkt.
中文原文
「『第二十二願,我作佛時,我剎中人盡得神足,於一念頃,能超過百千億那由他世界。不得是願終不作佛。
Deutsch
Zweiundzwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

alle die übernatürliche Bewegungsfreiheit besitzen.

Innerhalb eines einzigen Augenblicks

sollen sie hunderttausende Milliarden Nayutas von Welten durchqueren können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

神足 bedeutet wörtlich:

„göttliche Füße“

und bezeichnet die Fähigkeit freier Bewegung.

Auf symbolischer Ebene bedeutet dies:

Der Bodhisattva ist nicht mehr durch Ort,
Entfernung
oder begrenzte Perspektive eingeschränkt.
18 #
「『第二十三願,我作佛時,我名號聞於十方無央數世界,諸佛各於大眾中,稱我功德及國土之勝;諸天人民以至蜎飛蠕動之類,聞我名號乃慈心喜悅者,皆令來生我剎。不得是願終不作佛。
Dreiundzwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

soll mein Name
in den zahllosen Welten der zehn Richtungen gehört werden.

Die Buddhas sollen in ihren Versammlungen

meine Verdienste
und die Vorzüge meines Landes preisen.

Wenn Götter,
Menschen
und selbst die kleinsten Lebewesen

meinen Namen hören

und dadurch Mitgefühl,
Freude
und Vertrauen entstehen lassen,

sollen sie alle in meinem Land geboren werden können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Hier erscheint zum ersten Mal deutlich die zentrale Bedeutung des Namens Amitabha.

Der Name wird nicht als magische Formel dargestellt.

Er ist Ausdruck einer Beziehung:

* hören,
* Vertrauen entwickeln,
* Freude empfinden,
* sich ausrichten.

Diese Verbindung bildet später den Kern der Nianfo-Praxis.
中文原文
「『第二十三願,我作佛時,我名號聞於十方無央數世界,諸佛各於大眾中,稱我功德及國土之勝;諸天人民以至蜎飛蠕動之類,聞我名號乃慈心喜悅者,皆令來生我剎。不得是願終不作佛。
Deutsch
Dreiundzwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

soll mein Name
in den zahllosen Welten der zehn Richtungen gehört werden.

Die Buddhas sollen in ihren Versammlungen

meine Verdienste
und die Vorzüge meines Landes preisen.

Wenn Götter,
Menschen
und selbst die kleinsten Lebewesen

meinen Namen hören

und dadurch Mitgefühl,
Freude
und Vertrauen entstehen lassen,

sollen sie alle in meinem Land geboren werden können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Hier erscheint zum ersten Mal deutlich die zentrale Bedeutung des Namens Amitabha.

Der Name wird nicht als magische Formel dargestellt.

Er ist Ausdruck einer Beziehung:

* hören,
* Vertrauen entwickeln,
* Freude empfinden,
* sich ausrichten.

Diese Verbindung bildet später den Kern der Nianfo-Praxis.
19 #
「『第二十四願,我作佛時,我頂中光明絕妙,勝如日月之明,百千億萬倍。不得是願終不作佛。
Vierundzwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

soll das Licht meines Scheitels

unvergleichlich wunderbar sein.

Es soll das Licht von Sonne und Mond

um hunderttausende Milliarden Male übertreffen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Das Licht steht hier nicht bloß für Helligkeit.

Es symbolisiert:

* Weisheit,
* Mitgefühl,
* Gegenwärtigkeit,
* Wirksamkeit des Gelübdes.
中文原文
「『第二十四願,我作佛時,我頂中光明絕妙,勝如日月之明,百千億萬倍。不得是願終不作佛。
Deutsch
Vierundzwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

soll das Licht meines Scheitels

unvergleichlich wunderbar sein.

Es soll das Licht von Sonne und Mond

um hunderttausende Milliarden Male übertreffen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Das Licht steht hier nicht bloß für Helligkeit.

Es symbolisiert:

* Weisheit,
* Mitgefühl,
* Gegenwärtigkeit,
* Wirksamkeit des Gelübdes.
20 #
「『第二十五願,我作佛時,光明照諸無央數天下,幽冥之處皆當大明,諸天人民以至蜎飛蠕動之類,見我光明莫不慈心作善,皆令來生我國。不得是願終不作佛。
Fünfundzwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

soll mein Licht

alle zahllosen Welten erleuchten.

Selbst die dunkelsten
und verborgensten Bereiche

sollen von großer Helligkeit erfüllt werden.

Alle Götter,
Menschen
und selbst die kleinsten Lebewesen,

die dieses Licht sehen,

sollen Mitgefühl entfalten,
Gutes tun
und schließlich in meinem Land geboren werden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

幽冥之處 bedeutet:

dunkle,
verborgene,
lichtlose Bereiche.

Dies kann kosmologisch verstanden werden.

Viele Mahayana-Kommentatoren lesen die Stelle jedoch zugleich psychologisch:

Das Licht des Erwachens erreicht selbst die verborgensten Bereiche der Verblendung.

Diese fünf Gelübde bilden zusammen einen bemerkenswerten Übergang:

* Verstehen anderer Herzen (21)
* freies Wirken in allen Welten (22)
* Wirksamkeit des Namens (23)
* Licht des Buddha (24)
* Ausstrahlung dieses Lichtes in alle Bereiche (25)

Man könnte sagen: Die ersten Gelübde bauten das Reine Land auf; diese Gelübde beginnen nun zu zeigen, wie das Mitgefühl Amitabhas aus diesem Land wieder in die zahllosen Welten hinausstrahlt. Das Zentrum bleibt nicht bei sich selbst, sondern wirkt nach außen. Das entspricht sehr stark dem Mahayana-Ideal des Bodhisattva-Weges.
中文原文
「『第二十五願,我作佛時,光明照諸無央數天下,幽冥之處皆當大明,諸天人民以至蜎飛蠕動之類,見我光明莫不慈心作善,皆令來生我國。不得是願終不作佛。
Deutsch
Fünfundzwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

soll mein Licht

alle zahllosen Welten erleuchten.

Selbst die dunkelsten
und verborgensten Bereiche

sollen von großer Helligkeit erfüllt werden.

Alle Götter,
Menschen
und selbst die kleinsten Lebewesen,

die dieses Licht sehen,

sollen Mitgefühl entfalten,
Gutes tun
und schließlich in meinem Land geboren werden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

幽冥之處 bedeutet:

dunkle,
verborgene,
lichtlose Bereiche.

Dies kann kosmologisch verstanden werden.

Viele Mahayana-Kommentatoren lesen die Stelle jedoch zugleich psychologisch:

Das Licht des Erwachens erreicht selbst die verborgensten Bereiche der Verblendung.

Diese fünf Gelübde bilden zusammen einen bemerkenswerten Übergang:

* Verstehen anderer Herzen (21)
* freies Wirken in allen Welten (22)
* Wirksamkeit des Namens (23)
* Licht des Buddha (24)
* Ausstrahlung dieses Lichtes in alle Bereiche (25)

Man könnte sagen: Die ersten Gelübde bauten das Reine Land auf; diese Gelübde beginnen nun zu zeigen, wie das Mitgefühl Amitabhas aus diesem Land wieder in die zahllosen Welten hinausstrahlt. Das Zentrum bleibt nicht bei sich selbst, sondern wirkt nach außen. Das entspricht sehr stark dem Mahayana-Ideal des Bodhisattva-Weges.
21 #
「『第二十六願,我作佛時,十方無央數世界諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,蒙我光明觸其身者,身心慈和過諸天人。不得是願終不作佛。
Sechsundzwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen alle Götter,
Menschen
und selbst die kleinsten Lebewesen
in den zahllosen Welten der zehn Richtungen,

deren Körper von meinem Licht berührt werden,

in Körper und Geist von Güte und Harmonie erfüllt werden,

weit mehr als die Götter und Menschen gewöhnlicher Welten.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Hier wirkt Amitabhas Licht nicht nur als Erkenntnis,
sondern als Mitgefühl.

Der Text spricht ausdrücklich von:

身心慈和

„Körper und Geist werden von Güte und Harmonie erfüllt.“
中文原文
「『第二十六願,我作佛時,十方無央數世界諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,蒙我光明觸其身者,身心慈和過諸天人。不得是願終不作佛。
Deutsch
Sechsundzwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen alle Götter,
Menschen
und selbst die kleinsten Lebewesen
in den zahllosen Welten der zehn Richtungen,

deren Körper von meinem Licht berührt werden,

in Körper und Geist von Güte und Harmonie erfüllt werden,

weit mehr als die Götter und Menschen gewöhnlicher Welten.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Hier wirkt Amitabhas Licht nicht nur als Erkenntnis,
sondern als Mitgefühl.

Der Text spricht ausdrücklich von:

身心慈和

„Körper und Geist werden von Güte und Harmonie erfüllt.“
22 #
「『第二十七願,我作佛時,十方無央數世界諸天人民,有發菩提心,奉持齋戒,行六波羅蜜,修諸功德,至心發願欲生我剎,臨壽終時我與大眾,現其人前引至來生,作不退轉地菩薩。不得是願終不作佛。
Siebenundzwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

und wenn Götter oder Menschen der zahllosen Welten

den Bodhi-Geist erwecken,

die Gebote bewahren,

die sechs Paramitas üben,

Verdienste ansammeln

und mit aufrichtigem Herzen wünschen,
in meinem Land geboren zu werden,

dann werde ich beim Ende ihres Lebens

gemeinsam mit einer großen Versammlung erscheinen,

sie empfangen

und in mein Land geleiten.

Dort werden sie Bodhisattvas der Nicht-Rückkehr werden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Hier erscheint erstmals ausdrücklich das Motiv des Empfangs am Lebensende.

Spätere Reines-Land-Darstellungen zeigen oft:

* Amitabha,
* Avalokiteshvara,
* Mahasthamaprapta

die dem Sterbenden entgegenkommen.

Die Wurzel dieser Vorstellung liegt in solchen Gelübden.
中文原文
「『第二十七願,我作佛時,十方無央數世界諸天人民,有發菩提心,奉持齋戒,行六波羅蜜,修諸功德,至心發願欲生我剎,臨壽終時我與大眾,現其人前引至來生,作不退轉地菩薩。不得是願終不作佛。
Deutsch
Siebenundzwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

und wenn Götter oder Menschen der zahllosen Welten

den Bodhi-Geist erwecken,

die Gebote bewahren,

die sechs Paramitas üben,

Verdienste ansammeln

und mit aufrichtigem Herzen wünschen,
in meinem Land geboren zu werden,

dann werde ich beim Ende ihres Lebens

gemeinsam mit einer großen Versammlung erscheinen,

sie empfangen

und in mein Land geleiten.

Dort werden sie Bodhisattvas der Nicht-Rückkehr werden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Hier erscheint erstmals ausdrücklich das Motiv des Empfangs am Lebensende.

Spätere Reines-Land-Darstellungen zeigen oft:

* Amitabha,
* Avalokiteshvara,
* Mahasthamaprapta

die dem Sterbenden entgegenkommen.

Die Wurzel dieser Vorstellung liegt in solchen Gelübden.
23 #
「『第二十八願,我作佛時,十方無央數世界諸天人民,聞我名號,燒香、散花、然燈、懸繒,飯食沙門,起立塔寺,齋戒清淨益作諸善,一心繫念於我,雖止於一晝夜不絕,亦必生我剎。不得是願終不作佛。
Achtundzwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

und wenn Menschen der zahllosen Welten

Weihrauch darbringen,

Blumen streuen,

Lampen entzünden,

Banner aufhängen,

Mönche speisen,

Stupas und Tempel errichten,

die Gebote rein bewahren,

heilsame Taten vollbringen

und ihren Geist auf mich richten,

selbst wenn dies nur einen Tag und eine Nacht lang ohne Unterbrechung geschieht,

so werden sie gewiss in meinem Land geboren werden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Dieses Gelübde beschreibt den Weg über:

* Verehrung,
* Verdienst,
* Erinnerung an den Buddha.

Der Schwerpunkt liegt auf der Aufrichtigkeit des Herzens.
中文原文
「『第二十八願,我作佛時,十方無央數世界諸天人民,聞我名號,燒香、散花、然燈、懸繒,飯食沙門,起立塔寺,齋戒清淨益作諸善,一心繫念於我,雖止於一晝夜不絕,亦必生我剎。不得是願終不作佛。
Deutsch
Achtundzwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

und wenn Menschen der zahllosen Welten

Weihrauch darbringen,

Blumen streuen,

Lampen entzünden,

Banner aufhängen,

Mönche speisen,

Stupas und Tempel errichten,

die Gebote rein bewahren,

heilsame Taten vollbringen

und ihren Geist auf mich richten,

selbst wenn dies nur einen Tag und eine Nacht lang ohne Unterbrechung geschieht,

so werden sie gewiss in meinem Land geboren werden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Dieses Gelübde beschreibt den Weg über:

* Verehrung,
* Verdienst,
* Erinnerung an den Buddha.

Der Schwerpunkt liegt auf der Aufrichtigkeit des Herzens.
24 #
「『第二十九願,我作佛時,十方無央數世界諸天人民,至心信樂欲生我剎,十聲念我名號必遂來生;惟除五逆誹謗正法。不得是願終不作佛。
Neunundzwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

und wenn Menschen der zahllosen Welten

mit aufrichtigem Vertrauen
und freudiger Ausrichtung
in meinem Land geboren werden möchten,

und zehnmal meinen Namen rezitieren,

so werden sie gewiss dort geboren werden.

Ausgenommen sind jene,
die die fünf schwersten Vergehen begangen
oder den rechten Dharma verleumdet haben.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Dies ist eines der berühmtesten Gelübde überhaupt.

Die Schlüsselformulierung lautet:

至心信樂欲生我剎

„mit ganzem Herzen vertrauen,
Freude daran finden
und die Geburt im Reinen Land wünschen“

Die zehn Rezitationen stehen nicht isoliert,
sondern innerhalb dieser Herzensausrichtung.



Zur Ausnahme

五逆誹謗正法

wird traditionell als

* Vatermord,
* Muttermord,
* Tötung eines Arhats,
* Verletzung eines Buddha,
* Spaltung der Sangha

sowie Verleumdung des Dharma verstanden.

Interessanterweise diskutieren spätere Mahayana-Schulen ausführlich,
ob selbst solche Menschen letztlich nicht doch gerettet werden können.
中文原文
「『第二十九願,我作佛時,十方無央數世界諸天人民,至心信樂欲生我剎,十聲念我名號必遂來生;惟除五逆誹謗正法。不得是願終不作佛。
Deutsch
Neunundzwanzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

und wenn Menschen der zahllosen Welten

mit aufrichtigem Vertrauen
und freudiger Ausrichtung
in meinem Land geboren werden möchten,

und zehnmal meinen Namen rezitieren,

so werden sie gewiss dort geboren werden.

Ausgenommen sind jene,
die die fünf schwersten Vergehen begangen
oder den rechten Dharma verleumdet haben.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Dies ist eines der berühmtesten Gelübde überhaupt.

Die Schlüsselformulierung lautet:

至心信樂欲生我剎

„mit ganzem Herzen vertrauen,
Freude daran finden
und die Geburt im Reinen Land wünschen“

Die zehn Rezitationen stehen nicht isoliert,
sondern innerhalb dieser Herzensausrichtung.



Zur Ausnahme

五逆誹謗正法

wird traditionell als

* Vatermord,
* Muttermord,
* Tötung eines Arhats,
* Verletzung eines Buddha,
* Spaltung der Sangha

sowie Verleumdung des Dharma verstanden.

Interessanterweise diskutieren spätere Mahayana-Schulen ausführlich,
ob selbst solche Menschen letztlich nicht doch gerettet werden können.
25 #
「『第三十願,我作佛時,十方無央數世界諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,前世作惡,聞我名號即懺悔為善,奉持經戒,願生我剎,壽終皆不經三惡道徑遂來生,一切所欲無不如意。不得是願終不作佛。
Dreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

und wenn Wesen der zahllosen Welten

in früheren Leben Übles getan haben,

aber meinen Namen hören,

Reue entwickeln,

sich dem Guten zuwenden,

Sutren und Gebote bewahren

und die Geburt in meinem Land wünschen,

dann sollen sie nach ihrem Tod

nicht mehr durch die drei leidvollen Daseinsbereiche gehen,

sondern unmittelbar in meinem Land geboren werden.

All ihre heilsamen Wünsche sollen erfüllt werden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Dieses Gelübde ergänzt das vorherige.

Es zeigt:

Das Reine Land richtet sich nicht nur an bereits Vollkommene.

Auch Menschen mit belasteter Vergangenheit
bleiben eingeschlossen.

Entscheidend ist die Umkehr des Herzens:

懺悔為善

„Reue üben und sich dem Guten zuwenden.“

Gerade das 29. und 30. Gelübde bilden zusammen eine interessante Spannung:

* Das 29. Gelübde betont Vertrauen, Freude und Nianfo.
* Das 30. Gelübde betont Umkehr, Reue und Neuausrichtung.

Zusammen entsteht ein Bild, das weder auf bloßer Leistung noch auf bloßer Passivität beruht. Die zentrale Bewegung ist die Wendung des Herzens: Vertrauen, Ausrichtung und Bereitschaft zur Umkehr. Das passt erstaunlich gut zu vielen Mahayana-Lehren über Bodhicitta und Gelübde.
中文原文
「『第三十願,我作佛時,十方無央數世界諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,前世作惡,聞我名號即懺悔為善,奉持經戒,願生我剎,壽終皆不經三惡道徑遂來生,一切所欲無不如意。不得是願終不作佛。
Deutsch
Dreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

und wenn Wesen der zahllosen Welten

in früheren Leben Übles getan haben,

aber meinen Namen hören,

Reue entwickeln,

sich dem Guten zuwenden,

Sutren und Gebote bewahren

und die Geburt in meinem Land wünschen,

dann sollen sie nach ihrem Tod

nicht mehr durch die drei leidvollen Daseinsbereiche gehen,

sondern unmittelbar in meinem Land geboren werden.

All ihre heilsamen Wünsche sollen erfüllt werden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Dieses Gelübde ergänzt das vorherige.

Es zeigt:

Das Reine Land richtet sich nicht nur an bereits Vollkommene.

Auch Menschen mit belasteter Vergangenheit
bleiben eingeschlossen.

Entscheidend ist die Umkehr des Herzens:

懺悔為善

„Reue üben und sich dem Guten zuwenden.“

Gerade das 29. und 30. Gelübde bilden zusammen eine interessante Spannung:

* Das 29. Gelübde betont Vertrauen, Freude und Nianfo.
* Das 30. Gelübde betont Umkehr, Reue und Neuausrichtung.

Zusammen entsteht ein Bild, das weder auf bloßer Leistung noch auf bloßer Passivität beruht. Die zentrale Bewegung ist die Wendung des Herzens: Vertrauen, Ausrichtung und Bereitschaft zur Umkehr. Das passt erstaunlich gut zu vielen Mahayana-Lehren über Bodhicitta und Gelübde.
26 #
「『第三十一願,我作佛時,十方無央數世界諸天人民,聞我名號,五體投地稽首作禮,喜悅信樂修菩薩行,諸天世人莫不致敬。不得是願終不作佛。
Einunddreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Götter und Menschen der zahllosen Welten,

die meinen Namen hören,

sich mit ihrem ganzen Körper verneigen,

ehrfürchtig Verehrung darbringen,

Freude und Vertrauen entwickeln

und den Weg der Bodhisattvas üben.

Dann sollen Götter und Menschen überall

ihnen Achtung entgegenbringen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Der Schwerpunkt liegt hier nicht auf Verehrung um ihrer selbst willen.

Die Kette lautet:

* den Namen hören,
* Vertrauen entwickeln,
* den Bodhisattva-Weg üben,
* dadurch selbst zum Objekt der Achtung werden.
中文原文
「『第三十一願,我作佛時,十方無央數世界諸天人民,聞我名號,五體投地稽首作禮,喜悅信樂修菩薩行,諸天世人莫不致敬。不得是願終不作佛。
Deutsch
Einunddreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Götter und Menschen der zahllosen Welten,

die meinen Namen hören,

sich mit ihrem ganzen Körper verneigen,

ehrfürchtig Verehrung darbringen,

Freude und Vertrauen entwickeln

und den Weg der Bodhisattvas üben.

Dann sollen Götter und Menschen überall

ihnen Achtung entgegenbringen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Der Schwerpunkt liegt hier nicht auf Verehrung um ihrer selbst willen.

Die Kette lautet:

* den Namen hören,
* Vertrauen entwickeln,
* den Bodhisattva-Weg üben,
* dadurch selbst zum Objekt der Achtung werden.
27 #
「『第三十二願,我作佛時,十方無央數世界有女人,聞我名號喜悅信樂,發菩提心厭惡女身,壽終之後其身不復為女。不得是願終不作佛。
Zweiunddreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

und wenn Frauen in den zahllosen Welten

meinen Namen hören,

Freude und Vertrauen entwickeln,

den Bodhi-Geist erwecken

und das Frausein hinter sich lassen möchten,

dann sollen sie nach ihrem Tod

nicht wieder als Frauen geboren werden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Dies ist eine weitere Stelle, die aus heutiger Sicht oft Irritation auslöst.

Historisch spiegelt sie die Vorstellung vieler indischer Traditionen wider, dass bestimmte spirituelle Vollendungen leichter in männlicher Gestalt erreichbar seien.

Aus heutiger Mahayana-Perspektive wird die Passage häufig anders gelesen:

Der Schwerpunkt liegt auf der Befreiung von den karmischen und gesellschaftlichen Begrenzungen, die Frauen in der damaligen Welt auferlegt waren.
中文原文
「『第三十二願,我作佛時,十方無央數世界有女人,聞我名號喜悅信樂,發菩提心厭惡女身,壽終之後其身不復為女。不得是願終不作佛。
Deutsch
Zweiunddreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

und wenn Frauen in den zahllosen Welten

meinen Namen hören,

Freude und Vertrauen entwickeln,

den Bodhi-Geist erwecken

und das Frausein hinter sich lassen möchten,

dann sollen sie nach ihrem Tod

nicht wieder als Frauen geboren werden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Dies ist eine weitere Stelle, die aus heutiger Sicht oft Irritation auslöst.

Historisch spiegelt sie die Vorstellung vieler indischer Traditionen wider, dass bestimmte spirituelle Vollendungen leichter in männlicher Gestalt erreichbar seien.

Aus heutiger Mahayana-Perspektive wird die Passage häufig anders gelesen:

Der Schwerpunkt liegt auf der Befreiung von den karmischen und gesellschaftlichen Begrenzungen, die Frauen in der damaligen Welt auferlegt waren.
28 #
「『第三十三願,我作佛時,凡生我剎者,一生遂補佛處,惟除本願欲往他方,設化眾生修菩薩行、供養諸佛,即自在往生;我以威神之力,令彼教化一切眾生皆發信心,修菩提行、普賢行、寂滅行、淨梵行、最勝行、及一切善行。不得是願終不作佛。
Dreiunddreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen alle,
die in meinem Land geboren werden,

mit einem einzigen Leben

die Stellung unmittelbar vor der Buddhaschaft erreichen.

Ausgenommen sind jene,
die aufgrund ihres ursprünglichen Gelübdes
in andere Welten gehen möchten,

um Wesen zu lehren,
den Bodhisattva-Weg zu üben
und den Buddhas Opfergaben darzubringen.

Sie sollen frei und ungehindert dorthin gehen können.

Durch die Kraft meines Gelübdes

sollen sie alle Wesen dazu führen,

Vertrauen zu entwickeln,

den Bodhi-Weg zu üben,

den Weg Samantabhadras zu üben,

den Weg der Stille,

den reinen Brahma-Wandel,

den höchsten Weg

und alle heilsamen Handlungen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Hier erscheint deutlich das eigentliche Ziel des Reinen Landes:

Nicht dort bleiben.

Sondern:

* Erwachen verwirklichen,
* in andere Welten zurückkehren,
* Wesen unterstützen.

Dieses Gelübde ist zutiefst Mahayana.

Das 33. Gelübde ist aus Mahayana-Sicht eines der schönsten des gesamten Sutras. Es zeigt, dass das Reine Land nicht als endgültiger Rückzugsort gedacht ist. Die Geburt dort dient der Vollendung des Weges, damit die Bodhisattvas anschließend wieder in die Welten zurückkehren können. In gewisser Weise erinnert das an den Geist des Bodhisattva-Gelübdes: Nicht nur selbst ans andere Ufer gelangen, sondern anschließend das Boot erneut wenden.
中文原文
「『第三十三願,我作佛時,凡生我剎者,一生遂補佛處,惟除本願欲往他方,設化眾生修菩薩行、供養諸佛,即自在往生;我以威神之力,令彼教化一切眾生皆發信心,修菩提行、普賢行、寂滅行、淨梵行、最勝行、及一切善行。不得是願終不作佛。
Deutsch
Dreiunddreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen alle,
die in meinem Land geboren werden,

mit einem einzigen Leben

die Stellung unmittelbar vor der Buddhaschaft erreichen.

Ausgenommen sind jene,
die aufgrund ihres ursprünglichen Gelübdes
in andere Welten gehen möchten,

um Wesen zu lehren,
den Bodhisattva-Weg zu üben
und den Buddhas Opfergaben darzubringen.

Sie sollen frei und ungehindert dorthin gehen können.

Durch die Kraft meines Gelübdes

sollen sie alle Wesen dazu führen,

Vertrauen zu entwickeln,

den Bodhi-Weg zu üben,

den Weg Samantabhadras zu üben,

den Weg der Stille,

den reinen Brahma-Wandel,

den höchsten Weg

und alle heilsamen Handlungen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Hier erscheint deutlich das eigentliche Ziel des Reinen Landes:

Nicht dort bleiben.

Sondern:

* Erwachen verwirklichen,
* in andere Welten zurückkehren,
* Wesen unterstützen.

Dieses Gelübde ist zutiefst Mahayana.

Das 33. Gelübde ist aus Mahayana-Sicht eines der schönsten des gesamten Sutras. Es zeigt, dass das Reine Land nicht als endgültiger Rückzugsort gedacht ist. Die Geburt dort dient der Vollendung des Weges, damit die Bodhisattvas anschließend wieder in die Welten zurückkehren können. In gewisser Weise erinnert das an den Geist des Bodhisattva-Gelübdes: Nicht nur selbst ans andere Ufer gelangen, sondern anschließend das Boot erneut wenden.
29 #
「『第三十四願,我作佛時,我剎中人欲生他方者,如其所願不復墜於三惡道。不得是願終不作佛。
Vierunddreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen jene,
die aus meinem Land
in andere Welten gehen möchten,

entsprechend ihrem Wunsch dorthin gelangen

und niemals mehr in die drei leidvollen Daseinsbereiche fallen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Dies ergänzt das vorherige Gelübde.

Der Bodhisattva kann wieder in Samsara wirken,

ohne von Samsara überwältigt zu werden.
中文原文
「『第三十四願,我作佛時,我剎中人欲生他方者,如其所願不復墜於三惡道。不得是願終不作佛。
Deutsch
Vierunddreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen jene,
die aus meinem Land
in andere Welten gehen möchten,

entsprechend ihrem Wunsch dorthin gelangen

und niemals mehr in die drei leidvollen Daseinsbereiche fallen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Dies ergänzt das vorherige Gelübde.

Der Bodhisattva kann wieder in Samsara wirken,

ohne von Samsara überwältigt zu werden.
30 #
「『第三十五願,我作佛時,剎中菩薩以香華、旛蓋、真珠、纓絡種種供具,欲往無量世界供養諸佛,一食之頃即可遍至。不得是願終不作佛。
Fünfunddreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

und wenn die Bodhisattvas meines Landes

mit Weihrauch,
Blumen,
Bannern,
Schirmen,
Perlen,
Schmuckketten
und anderen Opfergaben

zahllose Welten besuchen möchten,

um den Buddhas Opfergaben darzubringen,

dann sollen sie innerhalb einer einzigen Mahlzeit

alle diese Welten erreichen können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

一食之頃 bedeutet:

„während der Zeit einer Mahlzeit“.

Der Ausdruck soll nicht mathematisch verstanden werden.

Er beschreibt die mühelose Freiheit des Bodhisattva-Wirkens.
中文原文
「『第三十五願,我作佛時,剎中菩薩以香華、旛蓋、真珠、纓絡種種供具,欲往無量世界供養諸佛,一食之頃即可遍至。不得是願終不作佛。
Deutsch
Fünfunddreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

und wenn die Bodhisattvas meines Landes

mit Weihrauch,
Blumen,
Bannern,
Schirmen,
Perlen,
Schmuckketten
und anderen Opfergaben

zahllose Welten besuchen möchten,

um den Buddhas Opfergaben darzubringen,

dann sollen sie innerhalb einer einzigen Mahlzeit

alle diese Welten erreichen können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

一食之頃 bedeutet:

„während der Zeit einer Mahlzeit“.

Der Ausdruck soll nicht mathematisch verstanden werden.

Er beschreibt die mühelose Freiheit des Bodhisattva-Wirkens.
31 #
「『第三十六願,我作佛時,剎中菩薩欲萬種之物,供養十方無央數佛,即自在前;供養既遍,是日未午即還我剎。不得是願終不作佛。
Sechsunddreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

und wenn die Bodhisattvas meines Landes

unzählige Arten von Opfergaben wünschen,

um den Buddhas der zehn Richtungen Verehrung darzubringen,

dann sollen diese unmittelbar vor ihnen erscheinen.

Nachdem sie die Opfergaben dargebracht haben,

sollen sie noch vor Mittag desselben Tages

in mein Land zurückkehren können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Hier wird die völlige Freiheit des Bodhisattva betont:

* Opfergaben sind ohne Mühe verfügbar.
* Reisen zwischen den Buddha-Ländern sind ungehindert.
* Die Praxis erfolgt spontan und natürlich.
中文原文
「『第三十六願,我作佛時,剎中菩薩欲萬種之物,供養十方無央數佛,即自在前;供養既遍,是日未午即還我剎。不得是願終不作佛。
Deutsch
Sechsunddreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

und wenn die Bodhisattvas meines Landes

unzählige Arten von Opfergaben wünschen,

um den Buddhas der zehn Richtungen Verehrung darzubringen,

dann sollen diese unmittelbar vor ihnen erscheinen.

Nachdem sie die Opfergaben dargebracht haben,

sollen sie noch vor Mittag desselben Tages

in mein Land zurückkehren können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Hier wird die völlige Freiheit des Bodhisattva betont:

* Opfergaben sind ohne Mühe verfügbar.
* Reisen zwischen den Buddha-Ländern sind ungehindert.
* Die Praxis erfolgt spontan und natürlich.
32 #
「『第三十七願,我作佛時,剎中菩薩受持經法,諷誦宣說,必得辯才智慧。不得是願終不作佛。
Siebenunddreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Bodhisattvas meines Landes

die Sutren und den Dharma bewahren,

rezitieren,

lehren

und erklären können.

Sie sollen dabei stets Beredsamkeit

und Weisheit erlangen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

辯才 (Beredsamkeit, eloquente Darlegung des Dharma) gehört zu den klassischen Fähigkeiten eines Bodhisattva.

Nicht bloß Wissen,
sondern die Fähigkeit,
den Dharma den jeweiligen Wesen angemessen darzulegen.
中文原文
「『第三十七願,我作佛時,剎中菩薩受持經法,諷誦宣說,必得辯才智慧。不得是願終不作佛。
Deutsch
Siebenunddreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Bodhisattvas meines Landes

die Sutren und den Dharma bewahren,

rezitieren,

lehren

und erklären können.

Sie sollen dabei stets Beredsamkeit

und Weisheit erlangen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

辯才 (Beredsamkeit, eloquente Darlegung des Dharma) gehört zu den klassischen Fähigkeiten eines Bodhisattva.

Nicht bloß Wissen,
sondern die Fähigkeit,
den Dharma den jeweiligen Wesen angemessen darzulegen.
33 #
「『第三十八願,我作佛時,剎中菩薩能演說一切法,其智慧辯才不可限量。不得是願終不作佛。
Achtunddreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Bodhisattvas meines Landes

alle Dharmas darlegen können.

Ihre Weisheit

und ihre Beredsamkeit

sollen unermesslich sein.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Hier wird das vorherige Gelübde erweitert.

Nicht nur bestimmte Sutren,
sondern „alle Dharmas“ (一切法).

Der Bodhisattva wird zu einem universellen Lehrer des Weges.
中文原文
「『第三十八願,我作佛時,剎中菩薩能演說一切法,其智慧辯才不可限量。不得是願終不作佛。
Deutsch
Achtunddreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Bodhisattvas meines Landes

alle Dharmas darlegen können.

Ihre Weisheit

und ihre Beredsamkeit

sollen unermesslich sein.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Hier wird das vorherige Gelübde erweitert.

Nicht nur bestimmte Sutren,
sondern „alle Dharmas“ (一切法).

Der Bodhisattva wird zu einem universellen Lehrer des Weges.
34 #
「『第三十九願,我作佛時,剎中菩薩得金剛那羅延力,其身皆紫磨金色,具三十二相、八十種好,說經行道無異於諸佛。不得是願終不作佛。
Neununddreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Bodhisattvas meines Landes

die Kraft des Vajra-Narayana besitzen.

Ihr Körper soll die Farbe von violett-goldenem Feingold haben.

Sie sollen die zweiunddreißig Merkmale

und die achtzig Nebenschönheiten besitzen.

Ihr Lehren des Dharma

und ihr Wandel auf dem Weg

sollen sich nicht von dem der Buddhas unterscheiden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

金剛那羅延力 bezeichnet eine unerschütterliche Kraft.

Nicht rohe Gewalt,
sondern die Standfestigkeit des Erwachens.

Die „32 Merkmale“ und „80 Schönheiten“ gehören zur klassischen buddhistischen Beschreibung eines Buddha.

Bemerkenswert ist der letzte Satz:

說經行道無異於諸佛

„Ihr Lehren und ihr Wandel unterscheiden sich nicht von den Buddhas.“

Die Bodhisattvas des Reinen Landes stehen also unmittelbar an der Schwelle zur Buddhaschaft.
中文原文
「『第三十九願,我作佛時,剎中菩薩得金剛那羅延力,其身皆紫磨金色,具三十二相、八十種好,說經行道無異於諸佛。不得是願終不作佛。
Deutsch
Neununddreißigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Bodhisattvas meines Landes

die Kraft des Vajra-Narayana besitzen.

Ihr Körper soll die Farbe von violett-goldenem Feingold haben.

Sie sollen die zweiunddreißig Merkmale

und die achtzig Nebenschönheiten besitzen.

Ihr Lehren des Dharma

und ihr Wandel auf dem Weg

sollen sich nicht von dem der Buddhas unterscheiden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

金剛那羅延力 bezeichnet eine unerschütterliche Kraft.

Nicht rohe Gewalt,
sondern die Standfestigkeit des Erwachens.

Die „32 Merkmale“ und „80 Schönheiten“ gehören zur klassischen buddhistischen Beschreibung eines Buddha.

Bemerkenswert ist der letzte Satz:

說經行道無異於諸佛

„Ihr Lehren und ihr Wandel unterscheiden sich nicht von den Buddhas.“

Die Bodhisattvas des Reinen Landes stehen also unmittelbar an der Schwelle zur Buddhaschaft.
35 #
「『第四十願,我作佛時,剎中清淨照見十方無量世界;菩薩欲於寶樹中見十方一切嚴淨佛剎,即時應現,猶如明鏡覩其面相。不得是願終不作佛。
Vierzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

soll mein Land so rein und klar sein,

dass die Bodhisattvas die unermesslichen Welten der zehn Richtungen sehen können.

Wenn sie in den Juwelenbäumen

die reinen Buddha-Länder betrachten möchten,

sollen diese unmittelbar erscheinen.

So deutlich,

wie man sein eigenes Gesicht

in einem klaren Spiegel sieht.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Das Spiegelbild-Motiv ist bemerkenswert.

Der Vergleich lautet nicht:

„Sie stellen es sich vor.“

sondern:

„Sie sehen es so klar wie ihr eigenes Spiegelbild.“

Hier erscheint erneut das Mahayana-Thema:

Die Wirklichkeit ist nicht verborgen,
wenn die Bedingungen der Verblendung wegfallen.

Beim Lesen fällt auf, wie stark sich der Schwerpunkt verschiebt:

Die ersten Gelübde handelten von Leidfreiheit, Nahrung, Kleidung und harmonischem Zusammenleben.

Die Gelübde 33–40 handeln fast ausschließlich von Bodhisattva-Wirken:

* andere Welten besuchen,
* Buddhas verehren,
* Dharma lehren,
* Weisheit entfalten,
* Wesen unterstützen,
* Buddha-Länder erkennen.

Das Reine Land erscheint dadurch immer weniger als „Paradies“ und immer mehr als eine Art große Bodhisattva-Schule, in der die Bedingungen für Erwachen und hilfreiches Wirken vollständig ausgereift sind. Das ist eine der Stellen, an denen sich der Mahayana-Charakter dieses Sutras besonders deutlich zeigt.
中文原文
「『第四十願,我作佛時,剎中清淨照見十方無量世界;菩薩欲於寶樹中見十方一切嚴淨佛剎,即時應現,猶如明鏡覩其面相。不得是願終不作佛。
Deutsch
Vierzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

soll mein Land so rein und klar sein,

dass die Bodhisattvas die unermesslichen Welten der zehn Richtungen sehen können.

Wenn sie in den Juwelenbäumen

die reinen Buddha-Länder betrachten möchten,

sollen diese unmittelbar erscheinen.

So deutlich,

wie man sein eigenes Gesicht

in einem klaren Spiegel sieht.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Das Spiegelbild-Motiv ist bemerkenswert.

Der Vergleich lautet nicht:

„Sie stellen es sich vor.“

sondern:

„Sie sehen es so klar wie ihr eigenes Spiegelbild.“

Hier erscheint erneut das Mahayana-Thema:

Die Wirklichkeit ist nicht verborgen,
wenn die Bedingungen der Verblendung wegfallen.

Beim Lesen fällt auf, wie stark sich der Schwerpunkt verschiebt:

Die ersten Gelübde handelten von Leidfreiheit, Nahrung, Kleidung und harmonischem Zusammenleben.

Die Gelübde 33–40 handeln fast ausschließlich von Bodhisattva-Wirken:

* andere Welten besuchen,
* Buddhas verehren,
* Dharma lehren,
* Weisheit entfalten,
* Wesen unterstützen,
* Buddha-Länder erkennen.

Das Reine Land erscheint dadurch immer weniger als „Paradies“ und immer mehr als eine Art große Bodhisattva-Schule, in der die Bedingungen für Erwachen und hilfreiches Wirken vollständig ausgereift sind. Das ist eine der Stellen, an denen sich der Mahayana-Charakter dieses Sutras besonders deutlich zeigt.
36 #
「『第四十一願,我作佛時,剎中菩薩雖少功德者,亦能知見我道場樹高四千由旬。不得是願終不作佛。
Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen selbst jene Bodhisattvas meines Landes,

deren Verdienste noch gering sind,

den Bodhi-Baum meines Erwachens sehen und erkennen können,

dessen Höhe viertausend Yojanas beträgt.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

道場樹 bedeutet:

Baum des Erwachungsortes,
Bodhi-Baum.

