[1]新印大佛頂首楞嚴經序
前雄武軍節度推官許洞撰
楞嚴經者,括諸佛萬行之樞紐也。通幽洞微,非二乘所賾;開物成務,乃十地攸宗。其文曲而達,其旨隱而暢,入於至妙之域,出於無生之表,鏗鏘磅礴群彙率化,窮玄絕聖其在茲乎。是知大和無私雖幽必煦,至神無迹雖微必貫,玄功無宰雖遐必達,率由心絕有為而大千同照,道躋無作而至感必通。
前雄武軍節度推官許洞撰
楞嚴經者,括諸佛萬行之樞紐也。通幽洞微,非二乘所賾;開物成務,乃十地攸宗。其文曲而達,其旨隱而暢,入於至妙之域,出於無生之表,鏗鏘磅礴群彙率化,窮玄絕聖其在茲乎。是知大和無私雖幽必煦,至神無迹雖微必貫,玄功無宰雖遐必達,率由心絕有為而大千同照,道躋無作而至感必通。
Prolog zum Śūraṅgama-Sūtra (楞严经)
[Taishō 945, 新印大佛頂首楞嚴經序]
Verfasst von Xu Dong (許洞),
ehemals Verwaltungsbeamter des Militärbezirks Xiongwu.
⸻
Das Śūraṅgama-Sūtra
ist der Angelpunkt aller zehntausend Praktiken der Buddhas.
Es durchdringt das Verborgene
und erhellt das Feinste;
nicht etwas, das die Zwei Fahrzeuge zu ergründen vermögen.
Es eröffnet die Dinge
und vollendet das Werk –
der gemeinsame Quell der Zehn Bodhisattva-Stufen.
Sein Wortlaut ist gewunden und doch durchlässig,
sein Sinn verborgen und doch weit geöffnet.
Es tritt ein in das Reich des Höchst-Wunderbaren
und tritt hervor jenseits des Ungeborenen.
Mächtig widerhallend, weit ausgreifend,
führt es die Vielzahl der Erscheinungen zur Wandlung.
Das Äußerste des Geheimnisses ausschöpfend,
das Heilige übersteigend –
liegt nicht hierin sein eigentlicher Ort?
So erkennt man:
Die große Harmonie ist ohne Eigennutz –
mag sie noch so verborgen sein, sie wärmt unfehlbar.
Das höchste Wirken ist ohne Spur –
mag es noch so fein sein, es durchdringt alles.
Die geheimnisvolle Kraft wirkt ohne Lenker –
mag sie noch so fern erscheinen, sie erreicht ihr Ziel.
All dies gründet darin,
dass der Geist das Bedingte überschreitet
und so die tausend Welten gemeinsam erleuchtet.
Der Weg erhebt sich jenseits des Gemachten,
und daher ist jede tiefste Berührung
notwendig durchdringend.
[Taishō 945, 新印大佛頂首楞嚴經序]
Verfasst von Xu Dong (許洞),
ehemals Verwaltungsbeamter des Militärbezirks Xiongwu.
⸻
Das Śūraṅgama-Sūtra
ist der Angelpunkt aller zehntausend Praktiken der Buddhas.
Es durchdringt das Verborgene
und erhellt das Feinste;
nicht etwas, das die Zwei Fahrzeuge zu ergründen vermögen.
Es eröffnet die Dinge
und vollendet das Werk –
der gemeinsame Quell der Zehn Bodhisattva-Stufen.
Sein Wortlaut ist gewunden und doch durchlässig,
sein Sinn verborgen und doch weit geöffnet.
Es tritt ein in das Reich des Höchst-Wunderbaren
und tritt hervor jenseits des Ungeborenen.
Mächtig widerhallend, weit ausgreifend,
führt es die Vielzahl der Erscheinungen zur Wandlung.
Das Äußerste des Geheimnisses ausschöpfend,
das Heilige übersteigend –
liegt nicht hierin sein eigentlicher Ort?
So erkennt man:
Die große Harmonie ist ohne Eigennutz –
mag sie noch so verborgen sein, sie wärmt unfehlbar.
Das höchste Wirken ist ohne Spur –
mag es noch so fein sein, es durchdringt alles.
Die geheimnisvolle Kraft wirkt ohne Lenker –
mag sie noch so fern erscheinen, sie erreicht ihr Ziel.
All dies gründet darin,
dass der Geist das Bedingte überschreitet
und so die tausend Welten gemeinsam erleuchtet.