Der Bodhi-Baum ist im Buddhismus nicht nur ein Baum.

Er symbolisiert:

* Erwachen,
* Erinnerung an das Gelübde,
* Gegenwärtigkeit des Dharma.

Bemerkenswert ist:

Selbst jene mit „geringeren Verdiensten“ können ihn erkennen.

Der Zugang zum Erwachen bleibt niemandem verschlossen.
中文原文
「『第四十一願,我作佛時,剎中菩薩雖少功德者,亦能知見我道場樹高四千由旬。不得是願終不作佛。
Deutsch
Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen selbst jene Bodhisattvas meines Landes,

deren Verdienste noch gering sind,

den Bodhi-Baum meines Erwachens sehen und erkennen können,

dessen Höhe viertausend Yojanas beträgt.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

道場樹 bedeutet:

Baum des Erwachungsortes,
Bodhi-Baum.

Der Bodhi-Baum ist im Buddhismus nicht nur ein Baum.

Er symbolisiert:

* Erwachen,
* Erinnerung an das Gelübde,
* Gegenwärtigkeit des Dharma.

Bemerkenswert ist:

Selbst jene mit „geringeren Verdiensten“ können ihn erkennen.

Der Zugang zum Erwachen bleibt niemandem verschlossen.
37 #
「『第四十二願,我作佛時,剎中諸天世人及一切萬物,皆嚴淨光麗形色殊特,窮微極妙無能稱量者,眾生雖得天眼不能辯其名數。不得是願終不作佛。
Zweiundvierzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Himmelswesen,
Menschen
und alle Erscheinungen meines Landes

rein,
strahlend
und von außergewöhnlicher Schönheit sein.

Ihre Feinheit und Vollkommenheit

soll jede Beschreibung übersteigen.

Selbst Wesen mit Himmelsauge

sollen ihre Vielfalt und Zahl
nicht vollständig erfassen können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Hier geht es nicht nur um Schönheit.

Das Gelübde beschreibt eine Wirklichkeit,
deren Reichtum die gewöhnliche Wahrnehmung übersteigt.
中文原文
「『第四十二願,我作佛時,剎中諸天世人及一切萬物,皆嚴淨光麗形色殊特,窮微極妙無能稱量者,眾生雖得天眼不能辯其名數。不得是願終不作佛。
Deutsch
Zweiundvierzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Himmelswesen,
Menschen
und alle Erscheinungen meines Landes

rein,
strahlend
und von außergewöhnlicher Schönheit sein.

Ihre Feinheit und Vollkommenheit

soll jede Beschreibung übersteigen.

Selbst Wesen mit Himmelsauge

sollen ihre Vielfalt und Zahl
nicht vollständig erfassen können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Hier geht es nicht nur um Schönheit.

Das Gelübde beschreibt eine Wirklichkeit,
deren Reichtum die gewöhnliche Wahrnehmung übersteigt.
38 #
「『第四十三願,我作佛時,我剎中人隨其志願,所欲聞法皆自然得聞。不得是願終不作佛。
Dreiundvierzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

entsprechend ihrer jeweiligen Ausrichtung

jede Lehre,
die sie hören möchten,

ganz natürlich vernehmen können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Ein bemerkenswertes Gelübde.

Nicht alle Wesen benötigen dieselbe Unterweisung.

Der Dharma erscheint jeweils entsprechend der Fähigkeit und dem Bedarf des Hörenden.

Dies erinnert stark an das Mahayana-Prinzip der geschickten Mittel (Upaya).
中文原文
「『第四十三願,我作佛時,我剎中人隨其志願,所欲聞法皆自然得聞。不得是願終不作佛。
Deutsch
Dreiundvierzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Menschen meines Landes

entsprechend ihrer jeweiligen Ausrichtung

jede Lehre,
die sie hören möchten,

ganz natürlich vernehmen können.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Ein bemerkenswertes Gelübde.

Nicht alle Wesen benötigen dieselbe Unterweisung.

Der Dharma erscheint jeweils entsprechend der Fähigkeit und dem Bedarf des Hörenden.

Dies erinnert stark an das Mahayana-Prinzip der geschickten Mittel (Upaya).
39 #
「『第四十四願,我作佛時,剎中菩薩、聲聞皆智慧成神,頂中皆有光明,語音鴻暢,說經行道無異於諸佛。不得是願終不作佛。
Vierundvierzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Bodhisattvas
und Śrāvakas meines Landes

Weisheit

und übernatürliche Fähigkeiten voll entfalten.

Auf ihrem Scheitel soll Licht erscheinen.

Ihre Stimme soll weit und klar erklingen.

Ihr Lehren der Sutren

und ihr Wandel auf dem Weg

sollen sich nicht von den Buddhas unterscheiden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Hier wird erneut betont:

Die Bewohner des Reinen Landes sind keine bloßen Zuhörer.

Sie werden selbst zu Trägern des Dharma.
中文原文
「『第四十四願,我作佛時,剎中菩薩、聲聞皆智慧成神,頂中皆有光明,語音鴻暢,說經行道無異於諸佛。不得是願終不作佛。
Deutsch
Vierundvierzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Bodhisattvas
und Śrāvakas meines Landes

Weisheit

und übernatürliche Fähigkeiten voll entfalten.

Auf ihrem Scheitel soll Licht erscheinen.

Ihre Stimme soll weit und klar erklingen.

Ihr Lehren der Sutren

und ihr Wandel auf dem Weg

sollen sich nicht von den Buddhas unterscheiden.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Hier wird erneut betont:

Die Bewohner des Reinen Landes sind keine bloßen Zuhörer.

Sie werden selbst zu Trägern des Dharma.
40 #
「『第四十五願,我作佛時,他方世界諸菩薩,聞我名號歸依精進,皆逮得清淨解脫三昧;住是三昧一發意頃,供養不可思議諸佛,而不失定意。不得是願終不作佛。
Fünfundvierzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Bodhisattvas anderer Welten,

die meinen Namen hören,

Zuflucht nehmen

und mit Entschlossenheit üben,

das Samadhi der reinen Befreiung erlangen.

Während sie in diesem Samadhi verweilen,

sollen sie in einem einzigen Gedankenmoment

unvorstellbar viele Buddhas verehren können,

ohne ihre Sammlung zu verlieren.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

Das ist ein sehr tiefes Mahayana-Gelübde.

Normalerweise stehen zwei Dinge in Spannung:

* Sammlung (Samadhi)
* Wirken in der Welt

Hier fallen beide zusammen.

Der Bodhisattva kann handeln,
verehren,
lehren
und helfen,

ohne die Sammlung zu verlieren.

Das fünfundvierzigste Gelübde ist besonders schön im Licht des Mahayana zu lesen. Es beschreibt einen Zustand, in dem kein Gegensatz mehr besteht zwischen:

* Meditation und Handlung,
* Sammlung und Mitgefühl,
* Stille und Wirken.

Der Bodhisattva verliert die Stille nicht, wenn er in die Welt geht, und verliert die Welt nicht, wenn er in der Stille verweilt. Für jemanden, der sich mit Themen wie 一心无二 oder 真空妙有 beschäftigt, klingt hier bereits etwas von dieser späteren Mahayana-Sichtweise an.
中文原文
「『第四十五願,我作佛時,他方世界諸菩薩,聞我名號歸依精進,皆逮得清淨解脫三昧;住是三昧一發意頃,供養不可思議諸佛,而不失定意。不得是願終不作佛。
Deutsch
Fünfundvierzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Bodhisattvas anderer Welten,

die meinen Namen hören,

Zuflucht nehmen

und mit Entschlossenheit üben,

das Samadhi der reinen Befreiung erlangen.

Während sie in diesem Samadhi verweilen,

sollen sie in einem einzigen Gedankenmoment

unvorstellbar viele Buddhas verehren können,

ohne ihre Sammlung zu verlieren.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

Das ist ein sehr tiefes Mahayana-Gelübde.

Normalerweise stehen zwei Dinge in Spannung:

* Sammlung (Samadhi)
* Wirken in der Welt

Hier fallen beide zusammen.

Der Bodhisattva kann handeln,
verehren,
lehren
und helfen,

ohne die Sammlung zu verlieren.

Das fünfundvierzigste Gelübde ist besonders schön im Licht des Mahayana zu lesen. Es beschreibt einen Zustand, in dem kein Gegensatz mehr besteht zwischen:

* Meditation und Handlung,
* Sammlung und Mitgefühl,
* Stille und Wirken.

Der Bodhisattva verliert die Stille nicht, wenn er in die Welt geht, und verliert die Welt nicht, wenn er in der Stille verweilt. Für jemanden, der sich mit Themen wie 一心无二 oder 真空妙有 beschäftigt, klingt hier bereits etwas von dieser späteren Mahayana-Sichtweise an.
41 #
「『第四十六願,我作佛時,他方世界諸菩薩,聞我名號歸依精進,皆逮得普等三昧;至于成佛,常見無量不可思議一切諸佛。不得是願終不作佛。
Sechsundvierzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Bodhisattvas anderer Welten,

die meinen Namen hören,

Zuflucht nehmen

und mit Entschlossenheit üben,

das Samadhi der universellen Gleichheit erlangen.

Bis zu ihrer Buddhaschaft

sollen sie stets unermesslich viele,
unvorstellbare Buddhas sehen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

普等三昧 bedeutet wörtlich:

„Samadhi der allumfassenden Gleichheit“

oder

„Samadhi universeller Gleichwertigkeit“.

Hier klingt bereits eine Mahayana-Weisheit an:

Die Vielfalt der Erscheinungen bleibt bestehen,
doch ihre Trennung verliert ihre Absolutheit.
中文原文
「『第四十六願,我作佛時,他方世界諸菩薩,聞我名號歸依精進,皆逮得普等三昧;至于成佛,常見無量不可思議一切諸佛。不得是願終不作佛。
Deutsch
Sechsundvierzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Bodhisattvas anderer Welten,

die meinen Namen hören,

Zuflucht nehmen

und mit Entschlossenheit üben,

das Samadhi der universellen Gleichheit erlangen.

Bis zu ihrer Buddhaschaft

sollen sie stets unermesslich viele,
unvorstellbare Buddhas sehen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

普等三昧 bedeutet wörtlich:

„Samadhi der allumfassenden Gleichheit“

oder

„Samadhi universeller Gleichwertigkeit“.

Hier klingt bereits eine Mahayana-Weisheit an:

Die Vielfalt der Erscheinungen bleibt bestehen,
doch ihre Trennung verliert ihre Absolutheit.
42 #
「『第四十七願,我作佛時,他方世界諸菩薩,聞我名號歸依精進,即得至不退轉地。不得是願終不作佛。
Siebenundvierzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Bodhisattvas anderer Welten,

die meinen Namen hören,

Zuflucht nehmen

und mit Entschlossenheit üben,

unmittelbar die Stufe der Nicht-Rückkehr erreichen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

不退轉地 bedeutet:

Stufe der Nicht-Rückkehr,
Nicht-Zurückfallens.

Gemeint ist nicht:

„Man macht keine Fehler mehr.“

Sondern:

Die Ausrichtung auf Erwachen kann nicht mehr verloren gehen.

Im Mahayana gilt dies als eine außerordentlich wichtige Schwelle.
中文原文
「『第四十七願,我作佛時,他方世界諸菩薩,聞我名號歸依精進,即得至不退轉地。不得是願終不作佛。
Deutsch
Siebenundvierzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Bodhisattvas anderer Welten,

die meinen Namen hören,

Zuflucht nehmen

und mit Entschlossenheit üben,

unmittelbar die Stufe der Nicht-Rückkehr erreichen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

不退轉地 bedeutet:

Stufe der Nicht-Rückkehr,
Nicht-Zurückfallens.

Gemeint ist nicht:

„Man macht keine Fehler mehr.“

Sondern:

Die Ausrichtung auf Erwachen kann nicht mehr verloren gehen.

Im Mahayana gilt dies als eine außerordentlich wichtige Schwelle.
43 #
「『第四十八願,我作佛時,他方世界諸菩薩,聞我名號歸依精進,即得至第一忍、第二忍、第三法忍,於諸佛法永不退轉。不得是願終不作佛。』」
Achtundvierzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Bodhisattvas anderer Welten,

die meinen Namen hören,

Zuflucht nehmen

und mit Entschlossenheit üben,

die erste Geduld im Dharma,

die zweite Geduld im Dharma

und die dritte Geduld im Dharma erlangen.

In allen Lehren der Buddhas

sollen sie niemals mehr zurückfallen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar öffnen
Studienhinweis

法忍 (Dharma-Geduld) gehört zu den tiefsten Begriffen des Mahayana.

„Geduld“ ist hier keine bloße Duldsamkeit.

忍 bedeutet:

* tragen können,
* ertragen können,
* aufnehmen können,
* verwirklichen können.

Insbesondere die später berühmte:

無生法忍

„Geduld hinsichtlich der Ungeborenheit aller Dharmas“

bezeichnet die Fähigkeit,
die Leerheit aller Erscheinungen unmittelbar zu erkennen,
ohne Angst,
ohne Verwirrung
und ohne Zurückweichen.

Die letzten drei Gelübde bilden einen bemerkenswerten Abschluss.

Dharmākara hätte mit Schönheit,
Freude,
Licht
oder Unsterblichkeit enden können.

Doch stattdessen endet das Gelübdewerk mit:

* Samadhi (46)
* Nicht-Zurückfallen (47)
* Dharma-Geduld (48)

Das ist sehr aufschlussreich.

Der höchste Nutzen des Reinen Landes ist nicht Genuss.

Nicht einmal Frieden.

Sondern:

die unumkehrbare Reifung des Erwachens.

Deshalb kulminieren die Gelübde letztlich in Weisheit.

Abschließender Studienhinweis zu den 48 Gelübden

Auffällig ist die innere Bewegung der Gelübde:

* Zunächst werden leidvolle Bedingungen aufgehoben.
* Dann werden günstige Bedingungen geschaffen.
* Danach entstehen Weisheit und Mitgefühl.
* Schließlich reifen Bodhisattva-Wirken, Samadhi und Nicht-Zurückfallen.

Das Ziel der Gelübde ist somit nicht einfach ein glücklicher Ort.

Das eigentliche Ziel ist:

Wesen so zu unterstützen,
dass Erwachen leichter verwirklicht werden kann.

Oder mit den Worten des letzten Gelübdes:

Dass sie im Dharma nie mehr zurückfallen.

Gerade deshalb stehen die 48 Gelübde im Zentrum der gesamten Amitabha-Tradition. Sie beschreiben weniger einen Ort als die Herzensausrichtung eines Bodhisattva, der gelobt hat, allen Wesen den Weg zum Erwachen möglichst zugänglich zu machen.
中文原文
「『第四十八願,我作佛時,他方世界諸菩薩,聞我名號歸依精進,即得至第一忍、第二忍、第三法忍,於諸佛法永不退轉。不得是願終不作佛。』」
Deutsch
Achtundvierzigstes Gelübde

Rohübersetzung

Wenn ich Buddha werde,

sollen die Bodhisattvas anderer Welten,

die meinen Namen hören,

Zuflucht nehmen

und mit Entschlossenheit üben,

die erste Geduld im Dharma,

die zweite Geduld im Dharma

und die dritte Geduld im Dharma erlangen.

In allen Lehren der Buddhas

sollen sie niemals mehr zurückfallen.

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt werden,

werde ich nicht Buddha werden.
Kommentar
Studienhinweis

法忍 (Dharma-Geduld) gehört zu den tiefsten Begriffen des Mahayana.

„Geduld“ ist hier keine bloße Duldsamkeit.

忍 bedeutet:

* tragen können,
* ertragen können,
* aufnehmen können,
* verwirklichen können.

Insbesondere die später berühmte:

無生法忍

„Geduld hinsichtlich der Ungeborenheit aller Dharmas“

bezeichnet die Fähigkeit,
die Leerheit aller Erscheinungen unmittelbar zu erkennen,
ohne Angst,
ohne Verwirrung
und ohne Zurückweichen.

Die letzten drei Gelübde bilden einen bemerkenswerten Abschluss.

Dharmākara hätte mit Schönheit,
Freude,
Licht
oder Unsterblichkeit enden können.

Doch stattdessen endet das Gelübdewerk mit:

* Samadhi (46)
* Nicht-Zurückfallen (47)
* Dharma-Geduld (48)

Das ist sehr aufschlussreich.

Der höchste Nutzen des Reinen Landes ist nicht Genuss.

Nicht einmal Frieden.

Sondern:

die unumkehrbare Reifung des Erwachens.

Deshalb kulminieren die Gelübde letztlich in Weisheit.

Abschließender Studienhinweis zu den 48 Gelübden

Auffällig ist die innere Bewegung der Gelübde:

* Zunächst werden leidvolle Bedingungen aufgehoben.
* Dann werden günstige Bedingungen geschaffen.
* Danach entstehen Weisheit und Mitgefühl.
* Schließlich reifen Bodhisattva-Wirken, Samadhi und Nicht-Zurückfallen.

Das Ziel der Gelübde ist somit nicht einfach ein glücklicher Ort.

Das eigentliche Ziel ist:

Wesen so zu unterstützen,
dass Erwachen leichter verwirklicht werden kann.

Oder mit den Worten des letzten Gelübdes:

Dass sie im Dharma nie mehr zurückfallen.

Gerade deshalb stehen die 48 Gelübde im Zentrum der gesamten Amitabha-Tradition. Sie beschreiben weniger einen Ort als die Herzensausrichtung eines Bodhisattva, der gelobt hat, allen Wesen den Weg zum Erwachen möglichst zugänglich zu machen.
44 #
願後說偈分第七

佛言:「爾時法藏比丘發此願已,復說偈言:

「『我今對佛前, 特發誠實願;
如獲十力身, 威德無能勝。
復為大國王, 富豪而自在;
常施諸財寶, 利樂於貧苦,
盡令諸眾生, 長夜無憂惱,
發生眾善根, 長養菩提果。
我至成佛時, 名聲超十方;
人天欣得聞, 俱來生我剎。
我以智慧光, 廣照無央界;
除滅諸有情, 貪、瞋、煩惱暗。
地獄、鬼、畜生, 亦生我剎中,
一切來生者, 修習清淨行;
如佛金色身, 妙相悉圓滿,
還以大慈心, 普濟諸沈溺。
我於未來世, 當作天人師,
百億世界中, 說法師子吼;
一切聞音者, 解悟復圓明。
又如過去佛, 所生慈愍行;
度脫諸有情, 已無量無邊;
我行亦如斯, 咸使登覺岸。
此願若剋果, 大千應震動;
虛空諸天神, 必雨珍妙華。』」
Verse nach den Gelübden

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Nachdem Dharmākara Bhikṣu diese Gelübde abgelegt hatte, sprach er erneut folgende Verse:

Vor dem Buddha

habe ich heute

dieses aufrichtige Gelübde abgelegt.

Erlange ich einst

den Körper mit den Zehn Kräften,

so sollen meine Macht

und meine Tugend

unvergleichlich sein.

Möge ich wiederholt

als großer König erscheinen,

reich,

wohlhabend

und frei.

Stets werde ich

Schätze und Reichtümer verschenken,

um den Armen

und Leidenden Nutzen zu bringen.

Alle Wesen

sollen aus der langen Nacht

von Sorge und Leid erwachen.

Mögen ihre heilsamen Wurzeln entstehen

und die Frucht des Erwachens heranwachsen.

Wenn ich Buddha werde,

soll mein Ruhm

die zehn Richtungen übersteigen.

Menschen und Götter

werden voller Freude davon hören

und gemeinsam in meinem Land geboren werden.

Mit dem Licht meiner Weisheit

werde ich zahllose Welten erleuchten.

Die Dunkelheit von Gier,

Hass

und Verblendung

soll bei allen Wesen verschwinden.

Selbst Wesen aus Höllen,

Geisterreichen

und Tierwelten

sollen in meinem Land geboren werden können.

Alle,

die dort geboren werden,

sollen reine Praxis entfalten.

Sie sollen den goldenen Körper des Buddha besitzen

und alle vollkommenen Merkmale verwirklichen.

Mit großem Mitgefühl

werden sie wiederum

alle Leidenden retten.

In zukünftigen Zeiten

werde ich Lehrer von Göttern und Menschen sein.

In hundert Milliarden Welten

werde ich den Dharma lehren

wie das Brüllen eines Löwen.

Alle,

die diesen Klang hören,

werden Verständnis erlangen

und Klarheit verwirklichen.

Wie die Buddhas der Vergangenheit

den Weg des Mitgefühls gegangen sind

und unzählige Wesen befreit haben,

so werde auch ich handeln.

Alle Wesen

sollen das Ufer des Erwachens erreichen.

Wenn dieses Gelübde Frucht trägt,

soll das große Tausend-Welten-System erbeben.

Die Götter des Himmels

sollen kostbare Blüten regnen lassen.
Kommentar öffnen
Dharmākara wiederholt hier die Gelübde nicht einzeln.

Er verdichtet sie zu einigen zentralen Themen:

1. Großzügigkeit

Ich werde Reichtum und Besitz
zum Wohl der Wesen verwenden.

2. Befreiung aller Wesen

Selbst Höllenwesen,
Geister
und Tiere
sollen den Weg finden.

3. Licht der Weisheit

Gier,
Hass
und Verblendung
sollen überwunden werden.

4. Bodhisattva-Weg

Wer befreit wird,
soll wiederum andere befreien.

5. Fortsetzung des Buddha-Wirkens

Wie die Buddhas der Vergangenheit
werde auch ich handeln.

Das Gedicht zeigt sehr deutlich:

Dharmākara versteht sich nicht als Ausnahme,
sondern als Fortsetzung der Buddhas der Vergangenheit.

Ein bemerkenswerter Satz lautet:

還以大慈心,普濟諸沈溺

„Und wiederum werden sie mit großem Mitgefühl die Leidenden retten.“

Das ist eigentlich die Zusammenfassung des gesamten Mahayana.

Die Wesen werden nicht nur gerettet.

Sie werden selbst zu Helfenden.

Das Reine Land ist daher kein Endpunkt.

Es ist ein Übergang:

Leidende Wesen → Erwachende Wesen → Helfende Wesen.



Auch auffällig:

地獄、鬼、畜生,亦生我剎中

„Selbst Höllenwesen, Geister und Tiere sollen in meinem Land geboren werden können.“

Das wirkt fast wie eine Auslegung der vorherigen Gelübde.

Die Tür bleibt weit geöffnet.

Der Schwerpunkt liegt nicht auf Ausschluss,
sondern auf Rettung.
中文原文
願後說偈分第七

佛言:「爾時法藏比丘發此願已,復說偈言:

「『我今對佛前, 特發誠實願;
如獲十力身, 威德無能勝。
復為大國王, 富豪而自在;
常施諸財寶, 利樂於貧苦,
盡令諸眾生, 長夜無憂惱,
發生眾善根, 長養菩提果。
我至成佛時, 名聲超十方;
人天欣得聞, 俱來生我剎。
我以智慧光, 廣照無央界;
除滅諸有情, 貪、瞋、煩惱暗。
地獄、鬼、畜生, 亦生我剎中,
一切來生者, 修習清淨行;
如佛金色身, 妙相悉圓滿,
還以大慈心, 普濟諸沈溺。
我於未來世, 當作天人師,
百億世界中, 說法師子吼;
一切聞音者, 解悟復圓明。
又如過去佛, 所生慈愍行;
度脫諸有情, 已無量無邊;
我行亦如斯, 咸使登覺岸。
此願若剋果, 大千應震動;
虛空諸天神, 必雨珍妙華。』」
Deutsch
Verse nach den Gelübden

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Nachdem Dharmākara Bhikṣu diese Gelübde abgelegt hatte, sprach er erneut folgende Verse:

Vor dem Buddha

habe ich heute

dieses aufrichtige Gelübde abgelegt.

Erlange ich einst

den Körper mit den Zehn Kräften,

so sollen meine Macht

und meine Tugend

unvergleichlich sein.

Möge ich wiederholt

als großer König erscheinen,

reich,

wohlhabend

und frei.

Stets werde ich

Schätze und Reichtümer verschenken,

um den Armen

und Leidenden Nutzen zu bringen.

Alle Wesen

sollen aus der langen Nacht

von Sorge und Leid erwachen.

Mögen ihre heilsamen Wurzeln entstehen

und die Frucht des Erwachens heranwachsen.

Wenn ich Buddha werde,

soll mein Ruhm

die zehn Richtungen übersteigen.

Menschen und Götter

werden voller Freude davon hören

und gemeinsam in meinem Land geboren werden.

Mit dem Licht meiner Weisheit

werde ich zahllose Welten erleuchten.

Die Dunkelheit von Gier,

Hass

und Verblendung

soll bei allen Wesen verschwinden.

Selbst Wesen aus Höllen,

Geisterreichen

und Tierwelten

sollen in meinem Land geboren werden können.

Alle,

die dort geboren werden,

sollen reine Praxis entfalten.

Sie sollen den goldenen Körper des Buddha besitzen

und alle vollkommenen Merkmale verwirklichen.

Mit großem Mitgefühl

werden sie wiederum

alle Leidenden retten.

In zukünftigen Zeiten

werde ich Lehrer von Göttern und Menschen sein.

In hundert Milliarden Welten

werde ich den Dharma lehren

wie das Brüllen eines Löwen.

Alle,

die diesen Klang hören,

werden Verständnis erlangen

und Klarheit verwirklichen.

Wie die Buddhas der Vergangenheit

den Weg des Mitgefühls gegangen sind

und unzählige Wesen befreit haben,

so werde auch ich handeln.

Alle Wesen

sollen das Ufer des Erwachens erreichen.

Wenn dieses Gelübde Frucht trägt,

soll das große Tausend-Welten-System erbeben.

Die Götter des Himmels

sollen kostbare Blüten regnen lassen.
Kommentar
Dharmākara wiederholt hier die Gelübde nicht einzeln.

Er verdichtet sie zu einigen zentralen Themen:

1. Großzügigkeit

Ich werde Reichtum und Besitz
zum Wohl der Wesen verwenden.

2. Befreiung aller Wesen

Selbst Höllenwesen,
Geister
und Tiere
sollen den Weg finden.

3. Licht der Weisheit

Gier,
Hass
und Verblendung
sollen überwunden werden.

4. Bodhisattva-Weg

Wer befreit wird,
soll wiederum andere befreien.

5. Fortsetzung des Buddha-Wirkens

Wie die Buddhas der Vergangenheit
werde auch ich handeln.

Das Gedicht zeigt sehr deutlich:

Dharmākara versteht sich nicht als Ausnahme,
sondern als Fortsetzung der Buddhas der Vergangenheit.

Ein bemerkenswerter Satz lautet:

還以大慈心,普濟諸沈溺

„Und wiederum werden sie mit großem Mitgefühl die Leidenden retten.“

Das ist eigentlich die Zusammenfassung des gesamten Mahayana.

Die Wesen werden nicht nur gerettet.

Sie werden selbst zu Helfenden.

Das Reine Land ist daher kein Endpunkt.

Es ist ein Übergang:

Leidende Wesen → Erwachende Wesen → Helfende Wesen.



Auch auffällig:

地獄、鬼、畜生,亦生我剎中

„Selbst Höllenwesen, Geister und Tiere sollen in meinem Land geboren werden können.“

Das wirkt fast wie eine Auslegung der vorherigen Gelübde.

Die Tür bleibt weit geöffnet.

Der Schwerpunkt liegt nicht auf Ausschluss,
sondern auf Rettung.
45 #
初修善行分第八

佛言:「爾時法藏比丘,於彼佛所,諸天魔梵龍神八部大眾之中,發斯弘誓。應時大地震動,天雨妙華以散其上。空中讚言:『決定成佛。』於是法藏住真實慧,勇猛精進,修習無量功德,以莊嚴其國;是故入三摩地,歷大阿僧祇劫,修菩薩行,不生慾想、瞋想、癡想,不生慾覺、瞋覺、癡覺,不著色、聲、香、味諸法,忍力成就不計眾苦。但樂憶念過去諸佛所修善根,行寂靜行,遠離虛妄,堅守誠正。常以和顏愛語饒益眾生,於佛、法、僧信重恭敬,依真諦門植眾德本。善護口業不譏他過,善護身業不失律儀,善護意業清淨無染。恒以布施、持戒、忍辱、精進、禪定、智慧,利樂眾生;令諸眾生功德成就,遠離麁言,免自害害彼,免彼此俱害;修習善語自利利人,致人我兼利。復教化眾生修行六度,於一切法而得自在,了空、無相、無願、無為、無生、無滅,軌範具足善根圓滿。[A2]隨其生處在意所欲,有無量寶藏自然發現。以此施惠眾生令生歡喜,以行教化。致無量無數眾生發無上菩提之心,如是善行無量無邊說不能盡。」
Achter Abschnitt

Die ersten heilsamen Handlungen

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Nachdem Dharmākara Bhikṣu in Gegenwart jenes Buddha,
vor den Göttern,
Māras,
Brahmas,
Drachen,
Göttern
und den acht Arten von Wesen
diese großen Gelübde abgelegt hatte,

erbebte die Erde.

Vom Himmel regneten wunderbare Blumen herab
und streuten sich über ihn.

Aus dem Himmel erklang eine Stimme:

„Gewiss wird er Buddha werden.“

Darauf verweilte Dharmākara
in wahrer Weisheit.

Mutig und unermüdlich
übte er sich in unermesslichen Verdiensten,
um sein Buddha-Land zu schmücken.

Daher trat er in Samadhi ein.

Über große Asamkhyeya-Kalpas hinweg
übte er den Weg des Bodhisattva.

Er erzeugte keine Gedanken von Begierde,
keine Gedanken von Zorn,
keine Gedanken von Verblendung.

Er erzeugte keine Regungen der Begierde,
des Zorns
oder der Verblendung.

Er haftete nicht an Form,
Klang,
Duft,
Geschmack
und den übrigen Erscheinungen.

Seine Kraft der Geduld war vollendet.

Er rechnete die Leiden nicht.

Stattdessen erfreute er sich daran,

der heilsamen Wurzeln zu gedenken,
die die Buddhas der Vergangenheit gepflegt hatten.

Er übte den Weg der Stille.

Er entfernte sich von Falschheit und Täuschung.

Er bewahrte Aufrichtigkeit
und Wahrhaftigkeit.

Mit freundlichem Gesicht
und liebevoller Sprache
nützte er stets den Wesen.

Gegenüber Buddha,
Dharma
und Sangha

pflegte er tiefes Vertrauen,
Achtung
und Ehrfurcht.

Gemäß dem Tor der höchsten Wahrheit
pflanzte er die Wurzeln aller Tugenden.

Er schützte seine Rede
und sprach nicht über die Fehler anderer.

Er schützte sein Handeln
und verletzte nicht die Regeln der Disziplin.

Er schützte seinen Geist
und hielt ihn rein und frei von Befleckung.

Stets übte er

* Großzügigkeit,
* Sittlichkeit,
* Geduld,
* Tatkraft,
* Sammlung,
* Weisheit,

zum Nutzen und Glück der Wesen.

Er half den Wesen,
Verdienste zu vollenden.

Er führte sie fort von grober Rede.

Er bewahrte sie davor,

* sich selbst zu schaden,
* anderen zu schaden,
* sich gegenseitig zu schaden.

Er lehrte sie stattdessen gute Rede,

die einem selbst nützt
und anderen nützt,

sodass beide gemeinsam Nutzen erfahren.

Außerdem lehrte er die Wesen,
die sechs Paramitas zu üben.

In allen Dharmas erlangte er Freiheit.

Er erkannte

* Leerheit,
* Nicht-Zeichenhaftigkeit,
* Wunschlosigkeit,
* Nicht-Gemachtheit,
* Ungeborenheit,
* Nicht-Vergehen.

Sein Vorbild war vollkommen.

Seine heilsamen Wurzeln waren vollständig gereift.

Wo immer er geboren wurde,

entsprechend seiner Absicht,

erschienen auf natürliche Weise
unermessliche Schätze.

Mit ihnen half er den Wesen,
erfreute ihre Herzen
und führte sie durch heilsame Mittel.

So brachte er zahllose,
unermessliche Wesen dazu,

den Geist des höchsten Erwachens zu erwecken.

Solche heilsamen Handlungen waren grenzenlos.

Selbst ausführliches Sprechen könnte sie nicht erschöpfend beschreiben.
Kommentar öffnen
Bis hierher haben wir die Gelübde (願) gehört.

Jetzt folgt die Verwirklichung der Gelübde durch Praxis (行).

Das ist bedeutsam, denn das Sutra sagt nicht:

Dharmākara hat große Wünsche geäußert – und sie wurden wahr.

Sondern:

Dharmākara hat Gelübde gefasst – und anschließend unermessliche Kalpas lang entsprechend gehandelt.

Das ist klassischer Mahayana-Geist:

願 (Gelübde) → 行 (Praxis) → 果 (Frucht).

Dieser Abschnitt ist für das Verständnis des gesamten Sutras entscheidend.

Die Gelübde allein machen Dharmākara nicht zu Amitabha.

Was ihn zu Amitabha macht,
ist die Übereinstimmung von:

* Gelübde,
* Praxis,
* Weisheit.

Besonders bemerkenswert ist die Passage:

善護口業不譏他過

„Er schützte seine Rede und sprach nicht über die Fehler anderer.“

Das ist keine nebensächliche Tugend.

Der Text nennt ausdrücklich:

* Rede,
* Handlung,
* Geist.

Die drei Tore des Karmas.

Und bei der Rede wird nicht zuerst Lüge genannt,
sondern das Sprechen über die Fehler anderer.

Das ist bemerkenswert.



Ebenso wichtig:

常以和顏愛語饒益眾生

„Mit freundlichem Gesicht und liebevoller Rede nützte er den Wesen.“

Der Weg wird hier nicht als strenge Askese beschrieben.

Sondern als Verbindung von:

* Wahrheit,
* Freundlichkeit,
* Mitgefühl,
* Weisheit.

Dieser Abschnitt ist einer der stärksten Hinweise darauf, dass das Reine Land im ursprünglichen Sutra nicht als „leichter Ersatzweg“ gedacht ist. Die Ursache von Amitabhas Land ist nicht bloß Mitgefühl, sondern Mitgefühl, das über unermessliche Kalpas hinweg durch konsequente Praxis, Weisheit und Bodhisattva-Handeln getragen wurde. Hier begegnen sich Reines Land und Mahayana-Weisheitsweg ganz unmittelbar.
中文原文
初修善行分第八

佛言:「爾時法藏比丘,於彼佛所,諸天魔梵龍神八部大眾之中,發斯弘誓。應時大地震動,天雨妙華以散其上。空中讚言:『決定成佛。』於是法藏住真實慧,勇猛精進,修習無量功德,以莊嚴其國;是故入三摩地,歷大阿僧祇劫,修菩薩行,不生慾想、瞋想、癡想,不生慾覺、瞋覺、癡覺,不著色、聲、香、味諸法,忍力成就不計眾苦。但樂憶念過去諸佛所修善根,行寂靜行,遠離虛妄,堅守誠正。常以和顏愛語饒益眾生,於佛、法、僧信重恭敬,依真諦門植眾德本。善護口業不譏他過,善護身業不失律儀,善護意業清淨無染。恒以布施、持戒、忍辱、精進、禪定、智慧,利樂眾生;令諸眾生功德成就,遠離麁言,免自害害彼,免彼此俱害;修習善語自利利人,致人我兼利。復教化眾生修行六度,於一切法而得自在,了空、無相、無願、無為、無生、無滅,軌範具足善根圓滿。[A2]隨其生處在意所欲,有無量寶藏自然發現。以此施惠眾生令生歡喜,以行教化。致無量無數眾生發無上菩提之心,如是善行無量無邊說不能盡。」
Deutsch
Achter Abschnitt

Die ersten heilsamen Handlungen

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Nachdem Dharmākara Bhikṣu in Gegenwart jenes Buddha,
vor den Göttern,
Māras,
Brahmas,
Drachen,
Göttern
und den acht Arten von Wesen
diese großen Gelübde abgelegt hatte,

erbebte die Erde.

Vom Himmel regneten wunderbare Blumen herab
und streuten sich über ihn.

Aus dem Himmel erklang eine Stimme:

„Gewiss wird er Buddha werden.“

Darauf verweilte Dharmākara
in wahrer Weisheit.

Mutig und unermüdlich
übte er sich in unermesslichen Verdiensten,
um sein Buddha-Land zu schmücken.

Daher trat er in Samadhi ein.

Über große Asamkhyeya-Kalpas hinweg
übte er den Weg des Bodhisattva.

Er erzeugte keine Gedanken von Begierde,
keine Gedanken von Zorn,
keine Gedanken von Verblendung.

Er erzeugte keine Regungen der Begierde,
des Zorns
oder der Verblendung.

Er haftete nicht an Form,
Klang,
Duft,
Geschmack
und den übrigen Erscheinungen.

Seine Kraft der Geduld war vollendet.

Er rechnete die Leiden nicht.

Stattdessen erfreute er sich daran,

der heilsamen Wurzeln zu gedenken,
die die Buddhas der Vergangenheit gepflegt hatten.

Er übte den Weg der Stille.

Er entfernte sich von Falschheit und Täuschung.

Er bewahrte Aufrichtigkeit
und Wahrhaftigkeit.

Mit freundlichem Gesicht
und liebevoller Sprache
nützte er stets den Wesen.

Gegenüber Buddha,
Dharma
und Sangha

pflegte er tiefes Vertrauen,
Achtung
und Ehrfurcht.

Gemäß dem Tor der höchsten Wahrheit
pflanzte er die Wurzeln aller Tugenden.

Er schützte seine Rede
und sprach nicht über die Fehler anderer.

Er schützte sein Handeln
und verletzte nicht die Regeln der Disziplin.

Er schützte seinen Geist
und hielt ihn rein und frei von Befleckung.

Stets übte er

* Großzügigkeit,
* Sittlichkeit,
* Geduld,
* Tatkraft,
* Sammlung,
* Weisheit,

zum Nutzen und Glück der Wesen.

Er half den Wesen,
Verdienste zu vollenden.

Er führte sie fort von grober Rede.

Er bewahrte sie davor,

* sich selbst zu schaden,
* anderen zu schaden,
* sich gegenseitig zu schaden.

Er lehrte sie stattdessen gute Rede,

die einem selbst nützt
und anderen nützt,

sodass beide gemeinsam Nutzen erfahren.

Außerdem lehrte er die Wesen,
die sechs Paramitas zu üben.

In allen Dharmas erlangte er Freiheit.

Er erkannte

* Leerheit,
* Nicht-Zeichenhaftigkeit,
* Wunschlosigkeit,
* Nicht-Gemachtheit,
* Ungeborenheit,
* Nicht-Vergehen.

Sein Vorbild war vollkommen.

Seine heilsamen Wurzeln waren vollständig gereift.

Wo immer er geboren wurde,

entsprechend seiner Absicht,

erschienen auf natürliche Weise
unermessliche Schätze.

Mit ihnen half er den Wesen,
erfreute ihre Herzen
und führte sie durch heilsame Mittel.

So brachte er zahllose,
unermessliche Wesen dazu,

den Geist des höchsten Erwachens zu erwecken.

Solche heilsamen Handlungen waren grenzenlos.

Selbst ausführliches Sprechen könnte sie nicht erschöpfend beschreiben.
Kommentar
Bis hierher haben wir die Gelübde (願) gehört.

Jetzt folgt die Verwirklichung der Gelübde durch Praxis (行).

Das ist bedeutsam, denn das Sutra sagt nicht:

Dharmākara hat große Wünsche geäußert – und sie wurden wahr.

Sondern:

Dharmākara hat Gelübde gefasst – und anschließend unermessliche Kalpas lang entsprechend gehandelt.

Das ist klassischer Mahayana-Geist:

願 (Gelübde) → 行 (Praxis) → 果 (Frucht).

Dieser Abschnitt ist für das Verständnis des gesamten Sutras entscheidend.

Die Gelübde allein machen Dharmākara nicht zu Amitabha.

Was ihn zu Amitabha macht,
ist die Übereinstimmung von:

* Gelübde,
* Praxis,
* Weisheit.

Besonders bemerkenswert ist die Passage:

善護口業不譏他過

„Er schützte seine Rede und sprach nicht über die Fehler anderer.“

Das ist keine nebensächliche Tugend.

Der Text nennt ausdrücklich:

* Rede,
* Handlung,
* Geist.

Die drei Tore des Karmas.

Und bei der Rede wird nicht zuerst Lüge genannt,
sondern das Sprechen über die Fehler anderer.

Das ist bemerkenswert.



Ebenso wichtig:

常以和顏愛語饒益眾生

„Mit freundlichem Gesicht und liebevoller Rede nützte er den Wesen.“

Der Weg wird hier nicht als strenge Askese beschrieben.

Sondern als Verbindung von:

* Wahrheit,
* Freundlichkeit,
* Mitgefühl,
* Weisheit.

Dieser Abschnitt ist einer der stärksten Hinweise darauf, dass das Reine Land im ursprünglichen Sutra nicht als „leichter Ersatzweg“ gedacht ist. Die Ursache von Amitabhas Land ist nicht bloß Mitgefühl, sondern Mitgefühl, das über unermessliche Kalpas hinweg durch konsequente Praxis, Weisheit und Bodhisattva-Handeln getragen wurde. Hier begegnen sich Reines Land und Mahayana-Weisheitsweg ganz unmittelbar.
46 #
親近諸佛分第九

佛言:「法藏比丘行菩薩行時,於諸佛所尊重、恭敬、承事、供養未嘗間斷。為四大天王,詣佛所,恭敬、禮拜、承事、供養。為忉利天王,詣佛所,恭敬、禮拜、承事、供養。為夜摩天王、兜率天王、化樂天王、他化自在天王、乃至大梵天王等,詣佛所,恭敬、禮拜、承事、供養。其次處閻浮提,為轉輪王受灌頂位,及大臣官族等,詣佛所,恭敬、禮拜、承事、供養。為剎帝利、婆羅門等,詣佛所,恭敬、禮拜、承事、供養。如是無量無數百千萬億劫,親近諸佛植眾德本,以成就所願。」
Neunter Abschnitt

Die Nähe zu den Buddhas

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Als Dharmākara Bhikṣu den Weg des Bodhisattva übte,

erwies er den Buddhas stets höchste Achtung.

Er ehrte sie,
verehrte sie,
diente ihnen
und brachte ihnen Opfergaben dar.

Dies unterbrach er niemals.

Manchmal wurde er als einer der vier großen Himmelskönige geboren.

Dann begab er sich zu den Buddhas,

erwies ihnen Achtung,
verneigte sich vor ihnen,
diente ihnen
und brachte Opfergaben dar.

Manchmal wurde er als König des Trayastrimsha-Himmels geboren.

Dann begab er sich zu den Buddhas,

erwies ihnen Achtung,
verneigte sich vor ihnen,
diente ihnen
und brachte Opfergaben dar.

Manchmal wurde er als König des Yama-Himmels,

des Tushita-Himmels,

des Himmels der Freude an den eigenen Schöpfungen,

des Himmels der Freude an den Schöpfungen anderer,

oder sogar als großer Brahma-König geboren.

Auch dann begab er sich zu den Buddhas,

erwies ihnen Achtung,
verneigte sich vor ihnen,
diente ihnen
und brachte Opfergaben dar.

Zu anderen Zeiten erschien er in Jambudvipa,

wurde ein cakravartin,
ein Weltenherrscher,

empfing die Salbung des universellen Königs,

oder wurde Minister,
Adliger
oder hoher Beamter.

Auch dann begab er sich zu den Buddhas,

erwies ihnen Achtung,
verneigte sich vor ihnen,
diente ihnen
und brachte Opfergaben dar.

Manchmal wurde er als Kshatriya,

als Brahmane

oder in anderen Ständen geboren.

Auch dann begab er sich zu den Buddhas,

erwies ihnen Achtung,
verneigte sich vor ihnen,
diente ihnen
und brachte Opfergaben dar.

So näherte er sich den Buddhas

über unermessliche,
unzählige,
hunderttausende Millionen Kalpas hinweg,

pflanzte die Wurzeln aller Tugenden

und vollendete schließlich sein Gelübde.
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt enthält eine bemerkenswerte Mahayana-Botschaft.

Dharmākara wird nicht allein durch Meditation Buddha.

Nicht allein durch Weisheit.

Nicht allein durch Gelübde.

Sondern auch durch:

親近諸佛

„die Nähe zu den Buddhas.“

Im Mahayana erscheint dies immer wieder als wichtiger Faktor.

Man könnte sagen:

Erwachen wächst nicht nur aus Erkenntnis,

sondern auch aus Begegnung,
Vertrauen
und Ausrichtung.



Ebenso bemerkenswert:

Dharmākara erscheint in vielen unterschiedlichen Daseinsformen:

* Himmelskönig
* Brahma
* Weltenherrscher
* Minister
* Adliger
* Brahmane

Der Text sagt damit indirekt:

Keine soziale Rolle ist ein Hindernis.

Entscheidend ist nicht die Stellung.

Entscheidend ist,

ob man den Dharma nutzt,
um heilsame Wurzeln zu entfalten.



Besonders schön ist die Wiederholung:

恭敬、禮拜、承事、供養

achten,
sich verneigen,
dienen,
Opfergaben darbringen.

Immer wieder dieselben vier Tätigkeiten.

Der Text beschreibt keine spektakulären Wunder.

Sondern Beständigkeit.

Kalpa für Kalpa.

Dieser Abschnitt ergänzt den vorherigen auf schöne Weise:

* Kapitel 8 zeigte die innere Praxis (Geduld, Weisheit, Paramitas).
* Kapitel 9 zeigt die äußere Praxis (Begegnung, Verehrung, Dienst an den Buddhas).

Zusammen entsteht ein sehr ausgewogenes Bild des Bodhisattva-Weges: Nicht Rückzug allein, nicht Aktivität allein, sondern die Verbindung von Weisheit, Praxis, Beziehung und Gelübde. Genau daraus reift später Amitabhas Reines Land hervor.
中文原文
親近諸佛分第九

佛言:「法藏比丘行菩薩行時,於諸佛所尊重、恭敬、承事、供養未嘗間斷。為四大天王,詣佛所,恭敬、禮拜、承事、供養。為忉利天王,詣佛所,恭敬、禮拜、承事、供養。為夜摩天王、兜率天王、化樂天王、他化自在天王、乃至大梵天王等,詣佛所,恭敬、禮拜、承事、供養。其次處閻浮提,為轉輪王受灌頂位,及大臣官族等,詣佛所,恭敬、禮拜、承事、供養。為剎帝利、婆羅門等,詣佛所,恭敬、禮拜、承事、供養。如是無量無數百千萬億劫,親近諸佛植眾德本,以成就所願。」
Deutsch
Neunter Abschnitt

Die Nähe zu den Buddhas

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Als Dharmākara Bhikṣu den Weg des Bodhisattva übte,

erwies er den Buddhas stets höchste Achtung.

Er ehrte sie,
verehrte sie,
diente ihnen
und brachte ihnen Opfergaben dar.

Dies unterbrach er niemals.

Manchmal wurde er als einer der vier großen Himmelskönige geboren.

Dann begab er sich zu den Buddhas,

erwies ihnen Achtung,
verneigte sich vor ihnen,
diente ihnen
und brachte Opfergaben dar.

Manchmal wurde er als König des Trayastrimsha-Himmels geboren.

Dann begab er sich zu den Buddhas,

erwies ihnen Achtung,
verneigte sich vor ihnen,
diente ihnen
und brachte Opfergaben dar.

Manchmal wurde er als König des Yama-Himmels,

des Tushita-Himmels,

des Himmels der Freude an den eigenen Schöpfungen,

des Himmels der Freude an den Schöpfungen anderer,

oder sogar als großer Brahma-König geboren.

Auch dann begab er sich zu den Buddhas,

erwies ihnen Achtung,
verneigte sich vor ihnen,
diente ihnen
und brachte Opfergaben dar.

Zu anderen Zeiten erschien er in Jambudvipa,

wurde ein cakravartin,
ein Weltenherrscher,

empfing die Salbung des universellen Königs,

oder wurde Minister,
Adliger
oder hoher Beamter.

Auch dann begab er sich zu den Buddhas,

erwies ihnen Achtung,
verneigte sich vor ihnen,
diente ihnen
und brachte Opfergaben dar.

Manchmal wurde er als Kshatriya,

als Brahmane

oder in anderen Ständen geboren.

Auch dann begab er sich zu den Buddhas,

erwies ihnen Achtung,
verneigte sich vor ihnen,
diente ihnen
und brachte Opfergaben dar.

So näherte er sich den Buddhas

über unermessliche,
unzählige,
hunderttausende Millionen Kalpas hinweg,

pflanzte die Wurzeln aller Tugenden

und vollendete schließlich sein Gelübde.
Kommentar
Dieser Abschnitt enthält eine bemerkenswerte Mahayana-Botschaft.

Dharmākara wird nicht allein durch Meditation Buddha.

Nicht allein durch Weisheit.

Nicht allein durch Gelübde.

Sondern auch durch:

親近諸佛

„die Nähe zu den Buddhas.“

Im Mahayana erscheint dies immer wieder als wichtiger Faktor.

Man könnte sagen:

Erwachen wächst nicht nur aus Erkenntnis,

sondern auch aus Begegnung,
Vertrauen
und Ausrichtung.



Ebenso bemerkenswert:

Dharmākara erscheint in vielen unterschiedlichen Daseinsformen:

* Himmelskönig
* Brahma
* Weltenherrscher
* Minister
* Adliger
* Brahmane

Der Text sagt damit indirekt:

Keine soziale Rolle ist ein Hindernis.

Entscheidend ist nicht die Stellung.

Entscheidend ist,

ob man den Dharma nutzt,
um heilsame Wurzeln zu entfalten.



Besonders schön ist die Wiederholung:

恭敬、禮拜、承事、供養

achten,
sich verneigen,
dienen,
Opfergaben darbringen.

Immer wieder dieselben vier Tätigkeiten.

Der Text beschreibt keine spektakulären Wunder.

Sondern Beständigkeit.

Kalpa für Kalpa.

Dieser Abschnitt ergänzt den vorherigen auf schöne Weise:

* Kapitel 8 zeigte die innere Praxis (Geduld, Weisheit, Paramitas).
* Kapitel 9 zeigt die äußere Praxis (Begegnung, Verehrung, Dienst an den Buddhas).

Zusammen entsteht ein sehr ausgewogenes Bild des Bodhisattva-Weges: Nicht Rückzug allein, nicht Aktivität allein, sondern die Verbindung von Weisheit, Praxis, Beziehung und Gelübde. Genau daraus reift später Amitabhas Reines Land hervor.
47 #
願成作佛分第十

佛言:「法藏比丘行菩薩行時,容體端嚴,三十二相、八十種好悉皆具足。口中常出栴檀之香,身諸毛孔出優鉢羅華香,其香普熏無量無邊不可思議那由他由旬;眾生聞此香者,皆發無上菩提之心。又手中恒出一切衣服,一切飲食,一切幢旛、寶蓋,一切音樂,及一切最上所須之物,利樂一切眾生令歸佛道。如是積功累德,無量無數百千萬億劫,功德圓滿威神熾盛,方得成就所願而入佛位。」
Zehnter Abschnitt

Die Erfüllung der Gelübde und die Buddhaschaft

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Während Dharmākara Bhikṣu den Weg des Bodhisattva übte,

war seine Erscheinung würdevoll und vollkommen.

Die zweiunddreißig Merkmale
und die achtzig Nebenschönheiten

waren vollständig verwirklicht.

Aus seinem Mund strömte stets
der Duft von Sandelholz.

Aus allen Poren seines Körpers
strömte der Duft der Utpala-Blüte.

Dieser Duft erfüllte unermessliche,
grenzenlose,
unvorstellbare Nayutas von Yojanas.

Alle Wesen,
die diesen Duft wahrnahmen,

erweckten den Geist des höchsten Erwachens.

Aus seinen Händen erschienen fortwährend

* alle Arten von Kleidung,
* alle Arten von Speisen und Getränken,
* alle Arten von Bannern,
* kostbare Schirme,
* Musik
* und alle erhabensten Dinge,
die benötigt wurden.

Damit brachte er Nutzen
und Freude für alle Wesen

und führte sie zum Buddha-Weg.

So sammelte er Verdienste
und Tugenden an.

Über unermessliche,
unzählige,
hunderttausende Millionen Kalpas hinweg

wuchs sein Verdienst.

Seine Tugenden wurden vollkommen.

Seine geistige Kraft wurde groß und strahlend.

Erst dann erfüllte sich sein Gelübde vollständig

und er trat in die Buddhaschaft ein.
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt beschreibt die klassische Mahayana-Idee der Vollendung von Verdienst und Weisheit.

Man könnte die letzten Kapitel zusammenfassen:

1. Gelübde fassen (願)
2. Praxis verwirklichen (行)
3. Verdienste und Weisheit ansammeln (功德)
4. Buddhaschaft vollenden (果)



Besonders interessant ist die Symbolik des Duftes.

Im Mahayana erscheint Duft oft als Bild für Tugend.

Licht steht für Weisheit.

Duft steht für gelebte Tugend.

Man könnte sagen:

Weisheit erhellt.

Tugend verbreitet sich.

Der Duft wird deshalb nicht als Wunder beschrieben,
sondern als Ausstrahlung gelebten Mitgefühls.



Ebenso bemerkenswert:

又手中恒出一切衣服、一切飲食

„Aus seinen Händen erschienen Kleidung und Nahrung.“

Der Text meint damit mehr als materielle Versorgung.

Es ist ein Symbol des Bodhisattva-Ideals:

Er gibt den Wesen genau das,
was sie benötigen.

Ein schönes Detail dieses Abschnitts ist, dass die Buddhaschaft nicht als plötzlicher Sprung dargestellt wird. Der Text sagt ausdrücklich:

如是積功累德

„So häufte er Verdienste und Tugenden an.“

Das klingt fast unspektakulär. Keine geheime Abkürzung, kein einmaliges Ereignis. Kalpa für Kalpa werden Gelübde, Praxis, Mitgefühl und Weisheit gelebt, bis sie vollständig gereift sind. Gerade dadurch wirkt die spätere Größe Amitabhas im Sutra nicht wie ein Wunder, sondern wie die natürliche Frucht einer unermesslich langen Bodhisattva-Praxis.
中文原文
願成作佛分第十

佛言:「法藏比丘行菩薩行時,容體端嚴,三十二相、八十種好悉皆具足。口中常出栴檀之香,身諸毛孔出優鉢羅華香,其香普熏無量無邊不可思議那由他由旬;眾生聞此香者,皆發無上菩提之心。又手中恒出一切衣服,一切飲食,一切幢旛、寶蓋,一切音樂,及一切最上所須之物,利樂一切眾生令歸佛道。如是積功累德,無量無數百千萬億劫,功德圓滿威神熾盛,方得成就所願而入佛位。」
Deutsch
Zehnter Abschnitt

Die Erfüllung der Gelübde und die Buddhaschaft

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Während Dharmākara Bhikṣu den Weg des Bodhisattva übte,

war seine Erscheinung würdevoll und vollkommen.

Die zweiunddreißig Merkmale
und die achtzig Nebenschönheiten

waren vollständig verwirklicht.

Aus seinem Mund strömte stets
der Duft von Sandelholz.

Aus allen Poren seines Körpers
strömte der Duft der Utpala-Blüte.

Dieser Duft erfüllte unermessliche,
grenzenlose,
unvorstellbare Nayutas von Yojanas.

Alle Wesen,
die diesen Duft wahrnahmen,

erweckten den Geist des höchsten Erwachens.

Aus seinen Händen erschienen fortwährend

* alle Arten von Kleidung,
* alle Arten von Speisen und Getränken,
* alle Arten von Bannern,
* kostbare Schirme,
* Musik
* und alle erhabensten Dinge,
die benötigt wurden.

Damit brachte er Nutzen
und Freude für alle Wesen

und führte sie zum Buddha-Weg.

So sammelte er Verdienste
und Tugenden an.

Über unermessliche,
unzählige,
hunderttausende Millionen Kalpas hinweg

wuchs sein Verdienst.

Seine Tugenden wurden vollkommen.

Seine geistige Kraft wurde groß und strahlend.

Erst dann erfüllte sich sein Gelübde vollständig

und er trat in die Buddhaschaft ein.
Kommentar
Dieser Abschnitt beschreibt die klassische Mahayana-Idee der Vollendung von Verdienst und Weisheit.

Man könnte die letzten Kapitel zusammenfassen:

1. Gelübde fassen (願)
2. Praxis verwirklichen (行)
3. Verdienste und Weisheit ansammeln (功德)
4. Buddhaschaft vollenden (果)



Besonders interessant ist die Symbolik des Duftes.

Im Mahayana erscheint Duft oft als Bild für Tugend.

Licht steht für Weisheit.

Duft steht für gelebte Tugend.

Man könnte sagen:

Weisheit erhellt.

Tugend verbreitet sich.

Der Duft wird deshalb nicht als Wunder beschrieben,
sondern als Ausstrahlung gelebten Mitgefühls.



Ebenso bemerkenswert:

又手中恒出一切衣服、一切飲食

„Aus seinen Händen erschienen Kleidung und Nahrung.“

Der Text meint damit mehr als materielle Versorgung.

Es ist ein Symbol des Bodhisattva-Ideals:

Er gibt den Wesen genau das,
was sie benötigen.

Ein schönes Detail dieses Abschnitts ist, dass die Buddhaschaft nicht als plötzlicher Sprung dargestellt wird. Der Text sagt ausdrücklich:

如是積功累德

„So häufte er Verdienste und Tugenden an.“

Das klingt fast unspektakulär. Keine geheime Abkürzung, kein einmaliges Ereignis. Kalpa für Kalpa werden Gelübde, Praxis, Mitgefühl und Weisheit gelebt, bis sie vollständig gereift sind. Gerade dadurch wirkt die spätere Größe Amitabhas im Sutra nicht wie ein Wunder, sondern wie die natürliche Frucht einer unermesslich langen Bodhisattva-Praxis.
48 #
蜎蠕亦度分第十一

阿難白言:「法藏比丘為已成佛而取滅度?為未成佛?為今現在?」

佛言:「彼佛如來,來無所來,去無所去,無生無滅,非過去、現在、未來,但以酬其志願度一切眾生,現在西方,去此百萬世界,其世界名曰極樂;其佛號阿彌陀,成佛以來于今十劫。又在十方世界,教化無央數諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,莫不得過度解脫者。」
Elfter Abschnitt

Auch die kleinsten Wesen werden befreit

Rohübersetzung

Da sprach Ananda zum Buddha:

Ist Dharmākara Bhikṣu bereits Buddha geworden
und ins Nirvana eingegangen?

Oder ist er noch nicht Buddha geworden?

Oder verweilt er gegenwärtig als Buddha?

Der Buddha sprach:

Dieser Buddha-Tathagata

kommt von keinem Ort

und geht zu keinem Ort.

Er wird weder geboren

noch vergeht er.

Er gehört nicht der Vergangenheit,
nicht der Gegenwart
und nicht der Zukunft an.

Doch um seine Gelübde zu erfüllen
und alle Wesen zu befreien,

erscheint er gegenwärtig im Westen.

Von hier aus,
jenseits von hunderttausend Myriaden von Welten,

liegt seine Welt,

genannt:

Sukhavati – das Land der Höchsten Glückseligkeit.

Sein Name ist:

Amitabha Buddha.

Seit seiner Buddhaschaft

sind bis heute zehn Kalpas vergangen.

In den Welten der zehn Richtungen

lehrt und befreit er zahllose Götter und Menschen

und selbst fliegende,
kriechende
und sich windende Wesen.

Es gibt keine,
die nicht Befreiung und Erlösung finden können.
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt enthält zwei Ebenen zugleich.

Erste Ebene: Die absolute Sicht

來無所來,去無所去

„Er kommt von nirgendwo und geht nirgendwohin.“

無生無滅

„Weder Geburt noch Vergehen.“

Das erinnert unmittelbar an Mahayana-Texte wie:

* das Herz-Sutra,
* das Diamant-Sutra,
* oder das Shurangama-Sutra.

Die letztliche Wirklichkeit eines Buddha liegt jenseits der Kategorien:

* kommen,
* gehen,
* entstehen,
* vergehen.



Zweite Ebene: Die relative Sicht

Unmittelbar danach sagt der Buddha:

Er befindet sich gegenwärtig im Westen.

Sein Name ist Amitabha.

Er wirkt dort seit zehn Kalpas.

Auf den ersten Blick wirkt das widersprüchlich.

Im Mahayana sind beide Aussagen jedoch gleichzeitig wahr:

* In der Leerheit gibt es kein Kommen und Gehen.
* In den Erscheinungen gibt es Mitgefühl, Gelübde und Wirken.

Dies erinnert stark an:

真空妙有

„Wahre Leerheit – wunderbares Erscheinen.“



Die letzten Worte

Besonders schön ist der Schluss:

以至蜎飛蠕動之類

„selbst die fliegenden und kriechenden Wesen“

Schon mehrfach ist dieser Ausdruck erschienen.

Der Text betont damit:

Die Gelübde Amitabhas richten sich nicht nur an Gelehrte,
Mönche,
Bodhisattvas
oder Menschen.

Sie umfassen die gesamte fühlende Welt.

Dieser Abschnitt ist besonders wertvoll, weil er fast wie eine Brücke zwischen Reines-Land-Lehre und Mahayana-Weisheitslehre wirkt. Direkt nach der langen Geschichte von Gelübde und Praxis wird der Leser daran erinnert:

Amitabha ist weder nur eine historische Person noch bloß ein metaphysisches Prinzip.

Der Text hält beide Ebenen gleichzeitig offen:

* das konkrete Wirken im Reinen Land,
* und die Nicht-Geburt, Nicht-Vergänglichkeit des Buddha.

Gerade deshalb wurde dieser Abschnitt in vielen Mahayana-Kommentaren als Ausdruck von 真空妙有 verstanden.
中文原文
蜎蠕亦度分第十一

阿難白言:「法藏比丘為已成佛而取滅度?為未成佛?為今現在?」

佛言:「彼佛如來,來無所來,去無所去,無生無滅,非過去、現在、未來,但以酬其志願度一切眾生,現在西方,去此百萬世界,其世界名曰極樂;其佛號阿彌陀,成佛以來于今十劫。又在十方世界,教化無央數諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,莫不得過度解脫者。」
Deutsch
Elfter Abschnitt

Auch die kleinsten Wesen werden befreit

Rohübersetzung

Da sprach Ananda zum Buddha:

Ist Dharmākara Bhikṣu bereits Buddha geworden
und ins Nirvana eingegangen?

Oder ist er noch nicht Buddha geworden?

Oder verweilt er gegenwärtig als Buddha?

Der Buddha sprach:

Dieser Buddha-Tathagata

kommt von keinem Ort

und geht zu keinem Ort.

Er wird weder geboren

noch vergeht er.

Er gehört nicht der Vergangenheit,
nicht der Gegenwart
und nicht der Zukunft an.

Doch um seine Gelübde zu erfüllen
und alle Wesen zu befreien,

erscheint er gegenwärtig im Westen.

Von hier aus,
jenseits von hunderttausend Myriaden von Welten,

liegt seine Welt,

genannt:

Sukhavati – das Land der Höchsten Glückseligkeit.

Sein Name ist:

Amitabha Buddha.

Seit seiner Buddhaschaft

sind bis heute zehn Kalpas vergangen.

In den Welten der zehn Richtungen

lehrt und befreit er zahllose Götter und Menschen

und selbst fliegende,
kriechende
und sich windende Wesen.

Es gibt keine,
die nicht Befreiung und Erlösung finden können.
Kommentar
Dieser Abschnitt enthält zwei Ebenen zugleich.

Erste Ebene: Die absolute Sicht

來無所來,去無所去

„Er kommt von nirgendwo und geht nirgendwohin.“

無生無滅

„Weder Geburt noch Vergehen.“

Das erinnert unmittelbar an Mahayana-Texte wie:

* das Herz-Sutra,
* das Diamant-Sutra,
* oder das Shurangama-Sutra.

Die letztliche Wirklichkeit eines Buddha liegt jenseits der Kategorien:

* kommen,
* gehen,
* entstehen,
* vergehen.



Zweite Ebene: Die relative Sicht

Unmittelbar danach sagt der Buddha:

Er befindet sich gegenwärtig im Westen.

Sein Name ist Amitabha.

Er wirkt dort seit zehn Kalpas.

Auf den ersten Blick wirkt das widersprüchlich.

Im Mahayana sind beide Aussagen jedoch gleichzeitig wahr:

* In der Leerheit gibt es kein Kommen und Gehen.
* In den Erscheinungen gibt es Mitgefühl, Gelübde und Wirken.

Dies erinnert stark an:

真空妙有

„Wahre Leerheit – wunderbares Erscheinen.“



Die letzten Worte

Besonders schön ist der Schluss:

以至蜎飛蠕動之類

„selbst die fliegenden und kriechenden Wesen“

Schon mehrfach ist dieser Ausdruck erschienen.

Der Text betont damit:

Die Gelübde Amitabhas richten sich nicht nur an Gelehrte,
Mönche,
Bodhisattvas
oder Menschen.

Sie umfassen die gesamte fühlende Welt.

Dieser Abschnitt ist besonders wertvoll, weil er fast wie eine Brücke zwischen Reines-Land-Lehre und Mahayana-Weisheitslehre wirkt. Direkt nach der langen Geschichte von Gelübde und Praxis wird der Leser daran erinnert:

Amitabha ist weder nur eine historische Person noch bloß ein metaphysisches Prinzip.

Der Text hält beide Ebenen gleichzeitig offen:

* das konkrete Wirken im Reinen Land,
* und die Nicht-Geburt, Nicht-Vergänglichkeit des Buddha.

Gerade deshalb wurde dieser Abschnitt in vielen Mahayana-Kommentaren als Ausdruck von 真空妙有 verstanden.
49 #
光明獨勝分第十二

佛言:「阿彌陀佛光明最為遠著,諸佛光明皆所不及。十方無央數佛,其頂中光明有照一里者,有照二里者,有照三里者,如是展轉漸遠,有至於照千二百萬里。復有佛頂中光明照一世界者,有照二世界者,有照三世界者,如是展轉漸遠,有至於照二百萬世界者。惟阿彌陀佛頂中光明,照千萬世界無有窮極。諸佛光明所以有遠近者,何以故?初為菩薩時,願力功德各有大小,至期作佛,皆隨所得,是故光明亦從而異。若威神自在隨意所作,不必豫計則無不同。阿彌陀佛願力無邊,功德超絕故,比諸佛光明特為殊勝。」
Das Licht übertrifft alles

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Das Licht Amitabha Buddhas

reicht am weitesten.

Das Licht aller anderen Buddhas

kann es nicht erreichen.

Unter den zahllosen Buddhas der zehn Richtungen

gibt es solche,
deren Scheitellicht eine Meile weit scheint.

Andere lassen es zwei Meilen weit scheinen.

Wieder andere drei Meilen.

So vergrößert sich die Reichweite stufenweise,

bis zu Buddhas,
deren Licht zwölf Millionen Meilen weit scheint.

Wieder gibt es Buddhas,
deren Licht eine Welt erhellt.

Andere erhellen zwei Welten.

Andere drei Welten.

So nimmt die Reichweite allmählich zu,

bis zu Buddhas,
deren Licht zwei Millionen Welten erhellt.

Allein Amitabha Buddhas Scheitellicht

erleuchtet Millionen von Welten

ohne Grenze und ohne Ende.



Der Buddha sprach weiter:

Warum unterscheiden sich die Lichter der Buddhas
in ihrer Reichweite?

Als sie einst den Bodhisattva-Weg übten,

waren ihre Gelübde

und ihre Verdienste

nicht alle gleich.

Daher verwirklichte jeder Buddha

entsprechend seinen Gelübden

die Früchte seiner Praxis.

Deshalb unterscheiden sich auch ihre Lichter.

Hinsichtlich ihrer geistigen Kraft,
ihrer Freiheit
und ihrer Fähigkeit zu wirken,

gibt es jedoch keinen Unterschied.

Wenn ein Buddha nach freiem Willen wirkt,

besteht keine Ungleichheit zwischen ihnen.

Amitabhas Gelübde aber

sind grenzenlos.

Seine Verdienste

überragen alles.

Deshalb ist sein Licht

unter den Buddhas besonders hervorragend.
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt wird oft missverstanden.

Auf den ersten Blick scheint der Text zu sagen:

„Amitabha ist der größte Buddha.“

Doch genau das sagt der zweite Teil des Abschnitts nicht.

Der Buddha erklärt ausdrücklich:

若威神自在隨意所作,不必豫計則無不同

„Hinsichtlich ihrer geistigen Freiheit und Wirksamkeit gibt es keinen Unterschied.“

Die Buddhas sind also nicht verschieden erwacht.

Unterschiedlich sind ihre Gelübde.



Das erinnert an einen Vergleich:

Viele Lampen besitzen dieselbe Natur des Lichtes.

Doch eine Lampe beleuchtet ein Zimmer.

Eine andere einen Tempel.

Eine andere einen ganzen Platz.

Nicht weil das Licht verschieden wäre,

sondern weil ihre Aufgabe verschieden ist.



Amitabhas Licht steht daher symbolisch für:

* die Reichweite seines Mitgefühls,
* die Weite seiner Gelübde,
* die Zugänglichkeit seines Weges.



Licht im Mahayana

Das Licht erscheint hier auf mehreren Ebenen:

Äußerlich

* Es durchdringt die Welten.

Innerlich

* Es vertreibt Verblendung.

Bodhisattva-Weg

* Es erreicht auch jene,
die den Weg kaum finden können.

Weisheitslehre

* Es symbolisiert Erkenntnis.

Dies ist auch eine schöne Stelle, um eine Brücke zu Mahayana-Konzepten wie Bodhicitta, Gelübde-Kraft (願力) und sogar 一心无二 zu schlagen. Der Text sagt nämlich nicht: „Amitabha besitzt mehr Buddha-Natur als andere Buddhas.“ Er sagt vielmehr: Die eine Buddha-Natur erscheint entsprechend unterschiedlicher Gelübde in unterschiedlicher Weise. Das passt erstaunlich gut zu der Mahayana-Idee, dass das Erwachen eines ist, seine Ausdrucksformen jedoch zahllos sind.
中文原文
光明獨勝分第十二

佛言:「阿彌陀佛光明最為遠著,諸佛光明皆所不及。十方無央數佛,其頂中光明有照一里者,有照二里者,有照三里者,如是展轉漸遠,有至於照千二百萬里。復有佛頂中光明照一世界者,有照二世界者,有照三世界者,如是展轉漸遠,有至於照二百萬世界者。惟阿彌陀佛頂中光明,照千萬世界無有窮極。諸佛光明所以有遠近者,何以故?初為菩薩時,願力功德各有大小,至期作佛,皆隨所得,是故光明亦從而異。若威神自在隨意所作,不必豫計則無不同。阿彌陀佛願力無邊,功德超絕故,比諸佛光明特為殊勝。」
Deutsch
Das Licht übertrifft alles

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Das Licht Amitabha Buddhas

reicht am weitesten.

Das Licht aller anderen Buddhas

kann es nicht erreichen.

Unter den zahllosen Buddhas der zehn Richtungen

gibt es solche,
deren Scheitellicht eine Meile weit scheint.

Andere lassen es zwei Meilen weit scheinen.

Wieder andere drei Meilen.

So vergrößert sich die Reichweite stufenweise,

bis zu Buddhas,
deren Licht zwölf Millionen Meilen weit scheint.

Wieder gibt es Buddhas,
deren Licht eine Welt erhellt.

Andere erhellen zwei Welten.

Andere drei Welten.

So nimmt die Reichweite allmählich zu,

bis zu Buddhas,
deren Licht zwei Millionen Welten erhellt.

Allein Amitabha Buddhas Scheitellicht

erleuchtet Millionen von Welten

ohne Grenze und ohne Ende.



Der Buddha sprach weiter:

Warum unterscheiden sich die Lichter der Buddhas
in ihrer Reichweite?

Als sie einst den Bodhisattva-Weg übten,

waren ihre Gelübde

und ihre Verdienste

nicht alle gleich.

Daher verwirklichte jeder Buddha

entsprechend seinen Gelübden

die Früchte seiner Praxis.

Deshalb unterscheiden sich auch ihre Lichter.

Hinsichtlich ihrer geistigen Kraft,
ihrer Freiheit
und ihrer Fähigkeit zu wirken,

gibt es jedoch keinen Unterschied.

Wenn ein Buddha nach freiem Willen wirkt,

besteht keine Ungleichheit zwischen ihnen.

Amitabhas Gelübde aber

sind grenzenlos.

Seine Verdienste

überragen alles.

Deshalb ist sein Licht

unter den Buddhas besonders hervorragend.
Kommentar
Dieser Abschnitt wird oft missverstanden.

Auf den ersten Blick scheint der Text zu sagen:

„Amitabha ist der größte Buddha.“

Doch genau das sagt der zweite Teil des Abschnitts nicht.

Der Buddha erklärt ausdrücklich:

若威神自在隨意所作,不必豫計則無不同

„Hinsichtlich ihrer geistigen Freiheit und Wirksamkeit gibt es keinen Unterschied.“

Die Buddhas sind also nicht verschieden erwacht.

Unterschiedlich sind ihre Gelübde.



Das erinnert an einen Vergleich:

Viele Lampen besitzen dieselbe Natur des Lichtes.

Doch eine Lampe beleuchtet ein Zimmer.

Eine andere einen Tempel.

Eine andere einen ganzen Platz.

Nicht weil das Licht verschieden wäre,

sondern weil ihre Aufgabe verschieden ist.



Amitabhas Licht steht daher symbolisch für:

* die Reichweite seines Mitgefühls,
* die Weite seiner Gelübde,
* die Zugänglichkeit seines Weges.



Licht im Mahayana

Das Licht erscheint hier auf mehreren Ebenen:

Äußerlich

* Es durchdringt die Welten.

Innerlich

* Es vertreibt Verblendung.

Bodhisattva-Weg

* Es erreicht auch jene,
die den Weg kaum finden können.

Weisheitslehre

* Es symbolisiert Erkenntnis.

Dies ist auch eine schöne Stelle, um eine Brücke zu Mahayana-Konzepten wie Bodhicitta, Gelübde-Kraft (願力) und sogar 一心无二 zu schlagen. Der Text sagt nämlich nicht: „Amitabha besitzt mehr Buddha-Natur als andere Buddhas.“ Er sagt vielmehr: Die eine Buddha-Natur erscheint entsprechend unterschiedlicher Gelübde in unterschiedlicher Weise. Das passt erstaunlich gut zu der Mahayana-Idee, dass das Erwachen eines ist, seine Ausdrucksformen jedoch zahllos sind.
50 #
十三佛號分第十三

佛言:「阿彌陀佛光明,明麗快甚絕殊無極,勝於日月之明千萬億倍,而為諸佛光明之王,故號無量壽佛;亦號無量光佛、無邊光佛、無礙光佛、無對光佛、炎王光佛、清淨光佛、歡喜光佛、智慧光佛、不斷光佛、難思光佛、難稱光佛、超日月光佛。其光明所照無央數天下,幽冥之處皆常大明。諸天、人民、禽獸、蜎飛蠕動之類,見此光明莫不喜悅而生慈心。其淫泆、瞋怒、愚癡者,見此光明莫不遷善。地獄、餓鬼、畜生,考掠痛苦之處,見此光明無復苦惱,命終之後皆得解脫。不獨我今稱讚阿彌陀佛光明,十方無央數佛、菩薩、緣覺、聲聞之眾,悉皆稱讚亦復如是。若有眾生,聞此光明威神功德,日夜歸命稱讚不已,隨其志願必生其剎。復為諸菩薩、聲聞所共稱讚,當亦如是。我說阿彌陀佛光明威神巍巍殊妙,晝夜一劫尚未能盡,今為汝等略言之耳。」
Die dreizehn Namen des Buddha

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Das Licht Amitabha Buddhas

ist strahlend,
herrlich,
freudebringend,
unvergleichlich
und grenzenlos.

Es übertrifft das Licht von Sonne und Mond
um tausend Millionen Milliarden Male.

Unter allen Lichtern der Buddhas

ist es das höchste.

Daher wird er genannt:

Buddha des Unermesslichen Lebens.

Er wird auch genannt:

* Buddha des Unermesslichen Lichtes,
* Buddha des Grenzenlosen Lichtes,
* Buddha des Ungehinderten Lichtes,
* Buddha des Unvergleichlichen Lichtes,
* Buddha des Flammenkönig-Lichtes,
* Buddha des Reinen Lichtes,
* Buddha des Freudvollen Lichtes,
* Buddha des Weisheitslichtes,
* Buddha des Ununterbrochenen Lichtes,
* Buddha des Unvorstellbaren Lichtes,
* Buddha des Unbeschreiblichen Lichtes,
* Buddha des Sonne-und-Mond-übertreffenden Lichtes.

Das Licht erleuchtet

zahllose Welten.

Selbst die dunkelsten Bereiche

sind immer von Helligkeit erfüllt.

Götter,
Menschen,
Vögel,
Tiere,
fliegende,
kriechende
und sich windende Wesen

sehen dieses Licht

und empfinden Freude.

Mitgefühl entsteht in ihren Herzen.

Wer von Begierde,
Zorn
oder Verblendung beherrscht wird,

wendet sich beim Anblick dieses Lichtes dem Guten zu.

Selbst in Höllen,
im Bereich der hungrigen Geister
und unter den Tieren,

an Orten von Strafe
und Leid,

wird beim Anblick dieses Lichtes

das Leiden gelindert.

Nach dem Ende ihres Lebens

finden die Wesen Befreiung.

Nicht nur ich preise

das Licht Amitabha Buddhas.

Auch die zahllosen Buddhas
der zehn Richtungen,

die Bodhisattvas,

die Pratyekabuddhas

und die Śrāvakas

preisen es auf dieselbe Weise.

Wenn Wesen

von der Kraft
und den Verdiensten dieses Lichtes hören,

Tag und Nacht Zuflucht nehmen

und es lobpreisen,

werden sie entsprechend ihrem Wunsch

in seinem Land geboren.

Ebenso werden sie

von den Bodhisattvas

und den Śrāvakas gelobt werden.