Der Weg erhebt sich jenseits des Gemachten,
und daher ist jede tiefste Berührung
notwendig durchdringend.
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Kurze Anmerkungen (optional für Kommentar / Einleitung)
• 「括諸佛萬行之樞紐」
„Angelpunkt aller zehntausend Praktiken“
→ klassisches Lob: Das Sutra wird nicht als Einzelpraxis, sondern als Strukturprinzip aller Pfade verstanden.
• 「非二乘所賾」
→ klare Mahāyāna-Positionierung: śrāvaka / pratyekabuddha-Sicht reicht nicht aus, da es um Herz-Geist jenseits methodischer Aneignung geht.
• 「出於無生之表」
→ nicht „aus dem Ungeborenen heraus“, sondern jenseits des Ungeborenen: ein subtiler Hinweis auf die Übersteigung selbst der Leerheitsfixierung.
• 「玄功無宰」
→ das Wirken des Dharma ist nicht intentional gesteuert, kein kosmischer Lenker, kein Schöpferprinzip.
• Schlussgedanke
Herzstück des Prologs:
Nicht Tun (無作) ist nicht Passivität,
sondern die Bedingung dafür,
dass wahre Resonanz unverstellt geschieht.
• 「括諸佛萬行之樞紐」
„Angelpunkt aller zehntausend Praktiken“
→ klassisches Lob: Das Sutra wird nicht als Einzelpraxis, sondern als Strukturprinzip aller Pfade verstanden.
• 「非二乘所賾」
→ klare Mahāyāna-Positionierung: śrāvaka / pratyekabuddha-Sicht reicht nicht aus, da es um Herz-Geist jenseits methodischer Aneignung geht.
• 「出於無生之表」
→ nicht „aus dem Ungeborenen heraus“, sondern jenseits des Ungeborenen: ein subtiler Hinweis auf die Übersteigung selbst der Leerheitsfixierung.
• 「玄功無宰」
→ das Wirken des Dharma ist nicht intentional gesteuert, kein kosmischer Lenker, kein Schöpferprinzip.
• Schlussgedanke
Herzstück des Prologs:
Nicht Tun (無作) ist nicht Passivität,
sondern die Bedingung dafür,
dass wahre Resonanz unverstellt geschieht.
中文原文
[1]新印大佛頂首楞嚴經序
前雄武軍節度推官許洞撰
楞嚴經者,括諸佛萬行之樞紐也。通幽洞微,非二乘所賾;開物成務,乃十地攸宗。其文曲而達,其旨隱而暢,入於至妙之域,出於無生之表,鏗鏘磅礴群彙率化,窮玄絕聖其在茲乎。是知大和無私雖幽必煦,至神無迹雖微必貫,玄功無宰雖遐必達,率由心絕有為而大千同照,道躋無作而至感必通。
前雄武軍節度推官許洞撰
楞嚴經者,括諸佛萬行之樞紐也。通幽洞微,非二乘所賾;開物成務,乃十地攸宗。其文曲而達,其旨隱而暢,入於至妙之域,出於無生之表,鏗鏘磅礴群彙率化,窮玄絕聖其在茲乎。是知大和無私雖幽必煦,至神無迹雖微必貫,玄功無宰雖遐必達,率由心絕有為而大千同照,道躋無作而至感必通。
Deutsch
Prolog zum Śūraṅgama-Sūtra (楞严经)
[Taishō 945, 新印大佛頂首楞嚴經序]
Verfasst von Xu Dong (許洞),
ehemals Verwaltungsbeamter des Militärbezirks Xiongwu.
⸻
Das Śūraṅgama-Sūtra
ist der Angelpunkt aller zehntausend Praktiken der Buddhas.
Es durchdringt das Verborgene
und erhellt das Feinste;
nicht etwas, das die Zwei Fahrzeuge zu ergründen vermögen.
Es eröffnet die Dinge
und vollendet das Werk –
der gemeinsame Quell der Zehn Bodhisattva-Stufen.
Sein Wortlaut ist gewunden und doch durchlässig,
sein Sinn verborgen und doch weit geöffnet.
Es tritt ein in das Reich des Höchst-Wunderbaren
und tritt hervor jenseits des Ungeborenen.
Mächtig widerhallend, weit ausgreifend,
führt es die Vielzahl der Erscheinungen zur Wandlung.
Das Äußerste des Geheimnisses ausschöpfend,
das Heilige übersteigend –
liegt nicht hierin sein eigentlicher Ort?