Würde ich die Kraft,
die Herrlichkeit
und die wunderbaren Eigenschaften dieses Lichtes

Tag und Nacht

ein ganzes Kalpa lang beschreiben,

wäre dies noch nicht erschöpfend.

Deshalb habe ich es euch

nur kurz dargelegt.
Kommentar öffnen
Bemerkenswert ist die Reihenfolge.

Der Text sagt nicht:

Das Licht richtet.

Nicht:

Das Licht bestraft.

Nicht:

Das Licht verurteilt.

Sondern:

莫不喜悅而生慈心

„Alle empfinden Freude und bringen Mitgefühl hervor.“

Das Licht wirkt durch Offenbarung,
nicht durch Zwang.



Ebenso auffällig:

見此光明莫不遷善

„Wer dieses Licht sieht, wendet sich dem Guten zu.“

Das erinnert an eine grundlegende Mahayana-Idee:

Wirkliche Weisheit erzeugt Mitgefühl.

Wirkliches Licht erzeugt Güte.



Für Leser des Shurangama-Sutras ist besonders interessant:

Die Funktion des Lichtes ähnelt dort der Funktion des ursprünglichen Erwachensgeistes.

Nicht etwas Fremdes wird hinzugefügt.

Vielmehr wird sichtbar,
was bereits verborgen vorhanden war.

Anders als viele Namen im Sutra sind diese dreizehn Lichtnamen nicht bloße Titel, sondern beschreiben verschiedene Aspekte desselben Mitgefühls und derselben Weisheit. Man könnte fast sagen: Die dreizehn Namen sind dreizehn Blickwinkel auf das, was Amitabhas Licht für die Wesen bedeutet.
中文原文
十三佛號分第十三

佛言:「阿彌陀佛光明,明麗快甚絕殊無極,勝於日月之明千萬億倍,而為諸佛光明之王,故號無量壽佛;亦號無量光佛、無邊光佛、無礙光佛、無對光佛、炎王光佛、清淨光佛、歡喜光佛、智慧光佛、不斷光佛、難思光佛、難稱光佛、超日月光佛。其光明所照無央數天下,幽冥之處皆常大明。諸天、人民、禽獸、蜎飛蠕動之類,見此光明莫不喜悅而生慈心。其淫泆、瞋怒、愚癡者,見此光明莫不遷善。地獄、餓鬼、畜生,考掠痛苦之處,見此光明無復苦惱,命終之後皆得解脫。不獨我今稱讚阿彌陀佛光明,十方無央數佛、菩薩、緣覺、聲聞之眾,悉皆稱讚亦復如是。若有眾生,聞此光明威神功德,日夜歸命稱讚不已,隨其志願必生其剎。復為諸菩薩、聲聞所共稱讚,當亦如是。我說阿彌陀佛光明威神巍巍殊妙,晝夜一劫尚未能盡,今為汝等略言之耳。」
Deutsch
Die dreizehn Namen des Buddha

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Das Licht Amitabha Buddhas

ist strahlend,
herrlich,
freudebringend,
unvergleichlich
und grenzenlos.

Es übertrifft das Licht von Sonne und Mond
um tausend Millionen Milliarden Male.

Unter allen Lichtern der Buddhas

ist es das höchste.

Daher wird er genannt:

Buddha des Unermesslichen Lebens.

Er wird auch genannt:

* Buddha des Unermesslichen Lichtes,
* Buddha des Grenzenlosen Lichtes,
* Buddha des Ungehinderten Lichtes,
* Buddha des Unvergleichlichen Lichtes,
* Buddha des Flammenkönig-Lichtes,
* Buddha des Reinen Lichtes,
* Buddha des Freudvollen Lichtes,
* Buddha des Weisheitslichtes,
* Buddha des Ununterbrochenen Lichtes,
* Buddha des Unvorstellbaren Lichtes,
* Buddha des Unbeschreiblichen Lichtes,
* Buddha des Sonne-und-Mond-übertreffenden Lichtes.

Das Licht erleuchtet

zahllose Welten.

Selbst die dunkelsten Bereiche

sind immer von Helligkeit erfüllt.

Götter,
Menschen,
Vögel,
Tiere,
fliegende,
kriechende
und sich windende Wesen

sehen dieses Licht

und empfinden Freude.

Mitgefühl entsteht in ihren Herzen.

Wer von Begierde,
Zorn
oder Verblendung beherrscht wird,

wendet sich beim Anblick dieses Lichtes dem Guten zu.

Selbst in Höllen,
im Bereich der hungrigen Geister
und unter den Tieren,

an Orten von Strafe
und Leid,

wird beim Anblick dieses Lichtes

das Leiden gelindert.

Nach dem Ende ihres Lebens

finden die Wesen Befreiung.

Nicht nur ich preise

das Licht Amitabha Buddhas.

Auch die zahllosen Buddhas
der zehn Richtungen,

die Bodhisattvas,

die Pratyekabuddhas

und die Śrāvakas

preisen es auf dieselbe Weise.

Wenn Wesen

von der Kraft
und den Verdiensten dieses Lichtes hören,

Tag und Nacht Zuflucht nehmen

und es lobpreisen,

werden sie entsprechend ihrem Wunsch

in seinem Land geboren.

Ebenso werden sie

von den Bodhisattvas

und den Śrāvakas gelobt werden.

Würde ich die Kraft,
die Herrlichkeit
und die wunderbaren Eigenschaften dieses Lichtes

Tag und Nacht

ein ganzes Kalpa lang beschreiben,

wäre dies noch nicht erschöpfend.

Deshalb habe ich es euch

nur kurz dargelegt.
Kommentar
Bemerkenswert ist die Reihenfolge.

Der Text sagt nicht:

Das Licht richtet.

Nicht:

Das Licht bestraft.

Nicht:

Das Licht verurteilt.

Sondern:

莫不喜悅而生慈心

„Alle empfinden Freude und bringen Mitgefühl hervor.“

Das Licht wirkt durch Offenbarung,
nicht durch Zwang.



Ebenso auffällig:

見此光明莫不遷善

„Wer dieses Licht sieht, wendet sich dem Guten zu.“

Das erinnert an eine grundlegende Mahayana-Idee:

Wirkliche Weisheit erzeugt Mitgefühl.

Wirkliches Licht erzeugt Güte.



Für Leser des Shurangama-Sutras ist besonders interessant:

Die Funktion des Lichtes ähnelt dort der Funktion des ursprünglichen Erwachensgeistes.

Nicht etwas Fremdes wird hinzugefügt.

Vielmehr wird sichtbar,
was bereits verborgen vorhanden war.

Anders als viele Namen im Sutra sind diese dreizehn Lichtnamen nicht bloße Titel, sondern beschreiben verschiedene Aspekte desselben Mitgefühls und derselben Weisheit. Man könnte fast sagen: Die dreizehn Namen sind dreizehn Blickwinkel auf das, was Amitabhas Licht für die Wesen bedeutet.
51 #
阿闍世王分第十四

爾時阿闍世王太子與五百長者子,各持一金華蓋,前以獻佛,却坐一面,聞說阿彌陀佛功德光明,皆大歡喜。其心願言:「我等後作佛時,皆如阿彌陀佛。」佛即知之,告諸比丘言:「阿闍世王太子與五百長者子,後無央數劫皆當作佛,如阿彌陀佛。此等行菩薩道已無央數劫,皆各供養四百億佛,今復供養於我。往昔迦葉佛時,皆常為我弟子,今又至此是復會遇也。」時諸比丘聞是語已,莫不喜悅、恭敬、讚歎。
Vierzehnter Abschnitt

Kronprinz Ajatashatru und die fünfhundert Söhne der Ältesten

Rohübersetzung

Zu jener Zeit befand sich der Kronprinz Ajatashatru zusammen mit den Söhnen von fünfhundert Ältesten in der Versammlung.

Jeder von ihnen hielt einen goldenen Blumenschirm in den Händen.

Sie traten vor den Buddha
und brachten ihm diese Gabe dar.

Danach setzten sie sich zur Seite nieder.

Als sie die Lehre von den Verdiensten
und dem Licht Amitabha Buddhas hörten,

wurden sie von großer Freude erfüllt.

In ihren Herzen entstand der Wunsch:

Wenn wir künftig Buddhas werden,

möchten wir Amitabha Buddha gleichen.

Der Buddha erkannte ihren Gedanken.

Da sprach er zu den Bhikshus:

Der Kronprinz Ajatashatru

und diese fünfhundert Söhne der Ältesten

werden nach unermesslichen Kalpas

alle Buddhas werden.

Ihre Buddhaschaft wird der Amitabhas gleichen.

Sie haben den Bodhisattva-Weg

bereits über unermessliche Kalpas hinweg geübt.

Jeder von ihnen

hat bereits vierhundert Milliarden Buddhas verehrt.

Nun bringen sie auch mir Opfergaben dar.

Schon zur Zeit des Buddha Kashyapa

waren sie meine Schüler.

Und heute begegnen wir einander erneut.

Als die Bhikshus diese Worte hörten,

wurden sie von Freude erfüllt,

ehrten den Buddha

und priesen seine Worte.
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt enthält mehrere typische Mahayana-Motive.

1. Hören erzeugt Bodhicitta

Bemerkenswert ist:

Die jungen Männer hören lediglich die Beschreibung Amitabhas.

Doch daraus entsteht sofort:

願言

„der Wunsch“

bzw.

„das Gelübde“.

Das Sutra zeigt damit:

Die Begegnung mit einem Buddha kann selbst zur Ursache eines großen Gelübdes werden.



2. Buddhaschaft als Vorbild

Ihr Wunsch lautet nicht:

Mögen wir im Reinen Land geboren werden.

Sondern:

Mögen wir werden wie Amitabha.

Das zeigt den eigentlichen Endpunkt des Mahayana:

Nicht nur empfangen.

Nicht nur gerettet werden.

Sondern selbst zum Nutzen der Wesen wirken.



3. Wiederbegegnung über viele Leben

Besonders interessant ist:

復會遇

„wir begegnen einander wieder.“

Dies ist ein häufiges Motiv im Mahayana.

Lehrer,
Schüler,
Freunde auf dem Weg

werden nicht als zufällige Begegnungen verstanden.

Ihre Verbindung kann sich über viele Leben erstrecken.



4. Ajatashatru

Historisch ist Ajatashatru eine bemerkenswerte Figur.

Ajatashatru erscheint in vielen Sutren.

Er ist derselbe König,

der in anderen Überlieferungen schwere Verfehlungen begeht,
insbesondere die Beteiligung am Tod seines Vaters.

Gerade deshalb ist seine Anwesenheit hier interessant:

Das Mahayana zeigt immer wieder,

dass selbst Menschen mit schwerem Karma
nicht vom Weg ausgeschlossen sind.



「皆如阿彌陀佛」

„Mögen wir alle wie Amitabha Buddha werden.“

Das ist eigentlich eine sehr schöne Zusammenfassung des Mahayana-Geistes. Die Zuhörer wünschen sich nicht bloß persönliches Heil. Sie wünschen sich, dieselbe Weite des Gelübdes, dieselbe Kraft des Mitgefühls und dieselbe Fähigkeit zur Befreiung der Wesen zu verwirklichen. Genau dadurch wird Amitabha hier weniger als Objekt der Verehrung und mehr als Vorbild des Bodhisattva-Weges dargestellt.
中文原文
阿闍世王分第十四

爾時阿闍世王太子與五百長者子,各持一金華蓋,前以獻佛,却坐一面,聞說阿彌陀佛功德光明,皆大歡喜。其心願言:「我等後作佛時,皆如阿彌陀佛。」佛即知之,告諸比丘言:「阿闍世王太子與五百長者子,後無央數劫皆當作佛,如阿彌陀佛。此等行菩薩道已無央數劫,皆各供養四百億佛,今復供養於我。往昔迦葉佛時,皆常為我弟子,今又至此是復會遇也。」時諸比丘聞是語已,莫不喜悅、恭敬、讚歎。
Deutsch
Vierzehnter Abschnitt

Kronprinz Ajatashatru und die fünfhundert Söhne der Ältesten

Rohübersetzung

Zu jener Zeit befand sich der Kronprinz Ajatashatru zusammen mit den Söhnen von fünfhundert Ältesten in der Versammlung.

Jeder von ihnen hielt einen goldenen Blumenschirm in den Händen.

Sie traten vor den Buddha
und brachten ihm diese Gabe dar.

Danach setzten sie sich zur Seite nieder.

Als sie die Lehre von den Verdiensten
und dem Licht Amitabha Buddhas hörten,

wurden sie von großer Freude erfüllt.

In ihren Herzen entstand der Wunsch:

Wenn wir künftig Buddhas werden,

möchten wir Amitabha Buddha gleichen.

Der Buddha erkannte ihren Gedanken.

Da sprach er zu den Bhikshus:

Der Kronprinz Ajatashatru

und diese fünfhundert Söhne der Ältesten

werden nach unermesslichen Kalpas

alle Buddhas werden.

Ihre Buddhaschaft wird der Amitabhas gleichen.

Sie haben den Bodhisattva-Weg

bereits über unermessliche Kalpas hinweg geübt.

Jeder von ihnen

hat bereits vierhundert Milliarden Buddhas verehrt.

Nun bringen sie auch mir Opfergaben dar.

Schon zur Zeit des Buddha Kashyapa

waren sie meine Schüler.

Und heute begegnen wir einander erneut.

Als die Bhikshus diese Worte hörten,

wurden sie von Freude erfüllt,

ehrten den Buddha

und priesen seine Worte.
Kommentar
Dieser Abschnitt enthält mehrere typische Mahayana-Motive.

1. Hören erzeugt Bodhicitta

Bemerkenswert ist:

Die jungen Männer hören lediglich die Beschreibung Amitabhas.

Doch daraus entsteht sofort:

願言

„der Wunsch“

bzw.

„das Gelübde“.

Das Sutra zeigt damit:

Die Begegnung mit einem Buddha kann selbst zur Ursache eines großen Gelübdes werden.



2. Buddhaschaft als Vorbild

Ihr Wunsch lautet nicht:

Mögen wir im Reinen Land geboren werden.

Sondern:

Mögen wir werden wie Amitabha.

Das zeigt den eigentlichen Endpunkt des Mahayana:

Nicht nur empfangen.

Nicht nur gerettet werden.

Sondern selbst zum Nutzen der Wesen wirken.



3. Wiederbegegnung über viele Leben

Besonders interessant ist:

復會遇

„wir begegnen einander wieder.“

Dies ist ein häufiges Motiv im Mahayana.

Lehrer,
Schüler,
Freunde auf dem Weg

werden nicht als zufällige Begegnungen verstanden.

Ihre Verbindung kann sich über viele Leben erstrecken.



4. Ajatashatru

Historisch ist Ajatashatru eine bemerkenswerte Figur.

Ajatashatru erscheint in vielen Sutren.

Er ist derselbe König,

der in anderen Überlieferungen schwere Verfehlungen begeht,
insbesondere die Beteiligung am Tod seines Vaters.

Gerade deshalb ist seine Anwesenheit hier interessant:

Das Mahayana zeigt immer wieder,

dass selbst Menschen mit schwerem Karma
nicht vom Weg ausgeschlossen sind.



「皆如阿彌陀佛」

„Mögen wir alle wie Amitabha Buddha werden.“

Das ist eigentlich eine sehr schöne Zusammenfassung des Mahayana-Geistes. Die Zuhörer wünschen sich nicht bloß persönliches Heil. Sie wünschen sich, dieselbe Weite des Gelübdes, dieselbe Kraft des Mitgefühls und dieselbe Fähigkeit zur Befreiung der Wesen zu verwirklichen. Genau dadurch wird Amitabha hier weniger als Objekt der Verehrung und mehr als Vorbild des Bodhisattva-Weges dargestellt.
52 #
地平氣和分第十五

佛言:「阿彌陀佛剎中皆自然七寶,所謂黃金、白銀、水晶、瑠璃、珊瑚、琥珀、硨磲,其體性溫柔,以是七寶相間為地。或純以一寶為地,光色照耀奇妙清淨,超越十方一切世界。其國恢廓曠蕩不可窮盡,地皆平正,無須彌山及金剛圍一切諸山;亦無大海、小海,及坑坎、井谷,亦無幽暗之所。無地獄、餓鬼、眾生、禽虫,以至蜎飛蠕動之類;無阿須倫及諸龍、鬼神。亦無雨露,惟有自然流泉;亦無寒暑,氣象常春清快明麗,不可具言。有萬種自然之物,如百味飲食,意有所欲悉現在前;意若不用自然化去,隨其所念無不得之。此娑婆世界,有他化自在天,其中天人一切所須自然化現;以比於此佛剎中自然之物,猶萬億倍不可以及。」
Die ebene Erde und das harmonische Klima

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Im Buddha-Land Amitabhas

besteht alles auf natürliche Weise aus den sieben Kostbarkeiten:

* Gold,
* Silber,
* Kristall,
* Lapislazuli,
* Koralle,
* Bernstein,
* Muschelkalk (Tridacna).

Ihre Beschaffenheit ist sanft und angenehm.

Die Erde ist aus diesen sieben Kostbarkeiten gebildet,

manchmal miteinander verbunden,

manchmal aus einer einzigen Kostbarkeit bestehend.

Ihr Licht und ihre Farben

sind strahlend,
wunderbar
und rein.

Sie übertreffen alle Welten der zehn Richtungen.

Dieses Land ist weit,
offen
und grenzenlos.

Seine Ausdehnung kann nicht ermessen werden.

Die Erde ist vollkommen eben.

Es gibt dort keinen Sumeru-Berg,

keine eisernen Ringgebirge

und keine anderen Berge.

Es gibt weder große noch kleine Meere,

weder Schluchten,
Gruben
noch Täler.

Es gibt keine dunklen Orte.

Es gibt keine Höllen,

keine hungrigen Geister,

keine Tierwelten,

keine Vögel,
Insekten,
kriechenden
oder fliegenden Wesen.

Es gibt keine Asuras,

keine Drachen,

keine Geister
und keine Dämonen.

Es gibt weder Regen noch Tau.

Es gibt nur natürliche Quellen,
die von selbst fließen.

Es gibt weder Hitze noch Kälte.

Das Klima gleicht stets dem Frühling:

klar,
angenehm,
heiter
und strahlend.

Seine Vorzüge können nicht vollständig beschrieben werden.

Es gibt zehntausend Arten natürlicher Dinge.

Wenn die Bewohner Nahrung wünschen,

erscheinen Speisen mit hundert Geschmacksrichtungen unmittelbar vor ihnen.

Was immer sie benötigen,

erscheint entsprechend ihrem Gedanken.

Wenn sie es nicht benötigen,

verschwindet es von selbst.

Nichts fehlt.

Nichts muss gesucht werden.

In dieser Saha-Welt gibt es den Himmel der Freude an den Schöpfungen anderer.

Auch dort erscheinen die benötigten Dinge auf natürliche Weise.

Doch selbst dieser Himmel

ist im Vergleich zu den natürlichen Vorzügen des Reinen Landes

nicht einmal ein Milliardstel wert.
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt wird häufig als rein kosmologische Beschreibung gelesen.

Doch viele Mahayana-Kommentatoren sehen darin auch eine symbolische Ebene.



Die ebene Erde

地皆平正

„Die Erde ist vollkommen eben.“

Das bedeutet nicht nur Geographie.

Der Bodhisattva-Weg spricht oft vom:

„ebenen Geist“

(平等心).

Keine Überhöhung.

Keine Erniedrigung.

Keine Gegensätze.



Kein Sumeru

Der Sumeru ist in der klassischen Kosmologie das Zentrum der Welt.

Seine Abwesenheit kann symbolisch gelesen werden als:

Keine zentrale Ich-Perspektive.

Kein Mittelpunkt,
um den sich alles drehen muss.



Kein Regen, keine Extreme

Hitze,
Kälte,
Stürme,
Dürre

sind klassische Bilder für geistige Extreme.

Im Reinen Land herrscht ein beständiges Gleichgewicht.



Nahrung erscheint von selbst

Dies bedeutet mehr als materielle Versorgung.

Der Text wiederholt ein Motiv der Gelübde:

Die Energie des Geistes wird nicht vom Mangel gebunden.

Dadurch kann sie sich dem Dharma widmen.

Eine interessante Verbindung zu früheren Gelübden: In den Gelübden wurde wiederholt versprochen, dass Nahrung, Kleidung und andere Bedürfnisse ohne Mühe verfügbar sein würden. Dieses Kapitel zeigt nun die konkrete Gestalt dieser Gelübde. Die Beschreibung ist daher nicht einfach Landschaftsmalerei, sondern die sichtbare Frucht der Bodhisattva-Gelübde Dharmākaras.
中文原文
地平氣和分第十五

佛言:「阿彌陀佛剎中皆自然七寶,所謂黃金、白銀、水晶、瑠璃、珊瑚、琥珀、硨磲,其體性溫柔,以是七寶相間為地。或純以一寶為地,光色照耀奇妙清淨,超越十方一切世界。其國恢廓曠蕩不可窮盡,地皆平正,無須彌山及金剛圍一切諸山;亦無大海、小海,及坑坎、井谷,亦無幽暗之所。無地獄、餓鬼、眾生、禽虫,以至蜎飛蠕動之類;無阿須倫及諸龍、鬼神。亦無雨露,惟有自然流泉;亦無寒暑,氣象常春清快明麗,不可具言。有萬種自然之物,如百味飲食,意有所欲悉現在前;意若不用自然化去,隨其所念無不得之。此娑婆世界,有他化自在天,其中天人一切所須自然化現;以比於此佛剎中自然之物,猶萬億倍不可以及。」
Deutsch
Die ebene Erde und das harmonische Klima

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Im Buddha-Land Amitabhas

besteht alles auf natürliche Weise aus den sieben Kostbarkeiten:

* Gold,
* Silber,
* Kristall,
* Lapislazuli,
* Koralle,
* Bernstein,
* Muschelkalk (Tridacna).

Ihre Beschaffenheit ist sanft und angenehm.

Die Erde ist aus diesen sieben Kostbarkeiten gebildet,

manchmal miteinander verbunden,

manchmal aus einer einzigen Kostbarkeit bestehend.

Ihr Licht und ihre Farben

sind strahlend,
wunderbar
und rein.

Sie übertreffen alle Welten der zehn Richtungen.

Dieses Land ist weit,
offen
und grenzenlos.

Seine Ausdehnung kann nicht ermessen werden.

Die Erde ist vollkommen eben.

Es gibt dort keinen Sumeru-Berg,

keine eisernen Ringgebirge

und keine anderen Berge.

Es gibt weder große noch kleine Meere,

weder Schluchten,
Gruben
noch Täler.

Es gibt keine dunklen Orte.

Es gibt keine Höllen,

keine hungrigen Geister,

keine Tierwelten,

keine Vögel,
Insekten,
kriechenden
oder fliegenden Wesen.

Es gibt keine Asuras,

keine Drachen,

keine Geister
und keine Dämonen.

Es gibt weder Regen noch Tau.

Es gibt nur natürliche Quellen,
die von selbst fließen.

Es gibt weder Hitze noch Kälte.

Das Klima gleicht stets dem Frühling:

klar,
angenehm,
heiter
und strahlend.

Seine Vorzüge können nicht vollständig beschrieben werden.

Es gibt zehntausend Arten natürlicher Dinge.

Wenn die Bewohner Nahrung wünschen,

erscheinen Speisen mit hundert Geschmacksrichtungen unmittelbar vor ihnen.

Was immer sie benötigen,

erscheint entsprechend ihrem Gedanken.

Wenn sie es nicht benötigen,

verschwindet es von selbst.

Nichts fehlt.

Nichts muss gesucht werden.

In dieser Saha-Welt gibt es den Himmel der Freude an den Schöpfungen anderer.

Auch dort erscheinen die benötigten Dinge auf natürliche Weise.

Doch selbst dieser Himmel

ist im Vergleich zu den natürlichen Vorzügen des Reinen Landes

nicht einmal ein Milliardstel wert.
Kommentar
Dieser Abschnitt wird häufig als rein kosmologische Beschreibung gelesen.

Doch viele Mahayana-Kommentatoren sehen darin auch eine symbolische Ebene.



Die ebene Erde

地皆平正

„Die Erde ist vollkommen eben.“

Das bedeutet nicht nur Geographie.

Der Bodhisattva-Weg spricht oft vom:

„ebenen Geist“

(平等心).

Keine Überhöhung.

Keine Erniedrigung.

Keine Gegensätze.



Kein Sumeru

Der Sumeru ist in der klassischen Kosmologie das Zentrum der Welt.

Seine Abwesenheit kann symbolisch gelesen werden als:

Keine zentrale Ich-Perspektive.

Kein Mittelpunkt,
um den sich alles drehen muss.



Kein Regen, keine Extreme

Hitze,
Kälte,
Stürme,
Dürre

sind klassische Bilder für geistige Extreme.

Im Reinen Land herrscht ein beständiges Gleichgewicht.



Nahrung erscheint von selbst

Dies bedeutet mehr als materielle Versorgung.

Der Text wiederholt ein Motiv der Gelübde:

Die Energie des Geistes wird nicht vom Mangel gebunden.

Dadurch kann sie sich dem Dharma widmen.

Eine interessante Verbindung zu früheren Gelübden: In den Gelübden wurde wiederholt versprochen, dass Nahrung, Kleidung und andere Bedürfnisse ohne Mühe verfügbar sein würden. Dieses Kapitel zeigt nun die konkrete Gestalt dieser Gelübde. Die Beschreibung ist daher nicht einfach Landschaftsmalerei, sondern die sichtbare Frucht der Bodhisattva-Gelübde Dharmākaras.
53 #
講堂宅宇分第十六

佛言:「阿彌陀佛講堂、精舍,皆自然七寶相間而成。復有七寶以為樓觀、欄楯;復以七寶為之纓絡懸飾其側;復以白珠、明月珠、摩尼珠,為之交絡遍覆其上,殊特妙好清淨光輝不可勝言。其餘菩薩、聲聞所居宮宇,亦復如是。彼諸天及世人,衣服、飲食、華香、纓絡、傘蓋、幢旛、微妙音樂,隨意而現。所居宮宇、樓閣,稱其形色、高下、大小,或以一寶、二寶乃至無量眾寶,悉化現而成。然宮宇有隨意高大浮於空中若雲氣者;有不能隨意高大,止在地上如世間者。其故非他,能隨意者,乃前世求道時慈心精進,益作諸善德厚所致。不能隨意者,乃前世求道時不慈心精進,作善微尠德薄所致。若衣服、飲食則皆平等,惟宮宇不同。所以別進有勤墮,德有大小,示眾見之。此講堂宮宇,初無作者,亦無所從來,以此佛願大德重,自然化生。」
Sechzehnter Abschnitt

Lehrhallen und Wohnstätten

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Die Lehrhallen
und Meditationshäuser Amitabha Buddhas

sind auf natürliche Weise

aus den sieben Kostbarkeiten entstanden.

Außerdem gibt es Türme,
Pavillons,
Geländer
und Umfriedungen,

ebenfalls aus den sieben Kostbarkeiten gefertigt.

Weiter sind sie mit kostbaren Schmuckketten geschmückt.

Weiße Perlen,

Mondperlen

und Mani-Juwelen

sind miteinander verflochten

und bedecken sie überall.

Ihre Schönheit,
Reinheit
und ihr Glanz

übersteigen jede Beschreibung.

Auch die Wohnstätten der Bodhisattvas
und Śrāvakas

sind gleichermaßen beschaffen.



Die Himmelswesen
und Menschen jenes Landes

besitzen Kleidung,
Nahrung,
Blumen,
Düfte,
Schmuckketten,
Schirme,
Banner
und wunderbare Musik,

die entsprechend ihren Wünschen erscheinen.

Ihre Wohnstätten,
Türme
und Pavillons

entsprechen ihrer jeweiligen Erscheinung,

Höhe,
Größe
und Gestalt.

Manche bestehen aus einer Kostbarkeit,

manche aus zwei,

manche aus unzähligen Kostbarkeiten.

Alle erscheinen auf natürliche Weise.



Einige dieser Wohnstätten

können sich entsprechend dem Willen ihrer Bewohner

vergrößern,
verkleinern
und frei im Raum schweben,

wie Wolken am Himmel.

Andere können dies nicht

und bleiben auf der Erde,

wie die Häuser dieser Welt.



Die Ursache dafür ist keine andere:

Jene,
deren Wohnstätten frei beweglich sind,

haben in früheren Leben

mit großem Mitgefühl

und unermüdlicher Tatkraft

den Weg geübt

und viele Tugenden angesammelt.

Deshalb ist dies die Frucht ihres Verdienstes.



Jene,
deren Wohnstätten nicht frei beweglich sind,

haben in früheren Leben

weniger Mitgefühl entfaltet,

weniger Tatkraft entwickelt

und geringere Verdienste angesammelt.

Deshalb ist dies die entsprechende Frucht.



Bei Kleidung
und Nahrung

besteht jedoch völlige Gleichheit.

Nur die Wohnstätten unterscheiden sich.

Dadurch wird sichtbar,

dass Fleiß oder Nachlässigkeit

sowie größere oder geringere Verdienste

unterschiedliche Früchte hervorbringen.

Die Wesen können dies erkennen.



Diese Lehrhallen,
Paläste
und Wohnstätten

wurden von niemandem erbaut.

Sie kommen von keinem Ort.

Aufgrund der großen Gelübde

und der gewaltigen Verdienste Amitabhas

entstehen sie auf natürliche Weise.
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt ist bemerkenswert,

weil er zwei Mahayana-Prinzipien gleichzeitig festhält.



1. Gleichheit

Der Text betont mehrfach:

* gleiche Nahrung,
* gleiche Kleidung,
* gleiche Möglichkeiten des Erwachens.

Niemand leidet Mangel.

Niemand wird ausgeschlossen.



2. Ursache und Wirkung

Gleichzeitig sagt der Text:

德有大小

„Verdienste besitzen unterschiedliche Größe.“

Die Wesen sind gleich wertvoll,

aber nicht alle haben dieselbe Vorgeschichte.

Deshalb unterscheiden sich die Erscheinungen.



Das erinnert an eine wichtige Mahayana-Unterscheidung:

平等

Gleichheit

ist nicht

齊一

Gleichmacherei.

Alle besitzen Buddha-Natur.

Doch die Reifung ihrer Ursachen ist unterschiedlich.



Die schwebenden Paläste

Die schwebenden Wohnstätten sind vermutlich nicht bloß Architektur.

Sie symbolisieren eine größere Freiheit des Geistes.

Je weniger Anhaftung,

desto weniger Schwere.

Je mehr Mitgefühl und Weisheit,

desto freier das Wirken.



Keine Erbauer

Der Schluss ist besonders schön:

初無作者

„Es gibt keinen Erbauer.“

亦無所從來

„Sie kommen von keinem Ort.“

Hier klingt erneut Mahayana-Weisheit an.

Die Erscheinungen sind vorhanden,

aber kein unabhängiger Schöpfer erschafft sie.

Sie entstehen aufgrund von:

* Gelübde,
* Verdienst,
* Bedingungen.

Dieser Abschnitt passt erstaunlich gut zu einem Thema, das in vielen Mahayana-Texten auftaucht: Gleichheit bedeutet nicht Gleichförmigkeit. Alle Wesen haben Zugang zum Dharma und zur Befreiung. Dennoch bleiben Ursache und Wirkung wirksam. Das Reine Land hebt Karma nicht auf – es verwandelt die Bedingungen so, dass Karma klar sichtbar wird, ohne dabei zu Leid und Konkurrenz zu führen.
中文原文
講堂宅宇分第十六

佛言:「阿彌陀佛講堂、精舍,皆自然七寶相間而成。復有七寶以為樓觀、欄楯;復以七寶為之纓絡懸飾其側;復以白珠、明月珠、摩尼珠,為之交絡遍覆其上,殊特妙好清淨光輝不可勝言。其餘菩薩、聲聞所居宮宇,亦復如是。彼諸天及世人,衣服、飲食、華香、纓絡、傘蓋、幢旛、微妙音樂,隨意而現。所居宮宇、樓閣,稱其形色、高下、大小,或以一寶、二寶乃至無量眾寶,悉化現而成。然宮宇有隨意高大浮於空中若雲氣者;有不能隨意高大,止在地上如世間者。其故非他,能隨意者,乃前世求道時慈心精進,益作諸善德厚所致。不能隨意者,乃前世求道時不慈心精進,作善微尠德薄所致。若衣服、飲食則皆平等,惟宮宇不同。所以別進有勤墮,德有大小,示眾見之。此講堂宮宇,初無作者,亦無所從來,以此佛願大德重,自然化生。」
Deutsch
Sechzehnter Abschnitt

Lehrhallen und Wohnstätten

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Die Lehrhallen
und Meditationshäuser Amitabha Buddhas

sind auf natürliche Weise

aus den sieben Kostbarkeiten entstanden.

Außerdem gibt es Türme,
Pavillons,
Geländer
und Umfriedungen,

ebenfalls aus den sieben Kostbarkeiten gefertigt.

Weiter sind sie mit kostbaren Schmuckketten geschmückt.

Weiße Perlen,

Mondperlen

und Mani-Juwelen

sind miteinander verflochten

und bedecken sie überall.

Ihre Schönheit,
Reinheit
und ihr Glanz

übersteigen jede Beschreibung.

Auch die Wohnstätten der Bodhisattvas
und Śrāvakas

sind gleichermaßen beschaffen.



Die Himmelswesen
und Menschen jenes Landes

besitzen Kleidung,
Nahrung,
Blumen,
Düfte,
Schmuckketten,
Schirme,
Banner
und wunderbare Musik,

die entsprechend ihren Wünschen erscheinen.

Ihre Wohnstätten,
Türme
und Pavillons

entsprechen ihrer jeweiligen Erscheinung,

Höhe,
Größe
und Gestalt.

Manche bestehen aus einer Kostbarkeit,

manche aus zwei,

manche aus unzähligen Kostbarkeiten.

Alle erscheinen auf natürliche Weise.



Einige dieser Wohnstätten

können sich entsprechend dem Willen ihrer Bewohner

vergrößern,
verkleinern
und frei im Raum schweben,

wie Wolken am Himmel.

Andere können dies nicht

und bleiben auf der Erde,

wie die Häuser dieser Welt.



Die Ursache dafür ist keine andere:

Jene,
deren Wohnstätten frei beweglich sind,

haben in früheren Leben

mit großem Mitgefühl

und unermüdlicher Tatkraft

den Weg geübt

und viele Tugenden angesammelt.

Deshalb ist dies die Frucht ihres Verdienstes.



Jene,
deren Wohnstätten nicht frei beweglich sind,

haben in früheren Leben

weniger Mitgefühl entfaltet,

weniger Tatkraft entwickelt

und geringere Verdienste angesammelt.

Deshalb ist dies die entsprechende Frucht.



Bei Kleidung
und Nahrung

besteht jedoch völlige Gleichheit.

Nur die Wohnstätten unterscheiden sich.

Dadurch wird sichtbar,

dass Fleiß oder Nachlässigkeit

sowie größere oder geringere Verdienste

unterschiedliche Früchte hervorbringen.

Die Wesen können dies erkennen.



Diese Lehrhallen,
Paläste
und Wohnstätten

wurden von niemandem erbaut.

Sie kommen von keinem Ort.

Aufgrund der großen Gelübde

und der gewaltigen Verdienste Amitabhas

entstehen sie auf natürliche Weise.
Kommentar
Dieser Abschnitt ist bemerkenswert,

weil er zwei Mahayana-Prinzipien gleichzeitig festhält.



1. Gleichheit

Der Text betont mehrfach:

* gleiche Nahrung,
* gleiche Kleidung,
* gleiche Möglichkeiten des Erwachens.

Niemand leidet Mangel.

Niemand wird ausgeschlossen.



2. Ursache und Wirkung

Gleichzeitig sagt der Text:

德有大小

„Verdienste besitzen unterschiedliche Größe.“

Die Wesen sind gleich wertvoll,

aber nicht alle haben dieselbe Vorgeschichte.

Deshalb unterscheiden sich die Erscheinungen.



Das erinnert an eine wichtige Mahayana-Unterscheidung:

平等

Gleichheit

ist nicht

齊一

Gleichmacherei.

Alle besitzen Buddha-Natur.

Doch die Reifung ihrer Ursachen ist unterschiedlich.



Die schwebenden Paläste

Die schwebenden Wohnstätten sind vermutlich nicht bloß Architektur.

Sie symbolisieren eine größere Freiheit des Geistes.

Je weniger Anhaftung,

desto weniger Schwere.

Je mehr Mitgefühl und Weisheit,

desto freier das Wirken.



Keine Erbauer

Der Schluss ist besonders schön:

初無作者

„Es gibt keinen Erbauer.“

亦無所從來

„Sie kommen von keinem Ort.“

Hier klingt erneut Mahayana-Weisheit an.

Die Erscheinungen sind vorhanden,

aber kein unabhängiger Schöpfer erschafft sie.

Sie entstehen aufgrund von:

* Gelübde,
* Verdienst,
* Bedingungen.

Dieser Abschnitt passt erstaunlich gut zu einem Thema, das in vielen Mahayana-Texten auftaucht: Gleichheit bedeutet nicht Gleichförmigkeit. Alle Wesen haben Zugang zum Dharma und zur Befreiung. Dennoch bleiben Ursache und Wirkung wirksam. Das Reine Land hebt Karma nicht auf – es verwandelt die Bedingungen so, dass Karma klar sichtbar wird, ohne dabei zu Leid und Konkurrenz zu führen.
54 #
寶池大小分第十七

佛言:「阿彌陀佛剎中講堂、宮宇,勝於此世界中第六天上天帝所居,百千萬倍終不可及。其內、外復有自然流泉及諸池沼,與自然七寶俱生。有純一寶池者,其底沙亦以一寶;若黃金池者底白銀沙,水晶池者底瑠璃沙,珊瑚池者底琥珀沙。有二寶為一池者,其底沙亦以二寶;若黃金、白銀池者,底沙則以水晶、瑠璃;若水晶、瑠璃池者,底沙則以珊瑚、琥珀;若珊瑚、琥珀池者,底沙則以硨磲、瑪瑙。若三寶、四寶以至七寶,共為一池,則底沙亦如是。此諸寶池有方四十里者,有方五十里者,有方六十里者,如是展轉漸大,以至於方二萬四百八十里若大海。然是諸池者,皆菩薩、聲聞諸上善人生長之所,有時浴於其間。若彼佛池其方倍此,皆七寶相間而成,白珠、明月珠、摩尼珠為之底沙。是諸池者,皆八功德水湛然盈滿,清淨香潔味如甘露。其間復有百種異華,枝皆千葉,光色既異,香氣亦異芬芳,馥郁不可勝言。」
Siebzehnter Abschnitt

Die Größe der Juwelenteiche

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Die Lehrhallen
und Wohnstätten Amitabhas

übertreffen selbst die Wohnstätten des Himmelskönigs
im sechsten Himmel dieser Welt

um hunderttausende Millionen Male.

Innerhalb und außerhalb befinden sich

natürliche Quellen,
Ströme
und Teiche,

die gemeinsam mit den sieben Kostbarkeiten entstanden sind.



Es gibt Teiche,

die aus einer einzigen Kostbarkeit bestehen.

Dann besteht auch ihr Grundsand
aus derselben Kostbarkeit.

Ein Goldteich besitzt beispielsweise
einen Grund aus Silbersand.

Ein Kristallteich besitzt
einen Grund aus Lapislazuli-Sand.

Ein Korallenteich besitzt
einen Grund aus Bernsteinsand.



Es gibt auch Teiche aus zwei Kostbarkeiten.

Dann besteht der Grundsand
aus zwei anderen Kostbarkeiten.

Ein Teich aus Gold und Silber

besitzt einen Grund aus Kristall und Lapislazuli.

Ein Teich aus Kristall und Lapislazuli

besitzt einen Grund aus Koralle und Bernstein.

Ein Teich aus Koralle und Bernstein

besitzt einen Grund aus Tridacna und Achat.



Ebenso gibt es Teiche

aus drei,
vier,
fünf,
sechs
oder sieben Kostbarkeiten,

deren Grund entsprechend gestaltet ist.



Diese Juwelenteiche besitzen unterschiedliche Größen.

Manche messen vierzig Li.

Andere fünfzig,
sechzig
und mehr.

Sie werden immer größer,

bis hin zu Teichen,

die eine Ausdehnung von
vierundzwanzigtausendvierhundertachtzig Li besitzen

und einem großen Meer gleichen.



All diese Teiche

sind Orte,

an denen Bodhisattvas,
Śrāvakas
und die übrigen Heiligen des Landes leben,
heranwachsen
und verweilen.

Zu bestimmten Zeiten

baden sie in diesen Gewässern.



Es gibt auch noch größere Teiche.

Sie bestehen vollständig aus den sieben Kostbarkeiten.

Ihr Grund besteht aus

weißen Perlen,
Mondperlen
und Mani-Juwelen.



Alle diese Teiche

sind mit dem Wasser der acht Verdienste gefüllt.

Das Wasser ist

klar,
ruhig,
rein,
duftend
und süß wie Nektar.



Zwischen ihnen wachsen

hundert Arten wunderbarer Blumen.

Jeder Stängel trägt tausend Blütenblätter.

Ihre Farben unterscheiden sich voneinander.

Ihre Düfte unterscheiden sich voneinander.

Ihre Wohlgerüche

sind unbeschreiblich reich
und durchdringen die ganze Umgebung.
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt wirkt auf moderne Leser oft wie reine Schmuckbeschreibung.

Doch in der buddhistischen Symbolsprache steckt mehr dahinter.



Die sieben Kostbarkeiten

Die sieben Kostbarkeiten sind weniger materieller Luxus

als Ausdruck von Vollkommenheit.

Sie stehen oft für:

* Vertrauen,
* Ethik,
* Großzügigkeit,
* Weisheit,
* Sammlung,
* Geduld,
* Mitgefühl.



Das Wasser der acht Verdienste

八功德水 erscheint in vielen Reines-Land-Sutren.

Die Kommentarliteratur beschreibt darunter Eigenschaften wie:

* Klarheit,
* Reinheit,
* Frische,
* Sanftheit,
* Harmonie,
* Nährkraft,
* Leichtigkeit,
* Wohltat.

Das Wasser wirkt somit fast wie ein Sinnbild des Dharma.



Die Blumen

Die Blumen sind nicht bloß Dekoration.

Im gesamten Reinen-Land-Buddhismus symbolisiert die Lotosblume:

In der Welt erscheinen,
aber nicht von ihr befleckt werden.

Deshalb begegnen wir Blumen,
Lotosteichen
und Düften immer wieder.



Die Größe der Teiche

Interessanterweise betont der Text ständig:

* vierzig Li,
* fünfzig Li,
* sechzig Li,
* bis hin zum Meer.

Das Mahayana verwendet solche Zahlen oft nicht mathematisch,
sondern um Unermesslichkeit auszudrücken.

Die eigentliche Botschaft lautet:

Das Reine Land kennt keine Enge.

Ein schönes Detail dieses Abschnitts ist die Formulierung:

生長之所

„Ort des Wachsens und Heranreifens.“

Die Teiche sind also nicht einfach Badeanlagen eines Paradieses. Der Text beschreibt sie als Orte, an denen Bodhisattvas und Heilige heranwachsen. Das passt sehr gut zu dem Bild, das sich seit Kapitel 15 immer deutlicher zeigt: Das Reine Land ist weniger ein Ort des Genusses als ein Ort der Reifung des Erwachens.
中文原文
寶池大小分第十七

佛言:「阿彌陀佛剎中講堂、宮宇,勝於此世界中第六天上天帝所居,百千萬倍終不可及。其內、外復有自然流泉及諸池沼,與自然七寶俱生。有純一寶池者,其底沙亦以一寶;若黃金池者底白銀沙,水晶池者底瑠璃沙,珊瑚池者底琥珀沙。有二寶為一池者,其底沙亦以二寶;若黃金、白銀池者,底沙則以水晶、瑠璃;若水晶、瑠璃池者,底沙則以珊瑚、琥珀;若珊瑚、琥珀池者,底沙則以硨磲、瑪瑙。若三寶、四寶以至七寶,共為一池,則底沙亦如是。此諸寶池有方四十里者,有方五十里者,有方六十里者,如是展轉漸大,以至於方二萬四百八十里若大海。然是諸池者,皆菩薩、聲聞諸上善人生長之所,有時浴於其間。若彼佛池其方倍此,皆七寶相間而成,白珠、明月珠、摩尼珠為之底沙。是諸池者,皆八功德水湛然盈滿,清淨香潔味如甘露。其間復有百種異華,枝皆千葉,光色既異,香氣亦異芬芳,馥郁不可勝言。」
Deutsch
Siebzehnter Abschnitt

Die Größe der Juwelenteiche

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Die Lehrhallen
und Wohnstätten Amitabhas

übertreffen selbst die Wohnstätten des Himmelskönigs
im sechsten Himmel dieser Welt

um hunderttausende Millionen Male.

Innerhalb und außerhalb befinden sich

natürliche Quellen,
Ströme
und Teiche,

die gemeinsam mit den sieben Kostbarkeiten entstanden sind.



Es gibt Teiche,

die aus einer einzigen Kostbarkeit bestehen.

Dann besteht auch ihr Grundsand
aus derselben Kostbarkeit.

Ein Goldteich besitzt beispielsweise
einen Grund aus Silbersand.

Ein Kristallteich besitzt
einen Grund aus Lapislazuli-Sand.

Ein Korallenteich besitzt
einen Grund aus Bernsteinsand.



Es gibt auch Teiche aus zwei Kostbarkeiten.

Dann besteht der Grundsand
aus zwei anderen Kostbarkeiten.

Ein Teich aus Gold und Silber

besitzt einen Grund aus Kristall und Lapislazuli.

Ein Teich aus Kristall und Lapislazuli

besitzt einen Grund aus Koralle und Bernstein.

Ein Teich aus Koralle und Bernstein

besitzt einen Grund aus Tridacna und Achat.



Ebenso gibt es Teiche

aus drei,
vier,
fünf,
sechs
oder sieben Kostbarkeiten,

deren Grund entsprechend gestaltet ist.



Diese Juwelenteiche besitzen unterschiedliche Größen.

Manche messen vierzig Li.

Andere fünfzig,
sechzig
und mehr.

Sie werden immer größer,

bis hin zu Teichen,

die eine Ausdehnung von
vierundzwanzigtausendvierhundertachtzig Li besitzen

und einem großen Meer gleichen.



All diese Teiche

sind Orte,

an denen Bodhisattvas,
Śrāvakas
und die übrigen Heiligen des Landes leben,
heranwachsen
und verweilen.

Zu bestimmten Zeiten

baden sie in diesen Gewässern.



Es gibt auch noch größere Teiche.

Sie bestehen vollständig aus den sieben Kostbarkeiten.

Ihr Grund besteht aus

weißen Perlen,
Mondperlen
und Mani-Juwelen.



Alle diese Teiche

sind mit dem Wasser der acht Verdienste gefüllt.

Das Wasser ist

klar,
ruhig,
rein,
duftend
und süß wie Nektar.



Zwischen ihnen wachsen

hundert Arten wunderbarer Blumen.

Jeder Stängel trägt tausend Blütenblätter.

Ihre Farben unterscheiden sich voneinander.

Ihre Düfte unterscheiden sich voneinander.

Ihre Wohlgerüche

sind unbeschreiblich reich
und durchdringen die ganze Umgebung.
Kommentar
Dieser Abschnitt wirkt auf moderne Leser oft wie reine Schmuckbeschreibung.

Doch in der buddhistischen Symbolsprache steckt mehr dahinter.



Die sieben Kostbarkeiten

Die sieben Kostbarkeiten sind weniger materieller Luxus

als Ausdruck von Vollkommenheit.

Sie stehen oft für:

* Vertrauen,
* Ethik,
* Großzügigkeit,
* Weisheit,
* Sammlung,
* Geduld,
* Mitgefühl.



Das Wasser der acht Verdienste

八功德水 erscheint in vielen Reines-Land-Sutren.

Die Kommentarliteratur beschreibt darunter Eigenschaften wie:

* Klarheit,
* Reinheit,
* Frische,
* Sanftheit,
* Harmonie,
* Nährkraft,
* Leichtigkeit,
* Wohltat.

Das Wasser wirkt somit fast wie ein Sinnbild des Dharma.



Die Blumen

Die Blumen sind nicht bloß Dekoration.

Im gesamten Reinen-Land-Buddhismus symbolisiert die Lotosblume:

In der Welt erscheinen,
aber nicht von ihr befleckt werden.

Deshalb begegnen wir Blumen,
Lotosteichen
und Düften immer wieder.



Die Größe der Teiche

Interessanterweise betont der Text ständig:

* vierzig Li,
* fünfzig Li,
* sechzig Li,
* bis hin zum Meer.

Das Mahayana verwendet solche Zahlen oft nicht mathematisch,
sondern um Unermesslichkeit auszudrücken.

Die eigentliche Botschaft lautet:

Das Reine Land kennt keine Enge.

Ein schönes Detail dieses Abschnitts ist die Formulierung:

生長之所

„Ort des Wachsens und Heranreifens.“

Die Teiche sind also nicht einfach Badeanlagen eines Paradieses. Der Text beschreibt sie als Orte, an denen Bodhisattvas und Heilige heranwachsen. Das passt sehr gut zu dem Bild, das sich seit Kapitel 15 immer deutlicher zeigt: Das Reine Land ist weniger ein Ort des Genusses als ein Ort der Reifung des Erwachens.
55 #
蓮華化生分第十八

佛言:「十方無央數世界諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,往生阿彌陀佛剎者,皆於七寶池蓮華中化生,自然長大亦無乳養之者,皆食自然之食。其容貌、形色端正淨好,固非世人可比,亦非天人可比;皆受自然清虛之身、無極之壽。」
Achtzehnter Abschnitt

Geburt aus der Lotosblume

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Die Götter,
Menschen

und selbst die fliegenden,
kriechenden
und sich windenden Wesen

der zahllosen Welten der zehn Richtungen,

die im Buddha-Land Amitabhas wiedergeboren werden,

werden alle

in Lotosblumen

in den Teichen der sieben Kostbarkeiten geboren.

Sie entstehen dort auf wunderbare Weise.

Sie wachsen von selbst heran.

Es gibt niemanden,
der sie stillt
oder aufzieht.

Alle nähren sich

von der natürlich erscheinenden Nahrung.



Ihre Erscheinung,

ihre Gestalt

und ihre Ausstrahlung

sind vollkommen,
rein
und schön.

Sie übertreffen alles,

was unter den Menschen gesehen werden kann.

Sie übertreffen selbst die Erscheinung der Götter.



Alle empfangen

einen natürlichen,
reinen
und durchsichtigen Körper

sowie ein unermessliches Leben.
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt ist kurz,

aber er enthält mehrere zentrale Motive des Reinen Landes.



Die Lotosgeburt

蓮華中化生

„Geburt durch Wandlung in der Lotosblume.“

Dies ist vielleicht das bekannteste Bild des gesamten Reines-Land-Buddhismus.

Die Lotosblume symbolisiert:

* Reinheit,
* Entfaltung,
* Erwachen.

Wie der Lotus aus dem Wasser wächst,
ohne davon befleckt zu werden,

so erscheint der Erwachensgeist inmitten der Welt.



Keine biologische Geburt

亦無乳養之者

„Es gibt niemanden, der sie stillt oder aufzieht.“

Dies bedeutet nicht,

dass Elternschaft geringgeschätzt wird.

Der Text betont vielmehr:

Die Wesen des Reinen Landes

sind nicht mehr an die gewöhnlichen Bedingungen samsarischer Geburt gebunden.

Dadurch fallen viele Ursachen für:

* Besitzdenken,
* Abstammungsstolz,
* Familienkonflikte,
* soziale Hierarchien.

weg.



Reiner Körper

清虛之身

„ein reiner und durchsichtiger Körper.“

Das ist eine interessante Formulierung.

Der Körper wird nicht abgeschafft.

Er bleibt vorhanden.

Aber er ist nicht mehr schwer,
vergänglich
und von Krankheit gezeichnet.



Unermessliches Leben

無極之壽

„grenzenlose Lebensdauer.“

Wie bereits in früheren Gelübden bedeutet dies:

Der Weg zum Erwachen steht nicht unter Zeitdruck.

Ein interessanter Zusammenhang ergibt sich hier zu den Gelübden 2 und 11, die wir zuvor besprochen haben. Dort wurde bereits angekündigt:

* Geburt in Lotosblumen,
* Aufhebung gewöhnlicher Unterschiede der Erscheinung.

Dieses Kapitel zeigt nun die konkrete Gestalt dieser Gelübde. Aus Sicht des Sutras liegt der Schwerpunkt weniger auf Geschlecht, Herkunft oder sozialer Stellung als auf der gemeinsamen Teilnahme am Erwachensweg. Alle Wesen beginnen im Reinen Land gewissermaßen aus derselben Lotosblüte des Dharma heraus neu.
中文原文
蓮華化生分第十八

佛言:「十方無央數世界諸天人民,以至蜎飛蠕動之類,往生阿彌陀佛剎者,皆於七寶池蓮華中化生,自然長大亦無乳養之者,皆食自然之食。其容貌、形色端正淨好,固非世人可比,亦非天人可比;皆受自然清虛之身、無極之壽。」
Deutsch
Achtzehnter Abschnitt

Geburt aus der Lotosblume

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Die Götter,
Menschen

und selbst die fliegenden,
kriechenden
und sich windenden Wesen

der zahllosen Welten der zehn Richtungen,

die im Buddha-Land Amitabhas wiedergeboren werden,

werden alle

in Lotosblumen

in den Teichen der sieben Kostbarkeiten geboren.

Sie entstehen dort auf wunderbare Weise.

Sie wachsen von selbst heran.

Es gibt niemanden,
der sie stillt
oder aufzieht.

Alle nähren sich

von der natürlich erscheinenden Nahrung.



Ihre Erscheinung,

ihre Gestalt

und ihre Ausstrahlung

sind vollkommen,
rein
und schön.

Sie übertreffen alles,

was unter den Menschen gesehen werden kann.

Sie übertreffen selbst die Erscheinung der Götter.



Alle empfangen

einen natürlichen,
reinen
und durchsichtigen Körper

sowie ein unermessliches Leben.
Kommentar
Dieser Abschnitt ist kurz,

aber er enthält mehrere zentrale Motive des Reinen Landes.



Die Lotosgeburt

蓮華中化生

„Geburt durch Wandlung in der Lotosblume.“

Dies ist vielleicht das bekannteste Bild des gesamten Reines-Land-Buddhismus.

Die Lotosblume symbolisiert:

* Reinheit,
* Entfaltung,
* Erwachen.

Wie der Lotus aus dem Wasser wächst,
ohne davon befleckt zu werden,

so erscheint der Erwachensgeist inmitten der Welt.



Keine biologische Geburt

亦無乳養之者

„Es gibt niemanden, der sie stillt oder aufzieht.“

Dies bedeutet nicht,

dass Elternschaft geringgeschätzt wird.

Der Text betont vielmehr:

Die Wesen des Reinen Landes

sind nicht mehr an die gewöhnlichen Bedingungen samsarischer Geburt gebunden.

Dadurch fallen viele Ursachen für:

* Besitzdenken,
* Abstammungsstolz,
* Familienkonflikte,
* soziale Hierarchien.

weg.



Reiner Körper

清虛之身

„ein reiner und durchsichtiger Körper.“

Das ist eine interessante Formulierung.

Der Körper wird nicht abgeschafft.

Er bleibt vorhanden.

Aber er ist nicht mehr schwer,
vergänglich
und von Krankheit gezeichnet.



Unermessliches Leben

無極之壽

„grenzenlose Lebensdauer.“

Wie bereits in früheren Gelübden bedeutet dies:

Der Weg zum Erwachen steht nicht unter Zeitdruck.

Ein interessanter Zusammenhang ergibt sich hier zu den Gelübden 2 und 11, die wir zuvor besprochen haben. Dort wurde bereits angekündigt:

* Geburt in Lotosblumen,
* Aufhebung gewöhnlicher Unterschiede der Erscheinung.

Dieses Kapitel zeigt nun die konkrete Gestalt dieser Gelübde. Aus Sicht des Sutras liegt der Schwerpunkt weniger auf Geschlecht, Herkunft oder sozialer Stellung als auf der gemeinsamen Teilnahme am Erwachensweg. Alle Wesen beginnen im Reinen Land gewissermaßen aus derselben Lotosblüte des Dharma heraus neu.
56 #
𠣏者比類分第十九

佛言:「譬如𠣏者在帝王之側,[1]相容儀寧可類否?」

阿難答言:「𠣏者在帝王之側,羸陋醜惡無以為喻,百千萬倍不可以及。所以然者,皆坐前世不植德本,積財不施,富有益慳,但欲唐得,貪求無厭。不信修善得福,益作諸惡,如是壽終墮於惡趣,受諸長苦;得出為人,下賤醜弊,示眾見之。所以帝王人中尊貴,皆由宿世積德所致,慈惠溫良,博施兼濟,損已利物,無所違爭,是以壽終應生天上享其福樂;餘慶猶存遂生王家,自然尊貴,儀容端正,眾所敬事;美衣珍饍隨心服御,自非宿福何以能然。」

佛言:「汝言是矣!若言形相威光,帝王雖人中尊貴,比轉輪聖王猶如鄙陋,若彼𠣏者在帝王之側。轉輪聖王天下第一,比忉利天王,又百千萬倍不可以及。忉利天王比第六天王,又百千萬倍不可以及。第六天王,比阿彌陀佛剎中諸菩薩、聲聞、諸上善人,又百千萬倍不可以及。」
Neunzehnter Abschnitt

Der Bettler und der König

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Angenommen,

ein Bettler stünde neben einem Kaiser.

Könnte ihre Erscheinung,
ihre Ausstrahlung
und ihre Würde miteinander verglichen werden?

Ananda antwortete:

Ein Bettler neben einem Kaiser

erscheint schwach,
armselig
und unansehnlich.

Der Unterschied ist so groß,

dass er sich nicht beschreiben lässt.

Selbst hunderttausend Millionen Vergleiche
reichen dafür nicht aus.

Warum ist das so?

Weil ein solcher Mensch in früheren Leben
keine heilsamen Wurzeln gepflanzt hat.

Er sammelte Reichtum,
ohne zu geben.

Obwohl er besaß,
blieb er geizig.

Er wollte nur gewinnen,
ohne zu teilen.

Seine Begierde kannte keine Grenze.

Er glaubte nicht daran,
dass gutes Handeln Glück hervorbringt.

Stattdessen häufte er Unheilsames an.

Nach seinem Tod fiel er in leidvolle Bereiche
und erlitt lange Zeit Schmerzen.

Wenn er schließlich wieder als Mensch geboren wird,

erscheint er arm,
niedriggestellt
und von geringer Ausstrahlung.

Dadurch werden die Folgen seines Handelns sichtbar.

Ein Kaiser hingegen

ist unter den Menschen hochgeehrt.

Dies ist die Frucht früherer Verdienste.

Er war mitfühlend,
freigebig,
freundlich
und großzügig.

Er half vielen Wesen.

Er stellte das Wohl anderer
oft über sein eigenes.

Er suchte keinen Streit.

Deshalb wird er nach seinem Tod
in himmlischen Bereichen geboren
und genießt dort Glück.

Wenn von diesen Verdiensten noch etwas verbleibt,

wird er in einer königlichen Familie geboren.

Daher besitzt er Würde,
Schönheit
und Ansehen.

Die Menschen ehren ihn.

Kleidung,
Nahrung
und Reichtum
stehen ihm zur Verfügung.

Wäre dies nicht die Frucht früherer Verdienste,
wie könnte es sonst geschehen?



Der Buddha sprach:

Was du sagst, ist richtig.

Doch wenn man Aussehen,
Würde
und Ausstrahlung betrachtet,

dann erscheint selbst ein Kaiser
neben einem Cakravartin
(Weltenherrscher)

so gering,
wie zuvor der Bettler neben dem Kaiser.

Und der Cakravartin,
der unter den Menschen der Höchste ist,

erscheint wiederum gering
neben dem König des Trayastrimsha-Himmels.

Der Unterschied ist unermesslich.

Der König des Trayastrimsha-Himmels

erscheint wiederum gering
neben dem Herrscher des sechsten Himmels.

Der Unterschied ist wiederum unermesslich.

Und selbst der Herrscher des sechsten Himmels

erscheint gering
im Vergleich zu den Bodhisattvas,
Śrāvakas
und großen Heiligen
des Landes Amitabhas.

Auch dieser Unterschied
ist unermesslich.
Kommentar öffnen
Moderne Leser stolpern oft über den ersten Teil.

Es wäre jedoch ein Missverständnis, den Abschnitt als soziale Bewertung von Armen und Reichen zu lesen.

Der Text will nicht sagen:

Reiche Menschen sind besser.

Denn unmittelbar danach wird auch der Kaiser wieder relativiert.

Dann der Weltenherrscher.

Dann die Himmelskönige.

Dann der Herrscher des sechsten Himmels.

Am Ende bleibt niemand übrig, auf den man stolz sein könnte.

Die eigentliche Bewegung lautet:

Was aus menschlicher Sicht groß erscheint,
erscheint aus höherer Sicht klein.

Und selbst die himmlischen Ebenen sind noch nicht das Ziel.

Das erinnert an viele Mahayana-Texte, die schrittweise jede Form von Stolz auflösen.
中文原文
𠣏者比類分第十九

佛言:「譬如𠣏者在帝王之側,[1]相容儀寧可類否?」

阿難答言:「𠣏者在帝王之側,羸陋醜惡無以為喻,百千萬倍不可以及。所以然者,皆坐前世不植德本,積財不施,富有益慳,但欲唐得,貪求無厭。不信修善得福,益作諸惡,如是壽終墮於惡趣,受諸長苦;得出為人,下賤醜弊,示眾見之。所以帝王人中尊貴,皆由宿世積德所致,慈惠溫良,博施兼濟,損已利物,無所違爭,是以壽終應生天上享其福樂;餘慶猶存遂生王家,自然尊貴,儀容端正,眾所敬事;美衣珍饍隨心服御,自非宿福何以能然。」

佛言:「汝言是矣!若言形相威光,帝王雖人中尊貴,比轉輪聖王猶如鄙陋,若彼𠣏者在帝王之側。轉輪聖王天下第一,比忉利天王,又百千萬倍不可以及。忉利天王比第六天王,又百千萬倍不可以及。第六天王,比阿彌陀佛剎中諸菩薩、聲聞、諸上善人,又百千萬倍不可以及。」
Deutsch
Neunzehnter Abschnitt

Der Bettler und der König

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Angenommen,

ein Bettler stünde neben einem Kaiser.

Könnte ihre Erscheinung,
ihre Ausstrahlung
und ihre Würde miteinander verglichen werden?

Ananda antwortete:

Ein Bettler neben einem Kaiser

erscheint schwach,
armselig
und unansehnlich.

Der Unterschied ist so groß,

dass er sich nicht beschreiben lässt.

Selbst hunderttausend Millionen Vergleiche
reichen dafür nicht aus.

Warum ist das so?

Weil ein solcher Mensch in früheren Leben
keine heilsamen Wurzeln gepflanzt hat.

Er sammelte Reichtum,
ohne zu geben.

Obwohl er besaß,
blieb er geizig.

Er wollte nur gewinnen,
ohne zu teilen.

Seine Begierde kannte keine Grenze.

Er glaubte nicht daran,
dass gutes Handeln Glück hervorbringt.

Stattdessen häufte er Unheilsames an.

Nach seinem Tod fiel er in leidvolle Bereiche
und erlitt lange Zeit Schmerzen.

Wenn er schließlich wieder als Mensch geboren wird,

erscheint er arm,
niedriggestellt
und von geringer Ausstrahlung.

Dadurch werden die Folgen seines Handelns sichtbar.

Ein Kaiser hingegen

ist unter den Menschen hochgeehrt.

Dies ist die Frucht früherer Verdienste.

Er war mitfühlend,
freigebig,
freundlich
und großzügig.

Er half vielen Wesen.

Er stellte das Wohl anderer
oft über sein eigenes.

Er suchte keinen Streit.

Deshalb wird er nach seinem Tod
in himmlischen Bereichen geboren
und genießt dort Glück.

Wenn von diesen Verdiensten noch etwas verbleibt,

wird er in einer königlichen Familie geboren.

Daher besitzt er Würde,
Schönheit
und Ansehen.

Die Menschen ehren ihn.

Kleidung,
Nahrung
und Reichtum
stehen ihm zur Verfügung.

Wäre dies nicht die Frucht früherer Verdienste,
wie könnte es sonst geschehen?



Der Buddha sprach:

Was du sagst, ist richtig.

Doch wenn man Aussehen,
Würde
und Ausstrahlung betrachtet,

dann erscheint selbst ein Kaiser
neben einem Cakravartin
(Weltenherrscher)

so gering,
wie zuvor der Bettler neben dem Kaiser.

Und der Cakravartin,
der unter den Menschen der Höchste ist,

erscheint wiederum gering
neben dem König des Trayastrimsha-Himmels.

Der Unterschied ist unermesslich.

Der König des Trayastrimsha-Himmels

erscheint wiederum gering
neben dem Herrscher des sechsten Himmels.

Der Unterschied ist wiederum unermesslich.

Und selbst der Herrscher des sechsten Himmels

erscheint gering
im Vergleich zu den Bodhisattvas,
Śrāvakas
und großen Heiligen
des Landes Amitabhas.

Auch dieser Unterschied
ist unermesslich.
Kommentar
Moderne Leser stolpern oft über den ersten Teil.

Es wäre jedoch ein Missverständnis, den Abschnitt als soziale Bewertung von Armen und Reichen zu lesen.

Der Text will nicht sagen:

Reiche Menschen sind besser.

Denn unmittelbar danach wird auch der Kaiser wieder relativiert.

Dann der Weltenherrscher.

Dann die Himmelskönige.

Dann der Herrscher des sechsten Himmels.

Am Ende bleibt niemand übrig, auf den man stolz sein könnte.

Die eigentliche Bewegung lautet:

Was aus menschlicher Sicht groß erscheint,
erscheint aus höherer Sicht klein.

Und selbst die himmlischen Ebenen sind noch nicht das Ziel.

Das erinnert an viele Mahayana-Texte, die schrittweise jede Form von Stolz auflösen.
57 #
澡雪形體分第二十

佛言:「阿彌陀佛剎中,諸菩薩、聲聞、諸上善人,若入七寶池中澡雪形體;意欲令水沒足水即沒足,欲令至膝水即至膝,欲令至腰至腋,以至于頸,水亦如是。欲淋灌其身悉如其意,欲令其水如初,即亦如初。調和冷暖無不順適,開神悅體滌蕩情慮,清明澄潔瑩若無形。既出浴已,各坐於一蓮華之上,自然微風徐動,吹諸寶樹,或作音樂,或作法音;吹諸寶華皆成異香,散諸菩薩、聲聞、大眾之上。華墮地者積厚四寸,極目明麗芳香無比,及至小萎,自然亂風吹去。諸菩薩、聲聞、大眾,有欲聞法音者,有欲聞音樂者,有欲聞華香者,有皆不欲聞者;其欲聞者輒獨聞之,不欲聞者寂無所聞,各適其意無所違忤,其為快樂常得自然。」
Zwanzigster Abschnitt

Reinigung von Körper und Geist

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Im Land Amitabhas

betreten die Bodhisattvas,
Śrāvakas
und alle großen Heiligen

die Teiche aus sieben Kostbarkeiten,

um ihren Körper zu reinigen.

Wenn sie wünschen,

dass das Wasser nur ihre Füße bedeckt,

dann reicht es bis zu den Füßen.

Wünschen sie,

dass es bis zu den Knien reicht,

dann reicht es bis zu den Knien.

Wünschen sie,

dass es bis zur Hüfte,
zu den Achseln
oder bis zum Hals steigt,

dann geschieht es ebenso.

Wenn sie wünschen,

dass das Wasser ihren ganzen Körper umspült,

geschieht dies ebenfalls.

Wenn sie wünschen,

dass das Wasser wieder sinkt,

kehrt es sofort in seinen ursprünglichen Zustand zurück.



Das Wasser besitzt stets die richtige Temperatur.

Kühl oder warm,

alles entspricht vollkommen dem Wunsch.

Es öffnet den Geist,

erfreut den Körper,

löst Sorgen und Anhaftungen auf,

macht klar,
rein
und durchsichtig,

als besäße es keine feste Gestalt.



Nachdem sie das Bad verlassen haben,

setzt sich jeder auf eine Lotosblume.

Ein sanfter Wind erhebt sich von selbst.

Er bewegt die kostbaren Bäume.

Manchmal erklingen daraus wunderbare Melodien.

Manchmal erklingen daraus die Töne des Dharma.



Wenn der Wind durch die kostbaren Blumen streicht,

entstehen vielfältige Düfte.

Sie verbreiten sich über den Bodhisattvas,
Śrāvakas
und der großen Versammlung.

Die Blütenblätter,

die zur Erde fallen,

bilden eine Schicht von vier Zoll Höhe.

Soweit das Auge reicht,

sind sie leuchtend schön

und von unvergleichlichem Duft.

Wenn sie allmählich welken,

erscheint ein natürlicher Wind

und trägt sie fort.



Unter den Bodhisattvas,
Śrāvakas
und den übrigen Wesen

gibt es manche,

die den Dharma hören möchten.

Andere möchten Musik hören.

Andere möchten nur die Düfte wahrnehmen.

Wieder andere wünschen nichts davon.



Wer den Dharma hören möchte,

hört den Dharma.

Wer Musik hören möchte,

hört Musik.

Wer Düfte wahrnehmen möchte,

nimmt Düfte wahr.

Wer nichts davon hören möchte,

hört nichts.



Jeder empfängt genau das,

was seiner Ausrichtung entspricht.

Nichts geschieht gegen seinen Wunsch.

Darum ist ihre Freude

natürlich,
mühelos
und vollkommen.
Kommentar öffnen
Dieser Abschnitt ist bemerkenswert,

weil er ein Prinzip zeigt,

das im Mahayana immer wieder erscheint:

隨意

„entsprechend der Absicht“

oder

隨機說法

„dem jeweiligen Wesen angemessene Lehre“.



Das Wasser

Das Wasser besitzt keine feste Höhe.

Es passt sich an.

Das erinnert fast an eine physische Darstellung von Upaya.

Der Dharma erscheint nicht starr.

Er begegnet den Wesen dort,

wo sie gerade stehen.



Die Musik und der Dharma

Noch interessanter ist:

Der gleiche Wind

kann unterschiedliche Wirkungen hervorbringen.

Der eine hört Musik.

Der andere hört Dharma.

Der dritte nimmt Duft wahr.

Der vierte hört gar nichts.

Der Wind ist derselbe.

Die Wahrnehmung ist verschieden.



Für Mahayana-Leser klingt das fast wie eine Beschreibung der Lehre selbst.

Die Wirklichkeit erscheint entsprechend der Aufnahmefähigkeit des Hörenden.



Keine Zwangsbeschallung

Der Satz:

不欲聞者寂無所聞

„Wer nicht hören möchte, hört nichts.“

ist bemerkenswert.

Im Reinen Land wird nicht missioniert.

Der Dharma wird angeboten,

nicht aufgezwungen.
中文原文
澡雪形體分第二十

佛言:「阿彌陀佛剎中,諸菩薩、聲聞、諸上善人,若入七寶池中澡雪形體;意欲令水沒足水即沒足,欲令至膝水即至膝,欲令至腰至腋,以至于頸,水亦如是。欲淋灌其身悉如其意,欲令其水如初,即亦如初。調和冷暖無不順適,開神悅體滌蕩情慮,清明澄潔瑩若無形。既出浴已,各坐於一蓮華之上,自然微風徐動,吹諸寶樹,或作音樂,或作法音;吹諸寶華皆成異香,散諸菩薩、聲聞、大眾之上。華墮地者積厚四寸,極目明麗芳香無比,及至小萎,自然亂風吹去。諸菩薩、聲聞、大眾,有欲聞法音者,有欲聞音樂者,有欲聞華香者,有皆不欲聞者;其欲聞者輒獨聞之,不欲聞者寂無所聞,各適其意無所違忤,其為快樂常得自然。」
Deutsch
Zwanzigster Abschnitt

Reinigung von Körper und Geist

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Im Land Amitabhas

betreten die Bodhisattvas,
Śrāvakas
und alle großen Heiligen

die Teiche aus sieben Kostbarkeiten,

um ihren Körper zu reinigen.

Wenn sie wünschen,

dass das Wasser nur ihre Füße bedeckt,

dann reicht es bis zu den Füßen.

Wünschen sie,

dass es bis zu den Knien reicht,

dann reicht es bis zu den Knien.

Wünschen sie,

dass es bis zur Hüfte,
zu den Achseln
oder bis zum Hals steigt,

dann geschieht es ebenso.

Wenn sie wünschen,

dass das Wasser ihren ganzen Körper umspült,

geschieht dies ebenfalls.

Wenn sie wünschen,

dass das Wasser wieder sinkt,

kehrt es sofort in seinen ursprünglichen Zustand zurück.



Das Wasser besitzt stets die richtige Temperatur.

Kühl oder warm,

alles entspricht vollkommen dem Wunsch.

Es öffnet den Geist,

erfreut den Körper,

löst Sorgen und Anhaftungen auf,

macht klar,
rein
und durchsichtig,

als besäße es keine feste Gestalt.



Nachdem sie das Bad verlassen haben,

setzt sich jeder auf eine Lotosblume.

Ein sanfter Wind erhebt sich von selbst.

Er bewegt die kostbaren Bäume.

Manchmal erklingen daraus wunderbare Melodien.

Manchmal erklingen daraus die Töne des Dharma.



Wenn der Wind durch die kostbaren Blumen streicht,

entstehen vielfältige Düfte.

Sie verbreiten sich über den Bodhisattvas,
Śrāvakas
und der großen Versammlung.

Die Blütenblätter,

die zur Erde fallen,

bilden eine Schicht von vier Zoll Höhe.

Soweit das Auge reicht,

sind sie leuchtend schön

und von unvergleichlichem Duft.

Wenn sie allmählich welken,

erscheint ein natürlicher Wind

und trägt sie fort.



Unter den Bodhisattvas,
Śrāvakas
und den übrigen Wesen

gibt es manche,

die den Dharma hören möchten.

Andere möchten Musik hören.

Andere möchten nur die Düfte wahrnehmen.

Wieder andere wünschen nichts davon.



Wer den Dharma hören möchte,

hört den Dharma.

Wer Musik hören möchte,

hört Musik.

Wer Düfte wahrnehmen möchte,

nimmt Düfte wahr.

Wer nichts davon hören möchte,

hört nichts.



Jeder empfängt genau das,

was seiner Ausrichtung entspricht.

Nichts geschieht gegen seinen Wunsch.

Darum ist ihre Freude

natürlich,
mühelos
und vollkommen.
Kommentar
Dieser Abschnitt ist bemerkenswert,

weil er ein Prinzip zeigt,

das im Mahayana immer wieder erscheint:

隨意

„entsprechend der Absicht“

oder

隨機說法

„dem jeweiligen Wesen angemessene Lehre“.



Das Wasser

Das Wasser besitzt keine feste Höhe.

Es passt sich an.

Das erinnert fast an eine physische Darstellung von Upaya.

Der Dharma erscheint nicht starr.

Er begegnet den Wesen dort,

wo sie gerade stehen.



Die Musik und der Dharma

Noch interessanter ist:

Der gleiche Wind

kann unterschiedliche Wirkungen hervorbringen.

Der eine hört Musik.

Der andere hört Dharma.

Der dritte nimmt Duft wahr.

Der vierte hört gar nichts.

Der Wind ist derselbe.

Die Wahrnehmung ist verschieden.



Für Mahayana-Leser klingt das fast wie eine Beschreibung der Lehre selbst.

Die Wirklichkeit erscheint entsprechend der Aufnahmefähigkeit des Hörenden.



Keine Zwangsbeschallung

Der Satz:

不欲聞者寂無所聞

„Wer nicht hören möchte, hört nichts.“

ist bemerkenswert.

Im Reinen Land wird nicht missioniert.

Der Dharma wird angeboten,

nicht aufgezwungen.
58 #
澡畢進業分第二十一

佛言:「饒皆浴已各往修進,有在地講經者,有在地誦經者,有在地自說經者,有在地口授經者,有在地聽經者,有在地念經者,有在地思道者,有在地坐禪一心者,有在地經行者;仍有在虛空中講經者,在虛空中誦經者,在虛空中自說經者,在虛空中口授經者,在虛空中聽經者,在虛空中念經者,在虛空中思道者,在虛空中坐禪一心者,在虛空中經行者。其間有未得須陀洹者,因是得須陀洹;未得斯陀含者,因是得斯陀含;未得阿那含者,得阿那含;未得阿羅漢者,得阿羅漢;有未得不退轉地菩薩者,乃得不退轉地菩薩。各隨其質而有所得,莫不欣然適意而悅。」

佛說大阿彌陀經卷上
Einundzwanzigster Abschnitt

Nach dem Bad vertiefen sie den Weg

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Nachdem alle gebadet haben,

geht jeder seiner weiteren Übung nach.

Es gibt solche,

die auf der Erde Sutren lehren.

Es gibt solche,

die auf der Erde Sutren rezitieren.

Es gibt solche,

die auf der Erde den Dharma erklären.

Es gibt solche,

die auf der Erde Sutren mündlich weitergeben.

Es gibt solche,

die auf der Erde den Dharma hören.

Es gibt solche,

die auf der Erde die Sutren erinnern und rezitieren.

Es gibt solche,

die auf der Erde über den Weg nachdenken.

Es gibt solche,

die auf der Erde in Sammlung verweilen.

Es gibt solche,

die auf der Erde meditativ umhergehen.



Ebenso gibt es solche,

die im Raum lehren,

im Raum rezitieren,

im Raum erklären,

im Raum weitergeben,

im Raum hören,

im Raum erinnern,

im Raum über den Weg nachdenken,

im Raum in Sammlung verweilen

und im Raum meditativ umhergehen.



Unter ihnen gibt es Wesen,

die die Frucht des Sotapanna
(Stromeintritt)

noch nicht erlangt haben.

Durch diese Praxis erlangen sie sie.