So erkennt man:
Die große Harmonie ist ohne Eigennutz –
mag sie noch so verborgen sein, sie wärmt unfehlbar.
Das höchste Wirken ist ohne Spur –
mag es noch so fein sein, es durchdringt alles.
Die geheimnisvolle Kraft wirkt ohne Lenker –
mag sie noch so fern erscheinen, sie erreicht ihr Ziel.
All dies gründet darin,
dass der Geist das Bedingte überschreitet
und so die tausend Welten gemeinsam erleuchtet.
Der Weg erhebt sich jenseits des Gemachten,
und daher ist jede tiefste Berührung
notwendig durchdringend.
[Taishō 945, 新印大佛頂首楞嚴經序]
Verfasst von Xu Dong (許洞),
ehemals Verwaltungsbeamter des Militärbezirks Xiongwu.
⸻
Das Śūraṅgama-Sūtra
ist der Angelpunkt aller zehntausend Praktiken der Buddhas.
Es durchdringt das Verborgene
und erhellt das Feinste;
nicht etwas, das die Zwei Fahrzeuge zu ergründen vermögen.
Es eröffnet die Dinge
und vollendet das Werk –
der gemeinsame Quell der Zehn Bodhisattva-Stufen.
Sein Wortlaut ist gewunden und doch durchlässig,
sein Sinn verborgen und doch weit geöffnet.
Es tritt ein in das Reich des Höchst-Wunderbaren
und tritt hervor jenseits des Ungeborenen.
Mächtig widerhallend, weit ausgreifend,
führt es die Vielzahl der Erscheinungen zur Wandlung.
Das Äußerste des Geheimnisses ausschöpfend,
das Heilige übersteigend –
liegt nicht hierin sein eigentlicher Ort?
So erkennt man:
Die große Harmonie ist ohne Eigennutz –
mag sie noch so verborgen sein, sie wärmt unfehlbar.
Das höchste Wirken ist ohne Spur –
mag es noch so fein sein, es durchdringt alles.
Die geheimnisvolle Kraft wirkt ohne Lenker –
mag sie noch so fern erscheinen, sie erreicht ihr Ziel.
All dies gründet darin,
dass der Geist das Bedingte überschreitet
und so die tausend Welten gemeinsam erleuchtet.
Der Weg erhebt sich jenseits des Gemachten,
und daher ist jede tiefste Berührung
notwendig durchdringend.
Kommentar
Kurze Anmerkungen (optional für Kommentar / Einleitung)
• 「括諸佛萬行之樞紐」
„Angelpunkt aller zehntausend Praktiken“
→ klassisches Lob: Das Sutra wird nicht als Einzelpraxis, sondern als Strukturprinzip aller Pfade verstanden.
• 「非二乘所賾」
→ klare Mahāyāna-Positionierung: śrāvaka / pratyekabuddha-Sicht reicht nicht aus, da es um Herz-Geist jenseits methodischer Aneignung geht.
• 「出於無生之表」
→ nicht „aus dem Ungeborenen heraus“, sondern jenseits des Ungeborenen: ein subtiler Hinweis auf die Übersteigung selbst der Leerheitsfixierung.
• 「玄功無宰」
→ das Wirken des Dharma ist nicht intentional gesteuert, kein kosmischer Lenker, kein Schöpferprinzip.
• Schlussgedanke
Herzstück des Prologs:
Nicht Tun (無作) ist nicht Passivität,
sondern die Bedingung dafür,
dass wahre Resonanz unverstellt geschieht.
• 「括諸佛萬行之樞紐」
„Angelpunkt aller zehntausend Praktiken“
→ klassisches Lob: Das Sutra wird nicht als Einzelpraxis, sondern als Strukturprinzip aller Pfade verstanden.
• 「非二乘所賾」
→ klare Mahāyāna-Positionierung: śrāvaka / pratyekabuddha-Sicht reicht nicht aus, da es um Herz-Geist jenseits methodischer Aneignung geht.
• 「出於無生之表」
→ nicht „aus dem Ungeborenen heraus“, sondern jenseits des Ungeborenen: ein subtiler Hinweis auf die Übersteigung selbst der Leerheitsfixierung.
• 「玄功無宰」
→ das Wirken des Dharma ist nicht intentional gesteuert, kein kosmischer Lenker, kein Schöpferprinzip.
• Schlussgedanke
Herzstück des Prologs:
Nicht Tun (無作) ist nicht Passivität,
sondern die Bedingung dafür,
dass wahre Resonanz unverstellt geschieht.