Andere haben die Frucht des Sakrdagamin
(Einmal-Wiederkehrer)

noch nicht erreicht.

Durch diese Praxis erreichen sie sie.

Andere erlangen die Frucht des Anagamin
(Nicht-Wiederkehrer).

Andere erlangen die Frucht des Arhat.

Wieder andere,

die die Stufe des Nicht-Zurückfallens als Bodhisattva

noch nicht verwirklicht haben,

erreichen sie.



Jeder empfängt entsprechend seiner Veranlagung,

was für ihn passend ist.

Alle verwirklichen Fortschritt.

Alle erfahren Freude.

Alle sind zufrieden.



Ende des ersten Bandes des Großen Amitabha-Sutras.
Kommentar öffnen
Dieser Schluss ist außerordentlich aufschlussreich.

Nach all den Beschreibungen von:

* Juwelen,
* Blumen,
* Düften,
* Musik,
* Teichen,

endet der Band nicht mit Genuss,

sondern mit:

講經

lehren

聽經

hören

思道

den Weg betrachten

坐禪

meditieren



Das Reine Land wird dadurch endgültig als Praxisfeld sichtbar.



Unterschiedliche Wege

Besonders schön ist:

各隨其質而有所得

„Jeder erhält entsprechend seiner Veranlagung seinen Fortschritt.“

Das erinnert stark an Mahayana-Upaya.

Nicht alle praktizieren gleich.

Nicht alle benötigen dieselbe Methode.

Doch alle gelangen voran.



Die Verbindung von Śrāvaka und Bodhisattva

Interessant ist auch,

dass hier beide Wege nebeneinander erscheinen:

* die klassischen vier Früchte der Hörenden,
* die Nicht-Zurückfallens-Stufe des Bodhisattva.

Das Sutra trennt sie nicht gegeneinander.

Beide werden als Ausdruck des Fortschritts auf dem Weg dargestellt.

Wenn man auf den gesamten ersten Band zurückblickt, ergibt sich eine interessante Struktur:

1. Die Gelübde Dharmākaras.
2. Die unermessliche Bodhisattva-Praxis.
3. Die Vollendung zur Buddhaschaft.
4. Die Beschreibung des Reinen Landes.
5. Die Praxis der dort Geborenen.

Das letzte Bild des ersten Bandes ist daher nicht der Lotus, nicht das Licht und nicht der Palast – sondern Wesen, die den Dharma hören, lehren, kontemplieren und verwirklichen. Das ist ein bemerkenswert starker Mahayana-Schlusspunkt für die erste Hälfte des Sutras.
中文原文
澡畢進業分第二十一

佛言:「饒皆浴已各往修進,有在地講經者,有在地誦經者,有在地自說經者,有在地口授經者,有在地聽經者,有在地念經者,有在地思道者,有在地坐禪一心者,有在地經行者;仍有在虛空中講經者,在虛空中誦經者,在虛空中自說經者,在虛空中口授經者,在虛空中聽經者,在虛空中念經者,在虛空中思道者,在虛空中坐禪一心者,在虛空中經行者。其間有未得須陀洹者,因是得須陀洹;未得斯陀含者,因是得斯陀含;未得阿那含者,得阿那含;未得阿羅漢者,得阿羅漢;有未得不退轉地菩薩者,乃得不退轉地菩薩。各隨其質而有所得,莫不欣然適意而悅。」

佛說大阿彌陀經卷上
Deutsch
Einundzwanzigster Abschnitt

Nach dem Bad vertiefen sie den Weg

Rohübersetzung

Der Buddha sprach:

Nachdem alle gebadet haben,

geht jeder seiner weiteren Übung nach.

Es gibt solche,

die auf der Erde Sutren lehren.

Es gibt solche,

die auf der Erde Sutren rezitieren.

Es gibt solche,

die auf der Erde den Dharma erklären.

Es gibt solche,

die auf der Erde Sutren mündlich weitergeben.

Es gibt solche,

die auf der Erde den Dharma hören.

Es gibt solche,

die auf der Erde die Sutren erinnern und rezitieren.

Es gibt solche,

die auf der Erde über den Weg nachdenken.

Es gibt solche,

die auf der Erde in Sammlung verweilen.

Es gibt solche,

die auf der Erde meditativ umhergehen.



Ebenso gibt es solche,

die im Raum lehren,

im Raum rezitieren,

im Raum erklären,

im Raum weitergeben,

im Raum hören,

im Raum erinnern,

im Raum über den Weg nachdenken,

im Raum in Sammlung verweilen

und im Raum meditativ umhergehen.



Unter ihnen gibt es Wesen,

die die Frucht des Sotapanna
(Stromeintritt)

noch nicht erlangt haben.

Durch diese Praxis erlangen sie sie.

Andere haben die Frucht des Sakrdagamin
(Einmal-Wiederkehrer)

noch nicht erreicht.

Durch diese Praxis erreichen sie sie.

Andere erlangen die Frucht des Anagamin
(Nicht-Wiederkehrer).

Andere erlangen die Frucht des Arhat.

Wieder andere,

die die Stufe des Nicht-Zurückfallens als Bodhisattva

noch nicht verwirklicht haben,

erreichen sie.



Jeder empfängt entsprechend seiner Veranlagung,

was für ihn passend ist.

Alle verwirklichen Fortschritt.

Alle erfahren Freude.

Alle sind zufrieden.



Ende des ersten Bandes des Großen Amitabha-Sutras.
Kommentar
Dieser Schluss ist außerordentlich aufschlussreich.

Nach all den Beschreibungen von:

* Juwelen,
* Blumen,
* Düften,
* Musik,
* Teichen,

endet der Band nicht mit Genuss,

sondern mit:

講經

lehren

聽經

hören

思道

den Weg betrachten

坐禪

meditieren



Das Reine Land wird dadurch endgültig als Praxisfeld sichtbar.



Unterschiedliche Wege

Besonders schön ist:

各隨其質而有所得

„Jeder erhält entsprechend seiner Veranlagung seinen Fortschritt.“

Das erinnert stark an Mahayana-Upaya.

Nicht alle praktizieren gleich.

Nicht alle benötigen dieselbe Methode.

Doch alle gelangen voran.



Die Verbindung von Śrāvaka und Bodhisattva

Interessant ist auch,

dass hier beide Wege nebeneinander erscheinen:

* die klassischen vier Früchte der Hörenden,
* die Nicht-Zurückfallens-Stufe des Bodhisattva.

Das Sutra trennt sie nicht gegeneinander.

Beide werden als Ausdruck des Fortschritts auf dem Weg dargestellt.

Wenn man auf den gesamten ersten Band zurückblickt, ergibt sich eine interessante Struktur:

1. Die Gelübde Dharmākaras.
2. Die unermessliche Bodhisattva-Praxis.
3. Die Vollendung zur Buddhaschaft.
4. Die Beschreibung des Reinen Landes.
5. Die Praxis der dort Geborenen.

Das letzte Bild des ersten Bandes ist daher nicht der Lotus, nicht das Licht und nicht der Palast – sondern Wesen, die den Dharma hören, lehren, kontemplieren und verwirklichen. Das ist ein bemerkenswert starker Mahayana-Schlusspunkt für die erste Hälfte des Sutras.
59 #
有學(yǒuxué)/-
(Noch-)Lernende
Kommentar öffnen
Bezeichnet Übende, deren Schulung nicht abgeschlossen ist (sekha). In Rolle 7 als Adressaten, die den Kreislauf noch nicht vollständig beendet haben.
中文原文
有學(yǒuxué)/-
Deutsch
(Noch-)Lernende
Kommentar
Bezeichnet Übende, deren Schulung nicht abgeschlossen ist (sekha). In Rolle 7 als Adressaten, die den Kreislauf noch nicht vollständig beendet haben.
60 #
八萬四千(bāwàn sìqiān)/-
84.000 (unzählig)
Kommentar öffnen
Symbolzahl für eine große, unüberschaubare Vielfalt von Varianten/Verstrickungen – nicht als exakte Zählung gemeint.
中文原文
八萬四千(bāwàn sìqiān)/-
Deutsch
84.000 (unzählig)
Kommentar
Symbolzahl für eine große, unüberschaubare Vielfalt von Varianten/Verstrickungen – nicht als exakte Zählung gemeint.
61 #
結界(jiéjiè)/-
Abgrenzung / Schutzraum
Kommentar öffnen
Rituelles „Abgrenzen“ eines Übungsraums (Schutzkreis/Mandala). Nicht Magie als Besitz, sondern Stabilisierung eines kohärenten Praxisfeldes.
中文原文
結界(jiéjiè)/-
Deutsch
Abgrenzung / Schutzraum
Kommentar
Rituelles „Abgrenzen“ eines Übungsraums (Schutzkreis/Mandala). Nicht Magie als Besitz, sondern Stabilisierung eines kohärenten Praxisfeldes.
62 #
八棄(bāqì)/-
Acht Ausschlussvergehen
Kommentar öffnen
Schwerste Ordinationsvergehen der Bhikṣuṇīs (pārājika): in Rolle 7 als „acht Ausschlüsse“ erwähnt.
中文原文
八棄(bāqì)/-
Deutsch
Acht Ausschlussvergehen
Kommentar
Schwerste Ordinationsvergehen der Bhikṣuṇīs (pārājika): in Rolle 7 als „acht Ausschlüsse“ erwähnt.
63 #
八支隨煩惱(bā zhī suí fánnǎo)/-
Acht Nebenverwerfungen der Hörenden
Kommentar öffnen
Acht begleitende Formen subtiler Verstrickung, die besonders bei lehr‑, hör‑ und wissensorientierter Praxis auftreten können. Dazu zählen u. a. Stolz auf Erkenntnis, Fixierung auf Methode, subtile Selbstüberhöhung oder Abwertung anderer Wege.
中文原文
八支隨煩惱(bā zhī suí fánnǎo)/-
Deutsch
Acht Nebenverwerfungen der Hörenden
Kommentar
Acht begleitende Formen subtiler Verstrickung, die besonders bei lehr‑, hör‑ und wissensorientierter Praxis auftreten können. Dazu zählen u. a. Stolz auf Erkenntnis, Fixierung auf Methode, subtile Selbstüberhöhung oder Abwertung anderer Wege.
64 #
八萬劫(bā wàn jié)/aśīti-sahasra-kalpa
Achtzigtausend Kalpas
Kommentar öffnen
Symbolische Zeitangabe für unermesslich lange Weltzyklen. Steht nicht für eine exakte Zahl, sondern für kaum vorstellbare karmische Dauer.
中文原文
八萬劫(bā wàn jié)/aśīti-sahasra-kalpa
Deutsch
Achtzigtausend Kalpas
Kommentar
Symbolische Zeitangabe für unermesslich lange Weltzyklen. Steht nicht für eine exakte Zahl, sondern für kaum vorstellbare karmische Dauer.
65 #
五蘊(wǔyùn)/skandha
Aggregat / Skandha
Kommentar öffnen
Grundkategorie der Erfahrung. Form‑, Gefühls‑, Konzeptions‑, Formkräfte‑, Bewusstseinsaggregat.
中文原文
五蘊(wǔyùn)/skandha
Deutsch
Aggregat / Skandha
Kommentar
Grundkategorie der Erfahrung. Form‑, Gefühls‑, Konzeptions‑, Formkräfte‑, Bewusstseinsaggregat.
66 #
鉢(bō)/pāṭra
Almosenschale
Kommentar öffnen
Die traditionelle Schale, in der buddhistische Mönche und Nonnen beim Almosengang Speisen sammeln. Sie symbolisiert Einfachheit, Bedürfnislosigkeit und Vertrauen in das Geben anderer.
中文原文
鉢(bō)/pāṭra
Deutsch
Almosenschale
Kommentar
Die traditionelle Schale, in der buddhistische Mönche und Nonnen beim Almosengang Speisen sammeln. Sie symbolisiert Einfachheit, Bedürfnislosigkeit und Vertrauen in das Geben anderer.
67 #
阿難(ānán)/Ananda
Ananda
Kommentar öffnen
Der Cousin des Buddha und sein treuer Begleiter, bekannt für sein exzellentes Gedächtnis.
中文原文
阿難(ānán)/Ananda
Deutsch
Ananda
Kommentar
Der Cousin des Buddha und sein treuer Begleiter, bekannt für sein exzellentes Gedächtnis.
68 #
初學(chūxué)/-
Anfänger
Kommentar öffnen
Übende am Anfang; Rolle 7 betont, dass Schutz und Eintritt in Samādhi gerade für Anfänger gesichert werden sollen.
中文原文
初學(chūxué)/-
Deutsch
Anfänger
Kommentar
Übende am Anfang; Rolle 7 betont, dass Schutz und Eintritt in Samādhi gerade für Anfänger gesichert werden sollen.
69 #
執著(zhízhuó)/Anhaftung
Anhaftung
Kommentar öffnen
Das Festhalten an Objekten, Gedanken oder einem Ich.
中文原文
執著(zhízhuó)/Anhaftung
Deutsch
Anhaftung
Kommentar
Das Festhalten an Objekten, Gedanken oder einem Ich.
70 #
遏蒱曇(èpútán)/arbuda
Arbuda (Keimform)
Kommentar öffnen
Traditioneller Begriff für frühe Embryostufe; in Rolle 7 mit „Leibgeburt“ verbunden.
中文原文
遏蒱曇(èpútán)/arbuda
Deutsch
Arbuda (Keimform)
Kommentar
Traditioneller Begriff für frühe Embryostufe; in Rolle 7 mit „Leibgeburt“ verbunden.
71 #
阿羅漢(āluóhàn)/arhat
Arhat
Kommentar öffnen
Wörtlich „Würdiger“. Ein Mensch, der die Befreiung (Nirvana) verwirklicht hat und nicht mehr im Kreislauf der Wiedergeburten erscheint. Im Sutra oft als „große Arhats“ bezeichnet, also als Übende, die frei von Ausflüssen sind.
中文原文
阿羅漢(āluóhàn)/arhat
Deutsch
Arhat
Kommentar
Wörtlich „Würdiger“. Ein Mensch, der die Befreiung (Nirvana) verwirklicht hat und nicht mehr im Kreislauf der Wiedergeburten erscheint. Im Sutra oft als „große Arhats“ bezeichnet, also als Übende, die frei von Ausflüssen sind.
72 #
阿修罗(āxiūluó)/asura
Asura
Kommentar öffnen
Wesen des Kampfes und der Eifersucht. Symbolisieren Zustände von Konkurrenz, Machtstreben und innerer Unruhe.
中文原文
阿修罗(āxiūluó)/asura
Deutsch
Asura
Kommentar
Wesen des Kampfes und der Eifersucht. Symbolisieren Zustände von Konkurrenz, Machtstreben und innerer Unruhe.
73 #
漏(lòu)/āsrava
Ausflüsse
Kommentar öffnen
Wörtlich „das, was ausfließt“. Bezeichnet grundlegende geistige Triebkräfte wie Gier, Daseinsdrang und Unwissenheit, die an Samsara binden.
中文原文
漏(lòu)/āsrava
Deutsch
Ausflüsse
Kommentar
Wörtlich „das, was ausfließt“. Bezeichnet grundlegende geistige Triebkräfte wie Gier, Daseinsdrang und Unwissenheit, die an Samsara binden.
74 #
無漏(wúlòu)/anāsrava
Ausflusslose Klarheit
Kommentar öffnen
Zustand ohne geistige „Ausflüsse“ (āsravas), d.h. Befreiung
中文原文
無漏(wúlòu)/anāsrava
Deutsch
Ausflusslose Klarheit
Kommentar
Zustand ohne geistige „Ausflüsse“ (āsravas), d.h. Befreiung
75 #
無漏(wúlòu)/anāsrava
Ausflusslose Übung
Kommentar öffnen
Praxis frei von den „Ausflüssen“ (Begierde, Daseinsdrang, Unwissenheit).
中文原文
無漏(wúlòu)/anāsrava
Deutsch
Ausflusslose Übung
Kommentar
Praxis frei von den „Ausflüssen“ (Begierde, Daseinsdrang, Unwissenheit).
76 #
無間(wújiān)/-
Avīci (Ununterbrochen)
Kommentar öffnen
„Ununterbrochen“: Bezeichnung für die schwerste Hölle (Avīci) und für „ununterbrochene“ schwere Vergehen (無間重罪).
中文原文
無間(wújiān)/-
Deutsch
Avīci (Ununterbrochen)
Kommentar
„Ununterbrochen“: Bezeichnung für die schwerste Hölle (Avīci) und für „ununterbrochene“ schwere Vergehen (無間重罪).
77 #
阿鼻地獄(ābí dìyù)/-
Avīci-Hölle
Kommentar öffnen
Bezeichnung für einen Extremzustand ununterbrochener karmischer Reifung. ‚Avīci‘ bedeutet ‚ohne Unterbrechung‘: Handlung, Wirkung und Erleben greifen lückenlos ineinander. Im Śūraṅgama kein Ort ewiger Strafe, sondern Ausdruck maximaler Selbstverstrickung, in dem keine Distanzierung oder Reflexionspause mehr möglich ist.
中文原文
阿鼻地獄(ābí dìyù)/-
Deutsch
Avīci-Hölle
Kommentar
Bezeichnung für einen Extremzustand ununterbrochener karmischer Reifung. ‚Avīci‘ bedeutet ‚ohne Unterbrechung‘: Handlung, Wirkung und Erleben greifen lückenlos ineinander. Im Śūraṅgama kein Ort ewiger Strafe, sondern Ausdruck maximaler Selbstverstrickung, in dem keine Distanzierung oder Reflexionspause mehr möglich ist.
78 #
緣起(yuánqǐ)/Pratītyasamutpāda
Bedingtes Entstehen
Kommentar öffnen
Das Prinzip der wechselseitigen Abhängigkeit aller Phänomene.
中文原文
緣起(yuánqǐ)/Pratītyasamutpāda
Deutsch
Bedingtes Entstehen
Kommentar
Das Prinzip der wechselseitigen Abhängigkeit aller Phänomene.
79 #
欲魔(yù mó)/-
Begierde‑Dämon
Kommentar öffnen
Bezeichnung für Verirrungen, in denen Begierde spirituell legitimiert wird (Rolle 9).
中文原文
欲魔(yù mó)/-
Deutsch
Begierde‑Dämon
Kommentar
Bezeichnung für Verirrungen, in denen Begierde spirituell legitimiert wird (Rolle 9).
80 #
有漏(yǒu lòu)/sāsrava
behaftet (mit Ausflüssen)
Kommentar öffnen
Wörtlich ‚mit Leckstellen‘. Bezeichnet Zustände, die noch karmisch durchdrungen sind. Gegensatz zu 無漏 (anāsrava). Selbst subtile meditative Klarheit kann noch behaftet sein.
中文原文
有漏(yǒu lòu)/sāsrava
Deutsch
behaftet (mit Ausflüssen)
Kommentar
Wörtlich ‚mit Leckstellen‘. Bezeichnet Zustände, die noch karmisch durchdrungen sind. Gegensatz zu 無漏 (anāsrava). Selbst subtile meditative Klarheit kann noch behaftet sein.
81 #
欲界(yùjiè)/kāmadhātu
Bereich des Begehrens
Kommentar öffnen
Unterster der drei Daseinsbereiche, geprägt von Sinnesverlangen und emotionaler Bindung. Umfasst Menschenwelt, niedere Himmel und leidvolle Existenzformen.
中文原文
欲界(yùjiè)/kāmadhātu
Deutsch
Bereich des Begehrens
Kommentar
Unterster der drei Daseinsbereiche, geprägt von Sinnesverlangen und emotionaler Bindung. Umfasst Menschenwelt, niedere Himmel und leidvolle Existenzformen.
82 #
比丘(bǐqiū)/bhikṣu
Bhikshu
Kommentar öffnen
Ein vollordinierter buddhistischer Mönch, der nach den Ordensregeln lebt.
中文原文
比丘(bǐqiū)/bhikṣu
Deutsch
Bhikshu
Kommentar
Ein vollordinierter buddhistischer Mönch, der nach den Ordensregeln lebt.
83 #
比丘尼(bǐqiūní)/bhikṣuṇī
Bhikshuni
Kommentar öffnen
Vollordinierte Nonne; in Rolle 7 im Kontext von Gelübden, Praxisraum und Reinheit erwähnt.
中文原文
比丘尼(bǐqiūní)/bhikṣuṇī
Deutsch
Bhikshuni
Kommentar
Vollordinierte Nonne; in Rolle 7 im Kontext von Gelübden, Praxisraum und Reinheit erwähnt.
84 #
空花(kōng huā)/-
Blumen im Raum
Kommentar öffnen
Gleichnis für trügerische Wahrnehmung (halluzinatorisch)
中文原文
空花(kōng huā)/-
Deutsch
Blumen im Raum
Kommentar
Gleichnis für trügerische Wahrnehmung (halluzinatorisch)
85 #
菩提,覺(pútí,jué)/bodhi
Bodhi
Kommentar öffnen
Erwachen. Das vollständige Durchschauen von Unwissenheit und Verblendung; das Ende der Verfehlung; kein Objekt, kein Besitz und kein herstellbarer Zustand.
中文原文
菩提,覺(pútí,jué)/bodhi
Deutsch
Bodhi
Kommentar
Erwachen. Das vollständige Durchschauen von Unwissenheit und Verblendung; das Ende der Verfehlung; kein Objekt, kein Besitz und kein herstellbarer Zustand.
86 #
菩薩(púsà)/bodhisattva
Bodhisattva
Kommentar öffnen
Ein Übender, der aus Mitgefühl nicht nur die eigene Befreiung, sondern das Erwachen aller Wesen anstrebt.
中文原文
菩薩(púsà)/bodhisattva
Deutsch
Bodhisattva
Kommentar
Ein Übender, der aus Mitgefühl nicht nur die eigene Befreiung, sondern das Erwachen aller Wesen anstrebt.
87 #
菩提萨埵(pútí sà duǒ)/bodhisattva
Bodhisattva
Kommentar öffnen
Erwachenswesen, das Einsicht und Mitgefühl verbindet. Nicht definiert durch Rang, sondern durch Ausrichtung auf das Erwachen aller Wesen.
中文原文
菩提萨埵(pútí sà duǒ)/bodhisattva
Deutsch
Bodhisattva
Kommentar
Erwachenswesen, das Einsicht und Mitgefühl verbindet. Nicht definiert durch Rang, sondern durch Ausrichtung auf das Erwachen aller Wesen.
88 #
菩提心(pútíxīn)/bodhicitta
Bodhi-Soheit
Kommentar öffnen
Bezeichnung für das Nicht-Verfehlen nach dem Ende des unterscheidenden Geistes. Kein innerer Zustand und keine Intention.
中文原文
菩提心(pútíxīn)/bodhicitta
Deutsch
Bodhi-Soheit
Kommentar
Bezeichnung für das Nicht-Verfehlen nach dem Ende des unterscheidenden Geistes. Kein innerer Zustand und keine Intention.
89 #
梵王(fànwáng)/-
Brahmā-König
Kommentar öffnen
Brahmā als hoher Himmelskönig; in Rolle 7 gelobt er Schutz für Übende.
中文原文
梵王(fànwáng)/-
Deutsch
Brahmā-König
Kommentar
Brahmā als hoher Himmelskönig; in Rolle 7 gelobt er Schutz für Übende.
90 #
佛,佛陀(fó,fótuó)/buddha
Buddha
Kommentar öffnen
„Der Erwachte“. Titel für Siddhartha Gautama und alle vollständig Erwachten; auch „Weltverehrter“.Bezeichnung für den Erwachten als sprechende und handelnde Gestalt im Sutra. Wird für narrative und dialogische Passagen verwendet.
中文原文
佛,佛陀(fó,fótuó)/buddha
Deutsch
Buddha
Kommentar
„Der Erwachte“. Titel für Siddhartha Gautama und alle vollständig Erwachten; auch „Weltverehrter“.Bezeichnung für den Erwachten als sprechende und handelnde Gestalt im Sutra. Wird für narrative und dialogische Passagen verwendet.
91 #
念佛(niànfó)/buddhānusmṛti
Buddha-Gedenken
Kommentar öffnen
Praxis des Erinnerns an den Buddha
中文原文
念佛(niànfó)/buddhānusmṛti
Deutsch
Buddha-Gedenken
Kommentar
Praxis des Erinnerns an den Buddha
92 #
佛頂(fódǐng)/-
Buddha-Gipfel (Scheitel)
Kommentar öffnen
佛頂 wird im Titel/Mantra-Kontext als „Buddha-Gipfel“ geführt; wo es anatomisch wird, als „Scheitel“ verstanden (z. B. „Scheitel berühren“).
中文原文
佛頂(fódǐng)/-
Deutsch
Buddha-Gipfel (Scheitel)
Kommentar
佛頂 wird im Titel/Mantra-Kontext als „Buddha-Gipfel“ geführt; wo es anatomisch wird, als „Scheitel“ verstanden (z. B. „Scheitel berühren“).
93 #
佛頂光聚(fódǐng guāngjù)/-
Buddha-Gipfel-Lichtbündel
Kommentar öffnen
Bezeichnet das vom Buddha-Gipfel ausgehende „Lichtbündel“, das als Schutz- und Samādhi-Feld beschrieben wird.
中文原文
佛頂光聚(fódǐng guāngjù)/-
Deutsch
Buddha-Gipfel-Lichtbündel
Kommentar
Bezeichnet das vom Buddha-Gipfel ausgehende „Lichtbündel“, das als Schutz- und Samādhi-Feld beschrieben wird.
94 #
佛土(fótǔ)/buddha-kṣetra
Buddha-Land
Kommentar öffnen
Wirkungsbereich / Reinheit eines Buddha
中文原文
佛土(fótǔ)/buddha-kṣetra
Deutsch
Buddha-Land
Kommentar
Wirkungsbereich / Reinheit eines Buddha
95 #
佛性(fóxìng)/-
Buddha-Natur
Kommentar öffnen
Lehrbegriff für die grundsätzliche Möglichkeit des Erwachens; im Sutra nicht als Substanz verstanden.
中文原文
佛性(fóxìng)/-
Deutsch
Buddha-Natur
Kommentar
Lehrbegriff für die grundsätzliche Möglichkeit des Erwachens; im Sutra nicht als Substanz verstanden.
96 #
真(zhēn)/-
das Wahre
Kommentar öffnen
Das Wahre ist nicht ein neues Objekt, sondern das Erlöschen der Verkennung (滅妄名真).
中文原文
真(zhēn)/-
Deutsch
das Wahre
Kommentar
Das Wahre ist nicht ein neues Objekt, sondern das Erlöschen der Verkennung (滅妄名真).
97 #
總持,陀羅尼(zǒngchí,tuóluóní)/dhāraṇī
Dharani
Kommentar öffnen
Wörtlich „das Zusammenhalten“; die Fähigkeit, das Wesentliche der Lehre zu tragen und nicht zu verlieren.
中文原文
總持,陀羅尼(zǒngchí,tuóluóní)/dhāraṇī
Deutsch
Dharani
Kommentar
Wörtlich „das Zusammenhalten“; die Fähigkeit, das Wesentliche der Lehre zu tragen und nicht zu verlieren.
98 #
陀罗尼(tuóluóní)/dhāraṇī
Dharani / Mantra
Kommentar öffnen
Verdichtete Laut- oder Silbenformeln, die Sammlung stabilisieren und bestimmte geistige Qualitäten bündeln. Nicht magisch, sondern funktional verstanden.
中文原文
陀罗尼(tuóluóní)/dhāraṇī
Deutsch
Dharani / Mantra
Kommentar
Verdichtete Laut- oder Silbenformeln, die Sammlung stabilisieren und bestimmte geistige Qualitäten bündeln. Nicht magisch, sondern funktional verstanden.
99 #
法(fǎ)/dharma
Dharma
Kommentar öffnen
Je nach Kontext: (1) die Lehre, (2) Phänomene allgemein, (3) im Kontext der zwölf/achtzehn Bereiche: die „Objekte“ des Denksinns (Gedankeninhalte, Bedeutungen, Vorstellungen). Nicht als eigenständige Entitäten, sondern als bedingt erscheinende Ordnung des unterscheidenden Geistes.
中文原文
法(fǎ)/dharma
Deutsch
Dharma
Kommentar
Je nach Kontext: (1) die Lehre, (2) Phänomene allgemein, (3) im Kontext der zwölf/achtzehn Bereiche: die „Objekte“ des Denksinns (Gedankeninhalte, Bedeutungen, Vorstellungen). Nicht als eigenständige Entitäten, sondern als bedingt erscheinende Ordnung des unterscheidenden Geistes.
100 #
法身(fǎshēn)/dharmakāya
Dharma-Körper
Kommentar öffnen
Der „Körper der Wahrheit“; die ungeteilte Wirklichkeit jenseits vergänglicher Erscheinungsformen.
中文原文
法身(fǎshēn)/dharmakāya
Deutsch
Dharma-Körper
Kommentar
Der „Körper der Wahrheit“; die ungeteilte Wirklichkeit jenseits vergänglicher Erscheinungsformen.
101 #
法空(fǎ kōng)/-
Dharma-Leerheit
Kommentar öffnen
Vertiefte Stufe nach der Person-Leerheit: Auch „Dinge/Phänomene“ (Dharmas) werden als nicht eigenständig erkannt. Mit dem vollständigen Lösen fallen schließlich beide Leerheiten weg.
中文原文
法空(fǎ kōng)/-
Deutsch
Dharma-Leerheit
Kommentar
Vertiefte Stufe nach der Person-Leerheit: Auch „Dinge/Phänomene“ (Dharmas) werden als nicht eigenständig erkannt. Mit dem vollständigen Lösen fallen schließlich beide Leerheiten weg.
102 #
轉法輪(zhuǎi fǎlún)/dharmacakra-pravartana
Dharma-Rad drehen
Kommentar öffnen
Bild für das Wirksamwerden von Einsicht, nicht für eine äußere Handlung oder Predigt.
中文原文
轉法輪(zhuǎi fǎlún)/dharmacakra-pravartana
Deutsch
Dharma-Rad drehen
Kommentar
Bild für das Wirksamwerden von Einsicht, nicht für eine äußere Handlung oder Predigt.
103 #
禅那,禅(chánnà,chán)/dhyāna
Dhyana
Kommentar öffnen
Meditative Vertiefung; im Sutra kein Technik-Ergebnis, sondern natürliches Stillwerden.
中文原文
禅那,禅(chánnà,chán)/dhyāna
Deutsch
Dhyana
Kommentar
Meditative Vertiefung; im Sutra kein Technik-Ergebnis, sondern natürliches Stillwerden.
104 #
金刚心(jīngāng xīn)/-
Diamantgleicher Geist
Kommentar öffnen
Unerschütterliche Klarheit des erwachten Geistes. Nicht hart, sondern unzerstörbar durch Verblendung.
中文原文
金刚心(jīngāng xīn)/-
Deutsch
Diamantgleicher Geist
Kommentar
Unerschütterliche Klarheit des erwachten Geistes. Nicht hart, sondern unzerstörbar durch Verblendung.
105 #
戒(jiè)/śīla
Disziplin (Gebote)
Kommentar öffnen
Śīla: ethische Disziplin / Gelübde. In Rolle 7 vor allem als Voraussetzung für den Ort der Praxis (道場) und als Grundlage von Sammlung und Weisheit.
中文原文
戒(jiè)/śīla
Deutsch
Disziplin (Gebote)
Kommentar
Śīla: ethische Disziplin / Gelübde. In Rolle 7 vor allem als Voraussetzung für den Ort der Praxis (道場) und als Grundlage von Sammlung und Weisheit.
106 #
三界(sānjiè)/tridhātu
Drei Daseinsbereiche
Kommentar öffnen
Sphären der Begierde, Form und Formlosigkeit
中文原文
三界(sānjiè)/tridhātu
Deutsch
Drei Daseinsbereiche
Kommentar
Sphären der Begierde, Form und Formlosigkeit
107 #
三有(sān yǒu)/trayo bhavāḥ
Drei Daseinsbereiche
Kommentar öffnen
Die drei Existenzbereiche: Sinneswelt (欲界), Formwelt (色界) und Formlose Welt (無色界). Auch höchste meditative Zustände können noch innerhalb dieser Bereiche fehlgedeutet werden.
中文原文
三有(sān yǒu)/trayo bhavāḥ
Deutsch
Drei Daseinsbereiche
Kommentar
Die drei Existenzbereiche: Sinneswelt (欲界), Formwelt (色界) und Formlose Welt (無色界). Auch höchste meditative Zustände können noch innerhalb dieser Bereiche fehlgedeutet werden.
108 #
三种相续(sān zhǒng xiāng xù)/-
Drei Fortsetzungen
Kommentar öffnen
Welt, karmische Wirkung, Wesen als scheinbare Bestandteile des Samsara.
中文原文
三种相续(sān zhǒng xiāng xù)/-
Deutsch
Drei Fortsetzungen
Kommentar
Welt, karmische Wirkung, Wesen als scheinbare Bestandteile des Samsara.
109 #
三根本(sān gēnběn)/-
Drei Wurzeln
Kommentar öffnen
Töten, Nehmen, Begehren als Ursachen des Leidens.
中文原文
三根本(sān gēnběn)/-
Deutsch
Drei Wurzeln
Kommentar
Töten, Nehmen, Begehren als Ursachen des Leidens.
110 #
三世(sān shì)/-
Drei Zeiten
Kommentar öffnen
Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft.
中文原文
三世(sān shì)/-
Deutsch
Drei Zeiten
Kommentar
Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft.
111 #
一門深入(yī mén shēn rù)/-
Ein einziges Tor
Kommentar öffnen
Praxisformel aus Rolle 5: „Durch ein einziges Tor tief eindringen“. Ein Sinnestor wird gewählt und gründlich geklärt; tritt man ohne Täuschung ein, klären sich alle sechs zugleich.
中文原文
一門深入(yī mén shēn rù)/-
Deutsch
Ein einziges Tor
Kommentar
Praxisformel aus Rolle 5: „Durch ein einziges Tor tief eindringen“. Ein Sinnestor wird gewählt und gründlich geklärt; tritt man ohne Täuschung ein, klären sich alle sechs zugleich.
112 #
阿練若,阿蘭若(ālānyě,ā liàn ruò)/-
Einsamkeit
Kommentar öffnen
真阿練若 (zhēn ā liàn ruò): „Wahre Abgeschiedenheit“ oder „wahre Waldklause“ (araṇya). Hier ist nicht der physische Ort, sondern der innere, geistige Zustand absoluter Ungebundenheit gemeint, der der eigentliche „Ort“ der Praxis ist.
中文原文
阿練若,阿蘭若(ālānyě,ā liàn ruò)/-
Deutsch
Einsamkeit
Kommentar
真阿練若 (zhēn ā liàn ruò): „Wahre Abgeschiedenheit“ oder „wahre Waldklause“ (araṇya). Hier ist nicht der physische Ort, sondern der innere, geistige Zustand absoluter Ungebundenheit gemeint, der der eigentliche „Ort“ der Praxis ist.
113 #
緣覺,辟支佛(yuánjué,pìzhīfó)/pratyekabuddha
Einzelerwachter
Kommentar öffnen
Übende, die durch kontemplative Einsicht erkennen. Keine ontologisch getrennte Stufe.
中文原文
緣覺,辟支佛(yuánjué,pìzhīfó)/pratyekabuddha
Deutsch
Einzelerwachter
Kommentar
Übende, die durch kontemplative Einsicht erkennen. Keine ontologisch getrennte Stufe.
114 #
末法(mòfǎ)/-
Endzeit des Dharma
Kommentar öffnen
Spätere Zeit, in der Praxis erschwert erscheint. Rolle 7 adressiert ausdrücklich Übende dieser Zeit und gibt Schutz- und Praxisrahmen.
中文原文
末法(mòfǎ)/-
Deutsch
Endzeit des Dharma
Kommentar
Spätere Zeit, in der Praxis erschwert erscheint. Rolle 7 adressiert ausdrücklich Übende dieser Zeit und gibt Schutz- und Praxisrahmen.
115 #
解結(jiě jié)/-
Entknoten
Kommentar öffnen
Bezeichnet im Shurangama-Sutra das Lösen der geistigen Verstrickung, die durch die sechs Sinne (Sinneswurzeln) entsteht. Das Lösen erfolgt nicht durch „Ziehen“, sondern am „Herzen des Knotens“ – durch Einsicht in die Wurzel der Bindung.
中文原文
解結(jiě jié)/-
Deutsch
Entknoten
Kommentar
Bezeichnet im Shurangama-Sutra das Lösen der geistigen Verstrickung, die durch die sechs Sinne (Sinneswurzeln) entsteht. Das Lösen erfolgt nicht durch „Ziehen“, sondern am „Herzen des Knotens“ – durch Einsicht in die Wurzel der Bindung.
116 #
劳见(láo jiàn)/-
Ermüdung des Sehens
Kommentar öffnen
geistige Erschöpfung / Täuschung durch Anhaftung
中文原文
劳见(láo jiàn)/-
Deutsch
Ermüdung des Sehens
Kommentar
geistige Erschöpfung / Täuschung durch Anhaftung
117 #
日月薄蝕精氣(rìyuè bóshí jīngqì)/-
Essenz von Sonnen‑/Mondfinsternissen
Kommentar öffnen
Symbol für alte, langlebige Natur‑ und Kosmalkräfte, die als Dämonen wirksam werden (Rolle 9).
中文原文
日月薄蝕精氣(rìyuè bóshí jīngqì)/-
Deutsch
Essenz von Sonnen‑/Mondfinsternissen
Kommentar
Symbol für alte, langlebige Natur‑ und Kosmalkräfte, die als Dämonen wirksam werden (Rolle 9).
118 #
乘(chéng)/yāna
Fahrzeug
Kommentar öffnen
das eine Fahrzeug, (das große Fahrzeug /Mahayana).
中文原文
乘(chéng)/yāna
Deutsch
Fahrzeug
Kommentar
das eine Fahrzeug, (das große Fahrzeug /Mahayana).
119 #
因陀羅網(yīntuóluó wǎng)/indrajāla
Feines Netz
Kommentar öffnen
Wörtlich „Indras Netz“. Sinnbild für die vollkommene gegenseitige Durchdringung aller Phänomene: Jedes einzelne spiegelt alle anderen wider, ohne sie zu behindern. Das Netz-Zeichen an Buddhas Hand gehört zu den Nebenmerkmalen eines Buddha und symbolisiert allumfassende Weisheit und Verbundenheit.
中文原文
因陀羅網(yīntuóluó wǎng)/indrajāla
Deutsch
Feines Netz
Kommentar
Wörtlich „Indras Netz“. Sinnbild für die vollkommene gegenseitige Durchdringung aller Phänomene: Jedes einzelne spiegelt alle anderen wider, ohne sie zu behindern. Das Netz-Zeichen an Buddhas Hand gehört zu den Nebenmerkmalen eines Buddha und symbolisiert allumfassende Weisheit und Verbundenheit.
120 #
烏芻瑟摩(wūchúsèmó)/ucchusma
Feuerhaupt
Kommentar öffnen
ein Buddha-Name bzw. Titel eines Schülers
中文原文
烏芻瑟摩(wūchúsèmó)/ucchusma
Deutsch
Feuerhaupt
Kommentar
ein Buddha-Name bzw. Titel eines Schülers
121 #
色陰(sèyīn)/rūpa
Formaggregat
Kommentar öffnen
Aggregat der Körperlichkeit und materiellen Erscheinung. In Rolle 9 Ausgangspunkt der meditativen Durchdringung.
中文原文
色陰(sèyīn)/rūpa
Deutsch
Formaggregat
Kommentar
Aggregat der Körperlichkeit und materiellen Erscheinung. In Rolle 9 Ausgangspunkt der meditativen Durchdringung.
122 #
行陰(xíng yīn)/saṃskāra-skandha
Formkräfte-Aggregat
Kommentar öffnen
Viertes der fünf Skandhas. Bezeichnet die formenden, karmisch wirksamen Impulse und Willensformationen. In Rolle 10 stehen die subtilsten Täuschungen innerhalb dieses Aggregats im Zentrum.
中文原文
行陰(xíng yīn)/saṃskāra-skandha
Deutsch
Formkräfte-Aggregat
Kommentar
Viertes der fünf Skandhas. Bezeichnet die formenden, karmisch wirksamen Impulse und Willensformationen. In Rolle 10 stehen die subtilsten Täuschungen innerhalb dieses Aggregats im Zentrum.
123 #
五蕴(wǔyùn)/skandha
Fünf Aggregate
Kommentar öffnen
Form, Gefühl, Konzeption (Vorstellung), Formkräfte (Gestaltungen) und Bewusstsein; als trügerische Zusammensetzungen durchleuchtet.
中文原文
五蕴(wǔyùn)/skandha
Deutsch
Fünf Aggregate
Kommentar
Form, Gefühl, Konzeption (Vorstellung), Formkräfte (Gestaltungen) und Bewusstsein; als trügerische Zusammensetzungen durchleuchtet.
124 #
五欲(wǔyù)/-
fünf Begierden
Kommentar öffnen
Begierden nach Sinnesobjekten: Form, Klang, Geruch, Geschmack, Berührung. In Rolle 9 als zentrales Kriterium für dämonische Verirrung.
中文原文
五欲(wǔyù)/-
Deutsch
fünf Begierden
Kommentar
Begierden nach Sinnesobjekten: Form, Klang, Geruch, Geschmack, Berührung. In Rolle 9 als zentrales Kriterium für dämonische Verirrung.
125 #
五大(wǔdà)/pañca, mahābhūtāni
Fünf Elemente
Kommentar öffnen
Erde, Wasser, Feuer, Wind und Raum; dienen der Ent-Ortung von Entstehen und Vergehen.
中文原文
五大(wǔdà)/pañca, mahābhūtāni
Deutsch
Fünf Elemente
Kommentar
Erde, Wasser, Feuer, Wind und Raum; dienen der Ent-Ortung von Entstehen und Vergehen.
126 #
五辛(wǔ xīn)/-
Fünf scharfe Pflanzen
Kommentar öffnen
Traditionell: Knoblauch, Zwiebel, Schnittlauch, Lauch und Asafoetida. Sie gelten nicht als moralisch unrein, sondern als praxishemmend, da sie Sinnesreizung, Erregung, Aggression oder Trägheit fördern und damit Sammlung und feine Wahrnehmung beeinträchtigen.
中文原文
五辛(wǔ xīn)/-
Deutsch
Fünf scharfe Pflanzen
Kommentar
Traditionell: Knoblauch, Zwiebel, Schnittlauch, Lauch und Asafoetida. Sie gelten nicht als moralisch unrein, sondern als praxishemmend, da sie Sinnesreizung, Erregung, Aggression oder Trägheit fördern und damit Sammlung und feine Wahrnehmung beeinträchtigen.
127 #
五逆(wǔnì)/-
Fünf schwerste Vergehen
Kommentar öffnen
Schwere karmische Vergehen; in Rolle 7 wird gesagt, dass selbst solche Lasten durch das Mantra wie „Sand im Sturm“ zerfallen.
中文原文
五逆(wǔnì)/-
Deutsch
Fünf schwerste Vergehen
Kommentar
Schwere karmische Vergehen; in Rolle 7 wird gesagt, dass selbst solche Lasten durch das Mantra wie „Sand im Sturm“ zerfallen.
128 #
五濁(wǔ zhuó)/-
fünf Trübungen
Kommentar öffnen
Schichten der Vermischung von Wahrnehmung und Zuschreibung; keine moralischen Makel.
中文原文
五濁(wǔ zhuó)/-
Deutsch
fünf Trübungen
Kommentar
Schichten der Vermischung von Wahrnehmung und Zuschreibung; keine moralischen Makel.
129 #
恒河(hénghé)/gaṅgā
Ganges
Kommentar öffnen
Der Fluss Ganges; im Sutra als Vergleichspunkt für das nicht-alternde Sehen.
中文原文
恒河(hénghé)/gaṅgā
Deutsch
Ganges
Kommentar
Der Fluss Ganges; im Sutra als Vergleichspunkt für das nicht-alternde Sehen.
130 #
恒河沙(hénghéshā)/-
Ganges-Sand (unzählig)
Kommentar öffnen
Metapher für Unzählbarkeit: so zahlreich wie Sandkörner im Ganges.
中文原文
恒河沙(hénghéshā)/-
Deutsch
Ganges-Sand (unzählig)
Kommentar
Metapher für Unzählbarkeit: so zahlreich wie Sandkörner im Ganges.
131 #
無生忍(wúshēng rěn)/-
Geduld des Nicht-Entstehens
Kommentar öffnen
Die Fähigkeit, das Nicht-Entstehen (無生) zu „tragen“: keine Fixierung an Entstehen/Vergehen; in Rolle 7 als Frucht der Auflösung von Schuldverstrickung genannt.
中文原文
無生忍(wúshēng rěn)/-
Deutsch
Geduld des Nicht-Entstehens
Kommentar
Die Fähigkeit, das Nicht-Entstehen (無生) zu „tragen“: keine Fixierung an Entstehen/Vergehen; in Rolle 7 als Frucht der Auflösung von Schuldverstrickung genannt.
132 #
無生法忍(wúshēng fǎrěn)/anutpattika-dharma-kṣānti
Geduld des Ungeborenen
Kommentar öffnen
Geduld in der Einsicht ins Ungeborene (anutpattika-dharma-kshanti)
中文原文
無生法忍(wúshēng fǎrěn)/anutpattika-dharma-kṣānti
Deutsch
Geduld des Ungeborenen
Kommentar
Geduld in der Einsicht ins Ungeborene (anutpattika-dharma-kshanti)
133 #
受陰(shòuyīn)/vedanā
Gefühlsaggregat
Kommentar öffnen
Aggregat des Erlebens von angenehm, unangenehm und neutral. Rolle 9 analysiert zehn affektive Verirrungen.
中文原文
受陰(shòuyīn)/vedanā
Deutsch
Gefühlsaggregat
Kommentar
Aggregat des Erlebens von angenehm, unangenehm und neutral. Rolle 9 analysiert zehn affektive Verirrungen.
134 #
妄心,分别心(wàngxīn,fēnbiéxīn)/-
Geist
Kommentar öffnen
Bezeichnet den funktionalen, unterscheidenden Geist (生滅心), der Wahrnehmung, Bewertung und Verstrickung trägt. Nicht das Ursprüngliche.
中文原文
妄心,分别心(wàngxīn,fēnbiéxīn)/-
Deutsch
Geist
Kommentar
Bezeichnet den funktionalen, unterscheidenden Geist (生滅心), der Wahrnehmung, Bewertung und Verstrickung trägt. Nicht das Ursprüngliche.
135 #
生滅心(shēngmiè xīn)/-
Geist von Entstehen und Vergehen
Kommentar öffnen
Der verstrickte, funktionale Geist, der Wahrnehmung, Bewertung und Wiederholung trägt.
中文原文
生滅心(shēngmiè xīn)/-
Deutsch
Geist von Entstehen und Vergehen
Kommentar
Der verstrickte, funktionale Geist, der Wahrnehmung, Bewertung und Wiederholung trägt.
136 #
凝明正心(níng míng zhèng xīn)/-
gesammeltes klares Herz
Kommentar öffnen
Bezeichnet einen stabilisierten, geklärten Meditationszustand. Auch diese Klarheit kann ohne Weisheit fehlinterpretiert werden.
中文原文
凝明正心(níng míng zhèng xīn)/-
Deutsch
gesammeltes klares Herz
Kommentar
Bezeichnet einen stabilisierten, geklärten Meditationszustand. Auch diese Klarheit kann ohne Weisheit fehlinterpretiert werden.
137 #
羯南(jiénán)/ghana
Ghana (Keimform)
Kommentar öffnen
Traditioneller Begriff für Embryostufe; in Rolle 7 mit „Verwandlungsgeburt“ verbunden.
中文原文
羯南(jiénán)/ghana
Deutsch
Ghana (Keimform)
Kommentar
Traditioneller Begriff für Embryostufe; in Rolle 7 mit „Verwandlungsgeburt“ verbunden.
138 #
等觉(děng jué)/samyak-saṃbodhi
Gleich-Erwachen
Kommentar öffnen
Vollkommenes Erwachen eines Buddha. Kein gradueller Zustand mehr, sondern vollständige Durchdringung ohne Rest.
中文原文
等觉(děng jué)/samyak-saṃbodhi
Deutsch
Gleich-Erwachen
Kommentar
Vollkommenes Erwachen eines Buddha. Kein gradueller Zustand mehr, sondern vollständige Durchdringung ohne Rest.
139 #
神呪(shénzhòu)/-
göttliches Mantra
Kommentar öffnen
Bezeichnung für das Mantra als „überweltlich wirksamer“ Klangkörper; in Rolle 7 gekoppelt an Schutz und Eintritt in Samādhi.
中文原文
神呪(shénzhòu)/-
Deutsch
göttliches Mantra
Kommentar
Bezeichnung für das Mantra als „überweltlich wirksamer“ Klangkörper; in Rolle 7 gekoppelt an Schutz und Eintritt in Samādhi.
140 #
大乘(dàchéng)/mahāyāna
Großes Fahrzeug
Kommentar öffnen
Der buddhistische Weg, der auf die Erleuchtung aller Wesen zielt.
中文原文
大乘(dàchéng)/mahāyāna
Deutsch
Großes Fahrzeug
Kommentar
Der buddhistische Weg, der auf die Erleuchtung aller Wesen zielt.
141 #
心(xīn)/-
Grund
Kommentar öffnen
Dialektische Wendung. „Grund“ bezeichnet keinen ontologischen Träger, sondern einen Grenzbegriff, der dort verwendet wird, wo Zuschreibung zugleich negiert und bejaht wird.
中文原文
心(xīn)/-
Deutsch
Grund
Kommentar
Dialektische Wendung. „Grund“ bezeichnet keinen ontologischen Träger, sondern einen Grenzbegriff, der dort verwendet wird, wo Zuschreibung zugleich negiert und bejaht wird.
142 #
根本無明(gēnběn wúmíng)/-
Grundlegende Unwissenheit
Kommentar öffnen
Anfangslose Wurzel der Verstrickung im Kreislauf: das Erkennen, das sich selbst erneut erkennt (reflexives Festhalten), wodurch die sechs Sinne an Objekte binden. Rolle 5 bezeichnet dies als Kern des Bindens.
中文原文
根本無明(gēnběn wúmíng)/-
Deutsch
Grundlegende Unwissenheit
Kommentar
Anfangslose Wurzel der Verstrickung im Kreislauf: das Erkennen, das sich selbst erneut erkennt (reflexives Festhalten), wodurch die sechs Sinne an Objekte binden. Rolle 5 bezeichnet dies als Kern des Bindens.
143 #
夜摩天(yèmótiān)/suyāma
Himmel der Suyāma
Kommentar öffnen
Himmel des Bereichs des Begehrens, der über Zeitrhythmen von Tag und Nacht hinausgeht.
Er steht für verfeinerte Freude und relative Zeitlosigkeit, jedoch weiterhin innerhalb bedingter Existenz.
Im Śūraṅgama kein Ziel, sondern ein subtiler Zustand, der leicht mit Befreiung verwechselt werden kann.
中文原文
夜摩天(yèmótiān)/suyāma
Deutsch
Himmel der Suyāma
Kommentar
Himmel des Bereichs des Begehrens, der über Zeitrhythmen von Tag und Nacht hinausgeht.
Er steht für verfeinerte Freude und relative Zeitlosigkeit, jedoch weiterhin innerhalb bedingter Existenz.
Im Śūraṅgama kein Ziel, sondern ein subtiler Zustand, der leicht mit Befreiung verwechselt werden kann.
144 #
兜率天(dōushuàitiān)/tuṣita
Himmel der Tuṣita
Kommentar öffnen
Himmel des Bereichs des Begehrens, bekannt als Aufenthaltsort zukünftiger Buddhas vor ihrem letzten Erscheinen.
Er symbolisiert hohe Verdienste und geistige Klarheit, bleibt jedoch Teil des Samsara.
Im Śūraṅgama wird auch dieser Zustand nicht als endgültige Befreiung verstanden.
中文原文
兜率天(dōushuàitiān)/tuṣita
Deutsch
Himmel der Tuṣita
Kommentar
Himmel des Bereichs des Begehrens, bekannt als Aufenthaltsort zukünftiger Buddhas vor ihrem letzten Erscheinen.
Er symbolisiert hohe Verdienste und geistige Klarheit, bleibt jedoch Teil des Samsara.
Im Śūraṅgama wird auch dieser Zustand nicht als endgültige Befreiung verstanden.
145 #
天魔(tiān mó)/-
Himmelsdämon
Kommentar öffnen
Machtwesen, das meditative Zustände ausnutzt. Im Sutra funktional verstanden, nicht mythologisch.
中文原文
天魔(tiān mó)/-
Deutsch
Himmelsdämon
Kommentar
Machtwesen, das meditative Zustände ausnutzt. Im Sutra funktional verstanden, nicht mythologisch.
146 #
天龍(tiānlóng)/-
Himmelswesen und Drachen
Kommentar öffnen
Formel für Kräfte/Schutzwesen verschiedener Ebenen; in Rolle 7 als mitfreuende und schützende Mächte erwähnt.
中文原文
天龍(tiānlóng)/-
Deutsch
Himmelswesen und Drachen
Kommentar
Formel für Kräfte/Schutzwesen verschiedener Ebenen; in Rolle 7 als mitfreuende und schützende Mächte erwähnt.
147 #
定性聲聞(dìng xìng shēng wén)/-
Hörende
Kommentar öffnen
buddhistischer Fachbegriff: · 定性 meint eine festgelegte oder bestimmte Natur, hier im Sinne von „festgelegt auf ein bestimmtes Stadium“ (oft auf die Stufe des Schravakas beschränkt). · 聲聞 (Schravaka) sind „Hörende“ bzw. Schüler, die die Lehren direkt vom Buddha hören und nach Befreiung streben, aber oft noch nicht das volle Erwachen eines Bodhisattvas erlangt haben.
中文原文
定性聲聞(dìng xìng shēng wén)/-
Deutsch
Hörende
Kommentar
buddhistischer Fachbegriff: · 定性 meint eine festgelegte oder bestimmte Natur, hier im Sinne von „festgelegt auf ein bestimmtes Stadium“ (oft auf die Stufe des Schravakas beschränkt). · 聲聞 (Schravaka) sind „Hörende“ bzw. Schüler, die die Lehren direkt vom Buddha hören und nach Befreiung streben, aber oft noch nicht das volle Erwachen eines Bodhisattvas erlangt haben.
148 #
饿鬼(èguǐ)/preta
Hungrige Geister
Kommentar öffnen
Daseinsform chronischen Mangels. Steht für Zustände unstillbaren Begehrens und innerer Leere.
中文原文
饿鬼(èguǐ)/preta
Deutsch
Hungrige Geister
Kommentar
Daseinsform chronischen Mangels. Steht für Zustände unstillbaren Begehrens und innerer Leere.
149 #
帝釋(dìshì)/-
Indra (Śakra)
Kommentar öffnen
Himmelskönig (Śakra/Indra). In Rolle 7 gelobt er Schutz für Übende.
中文原文
帝釋(dìshì)/-
Deutsch
Indra (Śakra)
Kommentar
Himmelskönig (Śakra/Indra). In Rolle 7 gelobt er Schutz für Übende.
150 #
内外分别(nèiwài fēnbié)/-
Inneres und äußeres Teilen
Kommentar öffnen
Grundlegende Spaltung von Wahrnehmung in Subjekt und Objekt. Im Śūraṅgama als Wurzel der Verblendung analysiert.
中文原文
内外分别(nèiwài fēnbié)/-
Deutsch
Inneres und äußeres Teilen
Kommentar
Grundlegende Spaltung von Wahrnehmung in Subjekt und Objekt. Im Śūraṅgama als Wurzel der Verblendung analysiert.
151 #
贍部洲(shànbùzhōu)/jambudvīpa
Jambudvipa
Kommentar öffnen
Der südliche Kontinent der buddhistischen Kosmologie; die Menschenwelt.
中文原文
贍部洲(shànbùzhōu)/jambudvīpa
Deutsch
Jambudvipa
Kommentar
Der südliche Kontinent der buddhistischen Kosmologie; die Menschenwelt.
152 #
閻浮檀金(yánfútán jīn)/-
Jambunada-Gold
Kommentar öffnen
Mythisches, vollkommen reines Gold; Symbol höchster Reinheit und Klarheit.
中文原文
閻浮檀金(yánfútán jīn)/-
Deutsch
Jambunada-Gold
Kommentar
Mythisches, vollkommen reines Gold; Symbol höchster Reinheit und Klarheit.
153 #
(qídúolín,qíyuán)/Jetavana
Jeta-Hain
Kommentar öffnen
Häufiger Aufenthaltsort des Buddha nahe Sravasti.
中文原文
(qídúolín,qíyuán)/Jetavana
Deutsch
Jeta-Hain
Kommentar
Häufiger Aufenthaltsort des Buddha nahe Sravasti.
154 #
祇园(qíyuán)/jetavana
Jetavana-Hain
Kommentar öffnen
berühmtes Kloster, in dem Buddha lehrte
中文原文
祇园(qíyuán)/jetavana
Deutsch
Jetavana-Hain
Kommentar
berühmtes Kloster, in dem Buddha lehrte
155 #
羯邏藍(jiélúolán)/kalala
Kalala (Keimform)
Kommentar öffnen
Traditioneller Begriff für frühe Embryo-/Keimphase; in Rolle 7 als „Eiergeburt“-Korrelation verwendet.
中文原文
羯邏藍(jiélúolán)/kalala
Deutsch
Kalala (Keimform)
Kommentar
Traditioneller Begriff für frühe Embryo-/Keimphase; in Rolle 7 als „Eiergeburt“-Korrelation verwendet.
156 #
迦陵頻伽(jiālíngpínqié)/kalaviṅka
Kalavinka
Kommentar öffnen
Mythischer Vogel mit überirdisch schönem Gesang; Sinnbild der Stimme des Buddha.
中文原文
迦陵頻伽(jiālíngpínqié)/kalaviṅka
Deutsch
Kalavinka
Kommentar
Mythischer Vogel mit überirdisch schönem Gesang; Sinnbild der Stimme des Buddha.
157 #
劫(jié)/kalpa
Kalpa
Kommentar öffnen
Ein extrem langer Zeitraum im buddhistischen Kosmos.
中文原文
劫(jié)/kalpa
Deutsch
Kalpa
Kommentar
Ein extrem langer Zeitraum im buddhistischen Kosmos.
158 #
业(yè)/-
Karma
Kommentar öffnen
Gesetzmäßigkeit von Handlung, Wirkung und Reifung. Kein Schicksal, sondern dynamische Wechselwirkung von Geist, Handlung und Erfahrung.
中文原文
业(yè)/-
Deutsch
Karma
Kommentar
Gesetzmäßigkeit von Handlung, Wirkung und Reifung. Kein Schicksal, sondern dynamische Wechselwirkung von Geist, Handlung und Erfahrung.
159 #
業報(yèbào)/karma-vipāka
Karmische Wirkung
Kommentar öffnen
Das Gesetz von Ursache und Wirkung im moralischen Sinne.
中文原文
業報(yèbào)/karma-vipāka
Deutsch
Karmische Wirkung
Kommentar
Das Gesetz von Ursache und Wirkung im moralischen Sinne.
160 #
迦吒富單那(jiāzhà fùdānnà)/kaṭapūtana
Kataputana
Kommentar öffnen
Dämonenklasse (Variante von Pūtana); in Rolle 7 als Störer genannt.
中文原文
迦吒富單那(jiāzhà fùdānnà)/kaṭapūtana
Deutsch
Kataputana
Kommentar
Dämonenklasse (Variante von Pūtana); in Rolle 7 als Störer genannt.
161 #
迦旃延(jiāzhānyán)/kātyāyana
Katyayana
Kommentar öffnen
Vertreter einer Vernichtungsansicht; Beispiel äußerer Lehren.
中文原文
迦旃延(jiāzhānyán)/kātyāyana
Deutsch
Katyayana
Kommentar
Vertreter einer Vernichtungsansicht; Beispiel äußerer Lehren.
162 #
憍陳如(jiāochénrú)/Kauṇḍinya
Kaundinya
Kommentar öffnen
erster Schüler, der die Vier Edlen Wahrheiten verstand
中文原文
憍陳如(jiāochénrú)/Kauṇḍinya
Deutsch
Kaundinya
Kommentar
erster Schüler, der die Vier Edlen Wahrheiten verstand
163 #
小乘(xiǎochéng)/hīnayāna
Kleines Fahrzeug (Hinayana) –
Kommentar öffnen
Der Weg der persönlichen Befreiung.
中文原文
小乘(xiǎochéng)/hīnayāna
Deutsch
Kleines Fahrzeug (Hinayana) –
Kommentar
Der Weg der persönlichen Befreiung.
164 #
煩惱(fánnǎo)/kleśa
Kleshas
Kommentar öffnen
Geistesgifte / Verblendungen (Gier, Hass, Verblendung)
中文原文
煩惱(fánnǎo)/kleśa
Deutsch
Kleshas
Kommentar
Geistesgifte / Verblendungen (Gier, Hass, Verblendung)
165 #
結(jié)/-
Knoten
Kommentar öffnen
Metapher im Shurangama-Sutra: Die Bindung der sechs Sinne wird als sechs Knoten in einem Tuch dargestellt. Jeder Knoten steht für eine spezifische Verstrickung; die Knoten sind verschieden, stammen aber aus einer einzigen Schnur.
中文原文
結(jié)/-
Deutsch
Knoten
Kommentar
Metapher im Shurangama-Sutra: Die Bindung der sechs Sinne wird als sechs Knoten in einem Tuch dargestellt. Jeder Knoten steht für eine spezifische Verstrickung; die Knoten sind verschieden, stammen aber aus einer einzigen Schnur.
166 #
解結(jiě jié)/-
Knoten lösen
Kommentar öffnen
Befreiung von geistigen Verstrickungen
中文原文
解結(jiě jié)/-
Deutsch
Knoten lösen
Kommentar
Befreiung von geistigen Verstrickungen
167 #
想陰(xiǎngyīn)/saṃjñā
Konzeptionsaggregat
Kommentar öffnen
Aggregat der Bedeutungsbildung, Zuschreibung und Deutung. Rolle 9 entfaltet hier zehn konzeptive Verirrungen.
中文原文
想陰(xiǎngyīn)/saṃjñā
Deutsch
Konzeptionsaggregat
Kommentar
Aggregat der Bedeutungsbildung, Zuschreibung und Deutung. Rolle 9 entfaltet hier zehn konzeptive Verirrungen.
168 #
俱胝(jùzhī)/-
Koṭi (Zahlwort)
Kommentar öffnen
Indisches Zahlwort (koṭi). In Kombination mit 恒河沙/Nayuta als konventioneller Ausdruck für „unzählige“ Mengen.
中文原文
俱胝(jùzhī)/-
Deutsch
Koṭi (Zahlwort)
Kommentar
Indisches Zahlwort (koṭi). In Kombination mit 恒河沙/Nayuta als konventioneller Ausdruck für „unzählige“ Mengen.
169 #
鳩槃茶(jiūpántú)/kumbhāṇḍa
Kumbhanda
Kommentar öffnen
Dämonenklasse; in Rolle 7 als Störer genannt.
中文原文
鳩槃茶(jiūpántú)/kumbhāṇḍa
Deutsch
Kumbhanda
Kommentar
Dämonenklasse; in Rolle 7 als Störer genannt.
170 #
白衣(báiyī)/-
Laien (wörtlich: Weiße)
Kommentar öffnen
Bezeichnung für Laienpraktizierende (nicht-ordinierte). In Rolle 7: zusammen mit Bhikṣu/Bhikṣuṇī als mögliche Übende im道場.
中文原文
白衣(báiyī)/-
Deutsch
Laien (wörtlich: Weiße)
Kommentar
Bezeichnung für Laienpraktizierende (nicht-ordinierte). In Rolle 7: zusammen mit Bhikṣu/Bhikṣuṇī als mögliche Übende im道場.
171 #
檀越(tányuè)/dānapati
Laienförderer
Kommentar öffnen
Laien-Spender/Förderer der Praxis (dānapati). In Rolle 7 als „白衣檀越“ erwähnt.
中文原文
檀越(tányuè)/dānapati
Deutsch
Laienförderer
Kommentar
Laien-Spender/Förderer der Praxis (dānapati). In Rolle 7 als „白衣檀越“ erwähnt.
172 #
生類(shēng lèi)/sattva-jāti
Lebensarten
Kommentar öffnen
Bezeichnet Klassen oder Gattungen von Lebewesen. In Rolle 10 erscheint die Gefahr, daraus eine deterministische Ontologie abzuleiten.
中文原文
生類(shēng lèi)/sattva-jāti
Deutsch
Lebensarten
Kommentar
Bezeichnet Klassen oder Gattungen von Lebewesen. In Rolle 10 erscheint die Gefahr, daraus eine deterministische Ontologie abzuleiten.
173 #
空性(kōng xìng)/Śūnyatā
Leere
Kommentar öffnen
Die Abwesenheit eigenständiger Existenz aller Phänomene.
中文原文
空性(kōng xìng)/Śūnyatā
Deutsch
Leere
Kommentar
Die Abwesenheit eigenständiger Existenz aller Phänomene.
174 #
摩訶迦葉(móhē jiāyè)/Mahākāśyapa
Mahakasyapa
Kommentar öffnen
Ein großer Arhat, bekannt für seine asketische Praxis und Weitergabe der Lehre.
中文原文
摩訶迦葉(móhē jiāyè)/Mahākāśyapa
Deutsch
Mahakasyapa
Kommentar
Ein großer Arhat, bekannt für seine asketische Praxis und Weitergabe der Lehre.
175 #
大势至(dàshìzhì)/mahāsthāmaprāpta
Mahasthamaprapta
Kommentar öffnen
Bodhisattva der großen Kraft, oft mit Avalokiteshvara assoziiert
中文原文
大势至(dàshìzhì)/mahāsthāmaprāpta
Deutsch
Mahasthamaprapta
Kommentar
Bodhisattva der großen Kraft, oft mit Avalokiteshvara assoziiert
176 #
弥勒(mílè)/maitreya
Maitreya
Kommentar öffnen
Buddha der Zukunft
中文原文
弥勒(mílè)/maitreya
Deutsch
Maitreya
Kommentar
Buddha der Zukunft
177 #
末那識(mò nà shí)/manas
Manas-Bewusstsein
Kommentar öffnen
Siebtes Bewusstsein der Yogācāra-Lehre. Es identifiziert das Speicherbewusstsein (ālaya-vijñāna) als ‚Ich‘ und bildet die subtile Grundlage der Ich-Anhaftung.
中文原文
末那識(mò nà shí)/manas
Deutsch
Manas-Bewusstsein
Kommentar
Siebtes Bewusstsein der Yogācāra-Lehre. Es identifiziert das Speicherbewusstsein (ālaya-vijñāna) als ‚Ich‘ und bildet die subtile Grundlage der Ich-Anhaftung.
178 #
文殊師利,文殊(wénshūshīlì,wénshū)/mañjuśrī
Manjushri
Kommentar öffnen
Bodhisattva der Weisheit; führt im Sutra aus begrifflicher Verwirrung heraus.
中文原文
文殊師利,文殊(wénshūshīlì,wénshū)/mañjuśrī
Deutsch
Manjushri
Kommentar
Bodhisattva der Weisheit; führt im Sutra aus begrifflicher Verwirrung heraus.
179 #
咒,真言(zhòu,zhēnyán)/mantra
Mantra
Kommentar öffnen
Heilige Silbenfolge oder Formel mit schützender oder transformierender Wirkung.
中文原文
咒,真言(zhòu,zhēnyán)/mantra
Deutsch
Mantra
Kommentar
Heilige Silbenfolge oder Formel mit schützender oder transformierender Wirkung.
180 #
呪心(zhòu xīn)/-
Mantra-Herz
Kommentar öffnen
„Herz“ des Mantras: der nicht-begriffliche Klangkörper als Träger von Sammlung/Schutz; nicht Bedeutung, sondern Resonanz.
中文原文
呪心(zhòu xīn)/-
Deutsch
Mantra-Herz
Kommentar
„Herz“ des Mantras: der nicht-begriffliche Klangkörper als Träger von Sammlung/Schutz; nicht Bedeutung, sondern Resonanz.
181 #
魔王大自在天(mówáng dà zìzài tiān)/-
Māra-König Mahēśvara
Kommentar öffnen
„Großer自在天“ (Mahēśvara) als Māra-König; in Rolle 7 heißt es, er finde keinen Ansatzpunkt gegen Übende im Schutzfeld.
中文原文
魔王大自在天(mówáng dà zìzài tiān)/-
Deutsch
Māra-König Mahēśvara
Kommentar
„Großer自在天“ (Mahēśvara) als Māra-König; in Rolle 7 heißt es, er finde keinen Ansatzpunkt gegen Übende im Schutzfeld.
182 #
末伽梨(mòjiālí)/Maskari
Maskari
Kommentar öffnen
Vertreter äußerer Lehren; steht für falsche Absolutsetzungen.
中文原文
末伽梨(mòjiālí)/Maskari
Deutsch
Maskari
Kommentar
Vertreter äußerer Lehren; steht für falsche Absolutsetzungen.
183 #
摩登伽(módēngqié)/mātaṅgī
Matangi
Kommentar öffnen
Bhikshuni der Wesens-Reinheit – Eine ehemals an Begierde gebundene Frau, die durch Dharma befreit wurde.
中文原文
摩登伽(módēngqié)/mātaṅgī
Deutsch
Matangi
Kommentar
Bhikshuni der Wesens-Reinheit – Eine ehemals an Begierde gebundene Frau, die durch Dharma befreit wurde.
184 #
本妙圓心(běn miào yuánxīn)/-
Mitte
Kommentar öffnen
Bezeichnung für das Ursprüngliche jenseits von Subjekt, Objekt und Funktion. Keine psychologische oder metaphysische Instanz.
中文原文
本妙圓心(běn miào yuánxīn)/-
Deutsch
Mitte
Kommentar
Bezeichnung für das Ursprüngliche jenseits von Subjekt, Objekt und Funktion. Keine psychologische oder metaphysische Instanz.
185 #
自然(zìrán)/-
Natürlichkeit
Kommentar öffnen
Ebenfalls ein begrenztes Erklärungsmodell; wird zusammen mit Ursache-Bedingung entleert.
中文原文
自然(zìrán)/-
Deutsch
Natürlichkeit
Kommentar
Ebenfalls ein begrenztes Erklärungsmodell; wird zusammen mit Ursache-Bedingung entleert.
186 #
那由他(nàyóutā)/-
Nayuta (Zahlwort)
Kommentar öffnen
Indisches Zahlwort für eine sehr große Zahl; oft zusammen mit 恒河沙/俱胝 als Ausdruck von Unzählbarkeit.
中文原文
那由他(nàyóutā)/-
Deutsch
Nayuta (Zahlwort)
Kommentar
Indisches Zahlwort für eine sehr große Zahl; oft zusammen mit 恒河沙/俱胝 als Ausdruck von Unzählbarkeit.
187 #
无学(wúxué)/aśaikṣa
Nicht-mehr-Lernen
Kommentar öffnen
Stufe des vollendeten Lernens (Arhatschaft)
中文原文
无学(wúxué)/aśaikṣa
Deutsch
Nicht-mehr-Lernen
Kommentar
Stufe des vollendeten Lernens (Arhatschaft)
188 #
無學(wúxué)/-
Nicht-mehr-Lernende
Kommentar öffnen
Bezeichnet Übende, deren Schulung abgeschlossen ist (asekha), z. B. Arhats. In Rolle 7 als rasche Bestätigung durch Schutz/Mantra genannt.
中文原文
無學(wúxué)/-
Deutsch
Nicht-mehr-Lernende
Kommentar
Bezeichnet Übende, deren Schulung abgeschlossen ist (asekha), z. B. Arhats. In Rolle 7 als rasche Bestätigung durch Schutz/Mantra genannt.
189 #
不二(bù èr)/-
Nicht-Zweiheit
Kommentar öffnen
Grundsicht, dass Binden und Lösen, Sinneswurzel und Sinnesobjekt letztlich nicht zwei getrennte Wirklichkeiten sind. In Rolle 5 wird betont: „Binden und Lösen sind nicht zwei“.
中文原文
不二(bù èr)/-
Deutsch
Nicht-Zweiheit
Kommentar
Grundsicht, dass Binden und Lösen, Sinneswurzel und Sinnesobjekt letztlich nicht zwei getrennte Wirklichkeiten sind. In Rolle 5 wird betont: „Binden und Lösen sind nicht zwei“.
190 #
涅槃(niè pán)/nirvāṇa
Nirvana
Kommentar öffnen
„Erlöschen“ der Ursachen von Leiden und Wiedergeburt.Nicht als Zustand oder Jenseits, sondern als Nicht-Verstrickung und Ruhe des Greifens verstanden.
中文原文
涅槃(niè pán)/nirvāṇa
Deutsch
Nirvana
Kommentar
„Erlöschen“ der Ursachen von Leiden und Wiedergeburt.Nicht als Zustand oder Jenseits, sondern als Nicht-Verstrickung und Ruhe des Greifens verstanden.
191 #
唯识(wéishí)/vijñapti-mātra
Nur-Bewusstsein
Kommentar öffnen
Lehre, dass alles nur Bewusstseinsprojektion ist
中文原文
唯识(wéishí)/vijñapti-mātra
Deutsch
Nur-Bewusstsein
Kommentar
Lehre, dass alles nur Bewusstseinsprojektion ist
192 #
道場(dàochǎng)/-
Ort der Praxis
Kommentar öffnen
Wörtlich „Ort des Erwachens“: Übungs- und Ritualraum, in dem Gelübde, Mantra-Rezitation und Sammlung zusammengeführt werden.
中文原文
道場(dàochǎng)/-
Deutsch
Ort der Praxis
Kommentar
Wörtlich „Ort des Erwachens“: Übungs- und Ritualraum, in dem Gelübde, Mantra-Rezitation und Sammlung zusammengeführt werden.
193 #
人空(rén kōng)/-
Person-Leerheit
Kommentar öffnen
Erste Stufe der Befreiung im Schema von Rolle 5: Beim Lösen eines Sinnesknotens fällt zunächst die Vorstellung eines festen „Ich“ (Person) als eigenständige Substanz.
中文原文
人空(rén kōng)/-
Deutsch
Person-Leerheit
Kommentar
Erste Stufe der Befreiung im Schema von Rolle 5: Beim Lösen eines Sinnesknotens fällt zunächst die Vorstellung eines festen „Ich“ (Person) als eigenständige Substanz.
194 #
蔽尸(bìshī)/peśī
Peśī (Keimform)
Kommentar öffnen
Traditioneller Begriff für Embryostufe; in Rolle 7 mit „Feuchtgeburt“ verbunden.
中文原文
蔽尸(bìshī)/peśī
Deutsch
Peśī (Keimform)
Kommentar
Traditioneller Begriff für Embryostufe; in Rolle 7 mit „Feuchtgeburt“ verbunden.
195 #
毘舍遮(píshězhē)/piśāca
Pishaca
Kommentar öffnen
Dämonenklasse; in Rolle 7 als Störer genannt.
中文原文
毘舍遮(píshězhē)/piśāca
Deutsch
Pishaca
Kommentar
Dämonenklasse; in Rolle 7 als Störer genannt.
196 #
波斯匿(bōsīní)/Prasenajit
Prasenajit
Kommentar öffnen
König von Kosala; Dialogpartner des Buddha in Rolle 2.
中文原文
波斯匿(bōsīní)/Prasenajit
Deutsch
Prasenajit
Kommentar
König von Kosala; Dialogpartner des Buddha in Rolle 2.
197 #
富樓那(fùlóunà)/Pūrṇa
Purna
Kommentar öffnen
Einer der Hauptschüler des Buddha, bekannt als „Lehrer des Dharma“.
中文原文
富樓那(fùlóunà)/Pūrṇa
Deutsch
Purna
Kommentar
Einer der Hauptschüler des Buddha, bekannt als „Lehrer des Dharma“.
198 #
富單那(fùdānnà)/pūtana
Putana
Kommentar öffnen
Dämonenklasse; in Rolle 7 als Störer genannt.
中文原文
富單那(fùdānnà)/pūtana
Deutsch
Putana
Kommentar
Dämonenklasse; in Rolle 7 als Störer genannt.
199 #
輪手,輪相手(lúnshǒu)/cakra-hasta
Rad-Hand
Kommentar öffnen
Eines der Hauptmerkmale eines Buddha: das Rad-Zeichen in der Handfläche als Symbol vollendeter Wirksamkeit.
中文原文
輪手,輪相手(lúnshǒu)/cakra-hasta
Deutsch
Rad-Hand
Kommentar
Eines der Hauptmerkmale eines Buddha: das Rad-Zeichen in der Handfläche als Symbol vollendeter Wirksamkeit.
200 #
羅剎(luóshà)/rākṣasa
Rakshasa
Kommentar öffnen
Klasse von Dämonenwesen; in Rolle 7 als Störer genannt, die keinen Zugang finden.
中文原文
羅剎(luóshà)/rākṣasa
Deutsch
Rakshasa
Kommentar
Klasse von Dämonenwesen; in Rolle 7 als Störer genannt, die keinen Zugang finden.
201 #
安居,雨安居(ānjū,yǔānjū)/Vassa
Regenklausur
Kommentar öffnen
Dreimonatige Rückzugszeit der Mönchsgemeinschaft während der Regenzeit.
中文原文
安居,雨安居(ānjū,yǔānjū)/Vassa
Deutsch
Regenklausur
Kommentar
Dreimonatige Rückzugszeit der Mönchsgemeinschaft während der Regenzeit.
202 #
净土(jìngtǔ)/sukhāvatī
Reines Land
Kommentar öffnen
Reines Land des Buddha Amitabha (Sukhavati)
中文原文
净土(jìngtǔ)/sukhāvatī
Deutsch
Reines Land
Kommentar
Reines Land des Buddha Amitabha (Sukhavati)
203 #
齋戒(zhāijiè)/-
Reinheits-/Fastengelübde
Kommentar öffnen
Übung von Reinheit/Fasten. In Rolle 7 heißt es, dass Reinheit auch ohne formale Gelübde „von selbst“ entstehen kann (nicht als Freibrief, sondern als Feldwirkung).
中文原文
齋戒(zhāijiè)/-
Deutsch
Reinheits-/Fastengelübde
Kommentar
Übung von Reinheit/Fasten. In Rolle 7 heißt es, dass Reinheit auch ohne formale Gelübde „von selbst“ entstehen kann (nicht als Freibrief, sondern als Feldwirkung).
204 #
還源(huán yuán)/-
Rückkehr zum Ursprung
Kommentar öffnen
Bezeichnet die Bewegung zurück zur Quelle des Nicht-Entstehenden und Unvergänglichen. In Rolle 5 verbunden mit dem Lösen der Sinnesknoten: Wahrnehmen kehrt nach innen zurück, das ursprüngliche Leuchten tritt hervor.
中文原文
還源(huán yuán)/-
Deutsch
Rückkehr zum Ursprung
Kommentar
Bezeichnet die Bewegung zurück zur Quelle des Nicht-Entstehenden und Unvergänglichen. In Rolle 5 verbunden mit dem Lösen der Sinnesknoten: Wahrnehmen kehrt nach innen zurück, das ursprüngliche Leuchten tritt hervor.
205 #
娑婆世界(suōpó shìjiè)/sahā
Saha-Welt
Kommentar öffnen
„Welt des Ertragens“; das Weltfeld der Praxis unter Leidensbedingungen.
中文原文
娑婆世界(suōpó shìjiè)/sahā
Deutsch
Saha-Welt
Kommentar
„Welt des Ertragens“; das Weltfeld der Praxis unter Leidensbedingungen.
206 #
三昧(sānmèi)/samādhi
Samadhi
Kommentar öffnen
Sammlung ohne Fixierung; kein Zustand, sondern Nicht-Zerstreut-Sein.
中文原文
三昧(sānmèi)/samādhi
Deutsch
Samadhi
Kommentar
Sammlung ohne Fixierung; kein Zustand, sondern Nicht-Zerstreut-Sein.
207 #
三昧(sānmèi)/samādhi
Samadhi
Kommentar öffnen
Zustand gesammelter, stabiler und durchdringender Versenkung, in dem Zerstreuung zur Ruhe kommt und Erkenntnis möglich wird. Im Śūraṅgama keine Flucht aus der Welt, sondern Grundlage klaren Sehens.
中文原文
三昧(sānmèi)/samādhi
Deutsch
Samadhi
Kommentar
Zustand gesammelter, stabiler und durchdringender Versenkung, in dem Zerstreuung zur Ruhe kommt und Erkenntnis möglich wird. Im Śūraṅgama keine Flucht aus der Welt, sondern Grundlage klaren Sehens.
208 #
三摩地(sānmódì)/samādhi
Samadhi (Sammlung)
Kommentar öffnen
Samādhi bezeichnet hier nicht bloß Konzentration, sondern die stabile Sammlung des Geistes, in der Verblendung nicht neu entsteht.
中文原文
三摩地(sānmódì)/samādhi
Deutsch
Samadhi (Sammlung)
Kommentar
Samādhi bezeichnet hier nicht bloß Konzentration, sondern die stabile Sammlung des Geistes, in der Verblendung nicht neu entsteht.
209 #
普贤(pǔxián)/samantabhadra
Samantabhadra
Kommentar öffnen
Bodhisattva des allumfassenden Handelns
中文原文
普贤(pǔxián)/samantabhadra
Deutsch
Samantabhadra
Kommentar
Bodhisattva des allumfassenden Handelns
210 #
三昧(sānmèi)/samādhi
Sammlung
Kommentar öffnen
Übersetzung für Samadhi oder meditative Vertiefung
中文原文
三昧(sānmèi)/samādhi
Deutsch
Sammlung
Kommentar
Übersetzung für Samadhi oder meditative Vertiefung
211 #
輪迴(lúnhuí)/saṃsāra
Samsara
Kommentar öffnen
Der Kreislauf von Geburt, Tod und Wiedergeburt.
中文原文
輪迴(lúnhuí)/saṃsāra
Deutsch
Samsara
Kommentar
Der Kreislauf von Geburt, Tod und Wiedergeburt.
212 #
僧伽,僧(sēngqié,sēng)/saṅgha
Sangha
Kommentar öffnen
Gemeinschaft der buddhistischen Praktizierenden.
中文原文
僧伽,僧(sēngqié,sēng)/saṅgha
Deutsch
Sangha
Kommentar
Gemeinschaft der buddhistischen Praktizierenden.
213 #
灌頂(guàndǐng)/abhiṣeka
Scheitelweihe
Kommentar öffnen
„Befehlen/Übergießen des Scheitels“: Einweihung/Bestärkung durch die Buddhas; in Rolle 7 verbunden mit dem Herabkommen des großen Mitgefühlslichtes.
中文原文
灌頂(guàndǐng)/abhiṣeka
Deutsch
Scheitelweihe
Kommentar
„Befehlen/Übergießen des Scheitels“: Einweihung/Bestärkung durch die Buddhas; in Rolle 7 verbunden mit dem Herabkommen des großen Mitgefühlslichtes.
214 #
六识(liù shí)/ṣaḍ-vijñāna
Sechs Bewusstseinsarten
Kommentar öffnen
Wahrnehmungsbewusstsein je Sinn
中文原文
六识(liù shí)/ṣaḍ-vijñāna
Deutsch
Sechs Bewusstseinsarten
Kommentar
Wahrnehmungsbewusstsein je Sinn
215 #
六修行位(liù xiūxíng wèi)/-
Sechs Ebenen der geistigen Übung
Kommentar öffnen
Sechs aufeinander bezogene Ebenen innerer Schulung, beginnend bei ethischer Stabilisierung über Sammlung und Durchdringung bis zur nicht‑dualen Einsicht. Sie beschreiben Vertiefungsgrade der Praxis, keine feste Rangordnung oder spirituelle Hierarchie.
中文原文
六修行位(liù xiūxíng wèi)/-
Deutsch
Sechs Ebenen der geistigen Übung
Kommentar
Sechs aufeinander bezogene Ebenen innerer Schulung, beginnend bei ethischer Stabilisierung über Sammlung und Durchdringung bis zur nicht‑dualen Einsicht. Sie beschreiben Vertiefungsgrade der Praxis, keine feste Rangordnung oder spirituelle Hierarchie.
216 #
六大(liù dà)/ṣaḍdhātu
Sechs Elemente
Kommentar öffnen
Die vier oben genannten plus Raum und Bewusstsein.
中文原文
六大(liù dà)/ṣaḍdhātu
Deutsch
Sechs Elemente
Kommentar
Die vier oben genannten plus Raum und Bewusstsein.
217 #
六大(liùdà)/ṣaḍmahābhūtāni
Sechs große Elemente
Kommentar öffnen
Fünf Elemente plus Erkennen; dienen der Ent-Ortung auch der Erkenntnisfunktion.
中文原文
六大(liùdà)/ṣaḍmahābhūtāni
Deutsch
Sechs große Elemente
Kommentar
Fünf Elemente plus Erkennen; dienen der Ent-Ortung auch der Erkenntnisfunktion.
218 #
六根(liù gēn)/ṣaḍ-indriya
Sechs Sinne
Kommentar öffnen
Auge, Ohr, Nase, Zunge, Körper, Geist
中文原文
六根(liù gēn)/ṣaḍ-indriya
Deutsch
Sechs Sinne
Kommentar
Auge, Ohr, Nase, Zunge, Körper, Geist
219 #
六尘(liù chén)/ṣaḍ-viṣaya
Sechs Sinnesobjekte
Kommentar öffnen
Form, Klang, Geruch, Geschmack, Berührung, Gedanke
中文原文
六尘(liù chén)/ṣaḍ-viṣaya
Deutsch
Sechs Sinnesobjekte
Kommentar
Form, Klang, Geruch, Geschmack, Berührung, Gedanke
220 #
奢摩他,止(shēmótuō,zhǐ)/śamatha
Shamatha
Kommentar öffnen
„Beruhigung des Geistes“. Praxis des Stillwerdens ohne Fixieren oder Unterdrücken; im Shurangama-Sutra das Lösen von Anstrengung, sodass das Ursprüngiche gegenwärtig wird.
中文原文
奢摩他,止(shēmótuō,zhǐ)/śamatha
Deutsch
Shamatha
Kommentar
„Beruhigung des Geistes“. Praxis des Stillwerdens ohne Fixieren oder Unterdrücken; im Shurangama-Sutra das Lösen von Anstrengung, sodass das Ursprüngiche gegenwärtig wird.
221 #
舍利弗(shèlìfú)/Śāriputra
Shariputra
Kommentar öffnen
bekannt für Weisheit, „Sohn des Dharma“
中文原文
舍利弗(shèlìfú)/Śāriputra
Deutsch
Shariputra
Kommentar
bekannt für Weisheit, „Sohn des Dharma“
222 #
首楞嚴(shǒuléngyán)/śūraṅgama
Shurangama
Kommentar öffnen
„Unerschütterlich, standhaft“; Name des Sutras und eines höchsten Samadhi.
中文原文
首楞嚴(shǒuléngyán)/śūraṅgama
Deutsch
Shurangama
Kommentar
„Unerschütterlich, standhaft“; Name des Sutras und eines höchsten Samadhi.
223 #
七大(qīdà)/saptamahābhūtāni
Sieben große Elemente
Kommentar öffnen
Sechs große Elemente plus Bewusstsein; zeigen, dass auch Bewusstsein keinen Ursprung hat.
中文原文
七大(qīdà)/saptamahābhūtāni
Deutsch
Sieben große Elemente
Kommentar
Sechs große Elemente plus Bewusstsein; zeigen, dass auch Bewusstsein keinen Ursprung hat.
224 #
六入(liùrù)/ṣaḍāyatana
Sinneseingänge
Kommentar öffnen
Die sechs Wahrnehmungseingänge: Auge, Ohr, Nase, Zunge, Körper, Denksinn.
中文原文
六入(liùrù)/ṣaḍāyatana
Deutsch
Sinneseingänge
Kommentar
Die sechs Wahrnehmungseingänge: Auge, Ohr, Nase, Zunge, Körper, Denksinn.
225 #
六塵(liuchen)/-
Sinnesobjekte / Staub
Kommentar öffnen
Wahrnehmungsobjekte, an denen der Geist haftet; „Staub“ als Bild für Verdeckung.
中文原文
六塵(liuchen)/-
Deutsch
Sinnesobjekte / Staub
Kommentar
Wahrnehmungsobjekte, an denen der Geist haftet; „Staub“ als Bild für Verdeckung.
226 #
根(gēn)/indriya
Sinneswurzel
Kommentar öffnen
Grundlage / Fähigkeit des Sinnesorgans
中文原文
根(gēn)/indriya
Deutsch
Sinneswurzel
Kommentar
Grundlage / Fähigkeit des Sinnesorgans
227 #
六根(liùgēn)/ṣaḍindriya
Sinneswurzeln
Kommentar öffnen
Die sechs Wahrnehmungsgrundlagen; keine festen Organe, sondern bedingt erscheinende Struktur.
中文原文
六根(liùgēn)/ṣaḍindriya
Deutsch
Sinneswurzeln
Kommentar
Die sechs Wahrnehmungsgrundlagen; keine festen Organe, sondern bedingt erscheinende Struktur.
228 #
悉怛多鉢怛囉(xīdáduō bōdáluó)/sitatapatra
Sitatapatra
Kommentar öffnen
„Weißer Schirm“: Titel/Beiname des Mantras (Śūraṅgama-Mantra). In Rolle 7 als „Buddha-Gipfel-Lichtbündel“-Mantra vorgestellt.
中文原文
悉怛多鉢怛囉(xīdáduō bōdáluó)/sitatapatra
Deutsch
Sitatapatra
Kommentar
„Weißer Schirm“: Titel/Beiname des Mantras (Śūraṅgama-Mantra). In Rolle 7 als „Buddha-Gipfel-Lichtbündel“-Mantra vorgestellt.
229 #
真如(zhēnrú)/tathatā
Soheit
Kommentar öffnen
Ausdruck für das Unverstellte jenseits aller begrifflichen Festlegung. Nicht ontologisch zu verstehen.
中文原文
真如(zhēnrú)/tathatā
Deutsch
Soheit
Kommentar
Ausdruck für das Unverstellte jenseits aller begrifflichen Festlegung. Nicht ontologisch zu verstehen.
230 #
真如(zhēnrú)/-
Soheit
Kommentar öffnen
Die Wirklichkeit, wie sie ist, vor jeder begrifflichen Teilung. Keine Substanz, sondern unmittelbare Gegebenheit.
中文原文
真如(zhēnrú)/-
Deutsch
Soheit
Kommentar
Die Wirklichkeit, wie sie ist, vor jeder begrifflichen Teilung. Keine Substanz, sondern unmittelbare Gegebenheit.
231 #
舍衛城(shěwèichéng)/Śrāvastī
Sravasti
Kommentar öffnen
Bedeutende Stadt, in der der Buddha viele Lehrjahre verbrachte.
中文原文
舍衛城(shěwèichéng)/Śrāvastī
Deutsch
Sravasti
Kommentar
Bedeutende Stadt, in der der Buddha viele Lehrjahre verbrachte.
232 #
塵(chén)/-
Staub
Kommentar öffnen
Sinneseindrücke, weltliche Verstrickungen (Metapher)
中文原文
塵(chén)/-
Deutsch
Staub
Kommentar
Sinneseindrücke, weltliche Verstrickungen (Metapher)
233 #
六塵(liùchén)/viṣaya
Staubobjekte
Kommentar öffnen
Wahrnehmungsobjekte (Form, Klang, Duft, Geschmack, Berührung, Dharmas); „Staub“ meint das, woran Anhaftung haftet.
中文原文
六塵(liùchén)/viṣaya
Deutsch
Staubobjekte
Kommentar
Wahrnehmungsobjekte (Form, Klang, Duft, Geschmack, Berührung, Dharmas); „Staub“ meint das, woran Anhaftung haftet.
234 #
塵境(chén jìng)/-
Staubphänomene
Kommentar öffnen
Die sinnlich wahrnehmbaren Objekte (Formen, Klänge etc.)
中文原文
塵境(chén jìng)/-
Deutsch
Staubphänomene
Kommentar
Die sinnlich wahrnehmbaren Objekte (Formen, Klänge etc.)
235 #
寂灭(jìmìe)/-
Stille Erlöschung
Kommentar öffnen
Der Zustand des vollkommenen Friedens, frei von mentaler Unruhe.
中文原文
寂灭(jìmìe)/-
Deutsch
Stille Erlöschung
Kommentar
Der Zustand des vollkommenen Friedens, frei von mentaler Unruhe.
236 #
須陀洹(xū tuó huán)/srota-āpanna
Stromeingetretener
Kommentar öffnen
Begriff aus der frühen Lehre; im Sutra wird der „Strom“ psychologisch-strukturell weitergeführt.
中文原文
須陀洹(xū tuó huán)/srota-āpanna
Deutsch
Stromeingetretener
Kommentar
Begriff aus der frühen Lehre; im Sutra wird der „Strom“ psychologisch-strukturell weitergeführt.
237 #
法云地(fǎ yún dì)/-
Stufe der Dharma-Wolke
Kommentar öffnen
Zehnte und letzte Bodhisattva-Stufe. Der Geist wirkt wie eine Wolke des Dharma, die Wesen ohne Absicht nährt.
中文原文
法云地(fǎ yún dì)/-
Deutsch
Stufe der Dharma-Wolke
Kommentar
Zehnte und letzte Bodhisattva-Stufe. Der Geist wirkt wie eine Wolke des Dharma, die Wesen ohne Absicht nährt.
238 #
初地(chū dì)/-
Stufe der Freude
Kommentar öffnen
Erste Bodhisattva-Stufe, gekennzeichnet durch unmittelbare Einsicht und große innere Freude ohne Anhaftung.
中文原文
初地(chū dì)/-
Deutsch
Stufe der Freude
Kommentar
Erste Bodhisattva-Stufe, gekennzeichnet durch unmittelbare Einsicht und große innere Freude ohne Anhaftung.
239 #
乾慧地(gān huì dì)/-
Stufe der trockenen Weisheit
Kommentar öffnen
Einsicht, die schon erkennt, aber noch nicht vollständig „durchfeuchtet“/verkörpert ist; Auftakt zur Wegdarlegung (Stufen als didaktische Markierungen, nicht als Besitz).
中文原文
乾慧地(gān huì dì)/-
Deutsch
Stufe der trockenen Weisheit
Kommentar
Einsicht, die schon erkennt, aber noch nicht vollständig „durchfeuchtet“/verkörpert ist; Auftakt zur Wegdarlegung (Stufen als didaktische Markierungen, nicht als Besitz).
240 #
經,修多羅(jīng,xiūduōluó)/sūtra
Sutra
Kommentar öffnen
Lehrrede des Buddha.
中文原文
經,修多羅(jīng,xiūduōluó)/sūtra
Deutsch
Sutra
Kommentar
Lehrrede des Buddha.
241 #
卍・卐(wàn)/svastika
Svastika
Kommentar öffnen
Altes buddhistisches Symbol für Glück, Vollkommenheit und Mitte.
中文原文
卍・卐(wàn)/svastika
Deutsch
Svastika
Kommentar
Altes buddhistisches Symbol für Glück, Vollkommenheit und Mitte.
242 #
如來(rúlái)/tathāgata
Tathagata
Kommentar öffnen
Titel des Buddha in seiner Lehr- und Funktionsrolle („So-Gekommener“). Wird vor allem in Lehrformeln und Komposita verwendet.
中文原文
如來(rúlái)/tathāgata
Deutsch
Tathagata
Kommentar
Titel des Buddha in seiner Lehr- und Funktionsrolle („So-Gekommener“). Wird vor allem in Lehrformeln und Komposita verwendet.
243 #
如来(rúlái)/tathāgata
Tathagata
Kommentar öffnen
Ehrentitel eines Buddha. Bezeichnet einen, der die Wirklichkeit so erkannt hat, wie sie ist, ohne aus ihr heraus- oder in sie hineinzugehen.
中文原文
如来(rúlái)/tathāgata
Deutsch
Tathagata
Kommentar
Ehrentitel eines Buddha. Bezeichnet einen, der die Wirklichkeit so erkannt hat, wie sie ist, ohne aus ihr heraus- oder in sie hineinzugehen.
244 #
如來藏(rúláizàng)/tathāgatagarbha
Tathagata-Speicher
Kommentar öffnen
Didaktischer Begriff für den allumfassenden Zusammenhang, in dem Form und Leere erscheinen. Kein metaphysisches Substrat, sondern ein Lehrrahmen, der im Verlauf des Sutras entleert wird.
中文原文
如來藏(rúláizàng)/tathāgatagarbha
Deutsch
Tathagata-Speicher
Kommentar
Didaktischer Begriff für den allumfassenden Zusammenhang, in dem Form und Leere erscheinen. Kein metaphysisches Substrat, sondern ein Lehrrahmen, der im Verlauf des Sutras entleert wird.
245 #
返流(fǎn liú)/-
Umkehr des Stroms
Kommentar öffnen
Wendung der Aufmerksamkeit gegen den gewohnten Lauf nach außen (zu Sinnesobjekten) zurück zur Quelle. In Rolle 5 als Bild für das Umkehren des anfangslosen Stroms von Geburt und Tod hin zum Nicht-Entstehenden.
中文原文
返流(fǎn liú)/-
Deutsch
Umkehr des Stroms
Kommentar
Wendung der Aufmerksamkeit gegen den gewohnten Lauf nach außen (zu Sinnesobjekten) zurück zur Quelle. In Rolle 5 als Bild für das Umkehren des anfangslosen Stroms von Geburt und Tod hin zum Nicht-Entstehenden.
246 #
無間獄(wújiān yù)/avīci
Ununterbrochene Hölle
Kommentar öffnen
Zustand fortgesetzter Verblendung ohne Unterbrechung; im Sutra funktional‑ethisch gemeint.
中文原文
無間獄(wújiān yù)/avīci
Deutsch
Ununterbrochene Hölle
Kommentar
Zustand fortgesetzter Verblendung ohne Unterbrechung; im Sutra funktional‑ethisch gemeint.
247 #
因緣(yīnyuán)/hetu-pratyaya / yinyuan
Ursachen und Bedingungen
Kommentar öffnen
Relatives Erklärungsmodell für Entstehen; im Sutra nicht als letzte Erklärung akzeptiert.
中文原文
因緣(yīnyuán)/hetu-pratyaya / yinyuan
Deutsch
Ursachen und Bedingungen
Kommentar
Relatives Erklärungsmodell für Entstehen; im Sutra nicht als letzte Erklärung akzeptiert.
248 #
妙明(miào míng)/-
Ursprünglich klares Erkennen
Kommentar öffnen
Grundlage des Bewusstseins vor Verblendung
中文原文
妙明(miào míng)/-
Deutsch
Ursprünglich klares Erkennen
Kommentar
Grundlage des Bewusstseins vor Verblendung
249 #
本然(běn rán)/prakṛti-prabhāsvara
ursprünglich so
Kommentar öffnen
Bezeichnet das ursprünglich Gegebene, nicht Produzierte. Kein Substrat im ontologischen Sinn, sondern das Nicht-Gemachte, das nicht eigens entsteht.
中文原文
本然(běn rán)/prakṛti-prabhāsvara
Deutsch
ursprünglich so
Kommentar
Bezeichnet das ursprünglich Gegebene, nicht Produzierte. Kein Substrat im ontologischen Sinn, sondern das Nicht-Gemachte, das nicht eigens entsteht.
250 #
本觉(běn jué)/-
Ursprüngliches Erwachen
Kommentar öffnen
Die schon immer vorhandene erleuchtete Natur, die nicht erzeugt wird.
中文原文
本觉(běn jué)/-
Deutsch
Ursprüngliches Erwachen
Kommentar
Die schon immer vorhandene erleuchtete Natur, die nicht erzeugt wird.
251 #
毘盧遮那(pílúzhēnà)/Vairocana
Vairocana
Kommentar öffnen
Kosmischer Buddha des Dharmakāya. In Rolle 9 häufig als Projektionsfigur konzeptiver Verirrung verwendet.
中文原文
毘盧遮那(pílúzhēnà)/Vairocana
Deutsch
Vairocana
Kommentar
Kosmischer Buddha des Dharmakāya. In Rolle 9 häufig als Projektionsfigur konzeptiver Verirrung verwendet.
252 #
金剛(jīngāng)/vajra
Vajra
Kommentar öffnen
„Diamant/Donnerkeil“: Symbol unzerstörbarer Klarheit und Durchschlagskraft. In Rolle 7 als Schutzkräfte (Vajra-Wesen) und Vajra-Stab.
中文原文
金剛(jīngāng)/vajra
Deutsch
Vajra
Kommentar
„Diamant/Donnerkeil“: Symbol unzerstörbarer Klarheit und Durchschlagskraft. In Rolle 7 als Schutzkräfte (Vajra-Wesen) und Vajra-Stab.
253 #
金刚(jīngāng)/vajra
Vajra-gleiches Erwachen
Kommentar öffnen
diamantartiges, unzerstörbares Erwachen
中文原文
金刚(jīngāng)/vajra
Deutsch
Vajra-gleiches Erwachen
Kommentar
diamantartiges, unzerstörbares Erwachen
254 #
金剛藏王菩薩(jīngāng cáng wáng púsà)/-
Vajra-Schatzkönig-Bodhisattva
Kommentar öffnen
Schutz- und Begleitkräfte des Mantras; in Rolle 7 als unzählige Bodhisattva-Geschlechter mit Vajra-Gefolge dargestellt.
中文原文
金剛藏王菩薩(jīngāng cáng wáng púsà)/-
Deutsch
Vajra-Schatzkönig-Bodhisattva
Kommentar
Schutz- und Begleitkräfte des Mantras; in Rolle 7 als unzählige Bodhisattva-Geschlechter mit Vajra-Gefolge dargestellt.
255 #
無明(wúmíng)/Avidyā
Verblendung
Kommentar öffnen
Grundlegende Unwissenheit über die wahre Natur der Wirklichkeit.
中文原文
無明(wúmíng)/Avidyā
Deutsch
Verblendung
Kommentar
Grundlegende Unwissenheit über die wahre Natur der Wirklichkeit.
256 #
世界顛倒(shìjiè diāndǎo)/-
Verkehrung der Welt
Kommentar öffnen
Die verkehrte Setzung von „Welt“ (Außenperspektive) als Grund; entsteht aus Segmentierung, Wandel und Sinneskette.
中文原文
世界顛倒(shìjiè diāndǎo)/-
Deutsch
Verkehrung der Welt
Kommentar
Die verkehrte Setzung von „Welt“ (Außenperspektive) als Grund; entsteht aus Segmentierung, Wandel und Sinneskette.
257 #
眾生顛倒(zhòngshēng diāndǎo)/-
Verkehrung der Wesen
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Die verkehrte Setzung von „Wesen“ (Innenperspektive) als Grund; entsteht aus der Schleife von Gewöhnung und Karma.
中文原文
眾生顛倒(zhòngshēng diāndǎo)/-
Deutsch
Verkehrung der Wesen
Kommentar
Die verkehrte Setzung von „Wesen“ (Innenperspektive) als Grund; entsteht aus der Schleife von Gewöhnung und Karma.
258 #
妄(wàng)/-
Verkennung
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„Falsch/Verkannt“: bezeichnet nicht ein „zweites Sein“, sondern Zuschreibung ohne Grund; in Rolle 7: Entstehen/Vergehen als 妄.
中文原文
妄(wàng)/-
Deutsch
Verkennung
Kommentar
„Falsch/Verkannt“: bezeichnet nicht ein „zweites Sein“, sondern Zuschreibung ohne Grund; in Rolle 7: Entstehen/Vergehen als 妄.
259 #
煩惱(fánnǎo)/kleśa
Verstrickungen
Kommentar öffnen
Geistige Gifte wie Gier, Hass und Verblendung, die Leiden erzeugen.
中文原文
煩惱(fánnǎo)/kleśa
Deutsch
Verstrickungen
Kommentar
Geistige Gifte wie Gier, Hass und Verblendung, die Leiden erzeugen.
260 #
四棄(sìqì)/-
Vier Ausschlussvergehen
Kommentar öffnen
Schwerste Ordinationsvergehen der Bhikṣus (pārājika): führen zum Ausschluss; in Rolle 7 als „vier Ausschlüsse“ erwähnt.
中文原文
四棄(sìqì)/-
Deutsch
Vier Ausschlussvergehen
Kommentar
Schwerste Ordinationsvergehen der Bhikṣus (pārājika): führen zum Ausschluss; in Rolle 7 als „vier Ausschlüsse“ erwähnt.
261 #
四大(sìdà)/catvāri, mahābhūtāni
Vier Elemente
Kommentar öffnen
Erde, Wasser, Feuer und Wind; klassisches Modell weltlicher Veränderung, im Sutra dekonstruiert.
中文原文
四大(sìdà)/catvāri, mahābhūtāni
Deutsch
Vier Elemente
Kommentar
Erde, Wasser, Feuer und Wind; klassisches Modell weltlicher Veränderung, im Sutra dekonstruiert.
262 #
四根本戒(sì gēnběn jiè)/-
Vier grundlegende Verwerfungen
Kommentar öffnen
Die vier schwersten Formen grundlegender Verfehlung: Töten, Stehlen, sexuelles Fehlverhalten und falsche Rede. Sie werden nicht als Sünden verstanden, sondern als Handlungen, die die Basis jeder geistigen Übung zerstören, weil sie Verstrickung, Angst und Selbstrechtfertigung verstärken.
中文原文
四根本戒(sì gēnběn jiè)/-
Deutsch
Vier grundlegende Verwerfungen
Kommentar
Die vier schwersten Formen grundlegender Verfehlung: Töten, Stehlen, sexuelles Fehlverhalten und falsche Rede. Sie werden nicht als Sünden verstanden, sondern als Handlungen, die die Basis jeder geistigen Übung zerstören, weil sie Verstrickung, Angst und Selbstrechtfertigung verstärken.
263 #
四天王(sìtiānwáng)/cāturmahārāja
Vier Himmelskönige
Kommentar öffnen
Schutzgottheiten der vier Himmelsrichtungen in der buddhistischen Kosmologie.
中文原文
四天王(sìtiānwáng)/cāturmahārāja
Deutsch
Vier Himmelskönige
Kommentar
Schutzgottheiten der vier Himmelsrichtungen in der buddhistischen Kosmologie.
264 #
四種不死論(sìzhǒng bùsǐlùn)/-
Vier unsterbliche Lehren
Kommentar öffnen
Ausweichende, sophistische Lehrpositionen äußerer Schulen, die vom Buddha zurückgewiesen werden.
中文原文
四種不死論(sìzhǒng bùsǐlùn)/-
Deutsch
Vier unsterbliche Lehren
Kommentar
Ausweichende, sophistische Lehrpositionen äußerer Schulen, die vom Buddha zurückgewiesen werden.
265 #
四十四心(sìshísì xīn)/-
Vierundvierzig Herzen
Kommentar öffnen
Bezeichnung für eine Abfolge von 44 Geistes-/Herz-Stufen in der folgenden Wegdarlegung (Kartografie der Entwöhnung von Trennung).
中文原文
四十四心(sìshísì xīn)/-
Deutsch
Vierundvierzig Herzen
Kommentar
Bezeichnung für eine Abfolge von 44 Geistes-/Herz-Stufen in der folgenden Wegdarlegung (Kartografie der Entwöhnung von Trennung).
266 #
毘奈耶(pínàiyé)/vinaya
Vinaya (Disziplinordnung)
Kommentar öffnen
Die buddhistische Disziplinordnung (Regeln, Ordination, Verfahren). In Rolle 7 als Rahmen für „wie es recht ist“ (如法) und die Reinheit der Ordination.
中文原文
毘奈耶(pínàiyé)/vinaya
Deutsch
Vinaya (Disziplinordnung)
Kommentar
Die buddhistische Disziplinordnung (Regeln, Ordination, Verfahren). In Rolle 7 als Rahmen für „wie es recht ist“ (如法) und die Reinheit der Ordination.
267 #
毘那夜迦(pínàiyèjiā)/vināyaka
Vinayaka
Kommentar öffnen
„Vināyaka“ (oft: Gaṇeśa-/Hindernisgeister): in Rolle 7 als Geisterkönige genannt, die schließlich Schutz geloben.
中文原文
毘那夜迦(pínàiyèjiā)/vināyaka
Deutsch
Vinayaka
Kommentar
„Vināyaka“ (oft: Gaṇeśa-/Hindernisgeister): in Rolle 7 als Geisterkönige genannt, die schließlich Schutz geloben.
268 #
圓通(yuántōng)/-
Vollkommene Durchdringung
Kommentar öffnen
Zentrales Praxisprinzip (Rolle 5): Ein Zugang (ein Sinnestor) wird so durchdringend geklärt, dass die Verstrickungen aller sechs Sinne zugleich mitgelöst werden. In den Berichten der Heiligen als „vollkommene Durchdringung“ beschrieben.
中文原文
圓通(yuántōng)/-
Deutsch
Vollkommene Durchdringung
Kommentar
Zentrales Praxisprinzip (Rolle 5): Ein Zugang (ein Sinnestor) wird so durchdringend geklärt, dass die Verstrickungen aller sechs Sinne zugleich mitgelöst werden. In den Berichten der Heiligen als „vollkommene Durchdringung“ beschrieben.
269 #
卍(wàn)/svastika
Wan-Zeichen
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Chinesische Bezeichnung für das Svastika-Zeichen als Symbol der Vollkommenheit und der Herzmitte des Buddha.
中文原文
卍(wàn)/svastika
Deutsch
Wan-Zeichen
Kommentar
Chinesische Bezeichnung für das Svastika-Zeichen als Symbol der Vollkommenheit und der Herzmitte des Buddha.
270 #
四加行(sì jiāháng)/-
Wärme, Gipfel, Geduld, höchste weltliche Stufe
Kommentar öffnen
Vier vorbereitende Einsichtsstufen vor dem Eintritt in die heiligen Bodhisattva-Boden. Sie markieren die zunehmende Durchdringung von Leerheit.
中文原文
四加行(sì jiāháng)/-
Deutsch
Wärme, Gipfel, Geduld, höchste weltliche Stufe
Kommentar
Vier vorbereitende Einsichtsstufen vor dem Eintritt in die heiligen Bodhisattva-Boden. Sie markieren die zunehmende Durchdringung von Leerheit.
271 #
世尊(shìzūn)/bhagavān
Weltverehrter
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Ehrentitel für den Buddha in direkter Anrede.
中文原文
世尊(shìzūn)/bhagavān
Deutsch
Weltverehrter
Kommentar
Ehrentitel für den Buddha in direkter Anrede.
272 #
風輪, 水輪, 金輪(vāyu)/jala, suvarṇa-cakra
Windrad / Wasserrad / Goldrad
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Kosmologische Bilder für bewegende, tragende und verdichtende Strukturen des Erscheinens; keine physischen Räder.
中文原文
風輪, 水輪, 金輪(vāyu)/jala, suvarṇa-cakra
Deutsch
Windrad / Wasserrad / Goldrad
Kommentar
Kosmologische Bilder für bewegende, tragende und verdichtende Strukturen des Erscheinens; keine physischen Räder.
273 #
妙明(miào míng)/-
Wunderbare Klarheit
Kommentar öffnen
Die leuchtende, nicht-duale Natur des Geistes jenseits von Begriffen.
中文原文
妙明(miào míng)/-
Deutsch
Wunderbare Klarheit
Kommentar
Die leuchtende, nicht-duale Natur des Geistes jenseits von Begriffen.
274 #
妙莲(miào lián)/-
Wunder-Lotusblume
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Symbol für Reinheit und Erleuchtung
中文原文
妙莲(miào lián)/-
Deutsch
Wunder-Lotusblume
Kommentar
Symbol für Reinheit und Erleuchtung
275 #
藥叉(yàochā)/yakṣa
Yaksha
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Klasse von Natur-/Schutzgeistern; in Rolle 7 als mögliche Störer, die durch das Schutzfeld gebändigt werden.
中文原文
藥叉(yàochā)/yakṣa
Deutsch
Yaksha
Kommentar
Klasse von Natur-/Schutzgeistern; in Rolle 7 als mögliche Störer, die durch das Schutzfeld gebändigt werden.
276 #
耶輸陀羅(yēshūtuóluó)/Yaśodharā
Yasodhara
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Die Mutter von Rahula, Frau des Buddha vor seinem Erwachen.
中文原文
耶輸陀羅(yēshūtuóluó)/Yaśodharā
Deutsch
Yasodhara
Kommentar
Die Mutter von Rahula, Frau des Buddha vor seinem Erwachen.
277 #
由旬(yóuxún)/-
Yojana
Kommentar öffnen
Altes Entfernungsmaß (variabel). In Rolle 7 u. a. als Radius eines Schutzraums („zwölf Yojanas“).
中文原文
由旬(yóuxún)/-
Deutsch
Yojana
Kommentar
Altes Entfernungsmaß (variabel). In Rolle 7 u. a. als Radius eines Schutzraums („zwölf Yojanas“).
278 #
十類天魔(shí lèi tiān mó)/daśa deva-mārāḥ
Zehn Arten himmlischer Māras
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Zehn Klassen subtiler Versuchung oder Störung, die fortgeschrittene Meditierende betreffen. Sie erscheinen als Fehlinterpretationen von Einsicht, nicht als grobe Dämonen.
中文原文
十類天魔(shí lèi tiān mó)/daśa deva-mārāḥ
Deutsch
Zehn Arten himmlischer Māras
Kommentar
Zehn Klassen subtiler Versuchung oder Störung, die fortgeschrittene Meditierende betreffen. Sie erscheinen als Fehlinterpretationen von Einsicht, nicht als grobe Dämonen.
279 #
十方(shífāng)/-
Zehn Richtungen
Kommentar öffnen
alle Himmelsrichtungen plus oben und unten (das ganze Universum)
中文原文
十方(shífāng)/-
Deutsch
Zehn Richtungen
Kommentar
alle Himmelsrichtungen plus oben und unten (das ganze Universum)
280 #
十住(shí zhù)/-
Zehn Wohnstätten
Kommentar öffnen
Erste große Stufenfolge des Bodhisattva-Weges. Beschreibt die Stabilisierung von Vertrauen, Praxis und Ausrichtung auf Erwachen.
中文原文
十住(shí zhù)/-
Deutsch
Zehn Wohnstätten
Kommentar
Erste große Stufenfolge des Bodhisattva-Weges. Beschreibt die Stabilisierung von Vertrauen, Praxis und Ausrichtung auf Erwachen.
281 #
二空(èr kōng)/-
Zwei Leerheiten
Kommentar öffnen
二空 (èr kōng): Die „zwei Leerheiten“ – die Leerheit des Selbst (pudgala-śūnyatā) und die Leerheit der Dinge (dharma-śūnyatā).
中文原文
二空(èr kōng)/-
Deutsch
Zwei Leerheiten
Kommentar
二空 (èr kōng): Die „zwei Leerheiten“ – die Leerheit des Selbst (pudgala-śūnyatā) und die Leerheit der Dinge (dharma-śūnyatā).
282 #
交蘆(jiāo lú)/-
Zwei Schilfrohre
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Gleichnis für wechselseitige Abhängigkeit von Subjekt und Objekt
中文原文
交蘆(jiāo lú)/-
Deutsch
Zwei Schilfrohre
Kommentar
Gleichnis für wechselseitige Abhängigkeit von Subjekt und Objekt
283 #
二轉依(èr zhuǎn yī)/-
Zwei Wendungen der Grundlage
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„Umwendung der Grundlage“: Bodhi und großes Nirvana als zwei Benennungen der Umkehr, in der Verblendung nicht mehr entsteht.
中文原文
二轉依(èr zhuǎn yī)/-
Deutsch
Zwei Wendungen der Grundlage
Kommentar
„Umwendung der Grundlage“: Bodhi und großes Nirvana als zwei Benennungen der Umkehr, in der Verblendung nicht mehr entsteht.
284 #
三十二相(sānshí’èr xiàng)/-
Zweiunddreißig Zeichen
Kommentar öffnen
Die klassischen körperlichen Merkmale eines Großen Wesens (Mahāpuruṣa).
中文原文
三十二相(sānshí’èr xiàng)/-
Deutsch
Zweiunddreißig Zeichen
Kommentar
Die klassischen körperlichen Merkmale eines Großen Wesens (Mahāpuruṣa).
285 #
十二類(shí’èr lèi)/-
Zwölf Arten (von Wesen)
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Klassifikation von Daseinsweisen (Ei/Leib/Feucht/Verwandlung; Form/Nicht-Form; Vorstellung/Nicht-Vorstellung; sowie die jeweiligen „Nicht-“Mischformen). Typologie von Fixierungen, nicht Ontologie.
中文原文
十二類(shí’èr lèi)/-
Deutsch
Zwölf Arten (von Wesen)
Kommentar
Klassifikation von Daseinsweisen (Ei/Leib/Feucht/Verwandlung; Form/Nicht-Form; Vorstellung/Nicht-Vorstellung; sowie die jeweiligen „Nicht-“Mischformen). Typologie von Fixierungen, nicht Ontologie.